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Lokales.

Gießen, 5. November 1903.

+ Provinzial- Ausschuß. Nachdem der auf Hate Vormittag 9 Uhr anberaumte Termin in Sachen Gesuch des Faipar Müller zu Gießen um Erlaubnis zum Likörausschant ini dem Hause Lindenplay 13 auf Wunsch des Gesuchstellers am gefallen war, beschäftigte sich der Provinzial- Ausschuß mit dem 2. Punft der Tagesordnung betreffend die Durch­führung des Fluchtlinienplanes für den Seltersweg zu When worüber wir in gestriger Nummer bereits berichteten. bann entschied der Provinzial- Ausschuß i. S. Reklamation gggen bie Bürgermeisterwahl zu Bockenrod dahin, daß der

* Die gestrige Notiz über die in Gießen in der Nacht auf Montag stattgefundene Schießaffäre set dahin ergänzt, daß der Täter verhaftet ist, der angeschossene Kellner aber schwer trant darnieder liegt. Auch wird uns aus zuver­lässiger Quelle mitgeteilt, daß die Studenten die Kellner zuerst durch Redensarten belästigt haben sollen, daraufhin von letzteren zur Rede gestellt, hätte der eine der Kellner zuerst noch Schläge ins Gesicht erhalten.

** Krambolage. Ein mit Fruchtsäcken beladener Wagen tam gestern in Grünberg auf dem Brückelchen derart ins Rollen, daß der Führer den Wagen nicht mehr halten konnte. Die Deichsel des Wagens ging durch ein Fenster eines Wohnhauses und in die Decke des Schlaf­

das Bud elurs gegen die Entscheidung des Kreisausschusses des zimmers. Glücklicher Weise befand sich niemand in dem Baul Angger weßen, fet unter Berurteilung der Refuvrenten in die stoften Menschenleben ablief. Wie mir hören, war bies bereits bas

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bies Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr on 10 Mt. an die Provinzialtasse. Als letzter Punft der Tagesordnung ftand der Rekurs des Georg Heinrich Keil I. Ettingshausen gegen eine freie amtliche Verfügung. Der Sachverhalt ist folgender: Im verflossenen Herbst errichtete ubritat auf seiner Hofratte, direkt an dem Aeschersbach Land zum Teil über die Grenze in dem Bachbett stehend, eine neue Scheune, ohne dazu die auf Grund des Bachge­Te erforderliche freisamtliche Genehmigung eingeholt zu Bhaben. Am 11. September v. Js. erhob der Müller Hrch. eil IV., der die Wasserkraft des Wassers zum Mühlenbe­Serr eine trieb benußt, bei Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen Ein­it sichtbar wipruch gegen den Neubau, indem er erklärte, per durch

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diesen erzeugte Rückstau schädige ihn in seinem Betrieb und Derde diesen bei Hochwasser gänzlich in Frage stellen, wes­Thalb Gr. Bürgermeisterei die Entfernung der im Bachbett tehenden Gebäudeteile veranlassen möge. Das Großh. Ereisamt Gießen forderte den Gg Hrch. Reil I. durch eine uf Grund des Art. 106, 113 und 115 des Gesetzes, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer betreffend rlassenen Verfügung an denselben auf, die in Rede stehen, den Gebäudeteile zu entfernen und wies darauf hin, daß ider ganze Bau kreisamtliche Genehmigung bedürfe. Am 17. Oktober erhob p. Keil durch seinen Rechtsbeistand Beschwerde gegen diese Verfügung mit der Begründung, daß der Bau richt gegen die Bestimmungen des erwähnten Gesezes ver­toße, da nicht über die Grenze gebaut sei und ein Hinder­mis für den regelmäßigen Wasserlauf durch den Bau nicht Lebildet werde. Die Großh. Kulturinspektion stellte dem gegenüber durch eine Ortsbesichtigung und Verhandlung mit er Bürgermeisterei Ettingshausen fest, daß die Bestimmungen bes Bachgeseges unzweifelhaft zutreffen. Durch den Neubau des Rubrikaten werde das Bachbett derart eingeengt, daß Uferbeschädigungen am linken Ufec sowie ein schädlicher Rück­dau bei Hochwasser unausbleiblich sind, da ohnehin schon bei Hochwasser ein Rückstau im eigentlichen Bachbett bewirkt wird. Das Gr. Ministerium des Innern wies durch Entscheidung tom 3. März 1903 die erhobene Beschwerde als unbegründet zurück. Die Rechtsanwälte Justizrat Hirschhorn und Mendel­ohn zu Gießen erhoben namens des p. Keil Rekurs an den Brovinzial- Ausschuß mit dem Antrage, die angefochtene Ver­fügung aufzuheben, da diese Verfügung als Polizeibefehl im Sinne des Art. 80 der Kreis- und Provinzial- Ordnung anzusehen sei und deshalb nicht das Ministerium des Innern, sondern der Provinzial- Ausschuß zu entscheiden habe. Die Sache wurde sodann heute vor dem Provinzial- Ausschuß erhandelt, welcher dahin entschied, daß die Entscheidung auszusehen sei.

P. Am 4. November tagte in Gießen die Synode bes Dekanates Gießen. Im Gottesdienst, der in ber Johanneskirche stattfand, predigte Herr Pfarrer Glück­Heuchelheim über Ap.- Gesch. 19, 18-20. Die Verhand­Fungen fanden im Konfirmandensaal der Johanneskirche Flatt. Nach Vollzug der Wahlprüfunger und Verlesung des Beschetdes Großh. Oberkonsistoriums auf die vorjährige Synode, erstattete Herr Pfarrer Dr. Naumann Gießen, bm Jahresbericht, während Herr Pfarrer Weber- Lang­Göns über die Tätigkeit auf dem Gebiet der inneren Miffion referiert. Bezüglich der Dekanats- Krankenpflege Gerichtete Herr Pfarrer Schwabe- Gießen, über das was auf dem Gebiet der äußeren Mission geschehen, sprach Herr Pfarrer Gußmann- Kirchberg. Zum Stellvertreter des Defans wurde Herr Pfarrer Dr. Naumann- Gießen ge= wählt, zu Mitgliedern des Dekanatsausschusses die Herren Bandgerichtsrat Sandmann- Gießen, Bürgermeister Krämer- Steinbach und Pfarrer Glück- Heuchelheim, zu saßmännern die Herren Pfarrer Hepding- Großlinden und Bürgermeister a. D. Kreiling- Heuchelheim. liche Wahlen vollzogen sich mit großer Einmütigkeit. Wegen Borgerückter Zeit wurden die weiteren Verhandlungen Bertagt.

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** Stadttheater Gießen. Nochmals sei auf die einmalige Aufführung von Friedr. Hebbels gewaltigem Trauerspiel Maria Magdalene" hingewiesen, das am Freitag als 6. Freitags- Abonnementsvorstellung in Szene geht. Die Vorstellung ist sorgfältig vorbereitet, die Haupt­rollen des Anton und der Clara liegen in den Händen des Herrn Linzen und des Fräulein Hohl.

+ Orts- Gewerbe- Verein Gießen. Der gestrige Diskussionsabend betreffend Bericht über die Handwerker­fter bekasse war recht interessant, der Ortsrechner der Sterbe­laffe, Herr Chr. Haas, teilte in längeren Ausführungen, den am nächsten Sonntag in Darmstadt anzunehmenden Ent­burf mit und konnte jetzt schon mitteilen, daß die Hand­berfersterbekasse die billigste von allen derartigen Kassen ist; bis jetzt zählt die Kasse in Gießen 115 Mitglieder, aber es sind noch manche Handwerker, hauptsächlich Jüngere, da, welche der Kasse noch nicht angehören. Um noch mehr Mitglieder zum Beitritt zu bewegen, soll zu diesem Zwecke eine Liste zirkulieren. Herr Kommerzienrat Heyligenstaedt hloß die Versammlung mit dem Wunsche, daß nächst en Sonntag fich einige Mitglieder an der Versammlung in Darmstadt beteiligen möchten und daß die Kasse segensreich Birten möge.

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vierte Mal das Wagendeichseln in das betr. Schlafzimmer gedrungen sind.

Am 1. Oftober trat eine auffallend große Anzahl von Schulverwaltern bei den hessischen Regimentern zwecks Ableistung ihres militärischen Dienstes teils als Einjährig­Freiwillige, teils als sog. Kasernen- Einjährige ein. Infolge­dessen macht sich gegenwärtig ein besonders empfindlicher Lehrermangel in Hessen bemerkbar.

XIm, Waisenschuh", des Zentralorganes des Hessischen Fechtvereins befindet sich folgender Artikel: Weihnachtsbitte. Draußen wechseln Sonnenblicke mit Regen­schauern; kalte Winde tosen durch die Straßen und wirbeln die regten gelben Blätter von den müden Bäumen. Der

der Autor der beiden anderen wird nicht genannt und ist wahrscheinlich der Großherzog selber. Der Dichter singt: Ich trug eine Wunderblume Vorschlossen in meiner Brust, Sie glänzet und glühet und leuchtet Und lebt von der Träne Tau.

Und ferner:

Ich hab eine singende Seele Und wie ein Vogel im Käfig Singt sie ihr Lied.

Es schluchzt und lacht, Es zittert und weint Von unendlichem Glück, Von unendlichem Weh.

Das eine der Dlaf"-Lieder lautet: Die dunklen Zypressen neigen Sich schweigend im Abendwind, Dämmernde Schatten entsteigen Der Erde frühlingslind.

Mein Glück, nachtzeitig geboren, Hat nur im Dunkeln geblüht, Ich habe etwas verloren, Im Dunkeln irr' ich nun müd'.

Und meine Seele tastet

Suchend im Nebel umher

Und spähet und dränget und haftet Und findet es nimmermehr.

Launsbach, 5. Nov. Vorgestern Nacht wurde hier ein Einbruchsversuch gemacht, der Einbrecher wurde jedoch rechtzeitig verscheucht.

(*) Weylar, 3. Nov. Hubertus- Treibjagden wurden gestern zwei abgehalten, eine im Revier Reiskirchen, die andere im Revier Garbenheim. Bei der ersteren ergab sich folgendes Jagdresultat: 20 Hafen, 5 Böcke, 6 Rehe, 2 Füchse und eine Schnepfe. Jagdfönig wurde hier Herr Dr. med. Sanner aus Frankfurt a. M. Im Revier Garbenheim wurden geschossen: 41 Hasen, 12 Rehe, 1 Haselhuhn. Die Würde des Jagdfönigs fiel hier dem Herrn Kohlenhändler Jak. Bastians zu.

× Friedberg, 4. Nov. Gestern wurden beim Legen von Gasrohren zwei Arbeiter verschüttet. Einer war sofort tot, der andere schwer verletzt.

Bad- Nauheim. Ein Kurgaft, der nicht genannt sein will, hat aus Anlaß des Beginns der Bauarbeiten zur Danteskirche die neue Orgel mit 3 Manualen und 40 klingen­den Stimmen im Werte von 18 000 Mt. geftiftet.

Wald wird kahl, die Felder stehen leer und über den Stop­peln tummeln sich Raben mit heiserem Krächzen. Herbst! sagt ihr Schreien. Vorbei ist die Sommerherrlichkeit und bald, bald werden leise wieder die Schneeflöckchen vom Himmel niederrieseln und die Erde in das Winterkleid hüllen. Aber dort, durch den schwarzen Tannenwald geht ein Flüſtern und Raunen von kommender Pracht und Schönheit. Wie lauschen die jungen Bäumchen und erzittern in stiller Wonne; denn ein föstlich Wort flüstert der Windhauch durch die Zweiglein: Weihnacht!"--- Ja, Weihnacht! Wem geht nicht ein leiser Bug von Freude, aber auch von weh­mut bei diesem Klang durch's Herz? Ist's nicht ein eigen Dng, um unsere Weihnacht, des Deutschen höchstes Liebes­und Familienfest? We sinnieren wir schon jetzt wieder über das Christkind" nach; monatelang zerbrechen wir uns den Kopf: Was wollen wir unsern Lieben bescheren? Und Hand in Hand damit geht die ahnendfrohe Erwartung: Was wird das Christkind mir bringen? Wohl dem, der Weihnacht, trotz allem und allem, noch in rechter Weise feiern fann. Und welch eine Freude ist dann, unterm strahlenden Tannenbaum die glückseligen Gesichter der Seinen zu sehen! Aber dort in der Kammer, da in jener Hütte! Da ist auch Weihnacht; aber was für eine! Hohn voll grinst das Gespenst der Not und des Elends über das Ringen eines armen Mens henherzens, das am heiligen Christ­abend erst recht seine Verlassenheit fühlt. Der Weihnachts­engel hat beim Flug durch die Welt seiner vergessen; und fummervolle Züge spiegeln als einziger Glanz auf bleiche Kindergesichter. Weihnacht! Weihnacht! Helfet doch alle, Weihnachtsfreude in die Stätten der Armut tragen; das ist ein Licht, dessen Strahl Seelen rettet für Zeit und Ewigkeit! Viele kleine Gaben machen ein Viel; und eine große Gabe gibt erst recht viel. Der Hessische Fechtverein Waisenschutz" hat einen großen Weihnachtstisch für seine halbwaisen armen Kinder aufgestellt und viel Platz ist noch da für Gaben mancherlei Art. Wer hilft ihn ganz decken und will wahre Weihnachtsfreude haben? Alles können wir gebrauchen und auch das scheinbar Geringe nimmt mit einem herzlichen Vergelt's Gott" die Oberfechterei sowohl wie auch jeder Zweigverein und jede Fechtwartstelle mit fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch ver Pfb. 70–76 Freuden an.

Von hessischen Behörden werden u. a. steckbrief­lich verfolgt: Taglöhner Richard Vendig aus Attstadt wegen Betrugs vom Großh. Amtsanwalt zu Friedberg, Erd­arbeiter Paul Friedrich Wilhelm Gußsche aus Steinbach wegen Strafvollstreckung vom Großh. Amtsgericht Herbstein und Agent Joseph Schreiber aus Sindlingen wegen Ent­weichens vom Großh. Amtsgericht Laubach.

Frankfurt a. M., 3. Nov. Bet Ausschachtungsar­beiten an einem Neubau in der Elephantengasse fand man heute morgen auf dem Besigtum des verstorbenen Gärtners Christ im Keller versteckt eine Kassette mit 1500 Gulden Inhalt. Schmunzelnd nahmen die noch lebenden Kinder des Verstorbenen dieses ,, Andenten" an ihren Vater in Emspang.

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Vom Odenwald, 4. Nov. In Auerbach hängte ein Mann seinen 8jährigen Sohn an einem Zwetschenbaum auf, worunter er einen Strohhaufen angezündet hatte. Der Knabe wurde noch rechtzeitig abgeschnitten.

Marktberichte.

Gießen, 5 Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarit lofteten Butter per Bib. 1.00-1.10 mt., Hühnereier 2 Stüd 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käſematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar

. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1 80, Hahnen, per Stud Mt. C.70-1.50, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse p. Bfd. 56-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 3fg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pig. Schweine­

Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 5.00 5.50 m., Zwiebeln per 3t. Mt. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mt. Milch per Liter 18 Pfa. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehre dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Weylar, 4. Nov. Auf dem hiesigen Wochenmarkt foſtete das Pfd. Butter 1,10 Mt., Eier 2 Stück 19 und 1 Stück 10 Pfg.

)( Kirchhain, 3. Nov. Der heute stattgefundene Rind­+ Mit dem 1. November 1848 wurde ein Erlaß des Großherzogs Ludwig III. vollzogen, wonach die Drte: 500 Stück und an Kälbern auch etwa 150 Stück aufge­viehmarkt war sehr gut befahren. An Großvieh waren über Inheiden, utphe, Wohnbach, Trais- Horloff und den zugetrieben. Die Preise waren ziemlich hoch und deshalb der hörigen Mühlen 2c. von dem Landgerichtsbezirke Laubach sind. Auch der Hof Arnsburg mit seiner Gemarkung und getrennt und dem Gerichtsbezirke Hungen einverleibt worden der sogen. Bergermühle wurden damals von Laubach abge= zweigt und dem Gerichte zu Lich überwiesen.

Der November bringt uns nach der Prognose des inzwischen verstorbenen Falb in der ersten Hälfte Regen, in der zweiten aber Trockenheit bei verhältnismäßig hoher Temperatur. Der 5. wie der 19. werden von Falb als kritische Termine 2. Ordnung bezeichnet. Dem 100jährigen Kalender zufolge würde der November vom 1. bis 6. schön sein, am 8. Regen, vom 11.- 16. aber Schnee bringen, während in den letzten Tagen trübes, unfreundliches Wetter herrscht.

= Die in diesem Jahre vielfach vorkommende Kar­toffelfäule und das anhaltende Regenwetter während der Ernte erheischen doppelte Aufmerksamkeit beim Einkellern. Bu empfehlen ist, bei dem Einkellern die Kartoffeln lagen­weise mit gemahlevem Gyps zu beſtreuen, wodurch deren Feuchtigkeit aufgefogen und die Fäulnis verhindert wird. Für 50 Pfg. Gyps genügt bei einem Quantum von 3 bis 4000 Pfund Kartoffeln und dafür behält man bis in den August hinein eine gute schmackhafte Kartoffel.

* Der Großherzog als Dichter- Komponist. Im Verlag von Schotts Söhne in Mainz sind zwei Lieder­hefte für Klavier und eine Singstimme erschienen, als deren Komponist auf dem Titel Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen und bei Rhein" genannt ist. Die Hefte enthalten vier Lieder; zwei davon tragen die Bezeichnung ,, von Olaf";

Handel matt. Zu dem Schweinemarkte waren nahezu 600 Tiere aufgetrieben. Die Preise waren gegen den letzten Markt etwas gestiegen, der Handel sehr flott.

Frankfurter Hen- und Strohmarkt, 4. Nov. ( Amtliche Notierungen.) Heu per Zenter Mt. 3.20 bis 3.80, Stroh per Zentner Mt. 2.00-3.40.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lokale, den Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann,

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