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Brofpette
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Nr. 160.
Zweites Blatt.
boguementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., w's Saus gebracht 60 fg., durch die Poft bezogen viertels fährlich Mr. 1.50.
Brattabellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Oberbeffifche Beitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Sabbak, fowie bie Ciebener Geifenblasen( whentlich). Das Blatt widhet an allen Marttagen nadmitego.
Samstag, den 11. Juli 1903
Gießener
12. Jahrgang.
Jufertionsprei 8 Die einfaltige Betibetler Steffen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weblar unb Marburg 10 fe fonft 15 Bfg.: Reklamen die Betttzelle 30 resp. 40 ig.
Postzeitungsliste No. 3900.
Rebettion und Expedition: Gießen Nennweg 38. Fernsprechenfinf As, S.
Neuelle Nachrichten
( iefoner Tageblatt)
Unabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen.
Vermischtes.
(!)[ Das Nachtigallpärchen des Riesengebirges.] Das Riesengebirge hat einen erwünschten Zuwachs seiner Faunc zu verzeichnen: ein Nachtigallenpärchen mit vier Jungen Bisher fehlte nämlich sonderbarerweise der„ liebliche Sänger der Nacht" gänzlich im Gebiete Rübezahls, und alle Versuche, ihn einzub. Jern, schlugen fehl. Jetzt endlich hat sich in der nahe bei Reichenberg belegenen Ortschaft Labendorf ein Nachtigallenpärchen eingenistet und eine Nachkommenschaft von vier Jungen großgezogen. Hoffentlich kehren diese im Niesengebirge geborenen Sängerinnen nächstes Frühjahr zu ihrer Geburtsstätte zurück, um sich von dort aus weiter zu verbreiten.
+[ Knusperchen] soll nach dem endgiltigen Ergebnis eines Wettbewerbes das beste deutsche Wort für Cakes" sein. Wie erinnerlich, hatte eine Bielefelder Firma einen Preis von 1000 Mark für die beste Verdeutschung jenes englischen Wortes ausgeschrieben. 15 349 Personen haben sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Preisrichter entschieden sich in ihrer Mehrheit für„ Knusperchen“. Da nun 102 Personen dieses Wort eingesandt haben, so erhält jeder Einsender sage, schreibe 9,80 Mark. Bleibt nur noch übrig, daß nusperchen" sich jetzt auch wirklich einbürgert.
:::[ Blutwurst und Bibel.] Wie ein süddeutsches Blatt mitteilt, versandte ein Mülheimer Fleischermeister an mehrere
2Portionen vorzüglicher Suppe
ERBSWURST
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MAGGI's
Wunden folgende Postkarte:„ Ich bitte freundlichst zu ent schuldigen, daß ich keine Blutwurst mitgeschickt habe. Ich mache solche seit Februar des Jahres nicht mehr, und zwar auf Grund von 1. Mose 9. 4. und Apstlg. 15, 20. 29. VerJaß selbiges auf der Postpaketadresse zu bemerken. Halte mich bestens empfohlen für die Zukunft." Alle diese Stellen handeln, wie man beim Nachlesen sehen wird, von Vorschriften, sich des Blutes zu enthalten. Für einen Fleischerneister ist eine derartige Wirkung des Bibelstudiums aber recht seltsam.
Das Beste aus den Wizzblättern. Aus der Schule Lehrer:„ Nun, Karlchen, kannst du mir sagen, was Gott dem Noah nach der Sintflut fandte?" Karlchen( schweigt).- Zehrer( darauf helfend):„ Einen Regen" Karlchen ( schnell einfallend):- einen Regenschirm, Herr Lehrer."
Unter Kollegen. Ich habe meine tierärzthu Praxis aufgegeben."„ Na, da könnten Sie jest ja aud dem Tierschutzverein beitreten."
Seines Vaters Sohn. Frau Rechtsanwalt „ Hans, stiehlst du schon wieder Pralinees! Dafür sollst di jetzt ordentliche Schläge haben." Der kleine Hans:„ Bitte, Mama, mich erst auf meinen Geisteszustand untersuchen zu lassen!"
Vorwurs. Erster Kleinstädter:„ Ich beabsichtige mir ein Automobil zu faufen." 3weiter Kleinstädtec
in
mit der
„ Aber ich bitte dich, unser Städtchen hat doch schon so wenic Einwohner!"
Lakonisch. Gerichtsvollzieher:„ Ich habe die Ehre." Student:„ Ich auch; sonst habe ich aber nichts." ( Megg. H. Bl.)
Durch die Blume. Assessor:„ Wie hast du der fleinen Komtesse eigentlich deine Liebe zu verstehen gegeben?' Leutnant:„ Höchst einfach: Gab ihr eine Orafelblume, ar der ich alle Blätter abgezupft hatte bis auf eines!"
- Vernichtende Kritik.„ Nun, Herr Lirektor vas sagen Sie zu mentem Sensationsstück mit der Automobil katastrophe am Schluß, vei welcher sämtliche Personen um kommen?"--„ Hm, fönnien Sie die Katastrophe nicht ir den Beginn der ersten Szene verlegen?"
- Ablehnung. Rund( nachts im Bett):„ Du, ei hat ans Fenster geklopf:!"- Spund:„ Schon gut, es wa ein Vogel! Schlesen wir nur weiter- Geldbrieftauber gibt's ja noch nicht!"
Empfindlich. Arzt( zu dent von ihm unter juchten Patienten):„ Hm, hm, Sie gefallen mir gar nicht!' Bauer( höhnisch):„ Geh?! Nacha such' dir halt an schöner'n Patienten!" Kommen Sie ga - ,,, doch, ers ( Jl. BI.)
Angenehmer Verkehr. nicht mehr mit Herrn Huber zusammen?" jestern habe ich ihn überadell!"
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Meiner verehrlichen hiesigen und auswärtigen Kundschaft hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich die von meinem verstorbenen Manne seit 1873 unter der Firma Ludwig
Schmitt betriebene
meinem Sohne Wilhelm übertragen habe.
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Indem ich für das meinem verstorbenem Manne, sowie auch mir in so reichem Maße geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Sohn übertragen Hochachtungsvoll
Ludwig Schmitt Witwe.
Bezugnehmend auf Obiges bringe ich zur gefälligen Kenntnisnahme, daß ich die von meinem verstorbenen Vater seit Jahren betriebene
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zu wollen.
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Inhaber: Wilhelm Schmitt, Glasermeister.
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