Ausgabe 
1.8.1903 Erstes Blatt
 
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bereit zu sein und auf den von violetten Baldachinen über­ragten Sesseln Platz zu nehmen. Nur der Thronsessel Dreglias hat einen grünen Baldachin als Zeichen der Würde des Camerlengos. Diese Baldachine sind später von großer Bedeutung. Im Augenblick der Wahl des neuen Papstes fallen durch einen besonderen Mechanismus alle Baldachine zurück, und nur der über dem Sessel des Erwählten bleibt als Symbol der auf ihn allein nunmehr übergegangenen höchsten Gewalt aufrecht stehen.

Auf dem Petersplatz ist vorläufig noch wenig Leben. Außer dem von der italienischen Regierung beorderten einen Bataillon Infanterie und einer Schwadron Kavallerie, die die Ordnung aufrecht erhalten sollen, ist auf dem weiten Platz und in den Säulengängen kaum jemand zu sehen. Morgen allerdings wird sich das Bild ändern. Da werden die Römer in dichten Massen hinausschauen, ob aus dem bekannten Schornstein der Rauch der Stimmzettel aufsteigt. Während des Konklave ist übrigens in der ganzen Stadt die Garnison dienstbereit. Warum, ist bei der Ruhe, die überall herrscht und geherrscht hat, ziemlich unerfindlich.

Lebhaft besprochen wird in römischen Zeitungen eine, allerdings unverbürgte Nachricht, nach der in einer der letzten Versammlungen den Kardinälen eine Verfügung Leos XIII. für das bevorstehende Konklave bekannt gegeben sei, die bereits im Jahre 1882 verfaßt wäre. In ihr beklage der Papst die Lage des heiligen Stuhls und ermahne die Kardi­näle, dessen Rechte zu wahren und sich nicht von persönlichen Gefühlen, sondern nur von Rücksichten auf das Wohl der Kirche bei der Papstwahl leiten zu lassen. Die Blätter fügen noch hinzu, daß den Kardinälen über den Inhalt des Schrift­stücks das strengste Schweigen auferlegt sei. Selbst wenn diese Anordnungen des verstorbenen Papstes auch eriſtieren, so sagen sie nichts Neues. Ob die Meldung der Blätter auf Wahrheit beruht, wird sich später aus dem Geschichtswerke über das Leben und Wirken Leos XIII. ergeben, dessen zu sammenstellung dieser selbst dem Grafen Soderini vor sechs Jahren übertragen hat. Dieses Wert wird über vieles, was jetzt noch dunkel ist, Licht verbreiten.

Nab und Fern.

Ein Matrosenbiwak wurde von der Besatzung der aus der 3oppoter Reede ankernden vier Kriegsschiffe Baden", Württemberg"," Beowulf" und" Hildebrand" veranstaltet. Bei einbrechender Dunkelheit zogen die Blaujacken, die Musik boran, durch die Stadt nach dem Schmierauer Tal, wo ein Lager errichtet und abgekocht wurde.

Die Bestie im Menschen. Eine unglaubliche Roheit beging in dem fränkischen Dorfe Prey ein betrunkener Bor­zellanarbeiter namens Reckziegel. Er warf einen neun­jährigen Knaben, mit dem er in Streit geraten und der vor ihm auf einen Wirtshaushof geflüchtet war, wo gerade ein frisch geschlachtetes Schwein gebrüht wurde, in den Bottich mit kochendem Wasser und drückte ihn nieder. The Leute hinzueilen konnten, war das arme Kind vollkommen ver= brüht. Das Fleisch hing ihm vielfach in Fetzen herunter, und die Haare gingen ihm büschelweise aus. Nach kurzer Zeit wurde der Knabe durch den Tod von seinen unsäglichen Qualen erlöst. Der Wüterich wurde festgenommen.

A Hinrichtung eines Raubmörders. In Budapeſt wurde der Raubmörder Matthias Korman hingerichtet, der im borigen Jahr die Frau eines jüdischen Geschäftsmannes er­mordete und beraubte. Seit elf Jahren ist dies die einzige Hinrichtung in Budapest.

- Die Negerin Maggie Walker ist zur Direktorin der St. Lukes Penny Savings Bank in Richmond( Virginien), die am 1. September d. I. mit 75 000 Dollars Depositen eröffnet wird, gewählt worden.

Sikung der Stadtverordneten.

Gießen, 30. Juli 1903.

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dies ließe sich mit einfachen Mitteln erreichen. Ebenso halte er die Entfernung der Teppiche und eine Verbreiterung der Gänge für am Blaze und die strenge Durchführung eines Verbotes, die Gänge mit Stühlen oder sonst wie zu benußen, wie dies früher geschehen set. Zu bestreiten set auch die Zuständigkeit des Polizeiamtmannes zu der von ihm angeordneten Maßregel, da dabei Fragen der Baupolizei und Feuerpolizei in Frage kommen, deren Träger der Bürger­meister set. Die Versammlung beauftragt einstimmig den Bürgermeister, Schritte zu tun, damit der erlassene Bolzeibefehl aufa e- hoben, oder doch wesentlich gemildert werde. Stadtv. Jann bringt die vielen Feldfrevel, welche in letzter Zeit vorgekommen, zur Sprache, er wisse nit, passen die Schüßen zu wenig auf, oder seien deren Reviere zu groß. Der Oberbürgermeister hofft Abhilfe durch die neue Drga­nisation, welche jetzt durchgeführt wird.- Stadtv. Krumm bittet einem Antrage des Arbeiter Turnvereins wegen zeitweiliger Ueberlassung einer städtischen Turnhalle an zwei Tagen in der Woche zu genehmigen. Der Ober­bürgermeister sagt Prüfung des Antrages zu, darüber zu entscheiden hat die Versammlung. Stadtv. Heichel­heim beschwert sich über den penetanten Geruch des Schoor­grabens an der Südanlage. Stadtv. Birr führt Be­schwerde über den Tonnena fuhrwagen der einen aräklichen Geruch verbreitet. Der Oberbürgermeister verspricht in beiden Punkten tunlichst Abhilfe zu schaffen. Stavt. Loeber und Haubach bringen Klagen vor, über den Stadt­bach, in den zu wenig Wasser zugelassen werde, und derselbe in diesem Jahre viel mehr als früher rieche. Der Ober­bürgermeister sagt zu, nachdem auch Krumm und Hanau dafür eintreten, alles zu tun, um einigermaßen erträgliche Zustände zu schaffen. Stadtv. Schmall erklärt, er schließe sich dem, was der Kollege Kirch betreffs des rigo­rofen Vorgehens der Polizei in der Theaterfrage ausgeführt, vollständig an, aber dies gelte für alle Behörden. Auch die Bürgermeisterei set in der Friedhofs Einweihung zu weit gegangen und es sei ganz und gar unrichtig, wenn die Mitteldeutsche Sonntagszeitung" anfübre: man sei in der Bürgerschaft von dem anmaßenden Pfaffentum aufgeheßt. Im Interesse des tonfessionellen Friedens hätte der Ober­bürgermeister nicht zu weit gehen sollen in dem was er ge­tan. Der Oberbürgermeister verweist darauf, daß sich der Kirchenvorstand ja in der Sache beim Ministerium beschwert habe und es set daher unangebracht, zur Zeit in eine De­batte über diese Frage einzutreten. Damit ist der öffent­liche Teil der Sigung erschöpft.

Versammlung, nachdem ihn der Oberbürgermeister wegen| desselben Antrags bereits abgewiesen, ihm von den 500 Mt. betragenden Kosten des Anschlusses an das städtische Elet­trizitätswerk einen Teil zurück zu vergüten. Er ist der An­sicht, daß er dadurch diesen Anschluß zu teuer erreicht hat, weil er denselben vom Seltersweg hier unter seinem Vorder­haus hindurch in sein Lagerhaus habe leiten lassen, weil man das Kabel nicht rechtzeitig durch die Kaplansgasse ge­legt hat, von wo aus ihm der Anschluß billiger möglich ge­wesen wäre. Die Deputation schlägt die Ablehnung des Gesuches vor, welche der Oberbürgermeistes aus sachlichen, rechtlichen und prinzipiellen Gründen rechtfertigt. Die Stadtv. Brück, Loeber und Schmall treten dafür ein, dem Geiße aus Billigkeitsgründen entgegen zu kommen. Wenn ein Beamter einen Fehler gemacht, so solle man die Bürger nicht darunter leiden lassen. Oberbürgermeister Mecum erklärt, er müsse die Beamten des Werkes in Schutz nehmen, dagegen, wenn ihnen Vorwürfe gemacht werden, die sie nicht verdienen. Würde man ohne Sicher­heit einer späteren Abnahme für die Kaplansgasse weitsichtig verfahren sein, so hätte dies bei anderen Straßen auch ge­schehen müssen. Die Versammlung beschließt darauf die Ablehnung des Gs uches Geße. Für die Erneuerung einer schadhaften Wandim Bourgois'schen Hause am Burggraben werden vom Hochbauamt 370 Mark verlangt. Es wird be­schlossen, den Betrag gut zu heiß n, wenn nach einer er­folgten Besichtiguna die Ausgabe für notwendig erkannt wird. Mit der Erledigung der Vergebung von Eisenzeug für die Kanalisation, welche durch Submission ausgeschrieben war, entweder an die Mindestfordernden bei Lieferung gleich guter Qualität, wie die Konkurrenten es bei wenig höheren Preis anbieten, oder sonst an diese, erklären sich die Stadt­verordneten einverstanden. Stadtv. Leib weist darauf hin, daß die eisernen Deckel zu unserer Kanalisation an­scheinend fehlerhaft konstruiert seien. Er will beobachtet haben, daß die Pferde mit den Eisen, wenn sie auf die Deckel treten, daran hängen bleiben und könne ohne Zweifel daraus ein großer Nachteil für die Stadt entstehen. Es scheine ihm, als wenn die Löcher in den Deckeln zu groß seien. Der Oberbürgermeister bemerkt, die Deff­nungen an den Deckeln seien genau so groß wie überall, er werde aber in der Angelegenheit mit dem Leiter unseres Tiefbauamtes sprechen und erwägen, was da zu machen sei. Die Hermann Winter Witwe bittet um Uebernahme der Erhaltung und Pflege thres Erbbegräbnisses. Dem Antrag soll entsprochen werden, wenn die Stadt da­gegen ein Kapital von 2100 Mark ausgesezt wird. Die Besuche um S'chanterlaubnis werden wie folgt er­ledigt: 1. Fr. Schäfer Ehefrau für Neustadt 1( frühere Stehbierhalle mit Damenbedienung). Bedürfnis verneint. Heinrich Bellof III. Witwe für Weserstraße 8, Bedürfnis verneint. Tonis Bellof, Neuenbäue 10, Spezereihandlung, Branntweinverkauf über die Straße, Bedürfnis bejaht. Hrch. Carlé, Neuenweg 28( Löwen) Bedürfnis bejaht. Carl Peppler, Grünbergerstraße 22( Neuer Schüßenhof) Ausdehnung der Wirtschaft auf den Vorgarten, Bedürfnis bejaht. Ludwig Stiel, Krofdorferstraße. Ausdehnung der Wirtschaft auf Garten und Gartenhalle, Bedürfnis bejaht.

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Lokales.

Gießen, 1. August 1903.

* Der Großherzog hat dem Schußmann Balthasar Müller in Gießen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für treue Arbeit" verliehen.

** Landesuniversität. Die venia legendi bei der philosophischen Fakultät für das Fach der Physik wurde dem Assistenten am physikalischen Institut Dr. W. Schmidt­Gießen erteilt.

Stadtverordneter Kirch bittet, ehe die Versammlung in die Ferien geht, auf eine Angelegenheit eingehen zu dürfen, welche für unsere Universitätsstadt von großer Be­deutung sein kann. Er bedaure, daß in der legten bom Theaterverein, Konzertverein und Saal­bauverein einberufenen Versammlung der Oberbürgermeister und auch keiner der Bei­geordneten zugegen gewesen ist. In jener Ver­sammlung sei auch der durch den Polizeiamtmann Hechler erlassene Polizeibefehl wegen der zu treffenden Einrichtungen im Theatersaal für die kommende Spielzeit zur Sprache ge­tommen, bekanntlich sei gegen denselben Einspruch erhoben und habe der Krets- Ausschuß in der Sache zu befinden. Herr Hechler, der in jener Versammlung anwesend gewesen, habe eine sehr siegesgewisse Sprache geführt, und es liegt gewiß die Frage nahe, was werden würde, wenn die Ent­scheidung des Kreisausschusses im Sinne des Polizeiamt­mannes ausfallen würde, woran der letztere überhaupt zu sein scheine. Wir würden dann einen Theater- Direktor en­gagiert haben, und kein Lokal haben, worin gespielt werden könnte, denn weder der Besizer noch der Bächter des Café Leib würde sich darauf einlassen u. a. durch Aufstellung fefter Klappsige fein Lokal für Bälle und sonstige Festlichkeiten unbenußbar zu machen, man würde lieber auf das Theater Klappsige sein Lokal für Bälle und sonstige Festlichkeiten verzichten. Er gestehe zu, daß die Einrichtungen zum Schuße dieser Zustand schon Jahre lang so gewesen, könne man doch des Publikums im Theater mangelhaft seien, aber, nachdem nicht verlangen, daß hier plößlich in solcher Weise Wandel dieser Zustand schon Jahre lang so gewesen, fönne man doch geschaffen werde, es könne Niemand billigen, wenn die Polizei in der Weise wie geschehen, in der Sache verfahre und da­Opfer an Arbeit, Mühe und Geld auf dem Gebiete des mit zerstöre, was man mühsam in langen Jahren mit einem Theaters für unsere Stadt geschaffen. Es sei gewiß jeder in der Versammlung mit ihm einig, wenn in dieser für unser Theaterleben so fritischen Lage, die Stadtverordneten­Versammlung in der Frage Stellung nimmt um zu verhüten, daß in Gießen für Jahre hinaus, das Theater unmöglich gemacht wird. Oberbürgermeister Mecum bemerkt zu langt, viel zu weit gehe. Allerdings wolle er zugestehen, dem erlassenen Polizeibefehl, daß dieser in dem was er ver­daß sowie es feither gewesen im Interesse der Sicherheit des Theater besuchenden Publikums es nicht weiter gehen daß so wie es seither gewesen im Interesse der Sicherheit fönne. Mit dieser Ansicht des Polizeiamtmannes war er Frage vorzugehen, um im Theater für den kommenden einig, und war man übereingekommen, gemeinsam in der Winter gesicherte Verhältnisse zu schaffen. Herr Hechler, der Klappstühlen etwas, was die sehr strengen Vorschriften von aber allein gehandelt hat, verlange mit den feststehenden 1888 für Preußen nicht einmal verlangen. Er war der Ansicht, daß Vorkehrungen getroffen werden sollten, daß in Stuhlreihen der einzelne Stuhl nicht gerückt werden könnte,

Es folgt dann die Vorlage wegen Anbringung einer Laterne hinter der Johannesfirche. Es hat eine Prüfung der Sach­lage an Ort und Stelle stattgefunden. Wie erinnerlich, hat die evang. Kirchengemeinde die Beleuchtung des Plazes ge= wünscht, damit derselbe, auf dem angeblich in der Dunkelheit gegen die guten Sitten verstoßen wird, besser überwacht wer­den tann. Die Gas- und Wasserwerks- Deputation hat sich zwar für die Herstellung der Laterne auf städtische Kosten aber nur unter der Bedingung ausgesprochen, wenn die Kirchengemeinde die Unterhaltung derselben mit pro Jahr 60-70 Mart zu übernehmen bereit sei. Ein Teil der Stadt­verordneten hat die Ansicht ausgesprochen, daß auch die Kosten der Beleuchtung auf allgemeine Roften zu geschehen habe. Nach kurzer Beratung wird gemäß des Vorschlages des Stadtv. Dr. Gaffky, der der Ansicht ist, die ganze Sache sei der vielen Worte nicht wert, beschlossen, die Beleuchtung auf Asten der Stadt vorzunehmen. Der Kaufmännische Vere'n schuldet der Stadt noch den Straßenkostenbeitrag für das 1.3t. von Klingspor erworbene Gelände und ebenso war ihm aufgegeben, bis zu einem gewissen Zeitpunkt dieses Ge­lände statt des Bauzaunes( Stackett) mit einer festen Mauer zu umgeben. Auf Antrag des Vereins wird demselben der Straßentoftenbeitrag in der Art gestundet, daß er denselben mit 4% verzinst und mit jährlich 100 Mark an die Stadt abträgt. J. L. Spieß schuldet der Stadt den Straßen­fostenbeitrag für den Mittelweg. Derselbe hat sich bereit erklärt, den Betrag in zwei Raten zu tilgen und ist die Bersammlung damit einverstanden, wenn das Kapital von einem bestimmten Zeitpunkt an mit 4 Proz. verzinst wird. Stadtv. Huhn wünscht, daß der Oberbürgermeister veranlaßt, damit ein Verzeichnis aller derjenigen Straßen aufgestellt wird, wo Straßenfostenbeiträge verlangt werden und auch deren Höhe pro laufende Meter, damit das bauende Bublikum weiß, woran es ist. Der Oberbürgermeister be­merkt, daß er vor 2 Monaten dem Tiefbauamt Anweisung gegeben, für die fertigen Straßen in der von Huhn ge­wünschten Weise eine Busammenstellung zu machen. Biegenzucht Verein Gießen werden die städtischen Dem Marttanlagen( Viehmarkt plaß) am 8. August zum Zwecke der. Beranstaltung einer Ziegenschau überlassen. schiedenen Abgaben aus den städtischen Waldungen, die aus Die ver­freier Hand geschehen und zwar in 1902/03 im Betrage von ca. 550 Mart werden von der Versammlung gut ge­heißen. Der Kaufmann Ad. Geiße beantragt bei der

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Eisenbahnfomitees Groß- Felda und Umgegend Der zweiten Rammer ist eine Vorstellung des zugegangen, die in der Bitte gipfelt, die Kammer wolle die( in der Vorstellung näher dargelegten)" Gesichtspunkte einer wohlwollenden Prüfung unterziehen, hiernach in ihren Entschließungen, auf Grund des der roßh. Regierung vorgelegten Projekts, der Linie Ehringshausen­Groß Felda- Ulrichstein- Rixfeld den Vorzug geben, bezw. den Ausbau der Teilstrecke Ehringshausen­Groß- Felda genehmigen und der Ausführung dieser Linie durch den Staat ihre Zustimmung nicht versagen.

A Theater und Saalbau zu Gießen. Gestern abend vereinigten sich im Café Ebel die Mitglieder der provisorischen Ausschüsse mit den inzwischen tooptierten Herren, um den Vorsitzenden des Gesammt- Komitees zu wählen und die beiden Arbeitsausschüsse definitiv zu bilden. Zum Vorsitzenden wählte man den bisherigen Leiter der Verhandlungen, Herrn Kommerzienrat Heichelheim, zu seinem Stellvertreter Herrn Kommerzienrat Georgi. Die beiden Arbeitsausschüsse werden folgendermaßen zusammengesett: Finanzausschuß: Die Herren Balzer, Bücking, Biermann, Challier, Emmelius, Gail, Grünewald, Haubach, Heichelheim, Heyligenstaedt, Klingspor, Mez, Pirr, Rudolph, Spamer. Bauausschuß: Die Herren Becker, Bichler, Dörr, Fromme, Gafffy, Georgi, Kirch, Helm, Horst, Loß, Mecum, Betri III, Spengel, Schaffstädt, Winn. werden am Montag, den 3. August, Uhr, im Stadt­verordnetensaal zusammenkommen, um die zunächst zu er­ledigenden Arbeiten zu besprechen und auf ihre Mitglieder zu verteilen. Bis Ende September dürften diese Arbeiten dann soweit erledigt sein, daß die beiden Ausschüsse dem Gesammtkomitee Vorlage machen können.

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** Der diesjährige( 12) Fortbildungsfursus. für Organisten und Kantoren des Großherzogtums Hessen soll unter der Leitung des Kirchenmusifmeisters, Herrn Professors Arnold Mendelssohn, in der Zeit vom 21. September bis 12. Oftober in Darmstadt abgehalten werden.

** Gestern feierte die Gießener Studentenverbindung Wingolf ihr 51jähriges Stiftungsfest.

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* Gewerkschaft Gießener Braunstein­bergwerke vorm. Fernie. Der Bericht des Werkes für den Monat Juni d. I. weist eine Ausbeute von Mark 120 041,45 mit einem Reingewinn von Mt. 40 329,60 für diesen Monat auf.

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