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1ebrigen hatte er eine Reihe recht guter Momente und seiner on Fleiß und Hingabe zeugenden Leistung kann man die Chertennung nicht versagen. Herr Linzen als Rönig Bhilipp II. fonnte uns auch nicht recht gefallen. Das war lein Herrscher, in dessen Reiche die Sonne nicht untergeht, lein König, dessen Majestät in jedem Worte, jeder Bewegung Ere Bestätigung findet, das war ein fleinlicher bürgerlicher Saustyrann á la Meister Anton in Maria Magdalena.
Welch großen Jubel wird die Mutter schauen, Wie er ihr wohl noch nie begegnet war.
So mag sie ziehn, mag uns die Lieben grüßen, Sie mag sich freuen an der Kinder Glück, Viel schönes wird auch dort ihr Auge schauen, Dann fehrt sie wieder in ihr Heim zurück. Die Vogelsbergerin.
( Amtliche Notierungen.) Heu per 3enter Mt. 3.00 bis 3.80, Stroh per Zentner Mt. 2.00-2.40.
Wetterbericht.
( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)
Hrt 2. hat sich in dem Gewande sicher selbst nicht wohl Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. neues TIEF im Westen aufgetaucht. Infolgedessen drehte
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fühlt und sich vergeblich bemüht, der Figur etwas zu aben, was er ihr nicht geben konnte. Herrn Sandorffs Marquis von Bosa hätten wir uns am Anfang etwas wärmer gewünscht. Vielleicht wäre diese Reserve bei einem weniger schwärmerisch- stürmischen Partner, wie ihn Herr A. tellte, nicht so aufgefallen. Dagegen war Herr S. im britten Aft vollkommen auf der Höhe, die Worte flossen ihm in echter, leidenschaftlicher Glut von den Lippen und auch tm Schlußatte kleidete ihn die gefaßte, vornehme MännlichLeit sehr gut. Als Königin präsentierte sich Frl. Minna Röser und die Dame scheint wenn sie auch gerade für biese Rolle teine äußeren Vorzüge mitbringt eine recht Qute Schauspielerin zu sein. Mehr läßt sich natürlich Fürs erste Mal von ihr nicht sagen.- Die beste Leistung des Abends bot sicher Frl. Hohl; temperamentvoll und fein durchdacht war ihre Prinzessin von Eboli und die Künstlerin verstand es vorzüglich, dieser begehrlichen, etwas Dämonisch angehauchten Hofdame das ihr vom Dichter zugedachte Colorit zu geben. Die Rollen des Herzogs von Alba( Herr Teleky), Graf von Lerma( Herr Pichler) und Domingo( Herr Haag) waren sehr zusammengestrichen, es war daraus nicht mehr viel zu machen und sie wurden deshalb auch ziemlich farblos verförpert. Erwähnt sei noch Herr Gronert als Großinquisiteur und Frl. Groß müller, die uns hoffentlich ihre Fortschritte bald wieder mal in einer größeren Rolle zeigen fann. Die Regie war lobenswert, wenn auch einige fleine Störungen – z. B. shien der Vorhangzieher im legten Aft etwas konfuß zu fein borkamen. Das übervolle Haus zeigte sich recht beifallsfreudta.
Sehnsucht.
H. H.
Eine Mutter reist nach Englands reichen Gauen, Sie will die gute Tochter wiedersehn, Sie, will die fleinen Enkel froh begrüßen; Wie ist das herrlich, ist das lieblich schön!!
Die Sehnsucht treibt sie über Wasserfluten, G4 zieht sie fort, sie kann nicht widerstehn, Wenn auch der Herbststurm hoch die Wellen kräuselt, Sie muß die fernen Lieben wiedersehn!!
Wohl hat sie schon die schöne Welt gesehen, Auf Frankreichs Erde, Frankreichs schönster Stadt; Ein hohes Ziel war's, das sie hingetrieben, Das wunderherrlich sich erfüllet hat.
Wie wird die Tochter, wie der Sohn sich freuen, Der Bruder sich, die kleine Enkelschar,
Aufgebotene.
Am 9. Nov. Aug. Ernst Valentin, Steinbr. dah. und Margar. Karol. Pfannmüller, Dienstm. dah. 10. Adam Jakobi, Tagl. zu Fronhausen u. Kathar. Weimer, Dienstm. dah. 11. Joh. Ort 2., Gastw. zu Nieder- Olm und Marie Sophie Künfer, Verkäuf. dah. 13. Philipp Luh 3., Erdarb. dah. und Anna Schmalz, Dienstm. zu Hungen. Eheschließungen.
Am 7. Nov. Andr. Karl Justus Berg, Tagl. dah. mit Anna Feuser, Fabrikarb. dah. 9. Phil. Appel gen. Dest, Tagl. dah. mit Eleonore Weller, Tagl. dah. 11. Dr. Karl Gg. Emil Brück, Apothekenbes. zu Gau- Odernheim m. Elisab. Louise Clement. Emma Emil. Karol. Caesar, Tocht. des Apothekenbes. Dr. Jul. Caesar dah. 12. Wilh. Lotz, Vizefeldw. dah. mit Anna Schuchard dah. Geborene.
Am 4. Dem Buchdruckereibes. W. Nitschkowski eine Tocht., Else Wilhelm. 5. Dem Bahnwerkstätteschl. Karl Euler eine Tocht. 6. Dem Cementarbeiter Hrch. Lenz 2. eine Tocht., Elisab. Aug. 7. Dem Landwirt Hrch. Weber eine Tocht., Marie. 9. Dem Buchbind. Adolf Schmidt eine Tocht. 9. Dem Dienstm. Ed. Lind eine Tocht., Johanna. 11. Dem Installat. Franz Jos. Heißler ein Sohn, Franz Joseph. Gestorbene.
Am 6. Nov. Kasp. Mandler, 68 Jahre alt, Gärtner dah. 8. Kath. Marie Bogler 9 Mon. alt, Tocht. des Tagl. Karl Bogler dah. 9. Jak. Jendt, 67 Jahre alt, Tagl. dah. 10. Kath. Häuser, 60 Jahre alt, Fabrikarbeit. dah.
Marktberichte.
Gießen, 14. Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.00-1.15 Mt., Hühnereter 2 Stüd 16-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1 80, Hahnen, per Stild Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pid. 56-66 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Bfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweinefletsch gesalzen per Pfund 0.80 Bfa., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.00 5.50 mt., Rwiebeln per 3t. mf. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mt. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Frankfurter Hen- und Strohmarkt, 13. Nov
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Die durch den Wegzug des Herrn Pfarrer Scheunemann
Verlauf der Witterung von Mittwoch bis Freitag. Während das nordöstliche TIEF ganz langsam nach dem Innern Rußlands abzieht, ist wider Erwarten ein der Wind von Nordwest wieder nach Südwest zurück, die Bewölkung nahm zu und es fiel geringer Regen. Das TIEF scheint oftwärts vorzudringen, daher für
Samstag und Sonntag meist trübes, regnerisches und mildes Wetter bei südlich auffrischendem Winde wahrscheinlich.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße 2.
Es können eingestellt werden:
1 landwirtschl. Knecht, 1 Schlosser, 1 Spengler, 1 Schmied, 1 Bau- und Möbelschreiner, 1 Küfer, 3 Holzbildhauer, 1 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 Friseur, 3 Glaser, 5 Erdarbeiter, 3 Hausburschen von 14-16 Jahren, 8 Dienstmädchen für hier und ausw., 2 Lauffrauen, 2 Zeitungsträgerinnen.
Lehrlinge: 1 Friseur.
Es suchen Arbeit:
2 Pferdefnechte, 5 Bau- und Kunstschlosser, 1 Schmied, 1 Spengler, 2 Installateure, 1 Buchbinder, 2 Küfer, 1 Wagner,
2 Schreiner, 1 Bäcker, 2 Meßzzer, 1 Flickecin, 1 Büglerin, 1 Wasch oder Buzzfrau, 1 Glaser, 3 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Kellner, 2 Dienstmädchen, 5 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 2 Bureaugehülfen, 1 Kranken- bezw. Wochenpflegerin.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechina": Fr. Obvermann,
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