zwei Stücke, sodaß das Schiff sant. Dreizehn Bassagiere und sieben Mann von der Besagung des ,, Saginaw" ertranten. Die Mehrzahl der Extrunkenen hatte sich in ein Boot gerettet, das sich aber nicht rechtzeitig von der Unglücksstelle entfernte, in den Strudel des sinkenden Schiffes geriet und so mit in die Tiefe gerissen wurde. Der ,, Hamilton", der das Unglück angerichtet hatte, fam ohne Beschädigung davon.- Glimpflicher lief ein Zusammenstoß des Norddeutschen Lloyddampfers ,, Preußen" mit bem französischen Transportdampfer, Marquette" im Kanal ab. Der Preußen" wurde allerdings der Bug und der ,, Marquette" das Hinterteil eingedrückt, aber Menschen kamen nicht zu Echaden. Die beiden Schiffe liefen zur Ausbesserung der verhältnismäßig unbedeutenden Havarien Southampton an.
)-( Einen boshaften Scherz haben sich Münchener Witbolde mit dortigen Hundebesitern geleistet. Sie verschickten an diese Vorladungsformulare, die, ganz korrekt im Reichsformat gedruckt und mit Journalnummer versehen, aufforderten: ,, sich an der städtischen Fleischbeschauhalle um 3 Uhr nachmittags mit ihren Hunden einzufinden zwecks Untersuchung wegen einer epidemisch auftre tenden Hundekrankheit". Zirka 200 Personen hatten sich mit ihren vierbeinigen Lieblingen eingefunden, doch kam die ,, ommission" nicht, und man sah ein, daß man gefoppt worden war. Die meisten machten gute Miene zum bösen Spiel. Jeder noch Neuankommende wurde mit einem allgemeinen Hallo begrüßt. Große Heiterkeit erregte es, als ein Hundezüchter von Schwabing mit einem großen Wagen voller Hundefäfige mit etwa 25 Hunden am Plaze antam und schließlich auch noch einige Soldaten mit der Hundemeute der fgl. Reitschule, etwa 30 Stück, am Blaze erschienen.
2 Eine erschütternde Familientragödie wird aus Wien gemeldet. Die eheverlassene Handarbeiterin Josefa Martinek lebte mit ihren drei kleinen Mädchen, die 11, 8 und 3 Jahre alt sind, in den ärmlichsten Verhältnissen. Sie fonnte die Miete nicht zahlen und sollte aus ihrer Wohnung entfernt werden. Da faufte sie von ihrem lezten Gelde einen Revolver und gab den Kindern gekochten Wein, bamit sie fester schliefen. In der Nacht erhob sie sich, um die Kinder und dann sich selbst zu erschießen. Das älteste Mädchen erwachte indes, sah den Revolver in der Hand der Mutter, ahnte das Vorhaben und bat so rührend um ihr Leben, daß die Mutter sich nicht entschließen konnte, sie zu töten. Auch das zweite Töchterchen tröstete die Mutter, die dann allein zu sterben und die Kinder zu schonen beschloß. Die älteste Tochter war indes zur Großmutter geeilt, welche die Polizei mobil machte. Der in einer nahen Stadt arbeitende Vater wurde herbeigeholt und nahm sich der Kleinen an, während die Mutter dem Gerichtskrankenhaus eingeliefert wurde.
( 222) Ein blutiges Dantopfer. Russische Zeitungen berichten von folgendem ungewöhnlichen Falle, der sich im Dorfe Bajandur, im Kreise Alexandropol, ercignet hat. Am russischen Charfreitag erstach der Bauer Aslamasow an der Türschwelle seinen eigenen sieben Monate alten Sohn, um ihn Gott zum Opfer zu bringen. Im Verhör vor dem Untersuchungsrichter sagte Aslamasom folgendes aus: Vor zwei Jahren erkrankte ich schwer. Alle von mir angewandten Mittel halfen nichts, so daß ich bereits meinen Tod erwartete, als ich einen Traum hatte. Mir erschien Johannes der Täufer und führte mich durch eine riesige Stadt in ein paradiesisches Tal. Dort sah ich hinter Woltenschleiern Gott auf einem goldenen Throne ſizen. ,, Jwan," sprach er zu mir ,,, ich will dir die Gesundheit wiedergeben; dafür aber sollst du mir deinen Sohn, der dir geboren wird, im siebenten Monat seines Lebens zum Opfer bringen." Als ich am folgenden Morgen erwachte, fühlte ich mich bereits bedeutend wohler. Bald daraus gebar meine Frau einen Sohn, der dieser Tage sieben Monate alt wurde. Am 16. April erinnerte mich Gott wieder in einem Traume an mein Versprechen. In aller Frühs machte ich mich am Charfreitag zur Stadt auf und kaufte ein Messer, mit dem ich das Opfer töten wollte. Dann ging ich nach Hause, weckte meine Frau auf, nahm von ihr das Kind und trug es in die Kirche; nachdem der Gottesdienst beendet war, brachte ich das Opfer und tötete bas Kind." Wie es heißt, sind die übrigen Dorfbewohner sehr aufgebracht darüber, daß ein so ,, heiliger" Mensch wie Aslamasow ins Gefängnis wandern mußte.
Bunte Chronik. Ein deutscher Veteran aus den Befreiungskriegen Namens Louis Riep ist in Bay City im Staate Michigan gestorben. Riep hat in der Armee Blüchers die Schlacht bei Waterloo mitgemacht.
- In Konizz traf der Oberstaatsanwalt Peterson aus Marienwerder ein und besichtigte in Begleitung des Konizer Ersten Staatsanwalts Schweiger die Stelle auf dem Grundstück der städtischen Volksschule, wɔ kürzlich Teile der Leiche des ermordeten Ernst Winter aufgefunden worden waren.
- Die Berliner Kriminalpolizei verhaftete drei Falschmünzer, die sich hauptsächlich mit der Herstellung von falschen Zwei- und Fünfmarkstücken und von deutschen und preußischen Zinsscheinen befaßten.
- Der Orgeldreher Johann Genson in Diedenhofen ( Elsaß) hat seine Geliebte zu Tode geprügelt. Er wurde an der französischen Grenze verhaftet.
Der Millionär und Armeelieferant Bani Papadati in Philippopel wurde von Tschako Plutschow, einem Bäcker meister, getötet. Plutschow führte einen Prozeß mit Pa padato, den er verlor, wodurch er um sein Vermögen kam.
Seitdem die Engländer im Somalilande Krieg füh. ren, waren in den Markenhandlungen Briefmarken vom Somaliland zu kaufen, die einen auf einem Kameel reitenden Soldaten darstellten. Auf Anfragen hat jetzt die englische Postbehörde erklärt, daß diese sämtlichen Marten nichts weiter als Phantasiemarken gewesen seien, da man niemals Somalimarten ausgegeben habe.
Der amerikanische vielfache Millionär Martin Mar tin Ericson wurde in Mexiko von Yaqui- Indianern gefangen, die zwei Millionen Mark Lösegeld von ihm verlan gen. Ericson weigert sich, die Summe zu bezahlen.
Die Duchoborzen, jene bekannte russische religiöse Sefte, machen, wie schon öfters, der Regierung von Kanada, wo sie sich in großen Scharen angesiedelt ha ben, schwer zu schaffen. Sie ziehen halb nackt unter Absingung von geistlichen Hymnen durch das Land, um ,, Christus zu suchen".
Vermischtes.
(!)[ Berkannte Genies.] Gelegentlich des 100. Geburtstages des großen Chemikers Justus Liebig( 12. Mai) wird folgende hübsche Anekdote erzählt, die beweist, wie das Genie oft verkannt wird. Auf der untersten Bank der Klasse des gefürchteten Schulmonarchen Konrettor Stord am Darmstädter Gymnasium saßen einträchtig lich Liebig, Georg Gervinus und Jakob Kaup. Eines Tages entlud sich wieder einmal ein Gewitter über den Häuptern dieser drei schlechtesten" Echüler. ,, Was willst du werden?" fragte schließlich der gestrenge Lehrer den jungen Liebig.- ,, Chemiker!" Dummkopf, was ist denn das?" entgegnete Herr Stord mit verächtlichem Achselzucken. ,, Seht Ihr," fuhr er fort, Ihr drei seid unwürdig, in die Hallen der Wissenschaft einzutreten. Köpfe habt Ihr zwar größer und dicker, wie alle anderen, aber der Spiritus fehlt darin. Spart Euch die Mühe und Euren Eltern das schöne Geld! Liebig, dein Latein reicht gerade aus zum Apotheker; du, Gervinus, fannst weder Latein noch Deutsch, und du, Kaup, kannst überhaupt gar nichts!"- Liebig kam, so erzählt Dieffenbach, in der Tat bald zu einem Apotheker in die Lehre, Gervinus wurde Lehrling in einem Manufaktur. warengeschäft, Kaup blieb etwas länger auf dem Gymnasium. Liebig wurde der berühmte Bahnbrecher auf dem Gebiete der Chemie, Gervinus wurde dem Kaufmannsstande untreu und ein berühmter Geschichtsprofessor, Kaup Naturforscher, der sich durch seinen Versuch, den ,, Darwinismus zu widerlegen", bekannt machte.
|:[ ,, Ueber unsere Kraft".] Viel Heiterfeit erweckt ein amüsantes Histörchen, das jüngst in Holeschowitz( DeutschBöhmen) passiert ist. Dort hat in der Jute- und Brumwollweiberei Wolf Pick Söhne ein Langfinger sein mißglücktes Experiment mit einer Wendung entschuldigt, die einige Vertrautheit mit Björnsons Werken verriet. Als nämlich die einbruchsichere Kasse troß der angeſtrengte. sten Bemühungen nicht nachgeben wollte, schrieb der Einbrecher mit rotem Stift auf die kasse: ,, Ueber unsere Kraft." Dann trat er, vermutlich wenig vergnügt, den Rückweg an.
[ Deutsche Automatenrestaurants in St. Louis.] Zehn automatische Restaurants werden auf der Weltausstellung in St. Louis 1904 zu finden sein. Vor kurzem hat der deutsche Erfinder der Automatenapparate derartige Restaurants in Newyork und Philadelphia eingerichtet, wobei alles Zubehör, selbst die Möbel für die Speisezimmer, aus Berlin bezogen wurde. Diese automatischen Restaurants sind von den Amerikanern geradezu mit Enthusiasmus aufgenommen worden. Im Newyorker Automat- Café am Broodway verkehren täglich mehr als 3000 Personen.
:::[ Ein originelles Bittgesuch.] Unter den vielen Bric fen, die König Eduard von England während seines Aufenthaltes in Paris erhielt, soll sich dem ,, Ech de Paris" zufolge, einer befunden haben, der folgenden Wortlaut hatte: Eire! Da ich die große Ehre hatte, am Blinddarm eine ähnliche Operation durchmachen zu müssen, wie Ew. Majestät, wäre ich sehr glücklich, wenn ich zur Erinnerung an Ihren Aufenthalt in Paris ein kleines Geschenk erhielte." Folgt eine Bitte um Unterstützung. Wenn's nicht wahr ist, ist's gut erfunden!
=[ Der Kaffeeberciter des Königs.] Unter den Dienern, die sich im Gefolge des Königs von England in Paris befanden, konnte man einen großen Burschen mit ebenholzfarbener Haut und von sehr stattlichem Aussehen bemerken. Es ist der erotische Diener des Königs; sein Amt ist einfach, aber sehr wichtig. Er muß für den König den Kaffee bereiten. Er tut das mit unnachahmlicher Meisterschaft, und zwar bereitet er den Kaffee nach türkischer Art, weil der König den türkischen Kaffee jeder anderen Kaffeekocherei vorzieht. Der Kaffeebereiter verläßt seinen Herrn niemals und gibt überall, wo der König auch weilen mag, Proben seines Talents. Man sagt sogar, daß der treue Kaffeebereiter auch bei dem großen Essen, das Loubet dem Könige gab, die Tasse Kaffee, die König Eduard nach der Mahlzeit trank, höchsteigenhändig zubereitet habe. Der Kaffeekoch hat natürlich nicht viel zu tun, denn man braucht sich nicht allzusehr anzustrengen, um zwei- oder dreimal täglich Kaffee zu kochen. Nichts fehlt ihm zu seinem Glücke, zumal da er fast ebenso viele Orden hat wie ein Hofmarschall.
$[ Eine Galavorstellung mit Hindernissen.] In verschiedenen Hauptstädten Europas wurden in diesen Tagen zu Ehren reisender Könige Galavorstellungen veranstaltet. Die Veranstaltung einer solchen Galaaufführung im Theater ist durchaus nicht leicht, und ein anscheinend unbedeutender Zwischenfall kann oft die sonderbarsten Folgen haben. Zum Beweise dafür erzählt ein belgisches Blatt folgende Anekdote: Während der berühmten Reise, die Alfonso von Spanien durch die Hauptstädte Europas machte, sollte in Brüssel zu Ehren des königlichen Gastes eine Festvorstellung veranstaltet werden, und kein Stück schien für diesen Zweck geeigneter zu sein als Donizettis Favoritin". Bei der Generalprobe, zu der man auch mehrere Herren und Damen der Hofgesellschaft geladen hatte, ging alles gut bis zu dem großen Duett, wɔ Leɔnore in übergroßem Schmerz das Wort hinausschleudert: ,, Alfonso, du hast mich getäuscht!" Einen Augenblic lang waren die Zuschauer ganz verblüfft, dann aber stimmten Publikum, Orchester und Darsteller ein homerisches Gelächter an. Als Festoper war die ,, Favoritin" natürlich unmöglich geworden, und man holte rasch Gounods Faust" hervor, der in der höchsten Nɔt sich immer als Lückenbüßer verwenden läßt.
()[ ,, Nur sechshundert Jahre".] In der Zeit der Kunstausstellungen erinnert ein französisches Blatt an ein Wort Napoleons. Als Gros das berühmte Porträt des Kaisers vollendet hatte, fragte dieser den Maler: ,, Und wie lange wird dies schöne Bild dauern, Monsieur Gros?" ,, Sechshundert Jahre, Sire," sagte der Maler stolz. Das war nicht der Mühe wert, mich für sɔ wenig stören zu lassen."
"
8 Dic Dampfsprite als Brandstifterin. Als eine in Baußen gebaute Dampfsprize unter eigenem Dampfe auf der Fahrt nach ihrem Bestimmungsorte Dresden begriffen war, entstand durch fliegende Funken aus der Feuerung kurz vor Fischbach ein Waldbrand, der erst nach Vernichtung von 4000 Quadratmeter fünfjäh rigem Bestande gelöscht werden konnte.
Giessener Cagesnenigkeiten.
Gießen, den 7. Mai 1903.
** Der Großherzog empfing am 6. Mai u. A den Hauptmann v. Roques, Bezirks- Offizier beim Bezirksfommando Gießen, den Oberamtsrichter Gebhardt von Gießen, den Kreisamtmann Wallau von Lauterbach, der Geh. Justizrat Jöckel von Friedberg, den Kreisassistenzarz Dr. Curschmann vom Hygienischen Inftitut zu Gießen Um 11 Uhr empfing der Großherzog den Grafen zu Solms- Laubach. Der Verkehr bei den Reichetelegraphen in der Provinz Oberhessen( Wir führen nur die Orte unseres Verbreitungsbezirkes an. D. R.) hatte in den Jahren 1901 bis 1902 folgenden Umfang:
Telegraphen
Alsfeld
Alten- Bused Beltershain
Beuern
Bobenhausen II. Butzbach Eberstadt Ehringshausen
Gettenau Grebenau Grebenhain
Homberg Hungen Airtorf
Aufgegebene Telegramme.
1901.
1902. Stud.
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Telegramme.
1902.
1901.
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II.
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77
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104
83
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29
194
152
104
89
229
223
286
286
3 804
3822
3 269
2999
63
63
70
126
469
409
293
233
Engelrod
213
188
233
183
Ermenrod
100
105
199
211
Freien- Seen
117
177
110
220
Gambach
236
220
362
375
Garbenteich
48
52
47
102
19
24
39
37
294
270
367
312
344
422
313
316
Großen- Buseck
212
197
320
296
Großen- Linden
242
203
353
237
bat überall
Groß- Felda
416
428
574
634
Heuchelheim b.Gieß. 270
264
880
382
Hof- Güll
64
87
103
108
Holzheim
103
97
147
172
737
664
881
727
1381
1371
1807
1 650
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555
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Opah- im- Gi Der Gefand
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18
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125
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199
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Universität nnd Boltsschullehrer. Hierüber entnehmen wir einem Blatte der Provinz Sachsen einen Artikel, der auch unsere Lehrer interessieren dürfte. Es heißt darin: Es gibt wohl faum einen zweiten Stand, der mit solcher Energie vorwärts strebt wie der der Volksschullehrer. Neben Besserung seiner sozialen Lage sucht er vor allem auch eine der Bedeutung der Volksschule entsprechende wissenschaftliche Ausbildung. Der neue Siminarlehrplan weist gegenüber den allgemeinen Bestimmungen vom Jahre 1872 wesentliche Verbesserungen auf. Die von den verschiedensten Lehrervereinen veranstalteten wissenschaftlichen Borlesungen feitens berühmter Universitätsprofessoren genügen der Lhrerschaft noch nicht; man will freien Zugang haben zur Universität. Diese Frage wird im laufenden Jahre in der Lehrerschaft eifrigst debattiert und auf der Hauptversammlung dann zur endgültigen Beratung geftellt werden. Ueber die Stellung nahme der Lehrerschaft liegen bereits Beschlüsse vor, die wir etwa folgendermaßen formulieren fönnen:
In Rücksicht auf die gesteigerte Volksbildung und auf die Bedeutung des Lehrerberufs ist dem Volksschullehrer die Universität zu öffnen. Jedem Seminarabiturienten ist auf Grund seiner mit Abiturienten anderer höherer Lehranstalten einigermaßen gleichwertigen Vor bildung die Berechtigung zum Universitätsstudium zu er teilen, nidt eingeschränkt durch besondere Zensurengrabe, wie es in Sachsen und Weimar noch der Fall ist. Aus praktischen Gründen( Lehrermangel) muß vorläufig von einem obligatorischen Besuch der Universität abgesehen werden. Dagegen ist zu fordern, daß alle neu anzustellenden Lehrerbildner( Bräparandin- und Seminarlehrer), alle Leiter mehrklassiger Schulen( Reftoren) und Schulaufsichtsbeamten( Kreisschulinspektoren) schon jezt sich einem
Auch Frl. lich ſpielte, ber Rarouffe
falls gut.
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