Ausgabe 
15.4.1903 Erstes Blatt
 
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Giessener Cagesneuigkeiten.

Zur Reichstagwah bewegung. Eine in Oppenheim abgehaltene Vertrauensmänner- Versammlung des Bundes der Landwirte stellte einstimmig als Kandidaten für die Reichs­tagswahl den Landtagsabgeordneten Geometer Wolf in Stadecen auf. Herr Wolf, der der deutsch sozialen Partei

schläge des Autti angehört, nahm die Kandidatur an.

d, merden solche

Bugänge an die 8 weite Rammer: Die Abg. Schön

stelle erhalten. Die Eröffnung der neuen Bahn wird am 1. Auguft erfolgen. Es besteht die Absicht, später den Ver­fehr der drei Teilstrecken Friedberg- Hungen, Sungen- Laubach und Laubach- Müde als durchgehend einzurichten.

Allendorf a. Lumda. In freudige Aufregung wurde vor wenigen Tagen ein hiesiger Einwohner verseßt. Er spielte mit neun Genossen ein Loos in der Gießener Pferdemarktlotterie: Am Vormittag des Biehungs­tages, gerade als er beim Frühstück saß, wurde ihm nun

beispielsweise gibt berger, Brauer, Häusel und Korell beantragen: ein Telegramm überreicht, in welchem ihm mitgeteilt wurde,

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fizer wies die Kinder fort, welche jedoch bald wieder er­schienen und ihr verderbliches Spiel forts sten. Nach Ver­lauf von wenigen Minuten war dem Jungen die Hälfte des Mittelfingers einer Hand abgeschnitten. Der Vater stellte gegen den Landwirt Entschädigungsflage und erhielt eine Geldbuße von 500 Mt.

Frankfurter Hen- und Strohmarkt. vom 14. April. Heu per Zentner Mt. 3 20-3.30, Stroh per Zentner Mt. 2.00-2.20.

Frankfurt a. M., 14. April. Der Landesrechner­

ppt" wird, denn medem gegenwärtigen Landtage ein Gesez vorzulegen, das den saß gerade am Frühstück, das er aber in seiner freudigen April seinen Verbandstag ab. as Fremdenpublil 5ohe Kammer wolle Großherzogliche Regierung ersuchen, daß auf das Los der dritte Hauptgewinn gefallen sei. Er verband für das Großherzogtum Hessen hält Sonntag, 19.

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Uhren, Kleider, Art, in buntem Al im Laden, dann i

undert sich, daß die Bieter und le

der Tür lungert Blich gibt diefer ren Raum und j

Milch vertauf im ganzen Lande einheitlich regelt unter voller Berücksichtigung

1. aller bei der Machproduktion einschlagenden natürlichen Verhältnisse;

2. sowie einer dementsprechend zu gestaltenden Milchver faufsmöglichkeit.

Ferner beantragen die Abg. Häuser und Genossen ( 29 Abg.) eine Regelung der Mietentschädigung für Dienstwohnungen der Staatsbeamten dahingehend, daß die Werte der Dienstwohnungen auf 16 Prozent, 12 Prozent ir 31-32) Feantragen die Abg. Dr. Schmitt und 44 Genossen: und 8 Prozent der Besoldung erhöht werden. Weiter

ftionator nimmt nde der Bieter zum ersten, 28

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Aufregung stehen ließ, um seine Spielgenossen im Städtchen von dem Gewinnst in Kenntnis zu setzen. Da diese zum Teil im Felde arbeiteten, wurden Boten hinausgesandt, um sie von der Gunst Fortuna's zu benachrichtigen. Der be­tr ffende Einwohner äußerte auch noch sein Erstaunen da­rüber, daß ihn jedesmal eine solche Gewinnnachricht treffe, wenn er beim Frühstück size. Er hatte nämlich schon ein mal in einer Lotterie gespielt und gewonnen und damals die Nachricht davon erhalten, als er am Frühstück saß. Leider sollte sich diesmal das Frühstück nicht als sichere Begleiter­Losteilhaber beisammen waren, fiel es einem ein, daß die scheinung eines Lotteriegewinnstes erweisen, denn als die

ird auch dem Schein Hohe Zweite Kammer wolle an die Großherzogliche Re Biehung in Gießen ja überhaupt erst am Nachmittag sei.

Da gab es lange Gesichter, am längsten bei dem Empfänger des Telegramms, der nun erst merkte, daß ihm ein Streich

Mombach, 14. April. In einer hiesigen Wirt­schaft fam es in der vergangenen Nacht zwischen Civilisten und Husaren zu Streitigkeiten, die später auf der Straße in Thätlichkeiten ausarteten. Dabei wurde der Husar Jurket von der 5. Eskadron 13. Husarenregiments durch Messer­ftiche in den Kopf tötlich verlegt. Als muthmaßliche Täter wurden noch in der Nacht die hiesigen Einwohner Georg Ballmert und Joseph Bopp ermittelt, aus den Betten ge holt und in Untersuchungshaft nach Mainz abgeführt.

*** Bingen, 14. April. Auf die Ergreifung des Spons Mart ausgefeßt. heimer Mörders Detroit wurde eine Belohnung von 500

It und entfernt gierung das Ersuchen richten, unter Beibehaltung des drei­dann die Rolle jährigen juristischen Universitätsstudiums und einer drei­Sberfäuje gibt es jährigen Acceßzeit in das nächstjährige Budget einen Betrag gespielt worden war. affe. biergegen teir zustellen, der zur weiteren Ausbildung der jungen Ver inger britten oferfeertig in the berein Granberg fine bies: steget, mur gegen figmeres Gele su breidaffen find." Das en meng Kundese wirtinget Bubulture, parbel und Gewerbe, Gaunt in gate, bristen im ama haute quand une biete Benable litet løber m br Stupé mo danificit als

Wie gründet man ländliche Volksbibliotheken? Auf dem Lande wird im allgemeinen viel weniger ge­lesen als in der Stadt. Aber nicht, weil weniger Leselust w. Ortsgewerbeverein hielt am vorhanden weil die Bücher

nebst Angabe te

Sen werden. Anderwesen usw. Verwendung finden soll.

1( in wenig zur

In Grünberg fand vergangene Woche eine sozial­

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H. Kaiser, erstattete den Jahresbericht, aus dem wir Fol. das Leben der Stadt, Grund genug, in jedes Dorf eine gendes wiedergeben: Die Zahl der Vereinsmitglieder beträgt fleine Voltsbibliothek hineinzubringen und mit dem Besten,

nde beitragen, inter demokratische Wahlversammlung statt. Jezt haben sich hiesige zur Zeit 88. Während des Winters wurden 3 Vorträge was wir haben und was dem allgemeinen Verständniß zu­

roßstädten vollzielen vereinigt, um für die bevorstehenden Reichstagswahlen das Geld zu bearbeiten. Man sieht also überall die Regsam

1 Ruse, oder

ift in der Heimatffit der Sozialdemokratie und die anderen Parteien, wo

en ist ein Schwind

findet man sie?

ht möglich, weil teit der Geschäfts *** Der Verein Deutscher Standesherren hält unter und weil vor alm dem Vorsitz des Fürsten von Löwenstein- Freudenberg am ich in dem geheimry, 27. April im Englischen Hof zu Frankfurt a. M. seine all­jährliche Versammlung.

8. April.

lius Weber, der Be 6. Der englische al Aleber schlägt le Deutsche Reichso

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werkskammer, Geh. Rat Professor Chelius und Haftenpflug. Dieselben waren sehr gut besucht und die Mitglieder hatten dabei neue Anregungen und hoch interessante Mitteilungen für ihr gewerbliches Leben hören können. Die Gesellenprü fungen sind zur allseitigen Zufriedenheit vorübergegangen. Dem Vorsitzenden der Prüfungskommission Herrn Schmidt, ch machen lassen, en wurde nochmals für seine bei den Prüfungen erledigte große ing der Bestimmungen Arbeit gedankt. Für dieses Jahr haben sich 17 Böglinge Stadttheater. Die gestrige zweite Aufführung des gemeldet; also wiederum wird der Verein seine Dienste in n niemals das tele Elbinger Operetten Ensembles fand wiederum hervorragender Weise dem Handwerkerstande zur Verfügung en gut besetztes Haus und brachte die neue Strauß'sche stellen müssen. Besonders sind es die Mitglieder der Prü­Operette Wiener Blut", deren prickelnde, reizende Mu- fungskommission, deren Thätigkeit wir auch hier nicht unter fiff ungemein ansprach. Das Publikum spendete den Sängern schägen wollen. Mit großem Dant ist anzuerkennen, daß ud Sängerinnen, welche sich ihrer Aufgaben mit Hingebung alle diese Herren, die ihnen von Rechts wegen zukommenden uh Bravour entledigten, den größten Beifall. Wir nehmen Gebühren dem Verein zur Verfügung stellten. Der Verein den wirklich hervorragenden Leistungen, die uns in den wird diese Gelder nun für die jungen heranwachsenden den Vorstellungen geboten wurden, um so lieber Veran- Handwerker verwenden; es soll im Herbst eine Prämierung luffing, auf die folgenden Aufführungen ganz besonders derjenigen Schüler der Beichenschule erfolgen, welche hervor empfehlend hinzuweisen. Morgen gelangt ein Meisterwerk ragend fleißig und strebsam gewesen sind. Die Sonntags von Strauß, die dreiaftige Operette Der Zigeunerbaron" Beichenschule wurde im vergangenen Jahre von circa 60 zur Aufführung. Schülern besucht. Leider wird unser Lehrer, Herr Ritter, mit dem neuen Schuljahr seine Lehrtätigkeit einstellen müssen, da ihm infolge seines Wegzuges nach Gt ßen es nun an Beit fehlen wird. Die Kosten für die Unterhaltung der Schule sind hoch; außer dem Schulgeld und dem Zuschuß der Großh. Centralstelle zu Darmstadt werben noch verein nahmt 50 Mart von der hiesigen Sparkasse und 100 Mark vom hiesigen Vorschußverein. Ein Antrag bei der Zentral­stelle um Erhöhung des Beitrages wurde leider abgelehnt, dagegen sind 150 Mart für Anschaffung von Zeichentischen und Zeichenböcken bewilligt. Die nächsten Punkte der Tagesordnung: Rechnungsablage und Vorstandswahl wurde glatt erledigt. Die drei ausscheidenden Herrn, Spengler Von Eif, Schlosser Gies und Wasserwerksverwalter Walter Dueckborn haben das Vertrauen der Mitglieder und es blieb darum wie seither. Nur im folgenden Punkte: Ergänzungswahl zur Handwerkskammer" vernahm man einige besondere Mitteilungen. Man hätte es gerne gesehen, wenn der Gießener Gewerbeverein als Stellvertreter einen Kollegen aus der Provinz aufgestellt hätte. Grünberg stellte den Herrn Geibel aus Homburg a. O. als Stellver­treter auf.- Die ganze Versammlung verlief im Uebrigen auch gut, so daß man am Schluß sagen konnte, der Ge­werbeverein dient der Sache in bester Weise.

te machten eine Psychiatrische Klinit. Morgen Donners­St. Pauli fenter tag 11 Uhr findet in der psychiatrischen Klinik eine Ver­eladene Jolle. Die fmlung von Teilnehmern am IV. Verbandstag der deut­enladung wurde v n Hilfsschulen, welche für schwachsinnige Kinder bestimmt ach Muttern gebract find, statt. Nach den Beratungen erfolgt eine Besichtigung

es Jahr mit Siebenber Klinik. pflegte der junge Her a zu verweilen. er seine Reiſeron: Bindeseile zurücgele 48, zeigte der Moru e in den Tagen vo

11. Die Landwirtschaftliche Ausstellung, welche vom 10.- 15. September d. Js. hier stattfindet, er­hit ihren Standort ohne allen 3 veifel wohl auf dem sog. Trieb. Die Marktanlagen an der Rodheimerstraße wurden rvr betr. der Aus- und Verladung für die mit der Bahn amfommenden Tiere für sehr gut gelegen befunden, aber die is 19 Grad Reanew n'uell eintretenden Hochwasser oder die Verschleppung der Versammlungen abg Maul- und Klauenseuche hat die Plazkommission für den e Hize fast unerträ schaulich in llt mir'eb entscheiden lassen.

das Getreide schon

hahn" drin verstec ende Bote nach. Na Sommer. Die grüne und eine furchtba n September währt rren. Es wurde ei t. Hoffentlich ist

Aus Hessen und nachbargebieten.

begrüßt hat, bu& finchenbehörde hier und teilte dem Drts- und Kirchenvor­

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Wilhelm Hartenfill

Redaktion.

A Klein Linden.( Pfarrstellen errichtung.] Nähstdem wird unsere Gemeinde in Anbetracht der ihr be­borstehenden Eingemeindung einen Schritt näher gerückt wrden. Vor wenig Tagen weilte ein Mitglied der Ober­stende mit, daß nach Beschluß die Behörde in Zukunft die ( wangelische Pfarrgemeinde Klein- Linden mit den ihr nahe It genden Klinikanstalten zu einer gemeinsamen Pfarrei ver­bunden werden wird. Demzufolge muß auch für diese beiden Gemeinden ein besonderer Seelsorger angestellt werden. Die Wohnung dieses Geistlichen soll jedoch in Klein- Linden errichtet werden, sofern diese Gemeinde sich bereit erklärt, einen Beitrag zur Erbauung eines Pfarrhauses leisten zu wollen; ardernfalls erhält dieser neu ernannt werdende Geistliche seinen Wohnsiz für immer in der Stadt Gießen.

Großen- Linden, 14. April. Heute Nachmittag 31 Uhr erfolgte die feierliche Grundsteinlegung zu der neuen Turnhalle. Möge der Bau unserem Verein und der deutschen Turnerei nur Erfolge und Gutes zeitigen.

= Der Männerturnverein zu Rodheim a. d. Bieber wird nicht, wie anfänglich beschlossen war, sein Fahnenweihfest dieses Jahr feiern, da das Kreistrieger­

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** Grünberg. Große Heiterkeit erregte vergangene Woche ein gestellungspflichtiger Bursche von Londorf. Derselbe, sonst ganz normal gebaut, hat die Größe von nur einem Meter; also das Gewehr des deutschen In­fanteristen würde noch über diesem jungen Mann hinausragen. -r. Marburg, 14. April. Heute fand hier die General­versammlung der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind statt. Es wurde ein Betrag von 400 Mt. bewilligt zur Beschickung der Gießener Verbandeausstell. ung im September d. Js. Di ser Betrag, der jetzt zur Beschickung der Ausstellung vom Verband der Herdbuch gesellschaften zur Verfügung gestellt wurde, wurde bei der vor zwei Jahren hier abgehaltenen Verbandsausstellung er­übrigt. Da man in Gießen auf eine scharfe Konkurrenz sich gefaßt macht, werden die zur Ausstellung zuzulassenden Tiere vorher von einer Schautommission ausgewählt. Der Land­rat von Negelein hoffte, daß auch der Kreis 100 Mt. zu zur Ausstellung gehenden Tiere übernehmen werde. Gedern. Vor einigen Wochen hantierten einige Kinder, darunter das 7 jährige Söhnchen eines hiesigen Be­amten, in einer Scheune an einer Häckselmaschine. Der Be­

eses Mal enispred fest am 19. Juli hier stattfindet, ist das Fest der Fahnen- einem Ehrenpreis bewilligen und die Transportkosten der eine Beitung zu beihe auf nächstes Jahr verlegt worden.

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de Ihnen vielleicht i Besuch abftatten; dif lautet: Alles dur

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o. Laubach. Zwischen hier und Freienseen soll die neue Bahnstrecke Laubach Mücke außer den beiden Stationen Freienseen und Stockhausen noch eine Holzverlade Bekanntmachung.

Die Wallthorstraße zwischen Brand- und Brau­gasse wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr bis auf weiteres

gasperrt.

Gießen, den 14. April 1908. Großh. Polizeiamt Gießen Hechler.

leuten so nahe wie möglich bringen, nicht nur in die großen Kirchdörfer, sondern auch in die kleinen Ortschaften, die weder Schule noch Gotteshaus haben. Ja dahin erst recht; denn da bedarf man der Geistesnahrung am notwendigster. Ein paar Dußend Bücher tun's zunächst in den meisten Fällen, nnd diese gibt die Gesellschaft für Voltsbildung un­entgeltlich, in der Regel allerdings nur an die Mitglieder, denn die Gesellschaft muß darauf dringen, daß jeder, der ihre Hilfe in Anspruch nimmt, auch Mitglied wird. Die Bücher, gewöhnlich 50( Dörfer) bezw. 100 Bände( Städte) werden von den Begründern aus den Katalogen, in denen die von der Gesells haft vorrätig gehaltenen Bücher ver­zeichnet sind, selbst ausgewählt. Auf diese Art fönnen die Bibliotheken den örtlichen Verhältniss n ang paßt werden.

Aber was soll mit den noch gut erhaltenen Büchern, die von allen Dorfbewohnern schon gelesen sind, gestehen? Sie stehen doch unnüß da und verstauben. Da muß man mit anderen Bibliotheken auswechseln. Die Bibliothekare in zwei benachbarten Dörfern seßen sich in Verbindung und tauschen thre ganzen Bestände oder den bereits ausgelesenen Teil untereinander aus. Dazu bedarf es feiner großen Or­ganisation. Das geht am besten im kleinen und von Dorf zu Dorf. Wenn mehrere benachbarten Dörfer in ein regel­mäßiges Tauschverhältnis treten, so können sie ihre Leser mit vielen guten Büchern versorgen, ohne große Ausgaben zu haben. Wo in der Nähe keine Bibliotheken sind, mit denen man tauschen kann, muß man dafür sorgen, daß sie gegründet werden. Der Hinweis auf den eigenen Erfolg ist die beste Agitation. Und man muß für eine gute Sache, wie es die Volksbibliotheken sind, agitieren. Ein anderer Weg, die kleinen Bibliotheken immer wieder mit neuem Lese­stoff zu versorgen, besteht in der Begründung von Kreis­bibliotheken, die Bestände von 50-100 Bänden an die ein­zelnen Ortsbibliotheken abgeben.

Um den fleinen Gemeinden die Errichtung von Biblio­thefen noch mehr zu erleichtern, gibt die Gesellschaft für Verb eiturg von Voltsbildung immerwährende Wander­bibliotheken ab. Diese Einrichtung ist besonders für kleinere und ärmere Ortschaften, die nicht in der Lage sind, ihre Bibliotheken aus eigenen Mitteln hinreichend zu erweitern, bestimmt. Die Wanderbibliotheken werden in der Stärke von 50 Bänden im Werte von 75 Mt. abgegeben. Die Auswahl der Bücher wird ebenso seitens der örtlichen Dr­gane getroffen, wie bei anderen Bibliotheksunterstüßungen der Gesellschaft. Die Wanderbibliotheken können alljährlich, aber auch in größeren Zwischenräumen an die Gesellschaft zurückgegeben werden. Für beschädigte Exemplare ist Ersatz zu leisten, wobei selbstverständlich mit derjenigen Liberalität verfahren wird, die außergewöhnlichen Verhältnissen gegen­über am Plage ist. Gemeinden, die das Verhältnis zur Gesellschaft fortseßen wollen, erhalten vor oder nach Rück­sendung den neuesten Katalog der Gesellschaft zugesandt und haben das Recht, hieraus eine andere Kollektion von 50 Bänden in demselben Werte auszuwählen. Gemeinden, die die Bibliothek eingehen lassen wollen, haben weitere Jahres­beiträge an die Gesellschaft nicht zu entrichten.

Näheres über Begründung und Leitung ländlicher und kleinstädtischer Bibliotheken enthält die Broschüre: Wie gründet und leitet man ländliche Voltsbibliotheken? Von J. Tews, Generalsekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. IX. Ausgabe. Preis 0,25 Mt., die von der Gesellschaft für Verbreitung von Voltsbildung, Berlin NW., Lübecker Straße 6, an Interessenten neben anderen orientierenden Drucksachen auch unentgeltlich versandt wird.

Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckeret, für die Rebaftion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. I. Hypothet

Versteigerung. An- und Verkauf| Medizinal- Cognac

Donnerstag, den 17. April, nachmittags 2 Uhr werden in dem Laden Seltersweg 10

versteigert:

von gebrautten Möbeln, Betten, Bleidern, Wäsche, Gefen und Herden,

Gold- und Silbersachen, Antiquitäten,

Metallen, Eisen, Gumpen und nochen, I Theke, 3 Regale, I Erker- fowie Webernahme ganzer Ein einrichtung und 175 Schweife. richtungen.

Die Versteigerung findet Louis RothenbergerWtw ganz beftimmt ftatt, Seikler, Gerichtsvollzieher. Hilfe and distem. 38 g. Blutstock. Timermann

Gießen

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