Ausgabe 
7.1.1903 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

ng.

Januar( bis ein

en Dienstag, Mitt

fnet.

htaffe Gießen.

ung.

1903 sollen in der

1 den Distr. Birken

verden:

Schnittholz)

hr auf der Kreis gegen 11 Uhe au

grenze. c 1903. aufenberg.

r- Club

1).

3, abends 9 Uh

mlung

er hof).

g: I.

Der Vorstard.

rricht.

Januar.

11.

st vorher in meiner a- Partien werden achtungsboll

Nr. 5. Zweites Blatt.

Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

Gratisbellagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Mittwoch, den 7. Januar 1903.

Gießener

12. Jahrgang.

Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Unabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeifung)

für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Dann

** Die Tage haben schon wieder etwas zugenommen, wenn auch nur wenig. Eine alte Bauernregel sagt: Am Neujahrstag ist der Tag um einen Hahnenschrei, am Dreifönigstag um einen Hirschsprung, am Sebastian ( 20. Jan.) um eine ganze Stunde länger, allein Licht­meß( 2. Februar) merkt man erst etwas davon. Dies hat seinen Grund darin, daß trübe, schneeige Winter­fage überhaupt an sich den Tag verkürzen. stimmen auch unsere Uhren nicht genau mit dem Sonnenuntergang. Die Uhr zeigt die Stunde mathe­matisch genau, der astronomische Tag ist aber ein anderer. Nur an vier Tagen im Jahre, am 14. April, 14. Juni, 31. August und 23. Dezember stimmt unsere Uhr genau mit der Sonnenuhr überein. Am 11. Januar erreicht z. B. die Sonne erst um 12 Uhr ihren höchsten Stand und wir halten den Vormittag für fürzer.

** Vorsicht mit Kazen! Aus Dresden wird ge­schrieben: Daß man agen mit kleinen Kindern, die sich noch nicht selbst zu helfen vermögen, nicht allein laffen darf, zeigt wieder der folgende Fall. Eine Katze hatte sich in das Zimmer, in welchem zwei neuge­borene Kinder ohne Aufsicht lagen, eingeschlichen. Sie sprang auf das Bett und fragte spielend an den Ge­fichtern. Die Verlegungen waren geringfügig, trotzdem rief man den Arzt: allein für das eine Kind zu spät, es starb infolge von Blutvergiftung.

Aus Hessen und nachbargebieten.

Marburg, 4. Januar. In Immichenhain( Kreis Biegenhain) wurde der 66 Jahre alte Nachtwächter Möller in der Sylvesternacht von Burschen, denen er Ruhe geboten ph Möhl, batte, mit Latten erschlagen. 4 Verdächtige wurden feſt genommen, 3 jedoch wieder entlassen. Nur der Dienstknecht Kaspar Khu cus Immichenhain wurde in Haft behalten.

anzlehrer.

würfel und -Kapseln.

, Wallthorstrasse 23.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Aufgebote.

Am 31. Dez.: Heinrich Junker, Kaufmann dahier mit Johannette Karoline Bertha Marie Wilhelmine Brückman hierselbst. Am 2. Jan.: Georg Karl Kloos, -Aktien- Bank Former in Offenbach a. M. mit Auguste Margarethe Satharine Zeidter dahier.

796, 625 tlichen Kenntnis, da Steup geführte Agen

1, felben

r 1903. Lien- Bant

ehmend empfehle Gerungen zu feffer weiterer Ausfiant ar 1903.

ferem Neubau am atz ist noch eine schie wohnung m. Eric u vermieten, desgleica Zimmerwohn Näh. Frankfurteritr

gante, herrschaftliche

merwohnung

tephan- u. Keplerstr il zu vermieten. dafelbft 2. Tr.

traße 11, Ecke No ge, 6- Zimmer Wohnu

Gebo ene.

Am 11. Dez.: Dem Taglöhner August Rausch ein Sohn, Ernst Wilhelm. Am 20.: Dem Bezirksfeldwebel

in freier Bage 3. ver Carl Noll Wive öbl. Zimmer fofort Marktstraße Nr. 11 Bimmer mit oder o ion zu vermieten.

zu vermieten.

Wefteingaffe 7 Wohnung im mi 1. April 1903 Steinftraße

Wohnung i. i er sofort zu v Kirchft

56]

Dr. Rumseys Patient.

Noman von Dr. Halifax und T. L. Mcade. Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner. ( Nachdruck verboten.) * Ich weiß nicht", stammelte Hetty verwirrt. Bielleicht fönnen Sie nach und nach vergessen und die Stimme Ihres Gewissens beschwichtigen. Auch bei mir regte sich einst das Ge­wiffen, jest ist es lange nicht mehr so schlimm seine Stimme ift leiser geworden."

Das ist eine vergebliche Hoffnung! Ich kenne mich viel zu gut, um das nicht genau zu wissen. Und troß alledem will ich den breiten Weg gehen, der ins Verderben führt. Wenn ich es aber wirklich thue- fönnen Sie es auch ertragen?"

.Ich habe es länger als fünf Jahre ertragen." " Ja, das ist allerdings wahr. Aber iezt ist es doch anders. Früher war ich nicht in Großhofen. Der abwesende Herr nimmt nie einen großen Platz in dem Gedankenkreis seiner Leute ein. In Zukunft wird das ganz anders sein. Sehen Sie mir einmal ordentlich ins Gesicht, Hetty Vincent. Sie sind nicht gesund, Ihre Wangen sind eingefallen, und die Augen haben einen un­natürlichen Glanz. Frau Everett behauptet mit größter Ent­schiedenheit, Sie trügen ein Geheimnis mit sich herum. Wenn sie das denkt, dann werden vielleicht auch andere denselben Verdacht schöpfen. Ihre Tante kennt mein Geheimnis auch?"

" Ach, mit Tante ist es ganz anders, sie leidet nicht so schwer darunter, wie ich. Aber ich glaube, Herr Baron, daß ich jetzt, wo Sie wieder hier find, wo ich Ihren Entschluß fenne und weiß, daß Sie an der Last des Geheimnisses ebenso schwer_tragen wie ich und daß wir zwei-" sie hielt inne, die Stimnie wollte ihr bersagen, ich glaube, es wird mir jest viel leichter sein." Sie dürfen auf feinen Fall noch einmal verhört werden", fiel der Baron hastig ein. Wenn ich das furchtbare Geheimnis wirklich in Zukunft weiter hüten soll, so müssen Sie das Land berlassen!"

Das Land verlassen- stammelte Hetty, während ihr Gesicht leichenblaß wurde und die Thränen ihr aus den Augen stürzten. Das hieße mich töten" fügte sie dumpf töhnend hinzu. Ich Sie verlassen- o mein Gott- das kann W nicht Sie müssen doch wissen, Herr Baron, warum ich das verses für Sie ertrug!"

eine

Heinrich Kaiser eine Tochter; dem Fabrikarbeiter Philipp Hahn eine Tochter; dem Mechaniker Jakob Schlosser cin Sohn, Friedrich. Am 21.: Dem Ingenieur Theo­dor Eigel ein Sohn, Leopold Josef. Am 22.: Dem Drechsler Wilhelm Walther ein Sohn; dem Glaser Wilhelm Kreß ein Sohn, Eduard Karl Wilhelm. Am 23. Dem Zimmermann Christian Staffel ein Sohn; dem Maurer Heinrich Müller eine Tochter, Elisabethe Margarethe Juliane. Am 25.: Dem Kaufmann Fried­rich Jung ein Sohn; dem Kaufmann Karl Häuser eine Tochter, Elsa Regina Sophic; dem Eisenbahntelegraphist Paul Neumann ein Sohn, Heinrich Wilhelm Albert; dem Kaufmann Heinrich Friedrich Roth ein Sohn, Karl Walter. Am 26.: Dem Schmied Johannes Groß ein Sohn, Johannes Joseph Wilhelm. Am 27.: Dem Gerber Hermann Höhn ein Sohn, Johann Anton; dem Plazmeister Heinrich Westecker eine Tochter, Lisette Luise. Am 29.: Dem Artist Friedrich Jörg ein Sohn, Heinrich.

Gestorbene.

Am 27. Dez. Elise Braun, 9 Jahre 11 Monate alt, Tochter des Bremsers Johannes Andreas Braun dahier. Am 28.: Marie Elise Müller, 78 Jahre alt, Rentnerin dahier; Jakob Bamberger, 60 Jahre alt, Lederhändler dahier. Am 31.: Heinrich Hattenhauer, 34 Jahre alt, Schneider dahier.

Geschäftliches.

Eine Fülle neuer Anregungen bietet dem Industriellen, dem Kaufmann, dem Gewerbetreibenden, welcher die Zeitungsannonce, dieses bewährte Hilfsmittel geschäftlichen Erfolges, in seinen Dienst zu stellen pflegt, der soeben in 36. Auflage erschienene Zeitungs- Katalog der Annoncen­Expedition Rudolf Mosse für das Jahr 1903. Auch die neue Ausgabe beschränkt sich nicht auf die Wieder­gabe trockenen blenmaterials. Einen breiten Raum nimmt das so wichtige Kapitel der Anzeigen- Ausstattung in Anspruch. Das Problem, eine Annonce typographisch oder illustrativ derast auszugestalter, daß sie auch bei bescheidener Größe aus der Menge der übrigen Anzeigen einer Zeitung wirkungsvoll heraustritt, wird wieder an zahlreichen neuen Beispielen erläutert Einen erföhten prattischen Wert erhält der Rata'og durch seine Ausstattung als Schreibmappe mit Notizkalender. Neu ist die Beigabe von wichtigem Nat ſchlagematerial, wie Bestimmungen über Arbeite versicherung, über Anmeldung von Patenten und Gebrauchsmuste: n, Eintreiben von Forderungen 2c. Saz und Druck des Katalogs zeigen wiederum die Leistungsfähigkeit der Buch­| druckerei Rudolf Moss.

Still, still", sagte er in fast rauhem Tone, indem er an eins der nicht verdunkelten Fenster trat und hinausspähte. Er sab, oder meinte zu sehen, daß Frau Everett in ziemlicher Entfernung vorüberging. Dann trat er schnell in den Schatten zurüd.

" Ich kann nicht vorgeben, Ihre Worte nicht zu verstehen", sagte er nach einer Bause. Aber darauf eingehen fann und darf ich nicht. Wenn ich also die Wahrheit nicht enthüllen soll, dann fann dies nur unter der Bedingung geschehen, daß Sie und Ihr Mann das Land verlaffen. Aber wie gesagt, einen be­stimmten Entschluß habe ich noch nicht gefaßt. Das geht auch nicht so schnell. Doch nun wird es besser sein, wenn Sie mich verlassen."

Hetty erhob sich: fie taumelte, als sie sich der Thür näherte. Der Baron schloß dieselbe auf. Dabei fragte er:

Sie sahen alles? Sie sahen, wie ich die That beging?" " Ja, Herr Baron, ich sah den erhobenen Stock in Ihrer Hand

Ah, das wollte ich nur noch wissen", fiel er hastig ein. lind was that ich mit dem Stod?"

Sie schleuderten ihn ins Gebüsch, etwa zwanzig Fuß bon der Stelle entfernt, an welchem"- fie fonnte den Saß nicht vollenden.

Ja, ia", sagte Audrey langsam und schwer atmend. Dessen erinnere ich mich. Hat man den Stod gefunden?"

Nein, das wäre auch garnicht möglich!"

,, Warum nicht möglich? Wie meinen Sie das? Wenn man nun" an iener Stelle Holz fällen würde? Auf dem Knopf ist mein Name und das Wappen der Audreys eingraviert! Wenn man ihn findet-"

Er fann nicht gefunden werden, weil er nicht mehr dort liegt. Tante und ich hatten Angst wegen des Stockes; wir gingen in der Nacht nach dem Morde an jene Stelle, suchten den Stock, beschwerten ihn mit Steinen und versenkten ihn in den Teich, wo er am tiefsten ist. Um den Stod brauchen Sie sich also nicht zu ängstigen, Herr Baron!"

Audrey antwortete nicht, aber in seinen Augen blitte ein Licht der Befriedigung auf, und ein schlauer Ausdruck, wie er seinem Gesicht bisher nicht eigen gewesen, legte sich über das­ſelbe.

(?)[ Eine Mord- Religion.] In der Revue" erzählt Jean Finot: Einer der Bibliothekare des British Museum in London zeigte mir vor einigen Jahren eines der inter­essantesten Dokumente, die die Kartographie jemals zum Gebrauche der Menschen fertiggestellt hat. Es war die berühmte Karte des Kapitäns Paton, der im Jahre 1880 auf den Gedanten gekommen war, seiner Regierung eine sette der Thugs ihre Opfer ermordete, zu schenken. malerische Darstellung der Orte, wo die indische Mörder­Von etwa vierzig Personen, die alle in ihrem Lande sehr geachtet waren und sich allgemeiner Wertschäßung erfreuten, sind aus religiösen Gründen beinahe 5 200 Morde begangen worden! An der Spizze der Mörder marschierte der ehrwürdige Buhram, der während sei­ner vierzigjährigen religiösen Tätigkeit 931 Mordtater: vollbracht hatte. Der zweite, den Verdiensten nach, war ein gewisser Ramson, der 608 Personen erwürgt haben soll. Fussy Khan hatte nur 508 Personen ermordet, aber diese Zahl hatte er bereits in einer dreißigjährigen Thug Praxis erreicht. Imembur der Schwarze founte 340 Strangulationen nachweisen, Alayar 377, Muckdoo mee 264. Von diesen Höhen steigt man nach und nach zu den bescheidenen Zahlen von 20, 10 oder selbst 5 ,, lumpigen Morden" herab, die von den Gläubigen zu Ehren der Göttin Kali begangen worden sind. Kali hat den Gläubigen nicht nur die Kunst der Erdrosselung beigebracht, sondern trieb ihre Zärtlichkeit so weit, daß sie ihre Diener vor den fluchwürdigen Augen der Nicht­gläubigen verbarg.

)-)[ Wie es venezolanischen Präſizenten gehts. Auf einem Platz der Stadt Caracas steht ein Denkmal, das zuerst zu Ehren Guzman Blanco errichtet wurde; nach seinem Abgang schnitt man den Kopf der Statue ab und schraubte den Kopf seines Nachfolgers aus. Die Präsi­denten können verschwinden, das Standbild bleibt, man ändert eben nur den Kopf. In einer Vorsicht, die der Stadtverwaltung zur Ehre gereicht, hat man die Residenz des Präsidenten der Republik dem Bahnhof gegenüber erbaut. Es soll sogar e'ne geheime Treppe vom Palast zum Wartesaal führen. Castro wird also, wenn die Rev Intion siegreich sein sollte, nur einen furzen Weg zu machen haben, um den Eilzug zu nehmen, in gerade so viel Zeit, wie man braucht, um den Stops seines Nachfolgers an die Stelle seines eigenen zu sehen.

:||:[ Ein auf 250 Jahre festgelegtes Kapital ist vor kurzem nach der Japan Times" der Dai- ichi- Bank in Tokio überwiesen worden. Diese erhielt ein Depositum von 3000 Jen( nach unserem Gelde etwa 12000 m.), welches auf Zinseszins die oben angegebene lange Reihe von Jahren unberührt stehen soll. Nach Ablauf dieser Zeit hätte dann die Bank den Erben des vorsorglichen Sparers die ungeheure Summe von fast 5 Milliarden Mark zu zahlen. Notabene, wenn die Dai- ichi- Bank sich dann noch ihres Daseins erfreut.

Er öffnete die Thür und ließ Hetty hinaustreten; dann ver= schloß er die Thür wieder.

Nun war er allein mit seinem Gewissen allein. Mit leisem Aufstöhnen fant er neben einem Stuhl in die Kniee und begrub das Gesicht in die Hände, während sein Körper von ver­haltenem Schluchzen heftig erbebte.

3weiundzwanzigstes Rapitel.

Von dem Bureau ans führte ein direkter Weg in furzer Zeit auf die Landstraße, sodaß Hetty nicht am Schloffe vorbeizugehen brauchte. Auf diesem Weg war sie auch gefommen; es hatte niemand ihre Anfunft gewahrt, und kein Mensch sah sie iezt fort­gehen. Als sie auf der Landstraße anlangte, blieb sie einen Moment Steben und atmete tief auf. Eine große innerliche Befriedigung schwellte ihr die Brust. Es ging alles besser, als sie gedacht. Der Baron erinnerte sich zwar an alles- er hatte es selbst gestanden aber sie durfte sich doch der beruhigenden Ver­ficherung hingeben, daß er das von ihm begangene Verbrechen auch fernerhin verheimlichen werde.

Er fann ja nicht dafür es liegt den Audreys im Blut es ist sein Fluch", murmelte sie vor fich hin. Aber er darf nichts gestehen um seiner Gattin willen und um meinetwillen auch nicht! Da ist freilich Frau Everett und ihr armer Sohn

dagegen aber stehen die Baronin und ich also zwei gegen zwei erwog Hetty für und gegen und wir zwei stehen dem Baron viel näher und dann seine vielen Untergebenen ja, ja, wir müssen das Geheimnis strengstens hüten."

-

Die Sonne war inzwischen untergegangen, und die Dämmerung auf die Erde herniedergesunken. Betty batte bergauf zu gehen, um das Pachtgut ihres Mannes zu erreichen. Sie bedurfte daher zum Heimweg längere Zeit als zum Weg ins Schloß. Sie be­eilte sich, so gut fie fonnte, um ja nicht so spät zu kommen; denn es wäre nicht gut für sie gewesen, wenn ihr Mann heraus­bekommen hätte, daß sie ihn hinterging. Wenn er ieẞt noch fest schlief, worauf fie mit Bestinumtheit rechnete, so hatte sie nichts zu befürchten, dann war auch ihr Geheimnis völlig sicher. Suſe betrat das Haus nie nach vier Uhr nachmittags, nach dieser Hinsicht fonnte sie also auch beruhigt sein. Die Lente, die nach Feierabend von den Feldern heimfehrten, stellten ihre Gerätschaften in den dazu bestimmten Schuppen; auch sie hatten nichts im Hause zu fuchen, Vincent war also allein und vor jeder Störung sicher.