Provinz
ntelligenz-Blatt
fuͤr die
Oberheſſen
im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg
im Beſonderen.
8 W214. Sonnabend den 13. März 1852. Großterſogl e
a Schraub von Obermörlen, welcher zu Butzbach wegen Dieb⸗ f 0 A m t l 1 che 1 T 0 41.— in Unterſuchung ſteht, hat ſich ſchon längere Zeit von 9;;; aus wegbegeben, bettelnd umherziehend. Sie werden ge— * Phoniz.. Die Großherzoglich Heſſiſche 8 0 nau auf denſelben fahnden und ihn im Betretungsfalle ar⸗ entgegen, Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks reren und uns alsbald abliefern. Art, ſowie Friedberg Friedberg den 4. März 1852. je Prämien ene
an die Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten und
Polizei⸗Commiſſäre, ſowie an die Gr. Gensdarmerie des Regierungsbezirks.
Betreffend: Diebſtahl mittelſt Nachſchlüſſel und Einbruchs zum Nach⸗
dühren zu
chener Gi, theil des Johann Philipp Wagner. 5 Zu Frankfurt a. M. ſind die nachverzeichneten Gegen⸗
„ ſtände entwendet worden:
und Nieder⸗
Al 1) eine kleine Schwarzwälder Uhr mit Schnur zum Auf⸗
8 ziehen. In dem Werk fehlt der Haken zum Auslöſen zur Regulirung der Stunde angebracht,
2) eine Cavallerie-Piſtole mit Steinſchloß und Meſſing⸗
1 beſchlag, an Phönix 3) ein von Holz geſchnitztes Schweizerhäuschen,
Wadde. 4) ein aufgerollter Plan von Paris, hingen. 5) einige Anſichten vom Platz Ia Concorde zu Paris, 28 6) ein Ueberzug zu einem Federkiſſen von blau- und beg weißgeſtreiftem Barchent, 7) zwei weiße lange Fenſtervorhänge, 8) ein meſſingener Leuchter mit Stearinlicht, 9) ſechs Paar weiße baumwollene Socken mit P. W. und der fortlaufenden No. 1—6 gezeichnet, 10) 1 Paar Frauenpantoffeln von grauem, rothgeblümten
Wollenzeug,
110 eine hölzerne Gabel und Löffel von Schweizerarbeit, 12) eine hölzerne runde urnenförmige Zuckerdoſe mit Deckel, gleichfalls Schweizerarbeit.
Wir beauftragen Sie, dieſerhalb geeignete Nachfor— ſchungen eintreten zu laſſen und im Entdeckungsfall uns Anzeige zu machen.
Friedberg den 6. März 1852.
Ouvrier.
An Dieſelben.
Betreffend: Die Unterſuchungsſache gegen Heinrich Schraub, Kas⸗ pars Sohn, in Obermörlen, wegen Diebſtahls.
Der 14jährige Heinrich Schraub, Sohn des Kaspar
des Weckers und iſt dann noch ein beſonderer Draht
Die ſabebe an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks.
Betreffend: e e einiger Taubſtummen aus der hieſigen uſtalt.
Die beiden Taubſtummen Konrad Brehm und Jakob Fluhr, der erſtere Schneiderlehrling, der andere Schulgänger, beide 17—18 Jahre alt, groß und hager, haben ſich heute, aus Furcht vor einer wohlverdienten Strafe, von hier ent— fernt und treiben ſich muthmaßlich in hieſiger Gegend bet— telnd umher. Sie werden dieſelben im Betretungsfalle an— halten und an uns abliefern laſſen.
Friedberg den 9. März 1852.
Rauten bu ſch.
Verein gegen Bettelei.
Auf Mittwoch den 31. d. M., Nachmittags 4 Uhr, werden die Mitglieder des Vereins gegen Bettelei zur ſta— tutenmäßigen General-Verſammlung auf hieſiges Rathhaus eingeladen und bemerkt man dabei, daß dorten nicht nur die Rechnung des Vereins vom 1. April bis 31. Dezem— ber 1851 offen gelegt, ſondern daß auch die Wahl von Ausſchußmitgliedern ſtattfinden wird.
Friedberg den 6. März 1852.
Der Vereins⸗Ausſchuß.
Concert für Lißberg.
Der Ertrag des zum Beſten Lißbergs gehaltenen Concertes war 64 fl. 48 kr. Da Herr Theobald für Saal und Heizung, Herr Wilhelmf für das Drucken, Herr Glück für das Stimmen des Flü⸗ gels Nichts genommen haben, ſo beliefen ſich die Unkoſten(für Beleuch⸗ tung, Flügeltransport, Concertdiener u. ſ. w.) auf 13 fl. 37 kr. Es ergab ſich ſomit ein Reinertrag von 51 fl. 11 kr.
Friedberg den 11. März 1852. a
Ph. Frit ſch.


