eig
3
en. d
II. kirche:
argkir
che:
8
0
Wuctürche;
Argkirche;
8
141
.
— 22 10
Intelligenz-Blatt
fuͤr die Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M. AA.
Regierungsblatt⸗ Auszüge.
Nr. 19 vom 31. Mai: 1. Bekanntmachung Großh. Mini— ſteriums des Innern vom 15. Mai, daß des Großherzogs König— liche Hoheit zu beſtimmen geruhten, daß die Kreisveterinärärzte den Amtstitel ⸗Kreisveterinararzt des Veterinärbezirks N., zu führen haben.— II. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürf⸗ niſſe in den Gemeinden des Kreiſes Nidda für 1854.— JI. Desgl. im Kreiſe Schotten.— IV. Umlagen zur Beſtreitung der Commu— naldedürfniſſe der israelitiſchen Religlonsgemeinden des Kreiſes Großgerau für 1854.— V. Umlagen zur Beſtreitung der Com— munalbedürfniſſe der Gemeinden des Kreiſes Biedenkopf für 1854. — VI. Desgl. im Kreiſe Lauterbach.— vn. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 20. Febr. dem Schullehrer Landmeſſer zu Wachenheim die 1. evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Undenheim, 2. Mai dem Schullehrer Maſſing zu Gadern die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Aſtheim,— 4. Mai dem Michael Schirmer zu Gießen die Stelle eines Canzlei- und Carcer⸗ dieners in Verbindung mit der Stelle eines 3. Unterpedellen bei der Landesuniverſität,— 10. Mai dem Schulvicar Fritſch von Hofheim, dermalen zu Lengfeld, die 3. evang. Schullehrerſtelle zu Zwingenberg, — 12. Mai dem Schullehrer Miße zu Rüchendach die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Hainbach und am 17. Mai dem Schulvicar Chriſt⸗ mann zu Nordheim die 2. evangeliſche Schullehrerſtelle daſelbſt zu übertragen.— VIII. Dienſtentlaſſungen: am 26. April Ge⸗ richtsvollzieher Gillig zu Mainz, 15. Mai Oberförſter Ibrig zu Erbach, beide auf Nachſuchen.— IX. Verſetzungen in den Ruhe⸗ ſtand: am 26. April der gemeinſchaftliche Aicheommiſſär der drei Rheinuferſtaaten Heſſen, Baiern und Naſſau Pietſch zu Mainz, auf Nachſuchen,— 13. Mai der Schullehrer an der 3. Stadtmädchen⸗ ſchule zu Darmſtadt Allgayer.— X. Concurrenz für: die neuerrichtete Stelle eines Hülfsgeiſtlichen bei der unirten Gemeinde zu Offenbach mit jährlich 500 fl.
Guſtav-Adolf-Stiftung.
Die kirchliche Jahresfeier des Wetterauer Zweigver— eins der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung ſoll den 18. d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, zu Kaichen Statt finden. Indem wir dieß zur öffentlichen Kenntniß bringen, erſuchen wir die Herrn Geiſtlicheu, es in ihren Gemeinden gefälligſt be⸗ kannt geben, der Verſammlung ſelbſt beiwohnen und Andere zur Theilnahme veranlaſſen zu wollen. Wenn ſich bei den Unterzeichneten bis zum 16. Juni die gehörige Anzahl Mit— fahrender gemeldet hat, ſo ſoll Sonntags um ½12 Uhr ein Familienwagen von Friedberg nach Kaichen abgehen.
Friedberg den 8. Juni 1854.
Dr. Sell, Vorſitzender. Dr. Mattyias, Schriftführer.
Sonnabend den 10. Juni
1854.
Einladung
zur Jahresverſammlung des Guſtav⸗Adolf-Vereins am 21. Juni 1834 zu Alsfeld.
Der Hauptverein der G.⸗A.⸗Stiftung im Großherzog⸗ thum Heſſen, hält am 21. Juni d. J. in hieſiger Kreis— ſtadt die Jahresverſammlung. Indem der Vorſtand dieß hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet derſelbe zugleich recht freundlich zur Theilnahme ein und bemerkt, daß ein gemeinſchaftliches Mittagseſſen im Frieſiſchen Garten Statt findet, daß fur freie Wohnungen geſorgt worden iſt, und daß deßfallſige Wuͤnſche mit Vergnügen vernommen und erfüllt werden ſollen. Schriftliche Anmeldungen wollen wegen der Aufträge an den Speiſewirth recht bald an den Unterzeichneten, perſonliche aber am Vortage des Feſtes an das hierzu ernannte Comité auf dem Rathhauſe gefällig gerichtet werden.
Alsfeld den 27. Mai 1854.
Miszellen.
Ein alter Sonderling, der aber dabei noch ungemein behend und rührig war, hatte in ſeinem Garten einen Ar— beiter, welchem man ſo etwas gerade nicht nachſagen konnte. „Heda, Hans,“ ſagte er eines Morgens zu ihm,„haſt Du wohl jemals eine Schnecke geſehen?“—„Ja wohl,“ erwie⸗ derte Hans.—„Nun dann,“ ſagte der alte Sonderling,„mußt
Du ihr begegnet ſein, denn eingeholt hatteſt Du ſie keines— falls.“
Ein vornehmer Herr, der aber ſehr wenig gelernt hatte, ſah einſt einen berühmten Philoſophen eine ſeltene und koſtbare Speiſe verzehren und ſagte:„Sie? ſind die Philo— ſophen ſolche Leckermäuler?“— Sogleich antwortete dieſer: „Glauben Sie denn, mein Herr, daß die guten Sachen nur für Dummkoͤpfe beſtimmt ſind!“
Lehrer. Herr Director, ich komme, Ihnen fur die Zulage von zehn Thalern jährlich herzlich zu danken. Di— rector. Was? Zehn Thaler?— Sie haben ja 40 Thaler Zulage erhalten!!— Ihre Dienſtwohnung im Schulgebäude haben wir für dieſes Jahr ſtatt 30 Thaler auf 50 Thaler veranſchlagt, das Holz ſtatt 10 Thaler jetzt bei doppelten Preiſen auf 20 Thaler und 10 Thaler baar.— Hoffentlich werden Sie jetzt nicht mehr uͤber Noth zu klagen haben.


