ein u. Spiritu
8 der ältesten und
numirten Jm orthäuser
tigen
Dertreter
en hohe Provision. Ueber it. aud
Meinverkauf
Seff. Offert. unter Vertret die Expedition der Gieje eite Nachrichten" Gießen.
beziehen durch jede Buchhand 37. Aufl. erschienene Schrift d Med.- Rat Dr. Müller über da
störte Nerven una
Sexual- Syste
cusendung für 1 Mk. in Briefma Curt Röber, Braunschwe
Annahmestelle
= rühml. bekannten Thüring
Instfärberei Königs
hent. Бор
eranten
Walchen
Дофтове
Farben
ei Geschw. Heerz eßen, Neuenweg
Nr. 139. Zweites Blatt.
Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1 50.
Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Donnerstag, den 19. Juni 1902.
Gießener
11. Jahrgang.
Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie ganz Oberhessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pf., sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.
Postzeitungsliste No. 3032.
Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28.
Nenelle Nachrichten
191818 HobA
( Gießener Tageblaff) X- 19b Anabhängige Tageszeitung
Limouding hours ( Gießener Zeitung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Feier der Gesellenprüfung zu Gießen.
A Am vergangenen Sonntag wurde in Gegenwart eines Handwerkskammermitgliedes, der Prüfungsund Lehrmeister, sowie einer großen Anzahl Eltern der Prüflinge eine der Wichtigkeit und der staatlichen wie städtischen Bedeutung entsprechende Feierlichkeit seitens Zu vermieten: et intereſſante Ausstellung der Prüfungsarbeiten des Prüfungsausschusses eingeleitet und damit eine perbunden. Der Vorsigende des Prüfungsausschusses Herr Baumeister Traber, leitete die Feier ein durch eine Ansprache, in welcher derselbe betonte: Es sei eine Freude konstatieren zu fönnen, welcher Geist das Hand
er 1. Oftober in schöner hergerichtete Herrichai zung 9 Zimmer, Küche hör zu vermieten. b. Moltkestr. 28, part.
üche u. Zubehör zu vermie Ederstraße gleichen Frankfurter str. Näheres Ederftrake i
Familienlogis,
immer nebst Zubehör imm Stod per 1. Juli ju ent. Grünbergerstraße 22 äheres auch bei Hrch. Enbergerstraße 20.
werk beseelte, welche Straft, welches Geschick und welches Zimmerwohnun Wissen zum Handwerk gehöre, um dieses, durch die Ausstellung gezeigte Ziel zu erreichen. Man könne ferner dem Handwerk den ihm gebührenden Respekt wie die Achtung nicht versagen, wenn man Gelegenheit gehabt hätte zu beobachten, wie die Prüflinge schwierige Probleme und Fragen mit einer Plöglichkeit, verbunden mit den nötigen Fachkenntnissen lösten bez. praktisch ausführten. Diejenigen, die alles dies beobachten und sich durch die ausgestellten Gegenstände davon noch genauer überzeugen fonnten, müßten ohne Rückhalt dem Wunsche von ganzem Herzen Ausdruck geben: es möge dem Handwerk eine gesunde und wirtschaftlich sicher Loggia und allem Rubestellende Zukunft erblühen. Dieser Wunsch sei umsolbst auch eine 3 Rim berechtigter, als 65 Prüflinge aus 14 verschiedenen Gehnung in der Mansarde werben sich der Prüfung unterzogen hatten und von Juli zu vermieten. diesen Prüflingen 13 die Note" Sehr gut bestanden", 47 die Note Gut bestanden" und 5 die Note Be standen" über theoretisches Wissen, Handgeschicklichkeit und Gesellenstück erhalten konnten.
Großer Steinweg 23 5 Zimmerwohnungen
Näheres Wallthorstr. 7 ansardenwohnun ei Zimmer u. Küche) zum li zu vermieten. W. Fischer, Dammstraße
Möbliertes Simme
vermiete
Wegsteingaffe 7,
11
Sinfach möbl. Zimmer Kost zu vermieten. Neustadt 18
Großer Ladeu toder ohne Wohnung zu eten.
10
Hierauf ermahnte der Vorsißende die Prüflinge in dem gezeigten Eifer und Streben nach Ausbildung fortzufahren, um später die nach den gesetzlichen Vorschriften noch umfang: reichere Meisterprüfung, wie solche die Gewerbeordnung vorsieht, bestehen zu fönnen, auch vor allem nicht zu vergessen die Dankbarkeit gegen die Lehrmeister und sich einzufügen in die Geſellſchaft als brave, evelbenkende und gegen andere gerechthandelnde Glieder dieser Gesellschaft. Nunmehr wurden die 65 Prüflinge zu geprüften Gesellen in ihrem
Gg. Appel, Löwengaise 20 Handwerk gesprochen.
Offene Stellen: Ein Junge, weld
uft hat, das Buchd werbe zu erlern ann sofort eintre Für eine tüt achmännis@ e! ildung wird Sorge ragen. Sießener Neuefte R Dorm.Keller'sche Dead ( Inh. Albin Klein
Herr Obermeister Pirr als Vorsitzender des Prüfungsausschusses sprach der hiesigen Mezgerinnung, welche sich diefer Feier mit angeſchloſſen hatte, die 4 Prüflinge zu ge
prüften Gesellen in ihrem Handwerk; ermahnte dieselben
ebenfalls to fortzufahren, wie sie es bisher in ihrer Lehrzeit
und während der Prüfung gezeigt hätten; vor allem aber ihren Beruf, der ein harter sei, ſei, ſtets vo von der humanen
Seite aufzufassen.
Alsdann überbrachte das Handwerkskammermitglied, Herr Petri II. die besten Wünsche der Handwerkskammer für die fernere Zukunft der Jung- Gesellen; und ein Gleiches that aus dem Kreise der Prüfungsmeister Herr Werkmeister Carlé, der insbesondere betonte, daß die Prüflinge sich durch den Besuch der Gewerbeschule auch theoretisch in höherer Weise auszubilden bestrebt sein sollten.
bereits vor einigen Tagen einen längeren Artikel| An auswärtigen Vereinen waren außer den Nachbardarüber. Zum Leiter des hiesigen Lehrerseminars Vereinen solche aus Marburg, Köln, Biedenkopf und ist der Seminar- Oberlehrer Vorbrodt aus Eisleben Haiger vertreten. ernannt worden. Herr Vorbrodt hat sein Amt bereits angetreten. Der hiesige, Ruderklub" hat sich für die am 29. und 30. Juni in Frankfurt a. M. stattfindende Regatta zu 2 Rennen gemeldet.
* Worms. Am Samstag wurde hier die von ca. 40 Teilnehmern besuchte Konferenz der öffent lichen Arbeitsvermittelungsstellen der Rhein- und Maingegend abgehalten. Hauptgegenstand der Verhandlungen war das Referat des Herrn Dr. Bleicher über die Thätigkeit der Arbeitsvermittelungsstellen des Verbandes während des letzten Winters. Das Referat gipfelt darin, daß die Vergleichung der Geschäftsergebnisse innerhalb der 10 Verbandsvermittelungsstellen genau das gleiche Bild ergiebt, wie es die zuerst von Dr. Jastrow für die deutschen Vermittelungsstellen versuchte Statistik aufweist: die Zahl der Arbeitsgesuche hat sich gegen 1898, dem Beginn der Statistik bedeutend vermehrt( von 100 auf 164 pet.); die Zahl der offenen Stellen ist gegen das Vorjahr wesentlich zurückgegangen( von 125 auf 122, das Jahr 1898 als 100 angenommen. Weitere Verhandlungsgegenstände waren eine ungemein ausführliche Dar legung des Herrn Dr. Fre y- Wiesbaden über die von ihm versuchte Begründung eines ganz besonderen Arbeitsnachweises, nämlich einer Zentralstelle für Krankenpflegerinnen in Wiesbaden; ferner die für den Ausgleich des Arbeitsangebots zwischen Stadt und Land so wichtige Frage der Ermäßigung der Telephongebühr und Fahrgelder für Arbeiter, die durch einen Arbeitsnachweis nach freien Stellen auf dem Lande entsandt werden. Der Referent, Beigeordneter Schmidt- Mainz, hatte hierüber reichhaltiges Material beigebracht; es wurde als Resolution angenommen, daß die Gewährung der billigen Militärfahrpreise für die Arbeitsuchenden dringendes Bedürfnis sei. Bum Vorort für die nächſte Zeit ward Gießen beſtimmt.
Worut3, 14. Juni. In den Tagen vom 2.- 5. Auguſt findet in den Mauern unserer Stadt das 26. Mittelrheinische Kreis turn fest statt. Das Festprogrammn lautet u. A. Vorfeier: Sonntag, den 27. Juli, Nach mittags 3 Uhr: Turnen und Turnspiele der Turnvereine der Stadt und Vororte, der Schüler des Gymnasiums und der Oberrealschule, sowie der beiden oberen Klassen der Stadtschule. Abends 7 Uhr: Bankett. Hauptfeier: Samstag, den 2. Auguft. Von Vormittags 10 Uhr ab: Empfang der ankommenden Kampfrichter und Turner. Nachmittags 4 Uhr: Kampfgerichtssigung. Abends 8 Uhr: Festfommers in der Festhalle, Uebergabe des Festes an die Kreisleitung, turnerische Aufführungen, Marmorgruppen, Gesangsvorträge der vereinigten Gesangvereine. Sonntag, den 3. August, von 7-11 Uhr: Vereins- und Musterriegenturnen. Nachmittags 12 Uhr: Aufstellung des Festzuges. 1 Uhr: Abmarsch. Nach Ankunft auf dem Festplatz der älteren Turner, event. Fortseßung des Vereinsturnens, Vereine. Montag, den 4. August, 7 Uhr: Beginn des
Vermischtes.
Anläßlich des hundertjährigen Jubiläums des Besitzes der Kölnischen Zeitung haben die Inhaber der Firma M. Du MontSchauberg den Betrag von 100 000 Mark den verschiedenen Kassen des Unternehmens überwiesen.
*
(
Wilsdruff( Sachsen), 17. Juni. Heute früh erschoß in Hühndorf der 27jährige Büchsenmacher Nühle die 15jährige Tochter des Gastwirts Schmidt, mit der er ein Liebesverhältnis unterhalten hatten. Gestern Abends hatte Rühle im Gasthofe vorgesprochen und Nachtquartier erhalten. Als ihm von dem Mädchen heute früh der Kaffee vorgesetzt wurde, feuerte er drei Schüsse auf das Mädchen ab, welche dasselbe in den Rücken trafen. Das Mädchen stürzte zusammen und war sofort tot. Rühle richtete sodann die Waffe gegen sich und verletzte sich tötlich. Er wurde noch lebend aufgefunden.
Von einem Einbrecher niedergeschlagen wurde gestern
der Kaufmann Thomas in Breslau. Im Begriff, vom
Entré nach dem Verkaufslokal zu gehen, um den Laden zu öffnen, traf er einen Einbrecher an der Arbeit, der ihn, als er sich entdeckt sah, mit einem Hammer zu Boden schlug. Der Schwerverlette wurde nach dem Krankenhause gebracht. Der Thäter wurde festgenommen. * Bernburg, 17. Juni. Der Schuhmann Bamberg wurde vergangene Nacht mit gespaltenem Schädel ermordet aufgefunden. Das Seitengewehr fehlte. Die Acht Arbeiter aus der VorMörder sind bekannt. stadt Waldau sind verhaftet worden, von denen einer sich heute im Gefängnis erhängt hat. hatte einen der Beteiligten wegen Ruheſtörung arretiert, und da der Mann heftige übrigen Beteiligten haben
genommen.
nun jedenfalls den Verhafteten zu befreien versucht und haben dabei den Beamten mit seinem eigenen Säbel Der Beamte ist erst seit kurzer schlimm zugerichtet. Zeit im Dienste und auch seit kurzem erst verheiratet.
Hochschulnachrichten.
im Sommer- Semester 1901 immatrikuliert. Nach den
Adolf Kußma ul hat seine reichhaltige medizinische Büchersammlung der Universitätsbibliothek zu SraßEin Ferienburg testamentarisch vermacht. kursus für Lehrer- und Lehrerinnen an Volfsschulen und anderen Bildungsanstalten wird vom 21. Juli bis 2. August an der Universität Würzburg abgehalten. An der Universität München sind im laufenden Semester 4430 Studierende, 64 weniger als Fakultäten geschieden studieren 171 Theologen, 1499 Juristen, 84 tameralisten, 81 Forstkandidaten, 1044 538 Philosophen 2. Sektion, 189 Pharmazeuten. 2367 Die landwirtEinzelwettturnens. Nachmittags 1 Uhr: Festbankett. 3 Uhr: Studierende find Nichtbayern. Sonderwettturnen und Turnen der geübteren Turner. Turn- schaftliche Hochschule in Berlin wird in diesem spiele. Abends 8 Uhr: Verkündigung der Sieger. Dienstag über 446 Studierenden im Sommersemester 1901) beden 5. Auguſt. 8 Uhr: Beginn des Wettfechtens. Nach sucht und zwar von 321 ordentlichen und außerordentmittags 2 Uhr: Fortseßung des Wettfechtens und Wettringen. Abends 7 Uhr: Verkündigung der Sieger. Nach feier: lichen Hörern, 76 Hospitanten, 42 Studierenden der Sonntag, den 10. August, Nachmittags 3 Uhr: Boltsspiele Universität, 24 Studierenden der Bergakademie und 4 Studierenden der technischen Hochschule. und Volksbeluftigungen aller Art.
Ein Schlofferlehr Herr Schlossermeister Dörr unter den besten Wünschen Turnspiele. Abends 8 Uhr: Verkündigung der siegenden Mediziner, 60 Zahnärzte, 764 Philosophen 1. Seftion,
esucht. Von wem? sagt bie Ein angehender
BI.
Besucht.
Kellner
Schöne Au
Ordentliches Kindera
I am liebsten von auswär
fofort gesucht.
1159
Liebigitraße 37
Ein Schreinergei
wird gesucht
Neuentes
Zum Schluß überreichte das Prüfungsausschußmitglied für ferneres Wohlergehen die Lehrbriefe und nahm mit Herrn Schloffermeister Noll und Schmiedemeister He ß den Handschlag der Jung- Gesellen ab. Ein Jung- Geselle, Herr Reh, sprach namens seiner Kollegen den Dank aus für die Mühe, welche die Lehr- und Prüfungsmeister gehabt hätten.
Die Ausstellung der Gesellenstücke zeigte ein so interessantes und fesselndes Bild, daß man nur ein Lob vernahm über die vielseitigen Ausführungen. Die Anerkennung über die Thätigkeit und Geschicklichkeit dieses Jung- Handwerts war allgemein. Wir gönnen den Handwerksmeistern, wie den Jung- Gesellen diese Freude; ist es doch ein auf munternder Augenblick gewesen in ihrem sonst schweren BeNach unserer Meinung hätte nur einem so wichtigen Gliede ber Allgemeinheit bei dieser Gelegenheit auch von anderer Seite noch mehr Interesse entgegen gebracht werden dürfen.
1 Wagen od. Möbell rufe mit seinen wirtschaftlichen Kämpfen um die Existenz. Saal des Kaisergartens selbst prangte im Festschmuck.
fann eintreten bei
3. Bogel, Dammitco Städtisches
Schladitha
beute
Odjenfleis 35 Rindfleis 40 Aubfleifa 35 B Schweinefleisch 45
morgen
en.
Aus Hessen und nachbargebieten. * Weylar, 16. Juni. Die Ausstellung der Buderus'schen Eisenwerke in Düsseldorf hat nicht verfehlt, in Fachkreisen und weit darüber hinaus eine Beachtung zu finden, welche den Erzeuguissen der Gesellschaft einerseits und der Anordnung beer Ausstellung andererseits ein recht schmeichelhaftes Beugnis ausstellt. Die„ Kölnische Zeitung" brachte
Siegen, 16. Juni. Das Verbandsschießen des Gaues Hessen und Nassau nahm am Sonnabend mit einem Kommers im Kaisergarten seinen Anfang. Der Den Gipfel der Feier am Abend bildete die Weihe der neuen Fahne. Verschiedene Stadtverordnete waren anwesend. Am Sonntag Morgen waren die Festausfichten für den Sonntag nur noch recht trübe. Gegen Nachmittag hellte sich das Wetter auf und als der Festzug durch die Straßen der Stadt seinen Weg nahm, fonnte fein Mensch mit dem launischen Wettergott zufriedener sein, als die vielen Festteilnehmer. Es war ein stattlicher Zug, etwa 400 Mann aus unserer Stadt, der auf dem Hasengarten Aufstellung nahm und dann durch die Straßen der Stadt seinen Weg nahm. Kurz nach 7 Uhr begann der Festball. Geschossen wurde, wie man uns mitteilte, gestern nicht sonderlich gut.
Frankfurter Opernhaus. Donnerstag, 19.: Das Nachtlager in Granada. Hierauf Phantasie im Bremer Ratskeller. Freitag, 20.: Geschlossen. Samstag, 21.: 61% Uhr. Lohengrin. Sonntag, 22.: Hoffmanns Erzählungen. Montag, 23.: Geschlossen.
Beginn, wenn nicht anders bemerkt, 7 Uhr. Frankfurter Schauspielhaus. Donnerstag, 19. Miß Sara Sampson." Freitag, 20.:" Hamlet." Samstag, 21.: Rabale und Liebe." Sonntag, 22.:" Robert und Bertram." Montag, 23.: Miß Sara Sampson."
"
Beginn, wenn nicht anders bemerkt, 7 Uhr.


