Ausgabe 
6.11.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

g der Tiger, den Bauern en und Tod le und traf egram Bali Kampf hätte venn es dem pehr dem Ti

ammen, doch erlitten, daß Lonnte. Der h Nachitsche in Boston dortigen Während on Boston ten Indie Bei der Orton, erla

ra Morton, Dergangenen Diese lette

Verbrechers, Einwohner pte fich zum Dr. Mason. er Heiners 3 Bauern angefchoffe Die volle ihn auf der schmünzer rch Sturm ,, Cecilia" Certranfen. cnationalen ist bereits

It Bau be verschüttet, rn heraus dri Vr

e, welchen Sigentums verkündet. dem Klage­

mit Zucht­Wünschen­Jahn- Trans­

en Professor

egen Zwei­tte am 26. es 90.

r und Bri­

Pistolen­

twunder des Nach einem ammenhang Haarwuchs: für beson­geheimnis­sein, denn Barte) starb wöchentlich, und es kann jen Einfom­

Daß es nicht 1,' die Hose Dagegen ha

trägt.

hau doch hin

e quält und um das zu

den hellen Mord vor fegt- ich hinter die

niteinander.

t sich über

es Mörders

sein Gesicht

?"

d.

Herr Doktor.

armen Mann

und erwacht Vorfällen zu

Jillig wie ein

lichkeit ift: ein uchter Mann.

ilderten, find nach einigem Nervenfyftem

der Audreys ftverständlich

Dige Wieder

hein ganz wveränderlich Nord beging,

ten Nacht für

r der Mörder erbarmungs bern gerann ift Herbert

bahingeraffi

t fein Mörder

es

wer?

it und wieder

Franzius ge

wenn ich bas

feben tönnte!"

Hus dem Gerichtssaal.

§ Landesverrat. Am Mittwoch hat vor dem vereinigten zweiten und dritten Strassenat des Reichsgerichts zu Leipzig unter großem Andrange des Publikums der Lan­desverratsprozeß gegen den Geschäftsreisenden Edo Becker aus Wolffenbüttel begonnen. Den Vorsitz führt der Se­natspräsident Treplin, die Anklage vertritt der Oberreichs­anwalt Olshausen, Verteidiger ist Rechtsanwalt Wild­hagen. Geladen sind elf Zeugen, drei Militärsachver­ständige und ein Dolmetscher. Außerdem wohnte im Auftrage des Ministeriums für Elsaß- Lothringen Poli­zeidirektor Zahn- Straßburg den Verhandlungen bei. Der Angeflagte ist im wesentlichen geständig, einem fran­zösischen Spion namens Menier militärische Korrespon­benzen und photographische Aufnahmen der Mezzer Festen ,, Lothringen" und Graf Haefeler" geliefert zu haben. § Irrsinnig oder nicht? Der ehemalige Reichtstags­abgeordnete Ostar Freiherr von Münch stand vor der Straflammer zu Berlin unter der Anklage, den Königl. türttembergischen Staatsminister v. Pischek, den Medi­zinalrat Dr. Dicß, den Oberamtmann Stieferhofer und andere dem württembergischen Ministerium des Innern unterstellte Behörden und Beamte im Sinne des§ 186 St.-G.-B. beleidigt zu haben. und zwar durch eine Bro­schüre ,, Württembergische Rechtspflege und Verwaltung". Der Angeklagte war seinerzeit in Württemberg zwangs­weise in eine Jrrenanstalt gebracht worden. Seine hier­gegen eingelegten Beschwerden hatten keinen Erfolg. Da­gegen erwarb v. Münch damals die preußische Staats­angehörigkeit, und das Polizeipräsidium zu Frankfurt a. M., dem der Angeklagte am 13. Dezember 1901 über­geben wurde, hielt seine Unterbringung in einer Frren­anstalt nicht für notwendig. Trotzdem läßt man ihn in Württemberg nicht seine dort schwebenden Zivilklagen ausfechten. Der Angeklagte schrieb nun die zur An­flage stehende Broschüre, in welcher er behauptet, geistig völlig intakt und das Opfer schwerer, von den württem­bergischen Behörden begangener Mißgriffe zu sein. Die Verhandlung wurde vertagt, damit die medizinischen Sach­verständigen Gelegenheit zur Beobachtung des Angeklag­ten fänden.

Lokales.

Gedenktafel für den 7. November.

1659. Pyrenäischer Friede zwischen Frankreich und Spanien. Frankreich erhält das Uebergewicht auf dem Non­tinent. 1773. Der preußische Reitergeneral Seydlig*. 1810. Der plattdeutsche Dichter Frizz Reuter*. 1870. Gefecht bei Chaumont.

=

** Etwas vom Trinkgeld. Ich bin kein Feind des Trinkgeldes, schreibt uns ein Freund unseres Blattes, aber das Trinkgeld hat mich schon oft geärgert. Nicht, weil ich es geben muß, sondern, weil ich nicht weiß, wem ich es geben soll. Ich komme in eine Weinstube und werde ebenso, wie alle anderen Gäste von einem jungen Manne in ein­facher Kleidung bedient. Als ich meine Zeche zahle, gebe ich dem jungen Mann ein Trinkgeld. Beleidigt schiebt er es zurück. Sollte ich ihm zu wenig gegeben haben? Bald erfahre ich durch einen Gast des Rätsels Lösung. Der junge Mann ist der Sohn des Wirts. Ich komme in ein anderes Lokal. Ein fein gekleideter Jüngling im Braten­rock bedient. Natürlich der Wirt oder sein Sohn. Als ich meine Zeche zahle, gebe ich dem jungen Manne natürlich kein Trinkgeld. Verwundert, sast verächtlich sieht er mich an. Ein Gast belehrt mich, es sei ein Kellner, der nach Sitte des Lokals nicht im Frack erscheine. Ich bin tief gebeugt. Um meinen Kummer zu vertrinken, gehe ich in ein drittes Wirtshaus, eine alte gemütliche Weinkneipe. Ein etwas mürrischer Jüngling bringt mir des Bacchus Gabe. Das ist der Sohn des Wirts, ersehe ich aus der Unterhaltung am Nebentische. Er ist's auch wirklich. Ich zahle meine Zeche und gebe diesmal, in dem sicheren Gefühl, nicht anzustoßen, kein Trinkgeld. Als ich aber auf­stehe, sehe ich, daß ein Gast, der am Nebentische zahlt, ein Trinkgeld gibt, das von dem Mürrischen freundlich angenommen wird. Wem soll ich also fünftig ein Trink­geld geben? Wie erkenne ich den Kellner und wie den Sohn des Hauses? Wie kann ich es erfahren, ob auch der letztere gewöhnt ist, ein Trinkgeld anzunehmen?

** Der Großherzog empfing am 5. November den Geh. Kommerzienrat Frhrn. Heyl zu Herrnsheim, den Leutnant Kranzbühler von der Reserve des 2. Dragoner- Regiments( Leib- Dragoner- Regiments) Nr. 24, den Leutnant Edler v. Scheibler von der Reserve des 1. Dragoner- Regiments( Garde- Dragoner- Regiments) Nr. 23, den Ministerialsekretär im Staatsministerium Dr. Valckenberg, den evang. Pfarrer Offenbächer von Albig, den Regierungsrat Schläger, den Hochbauaufieher Geyer, den evang. Pfarrer Kraus von Essenheim, den Regierungsrat Dr. Heil von Offenbach, den Rittmeister Westerweller v. Anthoni, Eskadronchef im 1. Dragoner­Regiment( Garde- Dragoner- Regiment) Nr. 23, den Hof­rat Kofler, den General- Sekretär des Komitees für das Richard Wagner- Denkmal Dr. E. Carlotta von Berlin. **( Militärdienſt nachrichten.) Aulich, Roß­arzt vom Hess. Train- Bat. Nr. 18, zum Feld.- Art.- Regt. von Peucker( 1. Schles.) Nr. 6, Woite, Roßarzt vom Hus.- Reg. König Humbert von Italien( 1. Kurhess.) Nr. 13, zum Heff. Train- Bat. Nr. 18 versetzt. Schallehn, Intend.- Rat, Vorstand der Intend. der 13. Div, Worbs, Jntend.- Assessor von der Korps Intend. des 18. Armeekorps zum 1. Januar 1903 gegen seitig versetzt.

** Die Rückkehr des Prinzen Heinrich von Kiel nach Darmstadt erfolgt Freitag Abend 833 Uhr.

Rekrutenvereidigung. Hute Vormittag ist in der Stadtkirche die junge Mannschaft" unserer 116er vereidigt worden; im Ganzen legten 720 Refruten den Fahneneid ab.

Brotabschlag. Wie uns heute mitgeteilt wird, haben die hiesigen Bäcker beschlossen, vom Montag ab den vier­pfündigen Leib Brot um 2 Pfennig billiger abzugeben. ** Gestern Abend hielten die beiden hiesigen freiwilligen Feuerwehren unter dem Rom­mando des Herrn Branddirektor Traber gemeinschaft­lich einen Brandangriff ab. Als Objekt waren

die beiden Güterschuppen der hiesigen Bahnhöfe aus-| ersehen. Bunft 8 Ubr stellten sich die beiden Wehren und rückten nach der Brand kätte. Beide Korps leisteten Vorzügliches, so daß im Fall der Gefahr solches Projekt bald abgelöscht wäre. Später famen die reiden Wehren im Saale des Hotel Einhorn" bei einem Glas Bier zusammen, wobei die Feuerwerkapelle fonzertierte. Branddirektor Traber begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden beider Korps, und sprach sich lobend über die Leistungen aus. Wenngleich zweierlei Tuch, so seien doch die Bestrebungen dieselben, nämlich Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr.

** Wie wir vernehmen wird unsere gesamte Studentenschaft dem o. Professor der Physik Dr Paul Drude, der den an ihn ergangenen Ruf an die Leip­ziger Universität abgelehnt hat, eine Ehrung in Form eines Fackelzuges darbringen, dem sich ein Kommers in Steins Garten anschließen soll.

** Fortbildungsschulwesen. In Oberhessen werden in diesem Jahre gegen 5000 Mt. Unterstüßung für ärmere Gemeinden zur Bestreitung der Fortbildungsschul­fosten verausgabt, davon entfallen auf solche Gemeinden des Vogelsbergs ca. 3000 Mt.

** Der Hessische Kriegerverband Hassia hat, wie wir von zuverlässiger Seite hören, in seiner am Sonntag in Darmstadt abgehaltenen Sigung beschlossen, ein eigenes Verbandsorgan vom 1. Januar 1903 ab wöchentlich einmal in Darmstadt erscheinen zu lassen.

**

*( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 1. Kl. 7. Großherzogl. Hessischen Landes­lotterie wurden nachstehende Haupt- Gewinne gezogen: 40 000 Mr. auf Nr. 84 245 nach Gonsenheim, 20 000 Mt. auf Nr. 25 179 teilweise nach Mainz und Gotha,

1000 mf. auf Nr. 45 157 nach Mainz, 400 Mt. auf Nr. 9257.

Ohne Gewähr.

** Kriegerverein. Wie immer zum Beginn eines Monats hielt gestern der hiesige Kriegerverein im Restaurant Feidel seine Monats- Versammlung ab. Gelegent­lich dieser hielt Herr Leutnant d Res. Keller- Mainz einen höchst interessanten Vortrag über die nationale und soziale Bedeutung des Heeres, der von allen Anwesenden mit größter Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Ein dreimaliges Hoch auf den Landesfürsten schloß die Versammlung und heitere Fidelitas trat an Stelle des vorherigen Ernstes.

** Leipziger Sänger. Am Dienstag, den 11. und Mittwoch, den 12. d. Mts. veranstalten die Leipziger Quartett und Konzertsänger in Steins Garten unter Direktor Eyles zwei Humoristische Abende. Ueber die Leistungen des Quartetts geben wir nachstehend eine Kritik der W.- 3tg." roieder: Allemal, wenn sich die Wilh. Eyles altrenommierten Leipziger Quartett und Konzertsänger zu einer Soiree anmelden, dann geht gewissermaßen eine fleine Bewegung durch. unsere Stadt: da müssen wir hin! Gestern abend waren die Sippläge im Saale des Kurhauses schon lange vor 8 Uhr vergriffen, und nur mit Mühe gelang es später kommenden, noch einen Stuhl von irgend­woher zu erwischen; eine geradezu beängstigende Fülle wiesen Saal und Gallerie auf. Jedenfalls ist das ein Zeichen, daß die Sänger sich bei uns eines guten Rufes erfreuen. Und diesen Ruf haben sie in dem gestrigen Konzert vollauf gewahrt. Wenn es darum zu thun war, einige Stunden urwürzigen Humors zu genießen, wer einmal herzlich Lachen wollte, der kam bei den Leipzigern vollauf auf seine Rechnung. Das Programm wies 11 Nummern auf; der nicht endenwollende Bei­fall veranlaßte die Sänger jedoch zu verschiedenen Zu­gaben, sodaß schließlich die Zahl 25 herausfam. Neben den tonschön wiedergegeben Quartetten und Einzel­borträgen sind es namentlich die humoristischen Sachen der Herren Eyle und besonders Römer, welche den Zu­schauer aufs allerheiterste stimmen. Von den Einzel­borträgen wurde u. A. der Harzgruß", vorgetragen von Herrn Ebert, sehr beifällig aufgenommen. Ein ausgezeichneter Damenimitator ist Herr Del tsch, der in seinem ganzen Auftreten und seiner hübschen Sopran ( Kopf-) stimme von einer wirklichen Dame kaum zu unterscheiden ist. In seiner Zugabe die Beichte" sang er außer Sopran einen klaren Baß. Den Schluß des Abends bildete das humoristisch- musikalische Gesamt­spiel die imitierten Tyroler", welches ebenfalls stürmische Heiterfeit hervorrief. treten die Sänger noch einmal auf, und wir können -Heute Montag, den Besuch nur bestens empfehlen.

seit einigen Tagen vermißt wurde, hat von Pommern ** Wieder gefunden. Der Student Heu ß, welcher gebeten mit der Motivierung, daß er als reumütiger aus, wohin er sich gewandt hat, seine Eltern um Geld Sohn wieder zurückkehren will. Er stammt aus Arms­heim in Rheinhessen.

Unsere Städtische freiwillige Feuerwehr feiert nächsten Samstag im Café Leib ihr 47. Stiftungs­fest. Recht gemütliche F stſtunden sind den Kameraden, welche sonst in Not und Gefahr hilfebereit sind, von Herzen zu gönnen.

( Bahnhofstraße) hierselbst findet am Donnerstag, den ** Recitations- Abend. Im Felsenkeller 13. d. Mts. ein Recitations- Abend statt. Zur Aufführung gelangt ,, Die Sünde."

Lustspiel: Pariser Leben" gegeben; Edith ** Im Orpheum wird heute Abend das Wilhard'sche Norden, die bekannte Schauspielerin, tritt in dem Stück als Gast auf.

** Der Wohlthätigkeitsverein Contentia" hatte mit seinem am letzten Samstag arrangierten Familien­abend einen vollen Erfolg. Der Saal in Steins Garten war voll besetzt; das gebotene Programm war sehr abwechslungsreich Einen besonderen Anklang

fand das Theaterstück Tante Mayer oder die Ein­quartierung im Spreewald" und die in Scene gesetzte Saalpost. Ein gemütliches Tänzchen beschloß den Abend.

Am anderen Tag zog, wer noch wollte, nach dem Windhof", hier war es ebenfalls sehr bald gemütlich, sodaß man allgemein bedauerte, daß das Bieberlieschen" nicht noch zu späterer Nachtstunde die Heimbeförderung übernahm.

Aus Hessen und nachbargebieten.

** Großen- Linden. Der Bläschenausschlag in ver­schiedenen hiesigen Gehöften ist erloschen.

O Grünberg erhält nunmehr wenn auch die Ver­handlungen noch darüber schweben ein neues Steuer­fammiffariatsgebäude. In Homberg a. d. O. ift man in gleicher Sache schon weiter, dort ist bereits der Plaß schon bestimmt zum Neubau eines Steu rkommissariatsgebäures.

Ruppertenrod, 5. Nov. Der unserem Gendarmerie­beziif seit 6 Jahren vorstehende Wachtmeister Dörr ist mit gestern nach Kirtorf verzogen. Sein freundliches Wesen, vereint mit Gerechtigkeitssinn, haben dem Scheidenden zahlreiche Freunde erworben, so daß sein Weggang all­gemeines Bedauern erregt.

** Burg- Gemünd. Am hiesigen Stationsgebäude wird ein größerer Anbau ausgeführt, welcher bereits bis auf Sockelhöhe gediehen ist und vor Winter noch fertiggestellt werden muß.

** In Zell- Romrod wird für den Großherzog gebaut. Dasselbe soll im Innern den Charakter eines an das Stationsgebäude ein Fürstenzimmer an­Jagdzimmers erhalten.

*** Lauterbach. Ter hiesige Bahnhof wird demnächst durch einen großen Umbau vergrößert werden; die Arbeiten hierfür sollen in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden. Auch in Salzschlirf wird der Bahnhof durch Anbau be­deutend vergrößert.

Seite geschrieben, daß die Errichtung des großen Schieß­** Rettinghausen. Es wird uns von sehr identischer plazes nahe unseres Dites nunmehr beschlossene Sache sein soll. Mehrere höhere Militär- und Regierungsbeamte aus sehr eingehend. Die durch die event. Errichtung des neuen Berlin weilten dieser Tage hier und besichtigten das Terrain Schießplages interessierten Grund- und Hausbesizer thun gut daran, wenn sie jetzt mit etwas Reserve arbeiten.

:: Aus dem Ohmthale, 5. Nov. Das schöne November­wetter wird von unseren Landwirten recht willkommen ge= heißen, da mit der Weizenbestellung noch mancher im Rück­stande ist. Durch das anhaltend schlechte Wetter der ver­gangenen Wochen lag auch die Möglichkeit nahe, das Un­pflügen der Stoppeläcker unterlossen zu müssen. So kann das Vieh sogar noch die Weide benutzen.

Ober- Abtsteinach, 5. Nov. Das einzige dreijährige Kind der Eheleute Leonhard Berberich dahier fiel in einen Topf kochenden Wassers. Es starb alsbald an den erlittenen Brandwunden.

** Vilbel, 5. Nov. Der 26jährige Weißbinder Ickler ist nicht, wie gemeldet wurde, aus dem Zug gesprungen und dabei aus Zufall überfahren worden, sondern er hat den Tod freiwillig auf den Schienen gesucht, weil er arbeits­

log war.

** Kirchhain, 5. Nov. Gestern fand der letzte der dies­jährigen Viehmärkte statt. Da die Landwirte mit den Ernte­und Bestellungsarbeiten ziemlich fertig sind, hatten dieselben den Markt start besucht und herrschte deshalb schon vom frühen Morgen in den zum Markt führenden Straßen ein lebhaftes Treiben. Der Rindviehmarkt war mit zirfa 500 Tieren befahren, Händler waren in großer Anzahl erschienen und entwickelte sich bei guten Preisen ein flottes Geschäft. Der Schweinemarkt war ebenfalls stark befahren, auch hier wurden viele Verkäufe abgeschlossen, doch fonnte man noch nicht von einem Sinken der Preise sprechen. Saugfertel fosteten je nach Qualität 24-40 Mt., Läuferschweine bis zu 80 Mt. pro Paar.

** Fulda, 3. November. Die Stadtverordneten­Versammlung hat den Antrag betr. Einführung der Bedürfnisfrage für das Schankgewerbe mit 17 gegen 10 Stimmen abgelehnt.( Die städtische Verwaltung Gießens war nach 3jähriger probeweisen Einführung eines dahingehenden Ortsstatuts der Ansicht diese Einrichtung für Gießen zu einer dauernden zu gestalten.)

** Bingen, 5 Nov. Bei den bevorstehenden Reichs­tagswahlen wird im Wahlkreise Bingen- Alzey das Zentrum, das bei den letzten Wahlen die Freisinnige Volkspartei( Schmidt) unterstüßt hatte, eine eigene Kandidatur aufstellen.

Köln, 6. November. Mit Genehmigung zum Erzbischof gewählt worden. des Papstes ist Weihbischof Dr. Antonius Fischer

Brietkasten der Redaktion.

N. N.. hier. Sie wollen gern wissen, ob der hiesige Marineverein die auf seinem legten Stiftungs­feste gegebenen Theaterstücke nochmals zur Aufführung bringt. Von verschiedenen Seiten sind derartige An­fragen an den Vorstand ergangen, sodaß der Vorstand lung diese Frage zur Tagesordnung zu bringen. sich wohl veranlaßt sieht, zur nächsten Generalversamm­

Aut

Weylar, 5. Nov. dem hiesigen Wochenmarkt kostete das Pfund Butter 1.15 Mr., Eier 2 Stück 19 Pfg.

Druck und Verlag der Gießener Verlagsbruderei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruderei( gegr. 1783; für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Billiges Kochrezept( Preisgekrönt). Alle grünen und trocknen Gemüse, wie Erbsen, Bohnen, Linsen, Reis, Graupen 2c.. in Wasser gekocht, erhalten einen fräftigen, einen Fleschbrühe­gefchmad, wenn man für einige Pfennige ,, WUK" aufeßt.( Große Ersparnis bei den jebigen theuren Fleischpreisen). ,, WUK" ist schon in Probebüchsen à 25 Pfg. überall zu haben.