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Türkei auf die englische Note eingegangen, die sich gegen die am Kongo begangenen Grausamkeiten richtet. Die Türkei stellt sich darin auf den englischen Standpunkt und verlangt ein strenges Vorgehen zur Verhütung weiterer Grausam­feiten gegen die Schwarzen." Das ist dieselbe Türkei, die im eigenen Lande hunderte und aberhunderte von friedlichen Bauern, von Weibern, Kindern und Greisen von ihren Baschibozuks foltern und abschlachten läßt!

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Hof und Gesellschaft.

Der Zustand des Kaisers ist weiterhin befriedi­gend. Der Kaiser fährt fort, die laufenden Vorträge zu hören, und wohnte u. a. einem Künstlerkonzert bei. Daß die Stimmbanderkrankung keine Gefahr in sich birgt, führte in einem Vortrag an der Berliner Laryngologischen Gesell­schaft Professor Dr. Schmidt aus, der den Polypen operiert hat. Auch Prinz Heinrich sprach sich in Bonn Mitgliedern des dortigen Männergesangvereins gegenüber in diesem Sinne aus. Läge irgendwelche Gefahr vor, so hätte der Raiser bei seiner Offenheit und Wahrheitsliebe dem Volke davon Mitteilung gemacht. Wie mit Bestimmtheit verlautet, gedenkt der Kaiser am 20. d. Mts. in Kiel der Rekruten­bereidigung beizuwohnen.

Die Feier des 40jährigen Regierungsjubi läums des Königs Christian von Dänemark wird im ganzen Lande mit großen Festlichkeiten begangen. Zahlreiche fremde Fürstlichkeiten sind in Fredensborg dazu eingetroffen.

Heer und flotte.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Das ungarische Hohenzollernmärchen vor Gericht. Vor den Budapester Geschworenen hatte sich der Schriftsteller Jekey wegen eines Angriffs auf die gesetzliche Thronfolge und wegen Beleidigung eines Mitgliedes des königlichen Hauses zu verantworten. Im Zusammenhang mit dem Ge­rücht, daß ein Sohn des deutschen Kaisers ungarisch lerne, um einst den Thron der Ungarn zu besteigen, veröffentlichte Jefen unter dem Titel: Die ungarische Politik der Hohen­zollern" eine Broschüre, in welcher er die Habsburger den Hohenzollern gegenüberstellt und letztere als die wünschens­werte ungarische Dynastie bezeichnet. Besonders scharf ver­fährt der Verfasser mit dem Thronfolger Franz Ferdinand, den er mit Nero vergleicht. Die Geschworenen sprachen Jeken frei.

Drei neue Admirale der deutschen Marine. Der Kaiser hat drei Vizeadmirale zu Admiralen ernannt. Es sind die Herren: v. Tirpit, Staatssekretär des Reichsmarineamts und preußischer Staatsminister; 2. Bendemann, unter gleichzeitiger Ernennung zum Chef der Marinestation der Nordsee, und 3. Freiherr v. Sen den Bibran, General­adjutant des Kaisers und Chef des Marinekabinetts. Der bisherige Chef der Marinestation der Nordsee, Admiral Thomsen, wurde mit Pension à la suite des Seeoffizier­korps der Marine zur Disposition gestellt.

Wird Gräfin Kwilecki freigesprochen?

§ Das Ende des Veleidigungsprozesses Böcklin- Muther. Der bekannte Beleidigungsprozeß, den der Sohn Carlo des berühmten Malers Arnold Böcklin gegen den Breslauer Professor Muther angestrengt hatte, weil dieser ihn der Fälschung von Bildern seines Vaters gezichen hatte, wird die Berufungsinstanz nicht mehr beschäftigen. In einem Schreiben an das Berufungsgericht teilt Professor Muther mit, daß er die Berufung gegen seine schöffengerichtliche Verurteilung zu 50 Mark Geldstrafe zurückziehe, weil seine Absicht, in wirksamer Weise zur Vorsicht gegen die aus dem Nachlaß verkauften Werke Arnold Böcklins zu mahnen, er­füllt sei. Er wolle den Namen und die lette traurige Lebens­zeit des großen Künstlers in einem weiteren Prozesse nicht zwecklos diskreditiert wissen.

RK Diese Frage hört man jetzt oft im Zuschauerraum des Schwurgerichts zu Moabit, das zu befinden und zu beschlie­Ben hat, ob der sechsjährige pausbäckige Knabe fortan wi­lecki oder Praca heißen soll. Es ist bezeichnend, daß die Frage nicht lautet: Wird die Gräfin verurteilt?" Denn die Stimmung im Gerichtssaale ist der Gräfin günſtig. Nur wenige Gegner scheint sie zu haben: den Ankläger, den Zeugen Hechelski, die Hedwig Andruszewska und den Grafen Hektor. Ersterer ist Gegner von Amts wegen, Hechelski und die Andruszewska aus Geschäftsinteresse und Graf Hektor ... ja, wer mag das wissen!- vielleicht nur aus Fami­lienrücksichten. Es ist für die Agnaten ein quälender Ge­danke, jemand als nahen Verwandten ansprechen zu müssen, der am Ende gar kein Awilecfi, sondern ein geborener Praca ist. Darf der Late dem eigenen Augenschein trauen, so scheint diese Furcht der Agnaten unbegründet. Es wäre merf­würdig, wenn dieses Bübchen, das dort ahnungslos einher­hüpft, nicht das Kind der Gräfin wäre. Und das andere Kind im weißen Mäntelchen, das man in einer anderen Gruppe sieht? Es wäre ein ebenso merkwürdiges Natur­spiel, wenn diese beiden wirklich Brüder wären. Das sagt sich der Laie, der die beiden Knaben sieht; das ist die Mein­ung, die man vielfach im Saale hört.

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glücklicherweise fehl und Gutmann flüchtete dann ins Fre Exeginnenden Si

tomrod, Krei perbrordnung 3 hmidt zu Ro onzeffionsentzi Diener in Rom

* Der verzweifelte Defraudant. In Land- Gastein tie es bei der Verhaftung eines Postdefraudanten, des Hi beamten Johann Kern, zu einer aufregenden Szene. Ne 30g einen Revolver hervor und schoß auf den Beamten& mann, der erst vier Tage im Amte iſt. Die Kugel Nun feuerte Kern einen zweiten Schuß auf den Administ tor Mitterhammer ab und verlegte ihn am Kopfe. Mitte hammer flüchtete ſich nun in das anstoßende Zimmer, wohn ihm Kern nacheilte. Hier kam es zwischen beiden zu eines verzweifelten Ringen, bis es endlich Mitterhammer gelan fich loszumachen, aus dem Zimmer zu flüchten und d Tür hinter sich abzusperren. Als Gendarmerie auf den Platze erschien, um den Attentäter zu verhaften, schoß t sich eine Kugel in den Kopf und verlegte sich lebensgefährlißen, weshal Der tätowierte Nihilist. In Trient wurde der russis Js in Gem Anarchist Friedrich Baldauf verhaftet. Sein politisches Prdnung und den Kopf des Zaren, auf den die Mündung eines Revolver enannten ein

§ Der Fall Ries. Die Hauptverhandlung gegen die beiden Angeklagten Dr. Ries und Viermann, welche bekanntlich der Beleidigung des oldenburgischen Justizministers Dr. Ruh­strat in Oldenburg beschuldigt werden, wird nunmehr be­stimmt am 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr, vor der dor­tigen Straffammer beginnen.- Inzwischen hat der Redak­teur Biermann Privatflage gegen den Minister Rubstrat erhoben, weil dieser die Frau des Biermann dadurch belei­digte, daß er zu ihr gesagt haben soll: Ihr Mann ist ein Lump!" Das Schöffengericht wird sich jedoch erst dann mit dieser Klagesache zu befassen haben, wenn das Straf­verfahren gegen Biermann wegen Beleidigung des Ministers beendigt sein wird.

Nab und fern..

Ein ungetreuer Rechtsanwalt wurde in Leipzig ver­haftet. Der dortige bekannte Anwalt Rößner steht im drin­genden Verdacht, bedeutende Depots, die eine Dame ihm anvertraut hatte, unterschlagen zu haben. Bei dem Ver­hafteten soll man übrigens schon seit einiger Zeit infolge von Nervenüberreizung Spuren geistiger Störung wahr­genommen haben, so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß er die ihm zur Last gelegte Straftat in einem unzurechnungs­fähigen Zustande verübt hat. Rößner hat erst vor kurzem eine größere Erbschaft gemacht.

gramm trug er auf seinem Körper unauslöschlich tätowier

gerichtet ist.

Das Räuberunwesen im Kaukasus. Von den kautai schen Räubern werden täglich neue Heldenstückchen erzäht Der Gouverneur von Stawropol benachrichtigte den Che des Perckgebiets, daß eine gefährliche Räuberbande,

Zwet Mütter Jurtig bei Düsseldorf hat die un­berehelichte Gertrud Feste ihr neugeborenes lebendes Kind in den Kamin gesteckt und elend verbrennen lassen. Die Mutter der Kindesmörderin war über das Verbrechen so entsetzt und empört, daß sie selbst die Verhaftung ihrer Tochter herbeiführte.

der diesen aud

Lagte, das

Geftreitet Walp Bedienstet reicht zu haben bei ihm gearbe

stehend aus vierzehn flüchtig gewordenen Verschickten un alten, D. Spe allerlei zugelaufenem Gesindel, die Grenzdiſtrikte unside er sich dadurch mache. Die mit Feuerwaffen und Dolchen bewaffneten a macht habe, f ber versetzen die Bevölkerung durch Erpressungen in panide Ausschuß erach Schrecken; sie fordern Geld und Vieh oder nehmen es, faerwiejen, daß es nicht freiwillig gegeben wird, mit rücksichtsloser Gewake. und auch Dabei wird systematisch vorgegangen: Freiwillig Gebend läßt man in Ruhe, und Nichtgebende werden schonungsl geplündert. Durch diese Mittel beherrscht die Bande ei veites Gebiet.

Familientragödie. Ueber eine furchtbare Tat, die ein Gegenstück zu der furchtbaren Tragödie in der Berliner Familie Winterstein bildet, wird aus Falkenau folgendes gemeldet: Der Bahnarbeiter Richard Eichler fand, als er nachts gegen 1 Uhr heimkehrte, sein jüngstes, erst einige Wochen altes Kind mit geöffneten Pulsadern tot vor, eben­so wies das sechsjährige Kind eine große Wunde am Halse auf. Die Mutter, die die Tat begangen, wurde morgens tot aus dem Mühlgraben gezogen.

Freilich, das Belastungsmaterial ist nicht gering. Zu­mindest hat sich die Gräfin, wie es im Juristenstil heißt, ,, hinreichend verdächtig" gemacht. Die entlastenden Aus­sagen werden von den belastenden geradezu erdrückt. Wenig­stens quantitativ. Auf vier Belastungszeugen kommt kaum ein Entlastungszeuge. Allein was will das bedeuten? Kri­minal- Psychologen haben längst wahrgenommen, wie ver­schieden und objektiv unrichtig die Wahrnehmungen einer Anzahl Personen von ein und demselben tatsächlichen Vor­gange sind, trotz subjektiv wahrheitsgetreuester Wiedergabe des Beobachteten. Den ersten Versuch auf diesem Gebiete machte seinerzeit der bekannte Strafrechtslehrer List im friminalistischen Seminar in Berlin. Er fingierte einen Mordanfall, über dessen Verlauf bei dem aufgenommenen Protokoll jeder einzelne Anwesende eine wesentlich verschie­dene Darstellung gab. Und die Zeugen waren doch juristisch geschulte und gebildete Menschen. Einen neuen praktischen Beitrag zu dieser Frage lieferte lezzthin ein Londoner Frauen­flub. Ein Mann mußte in dem Sizungssaal des Klubs einen Scheindiebstahl ausführen, und zwar in Gegenwart von sieben, durch das Los gewählten Damen, die dann so­fort eine Beschreibung von ihm liefern sollten. Die Beobach­terinnen führten sogar Papier und Bleistift zur Aufzeich­nung ihrer Wahrnehmungen bei sich. Und wie fielen diese aus? Drei der Damen bezeichneten die Augen des Diebes als braun, eine als schwarz, zwei als grau und eine, die allein das Richtige getroffen hatte, als blau. Eine Zeugin ertoähnte als Merkmal einen schwachen, eine zweite einen fräftigen Schnurrbart; eine sprach nur von einen Schnurr­bart, drei weitere hatten diese Zierde des Mannes gänz­lich übersehen, und eine einzige wollte, wie es wieder allein richtig war, ein frisch rasiertes Gesicht" bemerkt haben. Für zwei Damen waren die Haare des Scheinverbrechers blond, für eine braun und für eine, was auch zutraf, kastanien­braun; die übrigen wußten von den Haren überhaupt nichts. Das Gesicht vermochte keine zu beschreiben, nur eine sprach, was aber falsch war, von angenehmen Zügen. Während der Täter einen kurzen grauen Rock getragen hatte, war er der einen Dame in einem Frack, den anderen in einem Leibrock, in einem dunkeln oder hellen Anzug erschienen. Einen Hut hatten alle beobachtet, doch gaben sie ihm die verschiedensten Gestalten.

Wenn nun die Damen vor Gericht ihre Aussagen hätten machen müssen, hätten sie zwar keinen Meineid, jede jedoch einen Falscheid geleistet. Genau so wie die polnischen Bäuerinnen, von denen die einen beeiden, daß die alte Andruszewska in der kritischen Zeit in Wroblewo, die anderen beschwören, daß sie verreist gewesen sei. Angesichts der ein­ander widersprechenden Aussagen ist die Frage nicht unberech­tigt: Bird Gräfin Kwilecfa freigesprochen?"

Bunte Chronik. In der Landesstrafanstalt Steinabrü bei Odenburg erstach der zu dreijähriger Zuchthausstec verurteilte Georg Böhm den Mithäftling Franz Mihale als sie nach dem Mittagessen in die Arbeitssäle gingen. - Das Ende des Streiks in Armentières ist jetzt prok miert worden. Die kleinen Spinner und Weber der Us gebung verharren vorläufig noch weiter im Ausstand, de glaubt man, daß auch sie die Arbeit bald aufnehmen werde In einer Steingrube zu Hochstall im Elsaß wurde der Wegemeister Boetsch und dessen Gehilfe durch hera stürzende Erdmassen erdrückt.

Die Rache des Eifersüchtigen. Im Stettiner Stadt­teil Unter- Bredow wurde die 36jährige Witwe Schubert auf offener Straße von ihrem früheren Geliebten, dem Schneider Bobbermin, erstochen. Bobbermin, der die Tat aus eifer­süchtiger Rache begangen hatte, stellte sich selbst der Polizei. A Eine Hinrichtung wurde in Verden an dem 27jährigen Maurergesellen Friedrich Klindworth durch den Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg vermittelst der Guillotine voll­zogen. Klindtworth war am 19. Juni vom Verdener Schwur­gericht zum Tode verurteilt worden, weil er in der Nacht zum 26. April der 34jährigen Ehefrau seines Arbeitskollegen Tamke Gewalt angetan und sie ermordet hatte.

Einen Mädchenhändler erreichte in Paris sein ver­dientes Schicksal. Es ist ein bereits aus Belgien aus­gewiesener früherer Kaufmann namens Aubert, der mit seiner Geliebten verhaftet wurde. Eine Haussuchung führte eine genaue Buchführung zu Tage, die enthüllte, daß Aubert jährlich 20- bis 30 000 Franken verdiente.

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[ Immer mäßig.] Die Bewegung gegen den Alkob findet in den studentischen Blättern natürlich meist launig Widerhall. In den Akademischen Monatsheften", dem Blat der Korpsstudenten, findet sich z. B. ein Temperenzli vom Rhein", das mit der Strophe ausklingt: Der Rhein bleibt immer unser Hort, Sein Wein der allerbeste, Wer Wahrheit liebt, trinkt fort und fort, Zwar mäß - aber feste."

Taubnis zum Antrag des

Befagungs- Brig

weiterer Zeug nicht ausreid dürfnisses zu gründen. Au des Kreises welches das um Erlaubni gelehnt hat. [ Deutsche Weihnachtsbäume in Amerika.] Daß unser deutschen Landsleute in Amerika an den Gebräuchen die Provinzi au tragen un deutschen Heimat treu festhalten, erweist die Tatsache, da Peri auch auf ihrem Weihnachtstisch die grüne Tanne, das Sym bol des heiligen Chriſtfestes, nicht fehlen darf. Da in Ame rika selbst die schön gewachsene Tanne nicht allzu reichlid fellt wurde vor vorhanden ist, lassen sich die Amerikaner die Tannen viel im Inf. Reg. fach aus Deutschland kommen. So wurden zwei groß r. 116. Waggonladungen schlesischer Tannen in Hamburg auf einem)*( ie Amerikadampfer verladen. Die Weihnachtsfreude ist alleres Gesellschaf dingungs eine ziemlich teure, denn bei der Landung in New hührenden de york kommt der Baum im Durchschnitt auf 15 bis 20 Mor bvar, bis auf zu stehen. neröffnete das Don Bach, un Merischer Reife bas Anhören meinem hohen

Revolverattentat auf einen russischen Polizeimeister. Die mörderischen Anfälle auf russische Beamte scheinen eine stehende Tagesrubrik werden zu sollen. In Bialystock( Gou­bernement Grodno) feuerte in einer der belebtesten Straßen und am hellen Tage ein Unbekannter drei Schüsse auf den Polizeimeister Metlenko ab, durch die dieser an der Hüfte verwundet wurde. Dem Attentäter gelang es, unbehelligt zu entkommen.

Mord in der Kirche. Ein entsetzlicher Vorfall spielte sich während des Gottesdienstes in der Kirche zu Abo( Fin­land) ab. Ein unbekannter Mann überfiel während der Predigt ein junges Mädchen und tötete es durch Messer­stiche. Es gelang dem Mörder, bei der lähmenden Panik, die die Versammelten ergriff, zu entkommen.

Das Ende des Chauffeurs. Der Chauffeur Julien Signet aus Montignier bei Lüttich hatte kürzlich einen ihm entgegen kommenden Radler mit seinem Automobil über­fahren und getötet. Seit diesem Tage wurde Signet schwer­mütig, immer glaubte er die verstümmelte Leiche des Ver­unglückten vor sich zu sehen. Jetzt ist er an seinen Ge­wissensqualen gestorben.

[ Ein gefährliches Duell.] In Fiume fand zwischen dem türkischen Konsul Nikolaki Efendi und dem Offizier d italienischen Kriegsmarine Carlo Cipelli ein Pistolendul statt. Von den Gegnern wurde niemand verletzt, dagegn erlitt ein Sekundant, Dr. Dall'Asta, von einer ihn streifendr Kugel eine leichte Verlegung. Dem Duell folgte ein Vein der Arie söhnungsbankett.

Eine Bluthochzeit fand in dem ungarischen Orte Aranyag statt. Der Schuhmacher Stevo Trifunics heiratete das schönste Mädchen des Dorfes. Während des Tanzes unt­armte ein Bursche die Braut, es entstand darob eine blutige Schlägerei, und als die Braut versöhnend einwirken und den betrunkenen Bräutigam beschwichtigen wollte, wurde sie von diesem selbst erstochen. Das bedauernswerte Geschöpf mar sofort eine Leiche.

Roloraturfäng

pürdigen Kün fungene Lied burch stürmisc

[ Ein echt amerikanisches Geschichtchen] tischt en Dank eines Chikagoer Zeitung in allem Ernst ihren Lesern auf. Fütemökonomie zig Schweine," so erzählt sie, die dem William Mc. Farlader von der von Harrisburg, Illinois, gehörten, sind einem met brachten Liede würdigen Irrtum zum Opfer gefallen. Mc. Farland pflege langen aus um die Futterſtunde die Schweine dadurch herbeizurufen, daffenbarung. er an ein Brett klopfte. Vor einiger Zeit trieb er sie af eine große Wiese, auf der auch eine Anzahl abgestorben Bäume ſtand. Diese Bäume wurden von Spechten befuck die ein ganz ähnliches Geräusch hervorbringen, wie de Klopfen an das Brett. Die Schweine hörten dieses Geräu von einem Baum an einem Ende des Feldes und stürints dorthin, in der Erwartung, ihr Fressen zu finden. E anderer Specht, an der anderen Seite des Feldes, fing nu an zu klopfen, und die Schweine rannten dorthin. Hin un einer 50jähri

her stürmten die Tiere während eines langen heißen Tage bis erst das eine und dann ein anderes vor Erschöpfung t hinstürzte und Mc. Farland schließlich seine ganze Herde be loren hatte." Wer denkt da nicht on die deutsche moralisch Volfserzählung von dem Hündlein, das zwischen zwei Burge hin- und herlief, wenn es zum Essen läutete, und dadur nichts bekam!

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[ Eine Hochzeit mit Hindernissen.] Die Sensation sucht der Amerikanerinnen hat bei der Hochzeit des Herzog von Rorburghe mit Miß May Goelet wahre Orgien g feiert. Die Newyorker Blätter drücken bei der Besprechung der Hochzeit ihren Abscheu vor dem Betragen der gut g kleideten Menge aus, die am Hochzeitstage die Kirche un lagerte. Die Polizei war machtlos, die Ordnung aufrec zu erhalten. Elegant gekleidete Damen belagerten de Wagen, in dem die Braut erschreckt an der Seite ihre Bruders saß, drängten ihr Hände durch die Fenster un suchten das Kleid zu berühren, da der Aberglaube besteh daß dies Glück bringt. Frauen suchten die Küster un Polizeibeamten zu bestechen, um in die Kirche eingelassen a werden. Ueber hundert erlangten auch auf diese Weise 3 tritt, wurden aber unter großem Aufruhr von der Galeri vertrieben, bevor die Gäste kamen. Andere Frauen, die fe entschlossen waren, der Zeremonie beizuwohnen, kroche durch einen Kohlenfeller unter der Kirche und suchten di Treppe zu finden, die nach oben führte; sie wurden alle samt von der Polizei hinausgewiesen. Nach der Hochze ergoß sich ein Strom von Frauen in die Kirche, zerriß di Blumen zu Stücken und stahl Band von der Ausschmückun zur Erinnerung.

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