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Lokales.

Gießen, 3. September 1903.

** Der Großherzog wird nach einer uns soeben von der Direktion der Germania- Werft gewordenen Mit­tellung am 18. Sept. auf Befehl des Kaisers die Taufe an dem Linienschiff L vollziehen.

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* Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 45, aus­gegeben am 1. September d. J. enthält u. a. Bekannt­machung, Stiftung der Eheleute Ignaz und Franziska Krämer in Mainz betreffend. Bekanntmachung, die Anlage einer Anschlußbahn von dem in der Gemarkung Usenborn gelegenen Buderusschen Holz- und Basaltwerke Margarethental an den Bahnhof zu Hirzenhain betreffend.

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Nach einer Meldung aus Frankfurt a. D. ist der neue Oberpräsident von Hessen- Nassau von Windheim in den Ehrenausschuß des Stenographenverbandes Stolze­Schrey für den bevorstehenden Stenographentag in Frant­furt a. M. eingetreten.

** Verunglückt und in die Klinik Gießen ge­bracht wurde am Sonntag ein Bergmann von Wei carts­hain, der auf der Grube bei Stockhausen beim Trücken eines Rollwagens am Samstag von der Schiene glitt und fiel. ** Die Musik gestern früh vom Turm der Stadt­firche in Gießen wurde nicht von der Feuerwehrkapelle sondern von der Bauer'schen Kapelle ausgeführt.

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* Krambolage. Vorgestern morgen scheute in der Norbanlage in Gießen das von einem Burschen gerittene Pferd eines Offiziers vor einem Sprengwagen und kam dadurch in bedenkliche Nähe eines dahinter fahrenden Rad­fahrers. Derselbe fonnte noch rasch genug abspringen, doch wurde seine Maschine durch die Hufe des Pferdes voll ständig demoliert.

** Zur Warnung. Dieser Tage bekam ein etwa 8 Jahre alter Junge in Marburg plöglich Diarrhöe, die so zunahm, daß man den Jungen in die Klinik brachte, woselbst er nach einer halben Stunde starb. Man vermutet, daß er am Uebergenuß unreifen Obstes gestorben ist. Dies mögen die Eltern beherzigen und ihre Kinder vor dem Genuß un­reifen Obstes hüten.

obgleich sie selbstverständlich alle Motoren besigen, der Innung sich anzuschließen hätten. In der Begründung dieses Urteils wird gesagt, daß man die Größe des Geschäftes, die Zahl der Arbeiter, die Anwendung motorischer Kraft nicht als Grund dafür ansehen kann, daß die Betriebe keine Handwerksbetriebe seien und es tue auch nichts zur Sache, daß einige der Inhaber keineswegs Fachleute, sondern Kauf­leute oder Architekten sind und den Betrieb nun so leiten, wie es bei Fabrikbetrieben seitens der Inhaber üblich ist. Das Urteil stüßt sich vielmehr darauf, daß ja gerade den Handwerkern Anwendung motorischer Kraft empfohlen und erleichtert wird und tatsächlich alle leistungsfähigeren Hand werker des Faches auch solche verwenden. Daß die Arbeiter in der Regel gelernte Handwerker- Schreiner, Holzdrechsler 2c. sind, erscheint als Hauptstüße des Urteils, denn es sei nur billig, daß die Betriebe der Innung zugehörten, deren Aufgabe die Ausbildung der von ihnen benötigten Ar­better in erster Reihe sei. Auch die Lokomotivenbauanstalten haben handwerksmäßig ausgebildete Schmiede und Schlosser und so alle möglichen Betriebe der Eisenindustrie, sie würden mithin nach solchem Urteil überall den etwa bestehenden ört­lichen Innungen beizutreten haben. Dieses Erkenntnis der badischen höheren Verwaltungsinstanz deckt sich vollkommen mit dem von der Hessischen Handwerkskammer vertretenen Standpunkt:

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" Daß zum Handwerk ohne Rücksicht auf Umfang oder Verwendung von Maschinen alle diejenigen ge­werblichen Betriebe gehören, in denen hauptsächlich handwerksmäßig ausgebildete Arbeitskräfte beschäftigt und Arbeiten auf Bestellung Dritter ausgeführt werden." Genau betrachtet, geht das Erkenntnis der badischen höheren Verwaltungsbehörde noch weiter, da es auch die von den Gewerbeinspektoren häufig als Merkmal des Fabrik­betriebs angesehene Leitung des Betriebes durch Kaufleute oder Architekten" einfach nicht gelten läßt. Dieser Stand­punkt ist der einzig richtige, denn es gibt im Handwerk eben­so gut Großbetriebe wie in der Fabrik Kleinbetriebe. Wollte man dem Handwerk die ihm ur- und etgentümlich zugehörigen größeren Betriebe wegstreichen, dann dürfte es schade um die viele kostbare Zeit gewesen sein, welche man zur Berat­* Gine Gelände besichtigung für die Bahn- ung, Schaffung und Durchführung des Handwerksorgani­projekte Mücke- Ulrichstein- Rirfeld und Ehringshausen- sationsgefeßes aufgewendet hat und noch aufwenden will. Großfelda- Ulrichstein- Rigfeld nahmen Exz. Finanzminister Allerdings ist die gefeßliche Festlegung des Begriffs, Hand­Dr. Gnauth und Oberbaurat Kullmann vor, um die wert oder Fabrit" sehr schwierig, zumal heutzutage viele Projefte gegeneinander zu prüfen. lieber als Fabrikanten denn Handwerker gelten wollen und unsere gegenwärtige Zeit leider sehr an diesem und ähnlichen Aeußerlichkeiten franft. Deßwegen aber nicht den Mut ver­lieren!

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Das Schöffengericht Grünberg verurteilte am Mittwoch den Musiker Wildhat, der, wie mitgeteilt, s. 8t. auf den Gefangenaufseher Wahl bei seiner Ueberführung in Untersuchungshaft mit einem Revolver schoß, zu fünf Monaten Gefängnis. Außerdem erhielt er wegen Be­drohung, ebenfalls mit einem Revolver, 6 Wochen Ge­fängnis. Wildhat hat somit seine Revolverschießerei mit mehr als 6 Monaten Gefängnis zu büßen. 6 Wochen Untersuchungshaft wurden nicht in Anrechnung gebracht. Wie wir hören, hat W. sich noch wegen anderer Delikte zu verantworten, die wahrscheinlich an der Straffammer zu Gießen zur Verhandlung kommen.

** 8u einer empfindlichen Strafe verurteilte die Darmstädter Straffammer einen Vandalen", den Korb­flechter Adler aus Offenbach, der im Jahre 1900 im Garten eines Offenbacher Gastwirts eine Anzahl Bäumchen abgebrochen hatte. Das Schöffengericht hatte ihn zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Straffammer erhöhte die Strafe auf ein Jahr bei sofortiger Verhaftung.

Kinzenbach, 1. Sept. Die reiche Zwetschenernte, die uns die Gunst des Wetters in Aussicht stellt und die einigermaßen das fast gänzliche Fehlen der Aepfel verschmerzen läßt, scheint diesmal sehr frühe zu beginnen. Raum zeigen die Zwetschen das erste Blau, so beginnt auch schon, wie der Weßl. Anz." mitteilt, eine starke Nachfrage nach den­selben. Auswärtige Händler wetteifern bereits im Kaufpreis miteinander, indem sie die Zwetschen schon in Waggon­ladungen auftaufen. Während in der vorigen Woche für den Zentner Zwetshen 2 Mt. 80 Pfg. geboten wurden, hat sich in diesen Tagen ihr Preis schon auf 3,30 Mt. erhöht. Bei solchem Angebot zögern unsere Landleute nicht lange, sondern sie schlagen so viel los, als sie nur abernten können. Wie schon oben gesagt, ist überall in hiesiger Gegend ein großer Zwetschensegen vorhanden und was man jetzt absezen fann, fällt menigstens bis zur Reife nicht mehr vom Baum, und der erzielte Erlös ist immerhin schon eine schöne Ein­

*. Aus der Tagesordnung der Einladung zum Ver= bandstag des Verbandes süd- und west- nahme für unsere Landwirte. deutscher Detaillistenvereine, der am Sonntag, den 13. Sept., in Darmstadt stattfindet, entnehmen wir noch, daß Herr H. F. Nassauer, Vorstandsmitglied des Vereins der Detaillisten zu Gießen, einen Vortrag hält über Laden­schluß und Ruhepause der Angestellten in offenen Verkaufs­stellen."

** Sind Zeugen verpflichtet, an Sonn- und Feiertagen zu reisen? Diese Frage hat jüngst das Kammergericht verneint und mit Rücksicht auf die durchweg in der Gesetzgebung zum Ausdruck gebrachte Sonntagsheilig ung dahin entschieden, daß ein zu einem Montag geladener Zeuge, wenn er die Reise bereits am Samstag statt am Sonntag antritt, Anspruch auf Entschädigung für Aufwand und Nachtquartier für die volle Zeit seiner Abwesenheit vom Wohnorte hat.

][ Eine Entscheidung der Hess. Handwerkskammer dürfte von allgemeinem Interesse sein. Der Mainzer Gewerbeverein hat bei der Hessischen Handwerkskammer angefragt, wie die Lehrlinge von Maurern, Zimmer­leuten usw. hinsichtlich ihrer Lehrzeit zur Ablegung ihrer Gesellenprüfung zu behandeln seien und zwar deshalb, weil derartige Lehrlinge in den Wintermonaten nicht vollauf im Handwerk beschäftigt sind. Es handelt sich darum, festzustellen, ob diesen Lehrlingen die durch das Einstellen der Arbeit in den Wintermonaten aus fallende Zeit als Lehrzeit voll angerechnet werden soll. Die Handwerkskammer hat entschieden, daß die Lehr­zeit derartigen Lehrlingen nur dann als vollständig er­füßt angerechnet werden soll, wenn sie im Winter eine gewerbliche Unterrichtsanstalt oder eine gewerbliche Schule besuchen.

*** Fabrik oder Handwerk? Zu dieser Frage finden wir im Geschäftsbericht der Handwerkskommer zu Freiburg im Breisgau für die Jahre 1901 bis 1903( S. 93-117) Ausführungen von allgemeinem Interesse, woraus wir nachstehendes mitteilen. In Freiburg i. B. hat die Innung der Schreiner eine Anzahl Großbetriebe für sich reklamiert, die Aufsichtsbehörde hat aber diese seit Jahren als Fabriken angesehenen Betriebe nicht für verpflichtet er. achtet, der Innung beizutreten. Lettere hat die höhere Ver­waltungsinstanz angerufen und diese hat sich ein Gutachten der Handwerkskammer erbeten. Im Anschluß an dieses hat sich die Verwaltungsbehörde dann entschieden, daß die frag­lichen Betriebe, obgleich sie Großbetriebe sind sie be­schäftigen im Durchschnitt 90, 35, 56, 40 und 30 Arbeiter

Aus dem Eicheltal( Kreis Schotten), 3. Sept. 8u dem vormalig landgräflichen Jagdschloß, jetzt Eigentum des Gutsbesitzers Fischer, machte am Sonntag der Kriegerverein von Eschenrod einen Ausflug zur Feier des Namenstages und Vorfeier des Sedantages. Bedeutsam ist die Stätte noch nach anderer Hinsicht, denn man schaut von da oben hinunter und hinüber nach einer Reihe von im 30 jährigen Krieg ausgegangenen Dörfern( Eckhards, Bleistadt, Dieten­hain, Reiffenberg, Nubel). Auch fand man unlängst in der Gewann nach Eschenrod hin eine interessante wohlerhaltene Denkmünze in der Größe eines Sechskreuzerstücks mit der Inschrift: Jubilaeum secundum ecclesiae Luther. Verbum Domini manet in aeternum; auf der Rückseite: 31. Dft. 1717. Ernest. Ludov. D. G. Landgrav. Hassiae.

*** Dutenhofen, 3. Sept. General Ledebur, welcher bis jetzt im Jagdschlößchen( Sorger) Quartier bezogen hatte, hat dasselbe jezt nach Groß- Rechtenbach in die Behausung des Bürgermeister Hardt verlegt. Heute war Ruhetag und morgen Freitag beginnen die Brigade- Ererzieren.

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Wetzlar. Wie der Wetzl. Anzg." hört, haben die Vorstellungen der städtischen Verwaltung den Erfolg gehabt, daß das Generalfommando des 18. Armeekorps die für den 19. und 20. September zugedachte Einquartierung um etwa 1600 Mann ermäßigt hat. Weiterem Vernehmen zufolge werden nun etwa 4000 Mann auf die Altstadt und den Bahnhofsbezirk entfallen.

Weylar, 2. Sept. Bei der Heerdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind dahier ist die Zahl der einge­troffenen Kühe von 312 auf 550 Stück, die der Stiere von 61 auf 80 Stück gestiegen.

× Berleburg, 2. Sept. Der Rendant des hiesigen Spar- und Vorschußvereins, G. Riedesel, wurde Freitag Mit­tag verhaftet und in das Amtsgerichte gefängnis in Unter­suchungshaft abgeführt. Die von Riedesel unterschlagene Summe soll ca. 60 000 Mt. betragen.

Herrn Planz, welchem bei seinem Scheiden aus dem Amt das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen verliehen wurde und der am 12. September d. Js. seinen 80. Geburtstag feiert, vergönnt sein, diese Dekoration noch recht lange zu tragen und ihm in seinem Ruhestand ein heiterer Lebensabend beschieden sein.

Hanau, 3. Sept. Der Oberpostsekretär Wagner von hier, gegen den bekanntlich wegen Betätigung sozial­demokratischer Gesinnung vor einiger Zeit das Disziplinar­verfahren eingeleitet wurde, ist laut Han. 3tg." vor furzem in die Redaktion der sozialdemokratischen Leipziger Volks­zeitung" eingetreten.

§ Hanau, 2. Sept. In Niederissigheim waren zwei Bauernburschen in einen Wortstreit geraten, in dessen Ver­lauf der eine dem andern zurief: Dein Vater ist ja ein Sozialdemokrat!" Der also bezeichnete Vater strengte deshalb eine Beleidigungsflage gegen den Gegner seines Sohnes an. Das Schöffengericht sprach jedoch den Angeklagten fret, da in dem Worte Sozialdemokrat" keine Beleidigung zu finden sei.

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Aus Franken, 2. Sept. In Traustadt trieb der 15jährige Bauernsohn Georg Türk Kühe auf die Weide und hatte sich dabei die Kette um die Brust geschlagen. Plötzlich scheuten die Tiere, rasten fort und sch'eiften den Knaben zu Tode.

Lied der Landwirte. Ein freies Eigen bauen wir, Die Flur ist unsre Wonne, Der deutschen Kraft vertrauen wir, Sie lebet in uns für und für, Wir leben mit der Sonne. Wir bauen unsrer Väter Feld, Die Jauchert und die Morgen, Und haben wir es wohlbestellt, So lassen wir, wie's ihm gefällt, Den lieben Herrgott sorgen. Wir jagen nicht dem Neuen nach, Zu schweifen in die Ferne, Doch liegen wir nicht selber brach, Ein gutes Beispiel find't uns wach, Wir prüfen alles gerne.

So hat das Alte seine Ehr', Das Neue darf uns winken; Wir halten viel auf gute Lehr', Und wird uns auch der Anfang schwer, Der Mut soll uns nicht sinken.

Der Landwirt ist der rechte Mann, Er ist der Welt Exempel;

Mit ihm fing alle Ordnung an, Die Freiheit blüht in seinem Bann Und baut der Eintracht Tempel.

Drum hoch die deutsche Landwirtschaft! Sie gilt in allen Zonen; Sie bleibt die Milch der Heldenkraft, Und wo der Landwirt denkt und schafft, Da ist gut sein, gut wohnen.

Ludwig Eichrodt.

Litterarisches.

Zwischen Rhein u. Donnersberg betitelt sich ein Roman aus der Franzosenzeit von Heinrich Bechtolsheimer, der neu erschienen im Verlag Emil Roth, Gießen zum Preis von 3. Mt. brosch, 4 Mt. gebunden zu haben ist. Der Verfasser führt uns in das heutige Rheinhessen in die Nähe von Kreuznach, in das fruchtbare Hügelland, auf das der Donnersberg berniederschaut. Die Erzählung segt ein mit dem Jahre 1808 und zeigt uns die Lage der Rheinländer unter der Herrshaft Napoleons; bei Arbeit und harmloser Freude. Kirchweihtanz, Weinlese, Streiche der Dorfjugend, Birnenschälen usw. treten vor uns hin in lebendiger, viel­fach humoristischer Schilderung. Aber unvermerkt tritt der Ernst der schweren Zeit in das heitere, pfälzische Dorfleben ein. Kurz das Buch führt uns in Freud und Leid, in Krieg und Frieden die wechselvollen Schicksale der Bewohner. Es ist ein Volksbuch im umfassendsten und besten Sinne des Wortes.

Briefkasten.

K. in Rodheim. Das ist Geflogenheit auf allen Re­daktionen, daß findet man gute Nachrichten oder Artikel in anderen Zitungen- solche übernommen werden. Wir sind deshalb auch nicht neidisch, selbst wenn Leitartikel von uns nachgedruckt werden, wie Sie uns mitteilen, sondern behalten den Standpunkt: kann die Presse, auch durch Nach­druck, der Allgemeinheit dienen, oder sie gar vor Schaden bewahren, dann handelt sie ja nur in Wahrung berechtigter Interessen. Gern sieht man es allerdings, wenn ab und zu dem Wunsch auf Quellenangabe entsprochen wird. Manche Redaktionen sind allerdings so eitel und ,, bellen" wenn ihrem Blatte etwas entnommen wird. Besten Gruß! Martt.

Gießen, 3.September. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bid. 1.00-1.20 mt, Hühnereier 2 Stüd 12-14 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.20-170, Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänse P. Bid 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 fg., Rindfleisch per Bfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Pig. Schweine­fleisch gesalzen per fund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Pfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfa.

-r Buzzbach, 2. September. Mit Wirkung vom 1. Sept. d. Is. trat der Großh. Orts- Einnehmer Planz in den wohl­verdienten Ruhestand, nachdem derselbe nahezu 60 Jahre seine Dienste mit Treue und Eifer dem Staate gewidmet hat. Geboren am 12. September 1823 zu Romrod, diente er vom 1. April 1844 bis zu seiner am 30. Juni 1855 erfolgten Anstellung als Steueraufseher im Großh. Hessischen ersten Inf.- Regiment und machte die Feldzüge von Hessischen ersten Inf.-Regiment und machte die Feldzüge von Faselos 40 Pfg. Schweinefleisch 50 Pig. Heute und morgen. 1848 und 1849 in Frankfurt und Baden mit. Möge es

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin glein: far bas Bokale, den Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Cybermann Dund und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilb. Keller), Biegen. Städtisches Schlachthaus.