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Amerika.

* Unter dem Schuße des Sternenbanners fühlt der brave Castro sich so sicher, daß er aufs neue mit dem alten Europa Händelsucht. Nach einer Meldung aus Newyork hat der britische Gesandte in Caracas zweimal bei der vene zolanischen Regierung dagegen Einspruch erhoben, daß der Orinoco für den fremden Handel geschlossen ge­halten wird, da hierdurch die Interessen der britischen Kolonie Trinidad besonders benachteiligt sind. In beiden Fällen hat der Gesandte keine günstige, nicht einnal eine höfliche Antwort erhalten. Am 3. Dezember wird infolge dessen ein britisches Geschwader nach La Guaira gehen, und es wird alsdann wahrscheinlich abermals eine neue Note überreicht werden. Sennor Castro wird selbst­verständlich auch durch dieses Geschwader sich nicht ein­schüchtern lassen, da er weiß, daß die Vantees ihn fein Haar frümmen lassen werden. Und Europa läßt sich diese Einmischung der Union ohne weiteres gefallen!

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser erledigt in gewohnter Weise die lau­fenden Geschäfte. Wie sehr die Meldungen von angeb­lichen Verschlimmerungen des Gesundheitszustandes des Kaisers übertrieben sind, geht auch aus der Tatsache her­vor, daß die Teilnahme des Kaisers an der Jahr. hundertfeier der drei in Hannover garnisonie. renden Regimenter von dort als gesichert bezeichnet wird. Während seiner Anwesenheit in Hannover wird der Mon­arch im königlichen Schlosse an der Leinstraße Wohnung nehmen, und zwar im linken Flügel. Auch Prinz Albrecht von Preußen, der Regent von Braunschweig, welcher gleich­falls an den Festlichkeiten teilnimmt, wird im königlichen Schlosse absteigen; für ihn ist der rechte Flügel reserviert. Die betreffenden Gemächer werden bereits in Stand ge­setzt. Wie zuverlässig verlautet, werden weitere Fürstlich­keiten an der Regimentsfeier nicht teilnehmen.

Heer und flotte.

Garnisonswechsel. Wie verlautet, soll das in Deutz garni­sonierende Kürassierregiment in absehbarer Zeit nach Met verlegt werden. Dafür soll eines der in Metz stehenden Dragonerregimenter nach Deutz kommen.

Die Einführung der Rohrrücklaufkanonen soll dem Ver­nehmen nach unmittelbar bevorstehen. Die letzte Prüfung in Essen hat die Kommission wiederum völlig befriedigt. Die Kruppsche Fabrik trifft Vorbereitungen, um schnellstens Massenumänderungen vorzunehmen, woraus geschlossen wird, daß der Auftrag in allernächster Zeit erfolgt.

Die Georgsflaggen der russischen Schwarze Meer- Flotte. Aus Anlaß des fünfzigsten Jahrestages der Schlach bei Sinope hat der Kaiser den 1856 erlassenen Befehl über die Anbringung des Bildnisses des heiligen Georgs auf den Flaggen, Breitwimpeln und Wimpeln der Schiffe der Schwarze Meer- Flotte und der Flotille des Kaspischen Mee­res erneuert, welche für die Teilnahme an der Verteidigung Sewastopols die Georgsflaggen erhalten hatten.

Zeugengebühren.

schäßen. Für den einen ist eben die Stunde vierzig Pfen­nige wert, für den anderen ist sie mit vierzig Mark nod längst nicht ausreichend bezahlt. Je mehr man sich dieser Einsicht nähert, um so geringer wird die Zeugnisflucht sein, und Uebertreibungen nach jeder Seite werden von selbst imterbleiben.

Nab und fern.

Nachklänge zum Fall Kwilecki. Im Laufe des Pro­zesses Awilecti meldeten, wie erinnerlich, Krakauer Blätter, daß die auf das Datum der Geburt des unehelichen Sohnes der Cäcilie Parcz, verehelichten Meyer, bezughabenden An­gaben in den Krakauer Taufbüchern ausradiert worden seien und daß der Geburtsschein des jungen Barcz mit anderen Geburtsscheinen auch aus dem statistischen Amte in Krakau spurlos verschwunden sei. Auf Grund amtlicher Er­hebungen wird nun festgestellt, daß nicht nur der Geburts­schein des genannten Kindes ordnungsgemäß in den Ge­burtsbüchern der Pfarre bei St. Maria in Krakau einge­tragen wurde, sondern auch die Anmeldung dieser Geburt im Krakauer Statistischen Amte ordnungsgemäß aufbewahrt wird.

Ein schwerer Eisenbahnzusammenstoß sand auf der Station Friemersheim bei Köln statt. Ein von Hochfeld in den Güterbahnhof einfahrender Zug fuhr auf einen anderen dort stehenden auf. Durch den Aufstoß wurden 27 Güter­wagen beschädigt und zum Teil zertrümmert. Zwei Bremser wurden dabei getötet und ein Bremser verlegt. Der Unfall ist durch unrichtige Befehlserteilung von Seiten des dienst­habenden Stationsbeamten herbeigeführt worden.

Ein seltsames Verbrechen wurde in Bedersdorf bei Demb ( Oberschlesien) versucht. Dort bohrten Einbrecher nachts die Tür zum Schlafzimmer des Fabrikbesizers Cohen an, praktizierten durch die entstandene Deffnung Schwefelfäden hinein und zündeten sie an. Cohen erwachte aber, als er ein Geräusch vernahm, und erblickte das glimmende Heuer. Da er die Schwefeldämpfe bemerkte, öffnete er zu seinem Glück rasch das Fenster und entging so dem ihm wohl zu­gedachten Erstickungstode. Von den Urhebern des Ver­brechens fehlt jegliche Spur.

Mordtaten an Frauen. Die in Dresden- Plauen woh­nende Kaufmannsmitive Emilie Danneberg wurde in ihrer Wohnung ermordet. Anscheinend liegt Raubmord vor. Als der Tat verdächtig wurde ein Mitglied einer im Erdgeschoß wohnenden Familie verhaftet. In Dessau wurde die 30jährige Tochter Elisabeth des Gastwirts Hering in ihrem Zimmer erdrosselt aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß an ihr ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden war. Vom Täter fehlt bisher jede Spur.

RK Jeder von uns, der einmal an einem starken Geschäfts­tage gezwungen wurde, vor die Schranken des Gerichtes zu treten und die Schwurfinger zu erheben als Zeuge, weiß, welche Annehmlichkeiten damit verbunden sind. Endloses Warten auf den entweder überheizten oder bitterfalten Korri­doren pflegt voranzugehen, wenig freundliche, ja manchmal geradezu inquifititorische Behandlung zu folgen. Man hat das Gefühl, als säße man selbst auf der Anklagebant, herber Verbrechen beschuldigt. Und steht doch nur da im Dienste des Rechtes und als Befunder der Wahrheit. Solche Vormittage gehören zu den sogenannten Annehmlichkeiten des Lebens. Und der Lohn für solche Bürgerpflicht? Wer hat schon ein mal eine Gebührenliquidation aufgesetzt und kennte ihn nicht! Die Oberrechnungskammer ist eine gar strenge Herrin. Sie prüft die Papiere bis auf die Nieren und ist geizig wie Harpagon. Drei ganze Jahre hat der Kampf gedauert, bis endlich der veraltete Gebrauch beseitigt wurde, die Zeugengebühren von den Parteien auf die Arbeitgeber der Zeugen abzuschieben, und bestimmt wurde, daß die An­gestellten auch dann Zeugengebühren zu empfangen hätten, wenn sie in einem dauernden Dienstverhältnis stehen, so­bald nur der Dienstherr ihnen für das Versäumnis einen Abzug macht. Am wenigsten zu beneiden sind die ſelbſtän­digen Leute und Kaufleute, Fabrikanten und dergleichen. Da steht der herrschende Glaube vielfach auf dem seltsamen Standpunkt, daß das Geschäft durch die Angestellten auch in Abwesenheit des Chefs schadlos weitergeführt werden könnte. Kann man am grünen Tische tarieren, wie groß oft der Schaden ist, der durch solche Versäumnis entsteht? Deckt auch der Höchstbetrag an Zeugengebühren( 1 Mark pro Stunde) oft auch nur entfernt entgangenen Gewinn? Selbst wenn man so weit entgegenkommen würde, daß man den Durchschnittsjahresverdienst repartiert, wer sagt, daß, nicht gerade diese versäumten Sminden für den Kaufmann die wichtigsten des ganzen Jahres waren? Jeder Denk­fähige wird ohne weiteres die Härten erkennen, die diese selbstlose Erfüllung der Bürger- und Zeugenpflicht vielfach im Gefolge hat. Ganz abgeschen von den Unannehmlich­teiten all solcher Vernehmungen mit ihrem Drum und Dran, mit ihrem Vorher und Nachher liegt eine Rigorosität in der selbstherrlichen Entscheidung der Gebührenfrage. Wir haben oft genug Fälle erlebt, wo sich auch noch die Steuerbehörde in diese Liquidationen mischte und Nachzahlungen von be­trächtlicher Höhe beanspruchte. Ja, woher kommt denn der Nachweis wir sagten das schon oben, daß nicht ge­rade der Löwenanteil des eingeschäßten Jahreseinkommens sich eben aus seiner versäumten Zeit zusammenset?

Schonzeit. Mit dem 1. Dezember begann b Schonzeit für Elchwild, Rehkälber. Dachs und Rebhühre

sowie vom 15. Dezember an auch für weibliches R hna Eine eindrucksvolle Ueberraschu

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wurde dem Großherzog zu dessen Geburtstag zuteil. fleine Prinzessin Elisabeth hatte, um ihrem Vater eine reit Freude zu machen, sich von dem damals in Darmst weilenden Maler Kaulbach malen lassen, mit der Weifung daß das fertig gestellte Bild ihrem Vater an dessen burtstag übergeben werden solle. Nun starb das Prinze chen plößlich, doch das Bild wurde fertig gestellt und bit Großherzog am Geburtstagsmorgen überreicht. Welche e fühle der vielgeprüfte Vater beim Anblick des faſt fin Lebensgröße dargestellten Porträts seiner so innig geliebten Tochter ergriffen haben mögen, wird jeder mitempfind der selbst schon in die Lage fam, ein teures, vielgeliebt Glied seiner Familie zu verlieren.

Jugendliche Hhänen. In Budapest wurden drei Mäd­chen im Alter von 11, 12 und 13 Jahren wegen furcht­barer Verbrechen verhaftet. Die drei haben eingestandener­maßen seit längerer Zeit die Gräber frisch begrabener Kinder geöffnet und beraubt. Sie stahlen die Kleider der kleinen Toten und verkauften sie. Für den Erlös taten sich Sie jugendlichen Hhänen dann an Leckereien gütlich.

* Starke Erdbeben in Bulgarien. Seit einigen Tagen werden fast täglich an mehreren Punkten Bulgariens, haupt­sächlich im Kloster Rilo, starke Erdbeben verspürt. In Sofia herrscht lebhafte Beunruhigung. Einzelne Stöße dort waren so kräftig, daß Türen in Bewegung gesetzt und Pendeluhren zum Stehen gebracht wurden. Die Fachleute ind auf weitere Stöße vorbereitet. Hervorzuheben ist, daß der Sofia beherrschende, 2600 Meter hohe Berg Witoscha pulkanischen Ursprungs ist.

Es ist wahrhaftig kein Wunder, daß sich bei solchem Gebrauch allmählich eine heilige Scheu vor der Zeugenschaft In den weitesten Kreisen einbürgert. Jedermann empfindet es schon heute als eine Qual, als eine unverdiente Strafe, jeiner Zeugenpflicht genügen zu müssen. Wie sehr darunter bas ganze Wesen dieser für die Gerichtsbarkeit überaus wichtigen Institution leidet, versteht sich am Stande. Und es sollte unseres Erachtens auch im Interesse des Staates liegen, solchen Zuständen je eher, je besser ein Ende zu machen und eine freiere Geschäftsführung in die Wege zu leiten. Jeder freie Mann hat nun mal ein Recht darauf, als solcher respektiert zu werden und seine Zeit natür­lich mit Maß und Riel nach ihrem Werte selbst einzu­

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** Gießener Volksbad. Im November wurden verabreicht, 8514 Bäder gegen 8449 im Oftbr 1903 und 8024 im Nov. 1902, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 310 Bäder gegen 291 Em Oftober 1903 und 292 im November 1902 Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 4691 Männer, darunter 687 zu 10 g 882 Frauen 172, 10 Wannenbäder: 1. Al. 271 Männer, 103 Frauen,"

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Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage sammen 147 Männer, 11 Frauen.

Brausebäder 1200 Männer, 211 Frauen.

Die Personewage wrdeu von 180 Personen benut das Bad von 10 Personen besichtigt.

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* Die Uhr als Weihnachtsgeschenf. Vorstand des Deutschen Uhrmacher- Bundes bittet uns die Aufmahne folgender Zeilen: En besonders beliebtes Weihnachtsgeschenk sind die Uhren. Bei feiner anderen Bare aber ist der Käufer infolge seiner ungenügenden Sachkenntnis so leicht zu schädigen, wie gerade bei einer Uhr. Die machen sich um die Weihnachtszeit in- und ausländische Ver sandtgeschäfte zu Ruße, indem sie für anscheinend billigen, in betracht der angebotenen Waren aber noch viel zu hohen Preis, Uhren der ordinärsten Gattung als" Präcisionsuhren", als bon echten Golduhren nicht unterscheidbar" oder wo möglich gar völlig umsonst" anbieten. Besonders ausländi sche Firmen, die vor der Verfolgung durch das Gesetz zur Bekämpfung des unlautern Wettbewerbes sicher sind, suchen um die Weihnachtszeit auf diese Weise leichtgläubiges Bublifu zu födern. Jedem Käufer sei daher geraten, sich an Firma zu wenden, deren Inhaber den Bau und die Qualität de selben auch gründlich kennen, sodaß sie in der Lage fi dem Käufer eine tatsächliche Garantie zu gewähren.

Gießen, 2. Dezember 1903. ** Eb& dorfer Bahn. Der Reichsanzeiger" meldet. Der Kaiser hat dem Kreise Marburg, welcher die Genehmig. ung zum Bau und Betriebe einer Kleinbahn vom Bahnhofe Marburg( Süd) der Staatsbahnstrecke Kassel- Lollar nach Dreihausen erhalten hat, das Enteignungsrecht zur Entziehung und zur dauernden Beschränkung des für diese Anlage in Anspruch zu nehmenden Grundeigentums verliehen."

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** Eine Viehmartts- Debatte hatte in d vorigen Woche die Stadtverordneten Bersammlung i Weblar. Es handelte sich in erster Linie um die Klage der Handelsleute, daß der Markt zu spät beginne und daß die tierärztliche Untersuchung des Auftriebes zu langsam vor sich geht.( Diese Klage wird schon seit Jahren von den Besuchern der Gießener, mindestens dreimal stärkeren Mäft als jene in Weglar ebenfalls erhoben.) Der Landrat del Kreises Wetzlar hat in Aussicht gestellt, den Anfang des Marktes im Winter statt um 9 Ühr um 8½½ Uhr zu br legen. Eine schnellere sanitäre Kontrolle des Auftriebs wird man dadurch herbeiführen, daß außer dem Weglaz der Herborner Tierarzt für die Märkte herangezogen werd soll. Die Martttommission war der Auftrag geword, die Gründe und Ursachen festzustellen woran es liege, d zum Schaden der Weglarer Handel und Gewerbetreibendm Die einst blühenden Weglarer Viehmärkte mehr und mer veröden. Es ist lehrreich und interessant auch für unsice Gegend was der Berichterstatter Stadtverordneter Almer röder seinen Kollegen im Stadtparlament darüber zu für den Kreis Weglar darüber sagt: Stadtverordneter Almes richten hatte. Wir geben wieder, was der amtliche Anzeig röder führte aus: Es ist dem Kollegium bekannt, daß le Marktkommission weiter die Aufgabe gehabt hat, zu ergründ was die Veranlassung ist, daß unsere Märkte zur Schäd ung unseres ganzen Geschäftsverkehrs so rapid zurückgegang sind. Wir haben die Mühe nicht gescheut, und haben du viele Erfundigungen von unseren Landbekannten und a wärtigen Handelsleuten gehört, daß unsere Märkte so s angefangen hätten und die tierärztliche Untersuchung des getriebenen Viehes in der Langgasse zu viel Zeit in Anspru nehme. Vielen der Handelsleute set dadurch und bis mit dem Verladen des Viehes auf der Eisenbahn fertig seine nach Hause zurückkehren zu können. Nebenbei ſei auf be die Möglichkeit genommen, noch an demselben Tag wie Weßlarer Märkten auch feine große Auswahl von Bich f ihren Handel mehr zu finden, wie es in den Nachbarort Gießen und Herborn zu haben sei, da hier nur das klei trieben werde. Die schwere Viehgattung, Simmentaler, vieh Vogelsberger Rasse gezüchtet und zum Verkaufe aufge sie größtenteils suchten, sei hier nur vereinzelt oder gar nich anzutreffen. Diesen leßteren Umstand erachten wir, von de Marktkommission aus, als den Hauptgrund für den steta Märkte in Herborn wieder zurückblickt, wo Rückgang unserer Märkte. Wenn man nur auf die letzte Bieh beider Gattungen, Simmentaler und Vogelsberger zur Berkaufe aufgetrieben waren und den Menschenverkehr dorter stoßen burch die Straßen zu kommen, so überfällt den We mit angesehen hat, der einem noch nicht gestattete, umg larer Besucher Wehmut. Viele unserer alten Bekannten und Freunde vom Lande, die vor Jahren stets auf unſer Märkten anwesend waren, von der Lahn und Dill, find det zu treffen, und beschuldigen den Weglarer Besucher mit d Worten, was habt ihr uns von Weblar auß angetan, biß thr uns nicht unseren freien Willen laßt, Vieh zu züchten, was uns für unsere Verhältnisse am vorteilhaftesten dürt, wo wir das meiste Geld mit verdienen können. In diesen Aeußerungen von dem größten Teil unserer Landbekannt ist der wahre Grund zu finden, der unsere Märkte so zurüc

Das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. Wir machen auch an dieser Stelle auf die Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleit ungen, unsere beteiligten Leser aufmerksam. Es kommen nach vorliegenden Erfahrungen immer noch größere Beschädig­ungen und namhaftere Wasserverluste vor, welche den Haus­besigern zum mindesten unerfreuliche Ausgaben verursachen, die vermieden werden können. Es empfiehlt sich daher, den Abdruck der Vorkehrungen usw." aufzubewahren und genau

zu befolgen." Hinsichtlich der Ausführung von Schußvor­richtungen, Einwinterungen, Auftauung und Reparaturen wird die rascheste Abhilfe dann ermöglicht werden, wenn insbesondere in solchen Fällen der Schlußabsatz der heutigen Bekanntmachung beachtet wird.

** Theater- Verein Gießen. Beyerleins3apfen­streich", das Drama des vielgenannten Verfassers des Romans Jena oder Sedan", wird als 4. Vorstellung am Dienstag, den 15. Dez. gegeben werden. Das Drama wurde vor 4 Wochen zuerst im Lessingtheater in Berlin in Anwesenheit und unter lebhaftem Beifall des deutschen Kronprinzen aufgeführt, ist seitdem von allen großen Bühnen zur Aufführung angenommen und bildet nach der Meinung der Kritik das seit Jahren größte Theaterereignis.

** Stadttheater Gießen. Nochmalz sei auf das Salome- Gastspiel des Salons für alle Kunst hin­gewiesen, das in jedem Fall in Dekoration und Ausstattung etwas ganz eigenartiges bietet. Unter den Orten der bis­herigen Tätigkeit der Tournee ist auch das Hoftheater in Kassel aufgeführt. Es ist dies eine Verwechslung mit dem Hoftheater in Braunschweig. In Kassel spielt das Ensemble Auf vielfachen Wunsch kommt die

im Residenztheater.

interessante Aufführung von Maria von Magdela am

4. Dezember als 7. Freitags- Abonnementsvorstellung zu ge­wöhnlichen Preisen nochmals zur Aufführung.

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