Ausgabe 
21.1.1852
 
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Intelligenz-Blatt

fuͤr die

Provinz Oberheſſe

im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg

9 im Beſonderen.

M 6.

Mittwoch den 21. Januar

1852.

asJutelligeuz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag.

Der Abonnementspreis, welcher

ffets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für/ Jahr 40 kr. bei allen zum Fürſtl. Thurn und

Taxisſchen

Verwaltungsbezirke gehörigen Poſtämtern nach der neueſten Verfuͤgung pr. Jahr 1 fl. 30 kr. und pr. Semeſter 45 kr. Durch die ſehr ſtarke Auflage desIntelligenzblattes finden Anzeigen der verſchiedenſten Art e

Verbreitung. Die Einrückungsgebühren betragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zeilen zuſammen aber

werden mit 7 kr. und ein Beleg mit 2 kr. berechnet.

Friedberg.

Die Expedition des Intelligenzblattes.

Miszellen. Ich ſage Ihnen, es iſt durchaus nichts Verſteuer

bares in dem Paquet. Es ſind blos Anweiſungen darin

für ein Reiterregiment, wie es die Säbel gebrauchen ſoll. Thut mir leid; aber das Paquet muß dennoch auf

geſchnitten werden. 3 i Und ich ſage Ihnen, wenn ein koͤniglicher Lieute

nant ſagt: auf Ehre: ſo iſt es ſo gut wie aufgeſchnitten.

Zu einem kranken Bauer kommt ein Arzt, und ver⸗ ſchreibt ihm Medizin. Des andern Tages fragt er bei ſei nem Beſuche die Frau des Patienten:Nun, wie iſt ihm die Medizin bekommen?)%Ja, Herr Doktor, die Me⸗ dizin mag ſchon gut ſein, aber alle 2 Stunden in's Waſ⸗

ſer, das hält er nicht lange aus!, Auf der Schachtel

ſtand:Alle 2 Stunden ein Pulver in Waſſer zu

nehmen.,

Guſtav-Adolf-Stiftung.

Je mehr die heilige Sache des Guſtav-Adolf-Vereins, eine Blüthe, die nur im Sonnenſchein des Friedens ge deihen kann, in den letzten ſtürmiſch bewegten Zeiten hin und wieder in den Hintergrund getreten iſt, um ſo mehr verdient es freudige Anerkennung, daß in Oberrosbach am Schluſſe des vergangenen Jahres, angeregt durch die dortige hoch würdige Geiſtlichkeit, ein Ortsverein zuſammengetreten iſt, der aus ſehr vielen Mitgliedern beſteht und einen jährlichen Beitrag von ungefähr vierzehn Gulden entrichten wird. Als bei der Jahresverſammlung des Wetterauer Zweigvereins, gehalten zu Altenſtadt am 19. October v. J., Oberrosbach als der Ort der nächſten Verſammlung auserſehen wurde, ſo geſchah das, weil daſelbſt noch nichts für die Sache der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung geſchehen war um auch dort den Samen der Bruderliebe, zum Früchtebringen unter Gottes Beiſtande, auszuſtreuen; wie lieblich und fein, daß die Saat jetzt ſchon in vollen Aehren ſteht und daß wir, wenn wir kom⸗ men, nicht erſt in Hoffnung ſäen müſſen, ſondern uns dankbar

der Erndte freuen dürfen! Wir ſind geneigt, die jetzige günſtige Geſtaltung der Sache in genannter Stadtgemeinde zum Theile auch dem von der Schottener Hauptverſamm⸗ lung erlaſſenen, von uns in vielen hundert Exemplaren verbreitetenAufruf an die Proteſtanten des Großherzog thums zuzuſchreiben und wünſchen herzlich, daß das Bei ſpiel, mit welchem neuerdings Oberrosbach vorangegangen iſt, in anderen Gemeinden, die noch nicht zu uns zählen, bald recht zahlreiche eifrige Nachahmer finden möge! Bei dieſer Gelegenheit beſcheinige ich zugleich den Em- pfang der Beitrage zur Guſtav-Adolf⸗Stiftung für 1852 aus den Gemeinden Fauerbach II. mit 5 fl. 43 kr. und Rendel mit 7 fl. 27 kr. und erſuche brüderlich die Mit⸗ glieder des Vereins an anderen Orten, ſich die Entrichtung auch ihrer Jahresbeiträge an Herrn Apotheker Wahl, der fortwährend die Geſchäffte des Caſſirers zu beſorgen ſo freundlich iſt, bald möglich gefallen zu laſſen. Dr. Matthias, Sekretär des Wett. Zweigvereins der G.⸗A.⸗St.

Kirchenbuchs-Auszug vom Monat Dez. 1851. Friedberg. Getraute: (Nachtrag. 17. Nov.) Johann Theobald Eduard Ruths, Bürger und Baumeiſter dahier, des Leiblaquaien Philipp Peter Ruths zu Darmſtadt ehelicher verwitt weter Sohn und Johanna Eliſabetha Reinhardine Fi ſcher, des Bürgers und Buchbindermeiſters Johannes Fiſcher zu Hanau eheliche ledige Tochter. Zu Hanau getraut.) Heinrich Volp, Bürger und Todtenwärter dahier, des weiland hieſigen Bürgers und Todtengräbers Chriſtian Volp hinterbliebener ehelicher verwittweter Sohn und Sophia Weiß, des Ortsbürgers und Taglöhners zu Garbenteich Johannes Melchior Weiß J. eheliche ledige Tochter.

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