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Durchgegangen. Gestern Nachmittag rannte bh Pferd eines Gießener Pferdehändlers mit einer Wagen fehure anhängend( lettere hatte sich vom Wagen losgelöst) bite Frankfurterstraße und Seltersweg herunter und gefähr= bete Menschen und Fuhrwerke im höchsten Grade. Ein Prbeiter der das rasende Tier am Seltersweg aufhalten pollte, wurde von demselben zu Boden geschleudert und er­Litt Verlegungen am Kopfe. Erst in der Sonnenstraße Libante das Pferd, als es stürzte, eingefangen und mit er­heblichen Verlegungen dem Eigentümer zugeführt werden. An demselben Nachmittag ging ein beim Ackern am Trieb scheu gewordenes Pferd durch, rannte die Grünberger­ffraßr herunter durch die Moltkestraße nach dem Gr. Stein­me, wo es von einem Soldaten aufgegriffen wurde. In Lesterem Falle wurden weder Personen noch das Pferd folcbft beschädigt.

führen, er ist bis über die Ohren in eine junge Sängerin verliebt und auch die beiden Töchter geben sich redlich Mühe, ihrem würdigen Vater in der Beziehung nichts schuldig zu bleiben Wally hat ein Verhältnis mit ihrem Klavier­lehrer angefangen und Herma führt einen niedlichen Dragoner­leutnant auf's Eis". Da erscheint ein noch ganz respektabler Onkel auf der Bildfläche, der sich a tempo in die reizende Herma verliebt und die in Mailand weilende berühmte Mutter sofort zur Verlobung herzitiert. Inzwischen schmuggelt sich noch durch ein verlorenes Medaillon ein mysteriöser Ungar in das Herz der Sängerin und deren Tante, macht sich durch beispiellose Liebenswürdigkeit den beiden unentbehrlich und schlägt dadurch den alten Baron aus dem Felde. Der verliebt sich zur Abwechselung wieder mal in seine Frau, die ihm aber nach der Rückkehr haarklein auseinandersetzt, warum sie nichts als Freunde" bleiben könnten. Auch der * Jahraus Jahrein ziehen die leidigen 8igeuner- Ungar scheint fein Glück zu haben, die Sängerin will eine Banden in Oberhessen umber, besonders der Vogelsberg, glänzende Zukunft dem Chestande vorziehen, da fährt wie Be Betterau und Rabenau scheint die Söhne der Bußta ein Ungewitter die alte Tante dazwischen und überzeugt die Besonders anzuziehen; es vergeht faft teine Woche ohne daß beiden Berühmten" in einer längeren Rede, die von edme Rarawane die Ortschaften durchzieht, natürlich nicht seichten, hausbackenen Weisheiten geradezu trieft, daß wirk­ne etwas mitgehen zu heißen. Die nichtsnußige Gesell- liches Glück nur in der trauten Häuslichkeit zu finden set. Gaft ist eine wahre Landplage geworden; fie stehlen wie Die berühmte Frau fehrt darauf reuig in die Arme Gestern hatte ein ihres Gatten zurück, die Sängerin nimmt den Ungarn rupp wieder bei Grünberg sein Lager aufgeschlagen und und auch den beiden Töchtern winken die goldenen en Seinike Rimber und Weiber bettelt n in den tuff linger, eine Pforten der The in nicht allzu weiter Ferne. Schade Aubeftand Frau Fuchte fogar ihr stinb zu verlaufen; eine Robbeit und daß fich für die alte Tante feiner mehr fand! Das Für la verschämtheit die dieſem unſtäten Bolt eigen, the pet her für haft ante faint mehr fort weniger

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aben und betteln wie die Wilden.

mit Kindern, wie mit einem Stück Vieh. Jedenfalls würde ke Landbevölkerung aufathmen, wenn sie durch die Regterung won diefer Bigeunerplage ein für allemal befreit würde.

() Weylar, 30. Oft. Für nächsten Sonntag Nachmittag findet hier für die bevorstehende Landtagswahl eine öffent­che Wahlversammlung statt, in welcher Herr Regierungsrat 00. D. Stackmann- Berlin reden wird. Bekanntlich war Herr Stackmann in früheren Jahren hier Landrat. Von Seiten der nationalliberalen Partei wurde unser Kreisdeputierter, Aussicht genommen. Herr Bergwerksdirektor Roth aus Wiesbaden als Kandidat

+ Aus dem Kreise Biedenkopf, 30. Oft. In unserer reisstadt Biedenkopf findet am morgenden Sonntag Nach mittag für das daselbst in Aussicht genommene Kreis- Krieger­hung der Bridentmal die Einsenkung einer Grundlegungsurkunde statt. Regierung

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Stadttheater Gießen.

Die berühmte Frau.

Lustspiel in drei Aufzügen

bon J. v. Schönthan und Gustav Kadelburg. In letzter Zeit ist Franz v. Schönthan eifrig bemüht, ein heruntergekommenes Geschäft durch Verbindung mit Bitera ten langvoller Namen etwas zu heben und manch­mal hat er sogar Glück dabei. Als es ihm z. B. im vorigen Jahre gelungen war, zu seinem Lustsptel Im bunten Rock" Den geistvollen Humoreskenerzähler und intimen Kenner militärischen Lebens, Freiherrn v. Schlicht, der ihm hoffentlich ie wieder die Hand zu einer ähnlichen Missetat bieten wird, u gewinnen, mag er auf seinen Kompagnon mit Recht selbst tolz gewesen sein. In der Berühmten Frau" hat er sich noch mit Kadelburg, Blumenthals bewährtem Komplizen, in die, Verantwortung geteilt. Im Mittelpunkte der so­genannten Handlung des Stückes steht ein mit zwei reizenden Cöchtern und einer berühmten Frau" gesegneter Baron. Diese gute Seele sieht sich nun durch die Abwesenheit seiner Battin gezwungen, einen etwas unsoliden Lebenswandel zu

Krieger- Verein

Vortrag

"

guter Wige übersät, der Erfolg des oberflächlichen Mach­werfes aber wird, wie auch hier, immer ein Verdienst der Darstellung bleiben. Herr Conradi spielte den alten Baron Ditofar Römer- Saarstein ohne Uebertreibung sehr wirkungsvoll, Frl. Hellberg gab die Herma ganz allerliebst, sie war im Spiel wieder von entzückender Lebendigkeit, auch Frl. Großmüller zeigte sich recht sympathisch und Herr Direktor Steingötter lieferte einen in Spiel und Maske gleich vorzüglichen Grafen Bela Palmay. Herr Sandorff hatte seine Aufgabe etwas allzu ernst genommen, auch Frl. Kellermann vermochte das Publikum von der Berechtigung ihrer Berühmtheit nicht zu überzeugen, dagegen gab Frl. Auguste Fischer die liebesselige Tante, die gerne die ganze Welt unter die Haube bringen möchte, ganz ausgezeichnet. Die übrigen Rollen waren angemessen besetzt und es wurde

viel und herzlich gelacht.

H.

Wilh. Giesler, Schlosser, und Anna Katharine Schaub geb. Sippel, beide dahier. Geborene.

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19. Oft. Minna Marie Frieda, T. d. Geschäftsführers Herm. Will.- 22. Oft. Katharine Elisabethe Erna, T. d. Autschers Phil. Geisler.- 23. Oft. Frieda Henriette, T. d. Friseurs Karl Muhl.- 24. Oft. Dem Zahnarzt Ed. Jäger eine Tochter. 6. Oft. Karl August Hans, S. d. Schriftseters Rich. Emil Hugo Weber.- 27. Oft. Dem Bäcker Gust. Joh. Henn eine Tochter. Luise, T. d. Feilenhauers Frizz Otto Alfred Liersch. Gestorbene.

Ottilie Berta

24. Oft. Hermann Theodor Dörr, 4 M. alt, S. d. Schlossers Th. Dörr.- 25. Okt. Milchhändler Wilhelm Paul Forbach, 31 J. alt. 24. Dkt. Katharine Reichwein 26. Oft. Elisabeth Marie Johanna geb. Dadt, 55 J. alt. Schrödel, 26 Tage alt, T. d. Hoteliers Herm. Schrödel. 27. Oft. Gärtner Heinrich Wellhausen, 46 J. alt.

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Marktberichte.

Gießen, 31. Oftbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bfb. 1.00-1.15 Mt., Hühnereier 2 Stück 14-18 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käſe per St. 5-8 Pfg.. Käſematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.80, Hahnen, per Stüd Mr. Stüd 1.70-2.20, Gänse p.

58. 6.70-1.50 Center per stb. 17-70, Stindfleisch

Helſch gejalgen per ben er afbeth berg 707

per Pfg. Schweinefleisch Pfd. 66-76 Pfg. Schweine­Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 5.50 r., Rwiebeln per 3t. m. 4.50-5.00, Aepfel per Centner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt

nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Um­herziehen feilgeboten werden.

Verantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein; für das Lotale, den Gerichts." und Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann,

Wo die Wirtschaftskasse nur erlaubt, einen billigeren Bohnenkaffee zu kaufen, hat es die Hausfrau in der Hand, dieses Getränk durch einen Busak von Kathreiners Malzkaffee wesentlich zu verbessern. Kathreiners Malzkaffee giebt nämlich, ab­gesehen von seinen anderen guten und gesundheits­fördernden Eigenschaften, dem schwächsten Bohnen­

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. faffee einen angenehmen, vollen Geschmack, den

Aufgebotene.

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Am 24. Oft. Wilh. Lotz. Vizefeldwebel dahier und Anna Schuchard dahier. 26. Heinrich Johann Genné, Kutscher dahier und Elisabethe Zirkel dahier. Joh. Ludw. Jat. Hengst, Kaufmann und Emma Friederike Noll, beide dahier. Friedr. Wilh. Heinrich, Kassierer dahier, und Lina Rupp zu Hainchen Karl Friedr. Emil Hauß, Kaufmann dahier, und Anna Marte Louise Kurz zu Braun­fels. 28. Konrad Maltomesius, Bremser, und Louise Fay, beide dahier. 29. Heinr. Arnold, Eisenbahn- Bureau­gehilfe, und Helene Elisabethe Katharine Giar, betde dahter. Johs. Erdmannn, Privatmann, und Marie Plock, beide dahier.

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Eheschließungen.

Am 24. Okt. August Otto Bertram, Schneider, und Marie Dehler, beide dahier. Wilhelm Wirt, Mezzer, und Barbara Eichmann, beide dahier. Peter, Rosenbecker, Taglöhner, und Wilhelmine Luise Hütter, beide dahier.

Giessen.

des Richard Feldhaus aus Basel über das Thema:

Der Krieg der Zukunft

Mittwoch, den 4. November, abends Uhr im Neuen Saalbau ( früher Steins Garten).

Der Vortrag wird durch Vorführung zahlreicher Lichtbilder erleutert. Die Vereinsmitglieder nebst ihren Familien sowie die Mitglieder aller hiesigen, zur Kriegerkameradschaft Hassia gehörigen Vereine und ihre Familien werden hier­durch kameradschaftlichst eingeladen.

Gasthaus

Gießen.

Der Vorstand.

Zum Löwen".

Reizend

man bald nicht mehr entbehren mag. Man geht dann ganz von selbst zu immer größeren Quantitäten Matzkaffee über, bis man schließlich die Entdeckung macht, daß Kathreiners Malzkaffee selbst, ohne jede Beimischung von Bohnenkaffee, allein und rein ge­nossen, das vortrefflichste und wohlbekömmlichste Frühstücks- und Vesper- Getränk ist.

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