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Beide in der Solonte fuchten die rafende Menge von ihrem Boaben abzuhalten, aber dadurch ward der Fanatismus zum Aufruhr angefacht. Eine fürchterliche Schlägerei folgte, urabdrei Duchoborzen blieben tot auf dem Plaze; ein vierter

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Beginn des Kampfes schleunigst entflohen.

Lottericdiners für Junggesellen ist die neueste Form gefliger Vergnügungen in England, wobei es allerdings nicht ersichtlich ist, weshalb sie sich nur auf Junggesellen beziehen soll. Bei einem Diner z. B., bei dem der Trut­hc En eine hervorragende Rolle spielt, beginnt die Lotterie, noacidem die Suppe abgetragen worden ist, wenn der Kellner einn Servierbrett umherreicht mit ebensoviel Losen, als Gäste den sind. Jeder Gast nimmt ein Los, und nunmehr wird der Truthahn gebracht, der mit einer Anzahl entsprechender Bose geschmückt ist, die der Koch außen am Vogel befestigt hot Jeder hungrige Junggeselle erhält den Anteil, der dieselbe Nummer hat wie sein 2o3. In derselben Weise wird es natürlich mit den anderen Speisen gehalten, bei damen es für den Feinschmecker sehr darauf ankommt, wel­die Stück ihm zufällt.

Bunte Chronik. Bu Ehren der Offiziere des deutschen diffs Moltke" fand im Palais des Sultans ein Gala­Smer statt.

Der Arbeiter Karl Luck in Berlin wurde unter dem

su stehen tommardacht des Giftmordes an seiner Frau verhaftet. Er Ilmonet iede Schuld.

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Lokales.

Gießen, 10. November 1903.

Sem feltenen& das herabba . Bersonalien. Dem Schulamtsaspiranten Hrch. er Ballon wi Möller aus Angersbach eine Lehrerstelle zu Klein- Linden, undert Meter den Schullehrern Phil. Hessinger zu Friedberg, Friedrich eg und ließ örlad zu Nieder- Weisel und Chr. Albach zu Dueckborn wo der Knabebrerftellen an der Volksschule zu Gießen, dem Schullehrer de. Glüdli Bilb. Sache zu Rockenberg eine& hrerſtelle zu Bieber, der en feinerlei& qulauntsafpirantin Mathilde Förster aus Maar eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Gießen übertragen. Dem Geometerkandidaten Karl Schmidt aus Kassel erst 17jährige b urbe bas Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Dem Erme tibberg erteilt. Bur Teilnahme an den Verhandlungen des Messer durch Deutschen evang. Kirchenausschusses, der heute Mörder floh c legenen Häu in Dresden zu seiner konstituierenden Sigung zusammen­heruntergehol tritt, hat sich als Vertreter der evangelischen Landeskirche Mitschuldige- Großherzogtums Hessen Herr Oberkonsistorialpräsident Diebstahls ang ID. Bushner nach Dresden begeben. Der Ausschuß, der 15 Thürkens zu Mitalieder zählt, tagt unter dem Vorsitze des Präsidenten ar. Die beide Her Eisenacher Kirchentonferenz, Herrn Oberhofpredigers D. haftet. Dr. Ackermann in Dresden. Hessen hat darin, alle zwei ekommen. Gahre mit Braunschweig alternierend, 1 Stimme. Die beim berichtetal ber evangelischen Reichsangehörigen in den dem Aus­17 bis 20 busse beigetretenen deutschen Kirchengebieten beträgt 34,6 nternommen, Millionen, die der geistlichen Dienststellen über 1700. Fuchsbau zu fri em Bau war, bro

Das Gesamtpräsidium des Landesverbandes der mmen und eriti riegertameradschaft Hassia hält am 15. Nov., adm. balb 3 Uhr im Reserve- Offizier- Kassino zu Darm­ren erfolglos 3. Gine Bergin fadt eine Sigung ab, der folgende Tagesordnung zu Grunde at: 1. Verträge mit Providentia, Anker und Zürich, 2. französischen Bedwerde Dornheim, 3. Vortragswesen, Stioptikon- An­en Katastrophe foffung, 4. Lotterte, 5 Jahrbuch, 6. Bezirksanaelegenheiten, bert wurden gKyffhäuserfragen. 8. Verhandsorgan. 9. Aufnahmegesuche: Bob Rohrheim, Worms C.-V., 10. Sonstiges. Frau wird aus ersmagd Rose vie ein kleines en Schiff, fi genblick in fen zerschmetter

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Die zur demnächst beginnenden 3. Hessisch­Thüringischen Staats lotterie bewirkten Plan­Werbefferungen dürften schon allgemein bekannt sein Es ist an dem Grundsage festgehalten worden, das Spiel­apital, welches an die Spieler zurückgewährt wird, nicht in imer zu großen Anzahl von bloßen Einsaßgewinnen zu zer­littern, sondern vielmehr eine möglichst große Zahl von winnen zu bieten, die effektiv mehr als das doppelte des Einsatzes ausmachen. Die Aussichten auf wirkliche Gewinne ind in der Hessisch- Thüringischen Staatelotterte viel besser im jeder anderen Lotterie. Insbesondere gilt dies auch gegenüber der, bekanntlich von einer Aktiengesellschaft be= bemen Ungarischen Klassenlotterie, zu deren Spiel trotz ber gegen das Spiel in nicht zugelassenen Lotterien bestehen­be Strafgeseßgebung auch jetzt wieder recht verführerisch aufgefordert wird.

Die Seidendiebstähle, welche von Angestellten

Perkaufte. Modewarenfirma Karl Nowack in Gießen ſeit Jahren

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begangen, werben, wie der Fr..- Anz" mitteilt, nachdem bie Voruntersuchung geschlossen, Anfang Dezember zur Brhandlung vor der Straffammer kommen. Beschuldigte fiind die ehemalige Verkäuferin Frau Dr. Tritschler geb.

mbrecht, welche drei Wochen vor ihrer Festnahme sich berheitratet hatte, Diga Sperber wegen Diebstahls und die Ehneiderin Vogel, sämtlich aus Gießen, wegen Hehleret. brere Kisten fertiger seidener Frauenbekleidung und

hübsche Sümm Stoff, die man bei der Tritschler und Vogel vorgefunden,

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** Irrsinnig geworden war ein junger Mann, der

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ug 5.45 Uhr von Marburg antam. Der junge Mann ist bor Sohn des Bahnhofswirts in Hannover und hatte im Enellzug die Notbremse gezogen; den darauf hinzueilenden wurde er von der Polizei in Empfang genommen und der Behandlung des Herrn Professor Sommer übergeben.

at angestreng daffner bedrohte er mit einem Revolver. In Gießen

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** Erstochen. Wie ein Lauffeuer durcheilte heute Der infolge eines Streites zwischen zwei Knechten in der Isten Nacht gegen 12 Uhr sich in der Neustadt zutrug.

fie, in feinerDer Erstochene war beim Landwirt Kreuder in der Bar­

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Sisengasse bedienstet und hatte eine tiefe Schnittwunde, die mit einem Messer ausgeführt war. Der Täter war in der

den Duchobor Neustadt in Dienst und wurde verhaftet. Dr. Becker, der

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herbeigerufen, stellte den Tod fest. Beide Knechte stammen aus Dtpreußen. Heute Mittag war die Gerichtskommission bon Gießen zur Feststellung des Tatbestandes in Grünberg anwesend.

* Verhaftet. In Lang- Göns wurde beim Betteln der Agent Joseph Schreiber aus Sindlingen, zuletzt in Frankfurt a. M., aufgegriffen, der in Laubach zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, aber aus dem dortigen Gefängnis ausgebrochen war. Auf seine Ergreifung waren 300 Mt. ausgesetzt, die dem Händler W. Mohr aus Ettingshausen zufallen, der den Verbrecher erkannte. S. wurde ins Gefängnis nach Gießen gebracht.

** Ernst Ludwig Heilstätte bei Sandbach t. D. Im Oktober d. I. sind 43 Lungenfranke in Pflege genommen worden und 66 wieder zur Entlassung gekommen, am 31. Oktober befanden sich noch 98 Kranke in der Heil­stätte, 17 mehr wie Ende Oktober 1902. In den ersten 10 Monaten dieses Jahres wurden 433 Pfleglinge neu auf­genommen und 416 wieder entlassen; die Frequenz ist mit­hin eine stärkere wie im Vorjahre, in welchem in dem gleichem Zeitraum die Ein- und Austritte sich auf 403 resp. 392 Röpfe bezifferten.

§ Heuchelheim, 8. November. Infolge der bevor­stehenden Feldbereinigung, sowie auch durch die an­haltend nasse Witterung, womit uns der Herbst reich lich bedachte, hat sich die Aussaat der Wintersaat gegen frühere Jahre sehr verzögert. Noch in diesen Tagen waren hiesige Landwirte mit der Kornsaat beschäftigt und hat wohl in Anbetracht, daß die Regulierung des Feldes im Frühjahr bevorsteht, mancher Bauersmann diesmal etwas mehr Winterfrucht ausgestellt. In erster Linie sieht der Landmann auf eine reiche Ernte des Wintergetreides, bildet dieselbe doch die Grundbeding­ung seiner Wirtschaft. Die Arbeiten an der Regu­terung des Landwehrgrabens" schreiten gut vorwärts, derselbe bildet für die Folge die Grenze zwischen der städtischen und hiesigen Gemarkung. Durch den er­folgten Geländeaustausch ist nunmehr die Möglichkeit geschaffen, daß unser weit ausgedehntes Dorf in bau­licher Hinsicht der Stadt immer näher rücken kann.

+ Rodheim a. Bieber, 9. Nov. Die Bauhandwerker hiesiger Gegend sind z. Zt. damit beschäftigt, für die an­gehenden Bauhandwerker, Lehrlinge und Gesellen, eine Hand­werkerschule in's Leben zu rufen. Die jungen Leute besuchten seither allsonntäglich die Zeichenschule zu Gießen, woselbst sie aber für die Folge nicht mehr angenommen werden fönnen. Schon mit Monat September ist allen Schülern ( Nichthessen) aus den umliegenden preußischen Ortschaften eröffnet worden, daß ihnen wegen Platzmangel der Schulbe­such nicht mehr gestattet ist. Die Bauhandwerker beklagen diesen Ausschluß nicht, zumal man schon längst für unser Dorf eine derartige Fachschule gewünscht hat. Die Hand­werferkammer zu Wiesbaden hat bereits in bereitwilliger Weise dem Unternehmen ihre Unterstützung in Aussicht ge­stellt und ist dieserhalb für nächsten Sonntag eine Hand­werkerversammlung bei Gastwirt Schlierbach hier einberufen. Bei dem regen Interesse, welche man der Fachschule entgegen­bringt, steht zu erwarten, daß die neue Schule noch mit dem Winter eröffnet wird.

Aus dem Kreise Wetzlar, 9. Nov. Wie wohl kaum anderswo, ist im hiesigen Kreise die Landtagswahl in regen der konservative Kandidat, unser im ganzen Kreise im Fluß gekommen. Während bereits am vorletzten Sonntag besten Andenten stehender früherer Landrat, Herr Regierungs­rat a. D. Stackmann, in stark besuchter Versammlung zu seinen Wählern gesprochen, stellte sich am gestrigen Sonntag in nicht minder zahlreich besuchter Versammlung Herr Berg­werksdirektor Roth Wesbaden als Kandidat der national­liberalen Partei den Kreiseingesessenen vor. Aber aller guten Dinge sind drei, und so ist denn zum Schlusse auch noch Herr Dr. Gieße unser antisemit scher Reichstagskandidat auf­gestellt worden. Es wird daher am 12 November hier mit croßem Eifer von den einzelnen Parteten gefämpft werden und ist vorläufig noch nicht zu entscheiden, wie sich der Aus­fall der Wahl gestalten wird.

+ Flensungen, 9. Nov. Der Voranschlag der Ge­meinde Flensungen für 1904/05 liegt vom 11-18. Nov. zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Ein­wendungen auf der Bürgermeisterei offen.

* Romrod, 8. Nov. Im nächsten Frühjahr wird im hiesigen Orte ein neues Postamtsgebäude hergestellt. Das zum Bau erforderliche Gelände ist teilweise schon angekauft.

)( Alsfeld, 9. Nov. An das hiesige Postamt wurde der Postassistent Bode von Marburg versezt. Amöneburg, 9. Nov. Gestern fand hier eine Zusammenkunft der Vertreter verschiedener Sparkassen statt, bei welcher auch Herr Sekretär Böschen aus Kassel anwesend

war.

Marburg, 9. Nov. Wehlheidener Zuchthäusler ver­übten auf der Domäne Wolfersdorf bei Frankenberg Tumulte. Mehrere wurden schwer verletzt. Gendarmerie und Aerzte sind eingetroffen.

× Frankfurt a. M., 9. Nov. Der Vorsteher der Ubrenabteilung im Sch llenbergschen Waarenhause, Max Volfmer, der lange Jahre in dem Geschäft tätig war und das volle Vertrauen seiner Prinzipale genoß, wurde ver­haftet, weil er ca. 150 Uhrendiebstähle in der ihm unter­stellten Abteilung begangen hat. Obgleich er verheiratet war, hat er viel Geld in Damenbedienungen vergeudet.

)*( Mainz, 10. Nov. Unter außerordentlich großer Teilnahme fand gestern die Beisetzung des Bischofs Dr. Brück statt. Als Vertreter des Großherzogs war Ober­Hofmarschall v. Westerweller Erz. erschienen; die Großh. Regierung war durch Staatsminister Rothe Erz. vertreten. Der Erzbischof von Freiburg hielt das Totenamt, General­vikar Dr. Engelhardt die Predigt.

(!) Kassel, 8. Nov. Gestern Nachmittag brach in einer nicht weit von der Husarentaserne gelegenen Staatsdomäne ein Großfeuer aus, daß troß des sofortigen Eingreifens der Soldaten, denen nachher noch die Feuerwehr Hilfe leistete, rasch um sich griff. Die Scheune und die Stallungen sind vollständig ausgebrannt. Man nimmt an, daß die Gebäude durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters in Brand geraten find.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 7. November 1903. Die Kammer hat sich heute als Berufungsinstanz ledig­lich mit Privatflagesachen zu befassen. Spengler Karl August Pasbach zu Gießen hat gegen den Schreiner Karl Wacker lage erhob. Das hiesige Schöffengericht verurteilte jeden wegen Beleidigung Klage erhoben, worauf letterer Wider­zu 20 Mt. Geldstrafe, wogegen Berufung eingelegt wurde. Da zwei Zeugen durch ärzliche Zeugnisse entschuldigt sind, ver­sucht das Gericht einen Vergleich zustande zu bringen, welcher aber scheitert. Es muß dieserhalb Wertagung eintreten. Kaspar Müller III. von Mainzlar hat den Landwirt Kaspar Vogel I. wegen Beleidigung verklagt, was zur Folge hatte, daß Müller gegen- Vogel ebenfalls flagend vorging. Vom hiesigen Schöffengericht wurden beide freigesprochen, der Widerbeklagte Müller mit sämtlichen Kosten belastet. Der von letterem eingelegten Berufung wird heute stattge­geben und der Angeklagte Vogel, unter Belastung mit den Kosten zu einer Geldstrafe von 5 Mt. verurteilt, wobei auch auf Publikationsbefugnis erkannt wird. Die Klage des Brauereibesizers Georg Bichler gegen Karl Buß zu Gießen findet ihre Erledigung durch Verlesen einer Ehrenerklärung seitens des Angeklagten Buß, worauf das Verfahren einge­stellt wird. Ebenso wird die Klage des Philipp Schmidt von Mehlbach gegen den Lorenz Martin Sames von dorten wegen Beleidigung, durch Vergleich erledigt, womit die Sigung geschlossen ist.

Wetterbericht.

( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)

Verlauf der Witterung von Sonntag bis Montag.

In

Ein im Nordwesten vorüberziehendes TIEF drängt das HOCH nach Südosteuropa, sodaß der Wind nach Süden drehte. Infolgedessen dauert bet weiterem sinken der Temperatur das trübe aber trockene Wetter an. Oberhessen herrscht vielfach Nebel. Die Nachmittagstempe­raturen übersteigen heute 4° nicht. Das HOCH dürfte weiter nach Südosten zurückweichen, das TIEF aber Ostwärts vor­dringen.

Voraussichtliche Witterung am Dienstag und Mittwoch. Fortdauer des trüben, vielfach nebeligen Wetters. Zu­nächst noch falt, später( Mittwoch) Erwärmung, nur im Norden Oberh ssens etwas Regen, sonst trocken.

Marktberichte.

Gieken 10. Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per Bfb. 1.00-1.10 mt., Hühn reter 2 Stüd 16-18 Pfg., Enteneter St. 8 fa. Raje per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 fg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Big, Tauben per Paar f. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr 1.30-1 80, Hahnen, per Stüd Mr. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Pfd. 56-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per Bfund 0.80 Vfq., Kalbfleisch per Pfd. 70-76 Pfa., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.00 5.50 mt., Rwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5 00, Aepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Frankfurt a. M., 9. November. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr 16.40-16.50, kurhessischer Mt. 16.40-16.50, norddeuts h. Mr. 16.40 b. 16.50, Kansas Mt. 17.75-18.25, Roggen, hiesiger Mr. 13.40 bis 13.50, russischer Mt. 14 25-14.50. Amerikaner Mt. 14.50 bis 14.75, Gerste. hiesige Mt. 15.30 bis 15 60. Pfälzer, Mt. 16.20 bis 16.40, fränkische Mt. 15 80, Riedgerste Mk. 15.90 bis 16 30, un­garische Mt. 17.50-18.25. Hafer, hiesiger Mt. 13.25-13.70, fur­hessischer Mr. 13.40-14 20, Württemberger Mt. -- bis-- bayerischer Mr. 13.25-14. russischer Mr. 13.50-14.75, Mais Mixed Mr. 12.30-12.50 La Plata Mr. 11.50-12.-, weir er Mais Mt. 12 25-12.50, russischer Mt. 12.75-12.90. Alles pro 100 Kilo ab hier.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Sokale, den Gerichts" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann,

Die amtliche

k. k. ,, Wiener Zeitung"

Nr. 277, Seite 775, bespricht in würdiger Weise folgende Anerkennung der Heilkraft des Wilhelm's antiar­thritischen und antirheumatischen Bintreinigungs­Thees des Herrn Franz Wilhelm, Apotheker t. und f. Hoflieferant in Neunkirchen, Niederösterreich:

Nach mehrseitig gemachten Erfahrungen können wir den antiarthritischen und antirheumatischen Blutreinigungs­Thee als ein sehr treffliches Mittel in rheumatischen und gichtischen Leiden anempfehlen. Seine spezifische Wirkung äußert er auf die gesamte Blutmasse des Körpers, sowie auf das Nervensystem, indem er die Dickflüssigkeit des Blutes hebt, das kohlenstoffhaltige venöse Blut im Unterleibe reinigt Schleim und Gallenstofflagerungen entfernt, sowie Stuhl­verstopfung hebt, welche sämmtlich zur Entstehung genannter Krankheiten Anlaß geben.

Selbst der anhaltendere Gebrauch diefes Blutreinigungs­Thees belästigt die Verdauung nicht, im Gegenteile, er fräftigt sie.

Besonders empfiehlt sich der Gebrauch dieses Thees im Herbst, im Frühjahre, sowie auch in rauherer und fälterer Jahreszeit, mo genannte Uebel hervorzutreten und die mit demselben B. hafteten arg zu quälen pflegen.

Um sich vor falschen Nachahmungen dieses Thees zu hüten, wodurch der genannte gute Erfolg nicht erzielt wird, beziehe man denselben direkt aus dem Depot des Herrn Franz Wilhelm, Apotheker, k. und t. Hoflieferant in Neunkirchen( bei Wien) oder dessen Niederlagen.

Dr. Raudnih.

Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Walnusschale 56, Ulmenrinde 75, franz. Orangenblätter 5, Eryngiiblätter 35, Stabiosenblätter 56, Lemus. blätter 7, Binnst in 150, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caruy mury I 35, Radic. Cariophyll. 3 50 Chinarinde 350 Eryngiiwurzel 57, Fenchelpure Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Salaparutzel 35, Fenchel, röm. 350, weiß Senf 3 50, Nachtschatten­Stengel 75.

Ti. Pestand eile sind nach einem eigenen Verfahren getchn tten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht Nicht verwed feln mit gewöhnlicher Handelsware.

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