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Wähler!

In letter Stunde erscheint ein Flugblatt der Köhlerpartei, welches auf der einen Seite die von Herrn Schlenke unterzeichnete Auslassung bring

Warum wir Herrn Heyligenstaedt nicht wählen wollen?

Auf der anderen Seite artet dieses Flugblatt aus in das bekannte von diesen Ehrenmännern fortgesezt geübte öde Geschimpfe.

Herr Heyligenstaedt wird darin bezeichnet als der Vertreter der Millionäre, der Fabrikanten, der Großstädter, der Börsen wucherer, der Advokaten, der Juden, der üppigen Juristen, der überreichbezahlten Beamten 2c. 2c." Am Schlusse werden die Städte ,, städtische befrackte Schwindler" genannt.

Es ist dies ein würdiges Seitenstück zu dem bereits gekennzeichneten Schreiben des Abgeordneten Köhler, in welchem von ,, übergeschnappter Professoren, verhetten Dummföpfen, geistig beschränkten Handwerkern, gewissenlosen Egoisten, Strebern 2c. 2c." die Rede ist.

Wähler! Gebt diesem Hetzer auf sein jedes Anstandes entbehrendes Ver

balten die einzig richtige Antwort!

Bleibe Keiner zu Hause! Wählet Alle:

Herrn Heyligenstaedt

und sichert dadurch unserem Wahlkreise wieder eine

intelligente und würdige Vertretung!

Johann Strauss konzertiert heute und morgen Abend in den neuen Saalbau!

Alles Nähere durch die Plakate. Trescher& Schrödel.

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[ 1797]

Das liberale Wahlkomitee. Offene Anfrage!

Wir f agen Herrn Schlenke, Landwirt a. D, jezig Dekonomierat und Bewohner des Herrn Bichler gehörige Hardthofs, ob es wahr ist, daß er sich um die Sefretä stelle des Bundes der Landwirte bewerben will? Den nur dann würden wir sein Vorgehen begreisen. Er würd Dann aber nach Köhler'scher Ansicht zu den Beamten g hören, die nur da sein sollen, wo der Wind von oben herweh Achtung! Augen auf! Das Comitee

[ 1801]

für Ausschmückung der Wahlagitatio

Eknelsch, Künstler.

Auf zur Wahl!

Wir wenden uns noch ein Mal in letter Stunde an alle die kleinen Leute in Stadt und Land, damit sie sich nicht durch die Wahlfni der bürgerlichen Parteien auf den Leim locken lassen. Was haben die bürgerlichen Parteien, die 339 Abgeordnete im Reichstag haben, denn für den Handwerker getan?

Antwort: Nichts!

Jezt vor der Wahl wird der Mittelstand mit all' den zuckersüßen liberalen und antisemitischen Schlagworten gefödert, während es gera diese Parteien sind, die dem Handwerkerstande nahezu alle Rohmaterialien und Lebensmittel durch den Zolltarif in der schlimmste Weise verteuern.

Das ganze Bestreben der Liberalen und des Bauenfängerbundes( den die Liberalen ja in Duzenden Wahlkreisen selbst unterstüßen) läu darauf hinaus: Für die Kleinen" die Lasten, für Schlot und Krautjunker Millionengewinne. Handwerker, Kleinbauern und Arbeiter, seht wie die bürgerlichen Parteien in letter Linie zum gemeinsamen Schuß des Großkapital zusammenhalten; beurteilt Liberale und Antisemiten nach ihren Taten und nicht nach ihren Worten, dann werdet Ihr am

16. Juni

dem Manne die Stimme geben, der selbst unter den Bediengungen lebt und arbeitet wie Ihr Alle, dann werdet Ihr den

[ 1795]

Stadtverordneten Eduard Krumm in Gießen

wählen.

Gießen, den 15. Juni 1903.

Das sozialdemokratische Wahlkomitee.

EINST

heilige Sitte wurde also an den Himmel versezt, späteren Geschlechtern noch zu leuchten. Noch Heinrich der Finkler sette Räuber und Mörder, die ihr Leben verwirkt in die m

um den

hura, an den

3

137.

Montaa, ben 15. Juni

amil:

1903.