Ausgabe 
14.1.1903 Erstes Blatt
 
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punft geben." ,, Den brauchen Sie gar nicht, ich will eine feibene Bluse im Preise von ungefähr 30 bis 40 Mart, wie sie ist, ist mir ganz egal, umgetauscht wird sie ja doch!"

::[ Therese Humberts Gäste.] Eine originelle Idee, wie die Gläubiger der weltberühmten Humbertschen Schwindlerfamilie leicht befriedigt werden könnten, ent­wickelt ein Pariser Journalist. Er schlägt vor, daß Therese Humbert eine Liste der hochstehenden französischen Per­sönlichkeiten, die an ihren glänzenden Tejeuners, Diners und Soupers teilgenommen haben, aufstellen und bei jedem bie Anzahl der von ihm verzehrten Mahlzeiten anführen folle. Da man im Durchschnitt ein jedes dieser Luxus­mahle auf einen Wert von 50 Francs veranschlagen könne, so würde im Handumdrehen eine Gesamtsumme von ein paar Millionen zusammenkommen. Steiner der ehemaligen Gäste aber würde sich bei Veröffentlichung der Liste mei­gern, seinen Anteil zu zahlen. Der Vorschlag ist, wie gesagt, originell und eine bittere Satire auf die Tatsache, baß hohe Funktionäre und angesehene Politifer ihre Beine ( trupellos unter den wohlbesezten Tisch der Schwindlerin ju strecken pflegten.

Zum Gastspiel der Schlierseer in Gießen.

richtet, soll durch ein Infektionsverfahren, das im großen Maßstabe durchzuführen ist, entgegengewirkt

werden.

gung der Berfamm nod bei einem G einander blieb. ** Rendel( plant ben Bau einer wafferreiche Glände Wingerten- in A ** Michelbach ftarb nach furzen Bürgermeister un Wagner, wohl ein im Alter von 80 Berstorbene sein 5 anläßlich dieser F ** Aus dem

** Bismarckturm auf dem Taufstein. Die hiesige Sektion Taufstein des Vogelsberger Höhenklubs teilt uns mit, daß die von ihm veranstaltete Sammlung zur Er­wie sich bis ist übeschauen läßt, von bestem Erfolge bes richtung eines Aussichtsturm 3 auf dem Taufstein, soweit gleitet ist. In der heutigen Nummer unseres Blattes be­listen und den darauf gezeichneten Peträgen zu quittieren. ginnt die Sektion über die an sie zurückgegangenen Sammel­Von den 130 Listen, die abgeschickt wurden, sind rund 40 zurückgegeben. Die Beid nungen haben auf ihnen die Höhe von etwas mehr als 1500 Mt. erreicht, eine recht ansehn­ſtehenden Listen beträchtlich erhöhen wird. Troßdem bittet liche Summe, die sich sicher nach Rückgabe der noch aus­weiteren Beisteuer aufzufordern, gilt es doch einem im die Seltion, an dieser Stelle noch einmal eindringlich zur doppelten Sinne guten 30.4.

Die Schlierseer sind da! Welchem Theaterfreund und Freund der Alpenwelt in unserer Stadt erfüllte dieses Wort nicht mit he mlichen Entzücken. Etwas Naturtreues, etwas aus dem schweizerisch n Leb.n heraus geht auf der Bühne des hiesigen Stadttheaters in Scene und wem interessierte da nicht Land und Leute dieser allerorts viel gelobten Theater- Truppe. Das idyllisch schön gelegene Dorf Schliersee erreicht man von München in etwa fnapper zweistündiger Bahnfahrt Die Münch ner, ganz besonders feit ter Eröffnung des Theaters im Sommer 1892, machen mit großer Vorliebe nach tort ihre Ausflüge, um am dortigen Bauentheater" bei Echerz und Humor frohe Stunden zu erleben. Der Ort selbst ist kaum ein Stünd­then lang und ligt 774 Mtr. über dem Meer. Der Sce, nach dem der Ort befannt, senft sich nur auf faum 40 Mtr. hinab. Das hochinteressante Theater ist ein origineller Holzbau, der sich aber trotz seiner Einfachheit geradezu genial p äsentiert; erbaut wu de es vom Architeften Emanuel Seidl in München. De Mitglieder des Schlieiseer Bauerntheaters sind zum größten Teil im nahe gelegenen Boueintheater- Hotel bedienstet. Mathias Gailing, der erste Held und Liebhaber, ist dort Haueknecht. Ec, der bei den Gastre sen ter Schlierseer viel Sympathien sich er­rungen hat, reinigt, frei von Größenwahn, den Gästen die Kleider, und pußt, fern von fünstlerischer Eitelkeit, täglich 40 und auch mehr Baar Stiefel. Xaver Terofal hat im rückwärtigen Teil des genannten Hotels seine Mezgerei errichtet; er ist's, der in allen Stücken das belebende und erheiternte Moment bildet. Josef Meth, der jugendliche Liebhaber und Naturbursche der Truppe ist der erste Ge­hilfe in Terofal's Mezgerei, Meih ist der schneidigste Schuhplattler. Michel Dengg und seine Frau, Anna Dengg haben in Schliersee eine Wäscherei, Michael Schmidtkonz ist Gärtner, Sigmund Wagner ist der Schneider des Orts, während Willi Dirnberger in der ganzen Gegend den besten Ruf als Maler genießt. Man sieht, die Leute sind zweifellos arbeitsam vielseitig und interessant.

)-([ Morgan der Große.] Pierpont Morgan, ber amerikanische Trustkönig, wird in der World" wieder einmal in überschwenglicher Weise gefeiert. Ein Pröb­hen dieses Lobgesanges sei hier wiedergegeben. Er ist Der bedeutendste Mann der ganzen Welt, denn er befiehlt mehr Personen, als der Zar aller Reußen und hat mehr Einfluß als der Präsident der Vereinigten Staa ten. Er verfügt über größere Rapitalien, als je ein Mensch in der Bergangenheit zu seiner Verfügung hatt?, denn er hat unter seiner Kontrolle ein Kapital, welches den gan­zen Goldbestand der Erde um 2 Milliarden überschrei let. Seine Gesellschaft wird von Königen und Kaisern gesucht, die ihn um Rat zu fragen wünschen, wie sia bie wirtschaftlichen Interessen ihrer Völker am besten fördern sollen. Seine Ausgaben für Kunst- und wohl­tätige Zwete übersteigen alle Echäßungen. Er ist der einzige Mensch, dessen Leben für die Summe von 20 Millionen Dollars versichert ist. Die Königin Victoria war nur für 2 Millionen Dollars versichert! Das alles ist noch nichts; aber die ,, World" fügt hinzu: ,, Sein Name wird in den Zeitungen beider Welten öfter ge­bruckt als der Name irgend eines Monarchen. Er ist einer der frömmsten und moralischsten Männer der Ver­einigten Staaten. Beweis: er verurteilt sogar das natio­nale Pokerspiel, das seiner Ansicht nach den Charakter berdirbt." Und die ,, World" vergißt nicht, die wunder­baren Börsenoperationen und Trustbegründungen ihres Helden zu erwähnen, die offenbar nicht den Charakter berderben und daher sehr moralisch sind.

X[ Interessante Anekdoten vom Kaiser von Annam] werden in der Zeitschrift ,, Atravers le monde" erzählt. Der Kaiser hat 150 Frauen. Von der französischen Re­gierung wird aber nur eine einzige unter ihnen aner­kannt. Die anderen zeichnen sich hauptsächlich durch ihre Schwimmkünste aus. Wenn der Kaiser auf die Wasser­bögeljagd geht, müssen seine Weiber das geschossene Wild aufsammeln; bei dieser Gelegenheit holen sie sich nicht selten einen gewaltigen Schnupfen; manchmal schwimmen sie auch mit einigen Schrotförnern im Leibe nach Hause. Der Kaiser ist geistreich und ein Mann, der seine Frei­heit liebt. Eines Tages suchten ihm die Mandarinen be­greiflich zu machen, daß ein Monarch sich seinen Stax­ten widmen müsse, und daß sie mit ihm zum Wohle des Volkes zu arbeiten wünschten; ein Kaiser habe übri­gens die Pflicht, lange über politische Angelegenheiten nachzudenken. Es ist gut," sagte der Kaiser ,,, kommt morgen früh!" Sie tamen, und man führte sie in einen schönen Saal, sie warten. Der Kaiser erscheint nicht. Die Stunden bergehen, die Stunden des Vergnügens und der Mahlzeiten. Die Mandarinen langweilen sich schrecklich und sie haben Hunger. Endlich, als der Abend hereinbricht, erscheint der Kaiser. Entschuldigt mich," sagte er. Ich habe, Eurem Rate folgend, lange über Etaatsangelegenheiten nachgedacht. Kommt morgen wie­ber." Dasselbe Spiel wiederholt sich mehrere Tage. Die Mandarinen verloren schließlich alle Lust, den Kaiser zum Nachdenken über Staatsangelegenheiten zu veran­Tassen.

Auf dem Grunde der Spree bei Köpenick wurden jämtliche Kirchengeräte gefunden, die vor längerer Zeit aus der katholischen Kirche in Neu- Strelitz geraubt wor­ben waren.

61]

Dr. Rumseys Patient.

Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von 6. Weßner.

( Rechbend verboten.)

Dr. Rumsey hatte die Arme feines Patienten gefaßt und ge­brückt und glitt mit der Hand nach seinent Handgelenk hinab, um auf den Buls zu fühlen. Er schlug ganz ruhig und normal.

-

Giessener Cagesneuigkeiten. ** Ernennungen. Stations- Diätar Brandis in Mücke wurde zum Stations- Assistenten und Bahnmeister­Diätar, Brandstetter in Gießen und Stein in Grünberg zu Bahnmeistern ernannt.

Ich bin wirklich ganz gesund", bemerkte Audrey mit traurigem Lächeln, als er das fleine Manöver Rumichs beob achtete. Ich bin so froh, daß Sie hier sind. Ich fann Sie wenigstens teilweise in mein Vertrauen ziehen. Darf ich?"

Wenn Sie mir Ihr Vertrauen nur teilweise schenken, wird es schwer für mich sein, Ihnen zu raten", gab der Arzt ernst zurüd.

,, Wollen Sie mich trotzdent anhören?*

,, Gewiß, ich will."

** Die Kone zum Silbernen Kreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen wurde vom Großherzog verliehen, dem Bahnmeister Brückmann aus Grün­berg anläßli einer Bensionierung.

Also, die Sache ist die", benann der Baron, indem er fich erhob. Ein Engel und ein Teufel fämpfen beute mit eine Seele."

** Der Wahlprüfungs- Ausschuß der zweiten Kammer der Stände ist gestern am Dienstag, den 13. Januar zusammengetreten.

Kommen Sie, lieber Freund, Sie übertreiben die Dinge", mahnte Dr. Rumsen eindringlich.

**

* In den Landesverband der Kriegerfameradschaft Stod stadt mit 31, der Kriegerverein Bannerod mit " Hassia" wurden aufgenommen der Militärverein 2 29 und der Militärverein Germania" in Viernheim mit 48 Mitgliedern.

[ Stadttheater] Der zweite Abend des Schlier­seer Gastspiels" bringt das ausgezeichnete Volksstück " Der Herrgottschniger von Ammergau", be­fanntlich eine Glanzleistung des beliebten Ensembles. Freitag findet leider schon das ligte Gastspiel der Schlierseer" statt.

Nein, nein, ich übertreibe nicht! Ich fämpfe den schwerften Kampi, den nur ie ein Mensch mit sich gefämpft! Bielleicht gebe ich geläutert aus demselben hervorint gegenwärtigen Augen­blic aber, ich geftebe es frant und frei ist die Stiutute des Guten in mir recht schwach, und das Böse scheint den Sieg davontragen sit wollen."

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Eisenbahnminifters ungen über erber ftatt wegen Grba Albehausen du Buzbach, nicht d in allen Orten, w baujen- Colinsbad find. Es sind dies oberndorf, Haffelbo Da anzunehmen i Solmsbadthal üb Buzbach geht, so a Kinzenbach, wurde gestern ein Heuchelheim, von ei Moment, als er ein ftärte eine Erdmaffe Iste mußte in die ** Dutenhofen. fteller Hepp ist de worden.

** Der diesjährige Gauturntag des Gaues Hessen findet am 25. Januar vormittags 9 Uhr in Steins Saalbau statt. Auf der Tagesordnung stehen u..: Be­richt des Gauturnwarts; Rechnungsablage für 1902; Wahl des 1. Gautura warts, da der seitherige 1. Gauturnwart des Gauturnfestes 1903, gemeldet haben sich weglar, Schneider- Marburg im vergangenen Jahre staib; Fhis Bung über Gründung einer eigenen Beitung für den Gau Hessen; Schotten und Usingen; Gauturnfahrt 1903; Besprechung Antrag Bad- Nauheim: Beschwerde über Handhabung der Haftpflichtversicherung";" Antrag Gießen:" Auf den Gauturnfesten und fahrten soll wieder wie früher um Ehrenpreise geturnt werden"; Besprechung über das 10. deutsche Turnfest zu Nürnberg.

** Eine lobenswerte Neueinrichtung ist seitens unserer Bahnverwalturg getroffen worden. Es wird nämlich eine Anzahl Bahnbedienstete etwa 30 Mann ausgebildet, um bei etwaigen Eisenbahnkatastrophen und Unfällen die erste Hilfe durch Anlegen von Notverbänden zc. leisten zu fönnen. Den Winter über haben bereits die beiden hiesigen Bahnärzte Dr. Schliephocke und Cr. Zinser Vorlesungen und praktische Uebungen abgehalten. Wie verlautet, soll dem­rächst auch eine große Uebung vorgenommen werden und als Ort des Unfalls die Main- Weserbahn zwischen Buzbach und Bad Nauheim angenommen werden.

So müssen Sie eben mit aller Kraft gegen das Bise ankämpfen! Es ist doch fein Zeifel, das Sie das Recite thun mifent. Und menit der Kampf noch so bart ist! Sic fagen, Sie beisen ein Geheimnis: dieses ist zweifellos die Quelle 3bres Unglüds. Es birgt also Necht und Unrecht in fich?"

Ja, ein sehr großes Recht- nnd ein sehr bitteres Unrecht."

So feien Sie ein Mann, Audrey! Zögern Sie nicht, sondern thuu Sie, was recht ist!"

** Der hessische Landwirtschaftsrat tagte am 5. Januar in Darmstadt. Die Errichtung einer Land­wirtschaftskammer für Hessen wurde nach längerer Aus­einandersetzung gutgeheißen. Der Mäuseplage, die in Rheinhessen und in Teilen der Provinz Oberhessen jährlich einen Schaden von über 1 Million Mark an­

Der Baron erbleichte jäh und taumelte fast zurüď.

Sie sind die zweite Berson, die heute hierherkommt und mir bas sagt!" hauchte er tonlos.

So reden Sie doch!" drängte Dr. Rumsey. Erleichtern Sie Jür Herz!"

Wenn ich mein Herz erleichtere, wird Maggie das Herz brechen, und unser Haus ist ruiniert." Und Sie?"

* Ich- ich gehe dabei zu Grunde.

** Kuriose und originelle Berichterstattung, Auf ein seitens eines großh. Polizeiamts ergangenes Schreiben über den jeweiligen Aufenthalt einer ge.ichtlich zu belangenden Person antwortete die betreffende Bürgermeisterei forreft und präzis wörtlich: Der X. Y. hält sich Gott weiß wo auf!"

Ich möchte es denn doch sehr bezweifeln, daß ein so tapferes, ebles Herz, wie das Ihrer Fran Gemahlin, brechen wird, wenn Sie den rechten Beg einschlagen", erwiderte Runifey ernst. Gher glaube ich, daß dies aeschehen wird, wenn Sie ein bitteres Unrecht begehen."

** Der heurige Winter bewegt sich mit Vorliebe in abwechslungsreichen Extremen. Ueber Nicht hat wieder der scharfe Nordost sein Regiment angetreten und fegt g immig über die fahlen Felder, welche leider der schützenden Schnees decke entbehr.n. Verschiedene Wasserleitungen sind wieder eingefroren, und die zufolge der vorherigen warmen Witte­rung hie und da erwachten Frühlingshoffnungen nochmals in Winterschlaf zurückgefunken.

mein Gott, mein Gott!" ächste der Baron. Wird diese Qual denn nimmter enden? Alle reden mir zu, den rechten Weg zu wandeln- der nur Verderben und Unglück über mich bringen fann! Ach, Doftor, Doftor! Sie waren es, dessen Beitous mich auf den Weg der Genesung führte! Hätten Sie mich doch sterben und verderben laffen, mir wäre icht wohler! mare entweder längst tot oder wahnsinnig! Und mein Ge­heimnis wäre mit mir-"

Ein Seränich an der Thür ließ ihn abbrechen. Gleich darauf ertönte ein schüchternes Klopfen.

Wer mag uns jett stören?" fragte der Baron erschreckt. Ich werde nachsehen", sagte Dr. Rumsey.

Er schritt schnell durch das weite Zimmer und öffnete Gine weibliche Gestalt mit entgeistertem, leichenblaffent Gesicht stand vor ihm, ihr Haar hing wirr um Stirn und Schläfen.

-

Ja

... Jit der Baron hier?" fragte sie in wilder Haft. ich sehe ihn ich muß ibu sprechen- aber allein allein Sie wankte über die Schwvelle.

Aus Hessen und nachbargebieten.

4 Klein- Linden, 12. Jan. Vom 1. pril ab wird unsere Gemeinde zu denjenigen Orten unseres Kreises zählen, in denen tein Schulgeld mehr erhoben wird. Bei einer Schülerzahl von nahezu 300 betrug tas Schulgeid jährlich rund 825 Mt.

Ich muß Sie sprechen, Herr Baron-", stöhnte sie, Sofort

** Lüßellinden. Im Frühjahr soll hier mit dem Neubau eines Schulhauses begonnen werden. Dasselbe soll 4 Säle enthalten. Die seitherigen Schulsäle sollen in Lehrerwohnungen umgebaut werden. An unserer 3klassigen Schule wirken 3. 3t. nur zwei Lehrer, die 3. Stelle soll nun auch besetzt werden.

Schen Sie, Doftor, diefer Besuch steht in Zusammenhang mit dem Kampf, der in mir tobi", fagte Audrey mit dinnpřer Stimmte zu Nunsen. Setzen Sie sich, Hetty. Lieber Doktor, bitte, lassen Sie aus lieber allein!"

i. Tutenhofen. Raisers Geburtstag Konzert und Tanz f der hiesige Verein d Ritglieder im Kreis ** Friedberg. Amt zum 1. Apri Aeschrieben werden Mart, der Höchstge für Bureaumicte fo ** Groß- Umstad wald abgehaltene ergab gegen das V Es wurde bezahlt 9 Mt, für Buchen todholz 3 bis 3,20 10 bis 11 Mt. pro 4,50 bis 5 Mt. pr

Ho'zheim. Am lzten Freitag tagte auf dem Rat haus die Generalversammlung der Holzheimer Vieh­tasse. Auf der Tagesordnung stand Rechnungsablage und Vorstandswahl. Erstere ging glatt von statten. Bei der Vorstandswahl erfolgten zwei Neuwahlen, da die bisherigen Vorstandsmitglieder, Beigeordnete Grieb und Wilhelm Lau eine Wiederwahl nicht annahmen. An deren Stelle wurden die Mitglieder Wilhelm Peter Klotz mit 49 und Heinrich Ernst Schmand mit 48 Stimmen gewählt. Nach Beendi­

Vierundzwanzigstes Kapitel.

Hettys Bewußtlosigkeit dauerte nur wenige Minuten. Jbr Verstand war scharf genug, um sie schnell begreifen zu lassen, was geschehen war. Die dunkle Flüssigkeit, welche sie Georg ins Glas gethan, hatte ihn getötet. Mit anderen Worten: fie- fle selber baite ihn getötet! Ja, es war fein Zweifel er war tot! Sie hatte vor langer Zeit ihre Mutter sterben seben, sie hatte hier und da am Sarge eines Bekannten geftanden. Die Kälte, die furchtbare Starrheit, die weißgrane Gefichtsfarbe- das alles sprach zu deutlich dafür, daß hier nicht nur nicht der leisefte Goff­mungsschimmer vorhanden sei, sondern daß der Tob bereits vor längerer Zeit eingetreten fein müsse. Ihr Mann war tot! Als fie ihm iene Tropfen reichte, war er ein gesunder, starter, fraft­strogender Mann geweien- und jekt- iest falt und starr! Sie hatte ihn im Leben nie lieben fönnen, obgleich er ber liebevollste, aufmerksamite Gatte gewesen, iezt vergoß fie einige Thränen um ihn. Nicht viele- denn eine allmählich an ihr emiporkriechende Angst ließ diefelben bald genug versiegen. Die Augst wuchs und wuchs it ieber Setunde. Was hatte fie gethan! Ihren Mann vergiftet? Einen Mord auf ihr Gewiffent geladen? Lange Jahre bindurch hatte sie ihre Mitwisserschaft um einen Mord verfchwiegen weil sie den Mann liebte, der ihn bes gangen. Und iegt hatte sie selber einen Mord begangen, wennt auch ohne Absicht. Sie hatte Vincent ebensowenig töten inollen, wie der Baron von Audrey damals Herbert Franzius. Und mm würde man sie verhaften? Thorheit! Als ob iemand es für möglich halten könnte, daß fie, das schwache, schüchterne, kraftlose Geschöpf einen so starten, robusten Manne das Leben nehment tönne! Sie hatte ihm ja nicht das geringste Leid authun, sondern ihn nur in Schlaf verjeben wollen, unt ibn- freilich- au täuschen, in etwas ausführen zit tönnen, was ihn vielleicht das Herz ge­brochen hätte. Aber ihn ein Leid zuzufügen, ihn zu töten nein, nein, so etwas war ihr nun und nimmer in den Sinn ge fommen. Ind trokdent- trozdem war es gefchen!

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Ach, es war furchtbar, unaussprechlich furchtbar. Sie fürchtete fich vor den Toten. Er war nicht mehr ihr Mann, der fie auf Gefahr feines eigenen Lebens befchigt hätte. 68 war eine ihr fremde, häkliche, starre Geftalt. Sie wollte fort fort- fie wollte fich ai Leo flüchten. Kein Wunder, dak es dent Sund nicht im Zimmer gefallen, vielleicht hatte er Bincents Geist erblickt. Ah, wie beklemmend sich ihr das Herz 31iantmen Schnürte! Bie ihr die Seite wehthat, wie das ferate! Warum rafte ihr Herz in io milden, wahnsinnigen Swingen, um dann wieder ganz plöblich ſtillzustehen und mit einem Male wieder wie toll zu Hopfen? Es war entfeblich!

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Gronberg, 1 3 Wochen zur Erho Berzflages der du

Zum Stelbau die Lieferung nachste euge frei Waggon bosweise getrennt Die Lieferung

1) 6870 Mtr. Durchmes

2) 1770 Stüc 3) 420 tüd 4) 228 Stück 2

Durchm

Durchmes

1) 4226 Stüd 2) 482 Stüd Se 15 und 22,5

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