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liche den Hofstaat und die Adjutantur des Königs und der königlichen Prinzen bildenden Herren mit zwei Aus­nahmen gehören dem evangelisch- lutherischen Bekenntnis an. Mit diesen Feststellungen dürfte den Behauptungen von dem Einflusse einer katholischen Hofpartei" ,,, fle­ritalisierender oder ultramontaner Mächte am tönig­lichen Hofe" und ähnlichen Haltlosigkeiten der Boden ent­zogen sein. Jedenfalls erfordert es die Wahrheit, auf das nachdrücklichste zu betonen, daß seit dem Regierungs­antritt des Königs Georg auch nicht eine einzige Regie­rungshandlung oder eine andere Tatsache vorliegt, die geeignet wäre, auch nur einen Schein für die Annahm zu rechtfertigen, daß König Georg weniger als sein Vorgänger auf dem Throne der Verpflichtung sich be­wußt sei, die ihm aus seiner Stellung in einem nahe­zu rein evangelisch- lutherischen Lande erwachse.

Wenn endlich die wieder und wieder zurückgewiesene Ueberlieferung von einer die Konfession des föniglichen Hauses betreffenden geheimen Festseßung auch bei dieser Gelegenheit verwertet worden ist, so wird die Versiche­rung genügen, daß den verantwortlichen Stellen von der Existenz einer solchen Klausel nichts befannt ist."

Diese Erklärung, die allerdings etwas verspätet tommt, wird sicherlich zur Beruhigung der Gemüter im Königreich Sachsen beitragen.

*

Eine neue Darstellung der Gründe der Flucht der Kronprinzessin tritt in Sachsen auf. Danach wäre die kronprinzessin niemals entflohen, wenn ihr Liebesverhältnis nicht von ihrer Oberhofmeisterin ent­deckt worden wäre. Die Oberhofmeisterin soll die Kron­prinzessin und Giron zufällig bei einer stürmischen Lizb­tosung überrascht haben. Die Oberhofmeisterin hatte zwar der Kronprinzessin erklärt, sie werde die Sache vorläufig für sich behalten. Der Argwohn, daß sie aber doch ge­legentlich das Geheimnis verraten werde, hat die Kron­prinzessin täglich mehr in eine furchtbare Angst vor der Blamage, vor Kloster und Irrenhaus versetzt, die schließ­lich zu ihrer Flucht geführt hat. Der toskanische Ja­milienrat hat beschlossen, dem Erzherzoge Leopold Fer­dinand eine Abfindungssumme von drei Millionen Stro­nen anzubieten gegen Unterzeichnung eines Reverses, in welchem er auf das Erbrecht an den Familiengütern des Hauses Toskana verzichtet.

Nab und fern.

* Internationate Denkmalsschändungen. Auf eine Art moralischer Infektion scheinen die Tentmalsschändun­gen zurückzuführen zu sein, die neuerdings in verschiedenen Städten verübt worden sind. Noch sahndet die Berliner Polizei auf die Verbrecher, die dort ihre Zerstörungsmut an verschiedenen Monumentalbauten ausgelassen haben, da werden schon wieder ähnliche Schandtaten aus anderen Orten gemeldet In Mailand wurde das Denkmal des Freiheitshelden Luziano Manara schwer beschädigt; meh­rere Figuren des Bronzereliefs sind verstümmelt. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Glücklicher dagegen war die ungarische Polizei; dieser ist es jetzt gelungen, den Missetäter zu verhaften, der kürzlich in Keßthely ein Denk­mal beschädigt hatte. Er will bei Begehung der Tat betrunken gewesen sein.

£ Selbstmord mittels Elektrizität. In Turin machte ein gewisser Jacojo Giordano seinem Leben in origineller Beise ein Ende. Er wand sich einen Draht um den rechten Arm und brachte ihn mit der Leitung der elek­trischen Stadtbeleuchtung in Verbindung. Kaum hatte der Selbstmörder die Verbindung hergestellt, als er wie vom Blizz getroffen tot zusammensant. Der elektrische Strom war ein so starker, daß der Körper fast ganz verbrannt wurde.

)-( der Betroleumbrand in Boryslaw, der zum zweiten Male innerhalb 6 Wochen an derselben Stelle wütete, hat diesmal ungeheure Dimensionen angenɔm­men. Das brennende Petroleum sprang bis zur Höhe von 50 Metern aus den Bohrlöchern empor. 33 Schächte und zahlreiche Wohnhäuser, die zwischen den Bohr demen standen, sind zerstört. Ein starker Wind vereitelte die Rettungsaktion. Umgekommen ist niemand, jedoch er­litten viele Menschen schwere Brandwunden. Eine Frau wurde vor Schrecken tobsüchtig. Beinahe zweihundert

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Dr. Rumseys Patient.

Roman von Dr. Halifax und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner. ( Nachdruck verboten.)

Er schwankte auf den alten Stuhl zu und ſank schwer in den­selben nieder. Wie oft hatte sein Vater hier gesessen und ge arbeitet! Sein Vater war ein gesunder Mann gewesen, gesund an Leib und Seele, den das Verhängnis der Audreys verschont hatte. Der Baron erinnerte sich iezt lebhaft an seinen Vater und alles, was dieser gethan und gesagt. Er gedachte seiner edlen, streng rechtlichen Grundsäße und seines ehrenhaften Lebens­wandels. Plötzlich sprang er hastig empor.

" Es hat feinen Zweck, noch länger zu schwanken!" rief er halblaut. Die Stunde ist gekommen, wo ich zu entscheiden habe! Ich muß der Thatsache ins Gesicht schauen! Herrgott im Himmel, hier stehe ich, ein Mensch, der einen armfeligen, winzigen Infeft, das hilflos zu feinen Füßen herumfriecht, wissentlich kein Leid zuzufügen im stande wäre und dieser Menich hat vor vielen Jahren in einem Augenblick wahnsinniger Leidenschaft einen Mord begangen- einen Menschen getötet! Der Mann griff mich an, ich feste mich zur Wehr. Ich hatte ja nicht die ge­ringste Absicht, ibu zu töten! Troß alledem beging ich den Mord. Nach der schauerlichen That sentte sich das furchtbare Ver hängnis unseres Geschlechts auf meinen Geist herab, und ich vergaß alles alles! Fünf Jahre lang wußte ich nichts von der begangenen That. Jetzt kommt die Grinnerung daran mit aller Macht zurück und fordert Sühne. Ich beging einen Mord und ein anderer büßt meine Schuld. Wenn ich der Stimme des Bösen in mir folge, werde ich zum Schurken. Der unschuldig Verurteilte ist zu weiteren Leiden verdammt, und seine Mutter, deren Herz schon gebrochen ist, wird sterben, bevor ihr Sohn die Freiheit wieder erlangt. Auf diese Weise morde ich also weitere zwei Leben hin. Niemand hegt gegen nich Verdacht- niemand wird je ahnen, welch' grauenhaftes Daicin ich führe. Ich fühle mich start genug, die That zu verheinlichen und mein Gewissen zu beschwichtigen. Vielleicht werden uns wieder Kinder geschenkt, die mich lieben, wie ich meinen Vater liebte, und Margarete wird zu mir aufschauen mit Liebe, Vertrauen und Hochachtung, wie meine geliebte Mutter zu meinem ehrenhaften Vater aufschaute. Und alle Welt wird Robert von Audrey als über jedes Unrecht erhaben betrachten. Meine Bächter und alle meine Intergebenen werden mich lieben, ich fann ihre Intereffen wahren und ihnen

burch das Feuer obdachlos gewordene Personen kampieren jammerad im Freien. Die Brandstätte mit rauchenden Trümmern bietet einen grauenhasten Anblick. Unter den ausgebrannten Petroleumschächten befindet sich der Aetna­schacht, der reichhaltigste, ergiebigste Eruptivschacht Vory3­lams, der, erst vor 6 Wochen erschlossen, täglich fünfzehn Zifternen lieferte. 1200 3isternen sind im ganzen ver­brannt. Der Schrecken unter der Bevölkerung, die sich kaum erst wieder beruhigt hatte, über diese neue schwere Heimsuchung ist grenzenlos.

D[ Schule und Jagdsport.] Ein eigenartiger Zwit ist zwischen den wohlhabenden Besitzern und dem Lehrer im Torse Vilmniß auf Rügen ausgebrochen. Der Lehrer hat seiner Pflicht gemäß die Schüler, die den linter­richt versäumen, um an Treibjagden teilzunehmen, auf die Schulversäumnisliste gelegt. Darauf haben sich die jagdliebenden Läter von ihm in Feindschaft zurück gezogen und wollen ihm fortan die Unterstützung beim Kirchenchor und Schülerausflügen verweigern.

[ Eine folgenschwere Rachlässigkeit.] Beim Erdbeben in Andischan war es dem Chef des dortigen Telegraphen­bureaus gelungen, aus dem vernichteten Amtsgebäude ei­nen Apparat zu retten. Er verband ihn mit der Leitung im Freien und telegraphierte hinaus, von welchem Un glück die Stadt betroffen worden sei. Man wollte jedoch seiner Meldung teinen Glauben schenken. Von der näch sten Station wurde in familiär- grobem Ton, wie er unter Telegraphisten öfter vorkommen soll, eine persönliche Ant­wort telegraphiert; sie lautete: ,, Sei kein Esel, mach die Linie frei, habe viel Masut zu pumpen."( Masut ist der Rückstand von Petroleum; die Redensart bedeutet in diesem Zusammenhange so viel wie ,, viel Schmiererei zu bewäl tigen".)

Alcine Gerichts- Chronit. Die Ehefrau des Dekono­men vom Tüsseldorfer sozialdemokratischen ,, Gewerkschafts­haus", Ludwig Schmidt, wurde von der Strafkammer ive­gen Nahrungsmittelfälschung zu 150 Mark Geldstrafe ver­urteilt. Die Frau hatte verspätet eingetroffenen Mittags­gästen Gemüse aus dem Abfallfasse, welches die Ueber­bleibsel des Mitagsmahles enthielt, vorgesezt.

[ Ein Erinnerungszeichen an den Besuch des Prin­zen Heinrich in Newyork] ist dieser Tage der ,, Newyorker Staatszeitung" überreicht worden. Es ist ein von 400 der bedeutendsten Zeitungen der Verein. Staaten gewid­metes Prachtalbum, ein greifbarer Dank für das große Bankett, welches die ,, Newyorfer Staatszeitung" am 26. Februar 1902 zu Ehren des Prinzen Heinrich im Hotel Waldorf- Astoria den Vertretern der Presse gab und bei welchem der Kaiser durch den Mund seines Bruders den ,, kommandierenden Generälen" der öffent­lichen Meinung seinen Gruß entbieten ließ. Die Kunst des Silberschmiedes, des Zeichners, des Photographen und des Buchbinders haben sich vereint, um im Sinne der Spender ein hervorragendes Kunstwerk zu schaffen. $[ Präsident Roosevelt als Floretsechter.] Washington wird berichtet: Die neueste Einrichtung im Aus Weißen Hause ist ein Fechtboden, auf dem die mann­hafte Kunst der Muskelentwickelung im engsten Kreise geübt wird. Präsident Roosevelt ist allen athletischen Uebungen, von der Bärenjagd bis zum Parforceritt und der Kunst der männlichen Selbstverteidigung mit dem Fausthandschuh, hold, und dieser Liebhaberei ist es zu­zuschreiben, daß er sich nun auch, da im Weißen Hause genügend Plaß durch die Entfernung der Bureaus ge= schaffen, ein Athletenzimmer hat einrichten lassen. Wäh­rend der Weihnachtsferien ist dasselbe eingeweiht worden. Präsident Roosevelt und sein Freund, General Wood, ha­ben sich brav im Schwerterkampie gemessen. Die Vor­stellung war freilich ein Privatissimum, bei welchem nur die unmittelbaren Familienmitglieder als Zuschauer zu­gegen waren. Als Schwerter wurden Holzstäbe benut, Sie in England wohlbekannten ,, Cudgels", mit welchen sowohl der Präsident wie General Wood vortrefflich um­zugehen verstehen. Aber das Parieren hat seine Schwie­rigkeit; und da bei der Uebung die Bandagen nur den Arm schüßen, und der den Kopf bedeckende Lederhelm nicht alle wohlgezielten Hiebe abwehrt, so hat auf beiden Sei­ten mancher Schmiß gesessen und die Beulen sind als Zeichen des mannhaften Fechtens zurückgeblieben. Als Folge dieser leicht sichtbaren Beulen kursierte dann jetzt in Washington das Gerücht, der Präsident habe bei einem Floretgefecht beinahe ein Auge eingebüßt.

Gutes zuwenden, wenn ich sie im Barlament vertrete. Ich werde also in jeder Hinsicht als ehrbarer, hochgeachteter Mann dastehen. Es ist freilich des Teufels Anteil aber dem Anschein nach das Leben eines Engels!"

er

Hier stockte der Baron in seinem leisen Selbstgespräch. Mir ist, als ob der Teufel selber mich auslache weiß, daß auch mein Leben einmal zu Ende geht und er mich dann sicher in den Krallen hat. Bis dahin- bis zu meinem Tode führe ich das Leben eines elenden Heuchlers. Was soll ich thin="

Gleichsam als Antwort auf diese in bitterster Verzweiflung hervorgestoßene Frage klopfte es abermals an die Thür. Audrey war heftig zusammengezückt, dann öffnete er und prallte er­schredt zurück, als er Margarete vor sich erblickte.

" Ich habe gar keine Zeit, Maggie, bitte, störe mich nicht", empfing er sie.

Statt jedoch zurückzukehren, trat seine Gattin über die Schwelle.

Du bist ia ganz allein", sagte sie, sich in dem großen, dunklen Raum umschend. Was thbust Du, Robert? Du siehst so müde und abgespannt aus. Wir sind schon mit dem Eſſen fertig. Qutel Wildenstein ist auch gekommen, er möchte Dich gern schen. Sie wundern sich alle, daß Du Dich garnicht bliden läßt. Willst Du nicht mit mir fommen?"

" Ich komme nachher. Erst muß ich reiflich über etwas nach­denken."

Die Baronin stellte sich so, daß sie das Antlitz ihres Gatten im vollen Lichte sehen konnte. Ein Etwas in seinen Augen berührte ihr Herz eigentümlich, und sie schlang zärtlich die Arme um seinen Hals.

Denke jezt nicht mehr nach, Liebling", bat sie sanft. Sich einmal, wenn Du auch iezt gesund bist, so darfst Du nicht ver­gessen, daß es eine Zeit gab, wo Du sehr, sehr frauf warst. Du haft noch nicht zu Mittag gegessen. Es ist wirklich nicht recht von Dir, daß Du so wenig auf Deine Gesundheit achtest. Kommi mit mir, Robert, ich bitte Dich."

Nein, nein, iegt nicht", enigegnete er. Ich muß erst mit mir über etwas einig werden, sonst finde ich doch keine Ruhe." Willst Du mir nicht anvertrauen, was Dich quält? Vielleicht fann ich Dir helfen."

Nein, lieber Schab, das fannst Du nicht, höchstens dadurch, daß Du mich jetzt verläßt."

Giessener Cagesnenigkeiten. ** Der Großherzog ist am 26. Dezember in Bom

Frust Challie jegt entgegennim ( 1) Milit der 13. Snfaren

bay eingetroffen und sogleich mit Sonderzug nach Delhi nachmittag 4 Uhr weitergefahren, welche Stadt er nach 36stündiger Eisen die febr gut befuch

bahnfahrt erreichen soll.

** Der Zweiten Rammer ließ der Abg. Leun folgende Anfrage zugehen: Ist der Großh. Regierung be fannt, daß seit wenigen Jahren fünf Arbeiter aus einem

find befonders herb Walzer von C. M Verdi, In

bon

Landftreicher" von

einzigen Orte auf Bahnhof Gießen überfahren wurden, fürmischen Beifall

movon trei sofort ihren Tod fanden und zwei zu Krüppeln wurden? Ist die Großh. Regierung bereit, Schritte zu

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thun, die eine größere Sicherung und Besserung der Ver- Glodengeläute muß

hältnisse herbeiführen?

** Tagesordnung für die Sigung der Stadt­

wollende Applaus

benn aus dem 12

verordneten Versammlung auf Donnerstag den ca. 18, gewiß ein

Stunden feines Hi

2. Desgl. foldem Erfolg nu

15. Januar 1902, nachmittags 4 Uhr. 1. Auslosung von Schult verschreibungen der Anleihe von 1896. von 1897. 3. Baug such Sch vieder für Ecke Marktplag und Schulstraße. 4. Baugesuch Pfaff für Ede Hillebrand­und Krednerstraße. 5. Baugesuch Pfaff für den Schiffen­bergerweg. Petroleumgesellschaft für die Frankfurterstraße. 7. Anbring. ung eines Schildes an dem Gitter am Schülersgarten. 8. Bürgersteig in der Marburgerstraße. 9. Anlage eines neuen

** Befizwech hofstraße Nr. 61 Konditor Ludwig

6. Baugesuch der Deutsch Amerikanischen Befizer Herr Eiferb

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Mart fäuflich erftar

** Berkehrsver Komitee die ihm i v. Je. übertragene

Friedhofs, hier: Einrichtung einer elektrischen Klingelleitung. heutiger Nummer

10. Anlage einer Hürde und eines Grabens auf dem alten Rödger Weg. 11. Rechnungsabschluß des Gas- und

Wasserwerks für 1901/2. 12. Ausdehnung der Ortswasser. in diesen Tagen di leitung in Quedborn. 13. Submissionsholzverkauf aus den welche beizutreten b

Gießener Stadtwaldungen fürs Wirtschaftsjahr 1902/3. 14. Vergebung von Unterhaltungsarbeiten an städtischen Ge­bäuden. 15. Festsetzung des durchschnittlichen Jahresarbeits­verdienstes der in land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter. 16. De Löhne der städtischen Tag­löhner. 17. Gesuch des Wirtes Friz Teigler um Erlaubnis zur Benußung städtischen Geländes und eines städtischen Brunnens. 18. Besetzung von Lehrer stellen. 19. Gesuch des Karl Döring zu Gießen um Erlaubnis zum Wirt­schaftsbetrieb im Hause Dammstraße 39.

fann. Im Interef fähig zu erhalten, dieser Stelle zu re in materieller Hin nüßige Werk zum giebigfter Weise in ** Die Beb den Arzt den Vater eines diefem sie Mittel zu Hinweis verweigert

Das

** Am 8. Januar d. J. wurde der ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der Landes- Uni- si der Besiz des D versität Gießen Dr. Albrecht Dieterich auf sein Nach­suchen mit Wirkung vom 1. April 1903 aus dem Staats. dienste entlassen.

** Kostenfreie Unterrichtsturse in Sprachen und Handelsn issenschaften sollen hier om Plage durch den Reformbildungsverein e. V. veranstaltet werden. Alle Diejenigen, welche sich für die Bildung der hiesigen Orts­gruppe interessieren und an den Freikursen teilnehmen wollen, mögen ihre Adresse an den Vorstand in Hamburg 30, Mansteinstraße 47 einsenden. Die Leitung der hiesigen Ortegruppe sell durch einen Verwaltungsrat geschehen, wozu sich gebildete Herren, Lehrer oder Kaufleute melden fönnen.

** Theaterverein. Nach längerer Pause, verur­saht durch Vechinderung der in Aussicht genommenen Gäste, veranstaltet der Theaterverein am Mittwoch, den 21. Januar wieder eine Vorstellung, die vorletzte im Haupt­abonnement. Zur Aufführung wird eine neue dreiaftige Komödie von Ludwig Thoma gelangen, Die Lokal­bahn", welche seit einigen Wochen an allen Bühnen Süddeutschlands mit großem Erfolge gegeben wird und die einen belustigenden Ausschnitt aus dem kleinstädtischen Leben bietet. Die Rolle des Bürgermeisters spielt Herr Krause vom Kgl. Hoftheater in Stuttgart. Vorher geht das schöne Stimmungsbild Herbst" von walter Schmidt­Häßler in Scene, in dem der genannte Gast ebenfalls die Hauptrolle spielt.

** Stadttheater. Die Schlierseer" beginnen ihr Gastspiel hier am Mittwoch den 14. d. Mts. mit dem dreiaftigen oberbayerischen Voltsstück mit Gesang und Tanz ,, 8' Glöckerl vom Birkenstein", welches für Gießen Novität ist. Zu den Aufführungen der Schlierseer" haben Abonnementsbillets teine Giltigkeit. Die ermäßigten Preise der Pläge stellen sich im Vorverkauf bei Herrn

,, Hat es etwas mit Deinen Abrechnungen zu thun?" fragte Margarete, auf den Stoß Papiere auf dem Schreibtisch deutend. Wenn ja, dann fönnte ich Dir gewiß helfen, ich habe Onkel früher so oft rechnen helfen."

Es hat nichts damit zu thun, es ist ein psychologisches Problem, Maggie."

Ach Robert, wie geheimnisvoll Du thust", bemerkte sie mit leisem Lächeln; als sie jedoch seinen Blicken begegnete, legte sich ihr eine bange Sorge aufs Herz.

Ich wünschte wirklich, Du ließest mich Dir beistehen."

Du fannst es nicht!" versezte er fast mwillig; denn der Ausdruck in ihrem schönen Antlig fügte nenen Schmerz zu seiner ohnehin übergroßen Qual. Ich möchte wirklich allein sein, Maggie, um nachzudenken. Wenn ich das Nätsel gelöst habe, komme ich, eher nicht."

" So sollen wir nicht auf Dich warten, Robert? Es ist schon neun Uhr vorbei."

Nein, gehe nur zu Bett, Maggie. Laß die Seitenthür offen, damit ich ins Haus fann."

Margarete näherte sich der Thür nur mit Widerstreben. Auf der Schwelle drehte sie sich nochmals um und sah ihrem Gatten voll ins Gesicht.

Ich sehe, daß Dich irgend etwas furchtbar quält, lieber Robert", bemerkte sie fauft. Ich bin überzeugt, daß Du stark genug bist, das rechte herauszufinden. Was Dich bedrückt, ahne ich nicht einmal. Wenn Du aber über ein moralisches Problem nachgrübelst, dann kann der Ausgang in nichts anderem bestehen, als in dem Siege des Guten über das Böse." Maggie, Maggie, Du machst mich wahnsinnig", rief er halblaut, als sie jich zum Gehen wandte. Seine Stimme war icdoch so heiser, daß sie seine Worte nicht hörte. Er lauschte ihren sich entfernenden Schritten, dann verschloß er die Thür abermals.

" Aus Dir sprach Gott und mein guter Engel", flüsterte er erschüttert wie im Gebet. Dann sant er stöhnend in den Stuhl und murmelte: Soll ich den Weg der Sünde einschlagen, so möge die Macht des Bösen mir Kraft verleihen-"

Kaum waren diese sündhaften Worte im Tone einer Be­schwörung aus seinem Munde gekommen, da störte ihn ein aber­maliges slopfen an der Thür aus seinen Gedanken und Mar­garetes Stimme rief:

Mach auf, Robert, ich bin es!"

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dem Entscheid des D Arzt sei gezwungen, likums Rechnung annehme, daß ein wolle, den Doktortite habe vor dem nich fonne sich daher le Erwerbung des Doft ärztlichen Kreisen di nommen werden, daß handle sich also um bedürftigen und dies? das Maß der zu se ungen mit in Betrach ** Die Realg in Frankfurt a. ( Obertertia) und führ ( Unterteriia) und 3

Aufnahme in die unt dingt, in welcher sich daß sie sich den Leh eignet hat. Das S Osterwoche. Die An zu erfolgen und werde Stadtschulrat Dr. W. im Schullofale, im T und Samstag 11-12

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Betr.: Die Aus

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Wir bringen hi die von den hiesigen 1. für Vermitt Herrschaft in

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Um jedem den S gejamten Bürgerschaf it der geringste Jah wobei jedoch erwarte gabe feiner Kräfte mi Wir bitten um Liften, welche in den näd Gießen, den 10 Ernst Baljer. Theo Jean Kirch. Anto