Ausgabe 
13.9.1902 Erstes Blatt
 
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Berichtsdiener Schmid

ub einen Stod mit

50 gr und einen Sto

nt je 750 gr aus. a. M. Die Zentral Obstmarkt- Stomite

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eine Wassergenossenschaft" gründen. Ueber die Dauer des neuen Vereins fann wohl jezt noch keine Bestimmung ge­troffen werden, da in der betreffendeu Verfügung nicht ge­sagt ist, wann und unter welchen Bedingungen die Reha­bilitierung der unfreiwilligen Anti- Alkoholiker möglich ist.

diesem Jahre zum Derselbe foll am der Stadthalle u 14, jedesmal bir hr stattfinden. De eile fostenfrei. An alftelle, Gneisenau

Aus dem Gerichtssaal. Straffammer sitzung.

Gießen, 12. September.

hier noch nicht bekannt gewesen, man hörte, dieselben wollten ſizende hier wiederholt auf die Gefährlichkeit ihrer Situation aufmerksam gemacht und ihnen vorgehalten hat, daß sie vor der ersten Instanz, dem Schöffengericht Vilbel, wo der Faul stroh und die Blumenthals freigesprochen worden waren, wesentlich anders ausgesagt hätten. Nach dem Protokoll nämlich erklärten sie damals, sie wüßten nicht, ob der Wien geschlagen habe oder nicht. Diesmal wissen sie es. Das Urteil wird nächsten Freitag verkündet. Der Stein­bruchsbesizer Karl de Groote aus Ortenberg ist beschul­digt, ein Bahngeleise dadurch beschädigt zu haben, daß auf sein Geheiß Baumstämme über das Geleise geschleift wurden. Es hat sich jedoch vor dem Schöffengericht Ortenberg bereits ergeben und es ergiebt sich auch heute vor der vom Staats­anwalt angerufenen Berufungsinstanz, daß de Groote an der ganzen Geschichte unbeteiligt ist. Seine Arbeiter haben eigenmächtig gehandelt, sie sind aber ebenfalls straflos zu be­wird wiederum freigesprochen.- Zum Schluß gelangt eine Beleidigungsklage des Karl Rühl aus Gett nau gegen urteilung. Braun war vom Schöffengericht Nidda zu 10 Mr. Geldstrafe verurteilt worden, weil er seinen Gegner den " größten Schwindler in Gettenau" geheißen hatte. Die Verteidigung möchte gerne den§ 199 zur Anwendung ge= bracht sehen, da auch Rühl beleidigt habe. Allein die Be­rufung wird nach furzer Beratung abgelehnt. Schöffengericht.

telle bermittelt aus eröffnet um 8 Uhr die Sißung. Die Anklagebehörde ver­Der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, uf aller anderen in tritt Staatsanwalt Reuß. Der Fuhrmann Konrad Grau­lich aus Gießen hatte vom Schöffengericht hier 5 Mt.

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doch einmal eine Ab: Geldstrafe wegen grober Mißhandlung seiner Tiere erhalten. lassen, da die Sache inzwischen verjährt ist. De Groote eld hat, die Ehe vet sämtlichen seither entstandenen Kosten verurteilt.- umfehrt, dem Manne, In der heutigen Berufungsinstanz wird er zu 10 Mt. und

Alsdann

und dann fizen läs. folgt eine lange Verhandlung, deren Grundlage der nach- Gustav Braun ebendaher in der Berufungsinstanz zur Ab­

ine Bracht geboren Automatenhandlung reffieren gewußt, in= habe ausgerechnet lag fie aber nod

ten. Er verlobt eftimmen, 400 ME änden herzugeben em Zwecke, sondern

Das Landgericht f diese Weise und und verurteilte fie 10. Auguft stürzte terin einer Cigarren

daß sie ih:

tehende Hergang bildet. Die Ehefrau des Heinrich Gill: un ann VI. aus Steinfurth nahm sich im Frühjahr dieses Jahres das Leben. Sie war früher schon einmal im Irren­Haus gewesen und blieb auch nach ihrer Entlassung aus Dieser Anstalt stets schwermütig. Sie selber erklärte, sie lönne die ewigen Quälereien nicht mehr aushalten, sie sei das Leben müd. Diese ewigen Duälereien bestanden nach ihrer und ihres Ehemanns Aussage in fortgesetzten, überaus chweren Beleidigungen, die die Frau Anna Katharine Alban aus Steinfurth ihr zufügte. Die Ausdrücke, die bei den gegenseitigen Reibereien gefallen find, sind derartig, daß sie sich der Wiedergabe an dieser Stelle entziehen. Vom Schöffen­gericht in Nauheim war Frau Alban zu 40 Mt. Geldstrafe verurteilt worden. Sie legte hiergegen Berufung ein, allein fie wird verworfen mit der Begründung, daß die Strafe in nbetracht der

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Vorsitzender ist Gerichtsassessor Keller. Es kommt nur eine Sache zur Verhandlung. Der Sohn eines hie­sigen angesehenen Fabrikanten, der bei seinem Vater im Ge­schäft thätig ist, ist des Diebstahls beschuldigt. Er hat durch einen seiner Leute eine Anzahl sehr wertvoller Brieftauben wegfangen lassen. Der Wert der Tauben beträgt 60 Mt. Er wird des Diebstahls für überführt erachtet und zu einer Gefängnisstrafe von 5 Tagen verurteilt.

Karoline Johanna. Am 7.: Dem Oberpostassistent Otto Schliephacke eine Tochter. Am 8.: Dem Taglöhner Karl Feldhaus ein Sohn; dem Fabrikanten und Gutsbesitzer Dr. Karl Kempff ein Sohn, Walther. Gestorbene.

des Fabrikarbeiters Christian Becker; Katharine Bender, Am 5. Sept.: Otto Becker, 4 Monate alt, Sohn geb. Kümmel, 86 Jahre alt, Witwe des Gärtners Paul Bender. Am 6.: Rosalie Wildenhayn, 57 Jahre alt, Privatin. Am 9.: Karl Friedrich Ernst Mühl, 2 Mo­nate alt, Sohn des Bremsers Wilhelm Mühl. Am 10.: Georg Rothe, 3 Monate alt, Sohn des Bureauvor Barbara Dehaie, 81 Jahre alt, Privatin; Johann stehers Heinrich Rote. Sämmtlich dahier.

Gestorbene.

Am 12. Sept.: Johannete Noll, geb. Schürz, 83 Jahre alt, Wittwe des Flurschützen Jacob Noll dahier. Die Beerdigung findet Sonntag, 14. Sept., vormittags 11 Uhr vom Sterbehause, Schützen­straße 5, aus statt.

Am 14. Sept.: Karl Ludwig Schäfer, 52 Jahre alt, Schreinermeister dahier. Die Beerdigung findet Montag, 15. Sept., nachmittags 5 Uhr von der alten Klinik aus statt.

Gießen, 13. Sept. Auf dem heutigen Wochenmartt to teten Butter per Pfd. 1.20-1.25 Mt. Hühnereier 1 St. 6-8 Pfg., Enteneier St 0-0 Pfg., Gänseeier 1 St. 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg Erbsen ver Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Baar, Mr. 0.65-0.80, Hübner per Stid Mt. 1.00-1.40, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-0.90, Enten per Stüd 2.00-2.30, Gänse p. Pfd. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfo, Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bfg. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per fb. 68-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per Str. Liter 18 Pfg.

hatte, aus dem 4. zu hoch sei. Wer sind die Meineidigen?" so fragte bei Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. 500-7.50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 6.00-7.00, Milch per

hwere Verlegungen. vollständig her: - echte und unechte, zappelnde Herzchen

dem nächsten Prozeß sich jeder im Gerichtssaal Anwesende. Wie so oft, stehen sich auch hier die wichtigsten Zeugenaus­sagen diametral gegenüber. Die Sachlage ist in furzem diese: Am Bahnhof in Rodheim v. d. H. befanden sich im Anfang dieses Jahres morgens früh um 5 Uhr eine Anzahl Verband der Ortseinwohner, darunter der Zimmermann Wilh. Wien, der herzogtums Schreiner Ludwig Faulstroh, der Taglöhner Gottlieb Generalber- Blumenthal, dessen Frau und beider Sohn, der Schlosser Herr Ph. Witt Karl Blumenthal. Frau Blumenthal machte einigen Ber­ächst den Bericht sonen gegenüber eine Bemerkung, die der Wien auf sich bezog. e bisher in der Er ging deshalb, wie die einen Zeugen aussagen ,, wie ein auf gerichtet war, brüllender Löwe" auf die Frau los und verseßte ihr einen meister des Landes heftigen Stoß ins Gesicht, sodaß die Nase blutete. Sie rief mühungen waren um Hilfe und diese wurde ihr auch zunächst von ihrem rteten Erfolge be Bruder, dem Faulstroh, geleistet. Er riß den Wien von dnung bildete die feiner Schwester weg und mit Hilfe des Ehemanns, Blumen­nd der vom Ver- thal und dessen Sohn alsdann zu Boden. Die ganze Ge­chen Grund schichte spielte sich innerhalb 1 bis 2 Minuten ab. Soweit Nach einem aus- die Aussage der einen Zeugin. Andere sagen völlig ver­andsvorsitzenden, schieden davon aus. Nach ihnen hat der Wien überhaupt urde die Einführ nicht geschlagen. Sie bleiben auch dabei, nachdem der Vor­dsätze beschlossen. Frage eine ein­ebenso sollen die Eeften des Landes Cirkular ersucht und die Grund Ceibung und der chmen. Weiter Eingabe an das staatliche Bauten

Statt besonderer Anzeige.

Aufgebote.

Am 6. Sept.: Adolf Höcher, Stationsassistent mit Mathilde Pauline Büttner. Am 8.: Karl Gustav Hammig, saufmann mit Adele Christine Johanna Hublik; Georg Jung, Schloffer mit Christine Katharina Röhrig; Philipp Staadt, Bergmann in Bissenberg mit Anna Angelia Kolbe dahier. Am 9.: Louis Euler, Metzger dahier mit Barbara Höbel in Gundersheim. Eheschließungen.

Am 6. Sept.: Karl Flohr, Oberpostassistent mit Enders, Kutscher mit Katharine Hofmann; August Elisabethe Henriette Karoline Meister; Karl Konrad Dorß, Oberschweizer mit Margarethe Schmidt. Geborene.

beſtimmten und angewiesenen Verkaufsplägen, also auch

mittags Gegenstände des Wochenmarktverkehr dürfen Die Marktzeit dauert von morgens 8 bis 2 Uhr nach­vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während den ersten drei Stunden der Marktzeit nur auf den dafür nicht im Umherziehen, feilgeboten werden.

Arbeitsnachweis der Stadt Gießen

Angebot der Arbeitnehmer:

1 Installteur, 2 Sschlosser, 1 Fahrbursche, 4 Erd­Fuhrknecht, 4 Dienstmädchen, 1 Laufmädchen, 1 Tag­arbeiter, 8 Taglöhner, 4 Stnechte, 2 Hausburschen, 1 löhnerin für Gartenarbeit, 1 Schreibgehilfe.

Sohn, Heinrich. Am 4.: Dem Kaufmann Otto Schneider Am 2. Sept.: Dem Bergmann Philipp Lotz ein stein ein Sohn, Theodor Heinrich; dem Fabrikarbeiter 1 ein Sohn. Am 6.: Dem Taglöhner Johannes Schiefer­Otto Rausch ein Sohn, Otto; dem Bahnspediteur Wilhelm Fink eine Tochter, Marie; dem Taglöhner Adolph Lyncker 2. eine Tochter, Elisabeth Marie

Todes- Anzeige.

Heute Nachmittag 5 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden unser guter Gatte, Vater, Bruder, Schwiegervater und Grossvater

Herr Schreinermeister Karl Schäfer

im 53. Lebensjahre.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

Giessen, am 12. September 1902.

Die Beerdigung findet Montag den 15. September nachmittags 5 Uhr von

alten Klinik aus statt.

bergeben. Herr von Mannheim Befähigungs und wurde seinem gebenden Behörden zu wirken, daß bei hweises im Bauge rjenige Meister aus ndwerk den Befähig n Ort der näch De Friedberg be luß gefaßt, in einer ersuchen, die staat der Süddeutschen Jan des Verbandes Herr Herrmann beitsverträgen 1 empfohlen und der uf die Notwendigkeit Arbeitsverträge gleid es Paragraphen 616 schützen, fand die diger Dauer ihren der städtischen Bade­ant infolge eines 30. Infanterie- Nats

Sept. Der hier in erein ist feine f

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