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Gießen, 1. September 1903.
** Der Großherzog hat dem Finanzminister Dr. Feodor Gnauth die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Kaiser verliehenen Kronen- Ordens erster Klasse erteilt.
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st 30jähriges Dienstjubiläum. Am 1. Sept. 1901 wurde der Großherzogl. Steuerkommissariats- Gehilfe Herm. Höpfner von Gießen, woselbst er volle 28 Jahre in gleicher Eigenschaft gewirkt hatte, nach Alsfeld verseßt. Dort feiert der Genannte am 1. Sept. sein 30jähr. Dienstjubiläum. Während der kurzen Zeit seiner Wirksam feit in Alsfeld hat sich der tüchtige Beamte nicht minder die höchste Zufriedenheit seiner Vorgesezten zu erwerben gewußt, wie ihm dies zuvor bei den verschiedenen Chefs in Gießen gelungen ist, die während der vielen Jahre seiner Dienstzeit an der Spiße des Gießener Steuerkommissariats gestanden haben. Der Jubilar, der bei allen Gießener mit benen er dienstlich wie außerdienstlich zu verkehren Gelegenheit hatte, sich der größten Beliebtheit erfreute und das Andenken eines pflichteifrigen und liebenswürdigen Beamten, eines lanteren und ehrenwerten Charakters, eines treuen und aufrichtigen Freundes, eines gemütlichen und angenehmen Gesellschafters hinterlassen hat, erinnert sich gewiß an seinem Ehrentage in ganz besonderer Weise seiner alten langjährigen und liebgewonnenen Heimat, seiner zahlreichen Freunde und Bekannten und die auch gewiß ihrerseits gelegentlich dieses festlichen Anlasses in noch herzlicherer Weise als sonst des geschiedenen Freundes gedenken.
A Wie uns mitgeteilt wird, sind die Angehörigen des 118ten Infanterie- Regiments doch sehr um ihren guten Ruf besorgt. Bekanntlich war in den ersten Tagen bei den Kriegern die Freude über unsere schöne Stadt eine etwas zu lebhafte. Das scheint nicht ganz ohne Rüge von Seiten der Herrn Vorgesetzten geblieben zu sein, denn als sich zwei Burückgebliebene" der 116er dieser Tage in der Moltkestraße etwas laut unterhielten trat einer der„ Gelben" auf fie zu und meinte entrüstet: M a cht e mal so fan Krach, sonst heißt's widder, die 118 er wärn's gewese——!
** Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Die Eröffnung der Ausstellung auf dem Trieb findet Donnerstag, den 10. September mittags 12 Uhr statt und hat Se. Königliche Hoheit der Großherzog sein Erscheinen hierzu in Aussicht gestellt. Es steht zu erwarten, daß die Ausstellung bis zum Eröffnungstermine in allen Teilen fertig gestellt sein wird; schon jetzt ist der größte Teil der Gebäude, besonders die Ställe fix und fertig. Die Einbringung der Tiere findet Mittwoch den 9. und Donnerstag den 10. September in den ersten Morgenstunden statt. Wie wir ferner hören, wird von der Eisenbahndirektion Gießen für das aus dem nördlichen Teile der Provinz kommende Vieh Mittwoch den 9. September ein Viehextrazug eingelegt werden. Ebenso soll in Aussicht stehen, daß die morgens 8 Uhr und mittags 12 Uhr in Gießen aus Fulda eintreffenden Züge am Uebergang des Licher Wegs zum Aussteigen halten.
* Der Einladung des Gesangvereins Liederkranz Gießen folgend, waren Sonntag die Mitglieder des Gesangvereins Liederkranz in Biedenkopf hier in Gießen erschienen. Nach einem Frühschoppen in der Stadt begaben sie sich nach dem Windhof, wo das Mittagessen stattfand. Der Nachmittag wurde durch recht anerkennenswerte Gesangsvorträge beider Vereine ausgefüllt. Recht ungern trennten sich am Abend die Sangesbrüder in der Hoffnung auf baldiges Wiedersehen, aber auch nicht ohne den Wunsch zu hegen, recht bald ein gleich schönes Lokal wie der Windhof in Biedenkopf zu besitzen.
Für unsere Abonnenten in Preußen! Die Erneuerungslose sowie die Freilose zur 3. Klasse der 209. Kgl. preuß. Klassenlotterie sind unter Vorlegung der bezüglichen Lose aus der 2. Klasse bis zum 4. Sept. d. I. bei Verlust des Anrechts einzulösen. Die Ziehung der 3. Klasse dieser Lotterie wird am 8. Sept. d. I. ihren Anfang nehmen.
** Die diesjährige ordentliche Synode des Grünberger Detanats tagte am 26. August in Ehringshausen. Die Verhandlungen fanden im ersten Schulsaal statt. Es wurden zunächst auf Empfehlung des Defanatsausschusses sämtliche Wahlen zur Dekanatssynode bestätigt, sodann die Jahresberichte des Defanatsausschusses und Erziehungsvereins erstattet. Der Kirchenbesuch in den Gemeinden des Dekanats ist im Jahre 1902 gegen das Vorjahr um 0,5 Proz.( von 24,2 auf 23,7) gefallen, der Abendmahlsbesuch um 1,08 Proz.( von 103,9 auf 105,7) gestiegen. Die Gaben christlicher Liebe sind, allerdings infolge einmaliger besonderer Schenkungen, namentlich in Nieder- Gemünden, wesentlich, von 39,5 auf 58,2 Pfg. pro Kopf der Bevölkerung gestiegen. Bei den Wahlen zum Defanatsausschuß wurden wiedergewählt: Pfarrer Dörr in Ober Ofleiden zum Defanstellvertreter, sowie Bürgermeister Schmidt von Queckborn und Pfarrer Frank von Merlau als weitere Mitglieder; als 5. Mitglied wurde an Stelle von Rentner Jung zu Grünberg, weicher von vornherein ablehnte, Bürgermeister 8 immer in Grünberg gewählt, als Ersagmitglieder Pfarrer Scriba zu Wetterfeld und Bürgermeister Stein zu Kesselbach. Den Hauptgegenstand der Tagung bildete das vorzügliche Referat des Pfarrers Georgi von Ermenrod über Defanats= frankenpflege. Schon lange hat sich an vielen Orten ein dringendes Bedürfnis nach Pflegekräften bei Krankheiten gezeigt; dem soll nun von seiten des Dekanats abgeholfen werden, indem beschlossen wurde, auf Kosten der Dekanatstasse zunächst 2-3 junge Mädchen als Dekanats- Krankenpflegerinnen ausbilden zu lassen. Es handelt sich diesmal nicht, wie gewöhnlich, um die Aufbringung des nötigen Geldes, sondern um die Bereitwilligkeit der nötigen Mädchen im Alter von etwa 20-30 Jahren.
tt Die Dreschmaschine der Grünberger Dresch genossenschaft ist seit Freitag in Tätigkeit. Es zeigt sich aber jetzt bei der wechselnden Witterung, wie gut es gewesen wäre, eine Halle zu bauen, in deren Schutz die Frucht
vom Felde hätte untergebracht werden können. Auch das Dreschen in der Stadt würde dann aufhören.
†† Kreuzotter. Am Grünberger Dickelsberg fahen wir gestern eine Ringelnatter( Kreuzotter), die sich behaglich an den Sonnenstrahlen erwärmte; da es nicht möglich war, die Otter zu töten, dürfte Vorsicht am Plaze sein. Die Kreuzotter ist zwar giftig, sie greift aber nur den an, der sie neckt, oder zufällig auf das Reptil tritt.
†† Die Apfelernte in der Gemarfung Grünberg fann zum großen Teil als eine gute bezeichnet werden. Nur sind gerade die guten Sorten leider vielfach am Baume faul.
+ Samstag und Sonntag abend stand alierten vor und nach zehn Uhr ,, grüne Jungen" in den Straßen Grünbergs. Die Polizei würde gut tun, da mal eine gehörige Portion ungebrannte Asche an die halbwüchsigen Burschen zu verabreichen.
** Der Verein der Oberhessen, ist nunmehr ins Leben getreten. Bei der am 15. v. Mts. in der Brauerei Schul( Schloßgasse) in Darmstadt tagenden Hauptversammlung wurden die von einer Kommission zusammengestellten Satzungen mit einiger Abänderung genehmigt und der Vorstand gewählt. Es sind bereits über 100 Landsleute beigetreten.
** Die Frankfurter Maurer sind in den Ausstand getreten; ein großer Teil von ihnen hat bereits die Arbeit niedergelegt.
* In Herborn wurde am Sonntag das Kaiser Wilhelm- Denkmal eingeweiht. Erz. General von Linde quist wohnte der Feier bei.
** In Hachenburg fiel das 4jährige Söhnchen einer Arbeiterfamilie in eine Abortgrube und kam darin um.
** Vom 1. Sept mber ab treten für Post frachtstücke aus Deutschland nach Italien auf dem Wege durch die Schweiz neue Tarifbestimmungen in Kraft. Nähere Auskunft erteilen die Bostanstalten.
** Besizwechsel. Für den Preis von 16 000 Mt. ging das früher Ebel'sche Besitztum des Herrn Nachtigall in Gießen an Herrn J. Barnaß über.
* Eine blutige Jagdgeschichte. Eine geachtete, weit bekannte und verbreitete Familie ist in den heutigen Morgenstunden von einem schweren Unglück heimgesucht worden. Das Haupt der Familie, welches im Allgemeinen sehr zurückgezogen lebt, ist ein Botaniker, dem bei Spaziersängen in der Umgegend unsere Leser öfters begegnet sein mögen. Er trug ein außerordentlich bescheidenes und zurückha tendes Wesen zur Schau, wch Begegnungen gern und ängstlich aus und hinter dem bescheidenen, graubraunen Gewand, das der Botaniker trug, hätte Niemand einen hervorragenden Kenner der Flora Oberhessens, insb sondere des Kreises Gießen vermutet. Man gloube aber ja n cht, daß dieser Sonderling trop finer Gelehrsamkeit und seiner Shrullen für die Gesellschaft ungenießbar gewesen wäre. Im Gegenteil, wir kennen viele der besten Häuser, wo man ihn immer sehr gern bei Tafel sah. Auch für port interessi te er sich s hr lebhaft und ganz besonders war der Rennsport seine Spezialität, in der er schier Großartiges leistete. Sein Leben war ein außerordentlich regelmäßiges und nüchternes, um omehr, als er zu den hervorragenden Vertretern und Anhängern der vegetarisch n Lebens veise gehörte. Seine botanischen Studien mögen ihn dazu gebracht haben, die Pflanzenkost für die zuträglichste und beste anzus hen. Er war verheiratet und lebte in den glück ichsten Familienverhältnissen; zwei Kinder und eine Gattin beklagen jetzt seinen Tod. Auf hinterlistige Weise ist der harmlose Privatge lehrte heute früh das Opfer eines grauenhaften Mordanschlags geworden. Nähere Angaben fehlen noch. Soviel aber steht fest: als heute in früher Morgenstunde unser Botaniker ausging, wahrscheinlich um für seine Studien Pflanzen zu suchen, wurde er ganz in der Nähe seiner Wohnung durch einen Schuß in den Kopf getötet. Seine Familie ist in Verzweiflung. Der Täter soll mit einer Jagdjoppe, Jagdgamaschen und grauem Hut befleidet und mit einem Jagdgewehr sog. Zwilling bewaffnet ge= wesen sein. Genaue Kenner des Verstorbenen wissen noch nachträglich Folgendes über sein Leben zu melden, wofür wir ihnen allerdings alle Verantwortlichkeit überlassen müssen. Der so plötzlich durch den Schuß Getötete erfreut sich keineswegs des besten Leumunds. Ec ist, wie festgestellt, bei einer Menge von Feld- und Gartendiebstählen beteiligt gewesen und hat einen sehr liederlichen Lebenswandel geführt u. a. im Laufe der letzten Jahre in verschiedenen wilden Ehen ge= lebt. Nachschrift. Soeben geht uns noch folgende Meldung zu: Der Erschossene hieß Hase und stammt aus der weitverzweigten Familie derer v. Lamp?. Der Täter ist ermittelt, mußte aber auf freiem Fuße belassen werden, da er sich mit einem Jagdscheine ausweisen fonnte und seine Tat mit der seit heute eröffneten Hasenjagd entschuldigte.
*** Launsbach, 31. Aug. Die Berlin- Meßer Bahn muß sich doch glänzend rentiren, sonst fönnten ihre Angestellten nicht Arrangements treffen, wie dies hier geschehen! Also: Ncht weit von der Haltestelle befindet sich eine Gastwirtschaft, deren B.ſizer auf seinem Grundstück einen Weg herſtellen ließ, der direkt zur Bahn, beziehungsweise bis kurz davor führt. Dazwischen befindet sich nämlich ein schmaler Streifen Land, der vollſtändig brach liegt und der Verwalt ung noch nie einen Pfennig eingebracht, sie aber auch noch nichts gekostet hat. Das sollte aber anders werden! Seitdem das Publikum dieses einzige Stückchen überschreiten muß, um auf den besagten Weg zu gelangen, iſt der Bahnmeister zu der Ueberzeugung gekommen, daß der F Ben Erde nur einen Daseinszweck hat und verlangte von dem Eigentümer der Wirtschaft eine„ Ueberschreitungsgebühr" von Mt. 5. pro Jahr. Das Ansinnen wurde natürlich abgelehnt mit dem Hinweis, daß der Weg doch eine Bequemlichfeit für die Reisenden darstelle, die in dem Gasthaus ihre Bedürfnisse befriedigen 2c.- immerhin wolle er Mt. 1.dafür wofür wußte der Wirt selbst nicht recht bezahlen. Damit war aber der Bahnmeister nicht einverstanden es scheint fast, als hätte er der ausgebliebenen Einnahme wenigstens eine definitive Ausgabe gegenüber stellen
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wollen er zitierte kurzer Hand zirka acht Bahnarbeiter zur Stelle, die einen Tag dazu benutten, um das ist das drollige der Affaire um einen Drahtzaun aufzu= stellen und dadurch den Zugang zu dem Wege zu versperren. So teuer kommt es die Bahn, wenn es sich jemand einfallen läßt, den Reisenden eine Bequemlichkeit zu bieten. Das Publikum besucht nun wieder auf einem Umwege die Wirtschaft, vor dem neuen, bequemen Wege aber spannt sich stolz der Drahtzaun und die Launsbacher erzählen es jedem, der es hören will, daß sich ein Rechenfünstler damit ein durchsichtiges Denkmal gesetzt hat. Wir sind gespannt wie die Sache endet man hat sich nämlich bereits mit einer Beschwerde an die Eisenbahndirektion gewandt.
-r Marburg, 1. Sept. Das geheimnisvolle Verschwinden eines Kindes im Alter von zwei Jahren in Dreihausen im Ebsdorfer Grund beginnt die Gemüter zu erregen. Das Kind befand sich in Frankfurt in Pflege. Sein Stifvater reiste nun zu Ostern nach dort und holte es nach Dreihausen. Kurz vor Pfingsten aber reiste er mit ihm ab, angeblich um es wieder nach Frankfurt in Pflege zu bringen. Seit dieser Beit fehlt das Kind. Der Stifvater behauptet, er habe es in Frankfurt auf dem Bahnhofe einen Augenblick in Obhut einer fremden Dame gegeben, die mit dem Kinde nach Hannover davongefahren sei. Die Staatsanwaltschaft hat sich des Falles bemächtigt und eine Untersuchung eingeleitet.
Markt.
Gießen, 1. September. Auf dem heutigen Wochenmartt tosteten Butter per Bfd. 1.00-1.20 Mt., Hühnereter 2 Stüd 12-14 Pfg., Enteneier St. 8 Pfg., Käse per St. 5-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen ver Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Vfg., Tauben per Baar Mr. 0.70-0.90, Hühner per Stüd Mt. 1.20-1 70. Hahnen, per Stüd Mt. C.70-1.10, Enten per Stüd 1.80-2.00, Gänse p. Pfb 54-60 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Vfg., Rindfleisch per Pfd. 60-66 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 66-76 Pfa. Schweinefleisch gesalzen per Pfund 0.80 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 68-74 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln per 100 kilo 6.00-7.00 m., Zwiebeln per 3t. Mt. 6.50-7.00, Kirschen per Pfund 00-00 Pfg. Milch per Liter 18 Pfg.
Frankfurt a. M., 31. Auguft. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterau er mt. 16.30-16.40, furhessischer Mt. 16.30-16.65, norddeuts b. Mr. 16.40 b 16.50, Ransas Mt. 17.50-17.80, Roggen, hiesiger Mt. 13.45 bis 13.55, russischer Mr. 14.20-14.50. Amerikaner f. 14.40 bis 14.60, Gerste, hiesige Mt. 15.50 bis 15.75, Pfälzer, Mt. 16.10 bis 16 30, fränkische Mt. 16.50, Riedgerſte Mt. 15.80 bis 16 30, ungarische Mt. 17.20-17.90. Hafer, hiesiger Mt. 14.20-15.10, furbi8 heſſiſcher Mr. 14.10-15.00, Württemberger Mt.
bayerischer Mk. 14.20-15.10, russischer Mk. 14.20-15.10, Mais Mired Mt. 12.75-13.00, La Plata Mt. 12.40-12.60, wetker Mais Mt. 13.10-13.30, russischer Mk.-- Alles pro 100 Ki'o ab hier.
Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 485 Ochsen, 53 Bullen, 752 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 209 Kälber, 163 Schafe und Hämmel, 1291 Schweine. Aus Desterreich 176 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes is zu 6 Jahren Mt. 70-72, b) junge fleischige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemästete Mt. 67 bis 69, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mt. 64-66, d) gering genährte jeden Alters Mt. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mt. 62-64, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mt. 59-61, c) gering genährte Mt.-, ühe und Färsen( Stiere und Rinder): a) vollfleischige. ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 66--68, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mt. 64-65, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsn( Stiere und Rinder) Mt. 53–55, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mt. 50-52, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr.
Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 82-84 Pfg.( Lebendgewicht) 50-52 Pfg., b) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtge= wicht) 70-80 fg,( Lebendgewicht) 46-48 Pfg., c) geringe Saugfälber 61-64 Pfg. d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel 70-73 Pfg., b) ältere Masthämmel 66-69 Pfa., c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Märzschafe) Bfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1/4 Jahren ( Schlachtgewicht) 61-62 Pfg.,( Lebendgewicht) 48 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 60 Pfg,( Lebendgewicht) 47 Pfg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 52-57 Pfg., Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Hertunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt.
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen E8 tönnen eingestellt werden: 9 Pferdefnechte, 4 landwirtschaftliche Arbeiter, 2 landwirtsch. Mägde, 5 Erdarbeiter, 1 Kunstschlosser, 2 Bauschlosser, mehrere Schlosser, Schmiede und Taglöhner auf Montage nach ausw., 1 Tapezierer, 7 Schreiner, 1 Drechsler, 1 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Schneider, 1 Friseur, 4 Glaser, 1 Weißbinder, 1 Heizer, 7 Hausburschen, 1 Restaur.- Köchin ( ausw.), 1 Köchin, 21 Dienstmädchen gegen hohen Lohn für hier und auswärts, 1 besseres Kindermädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 1 jüngeres Laufmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Blätterin nach ausw.
Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Schmied.
Es suchen Arbeit:
3 Pferdefnechte, 1 Arbeiter,( leichte Arbeit), 1 Gartenarbeiterin, 2 Kutscher, 1 Zementmüller, 1 Installateur, 3 Spengler, 1 Schmied, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Maschinenschlosser, 3 Buchbinder, 1 Backer oder Lagerarbeiter, 3 Schreiner, 1 Glaser, 1 Weißbinder, 2 Schreibgehilfen, 1 Schneider, 2 Dienstmädchen, 1 Stüße der Hausfrau, 2 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 4 Waschfrauen, 1 Büglerin, 3 Weißzeugnäherinnen, 2 Flickerinnen.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil Albin Klein; für bas Lokale, ben„ Gerichts." und„ Deffentlichen Sprechsaa":& r. Oppermane Dad und Berlag der Gießener Verlagsbruderei( vorm. Wilh. Keller), Gießen.
Der Gesamtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Weidhass'schen Kurmethode bei, auf welchen wir noch besonders aufmerksam machen. Selbe basiert im Grunde nur auf einem Faktor, der leider im Leben so wenig zu Worte kommt, der Vernunft. Diejenigen, die es angeht, sollten nicht versäumen, sich mit dem urinstitut Spiro- Speco( Paul Weidhaas) NiederLößniz b. Dresden in Verbindung zu setzen.


