Ausgabe 
23.8.1902 Erstes Blatt
 
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Broßherzog trifft am

and nimmt bis zum 23. Randvern der 25. Dibi Frau eines Arbeiters hat Familienverhältniffe im

Strafkammerfügung.

Gießen, 22. Auguft. Philipp Roß aus Reichesheim war vom Schöffengericht zu Nidda wegen Sachbeschädigung frei­gesprochen worden. Der Staatsanwalt hatte hiergegen Berufung gelegt, die jedoch verworfen wird. Fr. Lanz und Karl Hech st er aus Kirrdorf hatten vom Schöffengericht Homberg wegen Diebstahls und Hehlerei der eine 12 Tage und der andere 1 Woche Gefängnis erhalten. Gegen dieses Urteil legte Hechster Berufung ein. Es handelt sich bei der Affäre um sehr Die Berufung wird verworfen.

hohe Geldbeträge.

halte ihre drei Kinder aller Wahrscheinlichkeit Herzukommende ute allein in den Tod ging. Kaffel. Wegen der , ift in Abänderung fang der Jagb auf af den 1. September een Bormittag nach ich mitten im Gleife fand, wurden plöblich ernten Wärter bedient egen einer Kurve nicht

emühungen des Fuhr bringen, scheiterten und 21 Frankfurt- Limburg ertrümmert wurde. ann wurden in einen

berlegt.

Heu- und Strohmarkt.) mit Stroh. Heu Mt.

f. 2.30-2.50. Alles

kleine Kinder

estern wieder einmal ndes geführt. Ein azierfahrt und hatte 8 Rad gesezt. In m zwei Fuhrwerte, Stein, er stürzte und de geschleudert. Es davon. Auch der

udant Wohlers, welcher am 10. 00 Mt. flüchtete, Der Elbe berhaftet. Leipzig haben Thüringen und gerichtet.

hl der bei dem enen Personen be

Neuen Bäue 11, staatlich fonzessionierte Kollekteur der Großherzogl. Hessischen Landes- Lotterie und

Eigarren- Geschäft.

Michael Löw aus Würzburg iſt des Diebstahls im wiederholten Rückfall angeflagt. Er hat in Ofarben einen geringen Geldbetrag entwendet. Er erhält vier

Die Strafe erkennt er an.

-

Monate Gefängnis. Kaufmann Karl Kneusel aus Büdingen war vom dortigen Schöffengericht wegen Anstiftung zum Dieb­stahl zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Er legte hiergegen Berufung ein, die jedoch verworfen wurde.

Neueste Nachrichten.

München, 23. Aug. Bis heute Morgen 81/2 Uhr wurden bei der Reichstagsstichwahl im Wahlkreis Forchheim­Kulmbach in 60 Bezirken für Faber( nationalliberal) 5909, für Zöllner( Centrum) 2820 Stimmen gezäh't. 166 Bezirke stehen noch aus. Um 9 Uhr war das Resultat folgendes: Faber 6290, 8öller 3209 Stimmen.

Bekanntmachung

betr.: Die Vergebung der Kommerzienrat eichelheim­Stiftung".

Rom, 23. Auguft. Das Blatt Epoca" berichtet, es sei unrichtig, daß der französische Botschafter in Rom, der sich augenblicklich auf Urlaub in Frankreich befindet, eine Unterredung mit dem italienischen Bot­schafter in Paris, Tornielli, über eine bevorstehende Reise des Königs Viktor Emanuel nach Frankreich gehabt habe. In diplomatischen Kreisen wird jedoch die Reise des Königs nach Frankreich als nahe bevor­stehend betrachtet.

Aus rubr. Stiftung haben am 1. November I. I 1332 Mt. zur Verteilung zu gelangen. Nach§ 3 der Stiftungsurkunde fönnen zur Bewerbung um die Gaben nur zugelassen werden:

Bukarest, 23. Aug. Das Blatt Adeverul bringt die sensationelle Meldung, daß das macedonische Komité die Ermordung des Sultans und falls dies unausführ­bar, die Ermordung des Großveziers für den 7. Sept. beschlossen habe. Zu diesem Zwecke habe sich ein zwölf gliedriges Komité gebildet, wovon bereits 6 Mitglieder nach Konstantinopel abgereist sind und die übrigen 6 sich nach Saloniki begeben werden. Zur Ausführung der That ſei ein Italiener gedungen, der über Triest nach Konstantinopel reisen werde.

Tanger, 23. Aug. Der Sultan von Marotto ist in der Nähe von Fez das Opfer eines Automobil­Unfalles geworden. Infolge eines Fehlers in der Steuerung rannte der Wagen gegen eine Mauer. Der Sultan erlitt eine starke Erschütterung, wurde jedoch nicht verletzt.

Marktbericht.

Gießen, 23. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter, per Pid. 0.85-1.10 mt. Hühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. 0-0 Pfp., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg.

Amtlicher Teil.

Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Mr. 0.70-0.80, Hühner per Stud Mr. 1.00-1.30, Hahnen, per Stud Mr. 0,60-1.00, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Pfd. 0.60 0.75 t., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Bfb. 70-80 Bfg. Schweine­

fleisch gesalzen per fund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 66-70 Bfg., Sammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per Str. 7.00-10.00 m., Zwiebeln per St. Mr. 6.00-7.00, Milch per Titer 18 0 2.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr. 2( Bürgermeisterei­

gebäude) Zimmer Nr. 14.

zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern( Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehr­lingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln.

Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe

An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von

3 bis 6 geöffnet.

Angebot der Arbeitnehmer:

löhner, 3 Hausburschen, 1 Gärtner, 5 Lauffrauen, 3 1 Heizer oder Kesselwärter, i Schlosser, 2 Tag Dienstmädchen, 1 Näherin, 1 Expedient.

Lehrlinge: 1 Spengler zu strengem Meister. Nachfrage der Arbeitgeber:

2 Glaser, 1 Wagenladierer, 1 Wagner, 1 Bau schreiner, 1 Knecht, 2 landw. Arbeiter, mehrere Erd­arbeiter, 9 Dienstmädchen, 1 Laufmädchen, 1 Küchen­mädchen.

Lehrlinge: 2 Bäcker.

Benn es auch nach wie vor dringend geboten scheint, Einkommen oder gar nicht Besteuerten Gebühren überhaupt Bettteile, Wäsche und Kleidungsstücke in dem auf den neuen nicht erhoben werden. Kliniken zur Verfügung stehenden Dampfdesinfektionsapparat reinigen zu lassen, so ist die Formaldehyd- Desinfektion doch Krankheits- oder Sterbefällen die Entrichtung der Gebühren Für Gebührenpflichtige, denen in Folge von Unglücks-, vorzüglich geeignet zur Durchführung einer wirksamen und besonders schwer fallen würde, können auf deren Antrag die doch ungefährlichen Wohnungsdesinfektion. Die Befreiung von Gebühren hat nicht den Charakter einer Gebühren weiterhin ganz oder teilweise erlassen werden. Armenunterſtüßung aus öffentlichen Mitteln.

Die Gebühren sind auf Anfordern an die Stadtkasse Gießen, den 2. Mai 1896.

Indem wir dies zur öffentlichen Kenntnis bringen, a) Bersonen, welche während des Feldzuges 1870/71 fordern wir die Einwohner unserer Stadt auf, in allen Fällen ansteckender Krankheiten,( Typhus, Scharlach, Diphteritis, ganz im Militärverhältnis gestanden haben; b) Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesest, storben oder auf die Klinik gebracht worden sind oder ihre besonders aber auch Tuberkulose jeder Art), wenn Krante ver- zu entrichten. daß diese sb. a) und b) bezeichneten Bewerber einer Wohnung gewechselt haben, dem Stadtbauamt alsbald An­derartigen Unterstützung bedürftig und würdig sind zeige zu machen und die Vornahme der Desinfektion zu be und daß dieselben von der Zeit der Bewerbung gehren. Die zu entrichtenden Gebühren sind aus der gleich­rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre in Gießen zeitig veröffentlichten Gebührenordnung vom 2. Mai 1896 ununterbrochen gewohnt haben. zu ersehen.

Die Bewerber werden hierdurch aufgefordert, sich bis zum 30. September I. Js. bei Großh. Bürger­meisterei Gießen schriftlich oder zu Protokoll anzumelden und ihre Qualifikation zum Bezuge der Unterstützung näher zu begründen und zu belegen. Gießen, 21. August 1902.

Der Bürgermeister

Mecum.

Bekanntmachung.

Gießen, am 12. August 1902.

Großh. Bürgermeisteret Gießen. Mecum.

Betreffend: Die Wohnungsdesinfektion in der Stadt Gießen.

Gebühren- Säße

für die durch die städtischen Desinfektoren besorgte Wohnungsdesinfektion und für die Desinfektion

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth.

Bekanntmachung.

Das Wasser des Stadtbaches wird vom 23. 1. Mts. ab auf die Dauer von etwa 3 Wochen von morgens 6 Uhr bis abends 6 Uhr abgestellt.

Gießen, 21. August 1902.

Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Betr. Arbeitsvermitttlung für Reservisten. Indem wir die Arbeitgeber Gießens und der Umgegend Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß von beweglichen Sachen in dem klinischen Des- darauf hinweisen, daß wir mit dem Kommando des hiesigen der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. August bis 15. infektions- Apparat. Infanterie- Regiments wegen Vermittlung von Arbeit für die Oftober von Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet Die Gebühren, welche von den zur 1. Abteilung der am 23. September d. I. zur Entlassung tommenden Mann­bleibt, und daß die auf dem Friedhof verweilenden eine Vier- Einkommensteuer Eingeschätzten( Einkommen über 2600 Mt.) schaften in Verbindung getreten sind, fordern wir alle In­telstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glocken zu entrichten sind, betragen mit Wirkung vom 1. April d. I. ab: teressenten hiermit auf, Gesuche um Zuweisung von Arbeitern zeichen anfmerksam gemacht werden. A. Für die Desinfektion der Wohnungen: 1 Mt. aller Art vor dem genannten Tage an die unterzeichnete Rach­für die Stunde der darauf von jedem Desinfektor ver- weisstelle einzureichen. wendeten Zeit.

Gießen, am 16. August 1902.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Nachdem die Stadtverordneten- Versammlung in ihrer Sigung vom 15. Mai 1. J. die Einführung der sogen. Formadehyddesinfektion beschlossen hat, sind nunmehr die dazu erforderlichen Apparate angeschafft und eine Desin fektionsfolonne in deren sachgemäßen Handhabung ausgebildet worden. Die Formaldehyd- Desinfeft on besigt gegenüber der bisher hier gebräuchlichen Desinfektionsmethode den großen Vorteil, daß die zu desinfizierenden Zimmer nicht geräumt zu werden brauchen, daß die Desinfektion im Verlauf von wenigen Stunden beendigt ist und schädliche Wirkungen auf Tapeten, Möbel und Stoffe nahezu garnicht ausübt.

Die Gültigkeitsdauer der Gesuche erlischt am 30. Sept. B. Für die Desinfektion von beweglichen Sachen ds. J. in dem flinischen Desinfektions- Apparat:

a. für die Thätigkeit der Desinfektoren einschließlich der Abholung und Rücklieferung der Sachen, je nachdem eine, zwei oder drei Abteilungen des Apparates be­nutzt werden, 3, 4 oder 6 Mt.

Gießen, den 19. August 1902.

Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

b. für die Benußung des Apparates selbst, je nachdem Aus der Stiftung der Daniel Moog Mittwe eine, zwei oder drei Abteilungen benutzt werden, 4, zu Gießen sind am 2. Oktober die diesjährigen Binsen an 5 oder 6 Mt. hiesige bedürftige unbescholtene, im Wittwenstand lebende

Für Sachen, welche, wie einzelne Kleidungsstücke, nicht Bürger und Wittwen von Bürgern zu verteilen. einmal eine Abteilung des Apparates ausfüllen, 2 Mt. Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September Einkommensteuer( Einkommen von 1300 bis 2600 mt.) Ein­Die in den Klassen 6 bis 10 der II. Abteilung der auf dem Ar menamt erfolgen. geschäßten haben nur die Hälfte der vorstehenden Gebühren Gießen, 22. August 1902. zu entrichten, während von den mit weniger als 1300 Mt.

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