Ausgabe 
20.12.1902 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Als

Nr. 297.

Zweites Blatt.

baffend ist ein fr baus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel­

nement@ preis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg.,

nachtsgefchen öner Hu

eine Mütz

feble in groker billigsten Preise

If Richte

Sutmacher, rklstraße 26 Neuheiten

Lag

umerien Dilette- Seifen

ichwam

io

reichhaltiger Au empfiehlt

olf Bieler,

ria: Drogeri

Warftitr. 5.

ainit u. masmeh

Intersuchungsatteste

jährlich Mr. 1.50.

Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Cherbeffische Beitschrift für Landwirtschaft, Obft- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Samstag, den 20. Dezember 1902.

Gießener

11. Jahrgang.

Insertionsprei 8: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberbeffen, die Kreise Weßlar und Marburg 10 fa fonft 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

Redaktion und Expedition: Gießen Neuenweg 28. Fernsprechanschluß Nr, 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.

Vermutes.

A[ Ein merkwürdiges Experiment.] Zu den Alpen­gewässern unbekannten Abflusses gehörte bisher der Cambtisersee in der Hohenfastentette( Kanton Appen­jell). Die naturwissenschaftliche Ecsellschaft in St. Gallen atte nun zu Erforschungszwecke. das Wasser des Sees in 5. Dezember mit grünem Fluorescin gefärbt. Am 13. Dezember tam im Mühlebach des Rheintales grün­gefärbtes Wasser zu Tage. Damit ist der Nachweis ge­rich Völziefert, Daß der See keinen Absluß nach dem Rhein­

gliche Qualit

lligen Preisen bei

GOR Felda.

tal bat.

areinlag *[ Eine neue Dottorwürde.] Die juristische Fakultät nach Kündigu ber neuen Universität Münster wird, wie bereits er­zinzt beim Vorschwähnt, nicht blos zum doctor juris promovieren, son­hen, eing. Gen. m. bern baneben auch für die Staatswissenschaften( Natio­tpflicht zu Jüchen. malökonomie usw.) den doctor rerum politicarum verleihen. ht u. Sparbedingun Tie ersten Doktoren der Staatswissenschaften der neuen ensten. Spareinl Fafultät sind bekanntlich der Reichskanzler Graf Bülow per Post eingesand Kultusminister Dr. Studt, die diese akademische Würde honoris causa bei Eröffnung der juristischen Fakultät er­chuldete Schwielten. Die Universität Münster folgt in der Verleihung be doctor rerum politicarum dem Beispiel der rechts­r, Vollut sämtl auth. behanb. and staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität riger vraft. Erfab Straßburg. Nach der Rhein.- Westf. Ztg. dürfte diese Ein­Hamburg, Seiler richtung demnächst auf alle juristischen Fakultäten Preu­e brieflich. Pens ausgedehnt werden.

häftshaut

[ Ein zuvorkommender Hotelier.] Die Gäste eines otels in hitra( Ungarn) hatten öfter darüber sich be­den. 2 mal 4 Zian lagt, daß sie, wenn im Speisesaal des Hotels Zigeuner & gewölbt. Keller,& musizierten, nicht schlafen könnten. Dies brachte den Eigen­ebb, Waffe Ita., de timer des Hotels auf eine ebenso originelle als geniale Wunsch Fernie dee. Vor einigen Tagen fanden die ankommenden Rei­gang venden in ihren Zimmern auf den Nachttischchen je ein 3 nächſt Martleines Paket, das eine Schlafhaube und etwas Watte ent­tereffent. zu verm. hielt. Darauf eine elegant gedruckte Karte mit zweisprachi­Drogurie, Material gem Text folgenden Inhalts: Zur freundlichen Beach­n- Gesch., da sold.tung! Die geehrten Herren Gäste werden gebeten, wenn e. Photograph. A sie zur Zeit von Konzertsoireen früher zur Ruhe sich be­Ded. Näb. bei Ja geben wollen, der zur Verfügung stehenden Schlafmüße m I., Alsfild( b ich zu bedienen oder aber etwas Watte in die Ohren zu Stopfen. Auf diese Weise wird dann die Nachtruhe nicht

auf mehrere Jabre

vermieten: gestört sein. Ich empfehle mich und verbleibe mit aus­gezeichneter Hochachtung ergebenst X., Hotelier."

[ Was venezolanische Präsidenten dem Lande kosten,] mige 4: 3immerwohn t. mit Gartenanteil, Bl darüber schreibt jemand im Daily Telegraph: Vor wenigen vermieten, beziehbar Jahren konnte Dr. Palacio an demselben Tage, an dem Liebigftrakenau ihn zum Präsidenten wählte, nicht einmal einen Schinken geborgt erhalten. Nach 14 Monaten zog er sich möblites Zimmer dann in das angenehmere Pariser Klima zurück mit t ev. 15. Nov. zu b einem Vermögen von 800 000 Francs. Ich kann garan­5. Ludwigsvlak 8 por tieren, dap die Eumme stimnit, da ich bei der Ver­trtes Zimmer m Leten. Kirchenpl. Nr. öbl. Wohn- und G mer auch einzeln zu Srünbergerftraße 3 p irchenplag 21.

4 Zimmer, mit Sehör zu verm. e stone 3 Zimm Zubehör, gut hergeri

fof. zu vermieten.

Näb. Neuftadt 14 b i- Zimmer un mmerwohnung em Neubau, Marb 7, sofort au vermiet Kalbfle

ottheater Gir

g, ben 21. Dezember

Theaterd

Preife.

Erhöhte

ementbillets haben m

zahlung Gültigkeit.

XXXXX

Orpheum

Variete.

Sr. Dorftellung

Die schönste

sendung des Geldes beteiligt war. Der verstorbene Prä­sident Crespo schickte jeden Tag, sogar an Sonntagen, zum Schazamt und verlangte 360 Pfund, die ihm seiner Ansicht nach für seine Dienste als Präsident zur Ver­fügung standen. Er berechnete also, daß dem Lande seine Leistungen jährlich mindestens 130 000 Pfund wert wären. Als Guzman Blanco von der Präsidentschaft zurücktrat, ließ er sich als außerordentlicher Gesandter mit einem Gehalt von 25 000 Pfund pro Jahr nach Paris versehen. Außerdem ließ er sich die Ausgaben zurückzahlen, so das eine Mal 4000 Pfund für die Kosten cines winzigen Balles.

- Die Wahnsinnige im Konzertsaal. Im Adelssaal zu Petersburg gab der bekannte Pianist Joseph Hofmann ein Konzert, dem mehrere tausend Personen beiwohnten. Plötzlich wurde eine junge Dame, eine glühende Ver­ehrerin des Virtuosen, wahnsinnig, stürzte auf das Po­dium, hielt dem Künstler ein Bouquet entgegen und schrie mit weithin schallender Stimme: Im Namen Got­tes bitte ich, nicht zu applaudieren!" Die Saaldiener eilten sosori herbei und schafften die Unglückliche fort. Hofmann beendete das Konzert unter tiefster Erregung. 1 Wiederauflodern der russischen Arbeiterunruhen. Als die Arbeiter der Wladikawkasbahn am Abend des 11. Dezember die Werkstätten v. rließen, erklärte einer der Rottenführer, der von den Arbeitern emporgehoben wurde, die Arbeiter würden sich weder beruhigen noch sich fügen, so lange ihre Forderungen nicht erfüllt wären. Die an­wesenden Kosaken und Gendarmen wurden verlacht. Auf letztere wurde aus der Menge ein Schuß abgegeben. Die Werkführer sollen sich an 400 Revolver verschafft haben. Man befürchtet für die kommenden Tage große Unruhen. In der Nacht wurden 26 Mädelsführer verhaftet und von 60 Mann die Personalien festgestellt. Am nächsten Mittag wurden 100 Kosaken zum Schuge des Bahnhofs heran­Jezogen.

Eisenbahnreformen.

Anläßlich der kürzlich in Sachsen erfolgten Eisenbahn­tarifreform geht uns von einem Interessenten aus den Kreisen der ,, reisenden Kaufleute" folgende beachtenswerte Zuschrift zu:

Die sächsische Eisenbahnreform, die in wesentlichen in der Aufhebung der Rückfahrkarten und in entsprechen­der Ermäßigung der Einzelfahrpreise besteht, hat nir­gends befriedigt. Einmal geht die Verbilligung der Fahr­farten nicht weit genug, sodann bedeutet die Notwen­digkeit, für die Schnellzüge Zuschlagskarten lösen zu müssen, eine Vermehrung der betriebstechnischen Schwiz rigkeiten. Eine Reform aber soll vereinfachen, sonst ist sie eine Deform, eine Mißbildung.

Wir sind der Ansicht, daß alle Aenderungen im

Weihnachts- Ueberraschung

für

Damen und Herren

ist ein

eleganter Regenschirm

oder

Spazierstock

mit Silber, Elfenbein oder andere Art.

In Schirmen wie Stöcken ist unsere Auswahl zum Feste besonders reichhaltig in allen

Preislagen bei bekannt billigen Preisen.

Casseler Schirm- Fabrik

Seltersweg 9.

Backzutbaten

Th. Budde& Co.

Giessen.

9 Selfersweg 9

Hasen Salatkartoffeln

im bekannten guten Qualitäten fiets frisch geschoffen,

billigsten Breisen empfiehlt

Robert Stuhl,

Neustadt 28.

empfiehlt

Wildprethändl. Ebel, Rittergasse 11.

prima gelbe Mäuschen

Peter Berg,

Brandplay 14.

Eisenbahnwesen solange Flickwerk sind, bis einmal die Reform von Grund aus angefaßt wird in der Orga­nisation des Verkehrs. Nach unserer Ansicht sollte hier der Berliner Orts- und Vorortsverkehr mustergiltig sein, der durch die scharfe Scheidung der Verkehrsentfernun gen die Menschentransporte außerordentlich vereinfacht. In England ist man uns in dieser Entwickelung weit vor­ausgeeilt. Man unterscheidet dort genau zwischen Vor­ort-, Provinzial- und Fernverkehr und zwar unter Zu­grundelegung von Fahrgebühren, die sich mit der Länge Ser Entfernungen ermäßigen. Das ist nur gerecht. Denn wenn im Vorortverkehr an jeder kleinen Haltestelle, im Provinzialverkehr an jedem bedeutenderen Orte, im Fern­verkehr aber nur an den größten Verkehrsmittelpunkten angehalten wird, dann erwachsen dem Staat für den größeren Verkehr verhältnismäßig geringere Arbeits­lasten als im Nahverkehr. Die Scheidung der Systeme würde es ermöglichen, daß die Wagen im Fernverkehr auf ein äußerstes Maß beschränkt und dafür gut bejezt werden könnten; es würde dadurch auch, abgesehen von der Zeitersparnis infolge Vermeidung von Aufenthalten, ein beschleunigter Transport herbeigeführt werden. Was hat ein Reisender, der von Berlin nach Frankfurt a. M. fahren will, für ein Interesse daran, daß in Potsdam, Brandenburg und allen mittleren Plägen angehalten wird? Wer die Fernzüge benußen will, soll mittels der Vorort- oder Provinzialbahnen die großen Verkehrspunkte aussuchen und von dort aus seine Reise antreten. Da­durch würden die kleinen Pläge durchaus nicht benachteiligt werden, denn der Vorort- und Provinzialverkehr würde sich lebhafter gestalten. Indem aber die Fernzüge den Ballast von Vorort- und Provinzialverkehr mit sich her­umschleppen, kann sich feine eigentlich organisierte Schnellfahrt und keine sinngemäße Tarisausbildung ent­wickeln. Und doch ist gerade die Ausbildung unseres Verkehrswesens von größter Wichtigkeit für das Er­werbsleben. Die Eisenbahnen, ihre Tarife und Berkehrs­zeiten sind das Rückgrat für die Geschäftstage eines Staates. Wenn aber die Eisenbahnen ihre Aufgaben voll erfüllen sollen, müssen sie auch in den Dienst der sozialen Volksaufgaben gestellt werden. Es muß eine Möglichkeit zur ausnahmsweise billigen Beförderung auf weitere Strecken im Interesse unserer Arbeiterbevölke rung geschaffen werden. Nehmen wir beispielsweise an, ein in Dresden brotlos gewordener Arbeiter fönnte in Straßburg, wo Arbeitskräfte verlangt werden, Verdienst und Lohn finden. Aber es fehlt ihm an Reisegeld. Hier sollte ein völlig kostenfreier Transport gegen Gutschein ermöglicht werden. In dieser Hinsicht leistet die Eisen­bahn noch sehr wenig, weil immer noch das rein fis­falische Interesse überwiegt und ihre Aufgabe als Triebrad unseres Erwerbslebens noch nicht voll be­griffen wird.

Billigste, befte, elegante u. dauerhafte deutsche und insbesondere auch weltberühmte

Dürkopps

Nähmaschinen

Meine Firma

in größter Auswahl, auch solche zum Vor- und Rückwärts­Nähen, Sticken und Stopfen eingerichtet. wird von dem Verein deutscher Nähmaschinen- Fabrikanten dem verehrlichen Publikum als Lieferant besonders empfohlen.

Joh Friedr. Schaaf, renommirtestesGeschäft der Branche i. Gießen Wetsteinstraße 44.

Georg Appel

Telephon 243

Giessen Seltersweg 56.

Installation für Gas und Wasser. Moderne Beleuchtungskörper. Kloset- und Badeeinrichtungen.

man verlange Kostenanschlag.