Ben. Das Wasser ber Fulda bei Kaffel ist starf geStiegen und teilweise über die Ufer getreten. Auch vom Main und Rhein wird Ueberschwemmungsgefahr gemeldet.
:) Ein humanes Gerichtsurteil. In Not und Verzweiflung hatte die 19jährige underehelichte Berta Scharz in Berlin ihr etwa ein Jahr altes Söhnchen ausgesezt. Sie hatte den Knaben, den sie nicht ernähren konnte, vor die korridortür ihrer früheren Herrschaft gelegt. Bon dort wurde das Kind ins Waisenhaus geschafft. Die Mutter wurde ermittelt und hatte sich jetzt wegen Kindesaussegung vor dem Berliner Gericht zu verantworten. Sie erklärte, daß sie in ihrer Verzweiflung taum gewußt habe, was sie getan. Der Staatsanwalt beantragte gegen sie 6 Monate Gefängnis, der Gerichtshof tam aber zu einem freisprechenden Urteil, da angenommen wurde, daß bas kind sich auf dem verkehrsreichen Flure nicht in einer hilflosen Lage befunden habe.
Ueber die Lissaboner Wasserkatastrophe liegen widersprechende Nachrichten vor. Eine Meldung des Reuterschen Bureaus von dort sucht jetzt den ganzen Vorgang, entgegen den furchtbaren ersten Schilderungen, als völlig harmlos hinzustellen. Es handle sich nur um das Schabhaftwerden eines Rohres eines Wasserreservoirs, wodurch die Werkstatt eines Schuhmachers überschwemmt wurde; der Schaden beläuft sich auf etwa 30 Pfund Sterling. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Der Vorgang spielte sich ab, ohne daß die Bewohner des Stadtviertels etwas merkten. Bon anderer Seite wird dagegen die unglücksnachricht in vollem Umfange aufrecht erhalten. Die Ueberschwemmung wurde danach durch den Bruch des Hauptreservoirs der alten, vom König Johann in der Mitte des 18. Jahrhunderts angelegten Wasserleitung herbeigeführt, das schon seit langem Risse gezeigt hatte.
Vermischtes.
*[ Ueber die Stellung unserer Kaiserin zur Reform. tracht] weiß ein ,, gutinformiertes" amerikanisches Blatt zu berichten. Eine Abordnung der Liga, welche eine ,, bernünftige Kleidung für Frauen" anstrebt, habe im Schlosse eine Audienz gehabt, um die Landesmutter für ihre Reformbestrebungen zu gewinnen. Die Kaiserin habe den Vortrag angehört und die Damen ersucht, an einem späteren Tage in ihrer Reformtracht zu erscheinen. Dies sei geschehen: Die Modefeindinnen stellten sich in ihren mit beängstigender Einfachheit gearbeiteten, fußfreien Kleidern vor. Sie fanden sich aber plöblich" von den ,, schönsten Damen des Hofes umringt", die sämtlich nach gewöhnlicher Mode, aber mit ausgesuch em Geschmat, geKleidet waren. Der Kontrast soll ,, wahrhaft überwältigend" gewesen sein. ,, Meine Damen," soll die Kaiserin gesagt haben, soll ich wirklich den jungen Damen am Hose zumuten, in Kleidern zu erscheinen, wie Sie sie tragen? Die junge Welt würde ja allen Lebensnuut verlieren!" Wenn es nicht wahr ist, so doch gut erfunden.
▲ Ein neuer Liebesroman im Hause Toscana. Wie Erzherzog Leopold Ferdinand ist nun auch noch ein anderer Bruder der Kronprinzessin von Sachsen, Erzherzog Heinrich, in einen Liebesroman mit einer Dame nichtfürstlichen Geblüts verstrickt. Um ihn von ähnlichen Schritten, wie sie sein Bruder getan, zurückzuhalten, hat Raiser Franz Josef den Erzherzog zu einer Audienz befohlen und ihn zur Korps- Offizierschule nach Innsbruck mit dem Befehl kommandiert, sich von der Dame zu trennen, mit der er seit langem ein Verhältnis unterhält. Erzherzog Heinrich, der kein Hehl daraus gemacht hat, daß er seines Bruders Leopold Verhalten billigt, wird dessen Beispiel vielleicht folgen. Von der sächsischen Kronprinzessin verlautet, sie wolle sich fortan über die Legitimität oder llegitimität des zu erwartenden Kindes in keiner Weise äußern. Das Prozeßverfahren und die Zukunft würden über sie und die Gründe ihres Entschlusses völlige Klarheit bringen.
(§) Zeitungsbetrieb auf einem Dampfer. Die MarconiGesellschaft teilt den Abschluß eines Vertrages mit, wonach sie von Ende Januar ab einem von Liverpool nach Newyork gehenden britischen Dampfer einen täglichen Nachrichtendienst mittels drahtloser Telegraphie zu liefern hat. Der Dampfer wird einen RedaktionsEtab und alle Einrichtungen zur Herstellung einer täglichen Zeitung an Bord führen.
[ die bösen Freitage.] Das Jahr, in welchem wir seit einigen Tagen leben, zeichnet sich durch etwas ganz besonderes aus, durch eine Merkwürdigkeit, die abergläubische Gemüter mit Furcht und Schrecken erfüllen könnte. Es hat nicht weniger als drei Freitage, die mit dem 13. eines Monats zusammenfallen, und zwei dieser Freitage fehren sogar in zwei aufeinander folgenden Monaten, im Februar und im März, wieder. Der dritte ,, Freitag der 13." des Jahres 1903 wird im November sein. Im verflossenen Jahre hatten wir nur einen bösen Freitag, den uns der Juni brachte. Französische Journalisten sind bereits dabei, eine der berühmten Pariser Wahrsagerinnen zu befragen, ob wir von der ungewöhnlichen Häufung der bösen Freitage im Jahre 1903 besonderes Unglück zu erwarten haben. Kluge Leute werden jedenfalls gut daran tun, vorzubeugen und sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten.
) Ein frecher Gaunerstreich wird aus Paris gemeldet. Zwei Brüder, beide Kaufleute und wohlhabend, hatten beschlossen, ihrer verehrten alten Mutter gemeinsam einen wertvollen Brillantschmuck zu kaufen. Der jüngste hatte ihn bei einem Juwelier zum Preise von 1000 Francs ausgesucht und traf des Abends den älteren Bruder wie gewöhnlich im Café, wo er ihm von seiner Wahl Mitteilung machte. Er habe dem Juwelier Weisung gegeben, den Schmuck gegen 10 Uhr am nächsten Morgen in die Wohnung des Aelteren zu senden, und dieser möge die 1000 Francs erlegen. Morgens um 912 Uhr läutet es denn auch bei diesem, und ein junger Mann präsentiert ihm ein sorgfältig verschnürtes und besiegeltes Baket nebst quittierter Rechnung über 1000 Francs, die ihm sofort ausgehändigt werden. Der Kaufmann, sehr beschäftigt, legt das Päckchen auf seinen Schreibtisch und vollendet einige eilige Briefe, als es von neuem läutet. Wer ist's? Wieder ein junger Mann mit einem Päckchen und einer Note des Juweliers über 1000 Francs. Bei Deffnung des ersten Pakets findet sich nur ein schwerer Stein, der sorgfältig in Papier gehüllt ist. Man sieht, es ist nicht gut, in öffentlichen Lokalen zu laut über seine Privatangelegenheiten zu sprechen.
58]
Dr. Rumschs Patient.
Roman von Dr. Halifar und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner. ( Nachdruck verboten.)
der Absicht umgingen, Geschäfte zu machen, wurden daran gehindert, und Fußbälle, Konfetti und Papierballe flogen in allen Richtungen umher. Gegen 2 Uhr wurden sechs mächtige Tannenbäume in den Saal getragen. Sie waren mit Geschenken für die Börsenmitglieder behängt; unter diesen Geschenken befanden sich Schafe, die noch ungeschoren waren, Blechhörner, Rasseln, Kinderwägelchen und Puppen mit fomischen Inschriften. An der Effektenbörse wurden die Geschäfte zwar nicht suspendiert, doch trieb der Ulk schon den ganzen Nachmittag noch während der Börsenstunden sein Spiel. Eine Militärkapelle marschierte, märschespielend, im Saal umher, und viele der Mitglieder amüsierten sich mit Bocksprüngen u. s. w. In dem nur barch eine niedrige Wand abgetrennten Saale der Produktenbörse ging es am tollsten zu. Die Kapelle faßte dort Posto, und Sacklaufen und Ballspielen mit Kartoffeln waren an der Tagesordnung. Für das Sacklaufen wurden den Siegern wertvolle Preise verliehen. Nachdem man noch an mehreren unglüdlichen Opfern ,, blutlose Operationen" nach Professor Lorenzscher Methode, jedoch ohne Narkose, vorgenommen hatte, fand der ult mit einem großen Umzug sein Ende. An der Baumwollbörse gab es einen Weihnachtsmann, welcher an sämtliche Mitglieder Geschenke verteilte, und die allgemeine Heiterkeit bewies, daß die Geschenke gut gewählt worden waren.
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Kurzes Allerlei. Eine Bielefelder Kakes- und Biskuitfabrit hat einen Preis von 1000 Mark für die beste Verdeutschung des nicht nur ausländischen, sondern auch falsch gebrauchten Wortes ,, Kates" ausgesetzt.
Die telephonische Verbindung zwischen Belgien und England ist nunmehr so weit fertiggestellt, daß jezt die Versuche zwischen London- Brüssel und London- Antwerpen ein befriedigendes Resultat ergaben. Die Linie soll etwa Mitte März dem öffentlichen Verkehr übergeben werden.
[ der Koffer von Mayerling.] Ein Budapester Journalist hat neulich dem Wiener Kaiserlichen Archiv einen Besuch abgestattet. Dabei zeigte ihm, wie er jetzt in einer Beschreibung seiner Wahrnehmungen erzählt, der Kustos Ritter Alfred Siegenfeld einen einfachen glatten Holztoffer. In diesem," so sprach er, von tiefer Bewegung ergriffen ,,, befinden sich alle jene Schriften und Briefe des verewigten Kronprinzen Rudolf, welche an seinem Sterbetage in Mayerling gefunden wurden. Dieser dunfelgelbe Dienstbotenkoffer wurde in aller Eile in der benachbarten Ortschaft gekauft und alles wurde in denselben hineingeworfen, was man von Schriftsachen daselbst fand, worauf der Koffer sofort versperrt wurde. Erst nach fünfzig Jahren wird derselbe geöffnet werden. Fünfzig Jahre nach dem Todestage des Kronprinzen, wenn bereits alles und jedes der Geschichte angehören wird, wird auch der Inhalt dieses Koffers in das geheime Archiv kommen." Noch sechsunddreißig Jahre muß also die Welt warten, bis sie in das düstere Geheimnis von Mayerling einen Blick wird werfen können. A[ Schuß der Niagarafälle.] As vor Jahren die Umgebung der Niagarafälle immer durch a lerlei prosaische Eingriffe verhunzt wurde, tat man sich in Amerika und in Kanada erfolgreich zur Beseitigung des Mißstandes zusammen. Aber seither sind bekanntlich beim amerikanischen Teil der Nigarafälle elektrische Anlagen errichtet worden. Und jetzt kommt eine der bedeutendſten kanadischen Zeitungen mit der eindringlichen Mahnung an die Regierung der kanadischen Provinz Ontario: sie solle um Gottes willen nicht dem barbarischen Beispiel der amerikanischen Nachbarn folgen, sondern die Hauptfälle des Niagara auf der kanadischen Seite des Stromes vor Verunzierung durch elektrische Anlagen, vor dem traurigen Schicksal, mit ihrem Schweife Turbinen peitschen zu müssen, gründlich bewahren. Es ist Aussicht vorhanden, daß die Mahnung der kanadischen Zeitung befolgt werden wird. Man darf also hoffen, daß wenigstens der eine Teil der Nigarafälle, und schönste, vor Verunstaltung bewahrt bleibt.
Das Zimmer machte auf den ersten Blick einen gemütlichen Eindruck mit dem weißgedeckten Tisch, dem traulichen Licht der Lampe und in derent Schein die hübsche junge Frau- ein Bild tiefsten Friedens und reinsten Glüds.
" Ich denke, nun hat er aber lange genug geschlafen. Das Abendbrot fönnte falt werden, ich werde ihn wecken."
Zu diesem Augenblick vernahm Setty ein heftiges Krazen braußen vor den Fenster, welchem das langgezogene jämmerliche Gebeul eines Hundes folgte.
" Das ist Leo!" dachte sie. Was hat er nur? Wenn er doch nicht so heulen wollte! Ich fann es nicht mit anhören, wenn ein Hund heult. Ich lasse ibu lieber herein."
Sie lief schnell in die Küche und den langen Gang entlang bis zur Hausthür, welche sie öffnete.
Draußen stand der große Hund.
Leo fam näher, legte den Kopf in die Hand seiner Herrin und folgte ihr in die Küche. Von hier ging er sofort in die Stube, setzte sich auf die Hinterbeine, ftredte den Kopf in die Höhe und begann von neuem fläglich und markerschütternd zu heulen.
Leo, Leo, höre auf, dummer Hund!" rief Hetty und gab thm einen Schlag auf die Schnauze. Einen Moment duckte sich bas Tier, sah seine Herrin mit traurigen Augen an und versuchte, thre Hand zu lecken. Dann schlich er leise beiseite und se zte sich neben die stille, auf dem Sofa ausgestreckte Gestalt.
... Was ist nur mit dem Hunde?" flüsterte Hetty ängstlich. Die Leute fagen, wenn ein Hund heult, stirbt iemand. Dic Sunde sollen mehr sehen, als wir Menschen, fie sollen Geister fehen. Ich glaube, ich werde immer nervöser. Wie fann man bem Heulen eines Hundes nur irgendwelche Bedeutung beimessen! Aber der Cacao wird falt, die Eier auch, und Georg ist noch fumer nicht munter."
„ Georg, Georg!" rief sie mit lauter Stimme. Wache auf!" Er rührte sich nicht.
D.FI.V. Die Schiffe find in dief worden, nämlich Panzerfreuzer Fri lob"," Arcona" un
nommen wurden d bewilligten 8 Sd Linienfchiffe, 3 Par boote auf drei faife Vier erfitlaffige L und in Dienst Wittelsbad"," 3 Linienfchiffe Sur burg" und Weiße der Werft in Will Außer dem große auch einige fleinere Giessen ** Heute, Don Hofrat Prof. Tr. einen Vortrag „ Kampf und Sieg ( 1896-1900)" beb ** Großh. M stand des Evangel Achern die Er März d. J. zu Lugus- und Gebrau herzogtums zu ver ** Gintritt
[ Ein Bund zur Verfeinerung des Tons auf der Straße] hat sich in England gebildet. Der Gründer dieser eigenartigen Liga ist ein Arzt, Herr Gréville Walpole, der den Gebrauch grober Worte auf der Straße und an öffentlichen Orten bekämpfen will. Um ihre Zwecke zu erreichen, will die Liga folgende Mittel anwenden: Vorträge für Kinder und Erwachsene, periodische Veröffentlichungen, Aufforderungen an die Geistlichkeit aller Kirchen, Predigten im Namen der Liga zu halten, und an Lehrer, ihren ganzen Einfluß anzuwenden, um die Schüler zu einem anständigen Benehmen zu erziehen; ferner will man überall durch besondere Aufseher die Namen aller derjenigen feststellen lassen, welche auf frischer Tat ertappt werden, und sie den Gerichten überliefern, denn es gibt in England ein Gesez, das die Anwendung grober Worte in der Oeffentlichkeit bestraft, ein Gesetz, das allerdings nur selten zur Geltung gebracht wird. Das alles ist sehr schön; die Unterdrückung der groben Worte dürfte aber im Prinzip leichter sein, als iner Wirklichkeit, und es ist zu befürchten, daß man auch in Zukunft sich auf der Straße so beschimpfen wird, wie in der guten alten Zeit".
£[ Weihnachten an der Newyorker Börse.] An den sämtlichen Börsen Newyorks so wird von dort geschriebenging es am 24. Dezember hoch her. An der konsolidierten Börse wurden die Geschäfte früh am Nachmittag suspendiert. Einige Mitglieder, welche noch mit
Sie trat ganz dicht an ihn beran und rief noch lauter: Komm, Georg, stehe auf. Du hast über drei Stunden gefchlafen!"
Wieder begann Leo jämmerlich zu heulen.
Leo, sei still, sonst iage ich Dich hinaus!" rief sie dent Hunde zn. Jetzt fniete fie neben dem Schlafenden nieder und rüttelte ihn. Sein Kopf sant dabei ein wenig auf die Seite, und sie glaubte, im nächsten Moment würde er die Augen aufschlagen und sich aufrichten. Als sie jedoch die Hand wieder weggezogen fein Angenaufschlagen- teine Bewegung- nicht der geringste Laut.
" Was ist das nur?" fragte sie sich. Zum ersten Mal an diesem Abend beschlich fie eine wirkliche Angst, eine unbeschreibliche Furcht. Sie beugte sich über ihren Mann und horchte auf seinen Atemi.
" Er atmet so leise", flüsterte sie bange, ich höre seinen Atem faumfaum?- Ich höre gar feinen Atemzug- ich will doch lieber das Licht holen-"
Als sie Vincent vorhin geschüttelt, war die eine Hand zur Seite herabgeglitten und hing starr hernieder. Sie erfaßte die Hand und ließ fie mit einem Schrei des Eutseßens sofort wieder fallen sie war falt- eisfalt!
Herrgott im Himmel! Barmherziger Gott im Himmel!" stöhnte sie fassungslos.„ Was ist das nur- o Gott, was ist das nur?"
Bunte Chronit. Das Opfer einer Verler dung ist der Düsseldorfer Arzt Jsraelsti geworden, der kürzlich wegen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet wurde. Er ist jetzt in Freiheit gesezt, sein heimtückischer Feind ist ins Ausland geflohen.
Die wirkliche Tragweite des Geschehenen war ihr immer noch nicht zum Bewußtsein gekommen, nur eine maussprechliche Furcht, eine fast wahnsinnige Angst hatte sich ihrer bemächtigt. Sie nahm das Licht und leuchtete den stillen Schläfer in das Geficht in das aschfahle, starre Geficht. Die Lippen waren leicht geöffnet- aber nicht der leiseste Sauch entströmte ihnen. Der Körper war bereits erstarrt in der schauerlich eisigen Ilmarmung des Todes.
Hetty hatte den Tod schon vorher gesehen, seine Anzeichen trügten fie nicht! Diese Zeichen des Todes hier waren zu deutlich, um sie zu verkennen.
Auf der Zeche ,, Rhein- Elbe" bei Essen wurde durch einen zu spät losgegangenen Schuß ein Bergmann getötet, mehrere andere wurden tötlich verletzt.
Mit einem dumpfen Wehlaut fiel sie vorüber, das Licht entfant ihrer fraftlofen Hand und verlöschte, und ihr Gesicht, fo weiß wie das des Toten, fiel auf dessen Brust. So blieb Hetty eine ganze Weile in tiefer Bewußtlofigkeit liegen.
Dreiundzwanzigtes Kapitel
In Hamburg wurde wegen Urkundenfälschung und Unterschlagung von Staatsgeldern der Kanzlist Behrmann verhaftet. Sein Komplize, Regiſtrator Leo, ist entflohen. - Der schwedische Dampfer ,, Kattegat", von Riga nach Norrköping unterwegs, ist mit der ganzen Besaßung in der Ostsee untergegangen.
Die Schatten der Dämmerung woben sich dichter und dichter und gingen bereits in die Nacht über, und der Baron von Audrey
- Bei Randers in Jütland fand man die Leiche eines 18 jährigen Dienstmädchens, an dem ein furchtbarer Luſtmord verübt war. Der Mörder ist bisher nicht ergriffen.
- Bei Hohenkrähen in der Schweiz wurde ein Bauer namens Moosbrugger und seine Magd verhaftet, nachdem letztere eingestanden hatte, daß sie sechs Kindern das Leben gegeben habe, welche von dem Bauern sämtlich umgebracht worden seien. Im Gefängnis zu Konstanz hat der Bauer bereits den Mord an zweien der Kinder bekannt.
weilte noch immer im Bureau des Wirtschaftsgebäudes. Als es finster geworden, nahm er einen zweiarmigen silbernen Leuchter bon einem Brett, zündete die Kerzen an und stellte ihn auf seinen Schreibtisch. Das Zimmer war sehr groß, die zwei Kerzen machten die in demselben herrschende Dunkelheit erst recht wahr nehmbar. Audrey sezte sich in den großen Lehnstuhl vor dem Schreibtisch, wo vor ihm schon sein Vater und sein Großvater gesessen hatten, und begann, Papiere zu ordnen. Während er damit beschäftigt war, flopfte es an die Thür. Er stand auf, öffnete und erblickte einen seiner Diener vor sich.
Die gnädige Frau lassen fragen, ob der Herr Baron nicht zu Tisch fämen."
Sagen Sie, ich hätte eine wichtige Arbeit zu vollenden und fönnte nicht zu Tisch kommen. Ich effe später etwas."
Der wohlgeschulte Diener mit dem unbeweglichen Gesicht verneigte sich höflich und ging. Wieder verschloß der Baron die Thür. Dann ließ er auch die anderen Jalousien herunter und begann raftlos im 3immer auf- und abzugehen. In seinent Inneren gährte und wühlte es das Gute und Böse kämpften einen harten Kampf um den Befig seiner Seele. Er wußte es. Ein gewaltiger Konflikt tobte in ihm, der sein Leben in zwei Stüde reißen zu wollen schien. Große Schweißtropfen verlten auf Audreys Stirn. Er war sich bewußt, daß, wenn er dies 3immer verließ, entweder Gott oder der Teufel seine Seele errungen hatte.
" Ich muß zu einer Entscheidung gelangen", murmelte er dumpf. Ich träume nicht, ich wache und bin mir meiner geistigen Klarheit bewußt, ich finde feine, aber auch nicht die geringfte Entschuldigung für mich. Wenn ich dem Teufel verfalle" er erschrat heftig bei diesen unwillkürlich halblaut gefagten Worten. Audrey hatte das Schlechte im Menschen stets gehaßt, in welcher Form und Gestalt es auch vor ihn hingetreten war. Sein ganzes Wesen war die verkörperte Ehrlichkeit, die Rechtlichkeit. Schon in der Schule war er in dieser Sinficht ein Mustertnabe gewesen, der die geringste Lüge verabscheut hatte, der feiner schlechten Handlung fähig gewesen Wenn ich der Stimme des Bösen nachgebe", Hüfterte er jetzt im 3wiefpalt feiner Seele, während er sich an das Bult lehnte und mit düsteren Augen in die Dunkelheit starrte, dann m ich mich bemühen, jederzeit Recht für Unrecht und Unrecht Recht zu betrachten. Ich fann ein Leben ewigen Befruges bann führen, wenn ich mich selbst betrüge."
war.
der Laternenwärt lang feinen zwar wichtigen Dienst b
in ununterbrochen infolge geltend Anbetracht der Ar oft bei den ung an seinen Inhabe bon seinem Amt Verwaltung diesem ungen, betreffend beiter und Bediens sprochen, trat Her stand, für welchen Auf sein@ Knoche, Mtgled zum 1. Januar 1 ihm vom Kaiser der Klasse verliehen und Weichensteller ihrer Benfionierung gemeine Ehren
** Von unser wetter angehalten arbeiten wieder in Licherstraße, Grün nachdem die Baug beiten wieder begu Weftanlage, Bahn Grundwasserandra mit der aufgestell sein, so will mo der Bahnhofstraß haltenden Hochwa nommen werden
Bild der Zerstöru gehen und das w hier die Arbeit folgt dann die Leptere warten, in langit ihrer Berser ** Der Ob bereine, Herr Wi nadbenannten Dr
um Vorträge übe bäumen prattijdje Montag,
Dienstag, Mittwoch,
Donnerstag,
Freitag,
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