Ausgabe 
15.8.1903 Erstes Blatt
 
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Gewerbliche Sonntagsarbeit zur Erntezeit.| ( Nachdruck verboten).

Näher und Näher kommt die Zeit der Vorbereitungen zu den Erntearbeiten und auch die Erntezeit selbst, und damit die Zeit der angestrengtesten Tätigkeit für viele länd­liche und kleinstädtische Handwerker, die entweder selber eigenes Feld bewirtschaften oder in ihrem Beruf vorzugsweise von Bandleuten in Anspruch genommen werden, so insbesondere die Angehörigen des Schmiede-, Stellmacher, Sattlergewerbes u. s. w. Deshalb ist es gerade jezt von Bedeutung, die einschläglichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Dabei ist zunächst zu erwähnen, daß die Gewerbe­treibenden zu den Arbeiten an Sonn- und Festtagen ihre Arbeiter nicht verpflichten können. Arbeiten, welche nach den Bestimmungen dieses Gesetzes auch an Sonn- und Fest­tagen vorgenommen werden dürfen, fallen aber nicht unter die vorerwähnte Vorschrift(§ 105a der R.- G.- D). Im Anschluß hieran bietet gewissermaßen§ 105bI eine Aufzäh­lung aller der verbotenen Arbeiten, indem er besagt:" Im Betriebe von... Werkstätten aller Art dürfen Arbeiter an Sonn- und Festtagen nicht beschäftigt werden. Die den Arbeitern zu gewährende Ruhe hat mindestens für jeden Sonn- und Festtag 24, zwei aufeinander folgende Sonn- und Festtage 36, für das Weihnachts-, Oster- und Pfingstfest 48 Stunden zu dauern. Die Ruhezeit ist von 12 Uhr nachts zu rechnen und muß bei zwei aufeinander folgenden Sonn- und Festtagen bis 6 Uhr abends des zweiten Tages dauern.

Urteil von fachmännischer Seite vor; das Sportblatt für Rüchter und Liebhaber von Rassehunden schreibt in seiner Nr. 46 vom 14. August:

Die Ausnahmen von dieser Vorschrift registriert§ 105c der R.-G.-D. in folgender Weise:" Die Bestimmungen des § 105b finden keine Anwendung 1) auf Arbeiten, welche in Notfällen oder im öffentlichen Interesse vorgenommen werden müssen.... 5) auf die Beaufsichtigung des Be­stattfindet." Gewerbetreibende, die in der vorbezeichneten triebes, soweit er nach Biffer 1-4 an Sonn- und Festtagen

Art Arbeiter an Sonn- und Festtagen beschäftigen, sind ver­pflichtet ein Verzeichnis anzulegen, in welches für jeden einzelnen Sonn- und Festtag die die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Dauer ihrer Beschäftigung, sowie die Art der vorgenommenen Arbeiten einzutragen sind. Das Verzeichnis ist auf Erfordern der Ortspolizeibehörde sowie den Gewerbes inspektoren jederzeit zur Einsicht vorzulegen.

... Wir müssen sagen, eine schönere und praktischere Anlage haben wir trop München und troß Frankfurt bis­her noch nicht gefunden. Vor allem eine hübsche Lage an einem Waldrande unter prächtigem Eichenbestand. Der Plaz selbst mit allem Raffinements hergerichtet, nicht ein­mal Herren- und Damen- Toiletten fehlen. Ein aus glazierten Biegelsteinen erbauter Raubzeugzwinger ist ge= radezu ein Modell für derartige Anlagen. Das reizende Klubhäuschen auf einer Anhöhe bietet bet unfreundlichem Wetter guten Aufenthalt und ist auf das feinste ausge­stattet, Tip Top, sogar das Telephon ist nicht vergessen. Der liebenswürdige und eifrige I. Vorsitzende des Vereins bot alles auf, um den Mitgliedern ein Heim zu schaffen, wie es fein zweiter Verein aufzuweisen hat."

** Gesellenprüfungen. Ueber die Wichtigkeit der Gesellen- bezw. ehilfenprüfungen enthält der Geschäfts­bericht der Berliner Handwerkskammer Ausführungen, die jedenfalls allgemeine Beachtung verdienen. Selbst große Fabriken in Berlin nehmen in neuerer Zeit nur noch junge Leute an mit absolvierter Gesellenprüfung, auch in den Eisenbahn- und den Militärwerfstätten gilt dieser Nachweis ißt als Vorbedingung zur Einstellung. Von verschiedenen Seiten ist schon des öfteren betont worden, daß von der ganzen Handwerkergesetzgebung die Regelung des Lehrlings­wesens der beste und für die Praxis des Lebens auch der wirksamste Teil iſt.

In dem nun folgenden§ 105d verdient besonders Abs. 1 das Interesse ebenso der Landwirtschafts- wie der Handelskammern, denn er ermöglicht es, vielleicht für die Schmiede, Stellmacher, Sattler und andere Handwerker, die an den zur Erntezeit sich häufenden Ausbesserungsarbeiten beteiligt sind, eine günstigere Regelung der ganzen Frage als bisher auszuwirken. Sein Wortlaut ist der nachfolgende: Für bestimmte Gewerbe, insbesondere für Betriebe, in denen Arbeiten vorkommen, welche ihrer Natur nach eine Unter­brechung oder einen Aufschub nicht gestatten, sowie für Be­triebe, welche ihrer Natur nach auf bestimmte Jahreszeiten beschränkt sind, oder welche in gewissen Zeiten des Jahres zu einer außergewöhnlich verstärkten Tätigkeit genötigt sind, fönnen durch Beschluß des Bundesrats Ausnahmen von der Bestimmung des§ 105b Abs. 1 zugelassen werden."- So wäre vielleicht eine einheitlichere Regelung der Angelegenheit möglich.

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hatte, daß sich das geliebte Monstrum am gewohnten Blake feinen Stiefeln nicht befand, ging er schnurstracks zur Bolizei und bezichtigte seine Bechtumpanen und barmherzigen Samariter der Wegnahme seiner Uhr. Einem Freunde jedoch lam die Affaire nicht geheuer vor und er beschloß auf dem Zimmer des undankbaren Herrn Haussuchung vorzunehmen. Anfangs war dieselbe ganz erfolglos, als man aber auch das Bett einer näheren Prüfung unterzog siehe da da fand man, friedlich auf der Matraße ruhend die Uhr. Der Eigentümer war verblüfft und geftand unter Abbitte zerknirscht sein Unrecht ein.

** Fortbildungskursus für Lehrpersonen. In der Zeit vom 19. bis 22. und vom 26. bis 29. August d. J. veranstaltet Herr Dr. E. von Sallwürk in Darmstadt einen Fortbildungskursus für Lehrerinnen und Lehrer aus dem Großherzogtum Hessen. Allen teilzunehmen wünschen, wird der erforderliche Dienst­Lehrpersonen, welche an diesem Fortbildungskursus

urlaub unbeanstandet bewilligt.

** Die Anlage musif findet morgen in der Süd­anlage um 12 Uhr mit folgendem Programm statt: 1. Kaiser- Duverture von Voigt, 2. Glühwürmchen- Idyl von Lincke, 3. Kuß- Walzer von Strauß und 4. Finale a. 6. Op.

,, Rienzi" von Wagner.

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* Mangel an Postbeamten. Der Bedarf an Beamten der mittleren Laufbahn des Reichspost- und Teles graphendienstes ist noch nicht bedeckt. Es bietet sich somit den jungen Leuten beim Schluß des Sommerhalbjahres der Schule Gelegenheit zum Eintritt.

+ Es dürfte immer noch nicht überall bekannt sein, das Ansichtskarten auch mit 3 Pfennig frantiert sein fönnen, und zwar dann, wenn der Aufdruck Postkarte" gestrichen, an dissen Stelle Drucksache" geschrieben wird und wenn die Grußbemerkungen usw. nicht mehr als fünf Worte ent­halten. 3. B." Besten Gruß sendet Euch Otto." Was darüber ist, das ist vom Uebel, weils Strafporto tostet.

** Der Verein der Gastwirte für Gießen und Umgegend begeht am 20. August d. Is., aus Anlaß seines 19. Stiftungsfestes einen Ausflug nach unserem Walde, wo man unter Konzert und Tanz und zwar Junge und Alte den Tag fröhlich verleben will. Bei dieser Gelegenheit wird dem Besitzer des Windhofes, Chr. Duill, welcher seit 25 Jahre dem Gastwirtſtande angehört, ein Dip om überreicht. + Sedanfest. Das diesjährige Sedanfest der Stadt Grünberg soll am 30. August stattfinden; in Ver­bindung damit ist die 50jährige Gedächtnisfeier der Stadt­firche geplant. Die Sedanfeier wird in der seither üb­lichen Weise als Volks- und Jugendfest auf dem Festplatz an der Gießener Straße begangen; dem Fest voraus geht ein Festgottesdienst in der Stadtkirche.

Will man das aber nicht gelten lassen so zeigt§ 105f der R.-G.-D. eine Möglichkeit, die selbst das Herz des größten Partitularisten erfreuen kann und zwar mit den nachfolgenden Worten: Wenn zur Verhütung eines unver­hältnismäßigen Schadens ein nicht vorherzusehendes Be­dürfnis der Beschäftigung von Arbeitern an Sonn- und Fefttagen eintritt, so können durch die untere Verwaltungs­behörde Ausnahmen von der Bestimmung des§ 105b I für bestimmte Beit zugelassen werden. Die Verfügung der unteren Verwaltungsbehörde ist schriftlich zu erlassen und muß von dem Unternehmer auf Erfordern dem für die Revision zu ständigen Beamten an der Betriebsstelle zur Einsicht vorge­legt werden. Eine Abschrift der Verfügung ist innerhalb der Betriebsstätte an einer den Arbeitern leicht zugänglichen Stelle auszuhängen. Die untere Verwaltungsbehörde hat über die von ihr gestatteten Ausnahmen ein Verzeichnis zu führen, in welchem die Betriebsstätte, die gestatteten Arbeiten, die Zahl der in dem Betriebe beschäftigten und der an den betreffenden Sonn- und Festtagen tätig gewesenen Arbeiter, die Dauer ihrer Beschäftigung sowie die Dauer und die Gründe der Erlaubnis einzutragen sind."

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Gefecht

* Verbesserungen des Schweinemarttes. Mit dem durch die Kanalisation gewonnenen Boden hat man unseren jenseits der Lahn befindlichen Schweinemarkt aufge füllt und für das Hochwasser nicht mehr erreichbar einge­richtet. Quer über den Platz von der Rodheimerstraße nach den Bleichen hin ist ein schöner befestigter Fußweg angelegt, der auch bei Regenwetter passierbar ist.

haben am Montag hier fast sämtliche ausländischen Arbeiter

* Nordeck. Bei dem Bahnbau Ebsdorf- Dreihausen aufgehört zu arbeiten und sind verschwunden. Lohnabzüge die Ernte in vollem Gange. Schaden hat leider durch den sollen die Schuld daran sein. Regen die Gerste gelitten; die größeren Bächter und Land­zurück und bauen mehr Hafer und Weizen. Der Reichtum wirte tommen immer mehr von der Anpflanzung derselben Der Stand des Grummets ist sehr schön. Das Obst ist schon an Gemüse ist überaus groß und Futter giebt es reichlich.

Nidda, 13. Aug. Dank der sonnigen Witterung ist

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so vollkommen geworden, daß man das Fallobst eben schon zu Gelée ausnutt. Seit 8 Tagen haben wir hier voll. tommen helle, weiche Trauben( Orleans). In dem benach barten Micheln au war die Ernte von Frühbirnen so reich, daß sie die Leute kaum verwerten konnten. Im Wald reifen gegenwärtig die Brombeeren, welche ebenso reichlich vorhanden sind, als Erd- und Himbeeren; sie werden eifrig gesucht und preiswürdig verwertet. Leider noch viel zu wenig gewürdigt werden die hier häufig vorkommenden baren Schwämme( Champignons, Steinpilz, Reizfer), die von giftigen Schwämmen leicht zu unterscheiden sind.

nur auf 60 brachte.

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+ Lich, 15. Auguft. Die gestern hier stattgefundene Bürgermeister wahl ergab ein Resultat, wie man es einerseits voraussah und erwartete, wie es aber auch anderer­Staatliche Versicherung der Hand- seits den Beweis erbrachte, daß Lich seit Jahren ein Ober­werker. Der Handwerkskammerfongreß, welcher im Sep- haupt an seiner Spize hat, mit welchem man voll und ganz tember in München stattfindet, wird sich mit einer Frage zufrieden ist. Es erhielt nämlich der bisherige Bürgermeister von hervorragender Wichtigkeit für die deutschen Handwerker Heller 421 Stimmen, während es der Gegenkandidat Vogt beschäftigen. Die Schaffung einer obligatorischen Versicher ung der Handwerker gegen Alter und Invalidität ist auf X Friedberg, 15. August. Nicht weniger als 12 die Tagesordnung gesetzt worden. Das Reichsamt des Pfarramtstandidaten werden am 1. September das hiesige Innern hat auf eine vertrauliche Anfrage erklärt, die Re- evangelische Predigerseminar verlassen. Das Seminar wird gierung sei mit der Einführung einer obligatorischen Ver­von 18 Kandidaten besucht. sicherung einverstanden, und zwar unter der Bedingung, daß die Einkommen unter 2000 Mt. in die allgemeine Invaliden versicherung eingereiht und für die höheren Einkommen zwei Extraklassen auf die bestehende Invalidenversicherung aufge= baut würden. Die Aussichten der allgemeinen Handwerker­versicherung erscheinen danach sehr günstig

Daß diese Bestimmung, den Bedürfnissen des praktischen Lebens nicht entspricht, beweisen die zahlreichen Klagen. Wie weit nun aber die aus den Kreisen der Schmiede, Stellmacher u. 1. w. sich erhebende Forderung, die für die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe geltenden Bestimmungen auch auf die bei den Erntearbeiten besonders durch Aus­besserungen interessierten Handwerksarten zu erstrecken, Aussicht auf Verwirklichung hat, müssen wir dahingestellt sein lassen. Diese Forderung ist aber zum Wohle der Land­wirtschaft wie des beteiligten Handwerks ebenso billig, wie die dem Handel gewährte Rücksicht auf lebhaftere Geschäfts­zeiten, ja sie ist eher noch notwendiger, denn sie betrifft das

tägliche Brot für alle Stände.

Lokales.

Schw.

Gießen, 15. August 1903 ** In den Ruhestand versetzt wurde zum 1. Sup­tember der Universitätsdiener Joh. Ruhl zu Gießen. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** In den Tod getrieben. In Groß Karben war eine 21jähr. Magd beschäftigt, die in der vorigen Woche mit mehreren anderen Bediensteten auf dem Felde arbeitete, einige Burschen neckten das Mädchen und dieses gab schließ­lich dem Einen eine Ohrfeige. Diesem flog die brennende Bigarre aus dem Munde und fiel in einen Haufen Korn­garben, der abbrannte. Dadurch entstand ein Schaden von 5-6 Mark. Der Eigentümer erstattete gegen das Mädchen Anzeige. Die Behörde lud das Mädchen zur Vernehmung vor und mittlerweile machten verschiedene Burschen der Magd große Angst vor der zu erwartenden Strafe. Die Unglückliche nahm sich die Sache schließlich so zu Herzen, daß sie am Dienstag früh statt nach Vilbel zur Vernehmung zu gehen, den Weg nach der Nidda einschlug, nachdem sie ihrem Vater hatte sagen lassen, sie ginge ins Wasser. In der Tat ist sie seitdem nicht mehr gesehen worden, und man nimmt an, daß sie sich ein Leid angetan habe.

* Der Wahlprüfungsausschuß der zweiten Rammer hat in seiner gestrigen Sißung bezüglich der Wahlreklamation gegen die Wahl des Abgeordneten Orb zu Bieber beschlossen, die Regierung zu veranlassen in dieser Sache neue eingehende Erhebungen anstellen zu lassen. Wir berichteten vor einigen Tagen über die Ein­weihung des neuen Schliefplages des Vereins Hunde­sport für Gießen und Umgegend und sagten damals schon, daß die neue Anlage mustergiltig sei. Heute liegt uns ein

Radsport. Zu der für den 23. August d. Is. Radfahrer- Bundes_ausgeschriebene Touren- Rundfahrt im Be­für den Nordbezirk des Gauverbandes IX. des Deutschen zirk sind bereits 25 Fahrer angemeldet. Die Reise geht ab Wellersburg, Gießen( Nordanlage, Neustädtisches Tor), Heuchelheim, Dorlar, Garbenheim, Weglar, Dillenburg, Eibelshausen, Lasphe, Biedenkopf, Coelbe, Marburg, Giesel­burg, Nieder- Walgern, Frohnhausen, Odenhausen Lollar, zurück zur Wellersburg. Im ganzen sind es 148,1 km. und zwar in Gruppen von je 5 Fahrern in Abständen von Die Abfahrt von der Wellersburg erfolgt morgens 5 Uhr je 5 Minuten.

sich auf dem Friedhofe ein hiesiger 74 Jahre alter Greis. * Storndorf, 13. August. Gestern nachmittag erhängte Familienverhältnisse sollen das Motiv zur Tat gewesen sein.

*** Die verschwundene Uhr. Einem jungen Mann, der die ja an sich ganz löbliche Absicht hat, den Bierkonsum der Stadt Gießen auf ein idealeres Niveau zu bringen, hatte sich einen mächtigen Affen gekauft. Als man aufbrach, geleiteten die Freunde den Schwerkranken" zur Ruhe.

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Homberg a. d. D., 12. August. Gestern fand hier besten Mannesalter an einem Lungenschlage ganz plöglich unter überaus großer Beteiligung die Beerdigung des im

Bürgerschule, Herrn Müller, statt. Der Verstorbene war und unerwartet dahingeschiedenen ersten Lehrers unserer 27 Jahre lang an unserem Schulsystem tätig.

Als der aber am anderen Morgen in seiner Schmerzenstifte erwachte, erfaßte ihn der Menschheit ganzer Jammer in zwiefacher Gestalt, denn er bemerkte, daß er Der Unglückliche suchte und suchte und als er sich überzeugt zwar einen mächtigen Kater, aber- teine Uhr mehr hatte.

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Am 8 Wagnermeif Kirchner, T bahier.

Orten und von über 300 Personen besuchte Versamm­Freiensteinau, 14 Aug. Eine aus einigen zwanig lung, die am Sonntag hier abgehalten wurde, sprach sich wie die erste einmütig für den Bau einer Bahn deren Siz hier ist, und die mit der Weiterbearbeitung von Fulda nach Salmünster aus. Die Kommission, der Frage betraut wurde, hat zunächst die Aufgabe, die Länge der ganzen Linie festzustellen und über die Be­schaffung der Mittel zu beraten, die durch Ausarbeitung eines detaillierten Planes erforderlich werden.

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sich im Frühjahr über Oberhessen und die angrenzenden × Aus Oberhessen, 13. Aug. Die Schweinepest, die preußischen Gebiete ausbreitete und die Schweinemärkte sehr nachteilig beeinflußte, ist jetzt im Erlöschen begriffen. Doch bereits greift eine neue Seuche unter den Schweinen um sich, die Rotlauffeuche in der Form der sog. Backsteinblattern. und Alsfeld aus. Die Seuche breitet sich besonders in den Kreisen Weglar

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hiesige Turnverein sein 18. Stiftungsfest durch eine größere ]: Kirchhain, 15 Aug. Morgen Sonntag feiert der Festlichkeit in der neu erbauten Festhalle. Eine Anzahl der Nachbarvereine haben ihr Erscheinen zugesagt, sodaß bei günstigem Wetter auf ein schönes Fest gerechnet werden

fann.

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Fulda, 13. August. Eine Frau Wolf aus Frankfurt a. M. entwendete im hiesigen Dome Altardecken und Beicht­stola und machte im Gefängnis einen Selbstmordversuch, indem sie sich die Pulsader öffnete. Zur Verblutung kam es indes nicht.

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+ Offenbach, 14. Aug. Die gestrige geheime Sigung der Stadtverordneten wählte gestern abend unseren neuen besoldeten Beigeordneten in der Person des Herrn Zopf, von Aue, vorerst auf die Dauer von 6 Jahren.

+ Frankfurt a. M., 12. Aug. Das Kriegsgericht ver­urteilte den Unteroffizier Heinrich Scherer vom 88. Infanterie­200 Fällen zu Jahren Gefängnis und Degradation. Regiment wegen Mißhandlung von Refruten in mehr als

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