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4. daß ich als Bürgermeister zu einem Eingreifen in| firchliche Angelegenheiten genötigt und berechtigt war, weil dabet nicht innerhalb Gesetz und Ordnung verfahren wurde, und daß ich dabei meine Amtsbefugnisse in keiner Weise überschritten habe.
Lokales.
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Gießen, 5. Oftober 1003. Die Weihe des neuen Gießener Friedhofes burch den 1. evangelischen Geistlichen Dr. Naumann hat nun gestern Sonntag Nachmittag 4 Uhr endlich stattgefunden und das, trotz des sehr schlechten Wetters, im Beisein von circa 3000 Personen. Mehrere Stadtverordnete, der Gesamtkirchenvorstand, die evangelischen Geistlichen, und die Chorschüler standen vorn an, die versammelte Gemeinde darunter viele Beamte und Professoren in ungezwungener Weise dahinter. In friedlich firchlichem Tone aber aus vollem Herzen hielt Pfarrer Dr. Naumann die Weiherede auf Grund des Bibelwortes:„ Die da sähen mit Thränen werden mit Freuden ernten." Mit dem Weihegebet, einem Baterunser und dem Schlußgesang durch die Chorschule hatte der so lang erkämpfte Att sein Ende. Das Regenwetter und der Sturm hielt während der Predigt an, nur hin und wieder war letzterer etwas stiller, trotz alledem hat unseres ssens die ganze versammelte Gemeinde die Worte des amtirenden Geistlichen vernehmen können. Still und ohne Kritik leerte sich die Stätte des Friedens, die Erschienenen zerstreuten sich von der Marburgerstraße aus in die einzelnen Straßen und hoffen wir mag nun auch Friede in der Gemeinde wieder volle Einkehr gehalten haben.
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Stadt Theater Gießen. Gestern Abend ging als 1. Sonntags- Abonnementvorstellung Der blinde Passagier" von Blumenthal und Kadelburg in Scene, der im leßten Winter am Lessingtheater in Berlin zur ersten Aufführung kam und seit dem über alle größeren Bühnen gereist ist und noch reift.( In Frankfurt z. B. vergeht auch jezt noch keine Woche ohne mindestens eine Aufführung des Stücks). Auch hier bereitete ihm das außerordentlich zahl reich erschienene Publikum eine sehr warme Aufnahme, die sich bis zu Beifallsäußerungen bei offener Scene steigerte. Die Inscenirung des Stücks war vorzüglich, vollkommen ebenbürtig derjenigen, die wir in Berlin sahen. Gleich die erste Scene, die Ausfahrt des Dampfers aus dem Hamburger Hafen, zeigte ein schönes, die Wirklichkeit vortäuschendes Bild, dessen Realismus nur noch durch das mit dem Gewinnen der hohen See eintretende Schwanken und Rollen des Schiffs und dessen Folgen für die Passagiere übertroffen wurde. Die sehr dankbare Hauptrolle des Stücks, der vorstellungs- und statwütige Herr Bellermann, wurde durch den ersten Komiter, Herrn Conradi, ausgezeichnet gegeben. Aber auch die übrigen Mitwirkenden taten ihre volle Schuldigkeit. Einige fleine Ungleichkeiten im Spiel werden bei einer Wiederholung sicher verschwinden; ihre Ursache soll, wie wir hörten, teilweise in Verlegenheiten begründet gewesen sein, in die die Direktion durch Verhinderung der Militärkapelle versetzt wurde. Daß das Haus gestern auch auf den teuren Pläßen gut besetzt war, gilt hoffentlich als gute Prognose für alle Sonntagsvorstellungen. Denn wenn bisher ein großer Teil des Publikums die Sonntagsvorstellungen mied, so lag das wohl ausschließlich an dem minderwertigen Programm dieser Vorstellungen. Da aber die neue Direktion die Versicherung gibt, daß auch für den Sonntag der Spielplan nur gute Stücke vorsehen wird, so ist nicht einzusehen, weshalb das bessere Publikum dem The ater am Sonntag Abend fern bleiben soll. Wir empfehlen allen, die einer heiteren Stunde im Theater nicht gram sind, die Bekanntschaft des blinden Passagiers zu machen, sobald was wohl allseitig erwünscht ist die Direktion das Stück für eine Wochentagsvorstellung ansetzt.
× Agnes Sorma begann gestern ein mehrtägiges Gastspiel am Frankfurter Schauspielhaus. Sie beschließt dasselbe am Donnerstag mit der Rolle des Rautendelein, geht dann nach Wiesbaden und tommt nächsten Montag, den 12. Oktober hierher, um in der 1. Theatervereins vorstellung ebenfalls das Rautendelein zu spielen. Auf die in den Schaufenstern der Herren Challier, Koch und Hirz ausgestellten Photographien der großen Künstlerin feien Theaterfreunde aufmecksam gemacht.
** Stadttheater. Nach dem durchschlagenden Er. folge, den das originell ausgestattete Lustspiel„ Der blinde Bassagier" bei der gestrigen Premiere davontrug, hat sich die Direktion entschlossen, um vielfachen Wünschen nachzutommen, die Novität am nächsten Freitag als zweite Freitagsabonnementsvorstellung zu wiederholen und die Erstaufführung von„ Ueber den Wassern" zu verschieben.
** Einen Ludwig Richter- Abend hatte gestern der Evang. Arbeiter- Verein Gießen in der Turnhalle_ver= anstaltet. Nach einem Vortrag des Vorsitzenden, Herrn Pfarrer Euler, über des Meisters Leben und Wirken, wurde durch eine Serie wohlgelungener Lichtbilder auch denen, die ihn nicht fannten, gezeigt, was er alles aus der Seele des Boltes zu schöpfen und in seinen Bildern festzuhalten verstand. Wer Richter kennt, bewundert ihn immer wieder mit verdoppeltem Interesse. Eine gute Idee war die Verwendung von Harmoniumspiel, Gesang und Deklamation zur Charakterisierung der verschiedenen Stimmungen in den einzelnen Bildern. Die Beteiligten haben ihr Bestes getan zum guten Gelingen. Das Stioptiton( Herren Professoren Roob und Lucius), elektrisches Licht( Herr Ing. Muhlert), Harmonium( Herr Organist Görlach), Deklamation( Herr Lehrer Werner und einzelne Kinder), Leitung der Chöre ( Vereinsdirigent Herr Gernhardt) und das gärtnerische Arrangement( Herr Becker) lagen in den besten Händen.
* Am Samstag und Sonntag beging der Gesangverein Liedertafel" zu Marburg die Feier seines 40 jährigen Bestehens, wozu sich die Gesang Vereine resp. Vertreter der felben aus Gießen, Wetzlar, Buzbach, Lich, Grünberg, Dillenburg, Weilburg, Wetter, Kirchhain und Londorf zur Leilnahme eingefunden hatten. Zunächst fand vorgestern Abend ein
großer Kommers statt. Gestern Vormittag wurde dem der mit der Feier verbundenen Sängertag des Lahntal Sängerbundes abgehalten, wobei es sich hauptsächlich um das in Grünberg im nächsten Jahr abzuhaltende Bundesfest handelte. Ein Antrag, daß die Preisrichter zur Bewertung der Wettgefänge außerhalb des Landesgebietes wohnen müssen, wurde angenommen. Als Bundeslieder wurden bestimmt„ Das deutsche Lied" von Schneider und „ Das Wanderlied" von Lichner.
() Das am Samstag abend im Festsaale des Cafe Leib abgehaltene Winterfest des Maschinenbauer Gesangvereins verlief in bester Stimmung. Ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden und der Saal war bis auf den letzten Plazz besetzt. Außer den geladenen Ehrengästen und auswärtigen Vereinen, war auch der Komponist Pault aus Fechenheim erschienen, der sich sehr lobend über die gesanglichen Leistungen des Vereins aussprach. Gesangvorträge und ein flott gespielter Einafter sorgten für eine angenehme Unterhaltung; ein Ball bildete den zweiten Teil des Winterfestes und hielt die Teilnehmer in angeregter Stimmung bis zu später Stunde beisammen. Wir wünschen dem Verein ferneres Wachsen, Blühen und Gedeihen.
** Als Leiche geländet wurde Sonntag morgen aus der Höfetränke in Grünberg der 81jährige Rentner Bick; der bedauernswerte alte Mann, der in guten Verhältnissen lebte, dürfte den Schritt in geistiger Umnachtung getan haben, da für ihn durchaus keine Veranlassung vorlag den Tod zu suchen. Am Dienstag wird Medizinalrat Dr. Haberkorn- Gießen in Gemeinschaft mit dem Herrn Amtsrichter die gerichtliche Obduktion vornehmen.
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** Eine Versammlung, die sich mit dem Thema Grünberg als Luftkurort" beschäftigt, wird am Donnerstag abend im Rappen zu Grünberg stattfinden. Da über den Plan viel gesprochen wird, sieht man dem Vortrag mit besonderem Interesse entgegen.
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Dr. Theodor Koch, eine in Gießen und Grünberg bestens bekannte Persönlichkeit, der zu Forschungszwecken die Indianer- Stämme in Südamerika aussucht, hat bereits vier Stämmen seinen Besuch abgestattet und lag kürzlich Fieberkrank danieder, wie er schreibt, wäre er bald abgeflattert", er hat sich aber wieder erholt und hat seine Reise fortgesetzt. Die Forschungsreise ist auf zwei Jahre berechnet.
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Ueber den Selbstmord des Vizefeldwebels Siebers von der 2. Kompagnie des 116ten Inf. Regt. erfahren wir Folgendes: Vor cirka 6 Jahren desertierte ein Soldat, der sich jetzt, nachdem er ziemlich heruntergekommen sein soll, in Frankfurt dem Konsul stellte und angab, daß er wegen Mikhandlung seitens des Siebers 1. 8t. geflüchtet set; seine Angaben lönnten die im selben Glted gestandenen Mannschaften bezeugen. Auf Grund der an das Reg ment erlassenen Meldung sollte Siebers nun am Donnerstag Abend durch den etatsmäßigen Feldwebel Becker verhaftet werden. Mit den Worten:" Ach laß mich nur erst Abendbrod essen" wußte er denselben ohne Verdacht aus seinem Zimmer wieder zu entfernen und kaum war Feldwebel Becker weg, so ertönte auch schon ein Schuß und er hatte die That vollführt. S. hätte im November sein 12tes Dienstjahr hinter sich gehabt, war nie vorbestraft und sonst ein tüchtiger Unteroffizier. Man nimmt an, daß sein verletztes Ehrgefühl ihm die Waffe in die Hand gedrückt hat. Die Beerdigung erfolgte heute mit militärischen Ehren; Difiz ere, Unteroffiziere und Mannschaften des Bataillons gaben ihm das leßte Geleit.
Heuchelheim, 4. Oft. Die ausgedehnten Obstbaumpflanzungen an der Kreisstraße Gießen- Rodheim brachten wie ja fast überall einen geringen Ernteertrag. Wenn man aber bedenkt, daß diese Obstbaumanlage noch jung ist und ältere Bäume nur oberhalb dem Windhof zu finden sind, so muß man mit ihrem Ertrag ſehr zufrieden sein. Derselbe wird sich mit dem zunehmenden Alter der Bäume noch wesentlich steigern, zumal man hier durchweg bessere Sorten zur Anpflanzung gebracht hat )( Lauter, 3. Okt. Bei der diesjährigen GemeindeAepfelverſteigerung sind enorm hohe Preise erzielt worden, es wurden Preise bis zu 120 Mf. pro Baum bezahlt; die Gemeinde hat eine Einnahme von über 4000 Mt. aus der Versteigerung erlößt. Ein großer Teil der Apfelernte geht nach England.
§ Romrod, 4. Okt. Heute Abend fand hier eine Schlägerei ſtatt, bei der das Messer eine unselige Rolle spielte. Einer der Beteiligten erhielt einen Messerstich in den Unterleib und wurde Montag morgen in die Klinik zu Gießen gebracht. Der Messerheld wurde noch heute abend verhaftet.
nimmt am 5. Ottober offiziell die Oberpräsidial- Geschäfte. Kaffel, 4. Okt. Oberpräsident von Windheim über
Die diesjährige Meisterprüfung für die Provinz Oberhessen fand gestern Sonntag Vormittag 11 Uhr im Saale des Café Leib zu Gießen bei feierlichem Afte und in Anwesenheit hoher Staatsbeamten ihren Abschluß. Baumeister Traber, der Vorsiz nde der Prüfungskommission begrüßte zu Eingang der Feierlichkeit die große Versammlung mit folgenden Worten:
Seit Inkrafttreten der Bestimmungen der Gewerbeordnung haben wir uns heute zum zweiten Male versammelt zwecks feierlicher Ueberreichung von Meisterbriefen. Gestatten Sie mir deshalb: Sie besten Dank sagen zu dürfen. Vor allem aber gebührt der aufrichAlle zu dieser Feier herzlich zu begrüßen und für Ihr Erscheinen tigste Dank den sehr geehrten Herrn der hohen Staatsregierung, der Handwerkskammer, der Handelskammer u. der Gewerbevereine, welche durch ihre uns ehrende Gegenwart der Feier eine erhöhte Weihe geben.
M. H.! Wir haben uns heute hier versammelt, um das vor uns erschienene Junghandwerk einige Augenblicke auf
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Rahl von Meister- Prüfungskandidaten heute hier- aus allen Teilen der Proving Oberheffen begrüßen können. Es ist dies Prüflinge weit höhere waren, als im vergangenen Jahre, und umso höher anzuschlagen, als dies Mal die Anforderungen an diese daß troßdem das Resultat der Prüfungen im allgemeinen befriedigte. M. H.! Die Meisterprüfungen im Handwerk sind von so eminent hohem Werte für die Wiedererstarkung des Handwerks, sowohl in wirtschaftlicher, als auch in ethischer Hinsicht, daß man sich trotzdem wundern muß, wie hie und da immer noch Leute sich finden, welche sich zu dieser zwingenden Ueberzeugung nicht emporheben fönnen. Es mag zugegeben werden, daß die früher grenzenlose Freiheit im Handwerk verlockender ist, als die jetzt gezügelte Freiheit. prüfung verschwinden, wenn man die Vorteile für und gegen sachAber man übersteht, daß die Mühen und der Schweiß einer Meisterlich erwägt. M. H.! Die hier versammelten Prüflinge haben vor den einzelnen Kommissionen Zeugnis von ihrem Können abgelegt: durch das praktische Meisterstück und die Arbeitsprobe, soveranschlagung, der Buch- u. Rechnungsführung sowie der sozialen wie durch die theoretische Prüfung in den Fachkenntnissen, der Kostenund gewerblichen Gesetzgebung soweit solche das Handwerk berührt. Mit großer Hingabe und ebensolchem Fleiße sind die Prüflinge an die gestellten Aufgaben h: rangetreten und haben den Be= meis für die Befähigung zur Führung des gefeßlich geschüßten Meistertitels erbracht.( 89 von 97 angemeldeten Kandidaten haben die Prüfung bestanden, die Namen bringen wir morgen in einem zweiten Artikel. D. R.)
Und nun Sie, geehrte Jungmeister! Der heutige Tag ist für Sie nicht nur ein freudiges Ereignis, sondern vor allem ein Ehrentag. Sie haben uns bewiesen, daß Sie das Handwerk innerhalb bestimmter Grenzen beherrschen; daß Sie befähigt sind, den Wettlampf des täglichen Erwerbs mit Erfolg pariren zu können.- Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen Glück und Segen zu Ihrer fünftigen Arbeit und seßen in Sie die Hoffnung, daß Sie allezeit bemüht sein werden, das Handwerk mit den Ihnen zu gebote stehenden praktischen und theoretischen Fähigkeiten zu heben, und vor= nehmlich die Ihnen anvertrauten Lehrlinge und Gesellen zu tüchtigen Gliedern des Handwerks erziehen zu helfen. Als Vorsitzender der Meisterprüfungskommission für Oberhessen spreche ich Sie nunmehr fraft meines Amtes- zu gefeßlich geprüften Meistern in Ihren Handwerken. Gott segne und schütze Ihre Zu
kunft und das gesamte Handwerk." Nachdem war es Herr Ministerialrat Braun, welcher in freundlichem Tone die Worte Hans Sachs: " Berachtet mir die Meister nicht, Ehret mir die schöne Kunst"
in seinem Gruß an die Jungmeister an die Spize stellte. Als die Handwerksnovelle zum Gesez wurde, da fragte man sich, und auch an ihn sei man in gleichem Sinne gefommen; ob denn die ganze Sache mit dem Meistertitel, die ja einen praktischen Wert nicht hat, auch durchführbar und zu empfehlen sei. Erfahrung mag's lehren, sagte ich mir damals und heute ist von allen Seiten die Antwort geliefert. Wenn Sie Geld und Mühe geopfert, so muß in Ihnen doch das Bewußtsein gekommen sein, daß es den Meistertitel zu führen notwendig ist. Bewahren Sie sich den Stolz, mit dem Sie in und aus der Prüfung gegangen sind, ein Jeder wird Freude daran haben. Namens der Großh. Staatsregierung überbrachte er den Jungmeistern die herzlichſten Glückwünſche und schloß mit den Worten:
Ehret unsere deutschen Meister,
Dann bannt Ihr alle guten Geister.
Der Vorsitzende der hessischen Handwerkskammer F altMainz gab anschließend seiner Freude darüber Ausdruck, daß in Oberhessen eine so außerordentlich große Zahl Handwerker der Prüfung sich unterzogen und daß sich die Prüflinge aus allen Handwerken rekrutieren. Namens der Handwerkskammer dankte er denselben, hob aber auch rühmend die Tätigkeit der Prüfungskommission mit hervor, besonders die des Vorsitzenden Herrn Baumeister Traber. Auch ihr galt sein Dank für die aufgewendete Zeit und Mühe in den Ehrenämtern. Nachdem noch Herr Ingenieur Schiele im Auftrage des Ortsgewerbevereins Gießen an Stelle des erfrankten Vorsitzenden, Kommerzienrat Heyligenstaedt die besten Glückwünsche des Vereins überbrachte, nahmen die Jungmeister aus den Händen der Altmeister Schlossermeister Dörr und Tischlermeister E. Beil sen. unter Handschlag ihre Zeugnisse und den Meisterbrief entgegen.
Nach einer einstündigen Pause versammelten sich die
Teilnehmer, etwa 175 Personen, zu einem gemeinsamen Mittagessen im selben Raum, das ebenfalls in bester Weise verlief. Hierbei wurden noch manche Worte zum Gedeihen des Handwerks gesprochen; von den Rednern möchten wir 6. sonders nennen Herrn Ministerialrat Braun, welcher mit ihm ausgebrachte Hoch auf denselben von den Anwesenden warmen Herzen unseres Landesfürsten gedachte und das von wacker aufgenommen wurde. Es sprachen außerdem noch die Herren Falt- Mainz, Traber, Dörr und Petri 2r- Gießen, sowie Sekretär Engelbach- Darmstadt. Allen Teilnehmern wird die diesjährige Meisterprüfungsfeier eine angenehme
Erinnerung bewahren.
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Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil lb in Blein: Jr bas Sokale, den„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaal":& r. Copemant Drnd web Berlag der Gießener Berlagsbruderet( vorm. Wilh. Keller), Gießen.
Stadt- Theater Giessen.
Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 6. Oktober 1903. I. Dienstag Abonnement- Vorstellung. Zum 2. Male. Novität.
Novität.
Lieselott.
Lustspiel in 4 Aufzügen von Heinrich Stobiker. Freitag, den 9. Oktober 1903. 2. Freitag- Abonnements- Vorstellung.
Novität. I
Novität.
Mit vollständig neuer Ausstattung.
Der blinde Passagier.
seinen Werdegang zu begleiten. Ift es doch ein erfreuliches 3eichen, Lustspiel in 3 Atten von Oskar Blumenthal und
welch guter Geist noch im Handwerk steckt, daß wir eine so große
G. Kadelburg.


