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gegen in der mazedonisch- albanischen Angelegenheit be­schwert. In einer Audienz, die der Sultan dem russischen Botschafter Sinowjew gewährte, forderte der Botschafter schleunigste und umfassende Durchführung der Reformen und beklagte sich über die Massenverhaftungen von Bulgaren in Konstantinopel und in den Vilajets. Diese Verhaftungen seien nicht nur unnüß, sondern wirften aufreizend auf die bulgarisch- mazedonische Bevölkerung. Der Sultan wollte das nicht wahr haben, er erklärte, baß er mit dem bisherigen Ergebnis des Vorgehens gegen die aufständischen Albanesen zufrieden sei; ſelbſt die Dibrioten hätten sich unterworfen und die militä­rische Dienstpflicht angenommen. Jedenfalls wird aber die Pforte doch wohl etwas energischer vorgehen müssen, um Rußlands Geduld nicht auf eine Probe zu stellen, der sie nicht gewachsen ist.

Kurze politische Nachrichten.

* Das deutsche Geschwader unter Prinz Heinrich von Preußen hat den spanischen Hafen Vigo wieder verlassen.

* Das am 26. August zwischen Deutschland und den Ver­einigten Staaten abgeschlossene Postpaketabkommen, das Sendungen bis zum Gewichte von 5 Kilogramm zuläßt, ist amerikaniſcherseits gekündigt worden; es tritt Ende Juni außer Kraft.

* Bedeutende Goldfunde sind in Deutsch- Ostafrika ge= macht worden. Sechs Tagemärsche von Muanza entfernt hat man ein reichhaltiges Goldlager entdeckt. Eine große Anzahl von Goldgräbern ist von der Küste nach dem neuen Eldorado aufgebrochen.

* Wie nachträglich bekannt wird, haben in einer der letzten Nächte in Petersburg zahlreiche Verhaftungen und Haussuchungen stattgefunden; man glaubt, den Mördern des Gouverneurs von Ufa, Bogdanowitsch, auf der Spur zu sein.

* Bei der Oase Figuig in Algier ist wieder eine Abteilung französischer Truppen und eine begleitende Proviantio= lonne von den Eingeborenen überrumpelt worden. Viele Franzosen wurden getötet und verwundet. Die Lage im Süden Algiers wird immer bedenklicher.

Aus dem Gerichtsfaal.

8 Eine Warnung für reiselustige Schöffen. Sehr teuer kamen zwei zu Schöffen ausgelosten Herren aug Berlin mehrere Sigungen zu stehen, die durch ihre Schuld nicht ſtattfinden konnten. Bei einem Berliner Amtsgerich tagten zwei Schöffenabteilungen. Bei jeder war ein Schöffe ausgeblieben. Boten wurden nach ihnen ausgeschickt, fehr­ten aber mit der Nachricht zurück, die Herren seien auf Reisen. Nun hieß es, einen Hilfsschöffen beschaffen. Bei der einen Abteilung vermochte sich der Vorsitzende zu hel­fen, er borgte sich den in Ermangelung eines Hilfsschöffen müßig ſizenden Schöffen von der anderen Abt alung. Der komplette Gerichtshof konnte nun in die Verhandlung eintreten. Bei der anderen Abteilung erschien erst gegen 1 Uhr ein Hilfsschöffe. Bis dahin war jede Verhandlung bertagt worden, sobald die Terminsstunde geschlagen geschlagen hatte natürlich auf Kosten des unentschuldigt ausgebliebenen Schöffen. Jede Abteilung verurteilte ihren Säumigen zu hundert Mark Geldstrafe; der eine hat aber noch sämtliche Kosten der durch sein Verschulden ausge­fallenen Termine zu tragen. Hoffentlich erfahren die so hart Betroffenen ihr Unglück erst nach ihrer Rückkehr. Sonst bürfte ihnen ihr Reisevergnügen wohl etwas versalzen sein.

Nab und Fern.

XX Tas Pfingstfest in der kaiserlichen Familie, Die gesamte taiserliche Familie hat in diesem Jahre im Gegensatz zu den früheren Jahren das Pfingſtfeſt ver­eint im Neuen Palais bei Potsdam verlebt, nachdemn kürzlich Prinz Adalbert, von Flensburg, und die Prin zen August Wilhelm und Oskar, von Plön kommend, da selbst eingetroffen sind. Prinz Eitel Friedrich hat, wie ge meldet, seinen Studiengenossen, den jungen Herzog von Koburg- Gɔtha, zum Besuch über das Pfingstfest eingeladen. Am Vormittage des ersten Feiertages wohnte der Kaiser in Begleitung seiner Gemahlin und Kinder dem Mili­tär- Gottesdienste bei. Für den Nachmittag war ein Aus­flug in den Wildpark, der gerade jetzt in seinem schönsten Festgewand prangt, vorgesehen. In der Zwischenzeit empfing der Kaiser Besuche und erledigte die dringend ſten Regierungsangelegenheiten. Am Vormittage des zwei­ten Feiertages wohnte die kaiserliche Familie zunächst dem Feldgottesdienste des Lehr- Infanterie- Bataillons bei, das an diesem Tage altem Herkommen gemäß sein Etis­tungsfest feiert. Nach dem Gottesdienst nahm der Kai­ser die Parade über die Elitetruppe ab und wohnte später in Begleitung seiner Familie und seines Gastes der Festspeisung des Bataillons bei. Durch die bei die­ser Gelegenheit stattfindende Ependung von großen Ber­liner Schrippen, die je vier gewöhnlichen Schrippen gleich kommen, hat das Fest den Volksnamen Schrippen­fest" erhalten. Der Kaiser zeigte sich hierbei wie stets sehr leutselig. Wiederholt kostete er das Essen des ge­wöhnlichen Mannes, ließ sich hier und dort ein Stück­chen Braten reichen, schmeckte am Kompɔtt und probierte den den Leuten zur Festmahlzeit kredenzten Weinpunsch ( ,, Kardinal"). Den betreffenden Leuten wird natürlich sofort reichlicher Erſatz geboten. Die Kaiſerin verweilte längere Zeit bei dem aus Zöglingen des Potsdamschen großen Militär- Waisenhauses gebildeten Garnisonkir­chenchor", der auch während des Festgottesdienstes die Gesänge ausführt. Den Nachmittag des zweiten Feier­tages benutte die kaiserliche Familie zu einer Ausfahrt in die Umgebung Potsdams. Abends begab sich der Kai­ser in Begleitung seiner Gemahlin, des Prinzen Eitel Friedrich und seines Gastes nach Frankfurt a. M., von dort reisen sie am Tienstag Abend nach Wiesbaden weiter. Um diese Zeit kehren der Kronprinz und seine anderen Brüder zu ihren durch das Pfingstfest unterbro­chenen Berufen und Studien zurück.

$ Der Kaiser und die französische Grenzwache Vom jüngsten Kaiserbesuch in Meß wird nachträglich fol gende Episode bekannt. Im Laufe der Truppenübungen am 16. d. M. befand sich der Kaiser mit seinem zahlrei­chen Gefolge einmal unmittelbar an der französischen Lan desgrenze bei Amanweiler. Jenseits dieser war der Po­lizeikommissar von Constans und ein Gendarm postiert. Der Kaiser wandte sich den französischen Beamten zu

und grüßte sie höflichst. Diesen Moment hat der Hof. photograph Jacobi aus Meß in einer wohlgelungenen Gruppenaufnahme festgehalten.

* Tie Hauptversammlung der deutschen Gesellschaft für Volksbäder tagt zur Zeit in Danzig. Ihre gemein­nützigen Bestrebungen auf dem Gebiete des Volksbäder­wesens wurden durch reichliche Beteiligung der Staats­behörden und der Tanztger Stadtvertretung anerkannt. Aus allen Gegenden Deutschlands haben sich hervorra gende Gelehrte in Danzig zusammengefunden und da für, daß ihre Beratungen einem wirklichen Bedürfnis bos pratiischen Lebens dienen, zeugt vor allem der Umstand, daß eine ganze Anzahl von Großinduſtriellen den Eizungen beiwohnt, die nach den dort empfangenen Eindrücken und Lehren Volksbäder für ihre Arbeiter einrichten wollen.

)-( Ein Attentat auf einen Personenzug ist auf der Strecke zwischen Großenhain und Kottbus verübt worden. Durch eine über die Schienen gelegte Schwelle wurde der Zug Nr. 983 teilweise zur Entglei­jung gebracht. Dabei wurde der Hilfsbremser Her­mann Noak aus Potsdam getötet, der Packmeister Nau­mann, der Schaffner Nikusch und der Wagenwärter Küne schwer, drei Reisende und drei Bremser leicht verletzt.

Ueber die näheren Umstände, unter denen sich die Katastrophe ereignete, wird folgendes mitgeteilt. Der Lokɔmɔtivführer hatte die Schwelle im leßten Augen­blick noch bemerkt und versuchte, durch Kontredamps den Zug zum Halten zu bringen, doch gelang es ihin nicht, da die Geschwindigkeit, mit der der Zug fuhr, 70 Kilometer betrug. Doch wurde dadurch wenigstens verhütet, daß der ganze Zug zertrümmert wurde. Es traf dies Schicksal nur den Gepäckwagen und einen Wagen dritter Klasse, die die entgleisende Lokomotive mit sich riß.

XX Panik an Bord eines deutschen Lloyddampfers. In eine gefährliche Situation geriet der große Schnell dampfer der Hamburg- Amerikalinie ,, Fürst Bismarck" beim Einlaufen in den französischen Hafen Cherbourg. Ein Blizz schlug in einen Ponton der Rhede und entzündet der Ankerkette folgend, einige Unterseeminen. Eine ge waltige Wassersäule stieg in die Höhe und überschüttet das Deck des deutschen Dampfers, mehrere Passagiere nie derreißend. Unter den Jahrgästen, deren Zahl fast tau send betrug, entstand eine furchtbare Panik, doch gelang es den Schiffsoffizieren, diese bald mit dem Hinweis daß kein Schaden entstanden sei, wieder zu besänftigen. )( Gegen die ,, Naturmenschen" soll in diesem Sommer sehr scharf vorgegangen werden. Mit Beginn der wär­meren Jahreszeit schießen die ,, Naturmenschen" wie Pilze aus der Erde, um durch Verkauf ihres Konterfeis oder freiwillige Spenden einen sorgenfreien Sommer zu ver­leben. Da von vielen dieser wunderlichen Heiligen hinsicht­lich der Kleidung und des Benehmens gegen die guten Sitten und den Anstand verstoßen wird, in Verbindung mit durch Volksaufläufe hervorgerufenen Störungen der öffentlichen Ordnung soll jezt mit der Manie des Na­turmenschseins ganz energisch aufgeräumt werden.

Zur weihundertjahrfeier der Stadt Petersburg wird weiter mitgeteilt, daß der französische Präsident Lou bet an den Zaren ein Telegramm richtete, in dem er den warmen Empfang rühmt, den ihm die Bevölkerung der Jubiläumsstadt vor einem Jahre bereitet habe, und seine ,, unwandelbare und sehr lebhafte Freundschaft" beteuert. Kaiser Nikolaus antwortete: Ihr Telegramm hat mich lebhaft gerührt. Petersburg bewahrt von Ihrem Ver weilen unter uns eine tief sympathische Erinnerung, und der Besuch des Oberhauptes des befreundeten und verbün beten Staates wird für alle Zeit in seinen geschichtlichen Annalen einen besonders gekennzeichneten Ehrenplatz be­wahren. Indem ich Ihnen von Herzen für Ihre guten Wünsche danke, bitte ich Sie, Herr Präsident, stets an meine Gefühle lebhafter und sympathischer Freundschaft zu glauben.

* Die Bestechlichkeit der amerikanischen Beamter vird durch eine neue große Ekandalaffäre wieder ein­mal in ein grelles Licht gesetzt. Der Postverwalter Ma he in Washington wurde unter der Beschuldigung in haft genommen, von einem Lieferanten ein Geschen oon 20 000 Dollars für die Zuwendung eines Auf­trages zur Anfertigung von Briefkästen angenommen zu haben. Weitere Verhaftungen in dieser Angelegenheit tehen noch bevor. Präsident Roosevelt erklärte, er sei fest entschlossen, die ganze Verwaltung von solchen Gle­menten ohne persönliche Rücksichten zu reinigen.

Martinique von neuen Vulkanausbrüchen bedroht Der Generalrat der französischen Kolonie der Insel Mar tinique hat beschlossen, den ganzen nördlichen Teil de Insel räumen zu lassen, da der Mont Pelée von neuem eine gefährliche vulkanische Tätigkeit entwickelt. Wie er innerlich, war die unglückliche Insel erst vor kurzem dei Schauplatz einer ungeheuren vulkanischen Katastrophe, de die blühende Stadt St. Pierre und viele Tausende vor Menschenleben zum Opfer fielen.

Bunte Chronit. Eine Typhusepidemie ist in der Gar nison Lindau ausgebrochen. Bisher sind neun Erkrankun gen bekannt geworden. Um eine weitere Verbreitung er folgreich bekämpfen zu können, wurde das Sanitätsperso nal verstärkt.

-Durch die Sprengung alter Festungsmauern in Straßburg wurden erhebliche Schäden an Privatgebäu den angerichtet. Auf große Entfernungen hin wurden Häuser beschädigt, Mauern durchschlagen und Woh­nungseinrichtungen demoliert. Im jüdischen Bürger­hospital schlugen Steine durch das Dach hindurch. Un­ter den Einwohnern entstand eine große Panik; doch wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Der im Walde bei Jägersgrün schwer verwundete Forstassessor Hertel ist im Zwickauer Krankenhause ge­storben.

Der dänische Dampfer ,, Ceres" brachte nach Leith vier Mann des deutschen, an der isländischen Küste geſunkenen Fischdampfers ,, Friedrich Albert". Allen vier. Unglücklichen, die furchtbare Leiden durchgemacht hatten, mußten die Beine amputiert werden.

Unter lebhafter Teilnahme des Publikums fand in Paris das Leichenbegängnis des auf der Rennfahrt Paris- Madrid verunglückten Automibilisten Marcel Re­nault statt. Die Berliner und Wiener Automobilvereine widmeten prachtvolle Kränze.

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Giessener Cagesnenigkeiten.

Gießen, 2. Juni 1903.

Der Großherzog hat das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem General major z. D. Bigge; das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone desselben Ordens dem Major Müller, Bataillonskommandeur im Infanterie- Regimeut Nr. 137; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Drdens dem Hauptmann und Kompagniechef Kreuter; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens den Oberleutnants Schroeder und de Nainville, dem Leutnant und Regiments adjutanten Menges, sowie das Silberne Kreuz desselben Ordens dem Vizefeldwebel Gün­ther, letztere fünf im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Hiff.) Nr. 116 verliehen.

** Der Großherzog hat am 18. April dem Schul­lehrer Johannes Hünergarth zu Ehringshausen, Kr. Alsfeld aus Anlaß der am 16. Mai stattfindenden Feier feines 50jährigen Dienstjubiläums, das Silberne Kreuz ber­liehen.

Die Festtage sind so gut wie vorüber, und da mit hat nun auch die festreiche Zeit im Kirchenjahr ihr Ende erreicht. Sechs Tage sollst du arbeiten und am siebenten ausruhen von deinen Werken; dieses Bibelwort wird nun für dieses Jahr wieder bei denen all, die in sicherer Brod. stelle sich befinden und Freude an der Arbeit haben, das Losungswort sein. Freilich auch der blaue Montag" hat hat auf der anderen Seite bei vielen seine Macht noch nicht verloren. Wer sich es leisten kann, mag die ooldene Freiheit nach Begehr genießen; wie viele sind es aber, die blau machen und daheim darben Frau und Kinder. Ist da Friern nicht ein Verbrechen!- Unsere gesch. Leser im Geiste nochmals heute nach den Feiertagen überall hinzuführen, wo während dem Pfingst­fest etwas Ios" war, vermögen wir dieses Mal gar nicht. Sollen wir es kurz bezeichnen, so genügt: es war überall Publikum überall Lust und Freude, überall Sonnenschein, ganz gleich ob daheim im trauten Familienkreis, draußen in Feld und Wald, am Stammtisch oder auf Reisen. Möge das Fest allen das erwünschte Maß an Erholung und Freude gebracht haben.

** Preisausschreiben. Zur Erlangung von Entwürfen für den Neubau eines Justizgebäudes mit Bro­vinzialarresthaus in Mainz wird hiermit ein Wettbewerb unter Architekten, die in Deutschland ansässig sind, ausge­schrieben. Die Entwürfe müssen bis Donnerstag, den 1. Oftober 1903, nachmittags 6 Uhr, bei dem Großh. Hoch­bauamt Mainz postfrei eingeliefert werden Für die besten Lösungen der Aufgabe werden ausgesetzt: ein erster Preis von 5000 Marte ein zweiter Preis von 4000 Mart, zwei dritte Preise von je 2500 Mart. Der Ankauf von weiteren Entwürfen zum Betrage von je 1000 Mark bleibt vorbe halten.

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** Der Bauer'sche Gesangverein Gießen erhielt beim Sängerfest in Homberg v. d. H. mit 191 Punkten den 1. Preis( einen prächtigen Pokal) und 300 Mark. Wir gratulieren.

Der Maschinenbauergesangverein war die Feiertage über auf den Gesangswettstreit nach Fechen­heim a. M. gegangen und hat sich dort den 8. Preis er­rungen. Die Konkurrenz war eine ziemlich starke.

** Leichenländung. Am Samstag, den 30. Mai wurde die Leiche der seit 6 Wochen vermißten Indertal aus Rödgen am Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft unter­halb der Landungsbrücke von dem Vereinsdiener Schwan aufgefunden. Die Leiche war schon sehr verwest und wurde sofort nach dem Leichenhaus gebracht. Schwan erhielt 20 Mart Belohnung.

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Im Mai Gießener Volksbad. wurden 11759 Bäder verabreicht, gegen 7140 im Mai 1903 und 8501 im Mat 1902 oder im Durch schnitt auf den ganzen Badetag 413 Bäder gegen 286 im April 1903 und 315 im Mai 1902.

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Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad: 5381 Männer, darunter 1120 zu 10 Pfg. 297,10, 1355 Frauen Wannenbäder: 1. AI. 364 Männer, 124 Frauen, 2. AI. 989 676 Dampf und Heißluftbäder, sowie Maffage zu sammen 91 Männer, 28 Frauen.

Brausebäder 2367 Männer, 383 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen be nutzt. Das Bad von 13 Personen besichtigt.

** Das Radrennen auf der Rennbahn am 7. Junt verspricht äußerst lebhaft und interessant zu werden. Es haben sich die besten süd- nnd westdeutschen Radfahrer ge­meldet; darunter finden wir Namen wie Drescher und Schwarz­Mainz, Kaminfa Köln, Fischer- Frankfurt, Buckow- Berlinu. a. Bedeutende Motore werden die Führung übernehmen, darunter solche von 14-18 Pferde- Kraft.

Aus Helfen und Nachbargebieten.

+ Ehringshausen, 28. Mat. Ein seltenes Fest wurde gestern in unserem Orte gefeiert, das 50jährige Dienstjubi läum unseres allgemein beliebten Lehrers Herrn Hünergarth. Die Vertreter der Großh. Kreisschulkommission, die Herren Kreisrat Dr. Melior, Kreisschulinspektor Mathes und Dekan Wagner, die fast vollzählige Lehrerschaft des Kreises, mehrere Geistliche, der Gemeinde-, Schul- und Kirchenvorstand, sowie viele Freunde und Verehrer des Jubilarg versammelten sich vormittags um 11 Uhr. Blauer Maienhimmel, liebliches Maiengrün und würziger Fliederduft gaben dem F ste eine wirksame Folie. Schülergesang eröffnete im erst n Schul­saale die offizielle Feier. Herr Kreisrat Dr. Melior über­reichte unter herzlichen Worten dem Jubilare die ihm Aller­höchstenorts verliehene Ordensauszeichnung Herr D.fan Wagner verlas ein schr herzliches Schreiben des Großh. Oberkonsistoriums. Herr Ocispfarrer Heinrichs übergab

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