Aften.
Wie das Wetter im April, ändert sich die Lage in Ostafien von einem Tag zum anderen. Sie wird jetzt wieder als äußerst gespannt bezeichnet, weil Rußland mrit acht Schiffen vor Tichemulpe vor Anker gegangen ist und die Abficht ausgesprochen hat, 3000 Mann zu landen, um nach Soul zu marschieren, falls Korea nicht Rußlands Wünsche berücksichtige. Aus Port Arthur melden Telegramme, der Statthalter Admiral Alexejew habe seine Reise nach Petersburg aufgegeben, und zwar infolge des Ernstes der Lage in Ostasien. Die Bereinigten Staaten haben Japan deutlich zu verstehen gegeben, daß dieses Land im Falle eines Krieges mit Rußland von den Vereinigten Staaten keine UnterFitzung zu erwarten hat.
Hof und Gesellschaft.
Das Kaiserpa ar unternimmt täglich Spaziergänge in Begleitung seiner Kinder durch die Orangerie und durch Sanssouci. Des Kaisers Genesung schreitet, wie aus befter Quelle verlautet, vortrefflich vorwärts.
Der Großherzog von MecklenburgSchwerin hat sich in Gmunden mit der zweiten Tochter des Herzogs von Cumberland, Prinzessin Alexandra, verlobt. Die offizielle Bekanntmachung soll am 21. Dez. uber, dem Silberhochzeitstage des Herzogspaares, erfolgen.
Deer und flotte.
Eine nene Maschinengewehr- Abteilung soll am 1. Oftober beim 16. Armeekorps in Metz aufgestellt werden. Ebenso ist ein einmaliger Betrag von 150 000 Mark in den Etat zur Unterbringung dieser Abteilung in Metz eingestellt. Es handelt sich dabei um Ausstellung von Wohnbaracken aus Wellblech aus vorhandenen Beständen und um die Ausführung von Fachwerkbauten für Familienwohnungen und Wirtschaftsgebäude. In Elsaß- Lothringen werden alsdann fünf Maschinengewehr- Abteilungen stehen und zwar je eine in Kolmar, Schlettstadt und Metz, sowie zwei in Bitsch.
Unser ostasiatisches Expeditionskorps zählt jezt nach der Verringerung noch) 110 Offiziere, 19 Sanitätsoffiziere, 47 obere Beamte, 12 untere Beainte, 2374 Mannschaften und 1105 Pferde. Im September 1904 wird ein großer Teil der Mannschaften, deren Dienstverpflichtung zu Ende geht, abgelöst. Die der Besatzungsbrigade beigegebenen beiden Postsekretäre kehren nach vierjähriger Dienstzeit in die Heimat zurück, und es werden deshalb zwei Ersatzbeamte aus Deutschland entfendet.
Ein neues Gewehr soll nach Wiener Meldungen Aussicht haben, in die deutsche Armee eingeführt zu werden. Mannlicher, der Erfinder des gegenwärtigen österreichischen Armeegewehres weile in Berlin, um mit der deutschen Heeresverwaltung wegen der Annahme eines neuen automatischen Repetiergewehres zu verhandeln.
Befestigtes Lager. Wie zuverlässig verlautet, wird beabsichtigt, Mainz nach Niederlegung der jetzigen Festungswälle zu einem großen befestigten Lager umzugestalten, welches eine Außenbefestigung erhalten soll. Für diese Befestigung sind auf dem linken Rheinufer zwei neue Forts bei Zornheim und je ein Fort bei Elsheim und Bodenheim und auf dem rechten Ufer je ein Fort bei Wiesbaden und auf dem Petersberg bei Erbenheim vorgesehen.
Das schnellste Linienschiff der Welt ist, wie sich jetzt herausstellt, das neuerbaute chilenische Schlachtschiff„ Libertad", das in der letzten Woche von der englischen Admiralität aufgekauft worden ist. Der Panzer erreichte bei den Probefahrten eine Geschwindigkeit von 20,17 Knoten. Außerdem sollen die Schießversuche des Schiffes außerordentlich günstige Resultate ergeben haben, so daß die englische Regierung einen vorzüglichen Kauf getan hat.
Nah und fern.
A Die europäische Fahrplankonferenz wurde gestern geschlossen. Aberds vorher fard ein Festmahl statt, bei dem die Staatsoberhäupter der Teilnehmer an der Konferenz als Beschüßer des Friedens gefeiert wurden. Der Haupterfolg der Konferenz ist die erhebliche Verbesserung der Verbindungen von ganz Deutschland mit dem Engadin.
Italienisches Räuberstückchen. Ein reicher Mailänder namens Beretta hatte ein ebenso gefährliches wie eigenartiges Abenteuer zu bestehen. Er befand sich an einer der letzten Abende in der Villa des Sportsmans Vecchio. Plötzlich wurde er von Vecchio und dessen Diener Mapelli gefesselt, gefnebelt und unter Bedrohung mit dem Revolver gezwungen, Briefe an Verwandte zu schreiben, worin er mitteilt, daß er sich infolge eines amerikanischen Duells dos Leben nehme. Ferner mußte er drei Wechsel auf 10 000 Lire zu Gunsten Vecchios unterschreiben und ein Testament aufsetzen, worin er Vecchio ein Drittel seines Vermögens vermachte. Vecchio verließ dann seine Villa, nachdem er Mapelli befohlen hatte, Beretta in der Badewanne zu ertränken und die Leiche zu verbergen. Mapelli ließ aber aus Mitleid Beretta frei. Mapelli wurde berhaftet, Vecchio soll über Genua nach Amerika entflohen sein.
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Zwei Eisenbahnunfälle auf deutschen Strecken werden gemeldet. Bei Büchenbeuren entgleisten infolge Schienen. bruches die Maschine und zwei Wagen eines Personenzuges. Zwei Passagiere wurden leicht verlegt, ein Postschaffner erlitt einen Armbruch. Zwischen Stolno und Kulm wurde auf einem Chausseeübergang ein Fuhrwerk vom Zuge über fahren. Von den Insassen wurde der Besizer Frankiewicz aus Papau( Kreis Culm) und dessen Vater leicht, die Mutter des Frankiewicz dagegen schwer verletzt. Die Verletzten sind im Krankenhause au Culm untergebracht worden.
Flüchtiger Erpresser. Der Führer der Sozialdemo traten in Schleswig, Blumstock, der die letzten Reichs- und Landtagswahlen leitete, ist nach Verübung zahlreicher Schwin deleien aus Kiel verschwunden. Schon vor einigen Jahren trat ein Vorkommnis ein, das die Stellung Blumstods erschütterte: bei einem in seiner Wohnung ausgebrochenen Feuer sollen nach seiner Angabe 600 Mark, die dem Lederarbeiterverband gehörten, verbrannt sein. Er erwarb sich indes bald das Vertrauen der Genossen wieder und die Parteileitung stügte ihn. Der Verschwundene hot seine Vertrauensstellung arg mißbraucht. Unter dem Vorgeben, daß die Parteifasse der Sozialdemokraten fein Geld habe, brandschazte er bürgerliche Geschäftsleute, die eine ſtarfe Arbeiterfundschaft hatten, und erpreẞte ihnen ansehnliche Summen. Kurz vor seiner Flucht verschaffte sich Blumstod im Namen der Partei 800 Mart; seine geringen Habjeligkeiten wurden beschlagnahmt.
† Ein Rabenvater. In Prizwalk wurde eine grausige Tal entdeckt. Der Arbeiter Brümmer wurde unter dem dringen den Verdacht verhaftet, seine beiden Kinder ermordet zu haben, und legte auch nach kurzem Leugnen ein Geständnis ab. Die zerstückelten Leichname wurden im Walde ver graben aufgefunden. Brümmer, der mit seiner Frau ein Vagabondenleben führt, gab als Beweggrund für die Tat an, daß die Kinder ihnen auf ihren Wanderfahrten lästig gewesen wären.
Bunte Chronik. Gelegentlich der Gewerbegerichtswahlen tam es in Köln- Deuß zu großen Tumulten. Die Menge stürmte das Wahlbureau und mußte durch die Polizei ge= waltsam zurüdgetrieben werden.
-In Berlin stürzte sich die 23jährige Frau des Briefträgers Lauenburg mit ihrem kleinen Kinde in einem Anfall von Geistesstörung aus dem Fenster. Mutter und Kind waren sofort tot.
Der langgesuchte Wilderer Trempler wurde bei Norvawes- Neuendorf verhaftet.
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Der Logger Clara" der Emdener Neptun FischereiGesellschaft ist mit 14 Mann Besatzung in der Nordsee unter
aeaangen.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 10. Dezember 1903.
Erster Präsident Haas eröffnet die Sißung um 9 Uhr 25 Minuten. Die Wahl der Abg. Dr. Buff und Müller wird debattelos für gültig erklärt. Eine Anzahl zur vorläufigen Beratung in Gemäßheit des Artikels 33 und 35 der Geschäftsordnung stehender Gegenstände wird zumeist an die zuständigen Ausschüsse verwiesen.
Die Regierungsvorlage, betreffend Gefeßentwurf über die Ruhegehaltsverhältnisse und die Versorgung der Hinterbliebenen der im Hessisch Preußischen Gemeinschaftsdienst vom 26. März 1897 betreffend, wird angenommen.
Der Antrag der Abg. Korell und Brauer, betr. Diäten und Gebühren der Staatsbeamten, der nur Baraus lagen ersetzt haben will, ruft eine längere Erörterung hervor, in der außer den Antragstellern Abg. Weidner für den Antrag eintritt. Staatsminister Rothe, Geh. Staatsrat Krug von Nidda und Abg. Dr. Gutfleisch halten die angestrebte Regelung nicht für angängig. Schließlich wird auf Antrag des Abg. Ulrich Rückverweisung an den Ausschuß beschlossen.
Der Antrag der Abg. Korell und Genossen, Einrichtung genossenschaftlicher Hengsthaltungen betreffend, ruft eine längere Erörterung hervor. Der Ausschußantrag, nach dem die Großh. Regierung der Sache näher zu treten ersucht werden soll, findet gegen eine Stimme Annahme.
Der Antrag des Abg. Ripper, wonach bei Pferdemärkten, wo Staatsgelder verwendet werden, nur Pferde von Züchtern prämiiert werden sollen, wird für erledigt erklärt, nachdem Abg. Ripper sich von der Regierungsantwort befriedigt erklärt hat.
Der Antrag des Abg. Leun, betreffend die Gebühren für die Fortführung der bisherigen Grundbücher, wird nach längerer Erörterung an den Ausschuß zurückgewiesen, damit derselbe in Verbindung mit dem Antrag Möllinger, betreffend das Institut der Kreisgeometer, nochmals beraten werden kann.
Hierauf tritt Vertagung auf Freitag vormittag 9 Uhr ein, nachdem der Präsident einen dringlichen Antrag von Abg. Molthan und 39 Genossen verlesen hat, die Großh. Regierung zu ersuchen, die Einführung des Verbots des Selbstdispensierrechts der homöopathischen Aerzte so lange zu verschieben bis die diesbezügliche Eingabe der homöopathischen Aerzte zur Verhandlung gekommen sei.
10. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
Protokoll Auszug.
Gießen, den 9. Dezember 1903. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsißender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grünewald, Hoos, Ihring, Kaz, Moll, Röhr, Schirmer, Schmall, Steinecke, Wallach, Zurbuch, sowie der Syndifus Dr. Knipper und Assessor Dr. Köppe.
1. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsißende des D ah inscheidens des Herrn Fabrikanten C. Klingspor Gießen und hob in warmen, anerkennenden Worten die großen Verdienste hervor, die sich der Verstorbene während seiner langjährigen Mitgliedschaft zur Handelskammer um die Förderung von Handel und Industrie erworben hat. Die Handelskammer hat dem Hinterbliebenen ihre Teilnahme ausgesprochen und durch ihren Vorsißenden an dem Grabe des Verblichenen einen Kranz niederlegen laffen.
2. Aus dem Geschäftsbericht ist Folgendes mitzuteilen: a. der Deutsche Handelstag hatte die Kammer um Mitteilung der in ihrem Bezirke etwa erlassenen polizeilichen Bestimmungen ersucht, die für Waren und Kaufhäuser die Ausnußung der Gebäude für Verkaufsräume auf gewisse Stockwerte beschränken. Auf Grund der angestellten Ermittelungen wurde dem Deutschen Handelstage mitgeteilt, daß bis jeßt derartige Anordnungen im hiesiger Bezirk nicht ergangen sind. b. Das Großh. Bolizeiamt zu Gießen wurde ersucht, im Interesse des taufenden Publikums und des Detailhandels im Jahre 1904 vor Weihnachten wieder 14 Ausnahmetage zu gewähren und ihm anheimgestellt, soweit es nötig erscheine, vor Ostern und Pfingsten je einen Ausnahmetag weniger als im laufenden Jahre zu bewilligen. c. Mehrere Besitzer von Acetylengas- Anlagen hatten die Kammer ersucht, dafür einzutreten, daß der im neuen deutschen Zolltarif vorgesehene Zoll von 4 Mf. pro Dz. für Kalfiumkarbid bei den Handelsvertragsverhandlungen mit der Schweiz fallen gelassen werde. Die Handelskammer hat diesem Ersuchen entsprochen, nachdem sie sich überzeugt hatte, daß die hiesigen Acetylenanlagen auf den Bezug schweizerischen Karbids angewiesen sind und daß die Beibehaltung des vorgesehenen
Bollsages die Acetylengasbeleuchtung zu Gunsten ander Beleuchtungsmittel verdrängen wird, und somit auch die Teutsole Karb dindustrie von dem Bolle feinen Vorteil haben dürf d) Bei dem Kaiserlichen Patentamt hat die Komm beantragt, der Patentschriften auslegestelle bei br Universitätsbibliothek in Gießen noch einige weite Klassen aus dem Gebiete der chemischen Industrie, di Gesundheitspflege und verwandten Gebieten zu überweise
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3. Berichterstattung über die Sigung des Bezirks Eisenbahnrats Frankfurt a. M. vod 25. Nov. 1903: Der Vertreter der Kammer im Bezirk Eisenbahnrat, Herr Kommerztenrat Koch, berichtete, daß die beantragten Ermäßigungen von Steinsalzfrachten von mittel deutschen Versandstationen, einschließlich Freden und Bolpri hausen nach Belgien, sowie die Ausdehnung der ermäßigten 25 jähriger Steinsalzfrachten von mitteldeutschen Versandstationen now Süd- und Westdeutschland auf die Werke in Freden und Volpriehausen befürwortet worden. Ferner habe sich der Bezirkseisenbahnrat dahin ausgesprochen, das für Tier sendungen im Bereich der ehemaligen Hessischen Ludwigsbah und des Preußisch- Hessischen Teiles der Main- Neckar- Bahn die allgemein geltenden preußischen Abfertigungsgebühren eingeführt werden sollen. Ein weiterer Antrag auf Neueinstellung von Behntonnenwagen an Stelle der durch Abnußung unbrauchbar gewordenen alten Zehntonnenwagen wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt.
4. Entwurf eines Reichsgefeßes betr. ben Versicherungsvertrag: die zur Vorbereitung des Entwurfs eingesetzte Kommission der Handelskammer hatte eine Reihe von Abänderungen vorgeschlagen, die auch die Zustimmung der Vollversammlung fanden. Es wurde be schlossen, die Abänderungsanträge dem deutschen Handelstage zu übermitteln. ( Schluß folat.)
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Lokales. Gießen 11. Dezember 1903.
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Der Großherzog wird, entgegen einer früheren Mitteilung, die Weihnachtstage nicht in Kiel beim Prinzen Heinrich von Preußen, sondern in Darmstadt zubringen. Die Erste Kammer der Stände wird an Freitag, 18. Dezember, zu einer Sigung zusammen treten. ** Eine Schülervorstellung von Goethe's Geschwister" und Schillers Wallensteins Lager fand am Mittwoch im Gießener Stadttheater statt. Dai ganze 1. und 2. Parket, die Gallerie und die oberen Logen waren von Schülern und Schülerinnen der oberen Klassen der Gießener Volksschulen beseßt, denen ein Kinder freund die ca. 350 Enlaßkarten gestiftet hatte. Dar Sperrsit war von Schülern der höheren Lehranstalten und einzelnen Erwachsenen eingenommen. Die Aufmerksamkeil mit der das jugendliche Auditorium der Vorstellung folgte, ist der Direktion wohl ein Sporn zur baldigen Veranstaltung einer weiteren Schülervorstellung.
RP Wechsel auf Brukhausen und Maryloh werden von jeßt ab von der Reichsbank angekauft. Dieselben sind an die Reichsbanknebenstelle zu girieren.
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** Universität Gießen. Die Zahl der Str dierenden beträgt in diesem Sem ster 1071, davon sind 662 Hessen, 261 Preußen, 47 Bayern, 26 Russ n und 17 Badenser. Es studieren: 69 Theologie, 178 Rechtswisse schaft, 173 Medizin, 156 Tierheilkunde, 8 Zahnheilkunde, 36 Philosophie, 3 Pädagogif, 101 Mathematik, 62 Natur wissenschaft, 70 Chemie, 18 Pharmazie, 54 Forstwissenschaft 6 Geschichte, 48 Klass. Philogie, 89 Neuere Philologie. X Die Stelle des Bezirks kassiers der Bezirk fasse Gießen II ist durch Todesfall erledigt.
* Der neugegründete Verein ehemaliger Jägt und Schüßen von Gießen und Umgebung erläßt alle ehemaligen Jäger und Schüßen die kameradschaftlig Aufforderung, sich dem Verein anzuschließen. Die Zusamme fünfte finden jeden Samstag abend 9 Uhr im Hotel Resta rant Buschmann statt.
**" 8apfenstreich", das neue Drama von Beyz= lein, das am Dienstag, den 15. Dezember im Thaterverein zur Aufführung gelangt, ist nun auch vo Hoftheater in Darmstadt angenommen worden und wird dom am 28. Dezember gegeben werden.
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Stadtheater Gießen. Für die 3. Fremdenbo stellung am Sonntag d. 13. Dez. Nachmittag 3% in b Heyses Maria von Magdala" zu lezten Aufführung, gelar macht sich lebhafter Interesse geltend. Alle Interessenta sind daher nochmals auf diese interessante Aufführung au merksam gemacht. Sonntag Abend gelangt auf vielseitig Verlangen Pension Schöller" nochmals zur Aufführu Die Poffe erregte bei der Aufführung neulich geraden Heiterfeits- Stürme. Vorauf geht der Euvater Flitterwocher von Direktor Hermann Steingoetter, der bei der Premic ebensfalls allgemein angesprochen hat.
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* Verkehrsverein Gießen. Der engere Aussch welcher die Geschäfte des Vereins zu führen hat, bericht in der Sizung, welche am Mittwoch Abend im Hotel V toria" stattgefunden, über die anfänglich in Aussicht se nommene Herstellung eines Reklame- Plakates mit Ansichten schöner Partien von Gießen und Umgebung. Die Kosten einer kunstvollendeten, wirkenden Plakatreklame und deren Verbreitung belaufen sich nach den vorliegenden Berechnungen auf 3-4000 Mt. und da die Mittel des Vereins dazu ni hinreichen, hat der Vorstand beschlossen, die Herstellung eines Plakates vorerst zu unterlassen, dagegen aber, einen Führer durch Gießen mit künstlerisch ausgeführten Fäustrati onen herauszugeben. Um die Mittel des Vereins für ein spätere umfassendere Propaganda im Interesse der Hebun des Fremdenverkehrs in unserer Stadt zu sparen, wurde le schlossen, den Führer, welcher in Form und Ausstattung d vornehmes Album gedacht ist, mit Inserate zu versehen, dadurch den größten Teil der Herstellungskosten zu decken Der Text des Führers ist bereits vom Dr. Eoel in bishe noch nicht vorhandener Uebersichtlichkeit verfaßt. Der Ber
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