Zusatz zum Antrag Nißler, in dem ausgesprochen wird, daß die Beihilfen sofort zu gewähren sind, daß die Auszahlung an die Berechtigten vom Tage der Anerkennung ihrer Berechtigung beginnt und daß der Mehraufwand, soweit der Invalidenfonds nicht ausreicht, aus allgemeinen Reichsmitteln zu decken ist. Die Stimmung im Hause ist den Anträgen günstig.
Der militärische Hintertreppenroman.
§ Metz, 12. November.
Der Roman des Leutnants Bilse hat den vorauszusehenden Abschluß gefunden: Die Verurteilung des Verfassers zu sechs Monaten Gefängnis und Dienstentlassung hat niemand überrascht. Der Vertreter der Anklage hatte sogar 1 Jahr Gefängnis beantragt. Wenn das Gericht zu einem milderen Strafausmaß kam, so hatte Leutnant Bilse das nur dem Umstande zu verdanken, daß die Richter, entgegen dem Anflagevertreter, nicht annahmen, Bilse habe Mißvergnügen erregen wollen, und daß sein Buch ein Pamphlet sei. Es enthalte allgemeine Betrachtungen, die vieles Wahre und Beachtenswerte vorbringen, z. B. die engen Verhältnisse in kleinen Garnisonen, das Schuldenmachen, die Folgen der Ungerechtigkeit Vorgesetzter, Betrachtungen über das Duell, das Wesen der Strafgarnisonen und Strafversetzungen. Ferner gelte strafmildernd die verbitterte Stimmung des Angeklagten wegen seiner seit langer Zeit und ohne triftige Gründe erfolgten Suspendierung vom Dienst. Vielleicht auch sei der Angeklagte etwas angestachelt worden durch den Rittmeister Bandel, der in dem Roman unter dem Namen König gezeichnet und auch ein verbitterter Offizier sei. Straferschwerend für den Angeklagten komme in Betracht, daß er in taktloser und roher Weise gegen Vorgesetzte vorgegangen ist und sich in grober Weise gegen die Disziplin vergangen habe, so daß mehrfache Verabschiedungen und Versetzungen in Forbach nötig würden. Bilse fönne nicht länger in seiner Dienststellung verbleiben. Vorliegend wurden erachtet: 1. ein Vergehen wegen Beleidigung von Vorgesetzten und 2. ein Ungehorsam gegen einen Befehl in dienstlichen Sachen im Hinblick auf die kaiserliche Kabinettsorder, nach welcher ein Offizier bei Herausgabe einer Druckschrift entweder seinen wirklichen Namen zu nennen oder wenigstens der militärischen Behörde Meldung zu machen hat.
Wie man sagt, wird Leutnant Bilse gegen das Urteil Berufung einlegen. Er glaubt damit um so cher Aussicht auf Erfolg zu haben, als die Zeugenvernehmung, wie es ja auch aus dem Tenor des Urteils ersichtlich ist, einen großen Teil seiner Angaben als tatsächlich wahr erbracht hat. Der Schluß des Zeugenverhörs ergab recht trübe Schilderungen der Forbacher Verhältnisse. Mehrere der letzten Zeugen, so Pfarrer Lange aus Forbach, stellten dem Angeklagten ein glänzendes Zeugnis aus. Man darf auf die angekündigten Veränderungen im Forbacher Bataillon gespannt sein. Wie hier verlautet, hat der Kaiser sich über die Angelegenheit in einer Audienz, an der der Kriegsminister v. Einem, der Chef des Generalstabs Graf Schlieffen und der Chef des Militärfabinetts Graf Hülsen- Haeseler teilnahmen, eingehenden Bericht erstatten lassen.
Der Kindesunterschiebungs- Prozess. ( 13. Verhandlungstag.)
RK. Berlin, 12. November.
Heute sind die Schreibsachverständigen an der Reihe. Sie sollen feststellen, ob der Meldezettel, der s. 3. im Krafauer Hotel ausgefertigt wurde, von der alten Andruszewska geschrieben sein kann. Zum Zwecke der Vergleichung liegt den Experten ein Brief der A. vor.
Das Gutachten der Schreibsachverständigen
ist für die Angeklagten ungünstig. Der erste Gutachter, Rechnungsrat Junge Görlitz, sagt, daß er die Handschriften auf dem Meldezettel und dem Briefe mit einer an Ueberzeugung grenzenden hohen Wahrscheinlichkeit für identisch halte. Der zweite Experte, Dr. med. Georg Meier- Berlin, ist überzeugt, daß Meldezettel und Brief von einem und dem. selben Schreiber herrühren. Wenn auch kleine Unterschiede da sind, so ist ihm doch kein Fall bekannt, wo die Aehnlichkeit der Handschrift zweier verschiedener Personen eine so große ist, wie hier auf Brief und Meldezettel.
Die Anslagen des Grafen Hektor.
Ein Verteidiger fragt den Grafen Heftor Kwilecki, wieviel er für die Ermittelungen in der Kinderunterschiebungssache wohl im ganzen bezahlt habe. Graf Heftor SwiIecti: Gtwa 8000 Mark.- Vert.: Sie sollen selbst geäußert haben, die Geschichte koste Sie 50 000 Mark. Graf Heftor wiIecfi bestreitet das. Mit Spannung sieht hierauf das Publikum der Aussage des nächsten Zeugen entgegen.
Propst Jaskulski- Wronke
erklärt, nur darüber aussagen zu können, was ihm nicht durch das Beichtgeheimnis oder bei Ausübung der Seelforge bekannt geworden ist. Er gibt auf Befragen der Verteidigung an, daß er seit 1886 die Gräfin wilecka kenne und auch den Verkehr mit der gräflichen Familie bis in die letzte Zeit aufrecht erhalten habe. Vert. Dr. v. Ny chTowski: Haben Sie sich nicht wiederholt dahin geäußert, daß Sie die Gräfin für unschuldig halten? 3euge: Ja.
Staatsanw.: Der Herr Zeuge kann doch hier nicht ein Urteil abgeben. Vert.: Das verlange ich auch nicht, ich habe nur gefragt, ob der Herr Zeuge diese Ansicht geäußert hat. Hat der Herr Zeuge sich noch in diesem Jahre dahin ausgesprochen, daß die Gräfin die rechte Mutter des kleinen Grafen sei? Zeuge: Ja, ich war immer der Ansicht, daß es ihr Kind ist. Vert.: Sie haben der Frau Gräfin auch noch nach deren Verhaftung Trost zugesprochen und gesagt, ihre Unschuld werde sich schon erweisen. 3 euge: Ich habe ihr geschrieben, daß Gott ihr seine Gnade nicht vorenthalten werde. Erster Staatsanwalt Steinbrecht: Hat nicht der Herr Zeuge im Gespräch mit anderen über die Herkunft des Knaben einer gegenteiligen Auffassung Ausdruck gegeben?- 3euge: Das kann ich nicht sagen. Präf.: Sie können die Frage nicht verneinen?-3 euge: Ich kann sie nicht bejahen. Vert.: Hat Graf Hektor mit Ihnen über die Angelegenheit gesprochen?- 3euge: Ja, gelegentlich eines Diners hat mir Graf Hektor Kwilecki biel erzählt, ich habe aber stillgeschwiegen. Präs.: Worauf Stüßen Sie Ihre Ansicht, daß der Knabe der Sohn der Gräfin ist? 3euge: Schon als die Frau Gräfin noch in gesegneten Umständen war, hat mir eine befreundete Dame mit Bestimmtheit versichert, die Gräfin sei tatsächlich schwanger. Auf Befragen erklärt Zeuge noch, daß er über die Anaeft. Offowska ein Urteil nicht abgeben tönne, fie fei
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ihm zu wenig bekannt; die mitangeklagten Frauen Kloska und Kwiatkowska hält er für ehrliche Leute.
Propst Henning- Vürke
bekundet, daß die Ossowska ihm früher einmal gelegentlich gesagt habe, eine Kindesunterschiebung sei etwas ganz Leichtes. Angefl. Ossows ta giebt das zu, sie habe sich nichts Böses dabei gedacht. Nach weiteren unwesentlichen Vernehmungen wird die Sitzung auf morgen vertagt.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ In den Tod getrieben. Eine Gerichtsverhandlung zu Worbis brachte eine überraschende Aufklärung über den Selbstmord eines Einjährig Freiwilligen, der in Kassel diente. Der junge Mann war Apotheker und hatte bei Ver. abreichung eines Heilmittels es mit einer irrtümlichen Auf schrift versehen. Das machte sich der Empfänger Rudols zunuze und drohte dem Apotheker mit Landrat und Staatsanwalt, wenn er nicht 300 bis 400 Mark zahle. Diese ge meine Handlungsweise trieb den Apotheker, der nervös und schwermütig veranlagt war, in den Tod. Das Gericht zu Worbis erkannte gegen Rudolf auf sechs Monate Gefängnis. § Der„ Erbspiegel". Ein sonderbarer Beleidigungsprozeß beschäftigte das Dresdener Gericht. Ein Landwirt in Otten. dorf hatte einen Nachbarn des Taubendiebstahls bezichtigt und war von jenem wegen Beleidigung verklagt worden. Vor dem Richter suchte sich der Angeklagte damit zu recht fertigen, daß er einen Erbspiegel befragt habe, ein„ heiliges Buch", an das ein„ Erbschlüssel" angebunden ist, der sich nach dem Aberglauben zur Bekräftigung irgend welcher Fragen dreht, und der ihm„ unzweifelhaft" den Kläger als den Dieb seiner Tauben genannt habe. Natürlich nützte dem Bauern diese Aufklärung" nichts, und er wurde verurteilt.
§ Wie deutsche Seeleute ihre Pflicht tun, erfährt man aus einer Hamburger Secamtsverhandlung. Der Hansadampfer „ Orfanfels" hatte in Falmouth 1200 Risten Dynamit, 120 Kisten Zünder und 20 Kisten andere Sprengstoffe geladen. Als er am 9. Februar mit dieser gefährlichen Ladung im Hafen von Bombay lag, brach an Bord Feuer aus, dem die Mannschaft sofort mit der größten Tattraft entgegen. trat. Wiederholt unterdrückt, brach es immer wieder vor, und obgleich die bedrohten Teile des Schiffes durch die Pumpen mehrere Fuß hoch unter Wasser gesetzt wurden, drang das Feuer doch bis zu den Zünderfisten vor, von denen schon vier Stück start erhitzt und angekohlt waren. Die Mannschaften arbeiteten mit äußerster Anstrengung, denn wenn die Löscharbeit nicht gelang, so flog nicht nur das Schiff in die Luft, sondern auch die andern im Hafen liegenden Schiffe wären von einem furchtbaren Unheil ereilt worden. Das Gutachten des Seeamis ging dahin, daß die Ursache des Brandes nicht habe festgestellt werden kön nen, daß aber die Offiziere wie die Mannschaften im höch sten Maße ihre Schuldigkeit getan hätten, indem sie das brennende Schiff nicht verlassen und trotz unmittelbarer Lebensgefahr weiter gearbeitet hatten. Ihr Verhalten sei eine Zierde unserer Handelsflotte.
§ Die Affäre des Eisenacher Bürgermeisters Fewson wird noch einmal das Landgericht beschäftigen. Das Reichsgericht hat das Urteil des Landgerichts Eisenach vom 1. Mai d. J. aufgehoben, durch welches Jewson wegen Vergehens im Amte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Weimar verwiesen.
§ Die Mannheimer Betrugsprozesse haben dem Angeklagten Böhm wegen mehrfachen Betruges eine Gesamtstrafe von vier Jahren Gefängnis eingetragen. Sein Genosse Henninger wurde in der zweiten Hauptverhandlung freigesprochen. Gegen Böhm allein wurde außerdem noch ein Fall verhandelt, in dem er überführt wurde, als Vermögensverwalter der Gräfin v. La Rosée widerrechtlich 194 000 Mark für seine eigenen Zwecke verwandt zu haben.
§ Ein Rattenkönig von Meineidsprozessen scheint sich aus einem vor dem Magdeburger Kriegsgericht verhandelten Fall von Soldatenmißhandlungen entwickeln zu sollen. Im Prozeß gegen den Unteroffizier Koller hatten vier Gefreite und Gemeine unter ihrem Eide beschworen, nicht mißhandelt worden zu sein. Später widerriefen sie ihre erste Aussage und beschworen, fortwährend mißhandelt worden zu ſein. Sie hätten nur Furcht gehabt, die volle Wahrheit zu sagen! Da das Kriegsgericht jedoch die Argumente nicht anerkannte, wurden alle Vier aus der Kaserne weg verhaftet.
Nab und fern.
Die frühere Kronprinzessin von Sachsen hat den erst bor kurzem angenommenen Namen einer Gräfin v. Montignoso bereits wieder abgelegt. Sie führt jetzt den Titel einer Frau v. Baringen. Auch wird sie Schloß Ronno in Südfrankreich, das ihr bisher ein Asyl bot, verlassen und am nächsten Sonntag nach Basel reisen, wo sie von jetzt an ihren ständigen Aufenthalt nehmen wird.
Ein schwerer Unfall ereignete sich bei einer Zielübung ber 9. Kompagnie des Königsberger Fußartillerieregiments Nr. 2. Ein Mann schoß einen anderen, der die Hülsen uflas, in den Hinterkopf. Der Getroffene liegt hoffnungslos darnieder. Der unglückliche Schüßze hat sich den trau rigen Vorfall so zu Herzen genommen, daß er als geistesgestört in das Lazarett aufgenommen wurde.
LO Degeneration. Fünf junge Kosaken aus Transbaikalien, die durch die mangelhafte Entwickelung ihres Körpers ein hohes wissenschaftliches Interesse erregen, sind dieser Tage in der orthopädischen Abteilung des Petersburger Militärspitals eingetroffen. Es hat sich gezeigt, daß die aus Rußland nach Transbaikalien ausgewanderten Kosaten einem starken Entartungsprozeß unterworfen sind. Fast die Hälfte der heranwachsenden Generation( es befinden sich dort etwa 1000 Rosaken) weist vom Kopfe bis zum Gürtel einen normalen Körperbau auf; die Beine aber sind im Wachstum zurückgeblieben und sind selbst bei den Erwachsenen nicht größer als die Beine 13 bis 14 Jahre alter Knaben. Auch die Arme sind verkürzt, und die Hände und Zinaer enchen Kinderhänden und is.
* Schreckenstat einer Wahnsinnigen. Eine furchtbare Tragödie spielte sich in Berlin ab. In einem Wahnsinns. anfall erhängte die Schriftsezersfrau Anna Winterstein ihre drei Söhne im Alter von vier, sechs und sieben Jahren. Nach Vollführung der graufigen Tat stellte sie sich selbst der Behörde. Ihr Ehemann befindet sich zur Zeit in einer Lungenheilanstalt.
[ Der ausgeknobelte Gast.] Ein englisches Blatt tif seinen Lesern folgendes Geschichtchen auf, das sich angeb in Berlin zugetragen haben soll. Ein dortiger Kaufman war Stammgast eines dortigen Reſtaurants und gab d
Morgen
Kellner, dessen aufmerksame Bedienung ihm gefiel, stets uhr findet im
nobles Trinkgeld. Eines Tages bediente ihn ein anden Kellner. Wo ist denn Friz?" frug er erstaunt. Friz noch da," sagte der neue Kellner, aber er kann Sie ni bedienen. Ich habe gestern mit ihm gefnobelt, und wie all sein Geld verloren hatte, setzte er auf seine Gäste- ur ich hatte das Glück, Sie zu gewinnen! Neues Bier au
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rovinzial. att: 1. Antra
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fällig?" Die Anekdote ist eine Neuausgabe der bekannt euchelheim Erzählung von jenem Bettelmann, der, als er zum Sterbe Dirtschaft. 3. fam, ganz Deutschland seinen Söhnen und Schwiegersöhne einem jeden einen bestimmten Rayon zum Betteln anwie
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landstrichweise vererbte, d. h. in andere Fassung gekleide des Heinrich H
Das gelbe Fieber ist in Texas ausgebrochen und hat furzer Zeit gewaltige Verheerungen unter der Bevölkerun angerichtet. Es sind bisher 733 Erkrankungen gemel Zahl von Erkrankungen wird aus Laredo gemeldet. Vermischtes.
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[ Eine seltene Schiffsbesakung] landete in Brunsbütte foog der Dampfer Elsa". Er kam von der Weihnadt insel. Die Besatzung bestand aus 56 Mann Südsee- Inju nern, die vertragsmäßig nur bis zum Kanal fahren durfie Die dunklen Gesellen haben sich nach Aussage des Kap täns während der Reise gut gemacht. Auch hier zeigten sich äußerst ruhig und willig. Nur froren sie beständig. A IGine mittelalterliche Reminiszenzl bildet die feierlid Ueberbringung der sechs Martinigänse, die die israeliti Gemeinde der ungarischen Stadt Poszony, wie alljährli so auch diesmal am 11. November in der Wiener Hofbur überreichen ließ. Die Gänse sind die Versinnbildlichung de früheren Schußtributes, den die Poszonyer Juden an d Krone zahlen mußten. Von den mit Bändern in den unge rischen Nationalfarben geschmückten Tieren erhält der Kaija vier, der Thronfolger Erzherzog Ferdinand zwei.
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IDas besondere Kennzeichen. Auf einer Wiener lizeimache erscheint, so erzählt ein dortiges Blatt, eine Tränen aufgelöste Frau.„ Herr Kommissar," jammert mein Mann ist seit drei Tagen von Hause fort. Eben ein Brief gekommen, in dem er mitteilt, daß er sich er tränken wollte. Lassen Sie doch, bitte, den Strom nad der Leiche absuchen!" ,, Hatte der Verstorbene irgend einicht erlebt. besonderes Kennzeichen?" Ja, er war stumm!"
[ Teure Blumen.] Wie aus London gemeldet wird wurde dort eine einzige Orchideenpflanze mit 47 000 Francs berkauft. In Paris erzielte kürzlich eine Blume 12 500 weiter verkauft.
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[ Die neueste Arbeit für den internationalen Schieds gerichtshof soll nach einer Mitteilung des„ Gil Blas" ein Bermittelung zwischen dem jungen Kaiserreich der Sahara und der französischen Republik werden. Sie wird sich auf die bekannte Ausseßung der fünf französischen Matrosen* Der durch Lebaudy an der unwirtlichen afrikanischen Küste be onntag, den ziehen. Selbstverständlich lauert hinter der Meldung deit diesem At Gil Blas" der Schalt. Der arme Kaiser der Sahara mulche eine paff sich alle möglichen Anzapfungen und Verulkungen gefaller im Sinne Fried lassen.
[ Böses Omen.] Kurze Lebensdauer prophezeit die ,, Gazetta di Torino" dem neuen italienischen Kabinett. Sit beröffentlicht folgendes Buchstabenspiel mit den Namen der momentanen Minister:
L- U- ZZATTI
ROSA- N- O
TE- D- ESCO
G- IOLITTI
RON- C- HETTI
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M- IRABELLO O- RLANDO R- AVA ST- ELLUTI T- I- TTONI
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Die fetten untereinander stehenden Buchstaben ergebebstbäumen z die italienischen Worte undici morti, d. h. auf deutsch Mußhölze elf Tote. Der abergläubische Sinn der Staliener sieht in Funden in ei dem tragischen Ende Roſanows, der nicht nur den parlames Archiba
mentarischen, sondern auch den leiblichen Tod starb, die beste Bestätigung für diese Prophezeiung.
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der Ludwi in fremder G Erdete
im Brennpunkt des Interesses steht, hat einen nach europäischen Begriffen recht wunderlichen Betrieb. Der Zug hält auf Wunsch der Passagiere an jeder beliebigen Stelle es genügt ein Zeichen der„ Notleine", die man auf anderen Bahnen nur im Falle äußerster Gefahr benutzen darf. Der Zug führt so langsam, daß die Lokomotive mit einem Art Sporn die Heerden von Ochsen und Hammeln zerteilen ühe fonnt
kann, die friedlich auf den Geleisen weiden. Den guten Tieren geschieht dabei absolut nichts. Für alle diese An nehmlichkeiten muß natürlich der Reisende entsprechend zahlen: Bei einer Strecke von nur 72 Silometern kostet der Fahrpreis nicht weniger als 125 Francs. Es gibt nur eine einzige Klasse. Die Waggons sind sehr lang und an beiden Seiten offen. Taß jede Bequemlichkeit fehlt, ist selbst verständlich. Die Bahn wurde in den Jahren 1850 bis 1855 von den Ingenieuren Totten und Trautwin auf einem tiefen sumpfigen Terrain gebaut und kostete vielen chine sischen Kulis das Leben. Man sagt in Panama, daß unter jeder Schwelle des Bahngeleises ein chinesischer Arbeiter begraben liegt.
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Kleiner Irrtum. Backfisch: Da wirft man unstrümpfe,
Frauen immer unsere Eitelkeit vor, und nun höre ich, daß es beim Militär ertra Bußstunden gibt!" Höchste Zerstreutheit. Professor: Jetzt habe ich schon wieder mein Schnupftuch vergessen. Ich werde mir ' inal gleich einen Knoten hineinmachen!"
Nobel. Kunde:„ Drüben wird ja wieder ein neue großes Bankhaus eröffnet!" Buchhändler:„ Ja, feine Rcute; ein Strafgesetzbuch haben sie bestelt mit Goldschnitt!" Fortschritt. Sonntagsjäger( der das erstemal einen
wollene amerfannt bef
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Hund, danach einen Hammel geschossen):„ Na, wenigsten 99
habe ich diesmal schon etwas Genießbares getroffen!" Heiratsfähig. Ich glaube, unsere Sophie ist schon in dem Alter, wo sie sich verloben kann." „ Und woraus schließt du das?"" Sie fängt schon an, sich zu beklagen, daß sie nichts anzuziehen hat."
Brotprets.


