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** Jeber Banbbriefträger führt, so schreibt uns die Bostbirektion, auf seinem Bestellgange ein Annahmebuch mit sich, in welches er die von ihm angenommenen Sendungen mit Wertangabe, Einschreibsendungen, Bostanweisungen, gewöhnliche Backete und Nachnahmesendungen einzutragen hat. Gleiche Annahmebücher werden auch von den Inhabern der an fleineren Landorten errichteten Posthülfsstellen geführt. Ta dem Absender das Recht eingeräumt ist, die Eintragungen selbst vorzunehmen, so fann ihm, um sich bor Weiterungen und Verlusten zu sichern, nicht genug empfohlen werden, die den Landbriefträgern mitzugebenden oder bei den Posthülfstellen zur Weitergabe an den bestellenden Boten niederzulegenden Bostanweisungebeträge, Wertsendungen pp. thunlichst eigenhändig in das Annahmebuch des Landbriefträgers oder der Posthülssstelle einzutragen oder wenigstens fich von der Buchung durch den Landbriefträger oder Posthülfftellen- Inhaber zu überzeugen.
Die Direktion des Landeszuchthauses Marienschloß hat die Lieferung der Naturalien 2c. für das laufende Jahr ausgeschrieben. Angebote müssen bis Freitag, ben 27. Februar, vormittags 1211 Uhr bei der Direktion eingereicht sein.
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** Weib, Frau oder Gemahlin? Ueber die brei Begriffe macht David Strauß folgende feinen Bemerfungen, die die Allg. 3tg." in Erinnerung ruft: Wenn man aus Liebe heiratet, wird man Mann und Weib; hei ratet man aus Bequemlichkeit: Herr und Frau, aus materiellen
"
Aus Heffen und Nachbargebieten.
+ Quedborn, 10. Febr. Die Gemeinde- Feld und aldjagd wurde gestern zum Preise von 795 Mt. verpachtet. Pächter sind Forstassessor Eckstein aus Buzbach und eine Jagdgesellschaft aus Frankfurt a. M. Seitheriger Pachtpreis betrug 445 Mr.
Eichelsdorf( bei Schotten). Der hiesige Krieger berein, hat Herrn Fr. Hewel, Bildhauerei Gießen, den Auftrag erteilt ein Kriegerdenkmal zu errichten, in der Form einer Obeliste von schwarzen Schwedischen Granit, Unterbau von Odenwälder Granit, Oben mit einem Adler gekrönt. Unterseibertenrod. Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen, haben feine Lieder. Daß man diesen Spruch als Wahrheit betrachtet, beweisen die viele in Städten und Gemeinden, bestehenden Gesang- Vereine. Auch in unserem ruhigen Dertchen, hatte man vor 1½½ Jahr einen solchen gegründet, den der hiesige Lehrer Schön mit großer Mühe dirigierte. Herr Schön war nicht allein be= müht, schöne Lieder einzuüben, sondern auch zur Abwechselung Theater- Vorstellungen zc. zwecks Vermehrung der Mitalieberzahl und Hebung der Einigkeit, was allgemeine Freude und Anerkennung, geweckt hat. Wie es nun leider überall vorkommt, ist's auch hier der Fall, einigen Mitgliedern ging trotzdem nicht alles nach Wunsch, und mehrmals gab es wietracht. Die Folge ist, daß Herr Lehrer Schön sein Amt als Dirigent niederlegte und jüngst in einer General- Versammlung durch Abstimmung auch be= ist für unsern sonst so friedlich gesinnten Ort, wie überhaupt im Algemeinen zu bedauern. Wünschen wir, das es nur eines neuen Anlaufs bedarf, um das Begrabene wieder zu heben.
al fort, so spür Rücksichten: Gemahl und Gemahlin. Man wird geliebt schloßen wurde, den Verein aufzulösen, das letztere besonders
eutet. Im letter seiner Gemahlin. Die Wirtschaft besorgt das Weib, das
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Haus die Frau, den Ton die Gemahlin. Den tranten Mann pflegt das Weib, ihn besucht die Frau, und nach seinem Befinden erfundigt sich die Gemahlin. Man geht spazieren mit seinem Weibe, fährt aus mit seiner Frau und macht Partien mit seiner Gemahlin. Sind wir tot, so be weint uns das Weib, beklagt uns unsere Frau und geht in Trauer unsere Gemahlin.
** Wie der Rh. K. aus Haiger meldet, sollen auf der in Würgendorf zu erbauenden Dynamitfabrik 100 bis 150 Arbeiter Beschäftigung finden.
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** Unsere Bienenzüchter müssen gegenwärtig die Erfahrung machen, daß der zu fühe Reinigungsausflug den Bienen verderblich ist. Ein bekannter Bienenzüchter hatte, angelockt durch die warme Witterung, die Schußhüllen vor den Fluglöchern entfernt und so seinen Bienen den Reinigungsausfing ermöglicht. Am Abend fand er hunderte von Bienen auf der Erde erstarrt liegen. Drei Stöcke wurden dadurch so entvölkert, daß sie zu Grunde gehen. Vor Ende Februar sollte daher kein Imter die Schuzhülle entfernen.
** Dillheim, 7. Febr. Der Schreckensruf:„ Die Steinmühle brennt!", das Alarmsignal der Feuerwehr und das Stürmen mit der Brandglocke versezte verflossenen Samstag Abend 7 Uhr unsere Orte bewohner und die der Umgegend in nicht geringe Aufregung. Alles rannte zur Brandſtätte. Ein grausig- schöner Anblick bot sich den Herzueilenden dar. Durch leicht brennbare Stoffe der Mühle genährt, behauptete so das vernichtende Element seine Vollkraft ca. 4 Stunden und fraß in dieser Zeit das neue Werk aus dem altehrwürdigen Gemäuer heraus. altehrwürdigen Gemäuer heraus. Dant dem tatkräftigen Einschreiten der Löschmannschaften der nächsten Orte und des glücklichen Umstandes, daß hinreichendes Wasser zur Hans war, fonnten die sich an die eingeäscherte Mühle anschließenden Baulichkeiten vor dem Flammenangriff geschüßt und gerettet werden Obgleich das in Asche Liegende versichert ist, ist doch der Schaden, der Herr Carlé betroffen, ein ganz beträchtlicher. Entstehungsursache bis jetzt unbe
fannt.
a Rodheim a. d. B. Dem eifrigen Bemühen des Vorsitzenden des hiesigen Flottenvereins ist es gelungen, baß auch hier die kinematographischen Aufführungen des deutschen Flottenvereins, zur Aufführung gelangen. Es ist hierzu Dienstag, 24. März und als Lokal der neue Bendersche Saal" anders hen, da sich nur der eine Tag hierzu gewinnen ließ, so sind auch nur zwei Vorstellungen vorgesehen.
-n. Marburg, 10. Febr. Gestern Abend fand hier die Gründung eines Komitee's ftatt zu dem Zwecke, die dem nächst in Angriff zu nehmende Bahn Marburg- E68dorfer Grund, die vorläufig nur bis Dreihausen gehen soll, nach irgend einem Punft der oberhessischen Bahn weiterzuführen. Man hat gleich bei der Gründung des Komitee's drei Linien für die Weiterführung ins Auge gefaßt: Marburg- Mittelsberg- Schweinsberg, MarburgDreihausen- Mücke und Marburg- Dreihausen Londorf. In einer demnächst abzuhaltenden Versamm lung wird man sich für eine der genannten Linien entscheiden und die Agitation dafür beginnen.
Holzversteigerungen
und
Holzverkäufe.
Oberförsterei Laubach. 1. Freitag den 13. Febr. 1. im Rendelrain. 2. im Nasse wald. 3. aus Mushau. 4. aus Peterswald und Baumfircherwalde. 5. aus Schornberg und Dicebusch. 6. aus Wenzelstopf. Führer zum Vorzeigen des Stammholzes steht in der Altenhainer Forstwartwohnung bis 10 Uhr vormittags zur Verfügung. Bei sehr ungünstiger Witterung findet die Versteigerung auf dem Obernseenerhof statt.
2. Montag den 16. Febr., nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr beim Pflanzgarten( Hirtenbach), 1. im Hausplatz und Süßekopf und 2. im Wildfrauberg. Oberförsterei Homberg. Freitag den 13. Februar,
vormittags 9 Uhr aus den Distrikten Schönberg, Buchwald, Kippen und Gebrannter Wald der Forstwartei Gontershausen: Stämme: 15 Eichen( meist Bauholz= 68,30 Fftm., 17 Riefern( Bauholz) 7,15 Fstm., 15 Buchen( Schnittholz) 9,37 stm.; Derbstangen: 9,31 Fichten 86,11 stm. Zusammenfunft im Diſtrift Gebrannter Wald an der Rizzenloch wiese bei Höingen.
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Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruder i, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Rebaftion verantwortlich: Albin Klein, Gicken.
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werden den Hausfrauen oft minderwerthige Producte ausgehändigt. Man achte genau auf die Schutzmarke ,, SCHWAN"! Man verlange es überall!
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hiesigen Fabrikgeschäftes ist hat zu vergeben die Stelle eines Lehrlings
per Ostern frisch zu besetzen.
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200 B. an die Grp.
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einer vollständigen Fleisch- oder K aftbrühe. Stets frisch zu haben bei Eberhard Metzger, Frankfurterstrasse 1, Ecke Süd- Anlage.
Als Arbeiter gelten diejenigen Gesellen, Gehilfen,| Angebote auf den Satz bezw. das Stück, sowie Muster Fabrikarbeiter und Lehrlinge, auf welche der siebente sind bis zum obengenannten Zeitpunkt mit entsprechender AufTitel der Gewerbeordnung Anwendung findet, desgleichen schrift vers hen an uns einzureichen.-Buschlagsfrist 3 Wochen. Betriebsbeamte, Werkmeister und mit höheren technischen Gießen, am 10. Februar 1903. Leistungen betraute Angestellte, deren JahresarbeitsverStädtisches Tiefbauamt. dienst an Lohn oder Gehalt zweitausend Mark nicht übersteigt.
Braubach.
Bekanntmachung.
Die der Zuständigkeit des Gewerbegericht unterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie selbst mindestens 2 Arbeiter regelmäßig das Jahr hindurch Die Wallthorstraße zwischen Weßstein- und Hundsgasse oder zu gewissen Zeiten des Jahres beschäftigen, als wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von DonArbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt. Die Wahl ist unmittelbar und geheim; sie findet nach den Grundsätzen der Verhältniswahl statt.
nerstag, den 12. 1. Mts. ab bis auf Weiteres für den Wagenverkehr, für Radfahrer und Reiter gesperrt.
Gießen, den 10. Februar 1903. Großherzogl. Polizeiamt Gießen. Hechler.
Holz- Versteigerung.
Die Abstimmenden geben ihren Stimmzettel in eigener Person ab. Das Reich, der Staat, die Gemeinde und sonstige öffentliche Verbände und juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. Es wird dringend empfohlen, daß die Arbeitgeber durch Bescheinigung der Polizeiverwaltung, die Arbeiter durch Zeugnisse ihrer Arbeitgeber, der Polizeiverwaltung oder der zuständigen Stranfenfassen sich vor dem Wahl sollen in den Waldungen der Stadt Staufenberg ausschuß über ihre Wahlberechtigung ausweisen, da sie in den Distrikten Mühlwald, Lahnkopf, Birken andernfalls von der Wahl zurückgewiesen werden können. und Eichwald versteigert werden. Ungiltig sind Stimmzettel:
1. welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußeren Kennzeichen versehen sind;
2. welche keinen oder insoweit sie feinen lesbaren Namen enthalten;
3. insoweit darin die Person des Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist;
4. auf welchen mehr als 12 Namen oder insoweit darin Namen von nicht wählbaren Personen verzeichnet sind;
5. welche eine Verwahrung, einen Vorbehalt oder Bemerkungen enthalten, die nicht lediglich den Gewählten kennbar machen sollen.
Gleichzeitig fordere ich hiermit zur Einreichung von getrennten Wahlvorschlaglisten für Arbeitgeber und Arbeiter auf.
Jede Vorschlagsliste muß 12 Namen enthalten, Betr.: die Wahlen für das Gewerbegericht von mindestens 20 Wahlberechtigten des betreffenden Gießen Teiles unterzeichnet und spätestens zwei Wochen vor dem Für das Gewerbegericht Gießen sind von den Wahltermin, also Freitag, den 27. Februar, abends bei Arbeitgebern aus der Zahl der wählbaren Arbeitgeber Bürgermeisterei eingereicht sein.
und von den Arbeitern aus der Zahl der wählbaren Die rechtzeitig eingereichten Vorschlagslisten werden Arbeiter je 12 Beisitzer auf 3 Jahre zu wählen. Die nach erfolgter Prüfung spätestens 8 Tage vor der Wahl Wahlberechtigten berufe ich zur Vornahme dieser Wahl in ortsüblicher Weise veröffentlicht. Gießen, am 11. Februar 1903. Der Oberbürgermeister. Mecum.
auf
Samstag, den 14. März 1903
in den Stunden von Mittags 12 bis Abends 8 Uhr in den Stadtverordneten- Sigungsfaal, Bürgermeisterei- Gebäude, Gartenstraße 2, Zimmer 11.
Verdingung.
Wahlberechtigt sind die Arbeitgeber und Arbeiter, Der für die Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März welche zur Zeit der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet 1904 erforderliche Bedarf an Besen für die Kehrmaschine und im Gemeindebezirk der Stadt Gießen Wohnung( etwa 36 Säße) sowie an Biasavabesen( ungefähr 300 Stück) oder Beschäftigung haben; Personen, welche zum Amte soll Donnerstag, den 19. ds. Mts., vormittags 11 Uhr eines Schöffen unfähig sind, sind nicht wahlberechtigt. öffentlich verdungen werden.
Montag, den 16. Februar 1903,
65 Eichenstämme Bau- und Wagnerholz.
47 Eichenstämme Schnittholz 30-63 Cmt. Durchmesser 35,90 Fm.
35 Stieferstämme Schnittholz 30-41 Ctm. Durchmesser 16,61 Fm.
37 Fichtenstämme
11 Birkenstämme 4 Erle
21 Eichen Derbstangen
405 Fichten- Derbstangen
16 Fichten- Reisstangen
14 m. 3 Mtr. lange Küfernußholzfnüppel Mittwoch, den 18. und Donnerstag, 19. Februar
44 Nm. Buchescheit
Eichescheit darunter 42 Rm., welches sich zu Rüferholz eignet.
Nadel- Rundscheit
Buchen- Stnüppel
253 Eichen und Nadel- Knüppel
25
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34
ff
47
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36
Birke und Aspe- Knüppel
5449
"
2626
11
Eiche und Nadel- Wellen
242
"
Buchen- Wellen
Buche, Eiche und Nadel- Stöcke
Der jedesmalige Anfang ist Vormittags 9 Uhr und zwar am 16. und 18. Febr. im Distrikt Mühlwald bei der Haltestelle Friedelhausen, am 19. Febr. im Distrikt Eichwald bei der Brücke in den Salen.
( 18.
Bemerkt wird, daß das Eiche Scheitholz am 2. Tag Februar) zur Verfteigerung fommt.
Staufenberg, 7. Februar 1903.
Gr. Bürgermeisterei Staufenberg
Stephan.


