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find Politiker der Linken, die à la baisse zu spekulieren geneigt sind und das Agrariertum durch das Hyper- Agrarier tum umbringen möchten.
Der Bund der Landwirte will eine große Anzahl von Abgeordneten als seine spezifischen Interessenvertreter abStempeln. Mag er es tun aber alle anderen Stände müssen dann auch die Konsequenz ziehen und diesen spezifischen Interessenvertretern eines Standes, der nicht der ihre ist, ihre Stimme versagen. Es darf nicht geduldet werden, daß Jemand unter der Maste Ronservativ, Nationalliberal, Centrum Stimmen sammelt, um doch nur Vertreter der Landwirtschaft zu sein. Ist es nicht möglich in einem Kreise mit Vertretern der Landwirtschaft zusammen einen Kandidaten aufzustellen, der für Handelsverträge eintritt, und man wird schließlich vor die Wahl zwischen einem Bündler und einem Sozialdemokraten geftellt, so muß laut und entschieden profiamiert werden: nicht für den Bündler!
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welchen Herren die Leitung und Beaufsichtigung der betr. Weiden übertragen ist, zu richten.
** Um die Garnison des vielleicht zu errichtenden Jägerbataillons beim 18. Armeekorps hat sich nun auch Weilburg beworben. Bis jest haben folgende 7 Städte ihre Bewerbung angemeldet: Alsfeld, Bad Nauheim, Bensheim, Friedberg, Grünberg, Ufingen und Weilburg.
In das Universitäts album haben sich bis Freitag, 1. Mai, neu eingeschrieben 208 Studierende, darunter 18 Theologen, 32 Juristen, 24 Mediziner, 13 Veterinärmediziner, 121 Angehörige der philosophischen Fakultät. Da die Bahl der Einschreibungen an dem entsprechenden Termin des Vorjahres 186 betrug, so darf eine nicht unerhebliche Steigung der Gesamtfrequenz auch für dieses Sommersemester mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Die erste Immatrikulation hat heute mittag stattgefunden.
Es wird schon jeßt allgemein angenommen, daß die Wahlen den Sozialdemokraten einen gewissen Buwachs bringen werden. Das mag sein; nicht nur, daß ja bei den lezten Wahlen immer noch einige Kreise existierten, in denen bie sozialdemokratische Agitation die empfänglichen Gemüter noch nicht recht ergriffen hatte, sondern nach meiner Beobachtung sind auch in der jüngeren Generation ziemlich weite Kreise geneigt, aus Abneigung gegen bie tonservative und die nationalliberale Partei diesmal für die Sozialdemokratie zu ftimmen, ohne im entferntesten slber Sozialdemokraten zu sein. Man darf daher, selbst wenn der sozialdemokratische Erfolg ziemlich bedeutend werden sollte, feineswegs glauben, baß revolutionäre Gesinnung und Umsturz an Kraft gewonnen hätten. Dringt nun die Parole unter allen Umständen gegen den Bund der Landwirte" durch, so muß das mittelbar, darüber darf keine Täuschung herrschen, noch weiter der Sozialdemokratie zu Gute fommen. 8var direkt fiir sie zu stimmen, muß man auch denen, die es für taftisch richtig halten würden, doch aus moralischen Gründen entschieden widerraten. Weiter als bis zu einem neutralen Berhalten sollte man nicht gehen. Haben wir nun eta zu fürchten, daß durch diese mittelbare Unterstügung die Sozialdemokratie zu einer wirklichen Gefahr werden fönnte?
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| ab, der auf die„ Unregelmäßigkeiten" des im vorigen Jahre geftorbenen Direktors Otterberg zurückgeführt wird. Die Generalversammlung genehmigte sämtliche Anträge der Verwaltung, insbesondere auch die Sanirungsvorschläge.
Ein für Handwerfer interessanter Prozeß wurde bei dem Königl. Amtsgericht hierselbst entschieden. En hiesiger Einwohner hatte im vorigen Jahre seinen Sohn nach aus wärts in die Lehre gegeben. Im Dezember verließ der Junge plößlich die Lehre, und es stellte sich heraus, daß er Unregelmäßigkeiten sich hatte zu schulden fommen lassen. Der Lehrherr verweigerte hierauf die Wiedernahme des Lehrlings, den der Vater in die Lehre zurückbringen wollte, vielmehr beanspruchte der Lehrherr auf Grund des schrift lichen Lehrvertrages eine bebungene Konventionalstrafe von 150 Mt. wegen vorzeitiger Beendigung des Lehrverhält nisses. Da der Vater des Lehrlings durch die Rückführung seines Sohnes in die Lehre genug getan zu haben glaubte, verweigerte er die Zahlung der Konventionalstrafe, zu deren Bahlung das Gericht ihn indessen verurteilte.
Nehmen wir einmal an, sie brähte es auf hundert Stimmen. Das wird gewiß nicht geschehen und ist unter allen Umständen das Aeußerste was zu befürchten wäre; das ist aber immer erst ein Viertel des Reichstags. Von der Gefahr einer wirklichen Revolution in Deutschland zu sprechen ist heute beinahe lächerlich geworden, immerhin müßte man sagen, daß hundert soozialdemokratische Stimmen im Reichstag dieser Partei einen sehr starken Impuls geben würden, aber doch nicht so start, um das deutsche Reich zu gefährden..
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Diese Aeußerungen sind als Beugnis der Stimmung in konservativen Kreisen unbedingt interessant.
Der Landw. Verein für Oberheffen bringt zur Kennt mis der Viehzüchter, daß der Weidebetrieb auf den Weiden
des Vereins:
1. der Provinzial- Jungviehweide, Wernings bei Wenings, Kr. Büdingen,
2. der Provincial- Jungviehweide Bell, Kr. Alsfeld, 3. der Provinzial Jungviehweide Lauterbach, Kr. Lauterbach,
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** Gießener Volksbad. Im April wurden 7140 Bäder verabreicht, gegen 7921 im März 1903 und 7365 im April 1902 oder im Durch schnitt auf den ganzen Badetag 286 Bäder gegen 278 im März 1903 und 278 im März 1902.
Frankfurt a. M., 4. Mai. Auf dem Rangierbahnhofe an der Idsteiner Straße dahier wurde heute Morgen dem 25 Jahre alten, verheirateten Rangirer Ludwig Ochs ans Soffenheim der rechte Fuß abgefahren.
Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3112 Männer, darunter 722 zu 10 Pfg. 770 Frauen 189, 10, Wannenbäder: 1. kl. 222 Männer, 77 Frauen, 2. I. 638
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*** Frankfurt a. M., 4. Mai. Der 25 Jahre alte Sohn des Kaufmanns Beck dahier fuhr in der vergangenen Woche mit einem Vogelsberger Fuhrmann nach Vilbel. Dort zechten die Beiden in einer Wirtschaft bis Abends 10 Uhr. Dann begab sich Beck zur Bahn und ist seit dieser Beit verschwunden.
Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 112 Männer, 20 Frauen.
Brausebäder 1527 Männer, 237 Frauen. Die Personenwage wurde von 180 Personen be nutzt und das Bad von 9 Person besichtigt.
4. der Provinzial- Fohlenweide Tiergarten bei Hunnen, Kr. Gießen, voraussichtlich den 1. Ini d. Is. seinen Anfang nimmt. Bugelassen werden junge Ninder, Simmentaler und Vogelsberger Rasse im Alter von 1 bis 2 Jahren und Bullen von 1 bis 1 Jahr im Besizzavon Zuchtvereinen, Gemeinden und Einzellandwirten der Provinz, welche von in das Herd buch eingetragenen Eltern abstammen. Auf der Weide Tiergarten werden in erster Linie Fohlen im Alter bis zu 2 Jahren gegen ein Weidegeld von 55 Mark pro Stück und Periode aufgenommen. Die Weide zu Tiergarten wird mit höchstens 60 Fohlen und 20 Rindern, zu wernings mit 80, zu Bell mit 50 und zu Lauterbach mit 70 Stück Rindern besetzt. Anmeldungen sind schriftlich bis zum 20. Mai d. J8. an die Geschäftsstelle des landw. Provinzialvereins in Alsfeld oder:
** Darmstadt, 3. Mai. Von einem eigentümlichen Unfall ist ein hiesiger Einwohner betroffen worden. Er hielt sich in seinem 3 mmer auf, als er plöglich bemerkte, daß in neben ihm spielendes fünfjähriges Töchterchen anscheinend einen Erstickungsanfall hatte. Wie sich nachher herausstellte, hatte die Kleine einen„ Bickel" in den Mund genommen, der in die Luftröhr geraten war. Durch diesen Anblick wurde der Mann so erschreckt, daß er wie völlig gelähmt dastand und weder eine Bewegung zur Hilfeleistung machen noch rufen konnte. Erst seiner hereinstürzenden Frau gelang es, das Kind von dem Gegenstand zu befceien. Seitdem leidet der Mann, der anfänglich die Sprache ganz verloren hatte, noch an einer schweren, sich in hochgradigem Stottern äußernden und nur allmählig bessernden Sprechstörung.
Turnerisches. Auf den Himmelfahrtstag ist seitens der Turnvereine des I. Bezirks des Gaues Hessen ein gemeinschaftlicher Turngang nach dem Frauenberg geplant. Die 3 Turnvereine von Marburg nebst den Vereinen aus Biedenkopf, Frankenberg, Marbach und Ockershausen marschieren von einem noch zu bestimmenden Sammelpunkt in Marburg ab, die Turnvereine Gemünden und Kirchhain marschieren von Kirchhain ab und nehmen unterwegs die Vereine von Amöneburg und Homberg auf. Auf dem Frauenberge werden jedenfalls einige Turnspiele gespielt, dann wird der gemeinschaftliche Rückmarsch nach Kirchhain angetreten und von hier aus treten die einzelnen Vereine die Rückreise an.
1. für die Weide zu Wernings an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn Gutspächter Hahn zu Wernings;
2. für die Weide zu Tiergarten an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn J. Wolf zu Hungen; 3. für die Weide zu Zell an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn A. Lepper zu Zell;
4. für die Weide zu Lauterbach an den Geschäftsführer der betr. Weide, Herrn H. F. Rodemer zu Angers bach,
Aus Hessen und Dachbargebieten.
** Darmstadt. Der Ausschuß der Studentenschaft der Technischen Hochschule hat laut Anschlag am Schwarzen Brett wegen eines Artikels in den„ Mainzer Neuesten Nachrichten", in welchem die Studentenschaft beleidigt wird, gegen den verantwortlichen Redakteur Steigerwald bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag eingeleitet. Ein Studierender namens Kreis hatte in einer Mainzer Wirtschaft eine wüste Lärmszene verursacht, und genanntes Blatt knüpfte an den Vorgang beleidigende Betrachtungen über die Darmstädter Studentenschaft im Allgemeinen. Die Studentenschaft wird zum Massenprotest mit Unterschrift aufgefordert.
Kassel, 4 Mai. Im Spathberg verf Nentershausen, Kreis Rotenburg a d. Fulda, stürzten am Freitag von der Decke der 16. Sohle große Steinmassen ab und begruben 4 Bergleute unter sich. Der Obersteiger Messerschmidt und der Bergacbeiter Henning fanden ihren Tod. Der Bergarbeiter Krämer wurde schwer, der Bergarbeiter Simon leicht verlegt. Der Betrieb wurde vorläufig eingestellt.
+ Aus Lollar wird uns von befreundeter Seite be= richtet, daß der Termin für die bevorstehende Bürgermeisterwahl hier noch unbekannt ist. Die Wahl wird eine sehr verzwickte werden, nicht weniger als drei Kandidaten sind dazu aufgestellt. In erster Linie der stellvertretende Bürgermeister, Herr Kaufmann Zimmermann, dann haben die Hüttenarbeiter einen Kandidaten und als dritter im Bunde kandidiert der Sohn des Polizeidieners. Der letztere dürfte bet einer event. Wahl vom Kreisamt wohl nicht bestätigt werden; es sei denn unser Polizeidiener würde oder fönnte von seinem Posten zurücktreten. Man fann hier also auf den Ausgang dieses kleinen Gemeinde- Wahlkampfes nur gespannt sein. Hoffen wir, daß der Ausgang dem Orte das Beste bringe.
gestern zum Bürgermeister von Bad Nauheim gewählt ** Beigeordneter Dr. Kaiser Worms ist
worden.
Geschäftliches.
Außerordentlich praktisch und bequem nicht nur für die Hausfrau, sondern auch für alleinstehende Personen sind Maggi's Suppenwürfel zur sofortigen Her stellung wohlschmeckender nahrhafter Suppen. Sie zeichnen sich ebenso durch vorzügliche Dialität wie durch Billigkeit aus. Ein Würfel für 10 Pfg. ergiebt durch einfaches Auffochen mit Wasser- ohne jede weitere Butat 2 Teller Suppe. Sie lassen sich in wenigen Minuten auf dem einfachsten Spiritustocher zubereiten. Durch ca. 30 Sorten wird jedem Geschmack Rechnung getragen. Bezugnehmend auf oben Gesagtes machen wir unsere verehrt. Leser auf den unserer heutigen Auflage beigegebenen Prospekt der MaggiGesellschaft ganz besonders aufmerksam.
** Maria von Magdala in Marburg verboten! Wie der„ Heff. Loztg." mitgeteilt wird, ist in Marburg die für heute Abend geplante Rezitation des Heyse'schen Dramas: Maria von Magdala auf Grund der Entscheidung des königl. Oberverwaltungsgerichts verboten worden, weil es sich um eine öffentliche Vorstellung handelt.
Frankfurt a. M., 4. Mai. Die Landwirtschaftliche Kreditbank Frankfurt a. M. schließt nach der von der heute abgehaltenen Generalversammlung genehmigten Bilanz das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von 65592 M.
Neueste Nachrichten.
wurde gestern Abend 9 Uhr von einem Prinzen * Lindau. Prinzessin Louise von Toskana entbunden.
Marktbericht.
tofteten: Butter, Pfd. 95-100, Hühnereier, 2 St. 10-11, Käse, pr. * Marburg, 2. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt St. 11, Käschen, br. St. 4, Rochfäse, pr. Pfd. 40, Käsematie, pr. St. 5, Kartoffeln, Pfd. 5 Bfg. 100 Pfund 3.50-0.00 Mt., Kohl 1 St. 5, Blumenfobl, 1 St. 25-60, Spinat, Pfd. 30, Salat pr. Kopf 15-18, Möhren, pr. Pfd. 10, Sellerie St. 15-25, Spargel, Pfb. 1,15-1,25, Hahnen, pr. St. 1.50-200, Hühner, vr. Std. 1.50-1.80, Tauben, pr. St. 40, Reb pr, Pfd. 70 Pfg, RaBorre Stüd 5-8, Rüben, rote 8-10, wirshina, pr. A. 30-40, diese, pr. Pad. 10, Merrettich, pr. Pad 14-30, 3wiebeln, Bfb. 10, Knoblauch, pr. Knolle 5, Weißkraut, pr. K. 20-40, Rotfraut
Aepfel pr. Pfd. 18-25, do., Korb 3-3,50 Mt.
Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1873); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Schlachthaus Gießen.
Heute u. Morgen: gesalz. Ochsenfleisch 40 Pfg. Rindfleisch 56 Pig. Schweinefleisch 50 Pig.
Der Verlauf des Fleisches findet während der Marktzet in der großen Schlachtviehhalle statt.
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