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8.8.1903 Erstes Blatt
 
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dieser Maßregeln ersucht. Betreffend Erneuerung des mit Desterreich- Ungarn Viehseuchenübereinkommens mit spricht sich der Landwirtschaftsrat gegen eine solche aus. Zu dem von Großherzoglicher Regierung zur Begut achtung vorgelegten Entwurf über die Errichtung einer staatlichen Schlachtviehversicherung spricht sich der Land­wirtschaftsrat dahin aus, daß er die Einführung einer allgemeinen obligatorischen Viehbersicherung für zweck­mäßig und vollkommen hält. Für den Fall, daß Groß­herzogliche Regierung mit Rücksicht auf die finanzielle Lage und die Wünsche der Zweiten Kammer an der Vorlage eines Schlachtviehversicherungsgesehentwurfes festhalten wolle, beantragt der Landwirtschaftsrat wenigstens die Berücksichtigung wesentlicher Abänderungs­vorschläge, so namentlich die Festsetzung gleicher fefter Beitragsleistung für alle Versicherten, die lebernahme eines Teiles der Entschädigungskosten durch den Staat nach dem Vorbilde aller anderen Bundesstaaten, die Ausschließung der Hausschlachtungen aus dem Ver­sicherungsgesete, um die in dem Gesezentwurfe bor­gesehene Ausdehnung des Schlacht- und Fleischbeschau zwanges auf diese zu verhindern. Endlich beschlicßt der Landwirtschaftsrat die Veranstaltung einer gemein samen Beschickung aus dem Großherzogtum Hessen der im Jahre 1904 stattfindenden großen Gartenbauaus stellung in Düsseldorf vorzusehen.

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** Herr Eisenbahndirektions- Präsident Thomé Frankfurt ist vom 7. August ab auf 6 Wochen beurlaubt und mit seiner Vertretung Herr Oberregierungsrat Dr. Meyer und in dessen Behinderung Herr Ober- und Geheimer Baurat C'ausniger betraut worden.

** Das Wettrennen zwischen dem Mexikaner Texas- Tex und dem bekannten Rennfahrer Gräf aus Frankfurt a. M. welches morgen, Sonntag nachmittag, auf dem Gießener Sportplay vor sich gehen wird, scheint dieses Mal doch ein sehr ernstes und sehr gespanntes zu werden. Texas- Tex war selbst, nachdem wir das am vergangenen Sonntag stattgefundene Rennen ganz nach der Stimmung im Publikum in unserer Zeitung fritisiert hatten, auf unserer Redaktion und versicherte, daß das bevo stehende Rennen ein beißes werde, selbst auf die Gefahr hin, daß er verliere. Bei gutem Wetter mag das interessierte Puklifum sich diese Vorstellung mit ansehen, besonders ist sie denen zu empfehlen, die am letzten Sonntag nicht Zuschauer waren.

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Die Anlagenmusik für nächsten Sonntag fin det auf der Süd- Anlage mit folgendem Programm ftatt: 1. Duverture aus der Oper Martha" von Flotom, 2. Glüh würmchen! Idyll von Lincke und 3. Wotans Abschied und Feuerzauber aus der Walküre von Wagner.

** Männer- Turnverein Gießen. Das dies­jährige Sommerfest des Turnvereins findet morgen von 41/2 Uhr ab im Neuen Saalbau( Steins Garten) statt. Hoffent lich hält das schöne Wetter an und verhilft dem Turnverein zu einem wirklichen Sommerfest.

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*** Der Maschinenbauer Gesangverein Gießen unternimmt morgen einen Ausflug nach Klein- Linden, an dem auch Freunde des Vereins teilnehmen können.

** Im kommenden Frühjahr wird auf dem Wasser der Bahn am Bootplatz der Gießener Rubergesellschaft ein Motor- oder Dampfboot schwimmen. Für diesen Zwed sind von Mitgliedern der Gesellschaft bereits reichliche Mittel gezeichnet, sodaß eine Beschaffung gesichert ist. Abgesehen von Vergnügungsfahrten zwischen Gießen und der malerisch gelecenen Badeburg wird das Dampfboot auch für Training­zwice benutt; fo berichtet der Frff. G.- Anz."? de

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** Die Mitglieder der Meister- Prüfungskommission für Oberhessen sind immer noch eifrig in Aktion, um in den einzelnen Zentralorten die praktischen Prüfungen durchzunehmen, u. a. geschah dies in Lollar, Großen Buseck, Gießen, Herbsteinu. Nidda; für die nächsten Tage ist Bußbach, Friedberg, Ostheim, Schotten, Schlitz, Reichensteinau und Groß- Karben vorgesehen.- Bis zum 31. Jult, dem Schlußmeldetermin, haben sich im Ganzen 88 junge Handwerker gemeldet, die sich in diesem Jahre den Meistertitel erwerben wollen.

** Der in der Zeit vom 2. bis 4. August d. Is. in Hamburg stattgehabte Verbandstag der Gehilfen im mittleren Eisenbahndienst wählte Kassel als Versammlungsort für 1904.

* Die antropologische Gesellschaft hält in der Zeit vom 10. bis 13. August in Worms ihre 34. all­gemeine Versammlung ab.

* Achtung Frankfurter Bantnoten! Laut Beschluß des Bundesrates behalten die s. 3. zur Einlösung aufgerufenen Gulden- und Marknoten der Bank die Kraft einfacher Schuldscheine und werden als solche bei der Kasse der Frankfurter Bank in Frankfurt a. M. bis zum Ablauf des Jahres 1903 eingelöst. Die bis dahin nicht zur Ein­lösung gelangten Banknoten sind als einfache Schuldscheine verfallen.

*** Krantenfassen- Versicherungspflicht, oder nicht? Die prinzipiell wichtige Frage, ob diejenigen Reisespresen, welche ein Reisender für seinen Lebensunterhalt unterwegs verwendet, in Anrechnung zu kommen haben, bei Berechnung des Einkommens in Ansehung der Kranken­versicherungspflicht des betreffenden jungen Kaufmanns, wird hier im Instanzenzug gegen einen Gießener Chef zum Aus­trag gebracht werden. Derselbe weigert sich aus prinzipiellen Gründen seinen Reifenden, der 1500 Mart Jahresgehalt und pro Woche etwa 40-50 Mart Vertrauensspeesen hat, zur Ortstrantentasse anzumelden, mit der Begründung, daß die Steuerbehörde seinen jungen Mann mit einem Einkommen von über 2000 Mart zur Steuer veranlagt hat. Auf er­hobene Reklamation aber erklärt hat, daß als Einkommen derjenige Speesenbetrag, den der Reisende unterwegs für feinen Lebensunterhalt verbraucht, zu dessen festen Gehalt als Einkommensteuerpflichtig hinzugerechnet werden muß. Dagegen hat die Bürgermeisteret entschieden, daß in An­

sehung der Meldepflicht zur Krankenkasse nur als Einkommen das feste Gehalt anzusehen sei. Das Schöffengericht, vor dem der Fall verhandelt wurde, rertagte die Sache um erst das Steuer- Kommissariat zu hören. Der angeklagte Chef, sowohl wie der Amtsanwalt erklärten die Angelegenheit wegen ihrer prinzipiellen Seite bis zur höchsten Instanz zum Austrag bringen zu wollen.

Kirchliche Nachrichten.

Batholische Gemeinde.

Auf Anordnung des hochwürdigsten Herrn Bischofs soll aus Anlaß der erfolgten Wahl des hl. Vaters Papst Pius X. am Sonntag, den 9. August, in allen Pfarr- und Filial­firchen ein feierliches Hochamt( Missa solemnis de Trinitate) bor ausgeseztem Allerheiligsten abgehalten, und nach dem felben das Te Deum nebst den betreffenden Orationen ge­sungen werden.

Das vorgeschriebene feierliche Amt wird in hiesiger Kirche um 9 Uhr stattfinden.

Weitershain. Eines immer größer werdenden Nenomees erfreut sich als Kunstschlosser unser Bürger­meister. Wie wir hören arbeitet er augenblicklich an einem schönen im Barockstil gehaltenen Tor, das für einen Herrn in Chile, Südamerika, bestimmt sein soll. Lehnheim. Eidlich verpflichtet wurde Lina Groß als Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Hebamme für unsere Gemeinde.

× Storndorf. Am 2. August fand hier das Missions­

feſt des evangel. Dekanates Alsfeld statt. Die Fſtpredigt hatte Herr Pfarrer Wagner- Billertshausen übernommen. Eine Nachfeier fand im Waldbezirk Stollberg statt, wo Missionar Flad über die Mission in China sprach. Ein aufziehendes Gewitter mahnte zur früheren Heimkehr, doch die meisten hielten aus. Eine Festtollefte ergab 73 Mt. die Herrn Flad für die Basler Mission mitgegeben wurden. * Aus der Rhön, 4. August. Die Landwirte, Vieh­züchter und Meßger dürfte die Mitteilung interessieren, daß die in ganz Deutschland berühmten großen Bartholomäus­viehmärkte zu Neustadt a. S. dieses Jahr an folgenden Tagen abgehalten werden: Am Dienstag, 25. August, großer Buchtbullenmarkt mit Prämiirung der Bullen, Kalbinnen und Zuchteber, Mittwoch, 26. Auguft, Bartholomäusvieh

markt.

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Homberg, 3. August. Wie nach dem Krbl" be­stimmt verlautet, besteht die Absicht, am hiesigen Dite ein neues Amtsgerichtsgebäude zu erbauen. Das alte Gebäude soll abgerissen und auf derselben Stelle der Neubau aufge­richtet werden.

* Ederkreis. In der Wald. Ztg" zu Wildungen steht die nachfolgende Anzeige zu lesen:

Deutsch- sozial gesinnte Musiter für Ende September zur Prämiirungsschau nach Albertshausen gesucht. Offerten erbitten bis zum 10. September an Gastwirt Horn, Albertshansen,

die Mitglieder und Freunde des Bundes

der Landwirte in Albertshausen."

Ob die Musiker in Bezug auf ihre Gesinnung oder in Bzug auf ihr Spiel prämiirt werden sollen, das verraten die Erlasser der tiefsinnigen Anzeige leider nicht. Im ersteren Falle sollten sie längst wiss n, daß die Musiker stets an der Epiße marschieren und deshalb zur Fortschrittspartei halten.

* Frankfurt, 7. August. Erschossen hat ein Bäcker­bursche wegen Untreue seine Geliebte und hat sich dann selber zwei Schüsse beigebracht. Sein Zustand ist nicht unbedingt lebensgefährlich.

* Mainz, 7. Auguft. In einer hiesigen Fabrik wurde heute von einer Maschine einem verheirateten Fraiser ein Stück Holz mit solcher Wucht gegen den Leib geschleudert, daß eine schwere Darmzerreißung entstand. Im Spital mußte s fort eine Operation vorgenommen werden. Es iſt wenig wahrscheinlich, daß der Verunglückte mit dem Leben

davonfommt.

* Darmstadt, 7. August. Im städtischen Krankenhause starb an Arsenikvergiftung der 22 Jahre alt stud. Chem. Walter Meisenburg aus Schmallenberg, Kreis Meschede. Ob eine absichtliche Vergiftung vorliegt, oder ob sie auf die Ar­beiten im Laboratorium zurückzuführen ist, konnte noch nicht festgestellt werden.

Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 7. August.

Der s. 8. wegen in hiesiger Stadt begangener Brand­stiftung vom Schwurgericht zu 22 Jahren Zuchthaus ver­urteilte Schuhmacher Johann Debus aus Damm 6. Marburg, hat sich heute wegen Beleidigung des damals die Vorunter­suchung führenden Richters des Landgerichtsrats Prätorius zu verantworten, nachdem er voriges Jahr wegen Beleidi­gung des im Schwurgerichtstermin amtierenden Staatsanwalts Renß eine Gefängnisstrafe erhalten hat. Der Angeklagte hat in einer zu Protokoll gegebenen Beschwerde behauptet, der Untersuchungsrichter habe seine Schwerhörigkeit dazu be­nugt um ein falsches Protokoll aufzunehmen. Bereits vor 2 Monaten hat in dieser Angelegenheit Termin angestanden, die Sache wurde ausgesetzt, da Zweifel an der Zurechnungs­fähigkeit des Angeklagten auftauchten die eine Beobachtung in der hiesigen psychiatrischen Klinit als notwendig erscheinen ließen. Nach dem Gutachten der Sachverständigen ist Debus wohl nervös, doch muß er für sein Tun und Treiben Rechenschaft geben können. Indem das Gericht die leichte Erregbarkeit strafmildernd in Betracht zieht, fommt es zu der gelinden Strafe von 6 Wochen Gefängnis, trop des schweren Vorwurfs welcher einem gewissenhaften, peinlich Die Entscheidung genauen Beamten gemacht worden ist. der am letzten Freitag verhandelten Sache gegen Moriz Lilienfeld von Neustadt wegen Gewerbesteuerhinterziehung, wird in Form eines Beschlusses verkündet, wonach der Staatsanwaltschaft anheimgegeben wird, weitere Ermitte­lungen einzuziehen, worauf anderweitiger Hauptverhand­Die Dienstmagd lungstermin anberaumt werden soll. Marie Eichhorn von Bartenstein wird wegen zum Nachteil ihrer Kolleginnen in Bad Nauheim verübter Diebstähle, in Lehrer eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten genommen. Johann Nikolaus Schmitt aus Worms, seither in der Volts­schule zu Ohmes bei Alsfeld tätig, hat sich wegen Ueber­schreitung des Züchtigungsrechts zu verantworten. Der in­zwischen nach Groß- Zimmern versezte Angeklagte hat zwar einen ungezogenen Jungen eine derbe Züchtigung zu tei werden lassen, doch hält das Gericht eine strafbare Körper­verlegung für ausgeschlossen und spricht ihn von Strafe und Koften frei.

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Aufgebotene.

Am 1. August Georg Umbach, Kutscher dahier mit

Margarete Junker, Cigarrenmacherin zu Wieseck Um 4. Aug.

Georg Anton Geißner, Konditor dahier mit Marie Emilie Textor geb. Maltomesius dahier. Am 5. Aug. Louis Mar­fus, Kaufmann dahier mit Johanna Rosenstiel zu Neustadt a. H.

Eheschließungen.

Am 5. Aug. Karl Friedrich Allendörfer, Gerichtsschreiber­aspirant zu Büdingen und Minna Babette Zwesch, Tochter des Kaminfegermeisters Karl Zwesch dahier.

Geborene.

Am 28. Juli Dem Fabritarbeiter Georg Eisenbrandt eine Tochter Helene Karoline. Am 2. Aug. Dem Universitäts­professor Dottor Wolfgang Mittermaier ein Sohn Wolf­gang Dietrich. Dem Schneider Friedrich Aulenbacher ein Sohn Friedrich. Dem Taglöhner Heinrich Koch IV. ein Sohn Ludwig Georg. Am 3. Aug. Dem Kauf­mann Johannes Garthe ein Sohn Kurt. Dem Gerichts­Dem Lokomotivheizer assessor Gustav Weiß eine Tochter. Ludwig Pfaff ein Sohn Ludwig Wilhelm. Am 4. Aug. Dem Stationsgehilfe Karl Christ eine Tochter Berta Emilie Frieda. Dem Kutscher Heinrich] Friedler ein Sohn Ludwig.

Gestorbene.

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Am 31. Juli Selma Elisabethe Jalowießty, geborene Glombisch, 49 Jahre alt, ohne Beruf, dahier. Am 1. Aug. Louise Ferber, 80 Jahre alt, ohne Beruf dahter.- Emma Lönges, gebor. Heil, 76 Jahre alt, witwe des Großh. Schloßverwalters Dönges dahier. Georg Adam Reich, 43 Jahre alt, Müller dahier. Adolf Laudon, 63 Jahre alt, Schreiner dahier. Am 2. Aug. Karl Bellnhöfer, 10 Jahre alt, Sohn des Spenglers Anton Bellnhöfer dahier. Am 3. Aug. Marie Zielte, gebor. Hoppe, 64 Jahre alt, dahier. Heinrich Repp, 1 Monat alt, Sohn des Tag­löhners Heinrich Repp dahier. Am 4. Aug. Johannes Fried­rich, 42 Jahre alt, Dienstknecht dahier. Heinrich Heyne, Jahr alt, Sohn des Kaufmanns Heinrich Heyne dahier. Am 6. Aug. Bernhard Bahs, 29 Jahre alt, Reisender dah.

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Elsa Regina Sophie Häuser, 7 Monate alt, Tochter des Kaufmanns Karl Häuser dahier. Am 7. Aug. August Senſt, 69 Jahre alt, Garnisonverwaltungs- Inspektor i. P. dahier.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Es tönnen eingestellt werden:

8 Pferdefnechte, 2 landwirtschaftliche Arbeiter, Bementmüller, 1 Kunstschlosser, 1 Bauschlosser, 1 Schmied, 1 Tapezierer, 1 Modellschreiner, 3 Bau- und Möbelschreiner, 1 Drechsler, 2 Handlanger, 1 Glaser, 2 Spengler 2 Kellner, 3 Hausburschen, 1 Restaur.- Köchin( ausw.,) 19 Dienstmäd­chen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kinder­mädchen, 1 Laufmädchen, 4 Lauffrauen, 1 Weißzeugnäherin, 1 Blätterin nach ausw., 1 Büglerin oder Flickerin. Lehrlinge: 2 Bäcker.

Es suchen Arbeit:

6 Pferdefnechte, 2 landwirtsch. Arbeiter, 2 Kutscher, 1 Schmied, 1 Installateur oder Spengler, 1 Spengler, 1 Maschinist oder Heizer, 3 Buchbinder, 1 Packer oder Lager­arbeiter, 3 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Weißbinder, 1 Lackierer, 2 Glaser, 2 Erdarbeiter, 1 Küchenchef, 2 Hausburschen, 1 Schreibgehülfe, 1 Maschinenschreiber, 2 Lauffrauen, 1 Lauf­mädchen, 2 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 Kinderfräulein, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 1 Flickerin. Lehrlinge: 1 Schreiner für auswärts.

Marktbericht.

Gießen, 8 August. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter Enteneter per Pfd. 1.00-1.20 m, Hühnereter 7-8 fg., St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfa., Tauben per Paar M. 0.75-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.20-1 80, Hahnen, per Stud Mr. C.65-1.00, Enten per Stüd 1.70-2.00, Gänse p. Pfd, 54-60 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Pfg. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 10.00-10.50 Mt., 3wiebeln per 3t. Mt. 8.00-8.50, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg.

Frankfurter Hen- und Strohmarkt vom 7. August. ( Amtliche Notierungen.) Heu( altes) per Zentner Mt. 3.40, Heu( neues) Mt. 3.10-3.50, Stroh per Zentner Mt. 2.10-2.30.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für das 2okale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Drud und Verlag der Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen.

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