Ausgabe 
15.8.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

nd hielt, derart in

find die Zwischen- sowie der Endlauf, ferner ein Tandem­hauptfahren und Prämienfahren für Berufsfahrer, sowie 4 Herrenfahrrennen. Bei dem Endlauf des goldenen Rades gelangt ein vergoldetes Fahrrad( Lurusrad, gestiftet von der Firma Adam Opel, Rüsselsheim) nach folgendem Modus zur Verloosung. Es gelangen zirfa 2000 nummerierte Pro­gramme zur Ausgabe; bei dem Endlauf des goldenen Rades zieht jeder Fahrer aus einer Urme, in der sich die gleiche Anzahl Nummern wie die ausgegebene Anzahl Programme befinden, eine Nummer und derjenige Zuschauer ist glücklicher Gewinner des vergoldeten Rades, dessen Programmnummer mit der gezogenen Nummer des Siegers übereinstimmt.

die Klinit trans legung des Lebr tit, foll ich wet iefige Straffamme n wegen Mißhand en su two diges nifter für Hande Fer Stipendien zum ausgeworfen. G Stipendien bor Reiches berüd er bemittelten and

und Westfalen möglicht ist. g der Handwer Borschlag für di Kammer den Weg hunter Darlegung elden zu lassen. G cingelaufen, bon gefunden haben. er Schmiedemeister Dem Genannten ist worden.

e Fürstin bo dieser Tage dem wieder ausgelieferte erziehen. Die ng des Kindes ein pologischen Garten ffen- ein echter

ie im Mittelalter Zum erstenmal , aus dem Sal­

Die Blei- und das abgelaufene Jm vorigen

= d abermals ein Düsseldorf Bigten Breifen ge

Großherzog Wolfsgarten. 2. September, an des Denkmals Clice stattfinden zum Schluß der in Wohnung im Das anfangs vor weit von dem

Staatsanwaltschaft t in Raunheim, Anzahl schwerer tte und inzwischen irde dieser Tage in

berein beabsicht, Je bon wissen: ch Universitäts­ch die Lehrer aus barkreise Geln renzbezirken bon ägen beiwohnen. gogif, Literatur, rtschaftslehre er falte, regnerische nisvoll. Avent ngen. Nun liegt auf dem Felde Halm stehende

weit einigen Tagen iclerfeits wieder On gesetzt. Der Großherzoglich

Adolf v. Gem -Crumbach, ift am Don den Vieh ng beschloß, nad cmeifter, den hief in der seitherigen

** Mainz, 14. Aug. Ein interessanter Konflikt, auf dessen Ausgang man gespannt sein darf, ist hier aus gebrochen. Es giebt hier eine größere Anzahl von sog. Privattelephonanlagen, welche mit Genehmig­ung der Bürgermeisterei besonders von Geschäftsleuten angelegt wurden, um Privatwohnungen mit Geschäfts­räumen oder Filialen 2c., welche zerstreut in der Stadt liegen, mit einander zu verbinden. Obwohl diese Tele­phonanlagen mit Wissen des Telegraphenamtes schon länger als 10 Jahre bestehen, berlangt das Telegraphen­amt plötzlich deren Entfernung. Gegen dieses Ansinnen haben die Befizer solcher Anlagen Protest erhoben, auch der Rechtsbeistand der Stadt Mainzehat den Besitzern erklärt, daß das Telegraphenamt fein Recht habe, das Entfernen dieſer Privattelephonanlagen zu verlangen.

§ Das Roschat- Quintett", das seit etwa fünf Jahren Mainz nicht mehr besucht hat, gab am Dienstag in der Stadthalle vor einem zahlreichen Publikum ein mit großem Beifall aufgenommenes Konzert.

**

** Homburg v. d. S., 15. August. Die Kaiserin traf heute morgen um 8 Uhr hier ein, der Kaiser kommt morgen Abend 6 Uhr mittels Sonderzuges an. Bingen, 14. August. Der Großherzog von Hessen fährt dem Kaiser bis hierher entgegen. Auf dem Dampfer des Kaisers findet die Begrüßung statt. Der Großherzog fährt dann auf dem kaiserlichen Dampfer mit bis Mainz.

**

Rüsselsheim. Am Freitag Abend hatte sich in die Behausung unseres Bürgermeisters ein Strolch eingeschlichen. Als das Dienstmädchen nach oben zu Bette gehen wollte, bemerkte sie, wie ein Mensch die Treppe zum Speicher hinauf sprang. Das Mädchen machte von der Wahrnehmung bei ihrer Herrschaft Meldung und der Eindringling, der sich bereits einen Anzug und eine silberne Armspange angeeignet hatte, wurde in dem Taubenschlag, hinterm Kamin versteckt, vorgefunden.

** Kostheim, 14. Auguſt. Ein hiesiger Landwirt, der auch Wirtschaft betreibt, hatte wegen Hehlerei einen Tag erhalten und sollte diesen kürzlich verbüßen. Dies ließ er aber durch einen Mann besorgen, der bei ihm wohnt. Der Behörde kam aber dieser Rollentausch zu Ohren und sie hat jcht gegen diesen Landwirt und seinen Stellvertreter Anklage erhoben.

** Mannheim, 14. August. In den Tagen vom 24.- 27. August tagt hier die 49. Versammlung deutscher Katholiken ,.

** Koblenz, 13. Aug. Ein Radfahrer stürzte gestern Nachmittag am Hayerberg bei Güls an der Mosel mit seinem Rade und blieb so fort tot, das Gehirn trat aus einer Kopf­wunde hervor.

Vermischtes.

* Leipzig. Der in Odessa verhaftete flüchtige Leipziger Rauchwaren- Großhändler Perlmann, welcher vor einem Jahre mit rund einer Million Mt. Wechsel­schulden unter sensationellen Umständen flüchtete, hat, wie das Berliner Tageblatt meldet, kurz nach seiner Verhaftung Selbstmord begangen.

* Der größte Gasometer der Erde wird gegenwärtig auf dem Gelände der Gasanstalt VI Berlin errichtet. Er wird nach seiner Vollendung bei einem Durchmesser von 76 m und einer Höhe von 75 m über der Erde und 6 m in der Erde einen Fassungsinhalt von 150,000 cbm Gas haben. Hochinteressant wird der Aufbau des Rieseneisenmantels werden. Dieser wird zum ersten Mal ohne jedes Hilfsgerüst erbaut, indem man jedes fertige Stück durch hydraulischen Druck heben wird, um dann die weiteren Eisenplatten zu vernieten. Im Ganzen sind drei gleich große Gasometer für die Anstalt projeftirt.

*

-

von einem tollwutverdäch­

Halle a. S., 13. Aug. Der Unterstaatssekretär im Reichsschazamt Aschenborn übernimmt mit Anfang des Wintersemesters die Kuratorialgeschäfte der Universität Halle. * Gleiwig, 13. Aug. Wie Breslauer Blätter berichten, sind hier eine Anzahl Personen nach der einen Angabe 8, nach der anderen 12- tigen Hunde gebissen worden, der darauf noch einige andere Hunde biß. Infolgedessen wurde über den Stadt­freis Gleiwitz die Hundesperre verhängt. Die verlegten Per­sonen begeben sich auf städtische Kosten nach Berlin in das Koch'sche Institut. Siegen, 13. Aug. Daß Diebe es fertig bringen, die Anlagen zweier Gruben widerrechtlich abzu­brechen und zu verkaufen, dürfte nicht oft vorkommen. Ein solcher Fall ist von hier zu melden. Ganz in der Nähe der Stadt liegen die beiden Gruben Martinshardt" und Schlüssel", deren Betrieb seit einiger Zeit ruht. Die erstere gehört der Friedrich- Wilhelmshütte bei Troisdorf, die andere einer hiesigen Gewerkschaft. Eines Tages erschienen auf Eines Tages erschienen auf diesen Gruben eine Anzahl Leute, die in wenigen Wochen das Bechenhaus abbrachen, die Rostöfen einriffen, die Schienen aus den Stollen holten und alles verwertbare Material ver­fauften unter der Angabe, die Anlagen der Gruben auf Ab­tauften unter der Angabe, die Anlagen der Gruben auf Ab­bruch gekauft zu haben. Erst jetzt stellt es sich heraus, daß bruch gekauft zu haben. Erst jetzt stellt es sich heraus, daß Einer von man es mit Schwindlern zu thun gehabt habe. ihnen ist nach Belgien entflohen, die anderen sechs sehen ihrer Bestrafung entgegen.

* Bonn a Rh., 14. August. Bei Nieder- Dollen­dorf ectrank heute Mittag ein Vater mit seinem Kind. Der Mann hatte seine beiden Kinder in einem Kinder­wagen auf eine Kribbe gefahren, auf welcher der Wagen umfippte und beide Kinder ins Wasser fielen. Der Vater, der den Kindern sofort nachsprang, um sie zu retten, verschwand in den Wellen. Ein Kind wurde durch einen Arbeiter gerettet.

* Elze, 13. Aug. Ueber ein Humoristikum in einer Schöffengerichtssitzung wird von hier berichtet: Als Zeuge wurde u. a. auch der Nachtwächter M. aus Gronau ver­eidigt und vernommen. Der Betreffende, der wohl noch nie vor den Schranken des Gerichts gestanden hatte, fiel dem Vorsitzenden, noch ehe dieser ihm die Textworte des Eides voll­ständig vorgesprochen hatte, ins Wort und sagte: Ich schwöre, daß ich ein Nachtwächter bin," was natürlich, troß des Ernstes der Sache, allgemeine Heiterkeit hervorrief."

* Ludwigsburg, 13 Aug. In Oßweil ist beim Brande einer Scheuer ein 55 jähriger, zugereifter Drescher Leonhard Hafenfuß von Hesselbronn verbrannt. 3 andere Drescher, die ebenfalls in der Scheuer übernachteten, konnten sich retten. * Eßlingen, 13. Aug, Dieser Tage kam hier ein schwerer Uebergriff eines Schuhmanns vor. Dieser hielt eine hiesige Dame, Frau eines Fabrikanten, auf dem Bahnhof an und wollte sie, als eine steckbrieflich verfolgte Dirne, verhaften. Die Dame wehrte sich dageg n und rief um Hilfe, so daß der Schußmann von seinem Vorhaben ab­lassen mußte. Die Polizeiverwaltung entschuldigt diesen Fall damit, daß das Signalement der Dirne auf die Dame einigermaßen gepaßt" habe; in dem Steckbrief heißt es nämlich ist einfach gekleidet und benimmt sich unauffällig und anständig. Die Entrüstung ist hier sehr groß.

* München, 13. Aug. Am Sonntag begingen die Sozialdemokraten ihr Sommerfest in der Wald­restauration Holzapfelskrauth. Dabei stieß ein Fahnen­träger, ein verheirateter Schneidermeister, mit der Fahne so unglücklich an einen Plock, daß er sich mit dem unteren Ende der Stange eine schwere Quetschung des Darmes zuzog, der er bereits im Krankenhause erlegen ist.

* Eifersuchtsdrama. Aus Ansbach in Bayern meldet man: Nachts lockte ein 23 jähriger Storbmacher seine Geliebte, eine bildhübsche Ladnerin, in einen Hof und biß ihr, nachdem er sie zu erdrosseln versucht hatte, jedoch durch das Dazwischentreten eines taub­stummen Arbeiters darin verhindert worden war, im letzten Moment die Nase bis zum Nasenbein voll­ständig durch. Motive zur That: Blinde Eifersucht! * Stockholm, 14. Aug. Die Untersuchung ergab, daß die Fälschung der drei Checks, durch welche die Staatstaffe geschädigt wurde, von dem im Juni verstorbenen Staatskassirer Fongberg ausgeführt wurde, der auch selbst die Auszahlung entgegengenommen hat.

Der 10. Bundestag des Bundes Deutscher Gast­wirte tagte in Hannover. Von den zahlreichen Ver­handlungsgegenständen heben sich einige heraus, die ins Politische hinüberspielen. Hierher gehört in erster Linie der Protest gegen die Verordnung des Bundesrats vom 23. Januar 1902, betreffend die Ruhezeiten im Gastwirts gewerbe. Diese Verordnung wurde als* Ein ganz originelles Bulletin über den Natur­lästig und schädlich bezeichnet, auch für die Angestellten menschen" Gustav Nagel bringt das Schönebecker und es wurde verlangt, daß die betr. Bestimmungen Tagbl.": Nach gut verbrachter Nacht legte Nagel sich den besonderen Verhältnissen im Gastwirtsgewerbe Rech- in den Regen, verzehrte drei rohe Gurken und trank nung tragen. Eine Resolution fordert, beim Bundesrat Wasser dazu. Das Allgemeinbefinden ist gut, der vorstellig zu werden, um die Verordnung einer Revision der Kartenverkauf geht flott. zu unterziehen und gutachtlicher Anhörung einer aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengeseßten Kommission. Weiter von Interesse war die Diskussion über das Militärverbot für Gastwirtschaften, die wegen ihres sozialdemokratischen Verkehrs der Militär­behörde verdächtig sind. Es wurde beschlossen, bei den Reichsbehörden vorstellig zu werden, daß dies Militär­verbot, wenn nicht ganz beseitigt, so doch nur an solchen Tagen verhängt werde, wo in den betr. Lokalitäten sozialdemokratische Versammlungen stattfinden. Auch mit der modernen Anti- Alkoholbewegung be­schäftigte sich der Bundestag. Einmütig hob man her vor, daß die Bestrebungen gegen den Mißbrauch geistiger Getränke auch seitens der Gastwirte durchaus gebilligt werden; nur gegen das Zuviel" wende man sich. In erster Linie solle man gegen die großen Schnapsbrenner borgehen, welche oft am meisten gegen den Mißbrauch geistiger Getränke" wetterten. Eine Resolution fordert, Berlin, 14. August. Ueber eine Cholerinenepidemie ,, beim Reichstag und Bundesrat dafür einzutreten, daß in Posen berichtet die Volksztg." von dort: Ein hiesiges die nicht unberechtigte Anti- Alkoholbewegung nicht Formen deutsches Blatt meldet, daß nur 24 schwere Cholerine­annehmen, welche den einwandfreien, deutschen Wirte- fälle und eine Zahl leichter festgestellt seien. Auf Nach­stand mit Existenzvernichtung bedrohen." Zur Ausfrage wird uns mitgeteilt, daß die Cholerineepidemie bildung der Lehrlinge soll überall der obligato- große Fortschritte macht. In mehreren Schulklassen rische Besuch von Fachschulen angestrebt werden; man fehlen acht Kinder. will auch einen Befähigungsnachweis bei Ver­leihung von Wirtschaftskonzessionen beantragen. Weiter­hin wurden Maßnahmen gegen den Flaschenbierhandel erwogen. Der nächste Bundestag wird, wie schon mit­geteilt, in Mainz abgehalten.

e Kaiserfahrt ialdirektion Rhein­naßregeln angeord ittags bis 11 Uhr von Mainz bis tfernung bis 500 sgerechnet, nur der Kanonen oder Deinwärts gerichtet chiffen aus, beim e Entfernung von ferschiff überhaupt befeptes Feld wird

7 Radrennen um

famtpreis 3000 Mt.) wozu fich die be­1 Radrennsportes ge 3 Hoffnungsläufe zum ter Dauerfahren mit

tag( bem Haupttag)

Cholerinenepidemie und drohende Hungers­not in Posen.

Hauptsächlich wird die arme Bevölkerung von dieser Epidemie betroffen. Infolge der seit einigen Wochen hier eingetretenen hochgrabigen Teuerung vermögen sich die ärmeren Klassen überhaupt nicht mehr zureichend zu cr­nähren und müssen vielfach zu gesundheitswidrigen Nahrungs.

mitteln greifen. Ueber die beispiellose Teuerung, die hier in Posen herrscht, bringen zwar fast täglich sämtliche hiesige deutschen und polnischen Blätter lange Artikel, aber bis jezt hört man nichts von einem durchaus notwendigen Eingreifen der Behörden.

Tausende von Menschen nähren sich hier nur noch von Kartoffeln und Cichorienbrühe, wozu in günstigem Falle ein Stück Brot fommt. Selbst der Mittelstand muß sich Ein­schränkungen auferlegen. Die Ernte fällt gut aus, es fehlt an Lebensmitteln nicht und die ganze enorme Preissteigerung ist hier nur eine fünstliche. Falls wir nicht eine Hungers­not bekommen sollen, ist hier ein Einschreiten der Behörde notwendig.

Neueste Nachrichten.

Berlin, 15. August. Die Hochzeit der Groß­fürstin Helena, der Tochter des Großfürsten Wladimir mit dem Prinzen Nikolaus von Griechenland findet am 28. ds. in Zarskoje Selo ſtatt. König Georg von Griechenland trifft dazu schon am 23. de. in Petersburg ein. Ebenso erwartet man dazu das Kronprinzenpaar von Dänemark. Am 17. ds. trifft der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin zum offiziellen Antrittsbesuch beim Zaren ein.

Berlin, 15. Auguft. Der Oberbürgermeister von Posen, Witting, hat sich in den letzten Tagen hier auf­gehalten. Während seines Aufenthaltes hatte er, dem Berliner Tageblatt" zufolge, teils Besprechungen im Reichsfanzlerpalais, teils bei der Nationalbank für Deutschland, zu deren Direktor er bekanntlich be= stimmt ist.

"

Berlin, 15. August. Aus Ischl wird über Wien telegraphiert: Ministerpräsident Sörber wurde gestern Abend gleich nach der Ankunft vom Kaiser in längerer Audienz empfangen. Szell trifft erst morgen in Ischl ein. Der Kaiser erwartete von den letzten Verhand lungen beider Ministerpräsidenten in Ratot bestimmt, daß sie zur Einigung über alle Ausgleichsfragen führen. Körber fonnte aber nicht die Nachricht bringen, daß dieses Resultat erreicht set. Wohl wurde über eine Reihe strittiger Punkte eine Annäherung beider Regier­ungen erzielt, aber in der Hauptsache, über den auto­nomen Zolltarif, bestehen noch weitere Differenzen. Man glaubt, daß die Verhandlungen hierüber in Ischl stattfinden werden, da der Kaiser dringend eine voll­ständige Einigung verlangt.

*

Hamburg, 15. Auguft. Eine 2000 Köpfe starke Versammlung der Droschkenkutscher und Fuhrwerksbe sitzer beschloß gestern Abend den sofortigen Ausstand, da die Polizeibehörde ihre Wünsche bei Ausarbeitung der neuen Droschtenfuhr- Ordnung ablehnte.

** Homburg v. d. H., 15. August. Lord Salisbury ist gestern Abend zu längerem Kur- Aufenthalt in Hom­burg eingetroffen.- Freitag früh 8 Uhr wird die Kaiserin erwartet. Am Samstag Nahmittag 5.25 Uhr trifft der Kaiser hier ein.

Berlin, 15. Aug. Ein Hochverrats- Prozeß wird aus Leipzig angekündigt. Gegen den Reisenden Edo Becker aus Wolfenbüttel ist Anklage wegen Verrat militärischer Geheim­nisse erhoben worden. Der Prozeß findet demnächst vor dem Reichsgericht statt.

Leipzig, 15. August. In dem Prozeß gegen den Bacon Stietencron hat das Reichsgericht die von der Wittwe und dem Sohne des getöteten italienischen Arbeiters eingereichte Revision auf den 9. Oktober zur Verhandlung vor dem 6. Zivilsenat anberaumt. Der Verhandlung werden auf Antrag der italienischen Re­gierung der italienische Konsul in Leipzig und der aitlienische Botschafter in Berlin beiwohnen.

Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde.

12. Sonntag nach Trinitatis, den 17. Aug. Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmirten der Matthäus­

gemeinde.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr Naumann. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde.

Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Vogt. ( Kirchgang der hiesigen Kriegervereinigungen zur Gravelotte: Sonntag, Abends 8 Uhr Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Joh., Kap. 8, 30-36.

feier.)

Katholische Gemeinde. Samstag, 16. Aug.

Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur

heiligen Beichte. Sonntag, den 17. Aug. 13. Sonntag nach Pfingsten.

Vormittags von 6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

"

"

"

7 Uhr: Die erste heil. Messe,

vor und in derselben Austellung der heiligen Kommunion.

8 Uhr: Die zweite heil. Meffe

9.30 Uhr: Hodamt mit Predigt. Nachmittags 2.30 Uhr: Sakramentalische Bruderschafts- Andacht.

Gottesdienst der israelitischen Beligionsgesellschaft. In der Synagoge, Südanlage. Samstag, den 16. Aug. Borabend 7,15 Uhr. Morgens 8,30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr: Predigt. Sabbathausgang 8,35 Uhr.

Ein wirklich guter Kaffee- Zusak ist Pfeiffer& Diller's Kaffee- Essenz

Niemals trinkt man sich diese zuwider; babel genügt eine Messerspize voll f. 6-8 Tassen.