Die Hauptbelastungszengin Hedwig Andruszewska aus Posen wird vorgerufen. Die 42 Jahre alte Zengin, die nur polnisch versteht und spricht, wird durch Vermittelung des Dolmetschers ermahnt, nur die reine Wahrheit zu sagen, und erklärt hierauf: Ich sage nur die Wahrheit und was mir die Mutter zu sagen befohlen hat. Sie macht ihre Aussagen stockend und manchmal so leise, daß der Richter sie fragen läßt, ob sie etwa frank sei. Von dem Dolmetscher in fließendes Deutsch übertragen, lautet ihr Zeugnis ungefähr folgendermaßen: Ich bin mit meiner Mutter im Jahre 1896 nach Wroblewo gekommen. Die Mutter hat mir erzählt, daß die Gräfin so tue, als ob sie in anderen Umständen sei; dies sei aber gar nicht der Fall, denn die Gräfin polstere sich bloß aus. Ferner hat mir die Mutter erzählt, daß die Gräfin, die schon einmal nach Paris. gereist gewesen, um sich einen Gummileib zu bestellen, sie aufgefordert habe, nach Krakau zu fahren und ihr einen Knaben mit schwarzen Augen zu besorgen. Ich weiß selbst, daß dann meine Mutter wirklich nach Stratau gefahren ist; sie hat es mir bei ihrer Abreise selbst gesagt. Vor der Abreise hat zwischen der Mutter, der Gräfin und dem Grafen eine Unterredung auf dem Schlosse stattgefunden. Dabei hat, wie die Mutter erzählt hat, der Graf gesagt, daß sie doch nicht unter ihrem richtigen Namen reisen könne. Er hat dann auf ihren Geburtsnamen von Tomaczewski" und dessen Wappen Boneza" hingewiesen und gesagt: sie solle sich doch Bonczkowska nennen, das würde sie leichter behalten. Unter diesem Namen ist die Mutter dann auch gereist, sie hat Reisegeld mitbekommen und ist vor Weihnachten zurückgekehrt. Sie hat gesagt, daß die Hebamme Raczinska in Krakau auf die Sache eingehe und ihr gesagt habe: das Kind werde am 25. Januar da sein.
Wie der Erbe nach Berlin gebracht wurde.
Um das Kind zu holen, fuhr dann die Mutter am 22. Januar ab, und kehrte am 27. Januar, Kaisersgeburtstag, nach Wroblewo zurück. Die Mutter, die reichlich mit Geld versehen war und eine Marschroute vorgeschrieben betam, mußte sich auf Geheiß der Gräfin eine Perrücke aufsetzen und trug eine dunkelblaue Pelerine mit einer Kapuze, die kariert war. Als sie abreiste, wurde sie mit einem Herrschaftswagen nach dem Bahnhof gefahren. Die Gräfin hatte den Leuten gesagt, die Mutter fahre nach Posen zu ihrem Sohn. Als sie von der Reise zurückgekommen ich glaube es war nachmittags gegen 5 Uhr am 27. Januar kam sie in einem Mietswagen an. Nach der Erzählung der Mutter ist diese das zweitemal wieder nach Krakau gefahren und hat sich dort wieder zu derselben Hebamme begeben, mit der sie dann auf ein Dorf hinter Krakau gefahren sei, wo ihr eine andere Hebamme zwei Kinder vorgelegt habe, von denen das eine höherer Geburt gewesen sei. Die Hauptsache sei gewesen, daß der Knabe schwarze Augen haben müsse. Die Mutter ist dann mit dem Kinde, das sie für die Gräfin ausgewählt hatte, nach Berlin gefahren; unterwegs hat sie eine andere Frau begleitet, welche das Kind auf der Reiſe ſtillen mußte. In Berlin haben sie zwei Stunden auf dem Bahnhof gewartet, dann ist der Mutter das Kind von der Chwiatkowska und der Knoska abgenommen und nach der Kaiserin Augustastraße zur Gräfin gefahren worden. Vor ihrem Tode 1901 hat mir die Mutter das ganze Geheimnis mitgeteilt, das ich schließlich, als ich
von der Gräfin mißhandelt
wurde, meinem Bruder in Posen anvertraute. Dieser erhob bei der Gräfin Einspruch gegen die schlechte Behandlung, die mir widerfuhr. Die Gräfin suchte aus mir herauszupressen, was ich an den Bruder geschrieben habe. Sie drohte mir:„ Wenn du erzählst, daß das Kind nicht das meine ist, mache ich dich zu einer Frrsinnigen!" Da ist dann die Chwiatkowska herangetreten und hat gemeint:„ Das wird die Hedwig nicht sagen, denn sonst muß sie ihre Mutter verraten." Ich habe aber geantwortet:„ Ich werde schon das Richtige sagen!" Die Gräfin hat mich mehrmals aufgefordert, ein Schriftstück zu unterschreiben, daß ich keinem Menschen die Geschichte von dem Kinde erzählen würde. Ich habe es abgelehnt, und da hat die Gräfin gedroht: sie würde alle Leute zusammenrufen und mich auf dem Hofe durchhauen lassen. Die Gräfin hat mich überhaupt sehr schlecht behandelt, mich ausgeschimpft, manchmal mich ans Ohr gefaßt und das Ohr herumgedreht; sie hat auch gesagt: wenn ich ihr nicht gehorche, würde sie mich ins Bosforinashaus bringen lassen und sich furchtbar rächen. Ich habe das alles meiner Schwägerin Valentine( die, wie die Verteidigung fonstatieren läßt, eine Schwester des Peter Michelski ist) und meinem verstorbenen Bruder mitgeteilt. Schließlich bin ich aus Wroblewo weggegangen und die Gräfin hat mir ein ganz gutes Zeugnis ausgestellt. Die Gräfin erklärt, daß sie ein Zeugnis ausgestellt habe, wie es die Hedwig verdiente, die von ihr niemals schlecht behandelt worden sei.
Im Anschluß an die Aussage der Andruszewska werden Briefe von ihr an ihre Verwandten verlesen, in denen sie sich über die schlechte Behandlung beschwert. Weiter wird das von dem Bruder der Zeugin aufgesetzte Schriftstück zur Kenntnis gebracht, in dem ihre Mitteilungen über das Geheimnis aufgezeichnet sind. Darin ist auch davon die Rede, daß auf Geheiß der Gräfin vor deren Abreise nach Berlin zwei Schweine geschlachtet wurden, deren Blut in Flaschen aufgefangen und nach dem Schloß gebracht wurden. Zwischer. der Gräfin und der Mutter der Zeugin sei auch ganz genau verabredet worden, wann die Gräfin zu schreien anfangen follte. Die Zeugin bleibt bei einem scharfen Kreuzberhör ständig dabei, daß sie nicht beeinflußt sei. Sie und ihre Mutter hätten das Geheininis auch einem Geistlichen gebeichtet, den sie ihrerseits allerdings nicht kenne. Der Distriktskommissar erinnert sich, einmal einen fremden Wandergeistlichen in Wroblewo gesehen zu haben.
Sich, das ist dein Sohn!
Nach der weiteren Darstellung der Zeugin, die sie auf eingehende Befragungen des Vorsitzenden gibt, soll die Gräfin später einmal in ihrer und ihrer Mutter Gegenwart, auf den Senaben hinweisend, zu dieser gesagt haben: ,, Sieh, das ist dein Sohn!" Als ihre Mutter die Gräfin darauf zur Vorsicht ermahnt habe, soll diese erwidert haben: Das ist doch dein Sohn, du hast ihn ja doch mitgebracht!" Die Mutter habe vor ihrem Tode alle auf diese Affäre bezüglichen Papiere verbrannt, damit sie nicht gefunden wer= den und sie nicht auf ihre alten Tage noch in das Gefängnis kommen könnte. Als Hedwig nach dem Tode ihrer Mutter im Schlosse beschäftigt wurde, will sie, im Nebenzimmer fitend, durch die halboffene Tür gehört haben, wie sich die Gräfin mit der Chwialkowska und der Komtesse Marie über den Knaben unterhielten. Dabei habe die Komtesse zur Mutter gesagt:„ Dies ist bis jetzt alles gelungen, es wird noch weiter aut aeben."
Von der Verteidigung wird die Zeugin u. a. gefragt, wie es komme, daß ihre Mutter 1000 Mark in Hundertmarkscheinen nach Krafau mitgenommen haben solle, da diese Münze doch daselbst nicht üblich sei. Die Zeugin bleibt dabei. Nachdem ein Sachverständiger den geistigen Zustand der Andruszewska als vollkommen gesund erklärt hat, wird die Zeugin troß des Widerspruches der Verteidigung vereidigt und nach kurzen weiteren Verhandlungen die Situng vertagt.
Nab und Fern.
Der Münchener Banfier Ellenrieder hat sich nach China geflüchtet. Ein Verwandter erhielt von einer Schwägerin in Port Arthur die telegraphische Nachricht, daß ihr Ellenrieder mitgeteilt habe, er werde dorthin reisen. Sie habe diesen dort bei den Behörden bereits angezeigt.
Straßenbahnzusammenstoß. In der Simmeringer Hauptstraße zu Wien fuhr ein Motorwagen der elektrischen Straßenbahn hinten in einen vor ihm fahrenden, aus drei Wagen besteher den Straßenbahnzug. Es entstand eine furchtbare Panif, doch wurde wunderbarerweise trotz der Gewalt des Zusammenstoßes niemand schwer verwundet. Die Verletzungen der 15 Personen, die beschädigt wurden, erwiesen sich bei ärztlicher Untersuchung sämtlich als ungefährlich. Wen die Schuld an dem Unglück trifft, konnte bisher nicht festgestellt werden.
Schon wieder ein Mord an einer Straßendirne. In Breslau wurde die 34jährige, unter sittenpolizeilicher Aufsicht stehende Frau Agathe Weinland in ihrer Wohnung am Neumarkt tot aufgefunden. Die angestellten Ermittelungen ergaben, daß die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen und erdrosselt war. Eine bestimmte Spur, die zur Entdeckung des Täters führen könnte, liegt bisher nicht vor. Die Ermordete war mit einem seit langem getrennt von ihr in Berlin lebenden Steinhauer verheiratet; ihre 13jährige Tochter befindet sich in einem Waisenhause zu Berlin.
Anstreibung von Pariser Kapuzinern. Die Pariser Polizei stößt bei den Austreibungen der Klostergeistlichkeit auf manche Schwierigkeiten. Bei der Entfernung der Kapuziner des Klosters in der Rue de la Santé mußte sie sämtliche Türen gewaltsam öffnen. Sie fand die Kapuziner in der Kapelle versammelt, wo ein Vater eine Protestkundgebung berlas. Die Polizeiagenten mußten jedem Pater die Hand auf die Schulter legen, ehe die Kapuziner das Kloster verließen.
Das Todesurteil". Eine furchtbare Tat beging in der Garnison Wilna ein russischer Soldat. Er trat bei einer Uebung aus der Front und erschlug den kommandierenden Offizier. Wie die vorläufige Untersuchung ergab, war der Soldat der beauftragte Ausführer eines Todesurteils", das ein Teil der Mannschaften über den unbeliebten Offizier verhängt hatte.
Eine Höllenmaschine erhielt Herr Kureghian, der Redakteur des Blattes Jung- Armenien" in London, zugeschickt. Kureghian hatte der Polizei die Informationen geliefert, die zur Verhaftung Krikorians, des mutmaßlichen Mörders des Armeniers Sagruni, führte. Kureghians Wirtin wußte, daß dieser bedroht war. Als ein Paket für ihn abgegeben wurde, schöpfte sie deshalb Verdacht und telephonierte zur Polizei. Im Pakete war die Höllenmaschine, die nach zwei Stunden hätte explodieren sollen. Man hat die Beschreibung des Ueberbringers, der wie ein Armenier aussah.
Ein schweres Bauunglück ereignete sich beim Bau der neuen Danziger Gasanstalt. Infolge Nachgebens eines eisernen Trägers stürzte ein Teil der Dachmontage des Gasometers zusammen und begrub neun Handwerker unter den Trümmern. Zwei verstarben bald nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus, die übrigen haben schwere Schädelund Knochenbrüche erlitten.
Schwer bestrafter Uebermut. Der Leichtsinn, mit dem Besucher von Menagerien oder Zoologischen Gärten sich häufig den wilden Tieren nähern, um sie zu necken oder zu streicheln, ist oft genug gerügt worden, fordert aber immer von neuem seine Opfer. Ein deutscher Matrose Samuel Großmann streckte im Hofe des Tierhändlers Kamlyn in London seinen Arm in den Käfig eines dort ausgestellten Löwen, um diesen zu streicheln. Die Bestie fiel ihn sofort an und zermalmte seinen Arm bis zur Schulter aufs furchtbarste. Mit Mühe gelang es Großmann, sich loszureißen, wonach er in Ohnmacht fiel. Man schaffte ihn in das Londoner Hospital, wo der zermalmte Arm sofort amputiert wurde. Großmann liegt in gefährlichem Zustande darnieder.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Menterei und Aufruhr. Vor dem Karlsruher Cherkriegsgericht fand die Berufungsverhandlung gegen die vier Grenadiere des Grenadierregiments Nr. 110 statt, welche während der Manöver in Reichartshausen in Zivilkleidern zwei Unteroffiziere tätlich angegriffen und gemißhandelt hatten und deshalb vom Heidelberger Kriegsgericht zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurteilt worden waren. Die vier Grenadiere hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das Urteil lautete gegen Kunarth wegen Meuterei verbunden mit Aufruhr auf sieben Jahre Zuchthaus, gegen Feinauer wegen Meuterei und Aufruhr auf ſechs Jahre Gefängnis, gegen Dehler und Habich auf sechs Jahre Gefängnis wegen Men
terei.
Lokales.
Gießen, 4. November 1903.
Aus Fr Dafenfurt, Feilagen und fid irenanstalt bege
+ Provinzial- Ausschuß. Heute Bormitantersuchungsha
verhandelte der Provinzial- Ausschuß in der von der St beantragten Enteignung Lampus. In der Sache selbst bereits früherer Termin vor dem Verwaltungs- Gerichts in welchem der Vertreter der Eigentümer Rechtsanwalt ka einen Mangel des Verfahrens rügte, indem der Miteiger tümer des Grundstücks der Sohn Lampus zu den Verhand lungen vor der Lokalkommission nicht geladen war, wie dis sich zu den Verhandlungen eingefunden). Nachd me Augenschein durch den Provinzial- Ausschuß stattgefunde
Schauspiel in 3wei Jahre
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hätte geschehen müssen.( Lampus Sohn hatte aber trogd het inzwischen
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fonstatierte der Borsitzende Provinzial- Direktor Dr. Breid aan die Welt, i in der heutigen Verhandlung, daß Lampus Sohn tatsäc hit das Blüd Mitbesizer der zu enteignenden Hofraite ist und zu finden. And
Verhandlungen von dem Lokalausschuß hätte gelade
Das Herz ist f
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werden müssen. Der Vorsitzende macht den Vorschlag, ob fumer für die eine nochmalige Offenlegung der Pläne die Sache andß es nur fleir Ladung beider Eigentümer aufs Neue verhandelt und da ghlagenen Aff
§ Ein schlagfertiger Amtsvorsteher. Wegen Beleidigung und Körperverletzung hatte sich der Rittergutsbesitzer und Amtsvorsteher Hermann Thurow auf dem v. Wedelschen Majoratsgut Sittigsdorf bei Ruhnow vor der Strafkammer in Stargard in Pommern zu veranworten. Der AngeElagte wurde beschuldigt, die Repräsentantin des genannten Rittergutes, verwitwete Frau v. Wedel, und deren neunjährige Tochter Erika v. Wedel beleidigt und mißhandelt zu haben. Zwischen dem Pächter des Majoratsgutes und der Frau v. Wedel besteht schon seit längerer Zeit ein feindseliges Verhältnis, wozu die einstmalige Verpachtung eines dem Rittergute zugehörigen Buchengartens die Veranlassung gegeben hat. Thurow soll nun die Majoratsherrin und ihre Tochter im Mai d. Is. durch Ausspucken und gemeine Redensarten beleidigt, und im Juni d. Is. beide durch Anstoßen an einen Baum gemißhandelt haben. In dem ersten Falle erfolgte Freisprechung, während der Angeklagte in dem zweiten Falle zu 450 Mark Geldstrafe eventuell dreißig Tagen Gefängnis verurteilt wurde.
Lokalkommission zurück zu verweisen damit dieser no
die Angelegenheit an den Provinzial- Ausschuß zur weitere Verhandlung berweist. Rechtsanwalt Rag erklärt b Vorschlag nur annehmen zu können, wenn damit ausdrüd alle Verhandlungen nach der Offenhaltung der Pläne o
önnte. Nur n tes- wenn wile ein gewaltig am Fuße des
nicht geschehen angesehen werden, womit Oberbürgermißfen Silber auf
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man, daß das Etüd Leben g dam Zauber de innerung pocher Langftvergangen Witte noch eini dann ist es
Mecum als Vertreter der Stadt sich einverstanden erklär Der Vorsitzende teilt darauf mit, daß der Provinzi Ausschuß die Sache an die Lokalkommission zurückverwei Ein Retontre fand in der Montag Nacht a der Bahnhofstraße in Gießen zwischen einigen Kellnern un zwei Studenten statt. Die Kellner sollen den Studente die Hüte eingetrieben haben, worauf einer der Studente fünf Schüsse abgab. Einer der Kellner wurde getroff prinzen und den und mußte sich in die Klinik begeben, aus der er am anden Tag wieder entlassen wurde.
** Dilettanten Konzert. Einige Studente beabsichtigen zusammen mit einigen jungen Beamten Gießen ein Konzert zu geben. Der eventl. Ueberschuß fo zu Gunsten des zu errichtenden Saalbaus" Verwendun finden. Wir geben dazu dem Wunsch Ausdruck, daß au wirklich etwas aus dieser Sache werden möge und gebe der Hoffnung Raum, daß ein großer Zuspruch der Müh Breis sei.
** Der Bahnbau Grünberg- Lich tritt immer meh in den Vordergrund. Nachdem vor einigen Tage der Vor sigende des Eisenbahnkomitees, Herr L. Moll- Grünberg mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden, den Geometer Pfeffer- Grünberg und Regierungsbaumeister Reb Berlin das Terrain für den Bahnbau besichtigt. wird i den nächsten Tagen die ganze Bahnstrecke wie sie geplant ist, mit Fähnchen abgefteckt. Damit wird dann auch der Nichteingeweihten Gelegenheit gegeben, sich von dem Bahn projekt ein Bild zu machen.
Die Gewerkschaft Gießener Braunstein bergwerke vorm. Fernie plant bekanntlich eine un fassende Aenderung ihres Betriebs und ihrer Transportve hältnisse. In Zukunft sollen die geförderten Eczmasse mittels Tunnelbahn nach der Anschlußrampe der Eisenfahr linie Gelnhausen- Gießen in die Nähe der Gailschen Damp ziegelei hin verbracht und dort verfrachtet werden. Die alt Drahtseilbahnverbindung des Wertes mit der Main- Weserbah ist baufällig geworden und vermag auch nicht mehr de gesteigerten Erzversandt zu bewältigen. Der Versandt de Gewerkschaft an Erzen beträgt, wie man erfährt, pro D tober 13 500 Tons.
nitht erwärmen Seitenhiebe und
auch nicht beffe guter Ingenier mit Schaudern briden legten angenehm überr Theinen Bühne giüdliche Hand Studentenszene zur Geltung. bemerkbar
Laubach, 3. Nov. In den Orten Lardenbach Klein- Eichen und Stockhäuserhof gilt das Grundbuch un Berggrundbuch vom 20. November ab als angelegt.
+ Lich, 1. Nov. Der älteste Einwohner unsere Städtchens Christoph Schmidt feterte heute seinen 93. Ge burtstag.
Langenstein, 30. Oft. Unser Dorf, das bisher mi Trinkwasser sehr schlecht versorgt war, wird demnächst ein Wasserleitung erhalten.
Groß- Felda, 4. Nov. Eine im oberen Vogelsberge weit und breit bekannte Persönlichkeit ist heute Morgen mit dem Gastwirt Caspar Völzing aus diesem Leben ge schieden. Ehrlich und gerade war sein Charakter; liebens würdig im Verkehr mit seinen Mitbürgern und Gästen nahm er ruhig und besonnen an allen öffentlichen Werken teil, ohne selbst sich in den Vordergrund zu stellen. Seinen Rat holte man gern ein. Alle, die im Völzing'schen Gast haus Einkehr halten, werden ihn sehr vermissen, tönt ihnen doch des Alten freundlicher Gruß nicht mehr entgegen. Ruhe er nun aus von seinem arbeits- aber erfolgreichen Leben.
|| Bernsfeld, 3. Nov. Wie so viele Orte im Vogelsberg, ist nun auch unsere Gemeinde damit beschäftigt, eine Wasserleitung zu schaffen. Die Vorarbeiten dazu sind bereits in Angriff genommen.
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+ Alsfeld, 3. Nov. Im Schulsaal des Anstaltz gebäudes fand heute unter sehr zahlreicher Beteiligung die Eröffnung des Winterkursus der landw. Winterschule statt. Es wurden heute 37 junge Leute aufgenommen, hierbon besuchen 19 den oberen und 18 den unteren Kursus. Ihrem Heimatkreise nach entstammen 32 aus dem Kreise Alsfeld, 3 aus Schotten und je einer aus den Kreisen Lauterbach und Ziegenhain. Im Laufe dieser Woche können noch weitere Schüler aufgenommen werden; nach dem 15. d. M. finden Nachaufnahmen überhaupt nicht mehr statt.
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§ Daunenrod. Vor einem sehr bedauerlichen Unglüds fall wurde dieser Tage eine hiesige Familie betroffen. Das 5jährige Söhnchen derselben fiel beim Dreschen mit der Dreschmaschine in das Gefäß mit vorgewärmten Wasser. Wohl konnte das Kind vom sofortigen Tode des Ertrinkens gerettet werden, aber die erlittenen Brandwunden waren Serart, daß das Kind schon nach wenigen Stunden seinen Verlegungen erlag.
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