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Intelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
R im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
Sonnabend den 31. Juli
1852.
Wetten + e Amtlicher Theil. Stare, Die Großherzoglich Heſſiſche N 1 a gegierungscommiſſion des Regierungsbezirks — dritte 8 meint 1 5 5 Friedberg 5 5 2 eng f tg die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. „ Mälle getreffend: Die Einſendung der Viehſtandstabellen.
in der Uſagaſt. terricht. 1 An die Einſendung der Viehſtandstabellen und zwar ginmehr an die betreffenden Großh. Kreisräthe binnen 8 agen werden Sie erinnert.
Friedberg am 26. Juli 1852.
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7. Wends, if auf lg e 0 e lben.
1 zetreffend: Den Abverdienſt der Feldſtrafen.
ice dude Unter Bezug auf unſer Ausſchreiben vom 3. Oktober en Dautſcen 1849, Amtsblatt Nr. 2, weiſen wir Sie an, die noch zu 8 terarbeitenden Feldſtrafen alsbald verarbeiten zu laſſen ſtes und die vorſchriftsmäßigen Nachweiſe binnen vier Wochen Bartwachs in die betreffenden Gr. Kreisräthe gelangen zu laſſen.
aun und schwarz; Friedberg den 26. Juli 1852. N
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An Dieſelben.
Sacra. i de treffend: Die Sicherſtellung des Pferdebedarfs für den Fall der n Mobilmachung des Bundescontingents. 0 Sie werden die vorſchriftsmäßigen Ueberſichten als⸗ ald aufſtellen und an die betreffenden Gr. Kreisräthe ge— gangen laſſen.
Friedberg den 26. Juli 1852. N f ie er.
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J. Schmittner.
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2 drin wohl 7 Betreffend: Verbot des Ankaufs von Kartoffeln zum Branntweinbrennen. ——— Das erlaſſene Verbot des Ankaufs von Kartoffeln
„ erfteuen hall ö 5 5 2 1
t das Ache. zum Branntweinbrennen wird in Folge höchſter Ermächti⸗ „, Zung hiermit zurückgenommen.. 1
achtbrieſe Sie werden dieſes alsbald veröffentlichen.
ig bei 0 Friedberg am 26. Juli 1852. N
Bindernag l ie n
Oeffentliche Nachricht.
Zur Kenntniß der Bezirksangehörigen wird gebracht, daß Georg Emmerich von Niederwöllſtadt, Heinrich Fink von Friedberg und Chriſtoph Funk von Hungen die Er—
laubniß Gr. Miniſteriums des Innern erhalten haben,
Vorſtellungen in außergerichtlichen und Gnadenſachen fer— tigen zu dürfen. Friedberg den 29. Juli 1852. Die Gr. Regierungs-Commiſſion des Regierungsbezirks Friedberg J. V. d. D. Fer e um d.
Regierungsblatt⸗Auszüge. Nr. 40 enthält: 1) Geſetz vom 24. Juni, die Einrichtung der künftig aufzuſtellenden Grundbücher betr.— 2) Beſtimmungen über das äußere Erſcheinen der Civilbeamten in Uniform betr.— 3) Bekannt-
machung, die Außercursſetzung der ein Halb- und ein Viertelkronen⸗
thaler in verſchiedenen Staaten des Münzvereins betr.— 4) Be⸗ kanntmachuug, den Vollzug der polizeilichen Verordnung über das Befahren des Rheins von Baſel bis in die See betr.— 5) Be⸗ kanntmachung, die Crtrapoſtdiſtanzbeſtimmung zwiſchen Schlitz und Niederaula betr.— 6) Bekanntmachung, den Ausſchlag zur Beſtrei⸗ tung der katholiſchen Kirchſpielkoſten der Gemeinde Seidenbuch für das Jahr 1852 betr.
Miszellen.
Ein Herr wollte ſeiner Geliebten auf einem Balle ein Glas Punſch ſchicken. Der tölpiſche Bediente gab es jedoch einem neben ihr ſitzenden Frauenzimmer, die es nach einer Verbeugung ganz gemächlich ausſchlürfte. Der Herr verbarg ſeinen Verdruß mit einem anhaltenden Huſten. „Nun, was huſten Sie denn ſo?“ rief ihm die Geliebte zu.—„Soll ich nicht huſten, wenn mir der Punſch in die unrechte Kehle gekommen iſt?“
Von einem Arzte wurde für die ärztliche Behand— lung einer Familie auf die Rechnung folgender Poſten no⸗ tirt:„Ein Tränkchen woran das jüngſte Kind ſtarb, 8 Groſchen.“
In einer Militairſchule gab ein Lieutenant den Un⸗ teroffizieren Unterricht in der Aſtronomie; als er ihnen erklärte, daß ein Planet ein Körper ſei, der ſein Licht von einem andern erhalte, rief plotzlich ein alter Knaſterbart: „Schauen's, do bin ich auch holt ein Planet, denn ich be— komm' mein Licht vom Kaſernen⸗Inſpector!“


