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zein wurden vom toscanischen Hofe in reichchem Maße zur Verfügung gestellt. Aus Salzburg wird eine Drbensschwester erwartet, welche die spezielle Pflege der Prinzessin übernehmen soll. Die Großherzogin von Toscana reiste nach Wien, um den Kaiser Franz Joses in der Angelegenheit der Prinzessin Luise umzustimmen. Mit der schon früher festgesezten Reise verbindet sich jetzt dte Mission, eine Versöhnung mit dem österreichischen Hofe herbeizuführen. Die Familie Toscana rechnet bei ber bekannt milden Gesinnung des Monarchen auf Wiedereinsehung in die Rechte einer österreichischen ErzHerzogin.
::: Die Berliner Kuppeleiaffaire, die zur Verhaftung des Landmessers Steldt führte, schlägt immer weiter? Wellen. Außer den zuerst gefaßten brei Supplerinnen ist jetzt noch eine vierte namens Prozell in das Moabiter Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Steldt behauptet, mit der Hauptbelastungszeugin, einer jeẞt 15 Jahre alten Auguste Nitsche, erst nach deren vollendetem vierzehnten Lebensjahr verkehrt zu haben. Die behörd lichen Ermittelungen seßten vor einiger Zeit ein, als Auguste Nitsche ihrer verheirateten Schwester Enthüllungen über das Treiben in der Wohnung der Frau Remme machte. Die kleine Nitsche war aus dem Stift Bethabera zu Neu- Weißensee entflohen und erzählte ihrer Schwester, bie das Mädchen zu sich genommen, daß sie bis vor vier Monaten mit einem Herrn Stolze in intimem Verkehr gestanden habe. Die hiervon in Kenntnis gesetzte Kriminalpolizei beschlagnahmte dann eine Unmenge Briefe und Ansichtspostkarten, die der angebliche Herr Stolze seit Jahr und Tag an die Nitsche geschrieben hatte. Die meisten Briefe und Karten waren mit Elly und Franziska unterzeichnet und aus zahlreichen Provinzstädten postLagernd dem Mädchen zugestellt worden. Die Kriminalpolizei nahm nun die Fremdenpolizei derjenigen Städte, von denen aus der Herr Stolze die Karten geschickt hatte, in Anspruch und ließ in den Hotels, von denen der Unbekannte Ansichtspostkarten gesandt hatte, feststellen, daß Stolze identisch war mit dem Oberleutnant Steldt aus der Berliner Straße 160 zu Wilmersdorf. Steldt hatte in die Fremdenbücher der Hotels- er hat in seinem Beruf als landwirtschaftlicher Tarator sehr häufige und ausgedehnte Reisen zu machen seinen richtigen Namen eingetragen. Nach seiner Rückkehr von der jüngsten Reise wurde Steldt zu einer Vernehmung nach dem Polizeipräsidium geladen, wo er zu seiner höchsten Ueberraschung fich plößlich der kleinen Nitsche und einigen Kupplerinnen gegenübergestellt sah, mit denen er in stetem Verkehr getanden hatte. Die Untersuchung ergab dann gegen ihn o belastende Momente, daß seine Verhaftung verfügt werben mußte. Außer ihm sind mehrere angesehene Berliner Bürger, unter anderem ein reicher Schlächtermeister K., schwer tompromittiert.. soll flüchtig sein. Die verhafteten Rupplerinnen hatten eine förmliche Gesellschaft auf Gegenseitigkeit gegründet und führten sich wechselweise schulpflichtige Mädchen zu. Außer der Nitsche sind bisher brei weitere Opfer der ruchlosen Verführerinnen der Polizei bekannt. Man glaubt aber, daß ihre Zahl eine sehr große ist.
) Hungersnot in Ungarn. In mehreren Gemeinden bes Biharer Komitats herrscht laut einer amtlichen Melbung Hungersnot. In vielen Dörfern starben Menschen Hungers. Die Regierung wird eine besondere Hilfsaktion veranlassen. Es ist kaum zu verstehen, wie bei unseren heutigen Verkehrsverhältnissen eine derartige Kalamität über einen ungarischen Landstrich hereinbrechen konnte. Die Hilfsaktion" der Behörden hätte wohl etwas früher einfeßen können.
Bunte Chronik. Der Steinbrecher Becker in Merzig wurde als mutmaßlicher Berüber des Dynamitattantats auf die Villa dies Bürgermeisters Thiele in Merzig verhaftet.
-Bei einem Spaziergang am Fuldaufer warf in Kassel ein Husarenunteroffizier plößlich seine Geliebte in die Fulba. Das Mädchen wurde gerettet. Der Unteroffizier ist festgenommen worden.
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In Biebrich wurde der Schiffer Oswald, der in mehreren Wirtschaften Streit gesucht, erstochen aufgefunden. Zwei Arbeiter wurden als der Täterschaft verdächtig berhaftet.
In Ruth( Galizien) wurden 370 Privathäuser und mehrere öffentliche Gebäude durch eine Feuersbrunst zerftört. 500 Familien sind obdachlos geworden.
- Ein Familiendrama hat sich in einem Orte in der Nähe von St. Gallen abgespielt. Ein Sticker tötete durch Messerstiche und Beilhiebe zwei seiner Kinder, verletzte seine brei anderen Kleinen und seine Frau lebensgefährlich und brachte dann sich selbst einen schrecklichen Schnitt am Halfe bei
Vermischtes.
[ Prinzessin Luise als Dichterin.] Unter der NeberArift Die Sehnsucht nach Glück" veröffentlicht die Frankf. Zeitung" jezt eine Reihe von Gedichten der ehemaligen sächsischen Kronprinzessin Luise( aus Nor derney 1897). Von den Gedichten, über deren litterarischer Bert wir kein Urteil fällen wollen, sei das folgende wie. bergegeben, da es geeignet ist, einen Einblick in das eigenartige Seelenleben der Verfasserin zu gewähren. Entsagung.
Du hast mit ruhlos heißem Sehnen
Ein Herz erträumt, das dich so ganz verstand, Ob du's gefunden? ob das Aug' voll Tränen Rückwärts du wendest und es mich dann fand? Glück gibt es nur im schmerzlichen Entsagen, Pflicht macht das Schwere dir nicht schwer, In deines jungen Lebens sonnig schönsten Tagen Trau' keinem Glück, es läßt dich kalt und leer. Träumt dann dein Herz von stillen Glückesstunden, Rastlos sie suchend strebst du himmelwärts, Im Schaffen hat dein Geist sein Glück gefunden, Hoch ist dein Ziel und mitig sei dein Herz!
[ Die kleinsten Uhren.] Zu den raffiniertesten Lurus. artikeln gehören nicht in leßter Linie auch die winzigen Uhren, die für Liliputaner gemacht zu sein schei nen. Doch hält hinsichtlich der Kleinheit der Uhren nicht bas XX. Jahrhundert den Rekord; denn die Uhrmacher des XVI. Jahrhunderts brachten Uhrwerke selbst in Ohr gebängen unter, und Anna von Dänemark, die Gemahlin
König Jakobs I. von England, besaß einen Sting, dessen Krystalleinfassung eine Uhr barg, die wie der Abbé Arnauld in seinen Memoiren versichert die Stunden schlug, aber nicht auf eine Glocke, sondern auf den Finjer der Trägerin, den der Hammer leicht berührte.
[ der vergeßliche Botschafter.] Von dem neuen französischen Botschafter in Berlin, Herrn Bihourd, erzählt der Bariser ,, Gaulois" eine pifante Geschichte. Darnach soll bas Debut des Botschafters am Berliner Hose ein sehr unglückliches gewesen sein. Er sollte dem Kaiser sein Beglaubigungsschreiben überreichen und war mit dem üblichen Zeremoniell in einen großen Saal geführt worden, in welchem die Würdenträger des Hofes bereits verjammelt waren. Da öffnete sich die gegenüberliegende Tür und herein trat der Kaiser. Er wollte auf Bihourd zuschreiten, wurde aber, nachdem schon vorher in ganz unjeremoniöser Weise allerlei geflüstert und gemunkelt worsen war, auf halbem Wege von einem seiner vertrautesten Ratgeber aufgehalten. ,, Majestät," sagte der Vertraute, , Sie können den Botschafter nicht empfangen, er hat sein Beglaubigungsschreiben vergessen. Und so war es in der Tat: Herr Bihourd hatte sein Beglaubigungsschreiben zu pause liegen lassen, wie man einen Bleistift oder eine Bonbonnière vergißt. Der Kaiser begab sich in ein Nebenzimmer und mußte dort eine Viertelstunde warten, bis der nach dem Botschaftergebäude geschickte Gilbote mit em vergessenen Beglaubigungsschreiben zurückkehrte. Herr Bihourd aber fonnte in der Zwischenzeit über die Uninnehmlichkeiten nachdenken, die ein zerstreutes Temperament mit sich bringt." Also erzählt der ,, Gaulois". Die Geschichte braucht aber darum noch nicht wahr zu sein, denn der Gaulois" hat sich noch niemals durch beondere Wahrheitsliebe ausgezeichnet, zumal, wenn es sich barum handelt, den Männern, die heute in Frankreich im Ruder sind, einen kleinen Hieb zu verseßen.
=[ Unerwünschte Berühmtheit.] Professor Wiley, der Chef des chemischen Laboratoriums im amerikanischen Ackerbau- Departement, fühlt sich schwer gekränkt, weil er seit einiger Zeit an 12 Personen Experimente mit durch Borax konservierten Nahrungsmitteln macht. Als die Experimente begannen, erhielten die Washingtoner Blätter täglich seltsame Berichte über die ,, Diners", welche Projessor Wiley, nachdem er sie nach allen wissenschaftlichen Regeln mit angeblich gesundheitsschädlichen Substanzen Durchmischt hatte, seinen zwölf Kostgängern" vorseßte, und der Name des gelehrten Chemikers ward dadurch natürlich in sehr kurzer Zeit Gemeingut. Es ist jetzt so schlimm geworden," flagte Professor Wiley dieser Tage, ,, daß die Leute auf der Straße mit Fingern auf mich weisen und sagen: ,, Da geht der Mann, der Onkel Sams Rochschule leitet." Das wird bald unerträglich. Neulich besuchte ich eines der Theater, und als ich den mitt leren Gang hinabspazierte, um auf meinen Platz zu gelangen, stießen sich die Leute an und vaunten sich zu, laut genug, daß ich es sehr gut hören konnte: ,, Da geht Old Boray!" Der Spigname haftet mir selbst unter meinen wissenschaftlichen Kollegen an. Es ist nicht hübsch, wenn man vor Kollegen eine wissenschaftliche Auseinandersetzung macht, das Gefühl zu haben, als ob dieser Professor weise nickte und murmelte: Hm, Borax hat cecht," oder ein anderer Kollege leise vor sich hin sagte: ,, Na, da ist Borar aber auf Abwege geraten," und dergleichen mehr. Ich werde jetzt," schloß der Professor mit kläglicher Miene ,,, Zeit meines Lebens unter dem Namen ,, Lorar" bekannt sein, und ich kann nichts dagegen machen. Wenn das so fortgeht, muß ich die Experi mente aufgeben; man scheint dieselben nicht ernst zu nehmen. Auch der Ackerbausekretär ist aufgebracht darüber, daß offenbar ein Bestreben vorliegt, die Experimente lächerlich zu machen." Nach dem Gesagten ist es flar, daß Professor Wiley leichter auf Borar reagiert, als seine Kostgänger, die sich bei den Experimenten bis jezt ganz wohl zu befinden scheinen.
( †) Gesegneter Appetit. In eine der ersten Restau rationen der russischen Stadt Kiem trat dieser Tage gegen 11 Uhr vormittags ein fräftig gebauter Mann und ließ sich ein Gabelfrühstück servieren. Er verzehrte neun Portionen Koteletts, sechs Flaschen Bier, fünf Bouteillen Wein, zwei Flaschen Selterwasser, zwei Schwarze und vier Benediktiner, zahlte die Nota mit 27 Rubel 40 Kopefen, gab 2 Rubel Trinkgeld und verließ frisch und munter das Lokal, begleitet von dem Staunen des gesamten Kellnerpersonals, dem ein so gesegneter Appetit noch niemals vorgekommen war. Was der Mann erst zum Diner essen mag!
Aus dem Gerichtsfaal.
Theaterverein.
( 7. Vorstellung.) Monna Vanna.
von Maeterlinc.
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Der Theaterverein hatte am Montag mit der Aufführung des Maeterlind'schen Schauspiels Monna Banna" einen großen, ja den größten Erfolg dieses Winters zu verzeichnen. Der Ruf, der dem Wert des berühmten blämischen Dichters boranging, hatte den Theatersaal bis auf den lezten Platz gefüllt, über dem Auditorium lag eine Spannung, die sich schon nach dem ersten Aft in ftarte Beifalls bezeugungen auslöfte. In die Ehren des Abends teilten sich Frau Willich vom Hoftheater in Wiesbaden ( Vanna), Herr Loehr von der Darmstädter Hofbühne( Prin civalli) und unsere heimischen Künstler. Die Rolle der Vanna vollendet zu gestalten bringt Frau Willich alle äußeren und inneren Mittel mit: eine vornehme Erscheinung verfügt sie über ein höchst sympatisches Organ, das Maß zu halten
§ Der hineingefallene Bauernfänger. Eine ,, haarige" Sache wird demnächst das Berliner Landgericht beschäf tigen. In den letzten Jahren hatte ein sog.„ ,, Haar- und Bartspezialist" von Berlin aus ein schwunghaftes Geschäft mit einem angeblich ,, unfehlbaren" Haar- und Bartwuchsmittel betrieben und damit schönes Geld verdient. Schließlich ist er aber doch einmal an den Unrechten gekommen, und zwar war dies ein einfacher schwäbischer Bauer. Dieser hatte sich, um seinem start gelichteten Haupthaare wieder die frühere Fülle zu verleihen, eine entsprechende Dosis des unfehlbaren" von dem Berliner Wunderdoktor kommen lassen und damit unermüdlich seinen kahlen Schädel eingerieben, ohne daß sich der sehnlichst erwartete Haarschmuck einstellen wollte. Deshalb verlangte er die Rücknahme der Salbe, bezizziehungsweise Rückzahlung des dafür erlegten Betrages, wie dies der Verschönerungsrat in seinen Annoncen für den Fall der Unwirksamkeit des Mittels versprochen hatte. Mein dieser lehnte nicht nur das Verlangen des Bauern ab, sondern forderte ihn noch höhnisch auf, nach Ber( in zu kommen. Er müsse sich zunächst einer Untersuchung unterziehen, ob ihm die gewünschten Haare auch nicht etwa nach innen gewachsen seien. Allein der Schwabe ließ sich hiermit nicht abspeisen; er sandte den Brief und das ,, unfehlbare Mittel" an die Berliner Staatsanwaltschaft ein, die sich den Geschäftsbetrieb des Kurpfuschers etwas genauer besah und schließlich eine Bes trugsanklage erhob.
bor Weiterung
empfohlen wer
oder bei den Bo
Boten niederzul
pp. thunlichst briefträgers ode fich von der B hälftellen- Inha Die Marienschloß laufende Jahr
und gleichwohl alle Register der Lidenschaft zu durchlaufen den 27. Febru weiß. Diese Vanna, die uns Rätsel um Rätsel aufgiebt eingereicht sein.
wird uns durch die Kunst der Willich glaubhaft. Sie ringt sich zu einer Größe empor, die uns die undramatische, un
** Weib
brei Begriffe m
dichterische Lösung des Konflikts schier vergessen macht. Das fungen, bie di ist das größte Lob, das die Kritik Frau Willich spenden man aus Liebe fann. Als würdiger Partner gab Herr Löhr sein Bestes. ratet man aus Reißt ihn der Uebereifer auch manchmal fort, so spürt Rüdfichten: G
Kleine Gerichts- Chronik. Wegen Verbrechens gegen das teimende Leben wurden in Glaz( Schlesien) der 50jährige Kreisarzt Franz Scholz und seine Köchin Kropatschet von der dortigen Straftammer nach sechsstündiger Berhandlung verurteilt, Scholz zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust und die Kropatschef zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis.
man doch, er hat seine Rolle durchdacht und alles ab
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gestreift, was Manier und Konvention bedeutet. Im legten seiner Gemahli Aft, so sagt man, hat der Dichter den Prinzi valli zu unerfreulicher Passivität verurteilt. Das ist absolut nicht der Fall: hier soll das Spiel der Mienen den Schwall der Worte ersetzen. Der Intention des Autors nahe zu tommen, zeigte Herr Löhr ein löbliches Streben, erreicht hat er fie freilich nicht. Den geschätzten Gästen gegenüber hatten die Mitglieder unseres Stadttheaters teinen leichten Stand. Indessen war Herr Gerlach( Suido Colonna) ehrlich bemüht, seiner schweren Aufgabe gerecht zu werden. Er hatte sich von Anfang an zu stark ausgegeben, so daß ihm ein Cres cendo damit abgeschnitten war Herr Ramseyer( Colonna, der Vater) hatte seine Rolle klar und verständig erfaßt Im ersten Att hörten wir Colonna und seine Offiziere von der Eignoria in Florenz sprechen, die Regie hatte zu be merken vergessen, daß seit etlichen Jahrhunderten der Ton des Wortes auf der vorletzten Silbe ruht. Die Ausstattung die das Drama erhalten hatte, war unseren Bühnenverhält nissen gemäß, dürftig ein rot bestrahlter mystischer Prospekt sollte uns Bisa vortäuschen. Ein dreimaliger Peitschenknall symbolisierte den Zug der Rinder und Proviantwagen, der Bisa zu Hülfe tommt. Ueber den Wert des Schauspiels ist das Urteil längst gesprochen. Hier in Gießen hat wte überall die Theatralit gezündet: stürmischer Beifall durch brauste das Haus, Frau Willich wurde ein riesiger Lorbeer franz überreicht. Der Not gehorchend waren im Bar quet eine oder mehrere Sigreihen eingeschaltet, man faß in drangvoll fürchterlicher Enge. Und es ging von Mund zu Mund: wann endlich erleben wir das neue Theater?
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Stadttheater. Morgen Donnerstag wird als Volfsvorstellung das reizende 3 aftige Luftsp.el" Donna Diana" von Moreto noch einmal zur Aufführung gelangen. Am folgenden Freitag word als Beneft für Heren Steinet ,, Wilhelm Tell" in Szene gehen.
** Wie alle Jahre, so hält auch in diesem Jahr Sonntag den 15. Februar in den Räumen des Hotels Einhorn der Katholische Gesellenverein die aller seits beliebte und gebräuchliche Kappensizung ab. Die Vor arbeiten lassen auf ein gutes Gelingen schließen.
** Als erster Frühlingsbote wurde heute in dem Garten des Herrn Bauunternehmers W. Frankfurterstraße ein wunderschöner Schmetterling gefangen. Gewiß für diese Jahreszeit ein seltener Gast mit leuchtenden Frühlingsver lockungen.
W Vichmarkt. Auf dem gestrigen Viehmarkt waren ca. 1300 Stück Milchvieh, Fettvieh und Fahrochsen sowie 200-250 Kälber vorhanden. Die zahlreich vom Rhein und Main sowie von der Mosel und der Sieg gekommene Kundschaft hatte sehr reichlichen Bedarf, legte auch gute Preise an, so daß wir einen recht flotten Markt hatten. Der aufgetriebene Vorrat in besserer Milchware konnte die Nachfrage dennoch bei weitem nicht decken. Ein vorhandener Posten Abmelkfühe ging nach Koblenz. Auch die vorhan denen fetten Rinder gingen schnell ab, deckten aber den Be darf nicht. Der Kälbermarkt wurde dadurch gut, weil
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Frankfurt, Wiesbaden und Mainz starf einkauften und sich Einspännige gegenseitig besonders in guter Ware die Preise in die Höhe trieben. Für den heimischen Bedarf wurden nur wenige Kälber von unseren Mezgern gefauft. Die wenigen Baar schweres Gangvieh ging zu verhältnismäßig hohem Breis nach dem Niederrhein, während Handelsleute aus dem Siegerlande die Mittelware abnahmen. Das Geschäft is Gangochsen leidet ot, so lange in den Kalendern für Januar und Februar nur eintägige Märkte für Gießen an gefündigt werden, während doch tatsächlich 2 Tage Mart abgehalten wird und der zweite Markttag außer für Schwein
Betr.: die
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Ein Teil der Handelsleute nur weiß darum, derjenige Te und von der besonders für Fettvieh und für Gangochsen beftimmt if Arbeitgebern und dies ist der größere Teil weiß von zwei Marktage Arbeiter je
Wahlberechtig
nichts und bleibt demselben daher fern nnd daher fomm es, daß der Handel in Ochsen sich für Gießen zersplittert auf Es gingen ab Milchfühe 1. Sorte 480-500 Mt. 2. Sort
6.
300-420 mt. 3. Sorte 275-325 Mt., alte Abmelttüb in den Stund 150-180 mt. pro Stüd. Verkauft wurde der Str. Schlacht den Stadtber gewicht; Fette Rinder 64-66 Mt., Kälber 1. Sorte( über bäude, Garter
50 Pfd. schwer) 65-70 Mt. 2. Sorte( zwischen 40-50 Bfd. wiegend) 58-62 m. 3. Sorte( leichtere Tiere 54-56 Mt. Paarweise erzielten Fahrochsen schwere Ware 850-900 Mt. mittel Tiere 760-820 mt. Der Mart war früh geräumt.
Wahlbere
welche zur Be
und im Gen
oder Beschäfti
eines öffe


