neuigkeiten.
** Die hohen Fleischpreise in der Düsseldorfer Stadtberordnetenversammlung. Nachdem eine ausführliche
daß die Poftanweisung des angeblichen Bruders des Frl. v. Hofmann ebenfals von der Angeklagten gedes 13jährigen Töchterchens der Witwe Tille, Charlotte Am 7. und 9. Mai d. J. war bereits in der Sache
* Höchst a. M., 28. Oftbr. Im Mittelbau des Bolongar'schen Anwesens stürzte gestern Nacht ein vergeländer auf den Hausflur, daß der Schädel zerschmettert wurde.
at das Ehrenzeichen fü Denkschrift diese Angelegenheit eingehend beleuchtet, fälscht sei, während das rosa Briefchen von der Hand heirateter Mann so unglücklich über das TreppenSerstadt Georg Leonhar auf diese Denkschrift und bemerkt noch: Es ist fest- Tille herrühre. vehren dem Mitglied referierte Herr Beigeordneter Ottermann unter Hinweis
gestellt, daß der Fleischkonsum trotz der Zunahme der
Der
** Hanan, 28. Oftbr. Der Güterexpedient Louis Nickel, der sich dieser Tage die Gurgel durchschnitt,
tt Nr. 71, ausgegebe Bevölkerung nicht gestiegen ist, sondern einen scharfen| Tille vor der Straffammer verhandelt worden. Fanntmachung, die An Rückgang aufweist. Am schärfsten kommt der Rückgang damals als Zeuge vernommene Gärtnercibcfiger Rings ist an der Verlegung gestorben. n Samstag, den 1. Einverständnis mit der Schlachthof- und der Finanz- eines Betrages von noch nicht 10 Mf. vor Jahren die om 21. Oftober 1909 beim Konsum des Schweinefleisches zum Ausdruck. Im mann von Bad- Nauheim hatte bekundet, daß er wegen im Sigungssaal de Kommission wird Ihnen folgender Beschluß unter: Frau Dr. Tille erst durch Zahlungsbefehl und als att. Es wird über 1 dem Herrn Reichskanzler um die Gestattung der Ein- spruch genommen habe. Im Verhandlungstermin hat öffentliche Pro breitet:„ Stadtverordneten- Versammlung beschließt, bei darauf Einspruch erhoben, dann durch Klage in AnSeldgemartung& olla fuhr lebender Schweine unmittelbar in den städtischen die Witwe Tille damals eine quittierte Rechnung vor
Litterarisches.
" Der Deutsche Schulschiff- Verein" betitelt sich eine neue Broschüre, welche Dr. Ludwig Stettenheim im Auftrage des geschäftsführenden Ausschusses des Vereins
nd 3. Klage des Orte vorstellig zu werden."- Nach Ansicht der Schlacht habe fallen lassen, weil er der Geringfügigkeit wegen ondorf; 2. Bürger Schlachthof zum Zwecke der alsbaldigen Abschlachtung gelegt, worauf, wie der Zeuge erklärt, er die Klage herausgegeben hat. Wer sich für die modernen Be den Ortsarmenberban hof- Kommission würde für unsere Stadt die Einfuhr in Anbetracht der Quittung einen ungewiffen Ausgang
1.
von 300 Schweinen wöchentlich genügen, doch wollen
des Prozesses gegenüber lieber seinen Anspruch habe
Con Leonhardi zu Groß wir diese Zahl nicht in den Beschluß einsetzen, sondern fallen lassen wollen, obgleich er damals schon gewußt är Scherf aus Gieße nähere Darlegungen in der Petition machen. Herr habe, daß der Quittungsvermerk auf jener Rechnung in das Hotel Trap Stadtverorordneter Dr. Hüsgen: Wir können der Vor- gefälscht war. Inzwischen ist nun auch wegen dieses berhessischen Mitgliede lage nur zustimmen. Die Fleischpreise, namentlich die Falles von der Anklagebehörde die Anklage erhoben is der Gesellschaf Preise des Schweinefleisches, welches von der ärmeren nach einem Vortro Bevölkerung hauptsächlich fonsumiert wird, sind ganz
worden.
Die Angeklagte, welche vom Rechtsanwalt Leun
n Oberhessen end Fremdenbesuches während der Ausstellung der Konsum klärt, sie sei unschuldig. 3ch begrüße es mit Freuden, daß die Verwaltung sich dieses Gegenstandes bemächtigt hat und einen Weg vor ichlägt, ver für uns gangbar ist. Hoffen wir, daß es gelingen wird, auf diese Weise der hohen Fleischnot
rr von Leonhardi,
ratung angenommen loffer in Gieße herf, zum Eha
rd in Gießen,
Der Beschlußentwurf gelangt ein
nn in Friedbero stimmig zur Annahme.( Vergl. das Gegenstück im 2.
tten, Pfarrer Dir
und dem Vorstand da
Blatt.)
Aus dem Gerichtssaal.
Landgericht.
bernommen.
verteidigt wurde, ut auf Wahrheit. Gben so sei der Brief des Fräulein v. Hofmann echt. Auch der Abschnitt der Postanweisung sei nicht von ihrer Hand. In der Versammlung wurden 28 3eugen, 3 Schreib: sachverständige, darunter Schulrat Dr. Grain, Ebenso wurde als medizinischer Sachverständiger Medizinalrat Dr. Haberkorn gehört. zu den Akten ist inzwischen ein Brief gelangt, der unterzeichnet ist Schwester Johanna und der in München zur Post gegeben wurde. Aus dem Inhalt geht hervor, daß angeblich Frl. v. H. in München frank gewesen sei und daß der nach Amerika ausgewanderte Bruder dieser Dame der angebliche Thäter der Urkundenfälschung zu Nachteil des Gruner inzwischen in Amerika verstorben ist. Rechtsanwalt Leun stellt den Antrag, die Schwester Johanna in München zu ermitteln und zum Zwecke der Zeugenladung der Schwester Johanna die in Verhandlung zu vertagen. Der Gerichtshof beschließt die Verhandlung weiter zu führen und am Schluffe die Verhandlung weiter zu führen und am Schlusse über den Antrag des Verteidigers sich schlüssig zu machen. Es folgt jetzt die Zeugenvernehmung, aus welcher hervorgeht, daß die Angeklagte nach Ausfage der Schreibsachverständigen- die Fälschungen ge
Gießen, 29. Oktober.
Gewinnung von Mit werden. Auch sollen räge gehalten werden gemacht werden, daß Frhr. v. Berlepfd In 9 stündiger ununterbrochener Verhandlung been einen Vortrag schäftigte sich gestern unsere Straffammer mit einer te Herren Dr. Ful causa celébres, der ungemeines Aufschen in Bad- Nauheim, der Wohnungsfrog 1rkundenfälschung und Betrugsversuchs in 2 Fällen beauftragt, die hier sowie der einfachen Urkundenfälschung war die Witwe dürfnisse und die des praktischen Arztes Dr. Tille, welche seit 6 Jahren rge zu studiereu und in Bad Nauheim eine Villa besitzt und sich vom Verr Vorlage zu machen mieten von Wohnungen an Kurgäste ernährt. Eine werden in nächster Z Firma Gruner in Nauheim hatte an die Angeklagte ie gleiche Farbe wie die eine Forderung von 96 Mark und verlangte Zahlung. ende Aufschrift:" Gültig Frau Tille erklärte, sie habe bezahlt, sei im Besitz der teigs an dem durch die Quittung, die sie aber verlegt habe. Nach Monaten Die zwischen 11 und händigte die Frau eine am 1. Juli 1901 ausgestellte, Bahnsteigfarte berechtig mit einer vom 20. Juli datierten Quittung versehene ffen des Bahnsteiges Grunersche Rechnung aus, die in einem Briefumschlag hervorragender Päd steckte, der den Poststempel 28. Juli trug. Die Firma, ulwesens hat fürzliwelche die Unterschrift als gefälscht erkannte, machte elchem er gegen d Anzeige bei der Polizei und nun kam der Stein ins traße seine warner Rollen. Frau Dr. Tille erklärte zuerst, eine ihrer an der Zeit, ein Stützen habe von ihr den Betrag erhalten, um die Kinder der Gegenwo Rechnung zu begleichen. Später machte die Angeklagte n Diejenigen, welche die Mitteilung, daß ein junger Mann, dessen Namen allem anvertraut sie nicht nennen wolle, die Bezahlung übertragen erSinfender, welcher i halten habe, dieser habe inzwischen reumütig ihr gegenelen Häusern Gingan über die Quittungsfälschung zugestanden und 30 Mark is: Ursache der Be zurückgezahlt. Später nannte sie den Namen des jungen Die heutige Erzichun Mannes, der sich als der große Unbekannte erwies, ja nd die Hauptpersoner sie übergab dem Untersuchungsrichter den Abschnitt einer ch, sie selbst nehme Postanweisung, worin eben jener junge Mann, angeblich , wenn fie auch noc ein Monteur v. Hoffmann von Altona, weitere 20 Mt. Inder Erfahrung nic der beruntreuten Summe zurückgesendet habe und der gar bewunder worauf jener v. H. weiter seine That bereut und erit, fagen fich selb flärt habe, er gehe nach Amerika und werde von dort den Rest senden. ind die der ältere Die Angeklagte, gegen welche inzwischen gesfragen werden ein Ermittelungsverfahren wegen der begangenen UrTagesfragen oft red fundenfälschung eingeleitet war, erklärte weiter, dieser b. Hofmann sei der Bruder eines Frl. v. H., einer einen sehr entwickelte Phantafie erregt, b Freundin, der Tochter eines verstorbenen preußischen Ste hören Erzählunge Offiziers, den sie durch ihren verstorbenen Mann kennen und wie gern höre gelernt haben wollte. Frau Tille gab im weiteren Verlaufe des Verfahrens einen rosa Brief zu den Akten, e wieder, was sie g datiert aus London, mit einer Nachschrift aus Paris, guten Reime werde welchen Poststempel auch der Umschlag dieses Briefes iger Art liegen bot trägt. nehmen die Kinder , durch welche günst ußt würde, fenden Mädchen do im Hause oder b oft bis tief in d Auf der Straße gehe Unterhaltungsgabe, i ird von den Erwachsene auß angeklopft werde bringt oft garftige Tör geprägt werden, Achtu dem, was Weltere h und soll auch die Ed
in Ge
Die Schreiberin dieses Billets, die sich Helene v. Hofmann nennt, bedauert in demselben u. a. unendlich die Ungelegenheiten, die ihr Bruder der Frau Dr. Tille durch seinen Leichtsinn bereitet hat und teilt weiter mit, daß sie im Sommer nach der Riviera gehen würde. Die Adresse, den Geburtsort dieser Helene v. Hofmann, will die Angeklagte nicht angeben fönnen, sie will ihre Briefe stets postlagernd München für die Freundin von Hofmann gesendet haben. Die Anklage behauptet, daß der Quittungsvermerk auf der
than haben soll.
-
Schluß der Zeugenvernehmung den Antrag der VerDer Verteidiger Rechtsanwalt Leun stellt am tagung, er wünscht die Ermittelung der Schwester Johanna in München und deren Ladung als Zeugin, Johanna in München und deren Ladung als Zeugin, geladen werden, dieser wird befunden, daß er die Spur einer weiter soll der Direktor des Instituts Jus- Berlin als 8 uge Helene von Hofmann gefunden hat und daß er hofft, diese Person zu ermitteln, weiter aber wünscht der Verteidiger, Anstalt untersucht und beobachtet wird. Der Gerichtshof daß die Angeklagte auf ihren Geisteszustand in einer Frren lehnt sämtliche Anträge ab. Der Vertreter der Staatsbehörde, Gerichtsassessor Dr. Heßel, plaidiert auf schuldig. Rechtsanwalt Leun auf Freisprechung. Der Gerichtshof erfannte auf 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft, beschloß aber die Verurteilte sofort in Haft zu nehmen.
Aus Hessen und nachbargebieten.
** Ehringshausen. Auf der Grenzscheide von Ehringshausen, Bechlingen und Werdorf steht eine Buche, durch welche in der Höhe von zirka 3 Metern ein vom unteren Stamm ausgehender armdicker Ast gewachsen ist. Gewiß eine Seltenheit!
** Frankfurt a. M., 28. Oftbr. Auf dem Winterfartoffelmarkt am Fahrthor war heute so viel wie nichts angefahren. Die Landwirte warten auf höhere Preise.
** Darmstadt, 28. Oftober. Die großbritanische Gesandtschaft dahier, über deren bevorstehende Auflösung wir vor einiger Zeit berichteten, soll nun doch be= stehen bleiben.
Mainz. Finanzrat Amend, iangjähriger Obersekretär der Bürgermeisterei, später Vorsteher des Gewerbe- und des Ortsgerichts, ist gestern Vormittag unerwartet verstorben. Amend studierte von 1862 bis 1865 in Gießen die Cameral- und Finanzwissenschaft. ** Mainz. Der Staatssekretär des Reichs= post amts Se. Excellenz Herr v. Krätke besuchte gestern unsere Stadt in Begleitung mehrere Oberposträte. Er besichtigte eingehend die verschiedenen hiesigen großen Pozämter. Vielleicht dürfte dieser Besuch in engsten Zusammenhang mit der Neucinrichtung eines
rfte Violine spielen, lie Grunerschen Rechnung gefälscht sei von Frau Dr. Tille, Hauptpostamts stehen.
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einen tüchtigen Ersag von Schiffsjungen, Matrosen und Offizieren zu schaffen, interessiert, wird in diesem instructiven Büchlein reiche Anregung und Belehrung finden. Es geht davon aus, über Schulschiffe der Handelsmarine in anderen Ländern, in Schweden, Dänemark und England zu berichten, erzählt sodann von der Gründung des Vereins und giebt eine eingehende Beschreibung des Schul
schiffes„ Großherzogin Elisabeth". Es folgt jobann schiffes, mit Angaben über Einstellung und Aufnahmebedingungen, Ausbildung und Erziehung usw. Eingehend werden die Reisen, welche das Schulschiff im ersten Jahre seines Bestehens gemacht hat, beschrieben. G3 werden dann Mitteilungen über die Erfolge des ersten Jahres gemacht, und in einem Anhang noch der Ka dettenschulschiffe des Norddeutschen Lloyd gedacht. Das bei Meiſenbach, Niffarth& Co. in Berlin- Schöneberg gedruckte, sehr elegant ausgestattete und mit einer Fülle von Illustrationen versehene Büchlein wird dazu dienen, die Bestrebungen und Ziele des Schulschiff Vereins weiteren Kreisen bekannt zu machen und damit diese gute Sache zu fördern. Die Lektüre dieser Broschüre ( Verlag: G. A. v. Halem, Bremen) fann wärmstens empfohlen werden; der Preis beträgt nur 1 Mark.
Viehmarkt.
Frankfurt, 27. Oktober. Der heutige Viehmatft war mit 412 Ochsen, 42 Bullen, 774 Kühn, Rindern und Stieren. 243 Kälbern, 526 Hämmeln, 1135 Schweinen be ahren. Die Preife stellten sich wie folgt: Obsen 1 Qual. Mr. 70-71, 2. Qual. Mr. 65-67, Bulen 1. Qual. Mt. 62-64, 2. Qual Mr. 58-60, übe, Rinder und Stiere 1. Qual. Mr. 64-66, 2 Qual. Mr. 61-63. Alles per 50 Kilo Schlachtgewicht. Kälber 1. Qual. 80-62 Pfa. 2. Qual. 75-77 Pig, Hammel 1 Qual. 63-65, 2. Qual. 59-61 gut, Markt geräumt. Aus Desterreich standen 154 Ochsen und a Schweine 1 Qual. 69-00 Bfg., 2 Qual. 67-00 Pfa. Aues
per/ Kilo Schlachtgewicht. Geschäft in Hornvieh und Kleinvieh 1 Bulle zum Verkauf.
Friedberg Der Herbst- Pferde und Fohlenmarkt verg. Woche war sehr stark befahren und von vielen Händlern und Käufern besucht, so daß der Geschäftsgang sehr rege war. Es wurden viele Käufe abgeschlossen, hauptsächlich in Fohlen und Arbeitspferden. Bayern verkauft. Bei der Prämiierung von ZuchtBereits am Montag wurden drei Waggon Pferde nach stuten und Fohlen wurden 28 Preise verteilt, von denen 12 auf Stuten und 16 auf 3jährige bezw. 2jährige Fohlen fielen. Den ersten Preis für reinrassige Pferdezucht erhielt Dekonom Koch von Hof Hasselbeck bei Badden zweiten Dekonom Brückmann von Nauheim, Nonnenhof bei Ilbenstadt.
Wehlar, 25. Oft. Auf dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Butter 1.10 mt., Eier 2 Stüd 18 Pfg.
Warum soll jede Hausfrau Kathreiner's Malzkaffee kaufen?
Weil es nicht möglich ist, mit anderen von den vielen angebotencu Kaffee Zusäßen einen wirklich gut schmeckenden und dabei wohl bekömmlichen Kaffee zu bereiten Allein Kathreiner's Malzkassee erfüllt diese Ausgabe vollkommen! Für die Erwachsenen als Zusatz genommen und den Kindern rein" gegeben, leistet er in beiden Fäll n jeder Hausfrau unschäßbare Dienste.
Druck und Verlag der Gießener Verlagsdru drei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
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