Sadurch keine rechte Gelegenheit gehabt, mit der Hedwig ausführlich zu sprechen. Sie habe das Ganze für eine Komödie gehalten. Von der Verteidigung wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Hedwig 1. St. in einem Erbschaftsstreit ihre Schwägerin des Meineids beschuldigt habe. Wie die Erörterungen ergeben, kann diese falsche Beschuldigung aber wohl auf einen Irrtum, nicht auf bösartigen Charakter zurückgeführt werden.
Ein kompromittierender Brief.
Von besonderer Wichtigkeit ist die Vernehmung einer zweiten Schwägerin der Hedwig Andruszewska, die auch in das Geheimnis eingeweiht sein will. Sie befundet, daß ihr einmal ein Brief an ihre Schwiegermutter in die Hände gefallen sei, in dem es hieß: ,, Da eine Zeitlang vergangen ist, und Sie haben nichts lassen von sich hören, so muß ich an Sie schreiben und Sie fragen, ob Sie mich nun wollen belohnen für meine Mühe, denn Sie werden doch nicht wollen, daß ich meine Mühe umsonst geleistet habe. Dann muß ich Ihnen noch sagen, daß Sie mir mitteilen, wo das Kind ist; der Vater will es nämlich wissen, da er das Mädchen heiraten will. Machen Sie die Sache bald richtig, denn sonst werden wir noch vor Gericht kommen, und Sie werden doch nicht wollen, daß ich mit meinen weißen Haaren noch aufs Gericht muß." Sie sei sehr erschrocken gewesen, die Schwiegermutter habe die Sache aber als ohne jede Bedeutung hingestellt, und vor allem jede Beziehung des Briefes zur Affäre Kwilecki geleugnet. Der Ehemann, Konditor Bolislaus Andruszewski, schließt sich der Aussage seiner Ehefrau an.
Der Droschkenkutscher Wilke
bezeugt, daß er am 25. oder 26. Januar 1897 zwei polnische Damen nach dem Schlesischen Bahnhof gefahren hat, von dem die eine etwas unter dem Mantel, die andere einen Koffer trug. Am Bahnhof habe er dreiviertel Stunde auf sie warten müssen. Dann seien die Damen wieder gekommen. Die eine hatte noch immer etwas unter dem Mantel verborgen, sie sah sogar etwas dicker aus, wie vorher, aber der Koffer war nicht mehr da. Die andere Dame hat mir dann einen Zettel gegeben, auf welchem zwei Straßen und Nummern angegeben waren; zu oberst stand Charlottenstraße 56. Ich fuhr erst dahin; die eine Dame stieg aus, kam aber nach fünf Minuten wieder. Dann rief die Dame:
" Fahren Sie nach Kaiſerin- Augustastraße!"
die Empfänge von neuem beginnen. Um dabei mit Ehren zu bestehen, werden lange und eingehende Beratungen im Allerheiligsten der Schneiderateliers gepflogen, und nach dem, was man bis jetzt an Modellen sieht, werden diese Pourparlers entzückende Resultate zeitigen.
Die Toiletten der Saison stehen im Doppelzeichen des Samts und des Pelzwerks. Die Dame des Hauses muß sich so kleiden, daß sie mit der zierlichen Umgebung ihres Salons im Stile Ludwigs XV. oder Ludwigs XVI. in Uebereinstimmung ist, und nichts eignet sich mehr zu reizenden Empfangskleidern als Saint oder Seide. Etwas Pelzbesaß, Spißen und Guipure, Passementerien und Stickereien verschiedener Arten genügen, um die schönsten Kleider herzustellen. Die Röcke werden sehr viel besetzt, aber so, daß die Silhouette nicht verdorben wird. Blusenartige Taillen mit abfallenden Schultern sind charakteristisch für die Saison. Winterkleider werden mit Stickerei und Pelz besetzt. Auf einen Pelzstreifen setzt sich immer ein Stickereistreifen auf, bis der Rocksaum besetzt ist. Blusen werden ebenso besetzt, denn Rock und Bluse müssen diesmal passen. Pelzbesatz bei Schneiderkleidern wird ganz allgemein. Dazu eignen sich langhaarige Pelze, die das Kleid reich erscheinen lassen. Halbtuch, Serge und rauhe Stoffe gewinnen alle sehr durch einen schmalen Pelzstreifen.
Als ich die Hohenzollernstraße bereits durch war und nur noch drei Häuser von der Kaiserin Augustastraße ab war, hieß es plötzlich:„ Kutscher, halten!" Ich hielt an, und die Dame zahlte mir die Fahrt und das Warten mit 6 Mark, wobei sie das Geld schon abgezählt in der Hand hatte. Natürlich hat sie mir auch noch eine Mark Trinkgeld gegeben. Dann entfernten sich die Damen nach der Kaiserin Augustastraße zu. Ich habe nachher meiner Frau erzählt, daß ich einen guten Tag gehabt habe, da mir zwei polnische Damen eine Mark Trinkgeld gegeben haben; wenn ich am KaiserGeburtstage auch noch ein solches Glück hätte, dann wäre ich zufrieden. Meiner Frau habe ich die ganze Geschichte erzählt, und die Frau hat gesagt:„ Herrjeh, vielleicht haben die Frauen ein Kind tot gemacht; vielleicht war in dem Koffer noch das Skelett des toten Kindes vorhanden, und sie haben es beiseite gebracht!" Bei einer Konfrontation mit den Zeuginnen Chwiatkowska und Knoska sagt der Zeuge: „ Der Dialekt stimmt."( Große Heiterkeit.)
Die Ehefrau des Kutschers bestätigt die Aussage ihres Ehemannes. Den Schluß der Verhandlung bildet die Vernehmung des Kaufmanns Peter Hechelski, der im Auftrage des Grafen Hektor Kwilecki recherchiert hat. Er schildert ausführlich seine bereits aus dem Vorbericht bekannten Erfahrungen in Krakau.
Aus dem Gerichtssaal.
worden. Die Einwanderungskommiſſare beabsichtigen jett Krikorian nach Maßgabe der Bestimmungen des Einwanderungsgesetzes nach Europa zurückschaffen zu lassen.
O Die Nache des Verschmähten. Schon wieder wird ein Fall gemeldet, in dem ein abgewiesener Freier sich an der Spröden und dem glücklichen Nebenbuhler zu rächen sucht, indem er auf das Hochzeitshaus ein Dynamitattentat macht. In dem norwegischen Orte Sjöngsfjorden wurde eine Hochzeitsgeſellſchaft plößlich durch eine heftige Explosion auf geschreckt. Ein früherer Bewerber um die Hand der Braut hatte eine Dynamitpatrone vor dem Hause zur Entzündung gebracht. Das Haus wurde zum großen Teil zerstört und elf Personen verwundet, darunter eine tödlich.
Ganz neu ist die Pelzkrawatte, die öfter mit einem anderen Pelz abgefüttert wird. Diese schmale Krawatte wird einmal um den Hals gelegt und zum Knoten geschlungen oder einfach herumgelegt und festgesteckt. Die Enden sind mit Chenillefransen besetzt. Ein ganz neuer Einfall sind auch die doppeltseitigen Hüllen aus dunklem Pelz mit hellem Pelzfutter, die als Tages- und Abendumhänge dienen, je nachdem man die helle oder die dunkle Seite nach außen trägt. Außer dem so schnell in Aufnahme gekommenen Maulwurf hat die Vorliebe für braun Bieber und Otter für Schärpen und Capes wieder in den Vordergrund gebracht. Außerdem geben diese Belzarten unbegrenzte Möglichkeiten als Besat. Die Muffen sind größer als bisher. Sie sind flach in der Form und werden verschiedenartig besetzt. Ein weniger kostspieliger Pelz, der hübsch ist und gut steht, ist Fuchs. Er trägt sich zwar nicht sehr gut; da Muffen und Halskragen aber nicht sehr der Abnutzung ausgesezt sind, so eignet er sich wegen des mäßigen Preises gut dazu. Eine Anzahl neuer Belzmäntel werden kragenlos geschnitten und dazu Halsbinden aus anderem Pelz getragen. Der Matrosenfragen aus Pelz wird häufig zu sehen sein. Er wird so geschnitten, daß die Enden entweder viereckig oder abgerundet sind, oder man trägt ihn rautenförmig, so daß die Spitzen vorn und hinten auf die Mitte fallen.
§ Beleidigung durch Zuführung von Alkohol. Wenn jemand einen Abstinenten wider dessen Wissen und Willen alkoholische Getränke zuführt, so macht er sich, wie die Strafkammer in Berden neulich erkannte, der Beleidigung schuldig. Der Gastwirt W. Schlobohm in Mulsum goß am 6. März d. I. dem Landwirt Köster in Helenenburg, der Abstinent ist, wider dessen Willen und Wissen Kognak in das an ihn verabfolgte Selterwasser. Infolge des Genusses dieses wurde Köster berauscht und bekam Kopfschmerzen. Schlobohm wurde dieserhalb wegen Beleidigung zu 20 Mark Geldstrafe eventuell bier Tagen Gefängnis verurteilt. Das Schöffengericht in Dorum, das sich zuerst mit der Sache zu befassen hatte, erblickte in dem Tun des Schlobohm sogar das Vergehen der fahrlässigen Körperverlekung.
§ Der Fall Breidenbach wurde nochmals vor dem Kriegsgericht der ersten Garde- Infanterie- Division aufgerollt. Angeklagt war Hauptmann v. Grolmann, der Kompagniechef des wegen Soldatenmißhandlungen zu 8 Jahren Gefängnis verurteilten Unteroffiziers Breidenbach, in schuldhafter, fahrlässiger Weise die Vergehungen Breidenbachs zugelassen zu haben. Der Gerichtshof erkannte auf 4 Wochen Stubenarrest. In der Verhandlung sollte auch der unmittelbare Vorgesetzte Breidenbachs, Leutnant v. Hellmann, als Zeuge vernommen werden. Es kam aber nicht dazu, da gegen v. Hellmann inzwischen auch ein Strafverfahren in dieser Angelegenheit eingeleitet worden ist.
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Bunte Chronik. Das Gnadengesuch des Direktors der Trebergesellschaft Schmidt iſt abgelehnt worden. Er wurde bereits zur Verbüßung seiner Strafe in das Zuchthaus ab geführt.
Die Doppelherrschaft von Samt und Pelz macht sich auch stark in der Hutmode bemerkbar. Hermelin wird zu Gesellschafts- und Straßenhüten gebraucht, und zwar in schmale Streifen geschnitten mit Chiffonschleifen und gefälteltem Chiffon vermischt. Als Straßenhut wird die große Direktoireform bevorzugt. Diese Hüte sind sehr groß, aus einfachem Samt mit Mohairborte und einem Federtuff in verschiedenen Farben. Die Frage der Hüte für Privatgesellschaften wird jezt lebhaft erörtert. Die Frage ist: Kann der große Hut, der zu einem ausgeschnittenen Kleid so gut steht und in Restaurants getragen wird, auch zu Dinergesellschaften beibehalten werden? Wenn solche Diners privatim sind und die Gesellschaft nachher ins Theater geht, so werden viele Damen es vorziehen, den Hut aufzubehalten. Ob aber die Gemütlichkeit gerade dadurch gehoben wird, steht auf einem anderen Blatt. Doch an solche Fragen kehrt sich die Modelaune am letzten Ende ja recht wenig.
§ Die drei Hunde. Mit einer tragikomischen Affaire hatte sich das Pariser Gericht zu befassen. Der bekannte Romandichter Paul Adam stieg vor einigen Wochen mit zwei Hunden in einen Wagen erster Klasse der Westbahn ein; gegen die Mitnahme der Hunde war nichts einzuwenden, da sich Adam einen Erlaubnisschein der Bahnverwaltung besorgt hatte. Einem galligen Mitreisenden schien aber die Reisegesellschaft nicht zu gefallen. Dieses Kupee ist wohl ein Hundeſtall," sagte er, hier sind ja zwei Hunde!" Wenn Sie drin bleiben, sind es drei," erwiderte Baul Adam gereizt. Der fremde Herr hob die Hand, um den Schimpf zu rächen, aber der Romandichter kam ihm zuvor und versetzte ihm eine schallende Ohrfeige. Die Folge war ein Prozeß, der dieser Tage zur Verhandlung kam. Das Gericht sprach den Dichter frei, mit der Begründung, daß seine Ohrfeige eine Kat der Notwehr gewesen sei.
Die Mode der Saison.
Nab und fern.
68jährigen Maurer Philipp Schüler.
In Baruth erschlug der Arbeiter Paul Kuras den gevoiesen sei unte
Vermischtes.
Der ersparte Gruß.] Das Hutabnehmen auf der Straße wird bei falter und stets wechselnder Witterung bo Herren niit spärlichem Haarwuchs gewiß peinlich empfunden Es gibt leider keine Abhilfe in dieser Kalamität, da man da Mittel, das nach einem russischen Blatt ein Bewohner der Stadt Kertsch anwendet, sich genieren wird, nachzuahmen, Der Herr hat nämlich an seinem Hut ein Plakat angebracht mit der Aufschrift Jch grüße Sie!" Bei einer Begegnung mit Bekannten sett der erfindungsreiche Herr eine Gummi schnur in Tätigkeit, wodurch die Aufschrift sichtbar wird, um dann wieder zu verschwinden.
Die Kinder- Lungenheilstätte Belzig wurde in Gegenwart der Kaiserin eingeweiht. Viele Männer der Wissenschaft, so Geheimräte v. Leyden und B. Fränkel, sowie viele Größen der Berliner Finanzwelt hatten sich eingefunden. Die Kaiserin besichtigte mit großem Interesse die Einrichtungen der Heilstätte und unterhielt sich freundlich mit den kleinen Patienten.
Seeräuber im Kieler Hafen. Einen richtigen Piratenzug, wie er sonst nur in chinesischen Gewässern vorzukommen pflegt, unternahmen Kieler Verbrecher im dortigen Hafen. Ueber das aufregende Vorkommnis, das nicht gerade das beste Licht auf die im Hafen herrschenden Sicherheitsverhältnisse wirft, werden aus Kiel folgende Einzelheiten berichtet:
Paris, 5. November. Die im Reiche der launischen Göttin Mode tonangebende elegante Pariser Welt ist jetzt zurü gekehrt und rüstet sich mit vollen Eifer zum großen ⇓ terfeldzug. Die Ausfahrten im Bois de Boulogne zeigen wieder, Stern an Stern, die Berühmtheiten der wirklichen und der halben Welt. in kurzem werden die„ Salons" wieder geöffnet sein und
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[ Eine zoologische Merkwürdigkeit] hat das„ Staffel steiner Tagblatt" entdeckt. Es schreibt:„ Gegenwärtig passieren die Bahnstation Oberkoßau große Transporte lebender Rebhühner, die aus Böhmen und Mähren kommen und als Zucht stiere zum Aussehen in verschi denen Jagd bezirken Badens und der Rheinpfalz bestimmt sind." Wenn die Sache glückt, werden wir unseren Fleischbedarf bald glänzend decken können.
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Siejen erzeugte perde diesen be halb Gr. Bürg telgenden Gebä Prisamt Gieße auf Grund des Bähe und die n cliffenen Verfüg der Gebäudeteile der ganze Bau Dtober erhob gegen diese Ver night gegen die tcße, da nicht nis für den re gebiltet werde. gagenüber durd
A[ Eine nette Postverwaltung] muß die Republik li beria besigen, wenn man den Mitteilungen eines dort woh nenden Schweizers, die von einem Baseler Blatte veröffent licht worden, Glauben schenken darf. Danach kann man seine Postsachen nur mit großem Risiko der liberianischen Post anvertrauen. Wer sicher gehen will, begibt sich per sönlich an den Schalter, nimmt den Poststempel und ent wertet die gekauften und aufgeklebten Briefmarken. Dann, aber nur dann werden die Briefe und Postkarten befördert. Wenn man aber seine Briefe dem Postdirektor überläßt, reißt er einfach die Marken ab und verkauft sie noch einmal. Die Briefe aber fliegen in ein Ding, das man in Europa Papierkorb nennt." Diese erbauliche Erzählung er innert an die Schilderung, die einmal ein Witblatt von der türkischen Post gab. Einem deutschen Schneidergesellen in Konstantinopel waren aus der Heimat durch Postanweisung 20 Mark angewiesen worden. Als er das Geld er heben wollte, brachte der Postbeamte mit Mühe und Not 10 Mark in Kupfer zusammen; für 4 Mark mußte der Schnei der eine Photographie des Sultans mit eigenhändiger Unter schrift des Großherrn in Zahlung nehmen und für den Rest des Geldes bekam er den Medjidie- Orden!
Eine Bande von Piraten hauste in unserem Hafen. Sie stahlen die Jolle eines Segelschiffs, besetzten sie und steuerten hafenwärts, um die vor Anker liegenden Schiffe zu berauben. Im Schutz eines schweren Nebels bestiegen die unheimlichen Gesellen den Segler„ Ernst August" aus Neuhaus a. d. Oste, die schwedischen Galeassen ,, Nord" und„ Sylvia", den Kieler Tampfer Meta", die Jacht Judith" und raubten Uhren, Geld, Kleidungsstücke und Lebensmittel. Auf dem„ Nord" erwachten der Kapitän Johansson" und sein Steuermann, die allein an Bord waren. Sie warfen sich den Eindringlingen entgegen, die bewaffnet waren und mit Dolchmessern stachen. Der Kapitän erhielt Stiche in den Hinterkopf und ins Gesicht und brach ohnmächtig zusammen. Der Steuermann, ein Bruder des Schiffers, jagte die Piraten in die Flucht, obwohl ihm das Blut aus mehreren Wunden im Rücken floß. Die Verbrecher sprangen über Bord und stießen mit der Jolle und ihrer Beute ab. Sie entfamen im dichten Nebel. Bei der Beraubung der„ Meta" gelang es, einen Dieb festzunehmen, es ist ein beschäftigungsloser Schlosser. Die Jolle trieb morgens auf dem Hafen; sie enthielt vom Diebesgut nur Lebensmittel. Die Verlegungen des Schiffers Johansson sind schwer.
[ Von Sedan nach El Mungar.] Folgende romantische Geschichte erzählt der Pariser„ Rappel": Nach der Schlacht bei Sedan erhielt der Hauptmann Johann Kraft vom 10. bayerischen Infanterie- Regiment wegen seiner Tapfer feit einen hohen Orden. Kraft starb am 2. September 1890 als Major. Nach seinem Tode trat sein 17jähriger Sohn in die Fremdenlegion ein. Nach einem Jahre kehrte er jedoch von Algier nach Deutschland zurück und meldete sich als Freiwilliger beim 13. bayerischen Infanterie- Regi ment. Er wurde als untauglich zurückgewiesen und ging zum zweiten Male nach Afrika zur Fremdenlegion. Am 2. September dieses Jahres ist er bei El- Mungar im Kampfe gegen die marokkanischen Räuber gefallen. An demselben Tage also, an dem vor 33 Jahren der Vater gegen Frant reich kämpfte, hat der Sohn jezt für Frankreich sein Blut vergossen.... Rührend, wenn's wahr ist!
Ein Selbstmörder im-- Brantstaat. Unter eigenartigen Umständen hat ein von Dortmund nach Bochum zugereister junger Mann in einer dortigen Gastwirtschaft Selbstmord verübt. Als der Frende am Morgen nicht zum Vorschein fom, wurde sein Zimmer gewaltsain geöffnet. Den Eintretenden bot sich nun ein merkwürdiger Anblick dar. Auf seinem Bette hingestreckt, angetan mit einem weißen Brautkleid und Schleier, auf der Haupte einen Myrtenkranz, fand man den jungen Mann als Leiche auf; er hatte sich eine Revolverfugel in die Brust gejagt. Bei der Leiche fand man zwei Zettel, von dem der eine die Worte enthielt:„ Liebe Frau B....", während der Lebensmüde in dem zweiten Zettel bittet, ihn im Brautstaate beerdigen zu lassen. Der Lebensmüde wurde später als der 32jährige Arbeiter Pompluhn aus Gerez im Kreise Köslin( Pommern) refognosziert.
Die Ermordung des Londoner Armenierführers Sagruni hüllt sich von neuem in geheimnisvolles Dunkel. Der der Beihilfe verdächtige Krikorian ist aus Mangel an Beweisen freigelassen und damit iede Spur vorläufig wieder verwischt
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[ Der Ehemann wider Willen. Eine romantische Entführungsgeschichte macht in Sydney großes Aufsehen. Herr Webb, ein ehrsamer Apotheker, ging des Abends mit Miß Cheßborough spazieren, als ein eleganter Wagen an gefahren fam und plötzlich vor dem Pärchen stehen blieb. Zwei fräftige Männer sprangen heraus, packten Herrn Webb, warfen ihn wie ein Paket in den Wagen und ließen dann Miß Cheßborough einsteigen. Im Galopp sausten die Pferde davon und brachten Herrn Webb zu einem Hause, wo man ihn bis zum Morgen unter sicherer Bewachung versteckt hielt. Dann wurde er gewaltsam in eine Kapelle geführt, wo ihn Miß Cheßborough bereits mit Sehnsucht erwartete und ein gutbezahlter clergyman" die Trauung vornahm. Auf dem Heimwege gelang es dem Ehemann wider Willen, sich von seiner Braut zu trennen und die Flucht zu ergreifen. Er eilte sofort zum Richter und klagte gegen Miß Cheß borough wegen Entführung. Die Sache hat jedenfalls den Reiz der Neuheit. Sonst wurden immer nur junge Mädchen bon liebestollen Männern entführt, jetzt entführen zur Abwechselung heiratslustige Damen den Mann, den sie sich als Opfer ausersehen haben. Auch das ist ein Stückchen„ Frauenbewegung".
Das Neuefte aus den Witzblättern. Monolog. Student( bemoostes Haupt): Ist der Kerl, der Suff, drei Jahre auf der Universität und fällt durchs Eramen! Ich bin schon fünf Jahre hier und noch nicht einmal durchgefallen!
Dies Detan Der Johannest peuchelheim i hungen fande fatt. Nach Befchetdes
Die höhere Tochter. Mutter: Rosa, holen Sie rasch an der Quelle Wasser im Krug! Fräulein Ella: Aber lassen Sie's ordentlich ablaufen, damit es recht falt ist!
Boshaft. A.( leise zum Freund, der ihm seine sehr bejahrte Braut vorstellt): Mensch, wo hast du dir diese Ver lobung denn schon wieder zugezogen?
65ynode, erft en Jahresbe Böns über Miffion refer berichtete Her
Blick in die Zukunft. Der kleine Mar: Mama, wenn ich einmal groß bin, dann heirate ich ein sehr reiches Mädchen. Mama: Sprich nicht so naseweis. Man hei ratet nicht nach Reichtum, sondern man heiratet jemand, den man lieb hat! Mar( nach einigem Nachdenken): Mama, ich werde einmal ein sehr reiches Mädchen liebhaben.
auf dem Gebi
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bwählt, zu m
Bandgerichte
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Herrn Linzen
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bloß die Ver Sonntag fic
( Lust. Bl.)
Darmstadt be Sirten möge


