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tama je gegen die Möglichkeit gefchaffen, dah die für die Gesundheitspflege so notwendigen Apothefer ihr Auskommen finden, und nun benugen Mitglieder des Apo­theferstandes ihre Privilegien dazu, um einem gewissen­losen Schwindler für sein Ansehen und die Ausbeutung bes Publikums Deckung zu gewähren. In richterlichen Kreisen verlautet, daß unter dem Gesichtspunkte der Preisbildung eine Beihilfe zum Betruge vorliege, und es geht auch das Gerücht, daß gegen mehrere Apotheter eine Anklage vorbereitet werde. Bei einzelnen Apothekern hat ja Nardenfötter eine schlaue Finte angewandt, indem er seinen Schwager lesper als Deckadresse benutte und Badurch den Apothekenbesizern die geheimen Zwecke jei ner Bestellung völlig verheimlichte; gegen diese Vor­tommnisse wird sich vom moralischen Standpunkte au wenig sagen lassen, wenn sie auch dem Geschäftsgeist. Ber hereingefallenen Herren wenig Ehre machen. Eine andere Art der Täuschung wurde durch die Verfehlung ber Apotheker wider eine bestimmte Borschrift begün­stigt, die wohl die Schuldigen teuer zu stehen kommen wird und vielleicht mit der Stonzessionsentziehung en­bigt. Jeder Apotheker muß eine Kopie des Rezeptes an bie Medizin befestigen; einzelne unterließen dies auf be stimmten Wunsch des Dr. Kronheim, andere erfüllten formaliter diese Vorschrift, indem sie die kopie so be­festigten, daß sie ohne Entstellung des Gesamtbildes abgerissen werden konnten. Diese Herren machten sich also völlig zu Betriebsgehilfen des Kurpfuschers, indem sie die pharmakologischen Arbeiten, zu denen er ihrer Hilfe bedurfte, zwar ausführten, aber den offiziellen Charakter der Medizin verleugneten und so dem Kur­pfuscher Gelegenheit gaben, die von jedem anderen Arzt ebenfalls erhältlichen Rezepte als ein ganz besonderes Heilmittel des berüchtigten Kurpfuschers auszugeben.

Wie sind nun die Apothekenbesizer zu solchen Ver­irrungen gekommen? Der Hunger nach Geld allem erklärt fie nicht. Auch die Konkurrenzfurcht hat hier ihr Teil bei­getragen. Dr. Kronheim sagte einmal im Laufe der Ber­handlungen: Tue ich es nicht, tun es hundert andere. So mögen auch die Apotheker gedacht haben. Aber bei Dr. Kronheim war die Handlungsweise wenigstens einiger­maßen durch dessen Notlage entschuldbar; hier aber liegen nur unschöne Motive vor und die Fälle erheischen umis­mehr eine Sühne, als die Bevölkerung in den Arzneipreisen lediglich deshalb die großen Opfer für das pharmaceutische Brivileg bringt, weil sie Vertrauen in die Tätigkeit der Apotheker haben will und kann.

*

Das Urteil im Prozeß Rardenkötter wird am Dienstag verkündet werden. Der Staatsanwalt hat beantragt: gegen Rardentötter wegen Betruges 3 Jahre 6 Monate Gefängnis, 5000 Mark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrverlust, wegen der fleineren Delifte 330 Mart Geldstrafe; gegen den Angeklagten Dr. Kronheim 1 Jahr Gefängnis und einjährigen Ehrverlust. Der An­geflagte les per sei als der am wenigsten Belastete und Schuldige aus der Verhandlung hervorgegangen. Die Beihilfe zum Betruge sei nicht zur Genüge nachgewiesen and beantrage er dieserhalb die Freisprechung. Dagegen sei Klesper der Beihilfe zum unlauteren Wettbewerb für überführt anzusehen. Er beantrage gegen ihn hierfür sine Geldstrafe von 300 Mart.

21. Sigung.

Preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

- Spezial- Wünsche.

Eigener Bericht.

Dem Justizminister ist sein Gehalt bewilligt worden, nachdem er vorher eine stattliche Anzahl von Spezial­Bünschen hatte anhören müssen. Sie trugen sämtlich sinen rein lokalen Charakter. Nur eine Anregung kann auf das Interesse eines etwas weiteren Kreises rech­nen: der vom Zentrumsabgeordneten Nad byl geäußerte Wunsch, den Beamten möchte Mitteilung gemacht wer­den, wenn in ihre Personalaften abfällige Urteile über fie eingetragen werden. Minister Schönstedt lehnt diese Forderung als gegen die preußischen Traditionen verstoßend ab. Es stehe ja jedem Beamten frei, sich an seine Vorgesetzten zu wenden, wenn er glaube, daß in seine Personalatten ungünstiges hincingekommen sei. Abg. Sch mit( 3tr.) bittet seinerseits den Minister, die Einfriedigung der Anklagebank zu beseitigen. Auch hier verhielt sich der Minister ablehnend, da keine kligen nach dieser Richtung laut geworden seien. Im übrigen müsse es dem Ermessen des Präsidenten überlassen blei­ben, den Angeklagten zu plazieren, wie und wo es ihm passe. Die weiteren kurzen Auseinandersetzungen waren noch weniger von Belang.

Nab und Fern.

::: Der dritte Sohn unseres Kaisers, Prinz Adalbert, wird am 6. April nach der Mürwifer Marinestation über­siedeln, um dort seine Ausbildung im Torpedowesen zu erfahren. Er beendet dort diesen Speziallurjus am 30. Mai. Die darauf folgende Ausbildung im Infanteriedienst findet beim 1. Seebataillon im Juni statt, die im Artillerie­bienst erfolgt auf dem ,, Mars" vom 6. Juli bis 30. Sep­tember.

* Erzherzogin Elisabeth von Oesterreicht. Im 73. Lebensjahre verstarb an Lungenentzündung zu Wien die Erzherzogin Elisabeth, die Mutter der verwitweten Königin von Spanien und der Prinzessin Ludwig von Bayern. Die Verstorbene hatte einmal die Aussicht, Kai­jerin von Oesterreich zu werden. Der 19jährige Kaiser Franz Josef fühlte für die um ein Jahr jüngere

ie war damals schon Witwe des Erzherzogs Ferdinand von Este- Modena- eine warme Zuneigung, doch war seine Mutter gegen diese Verbindung. Der Kaiser ist der Verblichenen stets sehr zugetan geblieben. Er hat jetzt sofort seinen Aufenthalt in Budapest abgebrochen und ist nach Wien gereist, um selbst Dispositionen für die Beichenfeier zu treffen.

Seemannslos. Aus Geestemünde wird schon wieder der Verlust eines Fischdampfers, des Uranus", gemeldet. Damit steigt die Zahl der diesjährigen Verluste der Geeste­münder Fischerflotte auf fünf Schiffe mit über 50 Mann Besarung. Die Trauer unter der Bevölkerung ist un­beschreiblich. Am schwersten wurde den arien Hinter­bliebenen des Heringsdampsers Friedrich Albert" rom Schicksal mitgespielt. Das Schiff war seit Tagen schon

verloren gegeben: da plozlich) tommt die Nachricht, Gap der vermißle Dampfer signalisiert sei. Alles eilt zum Strand, von neuer Hoffnung belcbt. Hunderte von Augen, zahlreiche Ferngläser richten sich aus den herannahenden Dampfer. Ein Heringsdampfer ist es, aber ist es auch der, Friedrich Albert"? Endlich kann man auch den Namen am Bug erkennen. Ein sörmliches Rauschen von Weherufen geht durch die Menge. Nein, der Telegraph hat falsche Stunde gesandt; nicht der heißerjehnte, Friedrich Albert", sondern der Arthur Friedrich" ist es, welcher heim­fehrt. Das grimme Meer gibt seine Toten nicht wieder heraus. Und heimwärts schleichen die Eltern und Frauen, die ärmsten, denen eine jäh geweckte Hoffnung wieder so graujam zerstört worden ist.

[ Liebenswürdige Züge vom Kaiser] werden in Ber­liner Blättern erzählt. Auf dem legten Hofball war einer jungen Dame, ohne daß sie es merkte, beim Tan­zen ein Teil der Schleppe abgetreten worden. Da zog ber Kaiser, der dies gesehen hatte, aus der Seitentasche seiner Attila- er trug die Uniform seines Leibgarde­hujarenregiments- eine kleine Schere, winkte einem Adjutanten und ließ durch ihn den Schaden reparieren. Der Kaiser hat die Widmung eines Marsches angenom­men, den der seit zwei Wochen in Berlin weilende sechs­jährige Klavierkünstler, der Spanier Pepito Arriola, ihm persönlich überreichte. ,, Das werde ich von meinen Trom­petern spielen lassen," sagte der Kaiser lachend zu dem leinen Künstler, der sich der besonderen Huld des Mo­narchen zu erfreuen hat. Auch die Kaiserin hat eine Teine Komposition Pepitos als Widmung angenommen. Bepito wird seine Studien in Deutschland unter der Zeitung von Artur Niekisch beenden.

[ Wie man billig ,, Rittergutsbesiter" werden kann.] Auf der Halbinsel Hela in der Danziger Bucht liegt das jogenannte adlige Rittergut Ceynowa, eine Sandfläche on 33 Hektar 71 Ar 50 Quadratmeter Größe mit einem Reinertrage von 2,93 Talern. Dieses Rittergut kaufte im vorigen Jahre der bayrische Kammerherr Baron von Leitner- Berlin für 8500 Mart von dem Kaufmann Philipp Boldberg in Berlin. Im Wege der Zwangsversteigerung soll nunmehr die Bejißung, deren hypothekarische Be lastung in feinem Verhältnis zum Werte steht, verkauft verden.

[ Das Rauchmuseum] in Berlin, in dem die un­sterblichen Werke des berühmten Bildhauers Rauch auf­bewahrt werden, hat einem amerikanischen Zeitungsschrei ber Anlaß zu einer urkomischen Verwechselung gegeben. Ein Newyorker Blatt teilt mit, daß in Berlin für leiden­schaftliche Raucher ein besonderes Smoking- Museum" eingerichtet sei, wo sie, während sonst in allen anderen Museen das Rauchen verboten sei, mit dem Kunstgenuß mich den einer guten Zigarre verbinden können!!

::[ Ein wunderlicher Weltreisender] ist der englische Millionär John K. Hampion. Er fährt das ganze Jahr von einem Erdteil zum andern, um stets frische Erd­beeren essen zu können. Nachdem er sich ein bedeuten­des Vermögen erworben hatte, reist er jetzt seit elf Jah­ren im September von England nach Egypten. Vor dort aus durchreist er dann Spanien und Frankreich, so daß er im Juli nach England hinüberreisen kann, in welchem Monat die Erdbeerenzeit dort beginnt. Im Angust hält er sich in Schottland auf und im Septem­ber fährt er wieder nach Kairo, wo die Reise wieder von neuem beginnt.

)[ Strenge parlamentarische Zucht.] Die Japaner, die das parlamentarische System vom Abendlande übernom men haben, wenden es mit großem Eifer und sehr streng an. Sie haben eine sehr ernste Auffassung von den Pflich­ten der Abgeordneten, wofür jetzt eine bezeichnende Tat­sache berichtet wird. Eines Tages gähnte ein Abgeordneter in Tokio. Bei uns würde wohl kaum einer darauf achten, im fernen Osten gab es deswegen einen großen Standal. Der Delinquent wurde vor Gericht gestellt, schuldig be­funden, die gefeßlichen Einrichtungen seines Landes nicht genügend geachtet und sich der Regierung systematisch mißliebig gemacht zu haben, und er wurde verurteilt. ()[ Der älteste Wein der Welt] ist nach amerikanischen Blättern in Amerita zu kaufen. In Newyork sind sieben 20.000 mt. für ein Faß Sherry, angeblich aus dem Jahre 1767, bezahlt worden. Die Lese wurde für Napɔ­leon I. aufbewahrt, und nur eine kleine Menge ging an den König von Spanien. Napoleón erklärte den Jahr­gang für besonders gut; aber er war zu ſehr mit einer Kriegsführung beschäftigt, um sich viel um seinen Weinkeller zu kümmern. Das Faß wurde in den Tuilerien niedergelegt, kam nach der Schlacht bei Waterloo zu Tage und wurde schließlich verkauft.

Bunte Chronit. Der deutsche Kaiser und Prinz Hein­rich wurden in zwei Generalversammlungen des Newyork­Yachtklub einstimmig zu Ehrenmitgliedern gewählt. -Im Oberharz herrschen Schneestürme. Die Post fann mur auf Schlitten verkehren. Viele Telephon- und Tele­graphenleitungen sind gestört.

- Aus Nahrungssorgen versuchte in Berlin die Frau eines beschäftigungslosen Zigarrenarbeiters sich und ihr fünf Monate altes Söhnchen zu vergiften. Der hinzu­kommende Mann konnte noch verhindern, daß sie auch ihrem anderen Kinde Gist beibrachte. Mutter und Kind wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann ver­ließ darauf die Wohnung und ist seitdem verschwunden. -Im Walde bei Gotschen( Krain) wurde von Holzarbei­tern eine Bärin samt drei Jungen aufgefangen. Es ge­lang die drei jungen Bären einzufangen. Nach einer an­deren Meldung griff die Bärin einen Holzarbeiter an und fonnte erst vertrieben werden, als sechs Männer zu Hilfe famen.

In der Nähe der russischen Station Slatoust ent­gleiste ein Personenzug, wobei 4 Personen die Böschung hinunterstürzten. Der Zugführer und zwei Passagiere wurden getötet, 30 Passagiere und 1 Schaffner wurden schwer, 15 Personen leicht verletzt.

Kurzes Allerlei. Der erste norwegische weibliche Rechtsanwalt debutierte dieser Tage am Stadt- und See­gericht zu Christiania. Die weibliche Verteidigerin wirkte etwas ,, befremdend", machte im übrigen aber den denkbar günstigsten Eindruck. Man erwartet, daß sie bald Kolle­ginnen erhält.

Die amtliche ,, Wiener Zeitung" wird im August d. J. das Jubiläum ihres zweihundertjährigen Bestandes be­gehen. Am 8. August 1703 erschien die erste Nummer Des ,, Wiener Diariums", aus dem die ,, Wiener Zeitung" hervorgegangen ist.

Giesener Cagesneuigkeiten.

gewonnen hab

erfte Nummer

** Ernannt wurde der Kreisbauinspektor des Quintett für S Kreises Alsfeld Albert Plitt zum Kreisbauinspektor von Johannes des Kreises Erbach. Dem Forstwart der Gemeinde- führenden Künf

forstwartei Himbach, Wilhelm Wachter zu Himbach so daß das Pu

ist das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für Beifall veranl

treue Dienste" berliehen worden.

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** Am 13. Februar wurde der Oberamtsrichter

I. J. ernannt.

folgten Bariat

Bethoven, mit

Quintett von

Georg Olt in Homberg zum Oberamtsrichter bei Rebner und H dem Amtsgericht Michelstadt mit Wirkung vom 1. März Ranges erwies ** Die Zweite Kammer hält ihre 7. Sizung morgen Stelle eine g ** Herr Prof. Dr. Collin wird vom 7. März nahme fand ab in 14 tägigen Pausen in Hachenburg für die Ensemblespiel

Dienstag, 17. Februar ab.

Anton Dooraf

Lehrer aus dem Westerwald Vorlesungen halten. 65 heit, und die

Teilnehmer haben sich gemeldet.

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aus Anlaß seiner Pensionierung das allgemeine Ehren­zeichen vom Kaiser verliehen. Versetzt wurde zum

** Der Lokomotivführer Hose zu Gießen erhielt fünstler, die

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Weise zu 1. Februar Herr Stationsassistent Alba ch von Gießen wiederlehrende

nach Büdingen.

** Provinzial Ausschuß- Sizung. Am Samstag ver­handelte u. A. der Provinzial Ausschuß in Sachen der

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Enteignung des Geländes zur Erbauung einer Auditorium mu

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welche gestern chen, und unse sein möge, hat ( großer und E allen Teilen ein brachte manches Morgen suchter rinnen ihre

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furterstraße. Der Vertreter des Staats, Bauinspektor penden. Zum Becker, legte Quittung darüber vor, daß die vom Pro- gemütlichster E vinzial Ausschuß als angemessener Kaufpreis für dies Gelände festgesetzte Sunme nunmehr hinterlegt sei, worauf die Enteignung ausgesprochen wurde. rauf wurde in die Verhandlung betr. der Enteignung des Geländes zwischen Klinik- und Wilhelmstraße zum Zwecke der Errichtung einer Augen- und Chirur= gischen Klinik eingetreten. Die zu enteignenden Besitzer werden vertreten durch die Rechtsanwälte Ju stizrat Hirschhorn, Grünewald, Kay, Röm held, Geh. Justizrat Reah, sowie durch den Pfarrer Naumann( für die evang. Pfarrgemeinde). Der Staat ist vertreten durch Justizrat Jödel- Friedberg und Bauinspektor Becker. Die Lokal- Kommission hat als angemessen für die zu enteignende Fläche den Qug­waren überfü dratnicter mit 5 Mk., bei einer Parzelle( Plant) mit war die bengo 8 Mt. bemessen. Für die auf der Gabriel'schen Be Hei fröhliche sigung vorhandenen Gebäude sind 27 000 ME. zuge Belenfigkeit E billigt, während die vorhandenen Bäume nach einer per Bieberlies vorzunehmenden Schäzung durch Sachverständige be Ausflügler et wertet und bezahlt werden sollen. Der Vorsitzende des getreten. Provinzial- Ausschusses, Dr. Breidert schlägt vor, zuerst ** Die zu verhandeln über die Notwendigkeit, daß die geplanten sozialbemo Kliniken erbaut werden müssen, auf dem zur Enteig- Wahlkreis Gi nung bestimmten Gelände und dann erst über den Wert besucht. Man desselben. Die Parteien erklären sich mit dem Vorschlag Organisation einverstanden. Justizrat Hirschhorn bemängelt, daß der Mitte der der Provinzial- Ausschuß in diesem Falle urteilen soll Barteiorgan auf Grund des Gutachtens der Lokalkommission, dessen sprechen u. 2 Vorsitzender als solcher nicht mitgewirkt hat im münd wegen der fi lichen Verfahren, in welchem er und alle seine Kollegen den Standpu die Gründe eingehender dargelegt haben, welche gegen benachbarten die Notwendigkeit der Erbauung der geplanten An­stalten auf dem in Frage kommenden Gelände sprechen, als dies aus den Protokollen der Aften zu ersehen sei. Rechtsanwalt Katz schließt sich dem an und bemängelt, daß seinem Mandanten dem Aug. Gabriel für die Bäume auf seinem Grundstück fein ernstliches Gebot gemacht sei, wie es das Gesetz über die Enteignung vorschreibt. Er habe in der Verhandlung vor der Lokalkommission gegen diesen Mangel schon protestirt und müsse seinen Protest heute wiederholen. Es gehe nicht an, wenn der Vertreter des Staates früher erklärt hat, er wolle für jeden Baum 1 Mark zubilligen, um der Forin zu genügen. Justizrat Jödel betont den Ausführungen seines Kollegen Hirschhorn gegenüber, daß dessen Darlegungen teine positiven Anträge enthalten. Man könne doch nicht jeßt wo der Staat das Gelände brauche, noch ein Mal von vorn anfangen. Der Einwand des Kollegen Katz sei nicht stichhaltig, der Staat habe ein positives Angebot gemacht, er wolle für die Bäume zahlen, was durch Sachverständige bestimmt sei, und das genüge nach dem Gesetz. Rechtsanwalt Grüne wald weist darauf hin, daß wenn diese Angelegenheit fich so lange verzögert, nicht den Grundeigentümern die Schuld treffe. Nachdem die Lokalkommission 7 Monate Zeit gebraucht, um das Gutachten abzugeben, weshalb er dieser gar keinen Vorwurf machen wolle, da könne man es den Interessenten doch nicht verdenken, wenn sie an dem Gutachten Kritik üben, an einem Gut achten, welches nach dem Gesetz die Grundlagen bilden soll, wonach der Verwaltungsgerichtshof sich bei der vorliegenden Sache richten soll. Er stelle deshalb den Antrag, daß beschlossen werden möge, die Lokalkommission möge den angegebenen Mangel ihres Gutachtens ab helfen, indem der jetzige Vorsitzende Kreisamtmann Kranzbühler im mündlichen Verfahren sich noch ein mal sein Urteil bildet. Kreisamtmann Kranzbühler erflärt, er ſei überzeugt, daß sich an dem Inhalt des Gutachtens nicht das allergeringste ändern wird, würde dem gestellten Antrag entsprochen werden. Der Pro vinzial- Ausschuß beschließt am Montag( also heut Nachmittag) eine Besichtigung des in Frage fommender Geländes vorzunehmen, uni dann über die Frage de Notwendigkeit der Enteignung desselben verhandeln zu fönnen.

**

Staditheater. Morgen, Dienstag, wird zum Benefi für Herrn Zoder das fünfaltige Luftspiel Krieg im Frieden zur Aufführung fommen.

A Der dritte Kammermusikabend in der großen Aula unserer alma mater, für den Herr Universitätsmufif direktor Trautmann noch zwei weitere Mitwirkende, Herrn Natterer( Violine) und Herrn Leimer( Viola)

lle Numme

134 42

31 95[ 400] 435 37 531 [ 300] 50 52

99 3112 50 4198 225 4 5007

44 158 74 [ 250] 815 636 47 709 93 95 97 6- 57 63 744 1007 11000 45 6

35 57 809 E 71 760 857

99 719 36 E 79 553 67 6

1508

800[ 400] 608 59 739 91 666 77 45 508 45 22 33 35 35 923 93 210

2008

[ 1000] 80 8 922 30 99

43 53 65 99

91 98 600 30

25023

66 540 52 6 [ 300] 32 53 435 521 66

60 704 951

30267

76/250

98[ 250] 22 65 413 22 5 758 804 36 315 93 97

350 1000 13

56 276.80

3001 68 9. 127 53 269

40058

41 75 4100 42008( 250) 146 85 206

90[ 250] 828

16 36 767

45096 701 909 64 8

401 558 610

$ 5.523 29 89