Ausgabe 
3.7.1902 Erstes Blatt
 
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Schreiner über. Der Preis beträgt 40 000 Mt.

1910 in Silber zu geftatten wegen der großen Verluste,| Morgenspaziergang nach dem Philosophenwald unter| heute durch Kauf an Herrn Mezgermeister Friedrich die es in Folge der Entwertung des Silbers zu er­tragen habe.

Ein offenes Sendschreiben an den Kaiser veröffentlicht Professor Lehmann- Hohenberg in der neuesten Nummer seiner Zeitschrift Voltsanwalt". Professor Leh­mann beklagt darin, daß sich in der Umgebung des Kaisers leine Männer befinden, die über das nötige biologisch technische Wissen verfügen, um gemäß der Anregung des Kaisers die Deutschen deutsch zu erziehen. Er entwirft dann weiter ein nicht sehr schmeichelhaftes Bild von den Rath­gebern des Kaisers:

Deine jezigen Minister und Geheimen Räte fönnen das nicht machen; ja, sie sind nicht einmal imstande, die Dinge zu sehen, wie sie sind, und leisten somit nicht das, was das Volk von ihnen erwarten darf.

Ein Schreiben von mir an den Herrn Reichskanzler Grafen v. Bülow, hat nicht die Beachtung gefunden, die ich erwartete. Ich will mir nun nicht länger den Weg zum Dhr meines Fürsten versperren lassen. Zehn Jahre bemühe ich mich bereits darum, und das zeigt, daß es nicht so ist, wie es sein sollte. Auch spreche ich nicht als Einzelner, sondern ich bringe einen Notschrei des deutschen Volkes vor

Dein Ohr, der bislang an dem Walle Deiner Beamten

verhallte."

Und zum Schlusse sagt Professor Lehmann:

" Höre also die Stimme des Volkes, erkenne die Wahr­heit, berufe Männer in Deinem Rat, die hier zu helfen verstehen, und werde zu einem Erfüller sozialer Gerechtig­teit! Gott erleuchte und erhalte Dich zum Segen des deutschen Volkes!"

Giessener Cagesneuigkeiten.

nahm, erzählte uns, daß er auf dem Schlachtfelde" nicht weniger als 203 leere Bierfässer von ver­schiedener beträchtlicher Größe gezählt habe. Wenn man daraus den allgemeinen Kazenjammer berechnen wollte, o weh!! Im allgemeinen fann man mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden sein. Unangenehme Zwischenfälle, die sich bei solchen großen Festen kaum 3wischenfälle, die sich bei solchen großen Festen kaum vermeiden laſſen, tamen unseres Wissens nicht vor. Auf ein an unseren Landesfürsten abgesandtes Telegramm ging heute morgen an Herrn Bürger­meister Mecum per Draht folgende Danfantwort ein: Bürgermeister Mecum Gießen.

Se. Königliche Hoheit der Großherzog lassen der zur Feier der Immatrikulation des tausendsten Studenten gestern stattgehabten Festversammlung für aufmerk­same Begrüßung bestens danken und wünschen der alma mater Ludoviciana auch für die Zukunft von Herzen bestes Gedeihen.

Römheld, Geh. Kabinetsrat.

* Das Prädikat Professor wurde dem Oberlehrer Th. Schaumann am hiesigen Realgym­nasium verliehen.

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* Das diesjährige Manöver des 18. Armeekorps wird, wie wir schon berichteten in den Kreisen Hanau, Gelnhausen, Frankfurt a. M., Höchst, Obertaunus, der Provinz Oberhessen bis Gießen hin abgehalten werden. Am Schluß desselben wird Artillerie und Infanterie das Dorf Nüddigshausen, welches zu den Gemeinden gehört, die von dem Militärfisfus als Uebungsplatz für das 18. Armeekorps angekauft wurden, in Brand schießen. Eine Anzahl Dörfer werden auf diese Weise vom Erdboden ver­schwinden. Der llebungsplatz liegt in der Nähe von Gießen. Buttergese ß. Seit dem 1. Juli darf Butter, welche in 100 Gewichtsteilen weniger als 80 Gewichtsteile Fett, oder in ungesalzenem Zustande mehr wie 18 Gewichtsteile Wasser enthält, gewerbs­mäßig nicht mehr verkauft oder feilgeboten werden.

*** Der ordentliche Professor der klassischen Philo logie an unserer Univerſität Dr. G. Gundermann hat nommen. Er wird sein neues Amt mit Beginn des Wintersemesters antreten. ** Landeslotterie. Bei der gestern stattgehabten Bei der gestern stattgehabten Ziehung der 4. Klasse der Hessischen Landeslotterie wurden folgende Nummern gezogen: 55 000 Mt. Prämie und 20 000 Mt. Hauptgewinn fielen auf Nr. 33284 nach Gießen. 10 000 Mt. auf Nr. 27990 nach Mainz. 5000 Mt. auf Nr. 42605 nach Darmstadt. 3000 Mt. auf Nr. 44975 nach Worms. 2000 Mt. auf Nr. 1858 nach Bingen, Nr. 39234 nach Worms, Nr. 52438 nach Mainz. 1000 Mt. auf Nr. 5797, 400 Mt. auf Nr. 4127, 9578, 23775, 29296, 52766. 26523, 27481, 30709, 30995, 35501.300 Mt. auf Nr. 4763, 6027, 15216, 18715, 20487, 27436, 31668, 200 Mt. auf Nr. 3143, 5291, 37190, 45968, 48892. 5602, 6128, 7965, 9924, 13431, 14235, 15373, 17488, 22156, 24702, 25384, 26180, 26718, 30770, 41551, 45912, 48691, 51279, 26887.- An dem Hauptgewinn von 75 000 Mt. ist auch ein hiesiger Schriftseßer be­teiligt, der mit zwei Verwandten ein Achtel- Los ge­spielt hatte.

r. Ein stattlicher Zug bewegte sich gestern Abend um 5 Uhr durch die festlich geschmückten Straßen unserer Stadt.. Drei Spizenreiter im Vollwichs ritten boran. Es folgten dann eine Reihe Wagen, die u. a. Magnificenz Prof. Dr. Hansen und Herrn Bürger­meister Mecum zum Festplatz brachten. An die Wagen schloß fich der imposante Zug der Studentenschaft an. Nachdem sich die Testteilnehmer an den Tischen nieder­gelassen, ertönte Trompetensignal und Herr Bürger­meister Mecum erschien als erster Redner auf der Tribüne. Seine sicher gegebenen Worte flangen in ein Hoch aus auf unserem Kaiser und Landesfürsten. Herr Rektor Dr. Hansen als nächster Redner gab seine Freude über das schöne Verhältnis zwischen Stadt und Universität Ausdruck und stattete im Namen der letz­teren der Stadt den Dant ab. Seine Worte wurden vielfach mit Beifall unterbrochen. Am Schluße stellte er dem Publikuni noch den 1000 sten Studenten stud. med. Simons vor. Als Folgenden hörten wir den Präses der Hasso- Rhenania reden, der in seine Worte die gute Aufnahme der Studentenschaft seitens der Bevölkerung hervorhob u. daraufhin einen Salamander reiben ließ. Auf dem Festplatz entwickelte sich bald ein reges Leben und Treiben. Die belegten Brode und das Die Bedienung durch Freibier mundeten vorzüglich. Die Bedienung durch die Soldaten war ausgezeichnet man brauchte nicht Hunger und Durst zu leiden. Meistens konnte leider nur

ein kleiner Teil der etwa 5000 föpfigen Menge hören und auch dieser nur unvollkommen, da natürlich der Menschenmenge entsprechend ein ziemlicher Lärm war. Bis 11.30 Uhr vergnügte man sich so bei Gesang Tanz urd Mufit. Dann fam der Heimmarsch mit Lampions. Es gewährte einer wundervollen Eindruck, die endlose Reihe buntfarbiger Ampeln aus dem Walde heraus zur Stadt ziehen zu sehen. Als die letzten gerade die neue Kaserne passierten, langten die ersten bereits auf dem Ludwigsplatz an. Heute sieht es auf dem gestern so froh belebten Festplatz wüst und öde aus. Ein Freund unseres Blattes, der heute in der Frühe einen

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Geerteerd.

Novelle von E. Vely.

( Nachdrud verboten.)

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Erdbeeren. Die Erdbeere ist diejenige Frucht, die sich am meisten beeilt, auf dem Tisch zu erscheinen, um schon durch ihr verlockendes Rot jezt allgemein zum Genusse einzuladen, durch ihren wür­zigen Geschmack zu ergößen und zu erfrischen. ist der bunt bemalte Herold, der das baldige Erscheinen des herrlichen Sommers mit seiner von nun an stets zunehmenden Fruchtfülle verkündet, sie ist die Frucht, die nicht nur zur angenehmen Befriedigung zarten Geschmackes dient, sondern auch gesundheitlich durch allgemeine blutreinigende und appetitanregende Wir fung sich ausgezeichnet. Alle Fruchtsäfte sind das beste Mittel gegen brennenden Durst an warmen Tagen. Man sollte sie zu diesem Zwecke mit Wasser gemischt vielmehr anwenden. Die Erdbeeren speziell sind ein vorzügliches Mittel gegen Rheumatismus, der bekannt­lich mit besonderer Hartnäckigkeit festen Fuß im Körper faßt. Schon der berühmte Naturforscher Linne hatte gefunden, daß Erdbeeren vortrefflich gegen Rheumatis­mus wirken. Der reine Instinkt führte ihn auf diese Früchte, nachdem er verschiedene ärztliche Mittel um­sonst angewandt hatte. Am meisten wirken die Erd­beeren gleich des Morgens reichlich genossen. Berlin hat einen derartigen Umfang angenommen, daß es zur Durchführung einer ordnungsmäßigen und ist, in der Aufschrift der nach Berlin gerichteten Briefe außer dem Postbezirk( N., N. O. W. usw,) auch die Nummer des Post amts anzugeben, von dem die Berlin N. W. 6). Selbstverständlich muß die Aufschrift Briefe bestellt oder abgeholt werden( z. B. Berlin W. 9, auch die Angabe der Straße, der Hausnummer, des Adresse muß also beispielsweise lauten:

* Am nächsten Sonntag veranstaltet der Wohlthätigkeitsverein Contentia" wieder ein Sommer­fest auf der schönen Aussicht. Bis jetzt waren sämtliche Veranstaltungen der Contentia in diesem Jahre sehr gut besucht und wohlgelungen. Hoffen wir, daß auch das Festprogramm für nächsten Sonntag, das den früheren an Reichhaltigkeit nichts nachgiebt, wieder zahl­reiche Freunde und Freundinnen findet.

Was nügt's? antwortet Maniel, mit dem einen Auge ist mir's doch schwer.

g. Im Etablissement Orpheum fonzertieren bis zum 15. Juli allabendlich 5 Damen und 2 Herren. ** Volksbad.

Im Juni wurden verabreicht

10 737 Bäder gegen 8502 im Mai 1902 und 10 606 im Juni 1901, oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 390 Bäder gegen 315 im Mai 1902 und 393 im Juni 1901. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt: Schwimmbad 4593 Männer, darunter 601 zu 10 Pfg. 1418 Frauen, 319, 10 Wannenbäder 1. Kl. 299 Mäner, 143 Frauen. 2. Kl. 855

Geerteerd hat ein leises, ungläubiges Lächeln, sie hat's nie ergründen können, ob das Auge der Vorwand ist für die Lesens­und Schreibens- Unkundigkeit des Alten.

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Dampf- und Heißluft, sowie Massage zusammen: 143 Männer, 31 Frauen. Brausebäder 2039 Männer, 143 Männer, 31 Frauen. 534 Frauen. Die Personenwage wurde von 280 Personen benutzt. Das Bad von 11 Personen be­sichtigt.

-* Besitzwechsel. Das kürzlich von Herrn H. Winn erworbene Leosche Besitztum am Seltersweg 73 ging

ihm in der That lieber geworden war, als er's gestehen will, auch nicht mehr zu schreiben, aber er setzt doch hinzu: Was will er denn?

Sie liest mit monotoner Stimme:

Seit jenem Abend, liebe Geerteerd, ist's mir schlecht er= gangen in meinem Gemüthe- ich habe nicht rechte Ruhe finden können, weil ich keine rechte Auslegung für das Ereigniß hatte. Eins nur habe ich gleich gefühlt, daß die alten Wünsche begraben werden müßten schnell und ohne Abschied bin ich fort­

So nimmt sie den Brief. Ein glänzendes weißes Blatt gegangen, es war wohl das Beste für uns Beide. fällt ihr daraus entgegen, von dem liest sie ab:

,, Helene Fromming und Fritz West."

Das bedeutet wohl gar- macht Maniel und sieht sie an und stockt dann wieder.--

Sie nicht. Das ist eine vornehme Art, wie man den Leuten sagt, daß die Beiden einander heirathen wollen- ist hier einmal unter Badegästen vorgekommen! erklärt Geerteerd mit ruhiger Stimme.

Gefällt mir nicht! antwortet Maniel, wobei es dem Mädchen überlassen bleibt, sich zu denken, daß er die Art oder die That­sache meint.

Er dampft ziemlich gewaltig, spuckt aus, räuspert sich und sagt: Wenn das auch schon vornehm thut.

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Geerteerd's Garn hat sich verwickelt, sie braucht nicht zu ant­

worten.

Wenn's Einer angab, daß er das Leuchtfeuer just an dem Abend vernachlässigt hat, konnt's ihm schlimm gehen, grollt der Seemann.

An dem Abend, murmelt Geerteerd und wird plötzlich blaß. Maniel scharrt mit dem Fuße. Da liegt ja noch was Schrift­liches.

-

Der Briefverkehr in

Gebäudeteils und des Stockwerks enthalten. Die

An

Herrn Kaufmann Wilh. Schulze in Berlin N. W. 6.

Albrechtstr. 7, Hinterhaus, 3 Treppen links Das von der Postverwaltung herausgegebene Ver­zeichnis der Straßen und Pläge Berlins, das an allen Bostschaltern eingesehen werden kann, ergiebt des näheren, zu welchem Bestellpostamt jede Straße und ieder Plaz in Berlin gehört.

Leicht ist mir's nicht geworden, Geerteerd, und den lustigen Friz haben die Leute gar nicht wieder erkennen können. Keiner hat erfahren, warum, aber was mich ängstigte, war der Gedanke, daß eine Anklage kommen könnte. So ungerecht sie gewesen wäre, ich hätte sie erdulden müssen. Die Augst ist nun endlich von mir genommen und ich bin im guten Brot und habe keine Klage mehr. Meine alte Mutter will's aber nicht mehr leiden, daß ich so allein bin in der Fremde, und hat für mich nach einer rechtschaffenen Frau gesehen.

Auf Umwegen habe ich von Ihrer Genesung gehört auch die meinige zeigt Ihnen beifolgendes Blatt. Mit Grüßen und Ihr Frizz West." Wünschen für Sie und Vater Maniel

Donnerwetter, fällt Maniel ein, wenn ich mehr als das Letzte davon verstanden habe, so soll mich ein Hai lebendig schlucken!

Geerteerd antwortet nicht.

Aus Hessen und Nachbargebieten.

wo er an e

Trieb befrie über ihn w wurde mit gebracht. fchaft zur U zurechnungs tt. Wor Turnfest.) ab: Empfan

A Herborn( Dill), 30. Juni. Auf dem heute abge= haltenen 7. diesjährigen Warft waren aufgetrieben 344 Stüd Kindvich und 619 Schweine. Es wurden bezahlt für Fett­vieh und zwar Ochsen 1. Qual. 69-72 Wt., 2. Qual. 67 bis 69 Mt., Kühe und Rinder 1. Qual. 60-65 Mt., 2. Qual 54-57 Mt. per 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkt fosteten Ferkel 60-75 Met, Läufer 85-110 Mt. und Einlegsweine 120-150 Mt das Paar dit

Wenn's an eine Stadtjungfer wäre, die möchte sich was herauslesen! poltert der alte Seebär wieder.

Da hebt das Mädchen sein blasses Gesicht und sagt leise: Ich hab's verstanden, Vater, Alles, wie's gemeint ist.

Maniel zieht dicke Wolken aus seiner Pfeife und brummt nach einer Weile aus denselben heraus: Nun, so sag's, daß ich auch klug werde. Sie nicht. Sobald ich's kann, Vater!" seinetwegen brauchte der Fremde, der Das scheint ihm auch recht und sie reden nicht mehr darüber.

Das Mädchen hebt das Blatt empor.

Das ist ein Brief!-

So ein Brief

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von Fritz West! flüstert sie.

-

Geerteerd sieht in die sinkende Sonne. Ja, sie hat es immer gewußt, daß einmal eine Stunde kommen müsse, die so etwas wie eine Beichte bringen würde; aber so lange die Sonne scheint, geht das nicht, die Dämmerung muß ihre Züge verschleiern, meint sie.

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Sie blickt den alten Vater an und fragt sich dann wieder: Muß man beichten? Muß ein Anderer mitwissen, woran man genug selber zu tragen hat? Er trägt ja auch und sie? sie hat erst nicht besser sein wollen, als die Mutter und ist dann auch in des Vaters Fußtapfen gegangen.

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Es muß wohl so sein, wie Talke gesagt hat: es ist im Blute kann sich Eins dagegen wehren?

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Sie kann den Blick nicht vom Vater wenden. Er sitzt so ruhig und behaglich da, hat früher immer so gesessen- und doch lastet etwas auf seiner Seele.

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Sie legt das Strickzeug neben sich, rückt ein wenig näher an ihn heran, ohne daß er's merkt, und dann sagt sie halblaut: Mich däucht, Vater, ich habe von Deiner Art in mir!

Er stößt ein Knurren aus; sie weiß nicht, ob Zorn oder Selbstgefälligkeit die Ursache davon sind. Von meiner Art, wiederholt er. Sie wundert sich, daß er nicht darob erschrickt freilich, er weiß ja nicht um ihre That. Damals, mit dem Seehund wirft er hin, hab' ich's auch denn Deiner gesagt und dann kommt es nach: Ist gut Mutter Art-

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-

Er schweigt, sie auch sie hängt beschämt den Kopf tief auf die Brust.

Ihre Haare hast Du und ihre Augen auch, spricht Maniel, sonst nichts ist gut.-

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Sie möchte in den Boden sinken, es jammert sie in diesem Augenblick um den alten, gläubigen Mann, den sie hat ver­lassen wollen, wie es ihre Mutter gethan.

Hab's überwunden, murmelt Maniel, ist lang her.

( Fortseßung folgt.)

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