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Lokales.

Gießen, 16. November 1903. Provinzial- Ausschuß. Wie wir schon bereits berichteten, hatte sich der Provinzial- Ausschuß den Provinz Oberhessen in seiner Samstag um 9 Uhr beginnenden Sigung mit dem Antrag auf Sonzessions­entiehung gegen die Wirte Walper und Schmidt zu Atomrod, Kreis Alsfeld wegen Uebertretung der Ge no abeordnung zu beschäftigen. Die Wirte Walper und Ghmidt zu Romrod haben das unter Androhung der Fonzessionsentziehung erteilte Verbot, dem Georg Diener in Romrod geistige Getränke zu verabreichen oder diesen auch nur in der Wirtschaft zu dulden, ver­stoßen, weshalb Gr. Kreisamt Alsfeld unterm 10. Juli d. Js in Gemäßheit der§§ 33 und 53 der Gewerbe­cucdnung und§ 67 der Vollzugsordnung hierzu bean­tragte, das Konzessionsentziehungsverfahren gegen die Benamnten einzuleiten. In der Samstags- Verhandlung Betreitet Walper, weder er noch eines seiner Angehörigen moh Bedienstete dem Diener geistige Getränke verab­che Räuberbank Bheet ihm gearbeitet und hätte er sich für verpflichtet ge= reicht zu haben. Schmidt dagegen erklärt, Diener habe er sich dadurch einer strafbaren Handlung schuldig ge= racht habe, fönne er nicht sagen. Der Provinzial­wiesen, daß Diener in der Wirtschaft geduldet worden ei und auch geistige Getränke erhalten hat, wodurch das Verbot übertreten wurde. Eine Verfehlung liege perficht die oor, auch wenn D. in dem Lofal nur geduldet werde and von anderen Gästen geistige Getränke erhalte. trafaniſalt lege alſo ein Grund zur Stonzeffions ntziehung briger Zucht 15 or, b. aber nur einzelne Fälle nachgewiesen seien, wird ring Stang yon einer Stonzeſſionsentziehung abgejejeje, jei rbeitsfale ging fedod, in die stoffen des Berfahrens fleurteilt. Das entières ift je Besuch des Wilhelm Hinn 8. u Heuchelheim un Slaubnis zum Betrieb einer Schanfwirtschaft wird mang Is Nachweises das Bedürfnis abgelehnt, die Kosten des Verfahrens werden dem Rekurrenten zur Last ge=

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bietungen wohlverdienten reichen Beifall. Der sich an­schließende Ball hielt die Contentianer in annimiertester Stimmung bei Scherz und einem guten Trunk beisammen, so daß jeder befriedigt die Festlichkeit verließ. Eine Nach­feier in Gestalt eines Ausflugs nach dem Windhof_ver= einigte die Festteilnehmer gestern in den Räumen des Herrn Duill und es waren ihrer nicht wenige die sich zu einem recht vergnügten Nachmittag eingefunden hatten.

** Turn- Verein Gießen. In der Turnhalle feierte der Turnverein bei voll beseztem Hause am Samstag Abend sein Winterfest und brachte mit dem Gebotenen wiederum den Beweis, daß der Verein in allem auf der Höhe steht. Die unter Leitung des 2 Turnwarts, Herrn Müller, ausgeführten Stabübungen waren für jeden Turner eine Glanznummer des Abends, die Uebungen wurden mit großartiger Präziſität ausgeführt und ernteten donnernden Beifall. Nicht minderen Beifall erntete der Sängerchor des Turnvereins von dessen Vorträgen wir besonders Kärthners 7stimmigen Männerchor mit Orchesterbegleitung hervorheben möchten. Ein Theaterstück:" In Civil" wurde recht flott gespielt; die Mitwirkenden hatten ersichtlich ihr möglichstes um dem Stück Erfolg und guten Abschluß zu geben. die in 8 Bildern allgemeinen Beifall fanden. Ein flotter Ball schloß sich dem Programm an. Die Nachfeier fand solcher guten Verlauf.

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tlaffe und des Männerchors schloß der Bürgermeister Au­mann auf und lud zur Besichtigung ein. Bu der Feier waren noch erschienen Kreisschulinspektor Kleinschmidt, Bau­rat Diehm und die Freifrau Adelbert von Nordeck- Friedel­hausen. Bersrod, 12. Nov. Herr Bürgermeister Reuschling, welcher im März gewählt wurde, erhielt heute seine Be­stätigung.

Stadttheater Gießen. Fremdenvorstellung.

Es

Der gute Besuch der gestrigen Nachmittagsvorstellung dürfte der Direktion gezeigt haben, daß der Gedanke kein schlechter gewesen ist und weitere Ausführung verdient. wurde die Versunkene Glocke" von Gerhard Hauptmann ge­geben, diesmal mit Frl. Hellberg als Rautendelein. Wenn sich der Dichter dieses Haidekind auch wohl nicht so gedacht hat, wie es Frl. H. darstellte, so zeigte sie durch die warmen gemütvollen Töne, welche sie durchweg fand, doch, daß sie derartige Figuren viel, vielleicht mehr von ihrem eignen Naturell giebt, wie jenen langbezopften gardebeutsch" redenden Theaterprinzessinen, die in Frl. Hellberg eine so Seiten hereinströmende Tageslicht, selbst dem wohlgemein­testen Bühneneffett Anfangs einen Strich durch die Rechnung; es jedenfalls besser damit geworden. Gestern Abend ging nun vor gutbeseztem Hause Alt Heidelberg" zum zweiten Male in Szene. Hiervon nur bemerkt, daß einigen Dar­ſtellern auch Sonntags ein etwas distreteres Spiel zu em­pfehlen wäre.

unerwähnt möchten wir bie Marmorgruppen feffen, utige Bertreterin finden. Beider machte bas von allen

Der Verein Jugendfreund in Gießen, dessen Gründung in das Jahr 1873 fällt, feiert zu Weihnachten dieses Jahres ſein 30. Stiftungsfeft; er hat durch das Sammeln von Bigarrenspißen, Stanioltapseln und andere früher als wertlos hinweggeworfene Gegenstände, ſowie durch Geldspenden seiner Freunde und Gönner es er­reicht, ſeit feines Beſtehens etwa 470 arme Rinber boll­ständig fleiben und dadurch manchen Eltern über ihre Sorgen hinweghelfen zu können. Es war das Brinz'p des Vereins von vornherein, diejenigen Eltern vorzugsweise zu unterstüßen, die zu den sog. v rschämten Armen gehörten und deren Mittel bei reichem Kinderseqen, Krankheit des Er­

im Gluhægt und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr bon nährers oder bei ſonſtigen Unglücksfällen nicht ausreichten, Gehilfe durch LO Mark an die Provinzialkaſſe beurteilt Cache, den kleinen eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Allen Besuch des Philipp Müller zu Mainzlar um Grönnern und Gebern sagt der Vorstand herzlichen Dant aubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft wird auf Antrag des Vertreters des Rekurrenten zwecks Ladung ung gegen den weiterer Zeugen vertagt, da die erschienene Zeugin natürlich meist nicht ausreiche, den Nachweis des vorhandenen Be­onatsheften", de Dürfnisses zur Errichtung einer Gastwirtschaft zu be B. ein Tempe gründen. Auch wurde das Urteil des Kreisausschusses austlingt: Debes Streises Friedberg vom 3. Juni 1903 betätigt, Wein der allerlei welche das Gesuch des Heinrich Heyer zu Melbach fort, Zwar am Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft ab­gelehnt hat. Rekurrent hat die Kosten des Verfahrens Amerika.] Dufragen und eine Verhandlungsgebühr von 5 Mt. an n den Gebräudie Provinzialkasse zu zahlen.

weist die Tatfade* Personalveränderung Aus der Ostasiat. Befagungs- Brigade ausgeschieden und in der Arme einge­stellt wurde vom 2. Ostasiat. Inf. Reg.: Seebold, Oberlt., in Inf. Reg. Kaiser Wilhelm( 2. Großherzogl. Hess.)

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*( Gießener Konzert- Verein. Der Saal

Gesellschaftsvereins war gestern, wie dies bei den Aus­

Führenden des zweiten Konzerts nicht anders zu erwarten war, bis auf den letzten Platz gefüllt. Herr Professor Kwast eröffnete das Konzert mit Präludium und Fuge( a- moll)

von Bach, und die kristallklare Technik und die von fünst­Laischer Reife zeugende Auffassung des Virtuosen, machten bas Anhören aller zum Vortrag gebrachten Tonwerke zu einem hohen Genuß. Frau Erika W defind zeigte sich in der Arie aus Ernani" von Verdi als großartige Roloratursängerin, die selbst den größten Schwierigkeiten Dant eines wundervollen Organs und einer vollendeten temöfonomie scheinbar spielend gerecht wurde und einige der von der Sängerin mit unwiderstehlichem Liebreiz ge­tach ten Lieder wie die Forelle" von Schubert angen aus ihrem Munde wie eine große musikalische Offenbarung. Das begeisterte Publikum nötigte der liebens­mürdigen Künstlerin eine Zugabe ab und das wundervoll fungene Lied: Die Nachtigall", erftritten sich die Besucher burch stürmischen Beifall da capo. Dem Vorstande des Ronzert- Vereins gebührt für das Gebotene der wärmste Dant. ** August Junkermann, der weltbekannte Reuter­Darsteller feierte in der Saison 1902/03 den Gedenktag Finer 50jährigen Bühnenwirksamkeit. In Ch cago feierte br Künstler 1893 ein wohl einzig dastehendes Jubiläum,

vor Erschöpi minlich das tausendste Auftreten in derselben Rolle- als

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Dafel Bräfig" welche der Jubilar bis nun über zweitausend al gespielt hat. Gegenwärtig befindet sich der Künstler einer Tournée, welche ihn am Sonnabend wieder nach

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Gießen führt.

* Ter Fechtverband Gießen- Lahr hielt vorige Boche seine Generalversammlung im Deutschen of ab, wobei sich bei der Rechnungsablage ein Ueberschuß bon 550 Mt. ergab. Der Vorsißende brachte zum Vortrag, daß außer diesen Geldern über 100 Mt. im verflossenen Ge= häftsjahr zu wohltätigen Zwecken verwendet wurden und daß das Gesamtvermögen bei der hiesigen Spar- und Leih­fasse angelegt ist. Es wurde der Beschluß gefaßt, einen Teil des Vermögens an hiesige bedürftige Arme zu verteilen und zwar soll dies, in Kohlen und Brod verausgabt werden. Bie aus dem Annoncenteil ersichtlich, sind sämtliche Meldungen bis zum 22. d. Mts. bei dem I. Vorsitzenden Herrn J. Bersel Sonnenstraße 6 einzureichen. Außerdem soll nach dem Reichswaisenhaus in Lahr an sämmtliche sich dort be­findliche Pfleglinge ein Weihnachtsgeschenk sowie an die Berwaltung ein Geldbetrag zu Weihnachten eingesandt wer den. "-Gießen. Ein in allen Teilen gut Contentia" verkaufenes Wintervergnügen feierte am Samstag Abend in Steins Garten die Contentia". Durch Vorträge, Theater usw. wurde der Abend ausgefüllt und fanden die Dar­

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für die bewiesene Treue und Anhänglichkeit mit der Bitte, auch in diesem Jahre den Verein zu unterstüßen und ihn dazu zu verhelfen, daß er diesmal 30 Kinder vollständig Kleiden und dadurch die Zahl 500 erreichen fann. Diese Bitte ergeht aber auch an alle, welche dem Verein seither fern standen aber ein Herz für Not und Jammer haben, die in manchen Familien herrschen. Der Verein hofft, daß er in weiten Kreisen Verständnis und Unterstüßung für seine Bestrebungen findet. Gaben nehmen entgegen die Herren: Doering, Rendant, Vorsitzender, Martin Dörr, Schlossermeister, Adolf Bourgeois, Buchbinder, Friedrich, Monteur, Mulch, Lehrer, Dr. Heuser, Kustos, E. H. Müller, Schreinermeister, M. Jaskowsky( Aquarium), Konrad, Roth II, Weinhändler.

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Ehejubiläum. Herr Chr. Duill und Frau geb. Frank auf dem Windhofe feiern am Dienstag, den 17. November das Fest ihrer silbernen Hochzeit.

* Ein kühles Bad nahm dieser Tage ein Fuhr­mann mitsamt seinem Pferde in dem Bach bei der Neuen­

mühle unweit Grünberg. Der Fuhrmann war damit be­schäftigt für den Damm des neuen Eisteiches Erde anzu­fahren, als plößlich der Gaul auf der schlüpfrigen Uferböschung ins Rutschen kam und in den Bach geriet. Mit Mühe gelang es dem Fuhrmann, der seinem Gaul nachgesprungen, das Pferd vor dem Er rinken zu bewahren. Im Grünberger Gewerbeverein hielt am Freitag Abend im Saale zum Wilden Mann" der Landes­wohnungsinspektor Gregschel aus Darmstadt einen fesselnden Vortrag, dem sich eine lebhafte Debatte anschloß." Leider war der Besuch nur mäßig.

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** Besizwechsel. Das Anwesen des Bäckermeisters Ludwig Kämmerer in Gießen, Seltersweg 28, Ecke Teuffels­Lustgärtchen, ging für 52000 Mt. durch Kauf in den Besitz des Herrn Frizz Nowack, Manufaturwaarengeschäft, Besitz des Herrn Frizz Nowack, Manufaturwaarengeschäft,

über.

* Aus dem Biebertal, 13. Nov. Es sind nun wieder die Tage herangekommen, von denen man sagen muß, sie gefallen uns nicht mehr. Infolge der eingetretenen nassen Witterung überflutet die Straßen ein tiefer Schlamm, in dem man mit Unbehagen herumwatet. Daher sind die Be wohner des Biebertals, vor allem die vielen Arbeiter wieder genötigt die Kleinbahn zu benutzen, um nach der Stadt resp. ihrer Arbeitsstätte zu gelangen. Nun sind aber die Preise für die einfache Fahrt ganz entschieden zu hoch bemessen wie für die einfache Fahrt ganz entschieden zu hoch bemessen wie auch auf Rückfahrkarten überhaupt keine Ermäßigung ge­währt wird. Bahlt man doch auf der Hauptbahn der Strecke Abendstern- Wezlar, welche Entfernung wohl der Biebertalbahn gleichkommt, ein weit geringeres Fahrgeld. Auch ist durch die vorgenommenen baulichen Veränderungen an den Stationsgebäuden dem Publikum durchaus nicht Rechnung getragen, da es nunmehr an den erforderlichen Warteräumen mangelt. Der neue Raum reicht oft nicht für die vielen Schüler aus, wie viel weniger finden erst die Er­wachsenen genügende Unterkunft. Offenbar erfordern diese Mistände notgedrungen eine baldige Abhülfe.

× Londorf a. d. Lda., 15. Nov. Unser neues Schul. haus wurde heute seiner Bestimmung übergeben und feierlich eingeweiht. Das Gebäude umfaßt zwei Lehrfäle und zwei Wohnungen; die Baukosten belaufen fich auf 50 000 mt. Erbaut wurde es von Kreisstraßenmeister Förster- Grün­berg, die Pläne hat Baurat Diehm- Gießen entworfen. Bei der heutigen Feier hielt Lehrer Stör am alten Schul­haus die Abschiedsrede; die Weiherede am Neubau hielt Pfarrer Weber, welcher gleichzeitig der Ortsbehörde und der Kreisbehörde Dank sagte. Regterungsrat Dr. Wagner Gießen betonte in einer kurzen Ansprache, daß in dem neuen Schulhause Gottesfurcht und Vaterlandsliebe gepflegt werden möge. Nach den Gesangsvorträgen der 1. Schul­

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

H. H.

Gießen, 13. November 1903. Bei verschlossenen Türen wird gegen den Taglöhner Heinrich Haas XIV. von Steinbach verhandelt, welcher des unsi'tlichen Verkehrs mit einem 11jährigen Mädchen ange­flagt ist. Das Urteil lautet auf 9 Monate Gefängnis, wo­auf 1 Monat Untersuchungshaft aufgerechnet werden. Der Schriftfeßerlehrling Wilhelm Schäfer von Jlbenstadt erhob im Auftrag des Agenten Damm zu Friedberg Ver­sicherungsprämien in Höhe von 653 Mt., womit er nnter Mitnahme seines Bruders Georg eine Reise nach Genf machte. Nach eintägigem Aufenthalt reiste letterer zurück und ersterer trat die Weiterreise nach Paris an. Dort will er beim Geldwechseln um 300 Mt. beschwindelt worden sein und da er nach Anlauf einer Uhr fein weiteres Geld mehr hatte, trat er die Heimreise an und stellte sich der Polizei. Er erhält eine Gefängnisstrafe von 8 Monaten, während sein rerführter Bruder mit 2 Monaten davon­tommt.- Die 15jährige Dienstmagd Katharine Wilhelm von Alsfeld hat mittels falschen Schlüssels aus der Wohnung des Straßenwarts Jung 3.40 Mt. bares Geld und Wurstwaren entwendet. Wegen einfachen Diebstahls be= tommt sie einen gerichtlichen Verweis, während wegen des schweren Diebstahls auf 5 Tage Gefängnis erkannt wird.- Der auf dem Findorfer of bet Düdesheim beschäftigte Caglöhner Heinrich Lang I. hat dem Knecht Johannes Naumann einen Teller an den Kopf geworfen, was der erstere mit Messerstichen erwiderte. Naumann bekommt 3 Monate Gefängnis und Lang tommt mit 6 Wochen davon.

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Obsthändler Jean Ewald von Frankfurt wurde durch das Schöffengericht Vilbel wegen Heudiebstahls zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt. Auf seine Berufung spricht ihn heute die Straffammer frei, da nicht nachgewiesen ist, daß er be wußt rechtswidrig gehandelt hat. wußt rechtswidrig gehandelt hat. Zum Schlusse muß die Sache gegen Heinrich Schimmelpferg von Schlitz wegen Tierquälereien umständehalber vertagt werden.

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Neueste Nachrichten. ( Privattelegramm.)

** Darmstadt, 16. November, mittags 12 Uhr:

Die einzige Tochter Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs von Hessen, Prinzessin Elisabeth, ist ganz plößlich in Rußland, wo sie sich zum Besuch aufhielt, im Altervon 8 Jahren, verstorben. Prinzessin Elisabeth wurde am 11. März 1895 zu Darmstadt geboren.

Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)

Verlauf der Witterung von Samstag bis Sonntag.

Das nordwestliche TIEF zieht langsam ostwärts ab. Auf seiner Südoft- und Südseit sind Feiltiefs entwickelt, Süd nach West und zeitweise mäßigen Regen veranlassen. welche über unser Gebiet ziehend eine Windschwankung von Das TIEF scheint oftwärts abzuziehen; daher für bei nordwestlichem nördlichen Winde allmählich aufheiterndes, Montag und Dienstag trockenes und fälteres Wetter zu erwarten. Vielfach Nacht­

froft.

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Marktberichte.

Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt, vom 14. Nov. Weizen 16,00-00,00, torn 13,50 bis-,-, Gerste 13,-, Hafer 12,66-00,00, Erbsen 16,00, Samen 00,00, artoffeln 6,00-00,00, Linsen 24,00 Mart. Alles per Doppelzentner.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Win Klein; für bas Lofale, ben Gerichts-" und Deffentlichen Sprechsaa!": Fr. Oppermann,