b. Röster in Riel zusammen, daß im Interesse einer einbeit lichen Ausbildung Stützpunkt bleiben wird.
Das neue Kanonenboot Gber" wurde auf der Kiele Werst unter dem Kommando des Rorvettentapitans Re trusty in Dienst gestellt.
Momentbilder vom ,, roten" Parteitag.
Dresden, 15. September.
Im Trianon, dem langjährigen Parteilokal der Dresbener„ Genossen", ist ein alter, verräucherter und dunkler Tanzsaal in ein Versammlungslokal verwandelt worden, das dem dort tagenden Sozialdemokratischen Parteitag eine recht bourgeoisiemäßig behagliche Folie geben würde, wenn nicht überall in den Dekorationen die Jakobinermite auftauchte und auf der Tribüne die Statue der Freiheitsgöttin ragte, umgeben von denen ihrer allergetreuesten Baladine: Karl Marr, Lassalle, Engels und last not least Wilhelm Liebknecht. Darüber schwebt ein Ban ner mit der Aufschrift: Völkerfrieden!", und den Frieden in der engeren Genossenschaft scheinen die an den Wänden mit den Freiheitsmützen hübsch stilgemäß abwechselnden verschlungenen Händepaare predigen zu sollen. Ihr stummes Mahnen aber macht auf die Versammlung keinen Einbruck. Unter den Genossen" herrscht nicht brüderliche Fintracht, sondern bitterer Zwist, der durch den eigenarti Jen parlamentarischen Ton, der sich hier kundgibt, immer oon neuem geschürt wird.
Europens übertünchte Höflichkeit" hat auf die sozial demokratische Partei vorläufig noch nicht abgefärbt. Das zeigten schon selbst die Erörterungen während des sonst überaus trockenen Vorstandsberichtes. Der Geschäftsführer der Buchhandlung, Fischer, teilte aus seiner Praris die be trübende Erfahrung mit, daß er sich hüten müsse, bei Ab lehnung von literarischen Beiträgen den Genossen Gründe anzugeben. Die Abgewiesenen hätten ihn regelmäßig in ihren Antwortschreiben„ Esel" tituliert, und das wollte ei denn doch auf die Dauer nicht sein. Ueberhaupt scheint der Vorstand mit allerhand Klagen überschüttet zu werden. Singer muß sich vorwerfen lassen, daß er den Koburger Kreis arg vernachlässigt habe. Er ist nach der Behaup hung des dortigen Vertreters schlank" durch die Station durchgefahren. Die Versammlung glaubt dem Redner aber sichtlich nicht, denn Singer, der gerade den Vorsit führt, hat eine viel zu behäbige Leibesfülle aufzuweisen, als daß er irgendwo schlank" durchfahren könnte. Ei sieht denn auch mit tragikomischem Blick an seiner impo janten Rundung hernieder.
Doch das sind schließlich kleine harmlose Plänkeleien und Sticheleien, die man sich unter Genossen wohl gefallen lassen kann. Aber auch dem Geduldigsten muß der Faden reißen, wenn er ein„ Schulbube" genannt wird, wie es allerdings nur indirekt, Bebel von seinem Freunde Singer passierte. Dieser meinte als Vorsitzender, daß jeder zu Wort kommen solle, daß die Versammelten sich aber davoi hüten müßten, sich wie die Schulbuben unter einander zu janken. Bebel fühlte sich getroffen und begehrte auf. Er vollte sich das Recht, zu zanken und gehörig die schwarze Wäsche der Partei coram publico zu waschen, nicht neh men lassen. Wahrscheinlich wollte er auch sich die Ge egenheit nicht entgehen lassen, die Sachsen aus ihrer„ Gemütlichkeit", die ihm nach seinen eigenen Worten bis zur legten Reichstagswahl stets ein Dorn im Auge gewesen var, für alle Zeiten aufzurütteln. Es gelang ihm denn auch in der Tat, den Verhandlungen jeden leisesten An strich von Gemütlichkeit zu nehmen.
Jargon zurückzuverfallen, und statt des pathetischen und zugleich traulichen„ Du" das falte Sie" zu verwenden. Die Brüderlichkeit hat ja auch bei dem erbitterten Kampf, der im Trianon tobt, schließlich weiter keinen Zweck.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Ein teurer Hundebis. Von einem Hunde gebissen wurde bor einigen Wochen die Ehefrau des iftalienischen Maurers und Spezereiwarenhändlers Meneghello in Eichstädt ( Bayern). Bald darauf verstarb die Frau an den Folgen des Bisses. Nunmehr hat der betreffende Hundebefizer, um einen kostspieligen Prozeß zu verineiden, im Vergleichswege an die Hinterbliebenen der Familie eine einmalige Abfindungssumme von 1800 Mark gezahlt.
Dem Genossen Dr. Braun tastete er recht ungemütlich an die Ehre, als dieser ihn daran erinnerte, wie sie seiner Zeit einmal zu vieren, Bebel, Singer, Braum und Franz Mehring, sich gemütlich ein feines Souper zu Gemüte ge führt hätten. Es war auch nicht hübsch von Dr. Braun, das hier im Saale zu verraten, denn sofort wurden nei dische Stimmen laut, die derartige luxuriöse Gewohnheiten als eines armen, gefnechteten Proletariers für unwert er klärten. Sogar Herr v. Vollmar rief: Hört! Hört!, ver stummite aber sofort, als Bebel ihn an die Liebesmahle erinnerte, bei denen er während seiner Offizierslaufbahn geschwelgt habe. Die kleine Episode fand ihren pikanten Abschluß, als Braun erklärte, er habe nur noch eins hinzu. zufügen. Das Menu natürlich" scholl es im tiefen Bierbaß aus einer Ede, und unter allgemeiner Heiterkeit ver zichtete Braun auf seine beabsichtigte Replik.
Hervorgerufen war die Kontroverse zwischen Bebel und Braun durch des letzteren heftige Angriffe auf Dr. Franz Mehring, der den Antrag gestellt hat, daß Journaliſten und Schriftsteller, die der sozialdemokratischen Partei an gehören, nicht in Blättern schreiben dürfen, die die So zialdemokratie gehässig angreifen. Braun, der dies Vorgehen als einen Eingriff in die freie Meinungsäußerung bezeichnet, weist darauf hin, daß Liebknecht in der Wiener " Fackel", die arg sozialistenfresserisch sei, geschrieben habe, daß auch Bebel scharf sozialistenfeindlichen bürgerlichen Blättern Beiträge geliefert habe, daß Mary, Engels, Bern stein, Kautsky an solchen Blättern mitarbeiteten und endlich das ist sein Hauptschlager, daß Mehring ſelbſt früher geharnischte Artikel gegen die Sozialdemokratie in der„ Gartenlaube" geschrieben habe. Hätte er( Braun) das gewußt, so hätte er Mehring nicht in die Partei eingeführt. Das hätte er damals getan, als Mehring seine Stelle als Redakteur der„ Volkszeitung" verloren gehabt hätte und im tiefen Glend steckte. Nach Brauns Ueberzeugung ist der„ Herr Dr. Mehring", wie er ihn konstant neunt, cine Natter, die die Sozialdemokratie an ihrem Busen nährt. Nur weil er wie ein Fuchs die Spuren seiner Vergangen heit verwische, könne Mehring sich halten. Er lebe allein von der Lüge.
Nab und fern.
© Unwetter und Stürme. An der Ostküste wütet ein heftiger Nordoststurm, verbunden mit Wolfenbrüchen, durch den namentlich das Seebad Swinemünde schwer zu leiden hatte. Die Holzstege der Badeanstalten wurden fortgerissen, Bäume entwurzelt und auch sonst großer Schaden angerichtet. Wegen Hochwasser fonnten die Gäste des Restaurants Seebrüde dieses am Abend nicht verlassen. An der Ostmole strandete die Schaluppe Wilhelmine" aus Wolgast und ging in Trümmer. Der Kapitän des Schiffes, Schröder, konnte gerettet werden; der Bootsmann Krüger dagegen ertrank.
Hochwassermeldungen aus dem österreichischen Alpengebiet laufen zahlreich ein und lassen an einzelnen Orten Katastrophen befürchten. Hervorgerufen ist das Anwachsen der Flüsse infolge gewaltiger Wolkenbrüche, die seit vier Tagen unter Donner und Blitz ununterbrochen andauerten. Der Ort Zell steht unter Wasser, die Brücken und Straßen bei Döllach, Winklern und Heiligenblut sind zerstört, die Orte schwer bedroht, ebenso Greifenburg, Pontafel, Tarvis, Feistritz, Rötsch und Rattendorf. Die Bahnverbindungen sind allerorten unterbrochen.
Ein furchtbarer Orkan hat in diesen Tagen, wie erst jezt bekannt wird, da der Telegraphenverkehr längere Zeit unterbrochen war, in Süd- Florida große Verheerungen angerichtet. Die Eisenbahnzüge treffen mit großen Verspätungen aus dem betroffenen Gebiet ein; die Passagiere erzählen, daß viele Menschen bei dem Orkan umge-kommen und bei Miami sieben Schiffe gescheitert sind. Der Schaden an Eigentum, der in Tampa angerichtet ist, belaufe sich auf eine Million Dollars. Der Sturm wütet jetzt in Alabama und Louisana.
Die Versammelten begleiteten diesen Zornesausbruch, der sich über das Haupt Mehrings ergoß, mit leidenschaft. lichen Interjektionen, bei denen sich besonders Bebel her bortat, der einmal mit Stentorstimme dazwischen rief: „ Donner und Doria, dabei soll man still sein!" Olym pische Ruhe aber spiegelt sich bei den heftigsten Tiraden auf dem breiten Antlitz des Präsidenten Singer. Nur als Braun anfing, den von ihm angegriffenen Mehring mit seinen akademischen Würden als„ Herr Doktor" titulieren, bezeichnet er solche Floskeln als eines biederen Genossen unwürdig.„ Genosse Braun," ruft er aus,„ ich mache dich darauf aufmerksam, daß wir uns auf Parteitagen nur mit dem Ehrentitel„ Genosse" anreden und dem bloßen Namen dahinter." Braun aber läßt sich nicht ver-blüffen und ist weiter nach seiner Art höflich, was Singer beranlaßt, gleichfalls in den fadenscheinigen bürgerlichen
zu
Auch im Mittelmeer baben sich starke Stürme gezeigt. Bei Zlarin scheiterte während eines Sciroccos der österreichische Dampfer„ Carlo". Die Mannschaft wurde gerettet, während die Ladung verloren ist.
A Der Jagdhund als Mörder seines Herrn. Bei Stuhlweißenburg wurde auf der Entenjagd der Restaurateur Schramer von seinen Jagdgenossen mit einer Schußwunde in der Brust in den letzten Zügen liegend aufgefunden. Der Unglückliche hatte aber noch die Kraft, zu erzählen, daß sein Jagdhund ihn umspielt und dabei mit der Pfote den Hahn der Flinte berührt habe, so daß das Gewehr sich entlud. Schramer starb auf dem Transport zum nächsten Dorfe an seiner schweren Wunde.
Lokales.
Gießen, 16. September 1903.
Frankfurt a Bigburger Ruber Bigburg nach R Fame Fahrt wegen Erzburg hierber
** Wichtige Zugänderungen vom 1. Okt. ab. Der endgiltige Fahrplan der Eisenbahndirektion Frankfurt für den Winter 1903/04 ist nunmehr festgestellt. Von den wichtigeren Menderungen seien die nachstehenden verzeichnet. Neue Züge. Strecke Frankfurt- Gießen -Kassel. Die ab 1. Mat eingelegten Schnellzüge 101 und 104 Frankfurt- Marburg-( Halle) und zurück werden auch im Winter beibehalten. Der ab 1. Mai täglich beförderte Personenzug 810 Marburg ab 8,58 abends, Frantfurt an 12,05 Nachts wird auch im Winter beibehalten.
** Die Stürme der letzten Woche, die in Verbindung mit einer starken Temperaturerniedrigung über ganz Westeuropa dahinbrausten und in unserem engen und weiten Vaterlande und jetzt in Niederösterreich großen Schaden anrichteten, sind nach Mitteilungen des Stockholmer Meteorologen Dr. Ekholm auf ungewöhnliche Schwankungen in der Sonnentemperatur zurückzuführen. Seit langem wisse man, daß die Witterungsverhältnisse in gewisser Beziehung zur Größe der Sonnenflecken oder zur verschiedenen Temperatur der Sonne ständen. Gegenwärtig herrsche ein ungewöhnliches Sonnenfleckenminimum, wie man es kaum seit Beginn des 19. Jahrhunderts erlebt habe. Jedoch seien die Sonnenflecken jetzt im Zunehmen, so daß ein Marimum im Jahre 1905 zu erwarten stehe. Dieser starke Wechsel der Sonnentemperatur bewirke, wie man annehmen könnte, Unruhe in den Luftschichten und verursache Unwetterwirbel mit darauffolgendem Regen. Besonders bei den tropischen Zyklonen seien Beobachtungen gemacht worden, die diese Annahme stützten. Die Efholnische Theorie ist nicht unwahrscheinlich. Doch ist sie vorläufig eben nur Theorie. Genaue und lang= jährige Beobachtungen sind nötig, um ihren praktischen Wert 311 erweisen.
Der
meelcher am Monta
lof, war, wie gitt befchidt worde pembes Ergebnis Reitpferd
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Bersonenzug 791a Bußbach ab 6,10, Gießen an 6,40 rsdorf- Gießen
-
Strecke Laubach Mücke. Auf der am
Schwere
1. Oktober zur Eröffnung tommenden Strecke Laubach Gießen, 2. Preis
Die Steuerpflicht der ausgehobenen Rekruten. Wer als Soldat bei den Truppenteilen einzutreten hat, möge nicht versäumen, noch vor Beginn des Militärdienstes die etwa noch rückständigen Steuern zu bezahlen. Ferner sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Einkommensteuer derjenigen Personen, welche im Laufe des Steuerjahres zur Ableistung ihrer Dienstpflicht in das Heer eintreten, vom 1. desjenigen Monats ab, in welchem der Eintritt erfolgt, auf Verlangen durch das Steueramt in Wegfall zu stellen ist, sofern feststeht, daß der nunmehrigen Militärperson ein nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtiges Einkommen nicht mehr anzurechnen ist.
Leichte Bir Ben, 1. Preis Leichte A 1. Breis;. Fre Arbeitspf Befing von Landwi wein oder dem Bir bhaufen, 1. Fohlen( b Brei 8, Ronr. Wa
Mücke werden in jeder Richtung 4 Züge von der Strecke Hungen Laubach durchgeführt. Strede GießenGelnhausen. Personenzug 514 Gießen ab 8,32 abends ( bisher 8,19), Gelnhausen an 10,37( bisher 10,36); der Bug erhält in Gießen Anschluß an den Schnellzug 123 von Koblenz. Strecke Grünberg- Londorf- Lollar. Gemischter Bug 1040 Gießen ab 2,52( bisher 2,40) Grünberg an 4,20( bisher 4,16); Bug erhält in Gießen Anschluß von den Zügen 634 von Röln, 526 von Fulda und in Lollar Anschluß vom Zuge 796 von Fronhausen.
Strede Grünberg- Londorf- Collare. Bres; Hrch. Mo
8uchtstut forr. Wait 4rdorf a. d. Lahn,
Aus
mischter Bug 1033 a Londorf ab 6,50, Lollar an 7,30 ( Werktags); Bug erhält in Lollar Anschluß an Personenzug. 790 nach Gießen und Frankfurt- Ausfallende Züge. Strecke Frankfurt- Gießen- Kassel. Gemischter Bug 7543 Friedberg 5,00 morgens, Gießen an 6,38( Werttags); als Ersatz ist Personenzug 791a Bußbach- Gießen eingelegt. Sonstige wichtige 8ugänderungen, insbesondere Früherlegungen. Strecke Gießen Fulda. Der Personenzug 531, Gießen ab 9,16, abends Fulda an 11,47 ist 3 Minuten später gelegt und hat in Gießen An- hat sich wegen Be
Bei El Mungar in Algerien wurde eine französische Proviantkolonne, die einige Grenzforts mit Lebensmitteln versehen sollte, von einer starken Horde räuberischen Berbern überfallen und aufgehoben. Zwischen der aus etwa 21, Schwadronen der Fremdenlegionäre bestehenden militärischen Eskorte der Kolonie und den Räubern fam es zu einem Handgemenge; bei der Uebermacht der Feinde vermochten die Franzosen nichts gegen sie auszurichten. 33 Mann der Fremdenlegion wurden getötet, 47 verwundet. Die Berber führten 1000 Kameele weg. Auch einige bei der Karawane befindliche Weiße wurden gefangen genommen..
Bunte Chronik. Der Nationalkonvent der Deutsch- Amerifanischen Allianz in Baltimore hat beschlossen, zum Ge dächtnis der ersten deutschen Ansiedler in Amerifa ein Denkmal zu errichten.
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schluß von dem 4 Minuten früher als bisher eintreffenden D- Bug 74 von Hamburg erhalten.
In einer Färberei zu Rheydt explodierte Trockenzylinder. Einem Arbeiter Küster wurden von umbergeschleuderten Eisenstüden beide Beine abgerissen. Sein jüngerer Bruder erlitt schwere Verlegungen an der Brust.
** Erschossen. Der hinter dem„ Sessenhaus" in Gießen wohnhafte Rentner Müller hat sich heute vormittag erschossen. Das Motiv ist noch unbekannt.
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Ein Zimmerbrand entstand gestern morgen zu früher Stunde im Hospital in Grünberg, dem das Mobiliar des Konr. Schick zum Opfer fiel. Der Brand wurde schnell von Hausbewohnern gelöscht. Versichert war nichts.
- Der französische Transportdampfer ,, Bretagne" erlitt bei Babin Schiffbruch, der Transportführer Kapitän Delserre erschoß sich aus Verzweiflung.
* Für Laden besiger. Die Handelskammer in Darmstadt beschloß auf eine Anfrage der Großh. Regierung einstimmig, dem Großh. Ministerium die Offenhaltung der Schaufenster an Sonn- und Festtagen im Sinne der Petition des Oberbürgermeisters Mecum Gießen zu empfehlen.
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** Bur evangelischen Bewegung in Desterreich. Nach den neuesten Veröffentlichungen des Evange lischen Oberkirchenrats zu Wien sind im ersten Halbjahr 1903 insgesamt 2334 Personen in die evangelische Kirche eingetreten. Damit ist die Zahl der Uebertritte des zweiten Halbjahr 1902 mit( 1885) wieder um 449 Personen überschritten. Insgesamt sind seit 1898 zur evangelischen Kirche 26, 638 Personen übergetreten. Die Zahl der Uebertritte zum Altkatholizismus tönnen wir nicht genau feststellen: doch wird mit Sicherheit angenommen werden dürfen, daß dort die Zahl 10 000 nicht nur erreicht, sondern auch schon überschritten worden ist. Außerdem haben die Frei- Reformierten, die Brüdergemeinde und andere fleinere Gemeinschaften Fortschritte gemacht.
][ Turnerisches. In der Turnhalle des Turnvereins Gießen fand am Sountag eine Gau- und Vorturnerstunde statt, zu welcher sich der Gau- und Turnausschuß sowie die 2. Bezirksturnwarte eingefunden hatten. Es wurde der für den Winter aufgestellte Uebungsplan durchgeturnt und besprochen. Die Vorturnerstunde für den 1. Bezirk soll in Gemünden abgehalten werden.
Der Fabrifa
el bortselbst Reichstags Meffeld und Umo als deren Verfass lammt. In dieser welcher als Kand Geldmacherei dur Angeklagte, welch bringen will, b
< Lumda, 15. Sept. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, einem langen Bedürfnis abzuhelfen. Es wird die neue Brücke über die Lumda gebaut; die Arbeit wird von der Firma Brenchahn& Sudhop, Braunschweig, ausgeführt und geht ihrer Vollendung entgegen. Die Straße wird durch den Brückenbau etwas verlegt, so daß die Fuhrwerke in Zukunft an der Brücke nicht mehr die scharfe Kurve haben, was besonders die Langholzfuhrleute mit Freuden begrüßen werden. Die Brücke wird in Beton ausgeführt und geht durch den Sammelteich, der zugeworfen, und weiter oberhalb neu angelegt werden soll.
:: Laubach, 14. Sept. Gestern weilte der Friedberger Geschichtsverein mit etwa 18 Mitgliedern in unsern Mauern. Nachdem man die Ueberreste der Stadtfestigung, die Schäße des Gräflichen Archivs, die Bibliothek und die Kirche besichtigt hatte, fand im Saale des Kasinos eine zahlreich besuchte Versammlung, an der auch der Graf zu SolmsLaubach teilnahm, statt. Herr Professor Roeschen hielt einen Vortrag über das Wappen des Hauses Solms Laubach und über das Laubacher Stadtwoppen. Nach Schluß des beifällig aufgenommenen Vortrages unternahm man über den Ramsberg einen Gang zur Engelburg.
Behandlung, we fino 20 Beugen elbftrafe von trener des Neber heit& ftrafe zu e teibiger beantrag Angeflagten für 300 Mt.
() Hattersheim, 15. Sept. Gestern morgen wurde ein 18jähriger Kutscher von einem Pferde derart getreten, daß er unter den Wagen flog. Dann ging ihm ein Ra über den Hals, wodurch der sofortige Tod h rbeig führt
wurde.
) Offenbach a. M., 15. Sept. Der Besitz r des G- st hofs Zum grünen Baum" wurde heute morgen in der Nähe der Ueberfähre in der Schloßstraße fodt aufgefunden. In seiner Tasche fand man ein leeres Portemonnaie Ob ein Unglücksfall oder ein Verbrechen vorliegt, ist noch nicht festgestellt.
Kurz vor R den: Brief:
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