Ausgabe 
25.8.1902 Erstes Blatt
 
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Stellung von Anträgen zu unterstüßen. In der Regel sollen sie bei jeder Handel, Industrie und Verkehrswesen betreffenden Angelegenheit gehört werden.

** Das Gesetz über die Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte im Großherzogtum Hessen ist er­schienen, doch hängt das Inkrafttreten noch von dem Erlaß einer besonderen Verordnung ab. Als Wohn­ungen für Minderbemittelte gelten im Sinne des Gesetzes solche Häuser, bei welchen Wohnungen mit nicht mehr als 3 Zimmern nebst Küche und Zubehör als Regel vorgesehen sind. Darlehen werden an Ge­meinden bis zum vollen Betrag der Kosten für den Erwerb des Baugeländes, sowie für die Bauausführung gewährt; unbemittelte Gemeinden können Darlehen zu einem geringeren Zinsfuße als dem üblichen erhalten, vorausgesetzt, daß diese Gemeinden das Darlehen in den ersten 10 Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes aufnehmen. Werden von der Empfängerin eines Dar­lehens die Vereinbarungen nicht eingehalten, so kann die Gemeinde das Darlehen ohne Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen.

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Zur Feier des Ludwigstages sieht man viele Flaggen aushängen. Einige Großbetriebe haben heute Nachmittag mit der Arbeit ausgelegt

** Die Reservisten sind heute Morgen zu einer mehr­wöchentlichen Uebung hier engetroffen.

** Darmstadt, 23. Aug. Vor einiger Zeit ist in der Nähe der Ludwigsbuche an einem 13jährigen Mädchen ein Sittlichkeitsvergehen verübt worden. Der hiesigen Polizei ist es nun gelungen, den Thäter in der Person eines 18jährigen Schlosserlehrlings von hier zu ermitteln und gestern nachmittag festzunehmen. ** Darmstadt, 25. Aug. Die Knabenarbeitsanstalt feiert heute ihr 75 jähriges Bestehen.

Günstige Aussichten für die Aepfelweintrinker.| Schloßfreiheitslotterie. Es sind kleine Leute, die den Nach Erkundigungen gestalten sich die Aussichten für Gewinn gut brauchen können. die Einkelterung des neuen Aepfelweins durchaus nicht so ungünstig, wie man es zur Zeit der Blüte annahm, im Allgemeinen haben wir eine Mittelernte auch in unserer näheren Umgebung zu erwarten, womit eine Hauptbedingung für die gute Eigenschaft des Getränkes erfüllt ist. Die Preise stellen sich das Malter 2 bis 3 Mark billiger als im vorigen Jahr, der Produzent verdient dabei ohne Aufschlag, die Trinker haben feinen Aufschlag zu erwarten beide Teile können also be= ruhigt in die Zukunft des nächsten Jahres blicken.

a. Bei der Kanalisation in Löbers Hof( Neustadt) fommen 3 bis 6 Meter lange eichene Balten 40 bis 70 Centimeter dick, teilweise zugespigt, die senkrecht 3 bis 4 Meter in der Erde stecken, zum Vorschein und setzen der Arbeit große Schwierigkeiten entgegen. Wie man hört, sollen diese Kolosse von Balken von den früheren Festungswerken Gießens herrühren.

o. Die Kirchweihen in dem benachbarten Großen­Linden und Lollar waren außerordentlich stark besucht. Die Züge, welche hier 5 Uhr 5 Min. abgehen, hatten ca. 20 Minuten Verspätung, weil der Andrang an dem Billet­schalter dermaßen start. war, daß sogar der Vorsteher mit­half das Publikum mit Karten zu versehen.

Das Bier des Bürgeri. Brauhauses in München erhielt auf der Gastwirts gewerblichen Aus­stellung in Hamburg die höchste zur Verteilung gelangte Auszeichnung. Die goldene Medaille.

Aus Hessen und nachbargebieten. Die Kirmiß brachte gestern und heute viel Auswärtige. Munteres Leben herrschte in allen Straßen, insbesondere im Festzelt des Deutschen Hofes". Die Musit war gut bescßt und agitierte fleißig, trog zeitweisen Mißtones, zum fröhlichen Tanze. Allseits wurde die rapide Zunahme Großen Lindens bewundert. Die Bahnhofstraße wied in einigen Jahren bis zum Bahnhof ausgebaut sein. So ist auch die Bauthätigkeit in der Molttes und Alte- Straße eine sehr lebhafte. In der Hauptstraße ist der Neubau des Meggermeisters Pirr im Rohbau vollendet und verschönert das Straßenbild Großen- Lindens durch seine modernen hessischen Formen ganz bedeutend.

A. Großen- Linden, 25. Aug.

** Vereinsfestlichkeiten. Der Ausflug des Turn­vereins nach Textors Terrasse war sehr gut besucht. Alle Plätze waren überfüllt. In Heuchelheim hatten sich auch zahlreiche Gäste zum Abturnen des Heuchelheimer Turnvereins eingefunden. Etwas stief­mütterlich fam bei der Menge der Festlichkeiten das 25 jährige Stiftungsfest des Kriegervereins Dutenhofen weg. Auch die Gabelsberger Steno­graphen hatten sich dort im Jagdschlößchen ein gefunden.

** Marktbericht. Bei dem am 19. und 20. August zu Gießen stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1439 Stück Rindvieh 741 Schweine. Der nächste Markt findet am 2. und 3. September statt.

A. Windhausen, 25. Aug. Gestern wurde auf der Berf" unser Jugendfest gefeiert. Die umliegenden Oct­Berf" unser Jugendfest gefeiert. Die umliegenden Ort­schaften brachten uns regen Besuch und jeder erfreute sich an den Spielen der Jugend, die wahre Fröhlichkeit zum Sport erhoben hatte. Schade, daß das anwesende Karroussel in seiner etwas allzu ärmlichen Ausstattung unsere Feststimmung nicht teilte.

** Allgemeine Deutsche Obstausstellung in Stettin. Der Anmeldetermin für die Teil­nehmer an der Ausstellung aus Hessen, welche sich an der Beschickung durch den Hessischen Landwirtschafts­rat beteiligen, wird am 25. August geschlossen. Sämtliche Beschickungskosten übernimmt der Hessische Landwirtschaftsrat in Darmstadt, Bismarckstraße 78, von wo auch Programme und Anmeldeformulare zu beziehen sind. Die Großherzoglich Hessische Regierung hat für Preise 200 Mt. zur Verfügung gestellt, welche hauptsächlich für die aus Hessen beschickten Gruppen Verwendung finden sollen.

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** Darmstadt, 24. August. Die vom Radfahrer­Verein Darmstadt auf seiner Rennbahn an der Heidel­bergerstraße veranstalteten großen Internationalen Flieger- Rennen erfreuten sich, vom herrlichsten Wetter begünstigt, eines guten Besuches. Die Rennen

nahmen folgenden Verlauf. 1. Fahren um den großen Preis von Darmstadt. Strecke 2000 Meter. 4 Barpreise von Mk. 500, Mf. 300, Mt. 150 und Mk. 75. Vorläufer über 1000 Meter. Die ersten eines jeden Laufes kommen in die Zwischenläufe, die zweiten in die Hoffnungsläufe. a) die 6 Vorläufe ge­wannen: J. van den Born- Antwerpen in 2 m. 7,3, Buisson- Paris in 1 M. 41,1, Heering- Hannover in 2 M. 30 S., E. Dirheimer- Hagenau in 2 M. 13 S., A. Ferrari- Rom in 1 Min. 49,3 S., W. Arend in 1 M. 53,3 S. b) Hoffnungsläufe: Der erste eines jeden Laufes kommt in die Zwischenläufe. E. Kudela- Prag in 2 M. 15 S., E. Möder- Frankfurt a. M. In der zweiten Runde platte trotz außerordentlichen Bummelns Meyer's Kette und er stürzte trotz des miserablen Tempos so gefährlich, daß er einen Armbruch erlitt, so daß Möder leicht das Ziel erreichen konnte. c) 3 wei 3 wischenläufe. Offen für Sieger der 6 Vorläufe und der beiden Hoffnungsläufe. Die zwei ersten eines jeden Zwischenlaufes fommen in den Endlauf. Arend, van den Born. d) Jm Endlauf starten die vier Sieger: van den Born, Heering, Arend und Ferrari und gehen auch in dieser Reihenfolge durchs Ziel. van den Born in 4 M. 13 S. Vor dem Start hatten die Fahrer aus einer Urne je eine Nummer gezogen, welche auf dem Rücken des betr. Fahrers befestigt wurde. Der jenige Rennbahnbesucher, dessen Programm- Nummer mit der auf dem Rücken getragenen Nummer des Siegers übereinstimmte, erhielt ein hochfein filberweiß vernickeltes Triumph- Fahrrad. Nach ziemlich langem Bummel ging endlich nach heftigem Vorstoß van den Born mit Nr. 2578 durchs Ziel und wurde Arend, der zu lange gezögert hatte, ie Führung zu über­nehmen, von den anderen eingeschlossen, so daß er erst als Dritter einkommen fonnte. Der glück­liche Gewinner ist ein Herr Petersen( Darmstadt). 2. Fahren um den großen Wanderpreis weiland Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Wilhelm von

** Aus Hessen, 24. Aug. Wie sehr der Tabakbau in Hessen( Provinz Startenburg) nachgelassen hat, geht aus einer vergleichenden Zusammenstellung hervor, wonach im Jahre 1896 die Zahl der Tabakpflanzen 2068 betrug gegen 1137 im vorigen Jahre. Die bebaute Fläche betrug damals 67,497 Ar, im vorigen Jahre 35,554 Ar. 1896 wurden 1,118,667 Rilogramm Tabat im Werte von 1,017,166 Mt. geerntet, im vorigen Jahre 690,453 Kiliogramm im Werte von 608,566 Mt.

g. Braunfels, 25. August. Der hiesige Turnverein hielt gestern ein Schauturnen, verbunden mit der Ein­weihungsfeier seiner vergrößerten Turnhalle ab. Gegen 4 Uhr Nachmittags bewegte sich ein ansehnlicher Fest­zug, gebildet aus Mitgliedern des hiesigen Turnvereins mit ihren Damen, den zahlreich erschienenen Mit­gliedern des Turnvereins Weglar und des Männer­furnvereins Gießen durch die Straßen unserer Stadt. Auf dem F stplate angekommen, hielt err Kammersekretär Jockel, der 1. Turnwart des Vereins, die Begrüßungsansprache, und nahmen hierauf die vor gesehenen Turnübungen ihren Anfang. Es wurden zunächst Kürübungen an Reck und Barren vorgeführt, die alle eine tüchtige Schulung und forrefte Ausführung zeigten. Alsdann führten Turnerinnen einen Fahnen reigen auf, der großen Beifall fand. Stabübungen, ausgeführt von einer großen Zahl von Schulfwaben, sowie weitere Turnerreigen wechselten miteinander ab und trugen dazu bei, daß sich bald ein echt turnerisches Leben und Treiben auf dem Festplate entwickelte. Der obligate Tanz schloß die schön und würdig verlaufene Feier. Möge der Turnverein in seinem neuen Heime echten turnerischen Geist pflegen, und so rufen wir ihm denn am Schlusse unseres Berichtes ein kräftiges Gut Heil" zu.

A." Intelligenz." Gestern Abend um 10 Uhr entstand am Bahnhof ein Auflauf. Der schwarze Diener eines hiesigen Direktors wurde von einem früheren Arbeiter dieses Werkes mit beleidigenden Worten, für seinen Herrn gemünzt, überschüttet. U. A. er( der Arbeiter) sei viel gescheidter, wie der Herr Direktor und deshalb habe er unter dessen Ober­leitung nicht mehr weitergearbeitet. Der Diener frug ihn, ob er etwas von ihm wolle, und da es bejaht wurde lud er ihn ein mitzugehen. In der Frank furterstraße stuzte der Radauluſtige und frugwo er ihn denn hinführen wolle." Zum Herrn Direktor, damit Sie Ihre Worte ihm selbst ausrichten können!" Schluß großes Gelächter aller Umstehenden, die dieser Szene vom Bahnhof bis zur Frankfurterstraße gefolgt waren.

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** Obstsendungen. Die Post läßt sich die sorgfältige Behandlung der ihr anvertrauten Obstsendungen ganz besonders angelegen sein. Eine Verfügung des Reichs­postamts, die soeben ergangen ist, macht den Postan­italten eine schonende Behandlung der Sendungen mit Obst, wie Tafelobst, Weintrauben 2c. zur Pflicht. Auch die Eiersendungen und die Sendungen mit lebenden Tieren werden den Postanstalten zur sorgfältigen Be­handlung jetzt empfohlen. Derartige Stücke sind beim Umladen thunlichst von Hand zu Hand weiterzugeben und behutsam niederzulegen. In den Wagenräumen und Badklammern sind sie derartig zu lagern, daß sie feinem Drucke ausgesetzt sind.

** Die Jagd auf Feldhühner wurde eröffnet. Beim Einkauf von Rebhühnern möge man folgendes Verschen beherzigen:

Ist gelb das Bein des Huhns gleich der Zitrone, So ist's von diesem Jahre zweifelsohne, Doch rechne davon zwei auf einen Kopf­Sie werden Dir gar sehr gering im Topf. Das Huhn mit Beinen gelb wie Apfelsine, Vor Allem Dir zum saft'gen Braten diene. Bei hellen, grauen Beinen laß Dir raten, Ein halbes Stündchen länger es zu braten. Scheint dunkel schon des Hühnerbeines Grau, So focht's vor'm Braten erst die kluge Frau. Blaugraue Beine, Schnabel beinah weiß, Rings um die Augen ein hellroter Kreis Laß ab! umsonst find Speck und Fett und Butter, Derart'ge Hühner schenk der Schwiegermutter.

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essen. 2000 Meter. Offen für Herrenfahrer. Derselbe muß dreimal hintereinander oder viermal im Ganzen von demselben Fahrer gewonnen werden. Außerdem dem Ersten: eine goldene, dem Zweit n eine silberne, dem Dritten eine bronzene Medaille. 2 Vorläufe über 1000 Meter. Die beiden ersten eines jeden Laufes fommen in den Endlauf. 1. Lauf Carl Lurz- Frankfurt 1 M. 43 Sec 2. Mich. Schmidt­Ludwigshafen 1 M. 43,2 S., 2. Lauf 1. G. Drescher­Mainz 1 M. 25, S., 2. E. Schweinsberg- Frankfurt 1 M. 26 S. Im Endlauf sorgte Drescher alsbald für ein hübsches Tempo, Schmidt machte alsdann einen kräftigen Vorstoß und wurde sicherer Erster in 3 M. 42 S. Schweinsberg wurde guter Zweiter in 3 M. 42, S. Dritter wurde Drescher.- Interessantes Rennen. 3. 10 Kilometerfahren mit Motor­führung. Nur offen für Herrenfahrer, welche über einspurige Motorführung verfügen. 3 Ehrenpreise im Werte von 60.-, 40.- und 20.- Mt. G. Drescher­Mainz fand zuerst an seinem vorzüglich arbeitenden zweifißigen Motor Anschluß und gewann das Rennen in großem Stil, wie er wollte, in 12 M. 18 S. 2. J. Hartmann- Rüsselsheim in 14 M. 5 S. 3.& Lurz­Frankfurt. Bei besserer Führung hatte Lurz wohl ernstlich in Betracht kommen können. 4. Prämien­fahren. Strecke 3000 Mtr., offen für diejenigen Fahrer, welche im großen Preis von Darmstadt nicht placiert wurden. Dem Ersten jede Runde 10 Mt. Leyte Runde 50 Mt. dem Ersten, 30 Mt. dem Zweiten und 20 Mt. dem Dritten. Es starten 11 Fahrer 6 Runden. Die erste Runde fährt Buisson- Paris, die zweite Möder- Franffuct, die dritte Kudela- Prag, die bierte Dirheimer- Hagenau, die fünfte wieder Studela. Die letzte Runde nahm Dirheimer als erster in 4 M. 8 S., zweiter Dörflinger- Basel, dritter Kudela. 5. Tan­de m- Fahren. 2000 mtr. 3 Baarpreise 120, 80 und 40 Mt. 1. Willy Arend u. Dirheimer in 2 M. 40, S., 2. Kudela und Heering in 2 M. 41 S., 3. Buisson und Bettinger in 2 M. 41, S. Nach anfänglichem Ab­warten gab Buisson in der dritten Runde Tempo, wurde aber vom weit zurückliegenden Tandem Arend in großartigem Spurt übe holt, von diesem sicher nach Gefallen gewonnen.

** Gelnhausen. In unserer an histor schen Erinne­rungen reichen Stadt tagte am Freitag der Verein für hes sische Geschichte und Landeskunde, der hier seine 68. Jahres versammlung abhielt. Den Vorsiz führte General 3. D. Esentraut- Kassel. Nach dem Begrüßungsakte wurde der Jahresbericht erstattet. Aus demselben war zu entnehmen, daß der Verein zur Zeit rund 1600 Mitglieder zählte, die Einnahmen des V. reins betrugen 7261 30 Mt., die Aus­gaben 6454 64 Mt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, als Ort der nächstjährigen Jahres­versammlung wurde Wolfhagen beſt mmt.

** Frankfurt a. M., 24. August. Die hiesigen So­zialdemokraten veranstalten eine Reihe von Protestver­sammlungen gegen die fortgesetzte Erhöhung der Fleischpreise.

** Frankfurt a. M., 24. August. In das hiesige Landgerichtsgefängniß wurde der Spezereihändler Otto Grunow von Hausen wegen Sittlichkeitsver­gehens, begangen an einem 7jährigen Mädchen ein­geliefert. Grunow ist verheiratet und hat mehrere Kinder.

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Frankfurt a. M., 24. August. Der hiesige Magistrat hat an die Magistrate der benachbarten Städte eine Einladung zu einer im Oktober dahier stattfindenden Konferenz gesandt, in welcher über die Notstandsarbeiten, Unterstützungen an Arbeitslose, sowie über gemeinsam dafür aufzustellende Bedingungen be­raten werden soll.

** Frankfurt a. M, 22. August. Für dasam 31. August hier stattfindende Automobilrennen zeigt sich fortwährend steigendes Interesse, sowohl im In- wie im Auslande. Verschiedene Automobil- Verbände ver­anstalten gemeinschaftliche Tourenfahrten hierher. Die Rennbahn des Rennflubs Frankfurt bedarf zum Auto mobil- Rennen verschiedener Herrichtungen, was gleich zeitig die Frage näher legt, ob nicht später eine be­sondere Automobil- Rennbahn erforderlich wird, wofür bei seiner centralen Lage Frankfurt sehr geeignet wäre. ** Ober- Abtsteinach, 24. Auguft. 3 Familien hier und in Unter- Abtsteinach gewannen je 6000 Mt. in der

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Mainz, 23. Aug. Gestern Abend wurde in einer Versammlung der Schweinemezger beschlossen, in Anbetracht der hohen Viehpreise, veranlaßt durch den Mangel an Schlachttieren, eine sofortige Erhöhung der Fleisch- und Wurstpreise vorzunehmen. Mainz, 23. August. Aus Uerdingen wird ge­meldet: Nachdem eine der Leichen der Geschwister Hissen der bei dem Unfall der Prinzessin Vittoria Verun­glückten Damen bereits gestern gelandet wurde, erfolgte heute die Landung der zweiten Schwester und ihrer Cousine. Die gemeinsame Beerdigung findet morgen statt. Das Befinden des bei demselben Unglück schwer verlegten Ingenieur Hissen ist fortdauernd zu frieden stellend und bietet Aussicht auf Genesung.

** Aus Rheinhessen, 24. August. Mirabellen fosten jetzt 18 Mt. pro Centner.

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