Nr. 136. Drittes Blatt.
bonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertels fährlich Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Bartenban, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Samstag, den 13. Juni 1903.
Gießener
12 Jabraang.
Insertionspret 0: Die einfpaltige Betitzelle für Gießen tote ganz Oberheffen, die Kreise Weglar unb Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 fg.
Postzeitungsliste No. 3269.
Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluk Kr, 362.
Neuelle Nachrichten
( Stehener Tageblatt)
Anabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.
Sigung der Stadtverordneten.
W. Gießen, 13. Juni 1903. Schluß des Verichts.
In einer längeren Eingabe bittet der Besizer des Kaiserhofes ihm zu gestatten, einen Teil des in der Schulstraße 6 Meter breiten Bürgersteiges entlang seines Etablissements zu Wirtschaftszwecken zu überlassen. Das Gesuch wird ge= nehmigt: Herr Harnickel fann einen Trottoirstreifen von 2 Meter breit gegen eine jährliche Abgabe von 20 Mart benußen. Die Inkrafttretung der Friedhofs- und Begräb, ordnung wird für den 1. Juli d. Is. beschlossen. E werden weiter zur Herstellung von 29 Einfassungsgräbern auf dem neuen Friedhof 1200 Marf verlangt und bewilligt. Stadt. Krumm erklärt Wert darauf zu legen, daß in der Deffentlichkeit festgestellt wird, daß er für die Gebühren ordrung in der Friedhofsangelegenheit nicht mit abgestimmt hat. Er set in jener Sigung nicht anwesend gewesen, troßdem habe die Presse( Gießener Anzeiger) ihn in jener Sigung eine schöne Rede reden lassen. Er würde wahr scheinlich mit den Gebührensäßen, die damals beschlossen. worden sind, nicht einverstanden gewesen sein und dagegen gestimmt haben, weil ihm dieselben zu hoch erscheinen. Stadtv. Kirch bemerkt dagegen, daß er sich erkundigt habe, daß nach dem neuen Tarif sich die Kosten von Beerdigungen nicht höher, sondern im Gegenteil eine Kleinigkeit geringer. stellen als seither.- Die Stadtv. Heichelheim und Air besonders der Lettere, sprechen ihre Befürchtung. aus daß es am 1 Jui mit der neuen Begräbnißordnung noch nicht so flappen wird, weil das Personal in die neuen Verhältnisse nicht eingeweiht sein wird. Der Oberbürgermeister giebt darüber beruhigende Erklärung ab un ber sichert, daß alles was nötig sei bereits angeordnet wäre.. Stadtv. Kirch bemerkt, er könne sich mit dem Gedanken nicht befreunden, daß dieselben Personen, welche mit Die Versammlung ist damit einverstanden, daß das Leichenfuhrwert wie bisher an Ed. Euler vergeben wird, der dies seither shon besorgt hat( Stellung von Gespann zum
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Leichenwagen).- Beigeordneter Heyligenstaedt tommt noch einmal auf die Ausführungen des Stadtv. Krumm zurück und bemerkt, daß er dagegen protestieren müsse wenn Krumm hier den Grundsatz ausspreche, daß ein Stadtverordneter sich nicht verantwortlich halte für das was in etner Sigung, in der er nicht anwesend gewesen ist, von der Mehrheit der Kollegen beschlossen wird. Würde dieser Grundsaß zur Geltung gelangen, so fönnte einer oder der andere von ihnen ja bet Gegenständen, über die zu beschließen ihm unangenehm ist, der betreffenden Sigung fern bleiben und damit die Verantwortlichkeit von sich abwälzen. Er wolle nur die andern Kollegen warnen vor dieser Ansicht. Die der Leiche sich zu befassen haben, auch mit den Angehörigen sich verständigen sollen über alle die Maßnahmen, welche eine Beerdigung eefordert. Hierzu sei ein ruhiger besonnener Mann nötig der den nötigen Taft besige mit den Leidtras. genden zu verhandeln, er dente dabei an den früheren Boten welcher die Beiträge für die Invaliditätstasse eingezogen hat, der damit wieder eine für ihn geeignete Tätigkeit, die. man ihm genommen, erhalte. Der Oberbürgermeister bleibt. dabei, daß das in Aussicht genommene Personal für das Beerdignugswesen genüge. Für Schwan würde sich eventuell eine andere B schäftigung finden. Beigeordneter Georgi wünscht daß min nach dem Inkrafttreten der neuen Begräbnisordnung und ehe sich die Bevölkerung an diese gewöhnt hat, besonders in der ersten Zeit mit der Verhängung von Strafen wegen etwaiger Verfehlungen recht nachsichtig vorgehen solle. Stadtv. Gafffy erklärt die neue Ord nung sei beschlossen, damit sie auch befolgt werde, würde man es anders wünschen, dann fordere man ja die Bevölkerung dazu auf, gegen die neue Ordnung zu verstoßen. Verantwortung für das was die Mehrheit beschließt, trägt jeder Stadtverordnete, auch wenn er der Verhandlung nicht beigewohnt hat. Stadtv. Krumm bemerkt daß er auf den ihm gemachten Vorwurf nicht antworten wolle. Jeder der ihn kenne, wisse daß er sich nicht fürchtet. Mau habe ihm in der Presse eine schöne Rede halten lassen, die er gar nicht hat halten können, weil er in jener Sizung überhaupt nicht anwesend war, und dagegen habe er sich GOTHAER
wehen wollen. Stadiv. Hanau b merkt, daß die betreffende Rede von ihm gehalten worden set und der Gießener Anzeiger den Kollegen Krumm statt ihn als Redner bezeichnet hat, er habe aber feine Veranlassung gehabt den Irrtum zu berichten. Die Bau- Deputation schlägt vor, die vorhandenen Grüfte unter dem Säulengang des neuen Friedhofes nicht wie beschlossen zu 2 Särgen, sondern nur von Säule zu Säule für 5-6 Särge zum Preise von 5000 Mt. als Erbbegräbnisse abzugeben. Hierüber entspinnt sich eine längere Debatte. Beigeordneter Georgi schlägt vor, diese Angelegenheit so zu fassen, daß auch die Möglichkeit bestehen Stadtv. bleibt, eine Gruft mit 2 Särgen abzugeben. Haubach weist darauf hin, daß sich dieses in manchen Fällen gar nicht ausführen läßt. Stadtv. Dr. Gaffky tritt für den Antrag der Bau- Deputation eir. Beigeordneter Georgi schlägt vor, die Zulassung von Grüften mit 2 Särgen von Fall zu Fall zu behandeln, er glaubt schwerlich, daß sich in Gießen viel Leute finden, welche für eine Ruhestätte 5000 Mt. ausgeben und erklärt offen, wenn die Versammlung heute noch einmal gefragt werden würde, dann würde sie schwerlich für diese kostspielige Anlage zu haben sein. Stadtv. Pirr und Loeber sprechen für den Antrag Georgi, der darauf angenommen wird. Verlegung des Stadtringgrabens von der Steinstraße bis zum Wolltor und die Umwandlung desselben in einen Regenwasserfanal wird von der Versammlung gutgeheißen. Nach dem Projekt wird die Leitung an der Seite der Häuserreihe entlang geführt. Der Oberbürgermeister berichtet kurz über die in Limburg s. 3t. gepflogenen Verhandlungen betr. die Lahnkanalisation und beschließt die Versammlung die Mitgliedschaft der Stadt Gießen bei dem Verein für die Lahnkanalisation durch einen Jahresbeitrag von 10 Mt. zu erwerben. Für die nachgesuchte Wirtschaftskonzessionen Gustav Stalizky( Erweiterung seines Betriebes auf den Bürgersteig der Blockstraße). Jakob Best- Bahnhofstraße ( Hohenzollern) wird die Bedürfnisfrage bejaht.
Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruceret, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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fich geiret hai, aber wer trägt daran die Echild? In der
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Sie
Bitten,
ieber
11och auf dem Gewissen. Die rauhe Stimme des Küfers Hammer aus seinem Brüten; gleichgift blickte er auf; in dem wollte er berhungern, dann hatte der Staat auch das wo er fordern durfte? immermehr!
weckte ihn
,, Recht
Weibe,
einem zanksüchtigen
Sie hatten die Schenke zum schwarzen
das keinen Frieden halten kann, so," nickte Jakob Stoll
Zähne zeigen, damit es Respekt bekommt
erreicht,
man die
ber Küfer warf einen prüfenden Baben" bas
auf
sieben
und fester jene merkwürdigen Gras erst nach
üppiger
Erscheinung
hung gebracht unerschiedenen Räumen und Sträuim Pflanzenleben mit den Außer diesen Ringbildungen wurde noch eine andere Heren in
Stellen Alberringe. Jahren wiedererscheint und zwar als früher. Darum heißen in Tirol


