Ausgabe 
12.12.1903 Erstes Blatt
 
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gegenseitige Abkanzelung der beiden Minister war nicht die leste Sensation dieses Tages: Kaum hatte Herr v. Podewils geendet, da erhob sich Graf Crailsheim, um zu erklären: Seine Erklärung habe keine Spite gegen die jetzige Regierung ent­halten, ebenso sei es mit dem zweiten Punkt bezüglich der Stellung Bayerns im Bundesrat. Er habe nicht gesagt, daß die gegenwärtige Regierung auf eine Majoristerung Preußens hinarbeite, sondern habe nur ironisch darauf hingewiesen, wie wenig Verständnis jene zeigen, die der bayerischen Regie­rung den Rat geben, ihre Politik auf die Majorisierung Preußens zu richten.

Der Ausschuß des deutschen Handelstages hat mit 17 gegen 16 Stimmen den Antrag auf völlige Abschaffung der Gerichtsferien abgelehnt, beschloß aber, zu beantragen, daß die Forderungsklagen aus Warenlieferungen zu Ferien­sachen erklärt werden. Diesem Antrage wird wahrscheinlich entsprochen werden.

Der Crimmitschauer Weberstreik wird allmählich das Schulbeispiel eines großen Ausstandes mit allen seinen Kon­sequenzen. Mehr als 2,5 Millionen Mark betragen die Streifkosten für die Arbeiter! Sechzehn Wochen dauert der Ausstand bisher, die wöchentliche Lohnsumme der betroffenen 80 Betriebe mit über 7500 Arbeitern beträgt 100 000 Mark. Während des Streits hat also die Crimmitschauer Arbeiter­schaft einen Lohnausfall von 1 600 000 Marf zu verze: hnen gchabt. Nimmt man hinzu, daß das Streiffomitee vier­zehn Wochen hindurch je 60 000 Mart und zwei Wochen je 75 000 Mart, also zusammen 990 000 Mark Unterstüßungs­gelder gezahlt hat, so hat der Crimmitschauer Streit bis jetzt rund 2590 000 Mark gekostet. Die Unternehmer erhalten von dem Fabrikantenverein jetzt wöchentlich im ganzen nur 10 000 Mark Unterſtüßung, es wird aber die Erhöhung der­selben auf das Doppelte angestrebt. Auch wird die Organi­sation der Textilindustrie Deutschlands zu einem großen Verbande beabsichtigt, dessen Hauptzweck die Schaffung eines gemeinsamen Streitfonds für die Arbeitgeber sein soll. An Unterstützung soll den Mitgliedern 30-40 Prozent ihrer Lohnsumme gewährt werden. Beide streitenden Teile sollten sich des Wortes erinnern, daß allzu scharf schartig macht.

Nach dem Vorgang von Köln hat sich in Leipzig ein Arbeitslosenversicherungsverein gebildet. Der Verein hatte sich an den Leipziger Rat mit der Bitte um eine Unter­stüßung gewandt, Die Leipziger Stadtverordneten haben in­dessen die Vorlage des Rates, dem Verein auf drei Jahre eine Unterstügung von jährlich 5000 Mark zu bewilligen, gegen 20 Stimmen abgelehnt und beschlossen, dem Verein lediglich die Geschäftsräume auf drei Jahre unentgeltlich zu überlassen. Ein Teil der Stadtverordneten vertrat die Anschauung, daß man den Arbeiter nicht vor dem Handwerker bevorzugen dürfe, ein anderer, daß der Versuch zu einem greifbaren Re­sultat nicht führen und Stückwerf bleiben werde, daß man vielmehr auf die obligatorische Versicherung durch das Reich hinarbeiten müsse.

Rufeland.

Es gährt bedenklich auf den russischen Universitäten. In Kiew, das der Herd der russischen Studentenunruhen zu sein scheint, ist es schon wieder zu Ruheſtörungen gekommen. Die Mehrzahl der Studenten veranstaltete eine stürmische Kund­gebung gegen den Rektor der Universität, dessen Rücktritt sie forderten. Zwischen ihnen und der Minderheit, die für Auf­rechterhaltung der Ordnung eintritt, fommt es täglich zu blutigen Prügeleien. Aehnliche Szenen werden aus der Stadt des Zaren selbst, aus Petersburg, gemeldet. Schön ist dies Treiben der Studenten ja nicht; einen praktischen Zweck hat es auch nicht. Aber es ist angesichts der russischen Mißwirtschaft auf allen Gebieten begreiflich.

Aften.

Gestern stand das ostasiatische Barometer auf Krieg, heute zeigt's wieder mehr auf Frieden. Ueber Paris kommt von gewöhnlich gut unterrichteter Seite die Nachricht, der Zar habe Vorschläge des Admirals Alexejew angenommen, von denen eine friedliche Beilegung des russisch- japanischen Konflikts erwartet werde.

Die englische Expedition nach Tibet und Lord Curzons Reise im Persischen Meerbusen erregen die öffent­fiche Meinung Rußlands in hohem Maße, und überall wird die Befürchtung laut, diese Ereignisse würden Englands ge­sunkenes Ansehen nicht nur wiederherstellen, sondern, der­maßen vergrößern, daß Rußland allen Grund erhalte, um seine Stellung in Asien besorgt zu sein. Inzwischen scheint die russische Regierung nicht müßig gewesen zu sein. Der chinesische Ministerresident in Tibet meldet, daß die Russen awei Forts in einer nicht genannten Gegend bauen und Vorbereitungen treffen, um der britischen Erpedition, die nach Tibet unterwegs ist, Widerstand zu bieten.

Spanien.

König Alfons hat seine erste Auslandsreise angetreten: Er ist bereits in Lissabon angekommen und mit großem Bomp empfangen worden. Politisch ist diese Reise be­deutungslos. Infolge des gerichtlichen Zeugenverhörs über den angeblichen Jagdunfall in Casa de Campo ist ein Haftbefehl gegen den des Mordes an dem Hirten verdächtigen Waldheger erlassen worden.

Nah und fern.

Das deutsche Haus auf der Weltausstellung von St. Louis wurde feierlich eingeweiht. An dem Feste nahmen der deutsche Konsul Dr. Rieloff, der Vizekonsul v. Reden, die amerikanischen Ausstellungsbehörden, die fremden Aus­stellungskommissare, sotnie die Bertreter der Presse und zahl­reiche hervorragende Bürger aus St. Louis teil.

Die Königin von England in Lebensgefahr. Die eng­lische Königin wäre im Schlosse zu Sandringham um ein Haar das Opfer eines Brandunglücks geworden. Das Feuer brach in dem über dem Schlafzimmer der Königin gelegenen Gemache aus, in welchem eine Hofdame schlief. Diese, durch den Rauch erweckt, eilte zur Königin, welche sofort das Zimmer verließ, dessen Decke furze Zeit später einstürzte. Als Ursache des Ausbruches des Feuers wird das Schmelzen des elktrischen Drahtes angesehen, durch welches ein Balken in Brand geriet.

Der Pariser Baron Adelsward, dessen Prozeß wegen Sittlichkeitsvergehen neulich mit seiner Verurteilung zu sechs Monaten Gefängnis geendet, hat jetzt aus Liebesgram seinem Leben ein Ende zu machen versucht und sich schwer berlegt. Er war nach der Verurteilung auf freien Fuß ge setzt worden und hatte sich nach Mülhausen begeben, um mit der Familie seiner früheren Braut wieder anzuknüpfen. Da seine Annäherungsversuche energisch zurückgewiesen wurden, griff er aus Verzweiflung zum Revolver.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 11. Dezember 1903. Zum dringlichen Antrag der Abgg. Molthan und Genossen, die Verordnung, das Verbot des Selbstdispensier­rechts der homöopathischen Aerzte betreffend, giebt Staats­minister Rothe eine Erklärung ab, in der die Gründe der Verzögerung der Regierungsantwort flargelegt werden und die Bereitwilligkeit erklärt wird, die fragliche Verordnung erst am 1. April statt am 1. Januar in Kraft treten zu lassen. Der Antrag wird an den Petitionsausschuß ver­wiesen.

Die Anfrage des Abg. Köhler, die den Studierenden an der Universität Gießen zustehenden Stipendien und etwaige anderen Wohlfahrtseinrichtungen betreffend, wird von Staatsminister Rothe dahin beantwortet, daß die Neu­ordnung des Stipendien wesens zur Zeit in Arbeit sei. In der Besprechung erklärt sich Abg. Köhler von der Antwort befriedigt.

Den Initiativantrag der Abgq. Möllinger und Genossen den Gesezentwurf, die Gewährleistung der Ver­zinsung der Schuldverschreibungen der Hessischen Landes­hypothekenbank betreffend, beantragt der Berichterstatter, Abg. Reinhart, anzunehmen. Die Abgg. Dr. Buff, Noad, Seelinger, Haas und Schönberger sprechen sich für den Ent­wurf aus, der dann gegen die Stimme des Abg. Sensfelder Annahme findet.

Die Anfrage des Abg. Molthan, betreffend Feuer­sicherheit der Warenhäuser, beantwortet Staatsminister Rothe dahin, daß gegenwärtig eine Verordnung über die Erzielung einer größeren Feuersicherheit in Bearbeitung sei. In der Besprechung erklären sich die Abgg. Molthan, Müller, Wolf, Ulrich und Häusel im wesentlichen von der Antwort befriedigt.

Der Initiativantrag der Abgg. Möllinger und Genossen, betreffend Gewährleistung der Verzinsung der Schuldver­schreibungen der hessischen Landeshypothekenbank, wird in zweiter Lesung debattelos angenommen.

Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte wird die nächste Sigung auf Samstag vormittags 9 Uhr anberaumt.

10. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. ( Schluß.)

5. Jahresberichte der Hessischen Handels. tammern. Die Kammer erklärte sich mit den von der Kommission hessischer Handelskammer aufgestellten Grundsäßen für die einheitliche Ausgestaltung der Jahresberichte der Hessischen Handelstammern einverstanden und wird diese Ein­teilung ihres Jahresberichtes für 1903 in Anwendung bringen.

6. Gewährung eines Reichszuschusses an die Deutsche Handelskammer in Brüssel. Die deutsche Handelskammer in Brüssel hat der Kammer mitge­teilt, daß sie nach fast 10 jährigem B stehen am 1. Januar 1904 ihre Tätigkeit einstellen müsse, wenn ihr nicht die mehrfach erbetene Reichsunterstüßung von jährlich 4-5000 Mart gewährt würde. Die Kammer beschloß, in Anbebracht der er­folgreichen Tätigkeit der deutschen Handelskammer in Brüssel auch ihrerseits dafür einzutreten, daß ihr die erbetene Reichs­unterstüßung gewährt wird.

7. Verkehr mit Geheim mitteln. Nach einem Beschlusse des Bundesrats ist der Verkehr mit gewissen Ge­heimmitteln und Arzneimitteln vom 1. Januar 1904 ab weitgehenden Beschränkungen unterworfen. Die Handels­ammer zu Rudolstadt hat den Bundesrat gebeten, die Infraftsegung dieses Beschlusses bis zum 1. Januar zu ver­schieben und die Verordnung dahin zu mildern, daß eine maßvolle Ankündigung und Empfehlung des in Frage fommenden Heilmittel auch fernerhin gestattet sein möge. Die Kammer beschloß, von der erbetenen Unterstüßung der Anträge der Handelskammer zu Rudolstadt abzusehen.

8. Fernsprech verbindung Gießen Frant­furt a. M. Von mehreren Firmen aus Gißen und Als­feld wurde darüber Klage geführt, daß die Fernsprechleitung zwischen Gießen und Frankfurt a. M. an manchen Stunden des Tages, namentlich während der Frankfurter Börsenzeit so überlastet sei, daß die Vermittelung von Gesprächen zwischen beiden Orten nur mit großen Verzögerungen er­folgen fönne. Die Kammer erkannte die Berechtigung der Beschwerden an und wird die Kaiserliche Ober- Postdirektion in Darmstadt um Abhilfe ersuchen.

g. Eingabe des Verbandes Deutscher Teigwaren Fabr an den Reichskanzler, betr. die Rechtsanlage und di zeiaufsicht im Verkehr mit Teigwaren; h. Von zuver Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zug über die Bedeutung der Dampffähre Gedsor- Warm für die deutsche Land- und Forstwirtschaft, den Ge verfehr mit Ungarn, Gelegenheit zum Absah landwir licher Geräte in Rußland, die Hausfebewegung enischen Börsen, den amerikanischen Tabaktrust, den deutscher Waren nach Cuba, den Ausbau der Nordka Guatemala, den Eisenbahnbau auf Formosa, sowi zweifelhafte Firmen in Deutschland, Budapest, La 8 London, Kardoff.

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Die Eingänge fönnen während der üblichen Geldi zeit im Sekretariate der Handelstammer eingesehen w

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Gießen, 12. Dezember 1903

* Der Präsident des Großherzoglichen Oberlan richts Wirfl. Geheimrat Conradi ist von Großherzog Lebenszeit zum Mitglied der Ersten Kammer

worden.

** Nach einer Mitteilung des Reichstagsabgeothe Rommerzienrat Heyligenstaedt- Gießen ist das seit lange vielfach unterstüßte Projekt zur Errichtung eines Uebuy plazes bei Rüddingshausen seitens der Militäre waltung fallen gelassen worden und zwar wegen der zu b Kosten."

2. Rel

** Die Anlagen musit in Gießen findet S Mittag 12 Uhr statt mit folgendem Programm: 1. Dute ture 3. Optte." Frau Luna" ven Linde. cêlêbre von Rubinstein. 3. Maritana- Walzer von Dellinge 4. Finale a. d. Op. Der Nordstern" von Meyerbeer.

** Die Vorschußtasse Grünberg ist im Mo Dezember an allen Wochentagen von 8-12 und 2-4 geöffnet. Am 31. Dezember ist die Kasse von mittags 1 Uhr ab geschlossen.

Friedberg, 9. Dez. Der Umbau unseres Rathau ist in der Hauptsache beendet. Im Dachstock sind recht ge räumige Zimmer eingerichtet worden, es werden darin ba Bolizeikommissariat und das Stadtbauamt untergebracht. Der Vorschuß- und Kreditverein erzielte im November ein Geschäftsüberschuß von 42 230 Mart, die Einnahmen& trugen 562 580 Mark die Ausgaben 522 250 Mart.

** Eine originelle Uhr hat Uhrmacher Juli Philipp, Bahnhofstr. 50( im Hause des Bankier Grün wald) ausgestellt, welche derselbe während seiner Gehilfen

selbst anfertigte. Dieselbe mit einer Zauberkünstler- f bringt unter dessen Bauberglocke jede Viertelstunde ande Gegenstände hervor. Dem Anfertiger giebt die Uhr N 8eugnis eines tüchtigen Fachmannes.

Geilshausen. Der Voranschlag unserer Gemein für das Jahr 1904/05 liegt vom 16. Dezember 1903 schließlich auf hiesiger Bürgermeisterei offen.

§ Romrod, 10. Dez. Schon seit Jahren bestand babie Abnutzung der Bücher sehr zurückgegangen war. Evid im Pfarrhause eine Leih- Bibliothek, welche aber durch de deshalb beabsichtigt, die Bibliothek wieder zu heben by einen Lefeverein zu gründen. Zu dem erwähnten Ba haben

und wird dessen Konstitution in ersten Tagen stattfinden bis iegt ca. 301 Personen ihren Beitritt e

Herbststürme haben in unseren Waldungen bedeute Aus dem Vogelsberg. 10. Dez. Die fürzl Schaden angerichtet. So wurden z. B. in der Gemat Die Wasserleitung der Gemeinde Stumpertenrod soll bis Schotten 7000 Festmeter Windfallholz dieser Tage verkauft Januar von dem Unternehmer Schmidt- Dueckborn vol sein und übergeben werden. Die Kosten belaufen sis Schulz erbaute Dampfmolterei ihren Betrieb begonnen. In Ilbeshausen hat die von m

etwa 38000 art.

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Odershausen, 11. Dez. Gestern ereignete fich in ein bedauerlicher Unfall. Die in der Scheune befchati Ehefrau eines hiesigen Einwohners glitt aus uno fiel hibe so unglücklich gegen eine dort stehende Bütte, daß sie m Anspruch genommen werden mußte. blutende Verlegungen davontrug, sodaß ärztliche Hil

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Postagentur sind auf die Beiten vom 9-12 Uhr vorm Wißmar. Die Schalterdienststunden der hi von 4-6 nachm. festgesetzt. Außerhalb dieser Stunden nur gewöhnliche Bafete und Einschreibebriefe gegen ein sondere Gebühr von 20 Pfg. angenommen. Boftanweis müssen innerhalb der Schalterdienstſtunden einge

werden.

dieser Stelle auf die beiden Sonntagsvorstellungen ** Stadttheater Gießen. Nochmals sei au wiesen. Nachmittags 3 Uhr als Fremdenvorstellung legten Male Maria von Magdala", abends 8 Pension Schöller" und" Flitterwochen". Während Nachmittagsvorstellung mit dem Heyse'schen Stück stimm vollen Gehalt und sehenswerte Ausstattung bietet, Gelegenheit gegeben herzlich zu lachen. der Abendvorstellung allen Freunden übermütigen Hu

9. Personenwagen III. Klasse in D- Zügen. Von den Reisenden wird es sehr oft als eine Belästigung des Verkehrs empfunden, daß auf der Strecke Frankfurt a. M. bis Bebra- Halle- Berlin nur D.Züge 1.- 2. Klasse ver­tehren. Dieser Mißstand macht sich besonders bei den D- Zügen 41 Frankfurt a. M.- Berlin und 42 Berlin- Frant­furt a. M. fühlbar, da diese Züge nicht nur für den Durch­gangsverkehr, sondern auch mangels passend laufender Schnell­züge für Einzelstrecken große Bedeutung haben. Die Kammer beschloß daher, bei der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. zu beantragen, daß die D- Züge 41 und 42 Personen­wagen 3. Klasse erhalten, ferner sollen die in Betracht fommenden übrigen Handelskammern zur Unterstützung ihres Standesamt- Nachrichten der Stadt Gieße

Antrages ersucht werden.

10. Eingänge: a. Statistik der deutschen Reichs­Post- und Telegraphenverwaltung für das Kalenderjahr 1902. b. Vorschläge zur Reform des gewerblichen Rechtsschußes, hsg. vom Deutschen Berein für den gewerblichen Rechtsschutz; c. Ratalog der Bibliotet der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin; d Jahresbericht des Verbandes Rheinhessischer Weinhändler für das 3. Vereinsjahr 1902/03; e. Denkschrift betr. die Wirkungen des Börsengefeßes und der durch das Reichsstempelgesetz vom 14. Juni 1900 eing führten Börsen­steuererhöhung, hrsg. vom Zentralverband des deutschen Bant- und Bantiergewerbes; f. Denkschrift, betr. den Ent­wurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag, hrsg. vom Berband der deutschen Hagelversicherungs- Aktiengesellschaften;

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Raummangels mußten wir einige Lofala

zurückstellen.

Aufgebotene.

3. Dez. Geschäftsführer Peter Aug. Dat in an furt a. M. mit Georgine Charlotte Christine Bill dab. 4. Dez. Lagerarbeit. Kaspar Baiz mit Karoline Droma hausen, beide dah. 5. Dez. Schreiber Hrch. Haas dah. Katharine Diehl, Frankfurt a. M.- 7. Dez. Schneider Hrch. Jat. Frey dah. mit Em lie Luise Liebegott, Offenbach. 7. Dez. Schußmann Joh. Sauer in Bielefeld mit Min Schramm dah. Sergeant Adam Becker dah. mit Kathar Vollhardt in Egelsbach. 8. Dez. Taglöhner F Sebastian Pauli in Nieder- Mörlen mit Anna Kling do 10. Dez. Sanitäts- Unteroffizier Heinrich Christoph Bues dah. mit Sophie Kling hierselbst.

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