an der Ermordung des Königspaares beteiligten Offiziere fühlen sich vom König Peter nicht genügend bevorzugt, die Nichtbeteiligten dagegen erklären, die Königsmörder würden viel zu ſehr bevorzugt. In den Zeitungen kommt der Kampf dieser beiden Anschauungen zu rücksichtslosem Ausdruck, und der gemeinsame Prügelknabe für beide streitenden Parteien ist natürlich der König Peter, der's weder dem einen noch dem anderen recht machen kann. Armer Peter!
Kurze politische Nachrichten.
Das bayerische Ministerium hat Erhebungen darüber angeordnet, ob die in manchen bayerischen Wahlkreisen be. haupteten Reichstagswahlfälschungen vorgekommen sind.
* Der Arbeiter- Ausstand in Kiew dauert fort. Arbeiter hausen durchzogen die Straßen, drangen in Privatwerk stätten ein und zwangen sie zur Einstellung der Arbeit.
* Die portugiesische Regierung hat die Dampfjacht des neuen Kaisers der Sahara", Lebandy 1., beschlagnahmt, weil die Jacht widerrechtlich die portugiesische Flagge ge tragen hätte. Da wird wohl Lebaudy 1. nichts weiter übrig bleiben, als Portugal den Krieg zu erflären. Uebrigens hai der französische Minister des Auswärtigen die„ Akten" über die Expedition Lebaudys vom Marineminister eingefordert.
Hof und Gesellschaft.
* Der Kaiser besichtigte in Bergen das dort einge troffene Schulschiff„ Stosch". Abends stattete er der Kö nigin- Witwe von Italien, die auf der Jacht Jolanthe" einen Ausflug in die nordischen Gewässer macht und in Bergen eintraf, einen halbstündigen Besuch ab und überreichte ihr sin prachtvolles Rosenbouquett. Später folgte die Königin einer Einladung zur Abendtafel. Der Kaiser holte die Kö nigin selbst in dem Standartenboot der Hohenzollern" ab. Das Boot hatte bei der Rückfahrt die Standarte der Königin Witwe gesetzt. Auf der Hohenzollern" war zum Empfange eine Ehrenfompagnie aufgestellt, und unter den Klängen der talienischen Nationalhymne bestieg die Königin das Schiff. Begen 10% Uhr geleitete der Kaiser die Königin Margherita rieder zu ihrer Jacht. Die im Hafen liegenden deutschen Schiffe führten zu Ehren der Königin die italienische Flagge im Top. Wie aus Bergen noch gemeldet wird, soll die Nordlandsreise am 11. August beendet werden. An diesem Tage wird der Kaiser an Bord der„ Hohenzollern" in Swinemünde eintreffen.
Bunte Chronik. Der Kaiser hat dem Marienburger Bürgermeister eigenhändige Zeichnungen für den Aufbau der am 6. Dezember v. J. abgebrannten Laubenhäuser zu gehen lassen. Für die Neubauten sind fünf Zuschüsse von 1000 bis 15000 Mark aus dem kaiserlichen Dispositions fonds angewiesen.
Zum Kaiserbesuche in Dresden ist nun. mehr das folgende offizielle Programm aufgestellt worden. Der Kaiser trifft am Vormittag des 1. September in Dresden ein und wird im dortigen kgl. Residenzschlosse Wohnung nehmen. Am Nachmittag begibt sich der Monarch zu einem Besuche der deutschen Städteausstellung nach dem Ausstellungspalast, wo ein Aufenthalt von etwa zwei Stunden in Aussicht genommen ist. In der Kuppelhalle des Ausstellungsgebäudes wird der Kaiser von den anläßlich des deutschen Städtetages in Dresden anwesenden Oberbürgermeistern und Bürgermeistern der deutschen Städte festlich empfangen und begrüßt werden. Abends findet zu Ehren des Kaisers eine Galavorstellung im fgl. Opernhause statt, an die sich ein großer Zapfenstreich auf dem Theaterplate anschließt. Von Dresden aus gedenkt der Kaiser nach) Merseburg weiter zu reisen, wo die Ankunft am 2. September gegen 11 Uhr abends erfolgt, nachdem der Monarch auf der Fahrt nach dorthin mit seiner hohen Gemahlin zusammen getroffen sein wird. Sofort nach dem Eintreffen in Merseburg begibt sich das Kaiserpaar vom Bahnhofe durch die festlig illuminierten Straßen der Stadt nach dem dortigen öniglichen Schlosse.
Nab und fern.
-Aus Preußisch- Stargard ist der 30jährige Vollziehungs beamte Johann Rosener mit 10 000 Mark flüchtig geworden, die er bei der Reichsbank erhoben hatte.
Einige Aufschlüsse über die Bedingungen der hessischen Landeshypothefenbant hinsichtlich der Einrichtung der Bant.
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also rund 60 pct. des Besiz um3. Es werden sonach die ländlichen Grundbesizer mindestens ebenso günstig behandelt wie die Hausbesißer in den Städten. Der Beleihungssat für die ländlichen Hofreiten ist deshalb verhältnismäßig gering gegriffen, weil die Umsaßfähigkeit, die Verkäuflichkeit und Vermietbarkeit infolge geringerer Nachfrage auf dem Lande eine beschränkte bleibt, zumal wenn der zugehörige sonstige Grundbesiß unbedeutend ist. Ist das Haus ohne Verbindung mit landwirtschaftlichem Betriebe zu verwerten, z. B. als Wohn- oder Geschäftshaus, so fann eine Beleihung unter günstigen Gemeindeverhältnissen bis zu 50 pCt. eintreten. Für Weinberge und Wälder beträgt die Grenze 40 pCt.
Ausgeschlossen von der Beleihung sind Grundstücke, die als Baupläße eine, zu ihrem Ertrag in Mißverhältnis stehende höhere Bewertung gefunden haben, noch nicht fertige Neubauten, Grundstücke, die feinen oder feinen ficheren Ertrag bringen, industrielle Anlagen, Theater, Hotels und Mühlen.
Auch jene Grundbesizer, welche ihr Anwesen bereits belafiet haben, können der Vorteile des Landes- Justituts teilhaftig werden, da bestehende Hypotheken auf dem C ssionswege übernommen werden, der Cessionsstempel ermäßigt sich hierbei auf die Hälfte. Die Bank ist bereit, die nötigen Verhandlungen mit den Hypothekgläubigern zu übernehmen und die Ablösungen zu besorgen gegebenenfalls nach Ab. lauf der von den einzelnen Hypothefgläubigern vorbehaltenen Kündigungsfristen. Die Zinsen werden immer nur vom Tage der Auszahlung der einzelnen Darlehensraten an gerechnet.
Die Landes Hypothekenbant ist bekanntlich als rein ge meinnügiges Institut durch den Staat unter Beteiligung von Gemeinden und öffentlichen Sparkassen ins Leben gerufen worden. Ihre Aufgabe besteht darin, dem Grundbesig in Stadt und Land zu billigem Binsfuß Gelder zur Verfügung zu stellen und die allmähliche Entschuldung dadurch zu fördern, daß sie eine b. queme Gelegenheit zu fortlaufenden Abzahlungen bis zur gänzlichen Tilgung der Schuld bietet Der Zinsfuß beträgt 3% pCt. Hierbei genießt der Schuldner noch einen besonderen Voreeil in der Weise, daß die Bank ihrerseits auf jede Kündigung verzichtet, also auch den 33 prozentigen Binsfuß niemals erhöhen tann und den Schuldner sonach für alle Zeiten gegen bie Sorgen einer Geldverteuerung schüßt. Voraussetzung ist dabet, daß sich der Anleiher zu einem sogenannten Tilgungsdarlehen entschließt, also nicht nur für die Hypothekenzinsen sorgt, sondern auch zur allmählichen Abtragung des Kapitals alljährlich einen Tilgungsbeitrag leistet, der im allgemeinen 1/2 pCt. betragen soll. Insgesamt wären also fürs Jahr 33 pet. Binsen und Tilgungsbeitrag zu bezahlen. Bei 1/2 pet. Tilgungszuschlag beträgt also die Jahresleistung pCt. Mit anderen Worten: wenn der Anleiher jährlich insgesamt 4 pCt. an die Bank bezahlt, erreicht er die allmähliche Tilgung seiner Schuld, und zwar vollzieht sich diese Abtragung in 58 Jahren. Will man rascher zum Ziel tommen, so hat man einen entsprechend höheren Tilgungsbeitrag zu wählen. Mit 34 pCt. Jahreszuschlag tilgt sich berspielsweise das Kapital in 48, mit 1 pCt. in 42, 2 pet, in 28 Jahren. Selbstverständlich berechnet die Bant immer nur Zinsen aus dem vom Vorjahre übrig gebliebenen Kapitalsrest. Da aber die Jahresleistung des Schuldners für die ganze Darlehensdauer unverändert bleibt, so wird mit jedem Jahr für die Abschreibung vom Kapital ein entsprechend größerer Betrag verfügbar. So entfallen beispielsweise im 30. Jahr nur noch 23/4 pCt auf die Verzinsung und bie andern 1/2 pCt.( 4 pCt. Gesamt- Jahresleistung abzüglich der eben erwähnten 24 pCt.) auf die Tilgung, die so rasche Fortschritte macht, daß mit dem 58. Jahre das Kapital vollständig abgetragen ist. Wenn man allenfalls jedes Jahr/ pCt. tilgen, die Zinsen aber immer nur aus dem Kapitalrest bezahlen wollte, statt daß man die Ersparnis an Zinsen mit zur Tilgung verwendet, so würden natürlich 200 Jahre bis zur Abtragung erforderlich sein. Darauf beruht eben ein wesentlicher Vorteil, den die Hypothekenbank ihren Schuldnern vermittelt, daß sie ihnen binnen 58 Jahren zur Befreiung von der Schuld verhilft, also in einer Zeit, innerhalb deren doch nur 29 pCt.( 58X2 pt.) vom Schuldner aufgebracht worden sind. Alle übrigen 71 pet. sind aus den ersparten Zinsen zu Gunsten des Anleihers in Anrechnung gekommen. Geht das mit einer Tilgungshypothek belastete Anwesen etwa durch Kauf an einen Anderen über, so fommt auf den Kaufpreis selbstverständlich nur das noch stehende Resttapital in Anschlag, weil der Verkäufer durch die alljährlichen Tilgungsbeiträge und die Ersparnisse an 8insen, die gleichfalls am Kapital abgeschrieben wurden, je nach der Länge der Zeit einen größeren oder kleineren Teil des Schuldkapitals gut gemacht hat.
Vom Leben des deutschen Kronprinzen in Döberitz, dem Barackenlager des Gardekorps bei Spandau, wird berichtet, daß er seinem Dienst mit eiserner Strenge obliegt, wegen seiner Leutseligkeit aber, die sich besonders in den Instruktionsstunden äußert, sehr beliebt ist. In den Lagerställen befindet sich ein junges Füllen, das der besondere Liebling des Kronprinzen ist und von diesem selbst auf offener Landstraße von einem Händler, der sich auf dem Wege zum Pferdemarkt befand, für 300 Mark erworben wurde. Der Kronprinz überzeugt sich täglich mehrmals, ob das Tierchen auch gut gedeiht.
A Therese Humberts schweres Geschütz. Die Millionenschwindlerin Therese Humbert, deren Prozeß heut in Paris beginnt, hat bekanntlich mit skandalösen Enthüllungen gedroht. Wie jetzt verlautet, denkt Therese namentlich den nationalistischen Deputierten und ehemaligen Miniſter Flourens durch einen Brief bloßzustellen, in dem jener in demütigstem Tone darum bittet, für Rechnung der Humberts nach dem Ural reisen und ein Bergwerk inspizieren zu dürfen, das Frau Humbert anzukaufen beabsichtigte.
† Ein großer Postdiebstahl ist auf dem zwischen Algier und Marseille verkehrenden französischen Postdampfer Rhone" verübt worden. Es wurden zwei Pafete mit Brief sachen und sonstigen Wertstücken im Betrage von 100 000 Francs entwendet.
Ein Wettrennen mit dem Tode unternahm, um ihr sieber Monate altes Kind zu retten, eine reiche Amerikanerin, die auf ihrer Besizung in den abgelegenen Adirondocks zur Som merfrische weilte. Das kleine Mädchen hatte eine Sicherheits. nadel verschluckt und jeder Versuch, sie zu entfernen, erwies sich für die geängstigte Mutter unmöglich. Schnell ent schlossen läuft sie mit dem Kinde an den See, macht ein Benzinboot los und fährt 6 Meilen weit nach dem Ort Paul Smiths zum nächsten Arzt. Dieser muß nach vielen Be mühungen einsehen, daß er mit seinen Gerätschaften die Nadel die in der Speiseröhre steden geblieben und mit der Spize ir den Hals gedrungen ist, auch nicht zu entfernen imstande ist. Hierbei kann nur eins geschehen," sagte der Arzt,„ und das ist, das Kind zu einem Halsarzt in Newyork zu bringen. Mit dem geeigneten Gerät kann er die Nadel in einer Minute entfernen." Newyork war 400 Meilen entfernt, und der einzige Zug dieses Tages war schon abgegangen. Da bestellte Frau Thompson unverzüglich einen Sonderzug und sagte dem Bahnhofsvorsteher, daß ihres Kindes Leben von der Schnellig feit des Zuges abhinge. In einer Viertelstunde war der Zug fahrbereit und Frau Thompson mit dem Kinde darin. Der Arzt begleitete sie und wandte beständig Kokain an, um die Reizung im Halse zu unterdrücken. Es war eine schreck. liche Fahrt für die Mutter; kaum ein Wort wurde gesprochen.
Endlich war Newyork erreicht und das Kind in das Roosevelt- Krankenhaus gebracht, wo alles schon zum erforderlichen Eingriff bereit war. Die Operation nahm nui 5 Minuten Zeit in Anspruch. Das Kind war gerettet.
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Auch der Uebernahme der Kaufschillingsreste steht innerhalb der Beleihungsgrenze der Bant nichts entgegen, nur ist in diesem Falle Hypothekerrichtung nötig. Die Regel bildet erststellige Beleihung. Doch fönnen Forderungen der Großh. Landeskreditkasse vorgehen. Sollen bestehende Hypotheken auf die Bank übertragen werden, so können sie einzeln in ihrem bisherigen Rang von der Bank übernommen werden. Auch in jenen Fällen, in denen etwa der nachgesuchte Darlehensbetrag nicht voll bewilligt werden fann, wird mit Vorteil von den Einrichtungen der Banl Gebrauch zu machen sein, weil dann angesichts der Billigteit der ersten Hypothek der etwas höhere Binsfuß für eine anderweitig aufzunehmende zweite Hypothet leichter getragen werden fann.
Erweist sich innerhalb der Darlehens- und Tilgungsdauer etwa der besseren Verkäuflichkeit wegen oder aus andern Gründen eine höhere Hypothekbelastung( z. B. in der ursprünglichen Höhe) als wünschenswert, so fann die Bant die Differenz zwischen dem jeweils stehenden Kapitalrest und dem zulässigen Beleihungs- Höchstbetrag als Darlehen wieder herauszahlen. Dann braucht der Verkäufer gewiß nicht zu befürchten, daß ihm die getilgten Beträge verloren gehen könnten. Auch dem Käufer bleibt es unbenommen, bei der Bank ein Zusazdarlehen zu den vom Vorbesitzer übernommenen Restfapital zu beantragen oder die Hypothek zu fündigen.
Lokales.
Gießen, 8. August 1903: ** Gestern abend 6 Uhr passierte der Großherzog den Gießener Bahnhof, um sich nach dem Jagdschloß Wolfsgarten zu begeben.
Da die Bank zur Entschuldung des Grundbefizes ins Leben gerufen ist, wird sie bei Rapitalridzahlungen über bie planmäßig festgesetzten Tilgungen hinaus leine besonderen Schwierigtetten machen, sie läßt also dem Schuldner das Kündigungs- und Rückzahlungs, das üb. gens auch die Möglichkeit gewährt, bei der Bant Herabsehung des Zins. fußes zu beantragen, n sich e allgemeinen Geldverhältnisse des offenen Marktes günstiger gestalten sollten.
** An der Spar- und Leihkasse Gießen ist bis Mitte Oftober die Stelle des 1. Gehilfen neu zu besetzen. Das Anfangsgehalt beträgt 1200 Mt., steig nd alle drei Jahre um 200 Mt. bis 2200 Mt.. und Aussicht auf defi: nitive Anstellung. Bewerber sollen sich bis zum 15. August schriftlich melden.
Was nun die Beleihungsgrenzen anlangt, so werden städtische Huasgrundstücke bis zu 60 pCt. des von der Bant ermittelten Wertes beliehen, doch dürfen Darlehen über 100 000 Mark die Hälfte des Wertes nicht übersteigen. Auf ländlichen Hofreiten, welche mit landwirtschaftlichem Betriebe in Verbindung stehen, fann in der Regel nur eine Beleihung von 40 pCt. gewährt werden.
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* Die hiesige Großh. Handelskammer hat auf ihre Eingabe vom 25. v. Mts. betr. Einführung direkter Personen- und Gepäckabfertigung zwischen Gießen und Bad Kissingen von der Kgl. Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M. nachstehende Antwort erhalten:„ Vom 10. d. Mts. wird die von uns erbetere Zustimmung der Generaldirektion München vorausgeseßt die direkte Personen- und Gepäckabfertigung von Gießen nach Bad Kissingen über Frankfurt a. M.( oder Windecken), Hanau, Aschaffenburg, Würzburg ( oder Arnstein) aufgenommen werden. Behufs Einführung der direkten Abfertigung von Bad Kissingen nach Gießen ist der Generaldirektion der Königl. Bayer. Staatseisenbahnen in München von ihrem Wunsche Kenntnis gegeben worden."
Es mag auf den ersten Augenblick befremdlich erscheinen, daß für landwirtschaftlich benutzte Hofreiten nur eine Beleihung bis zu 40 pCt. als Regel gilt. Man darf dabei aber nicht vergessen, daß zu dem Haus üblicherweise ein Besiz an Liegenschaften( Aecker und Wiesen) gehört, der von der Bank bis zu 2/ s des Wertes( also bis zu 662/ pCt.) beliehen werden fann. Nehmen wir unter ländlichen Verhältnissen ene Hofreite im Werte von 5000 Mart und den sonstigen Grundbesitz( Wecker nnd Wiesen) etwa mit 12 000 Mark an, so fönnen darauf als Beleihung gewährt werden: 2000, Mt. 40 pCt. der Hofreite, 8 000,- 662/3 pCt. der Aecker und Wiesen, 10 000.
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** Aus den Verhandlungen des Hessischen Landwirtschaftsrats am 30. und 31. Juli in Darmstadt seien besonders folgende Beschlüsse hervor gehoben: Der Voranschlag des Hessischen Landwirtschaftsrats pro 1904/5 wird genehmigt. Mit Rücksicht auf die geringen zur Verfügung stehenden Mittel wird beschlossen, die Beschickung der Berliner Gersten- und Hopfen- Ausstellung und der landwirtschaftlichen Maschinenprüfungen im laufenden Jahre ausfallen zu lassen. Betreffs einer definitiven Beschlußfassung über das Referat des Herrn Ministerialrat Braun( Errichtung ciner Landwirtschaftskammer) wurde folgender einstimmige Beschluß gefaßt:„ Der Hessische Landwirtschaftsrat wolle Großherzogliche Regierung um möglichst baldige Vorlage eines Gesezentwurfes, betreffend Errichtung einer Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Heffen, ersuchen und die Wünsche des Landwirtschaftsrats und der Provinzialvereine als Material zur Prüfung überweisen." Als Sachverständiger in Veterinärangelegenheiten wird Herr Kreisveterinärarzt Schmidt- Gießen in das Kollegium des Landwirtschaftsrats gewählt. Eine Petition der süddeutschen Zuckerfabriken, gegen eine Reichstagsresolution vom 10. Juni 1902, betr. Detarisierung von Roh- und Krystallzucker, wird dahin erledigt, daß sich der Landwirtschaftsrat gegen Detarisierung von Zucker, jedoch für Ermäßigung der Frachtsäge im Sinne der Reichstagsresolution für Zuckerrüben, Schnitzel und Melasse zu Futterzwecken ausspricht. Eine Anfrage der Eisenbahndirektion Mainz betr. Aufnahme von Torferde, Torfmull und Moorerde in den Ausnahmetarif für Düngemittel wird im Sinne der Frachtermäßigung für jene Artikel beantwortet. Der von Großherzoglicher Regierung zur Begutachtung vorgelegte Entwurf einer Novelle zum ReichsViehseuchengesetz findet im Allgemeinen mit Abänderungs- und Zusaganträgen Zustimmung. Ferner werden die Maßregeln zur Bekämpfung der Schweinepest und des ansteckenden Scheidefatarrhs zum Beschluß erhoben und Großherzogliche Regierung um Berücksichtigung
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