Ausgabe 
21.6.1902 Drittes Blatt
 
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Nr. 141.

Drittes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­jährlich Mr. 1.50.

Grattebeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberbeffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Samstag, den 21. Juni 1902.

Gießener

11. Jahrgang.

Insertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberhessen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3032.

Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Beifung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Aus Hessen und Nachbargebieten.

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gehören den übrigen deutschen Staaten an. Die Uni­versität Bern zählt im laufenden Sommersemester 1179 immatrikulierte Studierende, darunter 348 Studentinnen. Der Nationalität nach find 637 Studierende Schweizer und 542 Ausländer. Unter den letzteren überwiegen die Russen mit 402, von welchen mehr als die Hälfte nämlich 291 Studentinnen sind. Diese russischen Studentinnen sind zumeist bei der medizinischen Fakultät eingeschrieben, wo ihre Zahl die Ziffer 256 erreicht. Sie machen hier wieder­um mehr als die Hälfte aller Medizin Studierenden aus, deren Gesamtzahl 455 beträgt.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Berlin mit 5676; es folgen Bonn mit 2091, Breslau| find 585 Hannoveraner, 394 andere Preußen, 302 mit 1827, Halle mit 1727, Göttingen mit 1371, Marburg mit 1362, Kiel mit 1156, Königsberg mit 968, Münster mit 877, Greifswald mit 825 Kommilt­tonen. tonen. Von den 4 Fakultäten ist am stärksten die philosophische( 7669); dann reihen sich an: die juristische mit 5053, die medizinische mit 2928 und die theologische mit 2230 Studierenden. Von den Theologen sind 1289 evangelisch, 941 katholisch. An den Universitäten Preußens studieren gegenwärtig 657 Frauen, die hier überall nur als Gastzuhörerinnen, nicht als immatrifu­lierte Studentinnen zugelassen sind. Die Zahl der an den Universitäten studierenden Ausländer ist 1140. Die Zahl der Hospitanten und Hörberechtigten beträgt 6256; in Berlin allein 5460. Das Lyceum zu Brauns­berg, das nur eine theologische und eine philosophische Fakultät hat, ist dabei außer Betracht gelassen. Der Professor der Philosophie Wilhelm Windel­brand in Straßburg erhielt eine Berufung nach Tübingen. Die Leipziger Handelshochschule wurde im verflossenen Studienjahr von 469 immatrifu­lierten Studierenden besucht.

Seligenstadt, 19. Juni. Ein ziemlich gut geklei­deter Fremder erschien heute Vormittag mit einem Handkofferchen im hiesigen Amtsgerichtsgebäude und forderte auf Grund einer vorgezeigten Urkunde die fofortige Auszahlung von 200 Mark, die er zur Flucht bor dem morgen Abend präzis 9 Uhr eintretenden Weltuntergang benüßen wollte. Die präsentierte Urkunde erwies sich als ein altes Frachtbriefformular. Die Gendarmerie nahm sich des offenbar Geisteskranken an und eskotierte ihn nach seiner unterfränkischen Heimat. Hanau, 19. Juni. Der 52 Jahre alte Land­wirt Heinrich Altmannsperger in den benachbarten Bruchböbel hat sich eines Vergehens gegen ein Dienst­mädchen schuldig gemacht. Aus Furcht vor Strafe machte er gestern einen Selbstmordversuch durch Er­hängen. Er wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten und wieder ins Leben zurückgerufen.

Windecken. Aus Lebensüberdruß ertränkte sich in der Nidda der 87 jährige Auszügler und Zimmer­mann J. Ph. Schneider von hier.

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Darmstadt, 21. Juni. Heute hat sich unser Landes­fürst nach London zu den Krönungsfeierlichkeiten begeben.

Hochschulnachrichten.

Der berühmte Anatom Geh. Nat Professor von Kölliker in Würzburg wurde auf Ansuchen wegen jeines hohen Alters von der Verpflichtung zum Ab­halten von Vorlesungen entbunden. Die neun preußischen Universitäten und die Akademie ju Münster werden im Sommerhalbjahr 1902 von insgesamt 17880 Studierenden besucht. Obenan steht

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Die Gesamtzahl der Hörer an der Technischen Hochschule in Aachen beträgt in diesem Semester 717 gegen 709 im Winterhalbjahr und zwar 563 Studierende, 188 Hospitanten und 16 sonstige Hörer. Der Nationalität nach sind von den 691 Studierenden und Hospitanten 547 Deutsche; unter den Ausländern sind 52 Holländer. Göttingen: Die Zahl der immatrikulierten Studierenden an unserer Universität beträgt in diesem Semester 1371, wozu noch 85 Hörer( darunter 38 Damen) kommen, sodaß die Gesamtzahl der zum Hören von Vorlesungen Be­rechtigten 1456 beträgt. Von den Immatrikulierten

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Stunden früber gern berlaffen hätte", fagte Did mit feltfamer ..An feinem Ort, den ich nicht Deinetwegen ein oder zwei

1+ 1 Seite 2.

bie bitterite Sti fann nur faqen, daß ich beinahe verrückt murde. sprechen, ich habe es zu tief gefühlt." Da er es nun einmal erzählt bat. macht es nichts. I Bu tief", sagte Flint, bas sagte ich Dir damals." Nein, es ist thatsächlich so. Jo mochte nicht darüber

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Nr. 140

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