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+ Schweres Eisenbahnunglück. Auf einer Brücke, 742 Werst von Charbin belegen, entgleiste ein Eisenbahnzug er chinesischen Ostbahn infolge Unterspülung eines Brücken­pfeilers. Zwei Zugführer wurden getötet und sechs Mann des Zugpersonals schwer verletzt.

* Der dankbare Ehemann.] In St. Louis starb vor furzem ein reicher Mann, der einem gewissen Josiah Briggs testamentarisch 1000 Dollars hinterließ. Ich kann ihm", heißt es im Testamente, den Dienst, den er mir einst ge­leistet hat, nie vergessen." Der Dienst" bestand darin, daß Josiah Briggs die Frau des Erblassers entführte.

[ Der findige Telegraphenbote.] Aus der englischen Stadt Sheffield wird ein Stücklein berichtet, das, wenn es auf Wahrheit beruht, dem Telegraphenamt alle Ehre macht. Ein Herr hatte sich mit seiner Braut verabredet, daß beide sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Spring. brunnen treffen wollten. Die Dame war in letter Stunde verhindert, zu kommen und wußte nicht, wie sie dem Ge­liebten Nachricht geben sollte. Schließlich schickte sie aus gut Glück ein Telegramm ab mit der Adresse: Herrn X.. am Springbrunnen, Picadilly Circus. Der Adressat war­tete eine gute Viertelstunde an der bezeichneten Stelle und war eben im Begriff, wegzugehen, als ein Telegraphenbote an ihn herantrat mit der Frage: Sind Sie Herr X....?" Der Angeredete bejahte und war nicht wenig erstaunt, das Telegramm mit der merkwürdigen Adresse zu bekommen. Woher wußten Sie, daß das Telegramm für mich war?" fragte er den Boten. Ich habe 10 Minuten hier gestanden, und da Sie aussahen, als erwarteten Sie etwas, so glaubte ich, ich könnte einmal mein Glück versuchen." Der Bote wurde natürlich für seine Findigkeit belohnt.

Einen sonderbaren Ausgang nahm der bereits erwayne Streit der französischen Generale Deſserier und Percin. leber Ursprung und Ausgang des Streites meldet der Ji­Jaro": Es sei richtig, daß nach einem etwas erregten Brief­wechsel" General Desserier den General Percin aufgefordert babe, 8 Tage in Zimmerarrest zu verbringen, die Bestrafung jei aber nicht aufrechterhalten worden und der Zwischenfall werde feine Folgen haben. Durch solche Friedfertigkeit" wird die Disziplin im französischen Heere nicht gerade ge­fördert....

Eine eigenartige Etikettenfrage beschäftigt jetzt den österreichischen Hof. Desterreich steht nämlich zur Zeit in Interhandlungen mit dem Vatikan betreffend einen Modus, der es dem Kaiser Franz Josef gestatten würde, den König von Stalien zu besuchen. Es soll Hoffming auf eine gün­stige Erledigung der Angelegenheit bestehen.

Der Landwirt.

rg. Zu den Massen- Fleischlieferungen ans Sibirien, über welche fürzlich berichtet wurde, läßt sich jetzt ein genauer Renner der sibirischen Verhältnisse wie folgt aus: Rindfleisch von Sibirien nach Deutschland zu schicken, ist ein reines Un­ding. Es wird dort nur nur im Herbst und Winter wäh= rend einiger Monate etwas geschlachtet, das die Moskauer und Petersburger Wurstfabriken zu guten Preisen abnehmen, so daß für den Erport durchaus nichts übrig ist. Es gibt noch immer Leute, welche glauben, daß Sibirien ein Fleisch­land ist, was aber durches nicht der Fall ist. Rindfleisch ist sogar nur sehr wenig vechanden. Die gesamten russischen Truppen in Ostasient cleischkonserven aus Chicago, Kansas City u. s.w., was doch schon genügen müßte, um der Sage vort iehreichtum Sibiriens ein Ende zu machen. Mit den angeblich geplanten Fleis sendungen von dort nach Berlin( 10 000 Kilo- Waggons, bei 3500 Mark Unkosten pro Waggon) scheint es demnach noch gute Wege zu haben.

Unser neuer Roman,

der nach Beendigung des laufenden in unserer täglichen Unter­haltungsbeilage beginnt, führt den Leser in bunten, wechsel­vollen Bildern in das Leben und die Anschauungen der heutigen russischen Gesellschaft ein.

Der Herr von Zalaur

st ht im Mittelpunft eines Kreises, in deren sich die wider­streitenden Interessen der verschiedenen Stände- und Berufs­tlass n des großen mostowitischen Riches auf kleinem Raum wie in einem gemeinsamen Brennpunft sammeln und wieder­spiegeln. Der tiefe, ethnologische und kulturgeschichtliche Ge­halt des Romanes, den die bekannte Schriftstellerin Alice C. Strückow zur Verfasserin hat, die, obgleich von deutscher Ab­funft, lange Jahre im heiligen Rußland gelebt hat, ist um schlossen von einer packenden Handlung, die den Leser bis zum lebten Augenblick in immer wachsender Spannung er­hält..

Lokales.

Gießen, 2. September 1903.

Der Großherzog wohnte Montag vormittag auf dem Truppenübungsplaße den Besichtigungen der Infanterie- Regimenter Nr. 115 und 168 durch den Herrn Rommandierenden General bei.

*

Die Sigungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen für das 3. Vierteljahr 1903 werden Montag, den 28. Sept., vorm. 91/2 Uhr, in Justizg tände in Gießen unter dem Vorsitze des Großh. Landgerichtsrats Schmeckenbecher ihren Anfang nehmen. ** Das Großh. Ministerium der Justiz hat als den Tag, an welchem mit der Anlegung des Grundbuchs und des Berggrundbuch der Gemarkungen Ar n= Burg und Hofgüll zu beginnen ist, den 20. Sept. 1903 Best mmt.

** Die Ziehungstage der 2. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie beginnen am 9 Sept. und werden fortges ht am 10., 11., 12., 14, 15., 17., 18., 19, 20., 21., 23, 24, 25, 26. und 28. Sept. und der Schlußtag, an welchem die letzten Prämien, soweit sie noch nicht gezogen find, herauskommen, am 1. Oft. d. I.

* Beschränkte Fahrpreisermäßigung Wegen der großen Manövertransporte im September werden Befinntlich im B zirke der Direktion Köln überhaupt feine Fahrpreisermäßigungen bis Ende September mehr gewährt. Im Direftione be, ut Frankfurt ist eine Beschränkung insofera eingetreten, als die Direktion sich vorbehalten hat, bis Ende|

September die einzelnen Gesuche um Fahrpreisermäßigung bei Gesellschaftsfahrten 2c. zu genehmigen oder abzulehnen, falls mehr wie ein Wagen zweiter oder dritter Klasse er­forderlich ist.

**

Die Weiterführung der nahezu vollendeten Bahnstrecke Bußbach- Lich über Lich hinaus bis Grünberg beschäftigt schon jgt die in Betracht kommenden Gemeinden sehr lebhaft. In aller Kürze soll in Lich eine Versammlung der Bürgermeister der Gemeinden Nie er Bessingen, Ober- Bissingen, Münster, Ettingshausen, Dueck­born und Grünberg stattfinden. Auch die Landtagsabge ordneten der betreffenden Bezirke werden daran teilnehmen. Erst nach Weiterführung bis nach Grünberg wird die Bahn ihren vollen Wert erhalten und für den Bergbau und die Industrie ein neues Gebiet erschließen. Dueckborn besitzt ein großes Holzschneidewerk und bedeutende Lung steinbrüche, Ettingshausen und Ober- Bessingen sind reich an vorzüglichen Basaltlagern und bei Münster liegen noch Braunkohlen. Die G markungen Ettingshausen und Nieder- Bessingen besigen viel Roteisenerze; die Gruben mußten vor Jahren infolge zu hoher Transportkosten ein­gestellt werden. Alle diese Bodenschäße würden durch die Bahnstrecke an Wert gewinnen, den betreffenden Gemeinden Verkehr und Industrie und d n Bewohnern Verdienst bringen.

** Im Neuen Saalbau zu Gießen fonzertiert Donnerstag abend die Kapelle des 4. Hess. Inf. Reg. Nr. 118 aus Worms. Freunde einer guten Militärmusif sind höft. darauf aufmerksam gemacht.

* 8um Sedan fest haben in Gießen alle staatlichen und städtischen Gebäude geflaggt. Um 7 Uhr morgens wurde vom Turm der Stadtkirche der Festtag mit dem Choral:" Lobe den Herren", gespielt von der Feuerwehr­tepelle, eingeleitet.

** Sedanfeuer. Ein weithin leuchtendes Sedan­feur wurde am 1. Sept. abends auf dem Wartberg bei Grünberg abgebrannt. Zahlreiche Zuschauer tatten sich ein­gefunden, um dem Schauspiel zuzusehen. Mit den Jahren sind diese Sedaufeuer, die in der Regel am 2 Sept. ab­gebrannt wurden, immer mehr im Schwinden begriffen. In früh ren Jahren konnte man in manchen Gegenden Deutschlands von einem Punkt aus 20-30 solcher Sedan­feuer beobachten.

** Die Zentralleitung des Verbandes der Süd­westdeutschen Detaillisten Vereine wird am 13. Sept. in Larmstadt eine größere Konferenz abhalten, in welcher eine Anzahl wichtiger Verbandsfragen ihre Er= ledigung finden sollen.

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*

Am 1. Januar 1904 werden alle Handlungs­ehülfen und Lehrlinge mit einem Jahres gehalt bis zu 2000 Mt. frankenversich rungspflichtig. Es empfiehlt sich deshalb für alle Beteiligten, rechtzeitig die bezüglichen Schritte zu thun. Die Arbeitgeber haben die Pflicht der Anmeldung.

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|| Auf der cm Sonntag in Klein- Auheim abgehalte­Sozialdemokratischen Kreis konferenz Offenbach Dieburg" sprach sich der Landtagsabge­ordnete Ulrich bezüglich der Vizepräsidentenfrage im Sinne Bernsteins und Vollmars aus. Wegen seiner Niederlage im Reichstagswahlkampfe befam Herr Ülrich harte Worte zu hören. Er soll nicht geung agitiert haben. Auf der Konferenz waren 35 Ditschaften mit 63 Delegierten vertreten.

** Gießener Volksbad. Im Auguſt wurden verabreicht, 8883 Bäder gegen 12421 im Juli 1903 und 9132 im August 1902, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 312 Bäder gegen 428 im Juli 1903 und 326 im August 1902.

Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 3640 Männer, darunter 922 zu 10 P. 1472 Frauen 326 ,, 10" Wannenbäder: 1. Kl. 222 Männer, 147 Frauen, 2. Al. 692 547 Dampf und Heißluftbäder, sowie Massage zu­sammen 109 Männer, 20 Frauen.

Brausebäder 1732 Männer, 302 Frauen. Die Personewage wurde von 240 Personen benutzt, das Bad von 10 Personen besichtigt.

Wichtige Gerichtsentscheidung. Eine gerade für Gastwirte wichtige Entscheidung fällte das Schöffen gericht Zwickau, indem es einen dortigen Gastwirt mit 10 M. Geldstrafe belegt, weil er geduldet hatte, daß zwei umher­ziehende Artisten in seinem Schanklokale ohne polizeiliche Genehm gung Vorstellungen veranstalteten und danach bei den anwesenden Gästen Geld dafür einkassierten. Die Gast­wirte werden daher qut tun, sich von den Artiſten 2c. stets erst die polizeiliche Erlaubnis vorzeigen zu lassen, bevor sie ihre Zustimmung den Leuten geben.

§ Krofdorf. Ueber die Gehöfte des Heinrich Müller in Azbach und Friedrich Weber in Dutenhofen ist wegen Rotlauffeuche die Sperre verhängt.

Bad Nauheim, 30. Aug. In der abgelaufenen Woche sind 776 Kurgäste angekommen und beträgt die Ge­samtfrequenz bis zum 27. August 1903 21 804 Personen ( 1902: 20 445), wovon am genannten Tage noch 4372 ( 1902: 3927 anwesend waren. Bäder wurden bis zum legten Donnerstag 279 668( 1902: 255 074) abgegeben.

)( Dillenburg, 2 Sept. Das nationalliberale Wahl­fomitee beabsichtigt den bisherigen Abgeordneten Herrn Amtsgerichtsrat Hofmann als Kandidat für die Landtags­wahl wieder aufzustellen.

Frankfurt a. M., 1. Sept. Die 4 Kavallerieregi menter des 18. Armeekorps haben je 12 ihrer besten Pferde für das Gefolge des Kaisers während der Kaisermanöver zur Verfügung zu stellen. Die Pferde wurden gestern in Hanau verladen.

Frankfurt, 1. Sept. An der in auswärtigen Blättern verbreiteten Nachricht, die hiesigen Demokraten be­absichtigen, bei der bevorstehenden Landtagswahl den frei­sinnigen Abgeordneten Fund fallen zu lassen und mit den Sozialdemokraten unter Ueberlassung des einen Abgeordneten­mandates einen Bund zu schließen, ist natürlich kein wahres Wort. Die Demokraten und Freisinnigen haben heute viel­mehr ein gemeinschaftliches Wahlbureau eröffnet und halten an ihren Kandidaten Funck und Deser fest.

+ Wiesbaden, 1. September. Louis Botha trifft nächste Woche zu längerem Kurgebrauche hier ein. Er nimmt in der Villa Prinzessin Louise" Wohnung. In der Vlla wohnt schon seit längerer Zeit Bothas Schwester.

Wiesbaden, 1. Sept. Bei einer hiesigen Familie, wo sich das zweite Kind erst nach mehrjähriger Pause ein­gefunden hatte, fragte ein Polizist im Auftrage des Standes­amtes, ob die Sache ihre Richtigkeit habe.(!) und neben­bei verlangt man noch von der Polizei, daß sie Spizbuben fange!" bemerkt hierzu die Frff. Ztg."

Warum das Nürnberger Turnfeft verregnete. Der Grund, warum es beim Turnfest in Nürnberg ge= regnet hat, ist verbürgten Mitteilungen aus dem Wolkenreich zufolge der:

Als Petrus fürzlich runter sah Zu unserm Turnerfeste

Und all den frohen Menschen da,

Gefiel es ihm auf's beste.

Doch wie er seine Brille dann

Sett' auf die alte Nase,

- Er sieht halt auch nur etwas schlecht-

Rief er: Nein, seht die Blase,

Die schenkt ja taum dreiviertel voll Den Turnern ihre Krüge,

Und läßt sich zahlen doch für's Bier Warhaftig zur Genüge.

Ein schlechtes Maß, das wurmt mich ſtets,

Es ist auch eine Schande-

Und bringt mein Nürnberg in Verruf Im ganzen deutschen Lande.

Soll ich für so ein schlimmes Tun Noch gutes Wetter spenden? Dazu bin ich nicht aufgelegt, Man fann mit's nicht verdenken." Er schaltet schnell die Sonne aus, Stellt ein dafür den Regen So mancher ruft am Feste bald: Hör' auf mit deinem Segen- Allein der Petrus hört nicht auf Und spricht dabei ganz munter: Für jeden Tropf n Mindermaß Schütt' ich Millionen' runter!"

Martt.

Obstmarkt. Der Wochenbericht der Zentralstelle für haltend äußerst lebhaft. Angebote in Kernobſt laufen zahl= Obstverwaltung zu Frankfurt besagt: Das Geschäft ist an­reich ein, namentlich in Zwetschen, von welchen in den letzten Tagen über 30 000 Zentner angeboten würden. Die Ab­schlüsse erstrecken sich fast ausschließlich auf Steinobst. Birnen und Aepfel, namentlich Mostäpfel, sind sehr gefragt und An­gebote hierin der Zentralstelle erwünscht. Die Durch schnittspreise betrugen: Mirabellen 20-25 Mt.( beste Konserv ware b8 30 Mt.), Reineflauden 17-20 mt., Preißelbeeren 12-14 Mt., Pflaumen 8-10 Mt., Frühäpfel 10-15 Mt., Frühbirnen 10-20 Mt., Pfirsiche 30 Mt., Frühzwetschen in Waggons 5 Mt. pro 50 Kilogramm.

Frankfurter Heu- und Strohmarkt vom 1. Sep­3.00-3.50, Stroh per Zentner Mt. 1.80-2 20.

Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin klein: Har bas Botale, ben Gerichts." und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Lppermann Dead and Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilb. Keller), Gießen.

Daß eine Spekulation auf den möglichen Höchst­gewinn der Gothaer Seldlotterie im Betrage von 125 000 Mf. feine zu kühne iſt, ergiebt sich aus der Tatsache, daß sogleich bei der ersten Ausspielung der Darmstädter Schloßfreiheitslotterie der mögliche Höchſt­gewinn von 250000 mf. von einem Spieler wirklich erzielt worden ist. Die Ziehung findet unwieder­ruflich vom 2. September ab statt. Loſe ſchon für 3 Mark bei allen Loseverkaufsstellen.

** Absender als Adressaten. In der ,, Nordd.tember.( Amtliche Notierungen.) Heu per Zentner Mk. Aug Bta." liest man: Einem Betrug ist die Postverwaltung| auf die Spur gekommen. Drucksachen werden bekanntlich nur dann befördert, wenn sie vollständig freigemacht sind, anderenfalls gelangen sie an den Absender zurück, soweit sich dieses durch Aufdruck usw. durchführen läßt, ohne daß der Absender Strafgeld zu zahlen hätte. Es giebt Leute, die slbst auf das Ersparen einer Zweipfennigmarte Gewicht legen, da die Ersparnis bei einer größeren Anzahl solcher Sendungen sich bis zu einem sehr bemerkenswerten Betrage vervielfältigen kann. Und es ist gar nicht so schwer, nach dieser Richtung hin das Poſtgesetz zu umgehen. Man schreibt nämlich ganz einfach seinen eigenen Namen als den des Empfängers auf die Drucksache und den Namen dessen, für den die Sendung bestimmt ist als den des Atsenders auf die Rückseite. Da nun nicht freigemachte Drucksachen nicht befördert werden dürfen, so gehen die Sendungen postwendend" an den ,, Absender" zurück, d. h. sie gelangen frei in die Hände dessen, für den sie bestimmt sind. Dieser schlaue Aniff läßt si o zwar nur im Ortsverkehr anbringen, aber trotzdem wird er von vielen angewandt. Daß dies ein Betrug ist, darüber seht man sich hinweg. Die Postver­waltung ist nun aber doch hinter das Verfahren gekommen un sucht einen Uebeltäter zu fassen, um ein warnendes Beispiel aufstellen zu lassen.

Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt der Pres Kourant des Engros- Versandthauses Gebrüder F& P. Schulhoff in München bei, wel­ches seine Artikel der Weiß-, Woll, Schnitt-, Kurz- und Spielwa enbranche besonders Wederverkäufern empfiehlt.

Städtisches Schlachthaus. Faselochs 40 Pig. Heute und morgen.