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Friedberg.
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Intelligenz-Dlatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
. 28.
Sonnabend den S. April
1854.
2 2 1 erich t des Ausſchuſſes des Vereins gegen Bettelei zu Fried— berg für das Jahr 1835.
Auch in dieſem Jahre iſt wieder zu beklagen, daß manche Mitglieder aus dem Vereine, deſſen Wohlthaten in ſtets ſich erweiterndem Kreiſe anerkannt werden, ausgetreten ſind, dagegen hat aber die Aufforderung an die neuen Be— wohner Friedbergs zur Folge gehabt, daß faſt ſämmtliche dem Vereine beigetreten und die Kräfte des Vereins da— durch gewachſen ſind, was um ſo erfreulicher war, als durch die eingetretene Noth die Anſprüche auf Unterſtützung durch den Verein ſich vermehren mußten.
Die wirkliche Einnahme des Vereins betrug im vori— IJ... 868 fl. 16 ½ kr. alſo beinahe 100 fl. weniger als im Jahre 1852; die Unterſtützung dagegen:
1) für Arme in den Nachbarorten 89 fl. 30 kr. an durchgereiste Hand—
werksgeſellen 520„ 48„
3) die Verwaltungskoſten Wan 117 24„ die Geſammtausgabe 727 54,
ſo daß am Schluſſe des Jahres ein Kaſſenvorrath von 140 fl. 22½ kr. blieb, welcher den Verein in den Stand ſetzte, die billigere Abgabe der Kartoffeln an Undemittelte zu Friedberg, wozu 200 fl. verwendet werden mußten, aus— zuführen.
Die Zahl der Unterſtützten aus den Nachbarorten detrug 25 und der durchreiſenden Handwerksgeſellen 5208.
Iſt es nun auch den Anſtrengungen des Vereins nicht zelungen, dem Betteln in der Stadt vollſtändig zu ſteuern, o iſt dabei doch auch zu erwägen, daß die Urſachen davon heils in der Nichtunterſtützung des Vereins durch Bewohner
der Stadt, welche lieber ſelbſt die Almoſen austheilen wol— len und deßhalb dem Vereine gerade entgegenwirken, theils aber auch in dem durch die Theuerung der Lebensmittel eingetretenem großen Nothſtande liegen, welcher veranlaßt, daß Bettler aus weit entfernten Gegenden, wo dergleichen Vereine noch nicht beſtehen, erſcheinen, welche der Verein nicht unterſtützen kann, jedoch die Wirkung hat, daß auch die Gewohnheitsbettler der Umgegend, welche keiner Unter— ſtützung bedürfen, ſich hier wieder einfinden und dadurch zum Betteln ermuthigt werden, welchem nur dadurch ab— zuhelfen iſt, daß die Mitglieder des Vereins ſich der Unter— ſtützung vollſtandig enthalten und die Bettler an diejenigen, welche nicht Mitglieder des Vereins ſind, und an den Raths— diener Wagner verweiſen, welcher von dem Vorſtande des Vereins beauftragt iſt, die Einleitung zur Unterſtützung der auswärtigen Hülfsbedürftigen zu treffen und die deßfallſigen Geſchäfte um 8, 10 und 12 Uhr Morgens und Nachmit— tags um 2 und 4 Uhr in dem Rathhauſe dahier vornimmt. Schließlich bemerken wir noch, daß die Rechnung fur das Jahr 1853 ſammt Belegen vom 10. April bis zum 18. April bei dem Rathsdiener Wagner auf hieſigem Rath— hauſe offen liegt, und behalten uns vor, die Mitglieder des Vereins zu einer ſtatutenmaßigen Generalverſammlung und Ergänzungswahl des Ausſchuſſes demnächſt einzuladen. Friedberg den 28. März 1854. F. W. Reuß. G. Schmidt. Weyland. Mayer Hirſch. J. Steinhäußer. J. Pfeffer. J. P. Schäfer. J. Falck. G. Trapp II. C. D. Groß.
Für die Armen im Kreiſe Grünberg babe ich 5 fl. aus der Gemeindekaſſe zu Fauerbach II., 5 fl. aus der Armen-⸗Vereinskaſſe daſelbſt, 7 fl. im Kreiſe einiger Freunde geſammelt, zuſammen 17 fl. abgeſendet, was ich hiermit zu meiner Legitimation bekannt mache.
Dr. Matthias, Pfarrer.
Bekammmachungen von Be⸗
binnen 4 Wochen dahie
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fonds, zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend
verſteigert
anzuzeigen, widrigen
hoͤrden. NN Edietalladung.
329) Johann Valentin Petri's Ebeleute von Zambach errichteten unterm 10. Juni 1802 dem Inſpector Spamer dahier eine Hppothek iber ein Darlehn von 80 Gulden. Daſſelbe bll abgetragen worden ſein, die Originalur— kunde kann jedoch nicht vorgelegt werden.
Etwaige Anſprüche an dieſe Hppothek find
falls der Eintrag im Pfandbuche gelöſcht wer. den wird. Butzbach am 31. März 1854. Großberzogliches Landgericht Ebel, Mutb, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor.
Frucht der ſtei gerung (491) Dienſtag den 11. April l. J., Nach- mittags 2 Uhr, werden in dem hieſigen Rath— hauſe 30 Malter Korn und 9 Malter Gerſte, von den Fruchtvorräthen des Auguſtiner Schul⸗
Friedberg den 29. März 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Gender.
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Main⸗Weſer⸗Bahn. (5170 Dienſtag den 11. April, Vormittags 8 Ubr ſollen auf der Station Friedberg die Arbeiten zur Erbauung von 6 Bahnwarthäuſern gelegen bei 1) dem Mainzer⸗Thorweg 2) der Judenhohle ö
Gemarkung Fauerbach U


